Kommentar27. März 2020

Corona – so  funktioniert der Schwindel !

[INFO 12.4.2020: Ich bitte um Beachtung der Ergänzung am Ende des Textes]

Seit die COVID-Welle durch Deutschland rollt, füllen sich die Youtube-Kanäle mit Behauptungen. Corona sei doch gar nicht gefährlich, die getroffenen Maßnahmen deshalb womöglich ein „Krieg gegen die Bürger“ (Eva Hermann), nichts als „Inszenierungen“ (Rüdiger Dahlke), oder eben der „Wahn“ einer „traumatisierten  Gesellschaft“ (Franz Ruppert) bzw. der neueste Aufreger unserer „Erregungsgesellschaft“ (Richard David Precht).

Offizielle Statistiken als Beleg

Kritiker wie Dr. Wolfgang Wodarg, die die COVID-Epidemie als künstlichen „Hype“ betrachten, benutzen für ihre Argumentation gerne „offizielle“ Statistiken, um zu belegen, dass es die in der Presse berichtete Welle an COVID-19-Todesfällen eigentlich gar nicht gibt. Gerne genommen: die Daten der Webseite Mortality monitoring in Europe, kurz Euro-MOMO. Von Anfang an wurden die dort von der EU gesammelten Sterbedaten für den immer gleichen Hinweis genutzt: Selbst die EU kann keine erhöhte Sterblichkeit an COVID-19 feststellen!

Nun kann mir das eigentlich egal sein, aber ich bekomme so viele Fragen dazu, an denen ich merke, dass diese Botschaft auch bei Leuten verfängt, die eigentlich Hubraum und Sehschärfe genug haben, um ein X von einem U zu unterscheiden.

Schwindel aus der Schwindelambulanz

Der Kragen ist mir dann endgültig geplatzt, als eine sehr geschätzte Bekannte mich gestern um einen Kommentar zu einem youtube-Film aus der „Schwindelambulanz Sinsheim“ bat.

Beschwingt berichtet da ein Kollege von „Corona“, Stethoskop locker um den Hals gelegt – man soll wohl wissen dürfen, dass hier ärztlicher Rat gegeben wird. Die angebliche „Corona-Krise“  sei in Wirklichkeit eine Lappalie, „nach allen verfügbaren Daten stirbt so gut wie niemand an COVID 19.“

Er habe dafür „objektive“ Belege.

Wieder der Verweis auf Euro-MOMO

Und schon blendet der Arzt aus der Schwindelambulanz die Daten der Euro-MOMO-Webseite ein.

Der Kollege kommentiert nun mit Verweis auf die rechts abgebildete Statistik:

„… da ist auch Italien dabei, und man kann aktuell nach wie vor nicht erkennen, dass durch die Corona-Krise, oder wie auch immer das in den Medien genannt wird, die Sterberate sich in irgendeiner Weise verändert hätte.“

Das sei – führt er nach einer gravitätischen Pause fort: „bemerkenswert“.

Bemerkenswerte Ignoranz

Schon als Dr. Wodarg vor Wochen zum ersten Mal durch die sozialen Medien der Republik tingelte (bzw. durch einen einschlägigen Teil davon), schaute ich mir die Euro-MOMO-Datenbank einmal an, um zu verstehen, warum die Sterblichkeitsverläufe dort die jetzige COVID-Epidemie nicht abbilden. Gleich auf der Eingangsseite fand ich folgende Erklärung:

„The number of deaths in the recent weeks should be interpreted with caution as adjustments for delayed registrations may be imprecise.“

Also:  Die Zahl der Todesfälle in den vergangenen Wochen sollen laut Euro-MOMO mit Vorsicht interpretiert werden, da sie wegen verzögerter Meldung ungenau seien. Wie seltsam, dass Dr. Wodarg als angeblicher Experte diese einleitende Einschränkung nicht auch gelesen hat! 😉

Und Dr. Schiffmann aus der Schwindelambulanz? Der hat diese Einschränkung ganz gewiss gelesen. Sie steht nämlich sogar in seinem Youtube-Beitrag. Schauen wir uns das Bildschirmbild einmal an, das er bei seiner Vorstellung von euro-Momo in seinen Beitrag eingefügt hat.

Am unteren Rand ist gerade noch eine hervorgehobene Überschrift zu erkennen: „Note concerning COVID-19 related mortality…“

Also: ein Hinweis speziell zur COVID-19 Epidemie, extra fett markiert. Nur, was dann an Informationen folgt, hat Dr. Schiffmann leider weggeschnitten. Schwer vorstellbar, dass er den Abschnitt nicht gelesen hat, er macht immerhin die Hälfte des gesamten Textes aus. Und ja, er weist wieder auf die verzögerten Meldungen hin, aber auch darauf, dass COVID-19 bisher auf einzelne Regionen in Europa beschränkt sei, so dass die aktuelle Entwicklung in den zusammenfassenden Grafiken möglicherweise nicht erkennbar sei. Und dann als Zusammenfassung das: Auch wenn eine durch COVID-19 erhöhte Sterblichkeit aus den derzeitigen Euro-MOMO-Grafiken nicht abzulesen sei, heisse das nicht, dass diese nicht aufgetreten sei.

Inzwischen ist dieser Hinweis von den Betreibern der Euro-MOMO-Datenbank sogar in Rot hervorgehoben – vielleicht damit in Zukunft dann auch noch der letzte Schwindler darüber stolpert.

[Nachtrag 10.4.: Inzwischen haben die Betreiber der Webseite eigens eine farbkodierte Landkarte auf die Seite gestellt um die Übersterblichkeit nun auch bildlich darzustellen; ergänzt mit folgendem Text:
The latest pooled estimates from the EuroMOMO network show a marked increase in excess all-cause mortality overall for the participating European countries, related to the COVID-19 pandemic. This overall excess mortality is driven by a very substantial excess mortality in some countries, primarily seen in the age group of 65 years and above, but also in the age group of 15-64 years.
Übersetzt: Die jüngsten gepoolten Schätzungen des EuroMOMO-Netzwerks zeigen einen deutlichen Anstieg der Übersterblichkeit in den teilnehmenden europäischen Ländern im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Diese Gesamtübersterblichkeit wird durch eine sehr starke Übersterblichkeit in manchen Ländern verursacht, die vor allem in der Altersgruppe der über 65-Jährigen, aber auch in der Altersgruppe der 15-64-Jährigen auftritt.

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So einfach geht Manipulation

Der Doktor kann aber noch besser schwindeln.

In einer anderen Sequenz präsentiert er die „Japan-Story“. In Japan habe man die angebliche Epidemie einfach laufen lassen. Und passiert sei – nichts.

Eine wunderbare Botschaft, die gut in das Bild der harmlosen, mutwillig aufgebauschten Pandemie passt: „Kein Shutdown, keine Probleme.“

Und als „objektiven“ Beleg blendet er einen Bericht der Japan Times ein.

Nur, liest man den Artikel, so findet sich darin eine ganz andere Aussage. Von wegen „kein Shutdown, keine Probleme“. Vielmehr geht der Artikel der Frage nach, warum Japan bisher in der COVID-19-Pandemie so glimpflich davon gekommen sei. Und erklärt, dies liege vielleicht daran, dass Infektionen „in einem vergleichsweise frühen Stadium“ identifiziert werden konnten. Auch sei die Ausbreitung der Infektion  in Japan bisher dadurch gebremst worden, dass in Japan sowieso eine Kultur der sozialen Distanz vorherrsche – man umarme sich generell weniger, gebe sich nicht die Hand und wasche sich die Hände häufiger als in Europa.

Ansonsten aber dreht sich der Artikel vor allem um eines: Dass nämlich Japan sehr wohl Probleme zu erwarten habe. Und demnächst ebenfalls Maßnahmen ergreifen müsse, um die COVID-19-Welle einzuhegen.

Und genau das berichten an diesem Tag auch die anderen internationalen Medien, wie etwa die New York Times (Japan´s virus success has puzzled the world – is its luck running out?) oder The Guardian  (Tokyo and Hong Kong brace amid fears of fresh wave of coronavirus cases).

Warum liest man in der Schwindelambulanz die Quellen nicht, mit denen man seine Thesen untermauern will?

Genug jetzt!

Ich könnte nun noch auf andere gefühlte Lächerlichkeiten in den Videos eingehen – etwa dass der gute Mann gerne von seinem „Beraterstab“ redet, oder dass er suggeriert, die Intensivstationen in Spanien seien derzeit nicht deshalb voll, weil COVID-19-Patienten echte medizinische Hilfe brauchen, sondern weil Oma jetzt wegen der geschürten Panik mehr Angst habe und sich deshalb ihr normaler Husten und sonstiger Zustand verschlechtere.

Nur vielleicht eines noch, weil ich die Argumentation für besonders unfair halte:

In Italien gebe es gar keine echte Corona-Krise, die Krankenhäuser seien sowieso wegen der Grippewelle voll, die COVID-19-Todesfälle meist nur Papiertiger. Also: die Kollegen, Kolleginnen, Krankenpfleger und Krankenschwestern dort rackern sich nur gegen Windmühlen kaputt?

Als Beleg wird eine Aussage Prof. Walter Ricciardis angeführt, die der Schwindelambulanz-Doktor so interpretiert: Die echten Corona-Todesfälle lägen weit unter den gemeldeten Corona-Todesfällen, und zwar um den Faktor 8. Alles aufgebauscht also.

Macht man sich die Mühe die Aussagen Prof. Ricciardis zu COVID-19 nachzulesen, so sagt Prof. Ricciardi aber genau das Gegenteil von dem, was der Schwindel-Doktor in seinen Videos belegen will. Professor Ricciardi rät in emotionalen, drängenden Appellen, diese Epidemie ERNST ZU NEHMEN, er war doch derjenige, der die italienische Regierung zu ihrem viel zu späten Lockdown gedrängt hat. Ja er sagt:

„Wir haben vestanden, das dies eine Art Krieg ist“ (Prof. Walter Ricciardi)

Und diesen Professor zitiert unser Schwindeldoktor nun als Kronzeugen für seine Anmache von wegen „Fake-Epidemie“?

Gehts noch??????

Wer stirbt an COVID-19?

Geht man auf das Argument ein, 80% der Corona-Fälle hätten in Wirklichkeit gar nichts mit COVID-19 zu tun, so stößt man auf eine alte Debatte, die seit der COVID-Welle geführt wird: Wenn viele Menschen, die an COVID-19 sterben, doch schon Vorerkrankungen haben – müssten die jetzigen Todesfälle dann nicht diesen Vorerkrankungen zugeschrieben werden und nicht COVID-19? Eine berechtigte und wichtige Frage. Sie führt aber leider auch nicht zu der Schlussfolgerung, die Dr. Schiffmann daraus zieht, nämlich dass COVID-19 harmlos sei.

Sie führt vielmehr in ein Niemandsland. Wenn ich persönlich, der ich eine Vorerkrankung habe, demnächst vielleicht wegen einer SARS-CoV-2-Infektion in ein Krankenhaus eingeliefert werde und dann sterbe – war die Infektion daran schuld, oder meine Vorerkrankung? Die 20 oder 30 Jahre, die ich vielleicht noch gehabt hätte – waren die durch COVID-19 ausgelöscht, oder durch meine Vorerkrankung?

Ach Leute.

Vielleicht hilft auch hier ein Blick auf die Daten. Was bisher zu schweren COVID-19-Verläufen bekannt ist, ist das: Dass nämlich der größte Teil der Verstorbenen tatsächlich schon Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes hatte – dass diese Vorerkrankungen aber in den meisten Fällen nicht unmittelbar tödlich gewesen waren.

Ja, es stimmt, es gibt auch Patienten, die dem Tode auch so schon recht nahe sind, und sie mögen in Italien tatsächlich häufiger sein – aber ist die COVID-19-Epidemie deshalb nicht schlimm? Oder gar Fake?

Was ist denn nur los?

Ich verstehe wirklich nicht, wie Menschen so sorglos mit der Wahrheit, mit Zahlen und mit Grafiken umgehen können. Zuletzt wirft Dr. Schiffmann in einem für mich erschütternden, würdelosen, die Tatsachen ohne Sinn und Verstand verdrehenden Beitrag dem französischen Staat und der französischen Ärzteschaft gar vor, sie betrieben „Euthanasie“. Er beschreibt die Situation alter Menschen, die nun den Rettungsdienst riefen, „weil sie eine Erkrankung haben, und sie werden tatsächlich mit einem Opiat-Cocktail getötet.“ Diese „Euthanasie“ sei aber nicht Folge von COVID-19 („das Virus ist ungefährlich!!!“), sondern die Folge der „gezielten Massenpanik“, „die von Menschen wie Professor Drosten verursacht wird.“ Ich weiß nicht, aber wenn unser Rechtsstaat noch funktioniert, sollten solche Aussagen nicht stehen bleiben dürfen. Sie vergiften unsere Gesellschaft.

Wirklich, ich bin an diesem Punkt ratlos und auch wütend. Ja, diese Epidemie macht uns allen Angst, aber das ist doch der billigste Ausweg: Einfach so tun, als sei das alles Fantasie! Diese Strategie ist ein Schutz für Kinder, sie funktioniert aber auch nur für Kinder.

Zum Schluss

Aus dem Gesagten ergeben sich für mich drängende Fragen. Fragen auch an die vielen sonst ach so „kritischen“ Menschen, die bisher in jeder Debatte noch das kleinste Zipfelchen an „Verarsche“ zu erkennen meinen – und sich jetzt in dieser Krise (ja, es IST eine Krise) ausgerechnet an die Lippen von Propheten hängen.

Warum lasst Ihr Euch derart für dumm verkaufen? Wenn Ihr auch nur einen Lippenstift oder gar ein Spielzeug für Eure Kinder kauft, recherchiert Ihr in jedem Winkel des Internets, ob das Produkt denn mindestens von drei unabhängigen Institutionen getestet worden ist, ob es vielleicht irgendwelche „Chemie“ enthält, und wo es vielleicht ein paar Cent billiger zu kriegen ist. Jetzt, bei einer derart ernsten Frage, fallen so viele auf einmal auf die  billigste Nummer herein, wirklich. Da braucht sich einer nur ein Stethoskop umzuhängen oder in gemessenen Worten die alte Leier zu sagen: ich bin Experte, ich weiss Bescheid. Autoritäres Gehabe ist das doch! NICHTS enthebt Euch von der Verantwortung, das Gehirn einzuschalten, zu lesen, zu lesen, zu lesen. Und das nicht einfach dort, wo die Kost leicht ist, sondern in der Tiefe, in der Breite! Und wer nicht lesen mag: Traut Euren Augen, traut Eurem Verstand doch etwas zu! Alles andere entwürdigt und entwertet diejenigen, die sich in dieser Zeit kümmern, die Verantwortung übernehmen, Kranke versorgen, Betroffen ihre Ängste lindern – und zwar nicht durch das Kleinreden der Probleme und auch nicht durch Hetze gegen „die da oben“, das ist doch eine Masche, die inzwischen einfach nur lächerlich ist. Sondern durch das Anerkennen unserer Probleme. Durch verantwortliches Abwägen. Durch Respekt vor denen, die hier ihr Möglichstes tun.

Was soll denn ein Arzt oder eine Ärztin in einem Krankenhaus in New York oder Bergamo denken, wenn sie die Filmchen aus den Schwindelambulanzen dieser Republik sehen?? Wenn sie das lesen, was über diese Krankheit, gegen die sie hier und jetzt kämpfen, verbreitet wird?

„Eine Labortest-Pandemie“

„Das Virus macht uns nicht krank“

„Corona Virus – Robert Koch Institut gibt zu, es gibt gar keinen Erreger!“

„Eine schwache saisonale Grippe!“ (Rolf Kron)

„Ich sehe wirklich keine Neuerkrankung am Horizont!“ (Dr. med. Claus Köhnlein)

Was soll dazu eine Ärztin oder ein Arzt in einer der vielen derzeit am Limit arbeitenden Intensivstationen sagen? Dass sie verdammte Idioten sind, die einem Fake aufsitzen?? Dass der nächste Patient, der da versorgt werden muss, gar nicht existiert?? Oder doch gar nicht an dem Wasser in seiner Lunge krepiert, sondern an seinem Diabetes?? Oder der von „denen da oben“ ausgelösten Panik???

Leute, DENKT BITTE MIT!!!

Vor allem aber:  Wie um alles in der Welt  kommt ein Mediziner dazu, sich ein Stethoskop um den Hals zu hängen und den Leuten so einen schäbigen, erbärmlichen Unsinn zu erzählen? Das Virus ist harmlos? Es gibt gar keine COVID-19-Toten? Sei wenigstens gegenüber Deinen Kollegen dort draußen fair.

Und halte bitte die Klappe.

 

Ich widme diesen Beitrag dem ärztlichen Fachpersonal in Italien. 39 von ihnen sind durch ihren Einsatz in dieser Epidemie gestorben. Viele leiden an posttraumatischen Belastungen, die sie ihr Leben lang begleiten werden. Ich ziehe meinen Hut vor Euch.

 

 

[Nachtrag am 12.4.2020]

Dieser Artikel hat extrem viel Resonanz bekommen, die Reaktion hat mich schier begraben. Und da waren Kommentare dabei, von denen ich dachte: So was sagt doch kein Mensch öffentlich. Ich würde die Rechnung bezahlen müssen, wenn "100 000 Alte sterben und dafür 100 000 Junge keine Lehrstelle bekommen". Oder: wie ich als Kinderarzt dazu käme, "Kinder einsperren zu wollen".

Deshalb will ich noch einmal etwas zu diesem Text sagen. Zum einen: Im Nachheinein hätte ich mir gewünscht, ich hätte das sachlicher hinbekommen, weniger­­­ auf bestimmte Kollegen bezogen, und einfach mehr "über den Dingen stehend". Nein, das ist mir nicht gelungen.

Ich erzähle jetzt mal einfach runter, mit was das zu tun hat.

Ich habe mich seit den ersten COVID-19-Fällen in Wuhan intensiv mit dieser Epidemie befasst, bei einem  ausgebildeten Lungenfacharzt für Kinder geht bei Wörtern wie "Pneumonie" nun einmal das Licht an ;-) Ich habe dann Beiträge zum medizinischen Drum-Rum dieser Krankheit  verfasst, etwa zu der Ibuprofen-Frage oder der Frage, ob Fiebersenkung bei COVID-19 wirklich eine gute Idee ist. Dann habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie die Epidemie wohl weiter laufen wird, und bin dabei auf die Arbeit eines US-amerikanischen Mathematikers gestoßen, mit dem ich mich austauschen konnte und dann in einem Beitrag seinen "epidemic calculator" vorstellte.

Dass es Kollegen gibt, die die COVID-19 Epidemie als Fake News und reine Panikmache betrachten, das wusste ich damals noch nicht.

Dann bekam ich eine Einladung zu einem Interview bei „Punkt.Preradovic“, zu meinen Thesen über den Zusammenhang von Kindheitserfahrungen und politischen Haltungen. Ich kannte das Format nicht, klickte mich also durch die Beiträge um zu sehen, was mich da vielleicht erwartet. Und stieß auf Dr. Wodarg im Gespräch mit jener Moderatorin. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen: Coronaviren schwirrten schon immer um uns herum, eine Epidemie gebe es gar nicht. Ja, wenn wir nicht angefangen hätten zu testen, würde heute kein Mensch etwas von dieser Epidemie merken...

Das war zu der Zeit als in der Lombardei das Gesundheitswesen zusammenbrach.

Ja, und dann stiess ich auf die Beiträge eines Dr. Schiffmann.

Und da platzte mir dann der Kragen. Mit jedem Film, den er ins Netz stellte, wurden seine Aussagen radikaler und ich fassungloser:

- "Niemand stirbt an COVID-19"

- Was die Leute in die Intensivstationen bringt, sei die "Panik", die jetzt geschürt werde. Da hyperventilieren die "Omas" und verstopfen mit ihren "Erkältungen" die Kliniken

- In Wirklichkeit werde jetzt tausendfach "Euthanasie" betrieben -  Menschen würden von Ärzten jetzt umgebracht,  weil das Medizinsystem etwa in Frankreich aufgrund einer Fake-Epidemie zusammengebrochen sei. Die Schuld an diesen Todesfällen trage Prof. Drosten, der "absichtlich" Panik verbreite.

Es war dieser Vorwurf gegenüber einem anerkannten Fachmann seines Feldes, der mich dann dazu brachte, diesen Beitrag so zu schreiben, wie ich ihn geschrieben habe. Ich wollte am Beispiel eines Youtube-Filmchens zeigen  wie Dr. Schiffmann die Fakten verdreht.

Nicht mehr und nicht weniger.

Und ja, die Emotionen sind mir aus dem Ruder gelaufen, das tut mir leid. Aber die Fakten stimmen.
Ich habe sie noch einmal in einem ganz sachlichen, nüchternen Beitrag zusammengefasst: Corona ist nicht gefährlicher als die Grippe!?
"Niemand stirbt an COVID-19" - was für ein Schlag ins Gesicht von Kollegen. Allein in Italien sind inzwischen mehr als 100 Ärzte und Ärztinnen bei ihrem Einsatz gegen COVID-19 gestorben. An einer Coronoavirus-Infektion. Noch einmal: Schämt Euch!

HRP
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876 Kommentare

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  • Oliver Witzigmann

    Können Sie bitte auch die Aussagen widerlegen, was daran falsch ist:
    Die beiden Mediziner sehen den Virus als nicht kritischer als Grippe.
    https://youtu.be/sLboOKM0Qs8
    https://youtu.be/1wZf3r7xL_k
    Ist der Bericht aus dem Medizinblatt in dem der Arzt aus dem Sinnsheimer Video Corona 10 berichtet, auch nicht wahr-? Hier wird behauptet COVID-19 ist ähnlich wie Grippe, mit einer Sterblichkeit von 0.1%?
    Herzlichen Dank für die Aufklärung.

    Im Voraus vielen Dank.

    • Herbert Renz-Polster

      Also, das ist ja das, was ich meine: gebrauchen wir doch unsere eigenen Werkzeuge, Gehirn, Erfahrung, Augen, was wir lesen, was wir sehen. Also ich bin jetzt 60 Jahre alt, habe aber noch nie erlebt, dass in einer Grippe-Welle fast 1000 Leute pro Tag gestorben sind wie heute in Italien, in ein paar Tagen in Spanien und bald in den USA. Sie? Ich habe auch noch nie erlebt, dass ein Gesundheitswesen unter einer Grippe-Welle zusammengebrochen ist wie das in Italien, Iran, in Spanien und bald auch in vielen anderen Ländern der Fall ist. Sie? Ich habe als Arzt auch nie davon gehört, dass meine Kollegen entscheiden müssen, wen sie behandeln, und wen nicht. Sie? Ich kann nur sagenm,diesem Virus freien Lauf zu lassen ist keine gute Idee, egal ob seine Sterblichkeit theoretisch nun mit 0,1 oder 1% oder 5% beziffert wird. Sobald das Gesundheitssystem überlastet ist, steigt die „theoretische“ Sterblichkeit rasant an. Dann gilt die reale Sterblichkeit. Und wenn ich um die Welt schaue und die Berichte meiner Kollegen lese, dann sage ich mir: die reale Sterblichkeit ist dann zu hoch. Also müssen wir alles tun um das Gesundheitswesen vor einer Überlastung zu schützen. Was ist daran denn so kompliziert?

      • Svea

        Es mag sein, dass die Sterblichkeit nicht massiv über der einer „Grippe“ liegt- nur sind gegen „Grippe“ viele geimpft oder waren schon daran erkrankt und sind so immun, bzw. vor schwereren Verläufen geschützt! 1% von 10 ist logischerweise deutlich weniger, als 1% von 1000!!! Man muss es ja im Ganzen betrachten! Und gegen das jetzige Virus ist eben noch niemand geschützt!
        Danke für Ihre klaren Worte! Ich bin zur Zeit auch sehr entsetzt, wie viele einfach ignorant andere Menschen gefährden – wenn sie dann Hilfe brauchen sehen sie es bestimmt anders…

        • Eisabeth

          Laut den Statistiken und Berichte hat es in Italien schon die vergangenen Jahre solche miserablen Krankenhausbedingungen gegeben und eine Hohesterberate dazu. Wenn dies das Pand nicht in den Griff bekommt, kann sonst noch ein Virus kommen. Denn man stirbt dann eher an Hygienischen schlechten Bedingungen und an Krankenhauskeimen. Das will man erst recht vertuschen besonders jeder Artz. Deshalb würde ich alle Aussagen in Fragestellen! Aber auch aufpassen was in der Wirtschaft gerade hinter halb verschlossnem Vorhang passiert! Grundrechte, Gesetzte, Impfpflicht… das hat nichts mehr mit dem Virus zutun!

        • Elena

          Werteste, 1% ist 1%, egal von was… Weil es eben 1 pro 100 bedeutet. Ob nun also von 10 oder von 1000. Das Verhältnis ist das gleiche.das ist wie wenn man fragt: was wiegt mehr, ein kg Federn oder ein kg Blei? Ein kg bleibt dabei ein kg, nur die Relation ist eine andere. Also logisch geht anders. By the way ist auch genau das das Problem an den Dauermeldungen an totalen Zahlen, sie werden nicht in Relation gesetzt. Hier wird damit argumentiert doch bitte selber zu denken, da dem Autor noch nie U tergekommen sei, dass 1000 Menschen an einem Tag starben…. Doch werter Herr Arzt, das passiert de fakto jedes Jahr in der Grippezeit. Auch das dürfen Sie gerne verifizieren, denn die allgemeinen jährlichen Sterbezahlen pro Land sind öffentlich einsehbar und man das mit einem leichten Dreisatz runterbrechen wie viele Menschen denn so normal pro Tag (durchschnittlich) sterben. Natürlich passiert dies in Wellen und es sterben Mal mehr und Mal weniger. Darum auch euroMomo mit dem Prozentsatz an über- bzw Untersterblichkeit. Warum wird gerade eigendlich so getan, als „dürfe“ einfach keiner mehr sterben? Vll sollte der Autor einmal über das Wort „Verhältnismäßigkeit“ nachdenken. Und auch ein Bericht über totale Zahlen von infizierten Krankenpersonal sagt im ersten Moment nichts aus! Auch da weiß man über den Bericht nicht, was da so st noch an Hintergrund bestand… Bevor man also auf andere schimpft, vll auch Mal den eigenen Blickwinkel hinterfragen!

      • Enrico Liebscher

        Sie sagen es sterben 1000 Leute am Tag in Italien an Corona.Wo her haben Sie diese Zahl.Ich vermute mal aus TV und Radio.Genau das ist das Problem.Diese Angaben sind falsch.Das würde ja bedeuten das 1000 Italiener täglich aufgehört haben an anderen Krankheiten,oder Unfällen zu sterben.Weil es gibt keine erhöhte Tagessterblichkeit in Italien.Und das seit Jahren,bis zum jetzigen Zeitpunkt.Nachzulesen bei Euromomo und Countrymeter.Und wenn Sie jetzt argumentieren diese Quellen sind nicht aussagefähig dann ist zumindest meine Aussage,Ihre Aussage und die des Mainstreams nicht belegbar.Und anhand von nicht belegbaren Aussagen dieser ganze Zirkus?

        • J. Obermeier

          Ja und unsere Ärzte und unsere Krankenhäuser sind entweder zu dumm das zu checken, was Sie mit bloßem Auge natürlich gleich entdecken, meine Freunde in Italien erzählen alle nur Mist und Sie wissen es besser…. Bis einer in Ihrer Familie in die Intensivstation muss. Dann brauchen Sie plötzlich Hilfe …. Aber hoffentlich nicht von einem dieser Hohlköpfe von Ärzten – wie meinem Papa im Übrigen – die zu dämlich dazu sind, reale News von Fakenews zu unterscheiden, aber ganze Krankenhäuser leiten und Massen an Geld ausgeben um Menschen wie IHNEN zu helfen. Und ja unsere Krankenhäuser haben berechtigt Angst davor richtig viel Miese zu machen. Sie wissen es vielleicht nicht besser, ich schon. Vielen Dank.

        • Stephan

          Fakt ist, dass man verschiedene Sichtweisen/Interpretationen der aktuellen Daten zulassen sollte, da das Inbegriff derDemokratie/Meinungsfreiheit ist. Persönlich würde ich mich bei Krisenentacheidungen auf Basis valider Daten auch wohler fühlen. Bedacht werden muss auch, dass die sekundären Schäden, die Folge der aktuellen Einschränkungen sind, leicht die Größenordnung der adressierten Primärschäden nach sich ziehen könnten (nicht behandelte Onkologische Routinepatientengesteigerte Arbeitslosigkeit usw). Es ist aktuell keine perfekte Kosten-Nutzen-Schätzung möglich, aber Maßnahmen, die den Euro „kippen“, werden schwierig zu rechtfertigen sein.

        • Dave R.

          @ Johannes P. „euromomo verzeichnet sehr wohl eine erhöhte Sterblichkeit für Italien“ -> Sie übersehen, dass die Karte laufend erhöhte Sterblichkeiten ausweist, und zwar für viele Regionen. Fahren Sie mal über den Zeitstrahl und achten Sie z.B. auf Spanien (Mitte 2018 oder auch 2019).

        • Herbert Renz-Polster

          Ach Leute, dann fahrt doch den Zeitstrahl mal in 2 Monaten nach, dann weiter, ja?
          Danke
          HRP

        • T. Nett

          „Nachzulesen bei Euromomo und Countrymeter.Und wenn Sie jetzt argumentieren diese Quellen sind nicht aussagefähig dann ist zumindest meine Aussage,Ihre Aussage und die des Mainstreams nicht belegbar.Und anhand von nicht belegbaren Aussagen dieser ganze Zirkus?“

          Um diese Logik mal zu übertragen: Wenn mein kleiner Sohn in aus seinem Kinderbuch, das einen grünen Himmel zeigt, schließt der Himmel sei grün, dann ist das falsch, weil das Kinderbuch dazu nicht verlässlich ist. Soweit ok. Aber heißt das dann auch, dass ich falsch liege, wenn ich ihm sage, dass der Himmel blau ist, weil das Kinderbuch ja dazu keine verlässliche Quelle ist? Bitte die Logik in der Argumentation erst noch einmal überprüfen.

          Die Covid-Kritiker führen Euromomo an, das aber nach eigenen Aussagen (noch, wegen Nachmeldungen) keine verlässliche Quelle ist. Die Experten und Medien berufen sich auf Euromomo nur dort, wo die Daten bereits weit genug zurück liegen, um sicher zu sein. Und vor allem auf Daten von WHO, John Hopkins University, etc, die zwar nicht die selbe Aussagekraft haben wie Euromomo (da möglicherweise falsche Todesursachen erfasst werden), aber dennoch eine klare Sprache sprechen: Exponentieller anstieg (erhöhte Testraten führen NIE zu einem exponentiellen anstieg) sowohl der Tode als auch der Infektionen.

          Wenn Euromomo nicht verlässlich ist, dann fehlt den Skeptikern ihre Quelle. Für die eigentlichen Experten bleiben noch eine Menge weitere, da sich echte Experten selten aus nur einer Quelle informieren.

        • Elena

          T. Nett es ist doch aber so, dass eben genau der weit aus höhere Anteil an Experten, Professoren, Ärzte, Virologen, Helferkollegen, Epedimiologen, Pathologen, etc. (Welche ja auch alle keinen finanziellen Nutzen daraus ziehen, muss man noch dazu sagen, im Gegenteil zu Herrn Drosten) wie auch Herrn Drostens Nachfolger, der seine Aussagen ja auch mit Studien stützt – allesamt zu anderen Ergebnissen kommen. Das sind keine Meinungen! Freunde, die ihre Subjektive Wahrnehmung teilen, DAS sind Meinungen! Auch ich habe viele Kontakte zu medizinischen Personal, da mein Sohn erhöhter Pflege Bedarf. und diese sagen auch einheitlich, dass sie zu Beginn Angst hatten – nicht etwa weil sie schlimme Fälle hatten oder viele Fälle. Nein, sie hätten Angst wegen dem, was alles an Auflagen und Aussagen kamen. Richtlinien wurden verändert, es wird nun viel früher intubiert ohne abzuwägen, Leute trauen sich nicht mehr in Kliniken, aus Angst sich anzustecken, erleiden Herzattacken und können nicht rechtzeitig versorgt werden, Hypochonder rennen wegen jedem Nieser zum Arzt, in Frankreich wird aktive Sterbehilfe betrieben weil man keinem einen Platz weg nehmen will, Suizid wegen Aussichtslosigkeit nach Jobverlust und der dauernden Panikmache, verschobene Operationen und Behandlungen, die allesamt Folgen nach sich ziehen – so viele Comorbilitätsfaktoren, die indirekt wegen Corona noch dazu kommen und alle starren auf die totalen Zahlen, aus denen nichts weiter hervor geht, als DASS gestorben wird – weswegen steht da nicht(!) und sagen, ja die Kurven steigen doch… Ja warum? Etwas Umsicht würde auch nicht schaden. In unserem Umfeld sind die KH übrigens leer! Die Schwestern im Urlaub und Kurzarbeit! Die neuen Richtlinien finden sie bedenklich! Corona ist sicherlich EIN Faktor, aber auch sicher nicht DER Faktor! Wie viele Viren gibt es alles, die potentiell gefährlich wären? Jemand mit entsprechender Vorschärigung kann auch an einer Blasenentzündung sterben, auch sowas sollte man vll Mal im Hinterkopf haben. Und wie gesagt, die Panik leistet auch ihren Beitrag und fordert Sterblichkeit. Ganz blöd ist es dann, wenn man den stark fehlerbehafteten Test (was ja auch ein Drosten ganz offiziell einräumt) dann bei der Leiche anwendet, denn das ist noch Post morgen innerhalb auswendig gesagt 1,5 Stunden möglich und auch da zufällig corona mit da war. Jetzt heißt es übrigens auch noch der Text sei so sensibel, er schlägt auch bei harmlosen Viren an und auch wenn man bereits durchgemacht hat… In einem annehmbaren Verhältnis stehen die Maßnahmen Mal auf gar keinen Fall! Und berichtet wird mangelhaft, ein Diskurs mit Kritikern ist nicht erwünscht, eine Aufklärung oder sinnvolle, ergebnisoffene Forschung scheinbar nicht erwünscht (anders kann man sich die Haltung von RKI zu Obduktionen nicht erklären). Da darf man ja wohl, angesichts der Außerparlamentarischen Enthebung der Grundgesetze via Ermächtigung, auch Mal kritisch hinterfragen?!

        • Ulf

          @Elena, zu Ihrem letzten Post, zunächst einmal ist im Prinzip alles, wirklich alles falsch, was Sie schreiben. Hier fehlt der Platz und mir die Zeit, jeden einzelnen Punkt zu widerlegen. Die Erfahrungen der letzten Wochen zeigen mir auch, dass bei Menschen, die so argumentieren wie Sie, Fakten nicht wirken.
          Aber zwei Sachen. Das erste ist ganz leicht. Christian Drosten gewinnt keinerlei finanziellen Vorteil aus seiner Position und durch seine Aussagen.
          Das zweite, Sie nehmen in Anspruch, ganz viele Menschen zu kennen, die im Gesundheitssektor arbeiten. Das kann hier natürlich ebensowenig jemand überprüfen wie diese Aussage von mir: Stellen Sie sich vor, ich auch! Und von denen höre ich anderes als das, was Sie hier schreiben.

        • Elena

          @Ulf. Na Hauptsache Mal was getrötet…. Was soll man dazu wohl noch sagen, ein schlichter Strohmannargument. Du widerlegst null, das auch noch unter fadenscheinigen Ausreden und dann kommen zwei plumpe Aussagen. Erfahrungsgemäß prüfen Leute, wie Sie, nichts was der Mainstream sagt und sollte es auch heißen „draußen vor ihrem Fenster schneit es“ (mitten im Sommer). Drosten und Politik winden sich wie Aale durch die Wochen und Monate, widersprechen sich selbst, jonglieren mit Zahlen und was zeigen die Zahlen? Immer mehr Leute auf den Straßen, ohne großartige Abstände oder „Mundschutz“ und uns gehen dennoch die Fälle flöten… Aber sicher, das ist alles nur dank der Maßnahmen unserer Politik. FAKTEN?? Sie können sich gar keine bringen!

        • Max Schamber

          @Ulf: „zu Ihrem letzten Post, zunächst einmal ist im Prinzip alles, wirklich alles falsch, was Sie schreiben. Hier fehlt der Platz und mir die Zeit, jeden einzelnen Punkt zu widerlegen.“ Das erste ist schwer vorstellbar, das zweite… lassen Sie es sein, wenn Sie keine Zeit haben

      • Hans-Peter Giese

        Sehr geehrter Herr Renz Polster
        Ich halte mich für einen normalintelligenten Menschen. Bin aber zur Zeit auch hin- und hergerissen, welcher Denkweise ich glauben soll oder nicht.
        Beide Richtungen beinhalten Möglichkeiten der Wahrheit.
        Wenn wir den offiziellen Zahlen und Handlungen Glauben schenken, und diese Corona-Problem nicht schnellstens besiegt wird, wo wird das Ganze enden?
        Mich hat es wie viele Menschen von heut auf morgen aus meinen Job geschmissen (Elektrofachhandel). Vorläufig sitze ich in Kurzarbeit. Erst einmal bis zum 30.4.
        So ergeht es zur Zeit sehr vielen Menschen, also heul ich mal nicht rum.
        Wenn wir das aber jetzt mal weiter denken, ist zu befürchten, dass sich die Zahl der nicht mehr Beschäftigten rasant beschleunigt.
        Und wenn aus irgendwelchen Gründen dann vielleicht auch noch der Geldfluß an diese Menschen abreißt, oder die Grundversorgung an den wichtigsten Dingen zum Leben doch abreißt, was wäre dann der nächste Schritt?
        Dann stünden wir innerhalb kürzester Zeit in bürgerkriegsähnlichen Zuständen.
        Und so wie es jetzt im Moment aussieht bewegen wir uns verdammt schnell in diese Richtung.
        Corona wäre dann nicht unser einziges Problem. Dann käme die Asylantenproblematik verstärkt dazu, wenn es denn stimmt, daß der Import dieser Menschen nach wie vor auf dem Luftwege stattfindet.
        Und wenn man das alles in die Überlegungen mit hinein bringt, kann man eventuell sogar verstehen, warum der Bereich der Verschwörungstheorien auch stark anwächst.
        Aber egal wie man es dreht oder wendet befinden wir uns derzeit wohl in einer Weltwirtschaftskrise.
        Und die Folgen dieser Weltwirtschaftskrise werden schlimmer werden als Corona. In 4 bis 6 Wochen werden wir schlauer sein.
        Für ein Feedback bedank ich mich im Voraus. LG

        • Britta Khokhar

          Ich habe die gleichen Gedanken wie du

        • Sullivan

          Ja ich habe auch so das Gefühl obwohl die EZB eine riesige Summe in die Wirtschaft pumpen will. Vermutlich ist dann mit Inflation zu rechnen. Ich habe auch so das Gefühl, dass die Sterberate bzw. Sterberate durch Corona nicht unser einziges Problem sein wird. Lufthansa Kurzarbeit, viele Fahrzeughersteller in Kurzarbeit. Ich muss von Zeit zu Zeit Medikamente für meine Eltern verschreiben lassen und jedesmal ist die Praxis leer. Wie eine Geisterstadt. Ich hoffe inständig es ist nur Corona aber habe das Gefühl es wird im Nachhinein alles „ja eben die Auswirkungen von Corona“ sein. Ja die Wirtschaft ist pleite aber nicht an Corona sondern mit Corona wird dann debatiert

      • Oschi

        Genau! Gebrauchen wir doch mal unser Gehirn!
        Dann stellen wir fest, hoppla, bei den letzten zig Grippewellen hat NIEMAND PANIK VERBREITET!!! Es wurde nicht jeder Tote AUF GRIPPEVIREN UNTERSUCHT oder, wie offenbar in Italien, einfach der Grippe zugeordnet. Wie es das RKI ja augenscheinlich doch jedes Jahr macht: Wintertote – Sommertote = Grippetote. Da interessieren 20.000 angebliche Grippetote aber keine Sau! Jetzt mit diesem schwachsinnigen Corona-Test (wer verdient da eigentlich fürstlich dran?), ist halt plötzlich JEDER TOTE EIN CORONA TOTER. Auch wenn er beim Fensterputzen von der Leiter gefallen ist!
        Wir werden erleben: Das Virus ist harmloser als ein böser Grippe-Virus. ABER: die Wirtschaftskrise, die dieser Panik folgen wird, wird ein VIELFACHES AN TOTEN KOSTEN!

        • T. Nett

          Die USA prognostizieren derzeit auf der Basis von der geschätzten Todesrate von Corona zwischen 38.000 und 240.000 Toten. Das ist eine sehr weite Spanne, weil man sich mit dem Virus nicht so sehr auskennt und daher unsicher ist, wie weit der wirklich kommt und wie die Todesrate jetzt wirklich ist. Bei der Grippewelle 2017/2018 gab es in den USA 34.000 Tote. Anhand der Zahlen kann sich jeder selbst ausmalen, ob das jetzt schlimmer als die Grippe ist oder nicht.

      • Andreas Reichert

        1000 Tote am Tag in Italien die mit dem Corona Virus infiziert sind, ist eine Zahl mit der ich nichts anfangen kann. Alle Menschen die ins Krankenhaus kommen werden getestet. 2019 sind jeden Tag durchschnittlich 1500-1600 Menschen in Italien gestorben. Wie viele Menschen sterben jetzt in Italien jeden Tag? Nur wenn ich diese Zahl habe kann ich wirklich feststellen wieviel Menschen tatsächlich am Virus sterben. Also müssten zur Zeit in Italien jeden Tag 2000-2600 Menschen sterben. Ich sage NICHT das Covid19 harmlos ist, aber die sterbeqoute von 10% in Italien kommt mir unvorstellbar vor

        • Mario

          Ich möchte einfach auch nur die Zahlen sehen an denen eindeutig ersichtlich ist, dass durch Corona in Italien tatsächlich so viele Menschen jetzt mehr sterben als zuvor. Nur mit repräsentativen Vergleichszahlen kann ich dann auch sagen wie bedrohlich das Virus wirklich ist.
          Die Zahlen aus der Vergangenheit müssten doch sofort verfügbar sein, oder nicht? Das macht mich halt stutzig und dann darf man doch auch kritisch nachfragen, oder ist das mittlerweile auch verboten. Gilt jetzt auch schon eine Denkbeschränkung?

        • DKle

          Nun ja. Weil sie es auch ist. Oder haben Sie schon einmal gehört, gelesen oder gesehen, dass Tote in Italien nach oder gar während einer Grippewelle mit LKW’s weggefahren werden mussten? Also ich noch nicht. Und mal ehrlich, darauf hätten sich die Medien zu 100 Prozent gestürzt.

        • T. Nett

          Ein paar Zahlen aus den Medien (quelle müsste ich jetzt aufwendig suche, war in meinem Newsfeed vor ein paar Tagen). Eine Ort in der Lombardei. Anzahl der Toten im März letzten Jahres wahren so ca. 30. Dieses Jahr im März 38 erfasste Tote mit Todesursache Covid19. Insgesamt verstorben im März 150 Personen. Interpretation überlasse ich gerne Ihnen.

      • Kefenbaum

        Herr Renz-Polster, Sie haben noch nie erlebt, dass in einer Grippewelle 1.000 Menschen pro Tag gestorben sind? So richtig erleben lässt sich das ja auch nicht, das sind einfach zu viele, um sie mit eigenem Sensorium zu erfassen. OK. Also nach Ihrer Auffassung sind während einer Grippewelle noch nie 1.000 Menschen pro Tag gestorben? In bereinigten Zahlen (Übersterblichkeit) oder in Zahlen, wie wir Sie heute im Zusammenhang mit dem Corona-Virus präsentiert bekommen? In Italien sterben pro Jahr etwas mehr als 600.000 Menschen. Im Winter mehr als in den Sommermonaten. Das ergibt einen Tageswert von ca. 1.650 ohne Berücksichtigung saisonaler Schwankungen. Nun versehen wir 1.000 davon mit dem Etikett „Corona“ und versetzen die Lebenden in Angst und Schrecken?

        • Toni

          Es lässt sich sogar sehr gut erleben. Wann haben Sie das letzte mal gesehen, dass in Madrid ein Eisstadion zur Leichenhalle umfunktioniert werden musste?
          Unglaublich wieviele Leute hier noch Ihren Senf dazu geben obwohl die Quelle aus Ihrem Informationsmedium explizit erörtert, dass diese Daten nicht/noch nicht aussagekräftig sind in dem Zusammenhang.

        • T. Nett

          Nehmen wir einmal an, wir machen das so, und versehen von den 1650 Toten 1000 Stück mit dem Ettiket „Corona Toter“. Was erhalten wir dann? Eine lineare Funktion. Sollte jeder, der in Mathe nicht geschlafen hat kennen. Also am ersten Tag 1000 Tote, am zweiten Tag (die vom ersten eingerechnet) 2000 Tote, am dritten Tag 3000 Tote, etc. Das liegt in Italien allerdings nicht vor. Die zahlen gehen eher so: 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, … Das ist exponentiellen Wachstum, nicht lineares. Und wenn man dabei ebenfalls nicht in Mathe geschlafen hat, sollte man wissen, dass exponentielles Wachstum a) Am anfang sehr langsam anfangen kann, sogar viel langsamer als lineares Wachstum b) nach einiger Zeit sehr steil werden kann, nicht nur ein bißchen steiler als lineares Wachstum, sondern extrem viel mehr c) sich nach einiger Zeit exponentielles und lineares Wachstum sehr gut unterscheiden lassen.

          In italien erleben wir exponentielles Wachstum jenseits von dem, was man von Grippe o.Ä. gewohnt ist. In deutschland ist es noch nicht so weit, aber wenn man die Zahlen verfolgt und sich etwas damit auskennt, dann sieht man, dass es bald auch über die Grippe hinaus gehen kann.

        • Max Schamber

          @Toni: wenn Bestatter aufhören würden Leichen anzunehmen und bestatten, weil sie durch Presse in Angst und Schrecken versetzt worden sind, dann müsste man hier zu Lande auch Eisstadien zu Leichenschauhallen umfunktionieren. Das Bild ist eindrucksvoll, aber die Aussagekraft bei nüchterner Betrachtung, recht gering

      • Andreas Gehrmann

        Sie haben immer noch nicht verstanden, dass jeder der positiv getestet wurde und verstirbt, als Covid-19-Toter gezählt wird. Das ist hier so und extremer noch in Italien. Und Sie machen auch keinen Unterschied zwischen infiziert und erkrankt! Ich empfehle ihnen diese beiden Artikel, dann verstehen sie vielleicht besser, wo das Problem ist:
        https://peds-ansichten.de/2020/03/coronavirus-rki-drosten-manipulation/

        https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-irrefuhrung-fallzahlen

        Beste Grüße
        Andreas G.

        • Torsten

          Bei der Grippe wird da doch auch nicht unterschieden, ganz im Gegenteil. Da werden alle Todesopfer, die in der Spanne der „Übersterblichkeit“ liegen, automatisch den Grippetoten zugeordnet, völlig egal an was sie verstorben sind. In der Grippe-Saison 2017/18 waren das immerhin knapp 24.000 Menschen, die einfach so der Grippe zugeordnet wurden. Tatsächlich laborbestätige Todesopfer, bei denen eine Infizierung nachgewiesen werden konnte (da steht nicht, dass sie daran gestorben sind), gab es „nur“ 1.674. Und genau das meint Herr Dr. Renz-Polster. Das blinde Folgen eine selbsternannten Propheten, ohne sich vorher mal etwas genauer zu informieren.

          Alle aktuellen Coronaopfer, waren nachweislich mit dem Virus infiziert.

        • Max Schamber

          @Torsten: … du sagst es doch selbst: die Zahlen sind bei weitem nicht so hoch wie bei der Grippe, man hat sonst auch nicht getestet… und dann die Einschränkungen und Hysterie, die auf einmal durch die Medien auf die Menschen niederprasselt? Wo ist hier die Logik und Verhältnismäßigkeit?..

      • Jörg Zothner

        In Deutschland gab es der Übersterblichkeit zufolge 2018 25.000 Grippetote in einem Zeitraum von 2-3 Monate, dass sind etwa 400 pro Tag im Schnitt. Das heißt dann wohl, dass es mit 100/Tag anfängt auf vielleicht 800/Tag im Peak hochgeht und dann wieder abflacht. Und in Italien ist die Situation in der KH sehr viel schlimmer als bei uns. Dazu kommen noch KH-Keime und in der Situation der Corona-Panik werden sicherlich auch mehr Menschen ein KH aufsuchen. Ausserdem wird in Italien wie auch in D jeder der positin getestet wird in der Statistik der Coronatoten aufgeführt. Zudem sind die durchgeführten Test zu 47% fehlerhaft, dass heißt fast jeder zweite wird positiv getestet obwohl er es gar nicht ist. Ihre Ausführungen, Herr Renz-Polster, überzeugen mich nicht!

        Wenn die allermeisten der infizierten keine oder nur geringe Symptome aufweisen deitet das nicht darauf hin, dass diese Personen schon eine gewisse Imunität aufweisen?

        Leider werden wir durch das RKI sehr schlecht informiert, die vermittelten Zahlen zu Toten, Infizierten, Fehlmessungen und der Anzahl der Test werden nicht im Zusammenhang dargestellt.

      • Klaus

        Das haben sie nur nicht gemerkt, weil niemand Panik geschoben hat und kamerateams vor Ort waren. Diese Seite ist völlig sinnlos. Mittlerweile sind sie sich auch bei rki einig, das die Zahlen nicht stimmen. Infizierten Zahl viel höher und tote AN covid niedriger. Wenn sie die Influenza so bewerten würden wie jetzt covid hätten wir mindestens die gleichen Zahlen eher noch viel schlimmere. Aber da ist immer die vorerkrankung schuld. Mittlerweile gehen Leute ins kh und nehmen Zeit von Ärzten in Anspruch, mit Dingen, mit denen sie sonst nie ins kh gegangen wären. So wird es in Italien auch sein, das ist der Punkt der das Fass zum überlaufen bringt. Der Verfasser auf dieser Seite redet von Hirn einschalten. Gucken sie sich die wochenberichte des rki an zum Thema Atemwegserkrankungen. Nichts anders als sonst. Jeden Tag sterben laut Studie vom statistischen Bundesamt 900 Menschen in Pflegeheime in Deutschland. Jeden Tag ca 3000 in Deutschland. 2018 im März waren es mal an einem Tag 3800. Jedes Jahr sterben insgesamt über 900000 Menschen davon fast die Hälfte in kh.

        • U.F.

          „Mittlerweile gehen Leute ins kh und nehmen Zeit von Ärzten in Anspruch, mit Dingen, mit denen sie sonst nie ins kh gegangen wären.“
          Im Gegenteil! Die Menschen gehen seltener ins Krankenhaus, weil sie Angst vor Corona oder den Zuständen haben, sodass die Charite bereits Menschen mit Herzinfarkt- oder Schlaganfallsymptomen gemahnt hat, dass sie sich melden sollen.

      • Jonas

        An Corona sind in Deutschland gerade mal 1.100 Menschen gestorben. Nicht zu vergessen das in diese Statistik jeder mit rein gezählt wird der Corona hatte! Wenn man also bei einem Verkehrsunfall stirbt und Corona positiv war zählt man trotzdem zu den Corona Toten.
        In der Grippewelle 2017/2018 sind in Deutschland 25.100 Menschen gestorben!!!
        # Herbert schalte doch selbst mal dein Gehirn ein!!!

        • Johannes P

          Die Anzahl der Grippetoten wird anhand der „Übersterblichkeit“ (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbersterblichkeit) berechnet. Also anhand der Abweichung der Sterblichkeit während einer Grippesaison zur normalerweise zu erwartender Sterblichkeit (also wenn es in der Grippesaison zufälligerweise ganz viele Verkehrstote gibt, zählen die auch als Grippetote).
          In Bergamo (1.1 Million Einwohner) sterben normalerweise im März 900 Menschen. Dieses Jahr sind dort im März 5400 Menschen gestorben. Macht eine Übersterblichkeit von 4900. Die offiziellen Statistiken haben jedoch nur 2060 Tote als „mit Coronavirus verstorben“ angegeben. (https://www.ecodibergamo.it/stories/bergamo-citta/coronavirus-the-real-death-tool-4500-victims-in-one-month-in-the-province-of_1347414_11/)

        • Engywuck

          Sie können – wie der Facharzt für Schwindel – auch noch extremere „Beispiele“ bringen. So in etwa „wegen Herzinfarkt vom Hochhausdach fallen, beim Abtransport vom Laster überfahren werden und dann noch durch einen Meteoriten erschlagen.“ Nur sind solche Fälle eben extrem selten – in der Regel sind Menschen mit nachweisbarem SARS-COV-2 an oder zumindest *wegen* COVID-19 gestorben. Das ist bei der „normalen“ saisonalen Grippe aber auch nicht anders.

          Ein real vorgekommener Fall: ein Mann war beim Arzt und wurde mit „beginnende bakterielle Lungeninfektion. Nehmen Sie diese Antibiotika und kurieren Sie sich daheim aus“ heimgeschickt. Abends bekam er keine Luft mehr und starb. Nachträglich wurde SARS-COV-2 festgestellt. Ergebnis: Ersthelfer, Rettungssanis und Notarzt in Quarantäne und zumindest der Ersthelfer (einer meiner Freunde) hat sich vermutlich angesteckt, zum Glück mit mildem Verlauf.
          Ist der Mann nun an der Lungenentzündung oder an COVID-19 gestorben? Oder ist das egal und COVID-19 bleibt gefährlicher als andere Krankheiten, schon *weil* niemand immun ist?

      • Uwe Hartert

        Die Letalität ist seid heute und mit dem vorläufigen Ergebnis der Studie aus dem „Hochsicherheitsgebiet des Kreise Heinsberg“ bei o,37% . Jetzt würde ich gerne Argumentation hören wie sich daraus alle Massnahmen der Regierung ableiten??? Und wenn man die EuroMOMO Tabelle und deren Erklärungen genau ansieht , geht es ja um die gesamte Erkrankungswelle bzw. Sterberate, die ja immer etwas zeitversetzt stattfindet . Und es kommt durchaus vor das Daten zeitversetzt eingeben werden. Dennoch erkennt man auch ohne dies einen Trend . ( Funktioniert auch Prima bei Wahlen usw. )Zur Zeit ist sie eben komplett normal mit vielleicht in Italien einem kleinen Peak. Auch sie sollten mit Ihrer Meinungsmache und ohne genügend Datenmaterial einfach mal sachlich bleiben. Es geht nämlich um unsere Bewegungsfreiheit und unseren Grundrechten . Möchte mal gerne wissen wie das hinterher allen erklärt werden soll wenn es bei der Letalität von 0,37% bleibt. Herr Lauterbach prognostizierte uns immer 500.000 Tote . Ich sehe das nicht und bin mir zu 100% sicher diese Zahlen wird es nie geben. Lieber ein Optimist und Verschwörungstheoretiker als Kinderschreck, der alle anderen nur mit Angst und Panik überzieht.

        • Herbert Renz-Polster

          Danke, und nein diese Zahl wird es nicht geben, da bin ich mit Ihnen 100% sicher, denn: das wäre nur bei einem ungebremsten Durchlauf dieser Epidemie möglich.
          Die fallbezogene Sterblichkeit von 0,37 % ist möglicherweise vllt sogar zu hoch gegriffen, sie könnte auch niedriger liegen. Allerdings ziehen Sie daraus einen zwar nahe liegenden, aber dennoch falschen Schluss. Warum Sie also nicht richtig liegen, wenn Sie mich als „Kinderschreck“ bezeichnen, erkläre ich im Detail in diesem Beitrag, den ich Ihnen zur Lektüre empfehle:
          https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/corona-ist-nicht-gefaehrlicher-als-die-grippe/

          Kurz zusammengefasst:
          Nein, der Erreger von COVID-19 ist keineswegs ein „Killer-Virus“ wie etwa Ebola oder wie die Erreger der beiden anderen durch Coronaviren ausgelösten Epidemien SARS und MERS. SARS-CoV-2 ist eher ein Virus mit moderatem Tödlichkeitspotenzial. Noch ist dieses nicht genau bekannt, aber es dürfte in etwa in dem Bereich liegen, der sehr schwere Grippewellen kennzeichnet, wie wir sie vielleicht alle 20 Jahre oder so erleben. Und auch das hat das Virus mit der Grippe gemein: betroffen sind vor allem ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen (allerdings zeigt sich am Beispiel der USA, dass durchaus auch in den „mittleren Rängen“ der Alterspyramide eine nennenswerte Sterblichkeit zu beklagen ist).
          Warum ergreift die Gesellschaft dann bei COVID-19 solch drastische Maßnahmen? Und warum hören wir dann von völlig überlasteten Krankenhäusern? Von regelrechten Katastrophen in Städten wie Bergamo, Madrid oder New York (viele weitere werden folgen)?
          Das hat etwas mit den anderen Eigenschaften dieses Erregers zu tun:
          – mit seinem Ansteckungspotenzial: SARS-CoV-2 ist viel ansteckender als die normalen Grippeviren, das heisst: COVID-19 kann sich VIEL schneller ausbreiten
          – mit der Zahl der maximal Betroffenen: während die Grippe nur einen kleineren Teil der Bevölkerung krank macht (viele sind ja teilweise durch bereits in den Vorjahren durchgemachte Grippen oder durch die Impfung geschützt), kann COVID-19 bis zu zwei Drittel der Bevölkerung betreffen – das Reservoir ist also VIEL größer
          – mit der Erkrankungsschwere: auch Grippeviren können auch für schwere, bedrohliche Verläufe sorgen, aber bei COVID-19 kommen schwere, bedrohliche Verläufe VIEL häufiger vor. Kurz: der „Krankheitsdruck“ bei COVID-19 ist immens
          – mit der Art der Komplikationen: auch die Grippe kann zu Lungenentzündungen führen, der Erreger von COVID-19 aber hat eine ausgeprägte Vorliebe für das Lungengewebe, so dass schwer Erkrankte recht häufig auch schwere Lungenentzündungen haben. Diese sind zwar meist heilbar, brauchen dafür aber sehr viel intensivmedizinsichen Einsatz, wie etwa Beatmungsvorrichtungen.
          All diese zuletzt genannten Punkte erklären, warum eine COVID-19-Epidemie viel rascher aus dem Ruder laufen kann wie eine Grippe-Epidemie: Läuft die Epidemie „wild“, also ungebremst, so können vel mehr Menschen gleichzeitig krank werden, und viele von ihnen sind dann auch noch schwer krank. Die Krankheitslast, die dieser Erreger auslösen kann, staut sich also in einem sehr kurzen Zeitraum an – und sie kann auch ein gutes Gesundheitssystem unter sich begraben. Können die Patienten aber nicht ausreichend medizinisch versorgt werden, so steigt die an sich gar nicht so dramatische Sterblichkeit steil an – einfach weil die Zahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt Erkrankten die Kapazität des Gesundheitswesens sprengt. Konkret: ein Boris Johnson, der wegen seiner COVID-19-Erkrankung intensivmedizinisch behandelt werden musste, hätte dann vielleicht nicht die Kurve genommen.
          Und genau deshalb betreiben wir bei diesem an sich nur wenig tödlichen Erreger einen derart gewaltigen und schmerzlichen Aufwand. Wie COVID-19 als „Wildfeuer“ aussieht kann sich niemand wirklich ausdenken.

          War sachlich, oder? Sie müssen mir hier nichts vorwerfen, ich gebe mir genauso Mühe wie Sie. Danke.

        • Joe

          Lieber Herr Hartert,

          1. Sie schreiben: „Lieber ein Optimist und Verschwörungstheoretiker als Kinderschreck, der alle anderen nur mit Angst und Panik überzieht.“

          Ich hoffe, Sie sind kein Pilot! Viele Unglücke geschehen kurz nach dem Start. Warum? U.a. weil den Piloten die nötige Höhe, sprich der Spielraum fehlt, um bedrohliche Szenarien abwenden zu können. Jeder gute Fluglehrer wird deshalb seinen Schülern folgenden Grundsatz zum Startabbruch erzählen:

          „Besser man ärgert sich am Boden, dass man nicht abheben konnte, als dass man sich in der Luft wünscht, man wäre am Boden geblieben.“

          Das hat nix mit Pessimismus und Panikmache, sondern mit Verantwortung für das eigene Leben und der einem anvertrauten Menschen zu tun.

          2. Sie schreiben: „Zur Zeit ist sie eben komplett normal mit vielleicht in Italien einem kleinen Peak.“

          Keine Ahnung welche Euro Momo – Tabelle sie meinen, aber die aktuellen Daten zeigen eben nicht nur in Italien „einen kleinen Peak“.

          https://www.euromomo.eu/outputs/zscore_country_total.html

          Dazu passen auch Daten des niederländischen Statistikamtes – um mal von diesem Ausdruck „italienische Verhältnisse“ wegzukommen:

          https://www.cbs.nl/en-gb/news/2020/15/mortality-rising-further

          Übrigens haben die Niederlande auch eine Nord-Süd-Verteilung. Im Norden relativ wenige Fälle, in Brabant eine bis zu viermal höhere Sterblichkeit als normal.

        • Ulf

          @Uwe Hartert, Herr Renz-Polster hat alles Wichtige bereits geantwortet. Ich ergänze nur eine Zahl:
          207.200
          Das wäre die absolute Zahl der Toten, es sind 0,37% von 56 Millionen (das ist der Mittelwert, der zzt. genannt wird, wenn es darum geht, ab welchem Punkt etwa das Virus bei ungebremster Ausbreitung in D zum Stillstand käme – 67% unserer Bevölkerung wären dann infiziert, das sind eben etwa 56 Millionen).

      • Marc

        „ich bin jetzt 60 Jahre alt, habe aber noch nie erlebt, dass in einer Grippe-Welle fast 1000 Leute pro Tag gestorben sind wie heute in Italien“. Unabhängig davon auf welcher Seite man jetzt steht ist diese Aussage leider nicht sehr sinnvoll, da:
        1. in den Vorjahren niemand gesucht hat, es wurde mir Sicherheit nicht so gründlich auf eine Grippe untersucht wie heute
        2. die Sterblichkeit deutlich über 1000 Leuten lag, unabhängig davon wie sie gestorben sind.

      • Jürgen Klaus

        Sie verweisen auf „dubiose“ Statistiken und verdrehte Tatsachen.
        Hier ist die offizielle Seite des statistischen Bundesamtes: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

        Zeigen Sie doch anhand von der Grafik, die dort angezeigt wird wann denn die 1000 Toten am Tag aktuell waren? Das wird ihnen schwer fallen, da in Wahrheit die höchste Sterblichkeitsrate an Covid-19 in der schlimmsten KW15 bei „nur“ 1738 Todesfällen lag. Aktuell – seltsamerweise zeigt das DASTATIS nur die Statistik bis KW39 an 😉 – sind das gerade mal 64 pro Woche dabei ist die „Zweite Welle“ schon voll am Rollen. Wenn das mal nicht CORONA Panikmache ist, dann weiß ich auch nicht weiter.
        Desinformation, diffuse und einseitige Berichterstattung sowie völlig konfuse Gesetzgebung, das alles macht auf mich nur einen Eindruck, die Bevölkerung soll Klappe halten, alles schlucken und folgen, folgen, folgen!

        • Herbert Renz-Polster

          Ich weiss jetzt nicht, auf welche „dubiosen“ Statistiken ich angeblich verweise.
          Ob die zweite Welle in Deutschland schon „voll am Rollen“ ist, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Auch mit welcher Mortalität das dann einhergeht kann jetzt noch nicht gesagt werden, da Todesfälle den Infektionsfällen um mehrere Wochen hinterherhinken. Ich vermute, dass die fallbezogene Sterblichkeit deutlich geringer sein wird als in der ersten Welle, das ist eine gute Nachricht.

        • Herbert Renz-Polster

          Welche nette Einladug zum Nachdenken! 😉
          Versuchen Sie doch Ihre Emotionen ein bisschen in den Griff zu bekommen, das wäre freundlich.
          Danke.

    • Herbert Renz-Polster

      Vielleicht noch das zu dieser Frage, ob COVID-19 schlimmer ist als etwa die normale Grippe. Einfach die Sterblichkeit unter idealen Bedingungen zu vergleichen greift hier zu kurz.
      Für die Auswirkungen ist eine andere Zahl viel entscheidender – und zwar die anfallende Last an schweren Erkrankungen pro Zeiteinheit. Also: mit wie vielen intensivmedizinisch zu versorgenden Menschen an einem bestimmten Tag/Woche/Monat zu rechnen ist.
      Und hier spielt COVID-19 leider in einer ganz anderen Liga als die reguläre Influenza, weil a) die Ansteckungsrate extrem hoch ist (das sehr ansteckende Virus trifft auf eine ungeschützte Bevölkerung) und b) weil die Rate an schweren Krankheitsverläufen relativ hoch ist (deutlich höher als bei der saisonalen Grippe). Das ist der Grund, weshalb wir bei COVID-19 ohne einschneidende Bremsungsmaßnahmen rasch „italienische“ Verhältnisse bekommen, bei der normalen Grippe aber nicht (die Influenza, die ihre Angriffsstärke/Virulenz ja beständig verändert, kann nur in Ausnahmefällen dasselbe erreichen, wie etwa 1918/19).

      • Olli

        Sie meinen 2017/18 Oder meinen Sie die Spanische Grippe. Hierzu gibt es allerdings viele Merkwürdigkeiten. Es sind dort fast ausschließlich geimpfte junge Menschen gestorben. Alte waren kaum betroffen. Dies sollte doch einmal näher erläutert und untersucht werden denke ich.

        Das die Krankenhäuser, und vor allem auch in Italien, ständig am Limit sind ist leider nichts neues. Ein Gesundheitsystem (wenn man es denn so nennen kann) welches über Jahre immer weiter privatisiert und kaputt gespart wurde kann auch ausserhalb der Grippesaison nicht alle Menschen versorgen. Wieso fordert dann die Bertelsmann Gruppe jedes 2. Krankenhaus zu schließen?

        Macht es einen Unterschied ob Daten jetzt oder Tage später zu einem anderen Ergebnis kommen. Es gibt diesen Hinweis auf Euro-Momo. Aber hat das Einfluss auf die Aussagen? Ich denke hier wird nur die Analyse um ein paar Tage verschoben. Das Ergebnis ändert sich doch nicht. Liege ich da falsch?

        • Peter

          Da dort 1918/19 steht ist die Spanische Grippe gemeint und damals gab es noch keine Impfungen.

        • Simon

          Impfungen gab es schon viel früher als 1918/19 😀

        • Peter

          Das ist korrekt Simon, aber nicht gegen die Grippe. Der Influenza-Virus wurde erst gegen 1933 entdeckt.

        • Tami

          1918 wurden Soldaten geimpft, die verschiedenen nicht erprobten Impfstoffen ausgesetzt wurden. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Denn viele von ihnen starben an den Folgen der ihnen verabreichten ungetesten Mittel. Und was die Corona-Toten betrifft: wenn man bei allen Menschen u. a. diesen Virus nachweisen kann, woher will man dann wissen ob die Toten an dem Virus gestorben sind? Ich gehe davon aus, dass beide Seiten uns nicht die ganze Wahrheit sagen. Denn eine gut aufgeklärte Bevölkerung ist gar nicht gewünscht.

        • T. Nett

          „Es gibt diesen Hinweis auf Euro-Momo. Aber hat das Einfluss auf die Aussagen? Ich denke hier wird nur die Analyse um ein paar Tage verschoben. Das Ergebnis ändert sich doch nicht. Liege ich da falsch?“

          Hat das einen Einflusse auf die Aussage: Ja
          Liege ich da falsch: Ja

          Einfaches Beispiel: Wenn ich ihnen jetzt gerade aus dem Kopf heraus sage, ich hätte sechs Eier im Kühlschrank. Dann können sie daraus schließen ich hätte genug für einen Kuchen. Da ich das nur aus dem Gedächtnis heraus gesagt habe, kann es aber sein, dass ich beim Nachgucken feststelle ich hatte in wirklichkeit nur zwei. Dann ist ihr schluss falsch, weil er auf unzuverlässigen Daten beruht.

          Genau so bei Euromomo. Die Daten zu den letzten Wochen bei Euromomo sind schlichtweg unvollständig, weil noch nicht alle Toten gemeldet wurden. Die Totenscheine müssen erst erfasst und übermittelt werden. Das heißt, die Zahlen die Euromomo verzeichnet können sich noch ändern. Und zwar nach nur nach oben. Aus diesen Zahlen aktuell etwas zu schließen ist daher Unfug, schlichtweg weil die realen Zahlen noch nicht bekannt sind. Es geht also nicht um zukünftige Analysen von den aktuellen Zahlen, sondern um derzeit noch fehlerhafte Zahlen, die erst noch korrigiert werden müssen. Schlussfolgerungen auf Basis dieser Zahlen sind damit derzeit noch nicht möglich.

      • Damaris

        Danke für den Artikel, er hilft mir, Geschehnisse besser einzuordnen. Was ich nach wie vor nicht verstehe: Warum passiert in Schweden nicht viel Außergewöhnliches? Weder in Bezug auf gesellschaftliche Auflagen noch in Bezug auf schwere Krankheitsverläufe?
        Ich schließe mich einer Vorrednerin an: Die Zustände in italienischen Krankenhäusern wurden schon lange kritisiert, es wundert nicht, dass es dort viele Ansteckungen und Tote gibt. Leid tut mir, dass es nun genau diejenigen bis hin zum eigenen Leben bezahlen müssen, welche diese Zustände kritisierten.
        Von Corona-Verharmlosern werden zahlreiche Faktoren genannt, welche die hohen Sterberaten in Corona- Hotspots erklären könnten: Der dortige weit vorangeschrittene 5G-Internetausbau, die dort herrschende besonders hohe Luftverschmutzung, die hohe Altersstruktur der Bevölkerung, die Hygiene in den Krankenhäusern uvm. Auf diese Punkte sind Sie kaum eingegangen in Ihrem Artikel. Was bedeuten diese Faktoren für uns in Deutschland? Müsste das unseren Umgang mit Corona nicht ändern (im Sinne einer Lockerung)?

        • Micha

          @Damaris:
          gesunder Menschenverstand…
          Zu Schweden ein Stichwort: Bevölkerungsdichte.
          Und zu Zusammenhang Schwere der Pandemie und 5G-Ausbau: Ernsthaft? Dann bräuchten wir ja nichts fürchten, in Funkloch-Deutschland.

        • Tom

          @Micha
          Stockholm fast 1 Mio Einwohner, Göteborg 600.000 Einwohner, Malmö 320.000 Einwohner usw.
          Die meisten Menschen in Schweden leben in den Ballungszentren und da ist die Bevölkerungsdichte so wie hier.

      • Carsten Irmer

        Der Frage schließe ich mich an.

    • Julia

      Sie sagen man soll nicht jedem Arzt der was im Internet postet glauben, wieso sollte ich dann ihnen glauben?

      • Stephan

        Naja, das mit dem Hirn und dessen Aktivierung gilt eben auch als probater Kontrollmechanismus für Beiträge im Netz ?

    • Hasko Maiseger

      Die 0,1% die Dr. Sinsheim in seinem „Corona 11“ Video zitiert sind obsolet. Der Artikel wurde zwar am 26.03. im NEJM veröffentlicht, fasst aber Studien zusammen die den frühen(!) Verlauf in Wuhan beschreiben. Die dort gemachten Annahmen(!) und Daten stammen aus Januar und Februar. Auch greift der Artikel die jetzigen Massnahmen bzgl. social distancing voraus. Dr. Sinsheim unterschlägt also bewusst Informationen, wie auch von der EuroMomo-Website. Diese Form von Verharmlosung ist fahrlässig.

      https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMe2002387

      • eine Ärztin

        Ja leider wird der Artikel von einigen seltsam interpretiert…
        1. Da steht die „case fatality rate“ kann durchaus unter 1% sein und könnte wenn wir alle Daten haben auch bei ca 0,1% sein – der Rate für Grippe.
        „Kann“! Es geht ausdrücklich darum, dass die Ergebnisse alle vorläufig sind. Wie weit die Rate unter 2-3% einzuordnen sein wird wissen wir erst in der Zukunft. Es geht den Autoren darum, daß wir sehen und das ist im Gegensatz zu Theorien inzwischen ein Fakt! dass die Zahlen -zum Glück- viel niedriger sind als bei SARS und MERS. Mehr wird hier nicht gesagt!

        2. Und es wird ausdrücklich im nächsten Teil ausgeführt, dass wir ziemlich sicher sagen können, daß die Verbreitungsgeschwindigkeit von SARS-CoV-2 schneller ist als bei z.B. Grippe Pandemie und daß sich dadurch in diesem Fall die potentielle Gefährlichkeit ergibt und weniger durch die individuelle Wahrscheinlichkeit daran zu sterben für den einzelnen!
        In genau diesem Editorial, welches immer wieder von der „Wir stellen ja nur Fragen“- Fraktion zitiert wird – wird von den Autoren den USA empfohlen von „Eindämmungsmaßnahmen“ zu „Milderung“ im Sinne von social distancing, Schulschliessungen etc zu eskalieren. Genau was bei und geschehen ist: Regelmäßige Neuevaluation und Anpassung der Empfehlungen und Gesetze. Ich bin mir SICHER, dass wir “nachher” alle schlauer sind und manche Reaktionen unter- andere übertrieben gewesen sein werden. Aber ich bin froh, in einem Land zu leben ohne Überwachungsstaat und mit Entscheidungsträgern die schneller versuchen zu reagieren als die USA oder Schweden das getan haben. Wobei Schweden ja nicht nichts macht! Sie haben “noch” weniger Infektionen und sind somit “noch” in der Phase in der auch wir waren – weniger Einschränkungen, mehr pochen auf die Verantwortlichkeit jedes Einzelnen. Was letztendlich in welchen Land passiert ist jeweils ein Experiment leider. Ein paar Länder wie Süd-Korea könnten es schaffen über schnelle Reaktion, strenge Einreise und Quarantäne-Maßnahmen etc. selbst Zahlen wie aktuell bei uns und Situationen wie aktuell in Italien zu vermeiden. Aber das ist kein Argument für Verharmlosung.
        Die Situation in Spanien, China, Italien ist real und wenn wir es schaffen solche Zustände zu vermeiden wäre das schön. Dann wird das aber wahrscheinlich unter anderem Dank der sozialen Isolation gewesen sein.

    • Chris

      Ich hatte ebenfalls ein Kommentar verfasst und einen Link zum New England Journal of Medicine eingefügt. Wurde aber nicht freigegeben. Wer eine andere Meinung hat, wird gelöscht oder ignoriert. Meinungsfreiheit nur wenn man der gleichen Meinung ist. Das hatten wir doch schonmal.

      • Johannes P

        Ich (Moderator) habe bis jetzt keine Kommentare gelöscht auch wenn sie noch so abstruse Verschwörungstheorien beinhalteten. Manche Kommentare müssen manuell freigeschaltet werden, weil unser anti-spam Programm die als Spam markiert. Das Freischalten dauert manchmal weil ich nicht die ganze Zeit am Computer bin 😉

    • bubu

      neben all dem (überwiegend sinnlosen – aber legitimen) streit um zahlen, daten und fakten muss man leuten wie herrn witzigmann (ausgansposting) mal anhand ihrer eigenen zahlen vorrechnen, was diese eigentlich bedeuten:
      er sagt ja, die sterblichkeit läge nur bei 0,1%. was gut sein kann, ich schätze das ähnlich ein.
      allerdings sind 0,1% von 8 milliarden immer noch 8 millionen, oder, auf D umgerechnet, 80,000.
      und im übrigen steigt die todesrate noch mal um ein vielfaches höher ab dem moment, wo schwere verläufe nicht mehr in krankenhäusern behandelt werden können – oder wo es praktisch gar keine gibt.

      anders als bei den 110,000 menschen, die in deutschland jährlich an den folgen des rauchens sterben ist an einer vireninfektion der betroffene nicht selbst schuld. deswegen ist es völlig berechtigt, die frage nach dem kampf dagegen zu einer ethischen frage zu machen, und darüber zu streiten, wieviele tote omas nun -20% wirtschaftswachstum rechtfertigen und wieviele nicht mehr.

      im übrigen irren alle verschwörungstheoreitiker, egal ob nun die leugner oder die hysteriker (die es ja auch gibt) über einen wesentlichen sachverhalt:
      die aktuellen maßnahmen sind keine notstands- oder sondergesetze, sondern es handelt sich dabei schlichtweg um die ausführung des infektionsschutzgesetzes.
      was es seit jahrzenten gibt, und wo bislang ja auch niemand irgendwelche probleme mit „bürgerrechten“ oder „der wirtschaft“ gehabt hat.
      die kritiker der maßnahmen müssten sich also erst mal an die eigene nase packen warum sie nicht schon längst etwas dagegen gemacht haben, wogegen sie jetzt plötzlich sind.
      der infektionsschutz gehört zum polizeirecht, und kann defacto, anders als andere gesetze, gar nicht politisch instrumentalisiert werden, da schon qua gesetz es die wissenschaft ist, die hier die entscheidungen trifft.

      • Sabine

        Und die wissenschaftlichen Vertreter sind objektiv und unabhängig und beraten wiederum die Politik. Ein Schelm wer Böses dabei denkt?
        Die neuen Änderungen zum Infektionsschutzgesetz sind Ihnen aber bekannt?

  • Daniela P.

    Amen!

    Im Mittelalter hatten sie keine Bildung, waren meist des Lesens nicht mächtig.

    Aber welche hirnverbrannte Ausrede hat der Mob mit Aluminiumhut von heute?!

    Manchmal bringt mich so viel Dummheit und Ignoranz zum Verzweifeln…

    Danke Herr Renz-Polster, dass Sie nicht aufhören und sich immer wieder an den PC setzen.
    Um es zu erklären, in einfache, klar verständliche Worte aufzudröseln und zu verpacken.
    Die doch wirklich für jeden und jede verständlich sein müssten!

    Sie kämpfen vielleicht nicht auf der Intensivstation, aber sie kämpfen an einer anderen, nicht weniger wichtigen Front.

    • Vera

      Auch ich sage Danke Dr. Renz-Polster und allen, die weiterhin sachlich aufklären wollen!!!

      Danke an alle, die helfen, untersuchen, pflegen, organisieren, weiter in Supermärkten arbeiten oder (wenn möglich) einfach zu Hause bleiben.

      Danke für jedes Lächeln aus der Ferne, für Regenbögen in Fenstern und freundliche Worte, die die Gemeinschaft stärken.

      Eine Bitte an alle, die unverbesserlich Verschwörungstheorien wittern: Falls Sie oder Ihre Angehörigen Atemnot erleiden, verstopfen Sie bitte keine medizinischen Kapazitäten für etwas, das Sie sich nur einbilden.

    • Guntram Pauli

      Spätestens wenn der Aluminiumhut ins Spiel kommt – jetzt auch noch im Zusammenspiel mit „Mob“ erübrigt sich jede weitere Diskussion. Welch unfassbare Arroganz, Ärzte und Wissenschaftler, die nicht mit dem Mainstream (und Herrn Renz-Polster) ticken, mit derartigen Plattitüden abzuqualifizieren! Der Artikel von Herrn R-P ist größtenteils hämisch, unsachlich, und spielt vor allem mit Emotionen, was darin gipfelt, dass er ihn dem Fachpersonal in Italien widmet. Das ist nett, hat aber mit Wissenschaft nichts zu tun!

      • Jörg Zothner

        Sehr gut Guntram! Mich hat Herr Renz-Polster auch nicht überzeugt. Wenn es keine Argumente mehr gibt, dann werden Kritiker diffamiert. Jeder der Bedenken äußert wird beleidig (siehe Kommentare) Warum gibt man diesen Kritikern kein Gehör in der Öffentlichkeit? Weil sie unangenehme Fragen stellen, die dann z.B. in einer Talkrunde nicht beantwortet werden können. Ich sage nicht, dass der neue Virus harmlos ist, aber die Panikmache mit Bildern von Särgen etc. fördern die Angst und Panik der Menschen. Glauben Sie dass das förderlich ist?
        Sobald man nach den Profiteuren dieser Corona-Krise fragt, gilt man als Verschwörungstheoretiker. Am Beispiel von der Vogel- und Schweinegrippe wurden aber erhebliche Verstrickungen der WHO, des RKI und der Pharmaindustrie aufgedeckt und bewiesen. Haben das alle schon wieder vergessen? Herr Dr. Wodarg war hier federführend, nun wird er als Trottel dargestellt. Nur diesmal konnte der Prozess nicht mehr gestoppt werden und ist eskaliert mit den bekannten Folgen. Das Ergebnis sehen wir jetzt, ich hoffe das wir mit der bevorstehenden Wirtschaftskrise nicht noch mehr Tote und unglückliche Menschen sehen als vorhergesagt. Gestern kam Herr Streeck bei Lanz zu wort, ich empfehle diese sich Sendung in der Mediathek anzuschauen. Wenn man ihm gut zuhört, dann versteht man einiges besser. Er spricht über Versäumisse des RKI und der Regierung rund um Herrn Spahn. Unbedingt anschauen.

        https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz

        • Guntram Pauli

          Exakt so ist es! Hätte allles genauso von mir kommen können, aber ich wollte mich ausnahmsweise mal kürzer fassen. Die Lanz-Sendung mit Herrn Streek habe ich gesehen – sehr aufschlussreich! Der erste, der im Öffentlich-Rechtlichen zumindest leise Kritik anbringen durfte. Überhaupt scheint es sich langsam zu drehen: Vorgestern sowohl im Heute Journal wie auch in den Tagesthemen mal keine Särge oder sonstige Gruselbilder, sondern Berichte aus Schweden, wo man einen anderen Weg geht. Und eben auch da Herr Streek. Ich hoffe, die Leute wachen langsam auf, bevor unser Land einen Totalschaden erleidet!

        • Engywuck

          „Warum gibt man diesen Kritikern kein Gehör in der Öffentlichkeit?“
          Warum gibt man Krittikern der Kugelform der Erde kein Gehör?

          Manchmal ist es sinnlos, in anderen Fällen gar gefährlich, immer erst jeden, der sich selbst „Kritiker“ nennt, anzuhören.

        • Ulf

          @Jörg Zothner, und diese „Verstrickungen“ zwischen RKI, WHO und Pharmaindustrie wurden von wem genau „aufgedeckt“ und mit welchem Interesse? Das ist bei solchen Behauptungen immer meine erste Frage. Nur weil jemand etwas behauptet, muss ich es noch nicht glauben.

        • Max Schamber

          @Engywuck: „Warum gibt man Krittikern der Kugelform der Erde kein Gehör?“ <- der Vergleich ist primitiv und unpassend
          @Ulf: die Verstrickungen oder, wenn es besser klingt, Verbindungen zwischen RKI, WHO und Pharmaindustrie sind allgemein bekannt. Natürlich muss man sich dann noch die Mühe machen und sich informieren

      • Uwe Wildenberg

        Solange solche Kommentare, wie der im Folgenden zitierte, hier geschrieben werden, sind die Aussagen Mob und Aluhut absolut treffend…:

        O…. vor 5 Tagen
        „Genau! Gebrauchen wir doch mal unser Gehirn!
        Dann stellen wir fest, hoppla, bei den letzten zig Grippewellen hat NIEMAND PANIK VERBREITET!!! Es wurde nicht jeder Tote AUF GRIPPEVIREN UNTERSUCHT oder, wie offenbar in Italien, einfach der Grippe zugeordnet. Wie es das RKI ja augenscheinlich doch jedes Jahr macht: Wintertote – Sommertote = Grippetote. Da interessieren 20.000 angebliche Grippetote aber keine Sau! Jetzt mit diesem schwachsinnigen Corona-Test (wer verdient da eigentlich fürstlich dran?), ist halt plötzlich JEDER TOTE EIN CORONA TOTER. Auch wenn er beim Fensterputzen von der Leiter gefallen ist!
        Wir werden erleben: Das Virus ist harmloser als ein böser Grippe-Virus. ABER: die Wirtschaftskrise, die dieser Panik folgen wird, wird ein VIELFACHES AN TOTEN KOSTEN!“

        Aluhut ist da noch freundlich. Und Mob eigentlich passend, wenn man bedenkt, dass die Großschreibung in einem Kommentar als lautes Schreien interpretiert wird. Abgesehen davon, dass diese Aussage völliger Blödsinn sind und bestenfalls die Meinung des Kommentators ausdrücken kann. Er aber will uns erzählen, dass er damit die einzig wahre Wahrheit kundtut…

        Es ist ein erheblicher Unterschied, ob man Aussagen und Zahlen kritisch hinterfragt und hierbei sachliche, nachvollziehbare und auch nachprüfbare Aussagen macht, oder ob man einfach ohne jeglichen Beleg irgendwelche Aussagen trifft und ale Menschen, die inzwischen deutliche Erfahrungen vor Ort gemacht haben als Spinner darstellt. Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man als Aluhutträger bezeichnet wird…

        • Ulf

          Danke, dass hier auch Vernünftige schreiben.

        • Max Schamber

          warum sind vermeintliche Uluhutträger meist zurückhaltender mit dem Pauschalisieren und Abstempeln als die „Wahrheitspächter“ und Linientreue 😀 ?

  • Alexandra A.

    Danke! Endlich bringt es jemand auf den Punkt!! Ein Kollege von mir ist vor zwei Tagen verstorben, ohne Vorerkrankung und alt war er auch nicht!
    Da frage ich mich, ob das auch nur eingebildet ist…
    Ich hoffe, viele Menschen lesen diesen Artikel und verstehen ENDLICH DEN ERNST DER LAGE!!
    Wenn ich darf verlinke ich den Artikel gerne…

    • Herbert Renz-Polster

      Natürlich, gerne verlinken! Danke
      HRP

    • Dr. Rico Ilgen

      Ein Kollege von mir (ein Hausarzt, 50 Jahre, ohne bekannte Vorerkrankungen) ist ebenfalls plötzlich verstorben. Da dies bereits vor 5 Monaten war, muss ich wohl jetzt davon ausgehen, dass Corona schon länger grassiert.

      • Dr. F. Vogt

        Wenn er an einer interstitiellen viralen Pneumonie verstarb, dann wirft das Fragen auf. Wenn eine nicht mit dem SARS-nCoV-2 (der Virus) oder dem CoViD (die Erkrankung) in Verbindung stehende Todesursache im Vordergrund stand, dann Frage ich mich, wieso Sie nicht erst überlegen und dann tippen.
        Trotzdem mein herzliches Beileid.

      • Engywuck

        wenn ich mich recht an einen der Podcasts von herrn Drosten im NDR erinnere wurden alle Grippe-Proben von November auch COVID-19 untersucht. Alles negativ.
        Von daher: unwahrscheinlich.

    • Rainer Zwerschke

      Was sagt denn die Autopsie?
      Oder zumindest der Totenschein?

  • Dr. Philipp Bornschlegl

    Oh mann,
    Ich kann den ungewöhnlich deutlichen Frust nicht nur zwischen den Zeilen lesen und von Anfang bis Ende nachvollziehen.

    Wer gibt uns eigentlich diese Überheblichkeit, solche Sachen zu behaupten und dank der neuen Medien noch vor ein frustrierend willentlich auf aufnahmebereites Publikum zu bringen?
    Leute, 1000 Tote an einem Tag. New York überlegt, wie man mit einem Beatmungsgerät mehr als zwei Leute gleichzeitig beatmen kann?

    Aber Hauptsache die Deutschen sind schön kritisch gegenüber den Mainstream-Medien.

    Verzeihung, aber ich könnte kotzen.

    Bleibt daheim! Zum Wohle aller!

    Grüße aus dem Gesundheitsamt

    • Torsten Wahldick

      Ich finde auch, dass das Coronavirus eine ernste Lage hervorruft. Aber 1000 Tote an einem Tag ist gar nicht einmal so hoch. 2018 starben in Deutschland 954 000 Menschen. D.h. jeden Tag im Schnitt 2600 Menschen. In Italien starben 2018 ca. 630000 Menschen. D.h. jeden Tag ca. 1720. Als vor ein paar Tagen in den Medien von „800 Toten an einem Tag“ berrichtet wurde, wurde gesagt, dass das nicht nur Coronatote waren, sondern ALLE Arten von Toden. Natürlich weiß ich, wie gefährlich Corona seien kann und dass in ein paar Wochen erst wirklich gezeigt wird, aber was ist ihre Argumentation, wenn ich sage, dass eigentlich gar nicht viele Menschen sterben(vgl. 2018)

      • Herbert Renz-Polster

        @Torsten: Ihre Argumentation ist richtig – und soch dürfen wir nicht die falschen Schlüsse ziehen. Versuchen wirs mal:
        in Italien starben gestern fast 1000 Menschen, über 60% von ihnen in einem Gebiet, das 10% der italienischen Bevölkerung ausmacht (Lombardei). Auf Italien bezogen wären das etwas über 6000 Tote.
        Gehen wir jetzt weiter ins Detail, nehmen wir Bergamo. Dor sind letzte Woche 313 Menschen gestorben, in den letzten 10 Jahren sind im Schnitt dort nur 45 Menschen gestorben – eine 7 fache Erhöhung (und ja, auch wenn nicht alle Verstorbenen getestet wurden ist diese Erhöhung vor allem Corona-bedingt).(Daten nach: https://www.merkur.de/welt/coronavirus-italien-lage-aktuell-zahlen-karte-bergamo-tote-faelle-hunziker-infizierte-todesrate-news-pandemie-covid-19-zr-13609171.html)
        Gehen wir jetzt wieder aufs größere Ganze: Träfte die Corona-Welle alle italienischen Gegenden gleichermaßen (das wäre passiert, wenn keine Bremsungsmaßnahmen ergriffen worden wären), dann hätten wir gestern in Italien in etwa eine 7-fach erhöhte Mortalität gesehen, also die von Ihnen berechneten 1720 Menschen mal 7 = 12040.
        Dass also „eigentlich gar nicht so viele Menschen sterben“ ist nicht korrekt. Diese Epidemie sorgt dort, wo sie „wild“ läuft für eine um ein Vielfaches gesteigerte Mortalität, die alles übersteigt, was wir ausserhalb von Kriegszeiten kennen.

        Deshalb kopiere ich Ihnen einen subjektiven Bericht eines 38 Jährigen Arztes aus der Lombardei ein, den ich in der ZEIT gelesen habe, der mich sehr berührt hat, auch wenn ich kein Christ bin – aber er zeigt, welche Verhältnisse dort jetzt herrschen. (Quelle: https://www.zeit.de/2020/14/italien-priester-coronavirus-infizierte-tote-vorbilder)

        Iulian Urban, 38, Arzt aus der Lombardei
        »Niemals, auch nicht in dunkelsten Albträumen, hätte ich mir vorgestellt, zu erleben, was hier in unserem Krankenhaus seit drei Wochen vor sich geht. Der Fluss dieses Albtraums wird immer nur größer. Zuerst kamen einige Infizierte, dann Dutzende, dann Hunderte, und jetzt sind wir nicht mehr zuerst Ärzte, nein, wir sind zu Sortierern am Band geworden. Wir entscheiden, wer leben und wer nach Hause geschickt werden soll, um zu sterben.
        Bis vor zwei Wochen waren meine Kollegen und ich Atheisten. Es war völlig normal, dass wir es waren, die Wissenschaft schloss für mich die Existenz Gottes aus. Ich habe immer darüber gelächelt, dass meine Eltern in die Kirche gingen.
        Vor neun Tagen kam ein 75 Jahre alter Priester zu uns. Er war ein freundlicher Mann, hatte ernsthafte Atemprobleme, brachte aber eine Bibel mit. Es beeindruckte uns, dass er sie den anderen vorlas und den Sterbenden die Hand hielt.
        Wir waren alle zu müde, entmutigt, psychisch und physisch fertig, um ihm zuzuhören. Jetzt aber müssen wir es zugeben: Wir Menschen sind an unsere Grenzen gekommen. Wir sind erschöpft, wir haben zwei Kollegen, die gestorben sind, andere von uns wurden infiziert. Wir müssen erkennen, dass wir Gott brauchen. Wir bitten ihn nun um Hilfe, wenn wir ein paar freie Minuten haben. Wir reden miteinander und können es noch nicht glauben, dass wir als Atheisten jetzt jeden Tag auf der Suche nach Frieden sind. Dass wir den Herrn bitten, uns zu helfen, uns Kraft zu schenken, damit wir uns um die Kranken kümmern.
        Gestern ist der 75-jährige Priester gestorben. Obwohl es in unserem Krankenhaus innerhalb von drei Wochen über 120 Todesfälle gab und wir alle erschöpft und verstört sind, hat es dieser Priester trotzdem geschafft, uns einen FRIEDEN zu bringen, den wir nicht mehr zu finden hofften.“

  • SibylMa

    Vielen Dank. Echt mal.
    Ich finde es auch völlig unerträglich.

    Das ist so eine Art von Eskapismus, man könnte es auch Regression nennen. Eine Weigerung, die derzeitige Lage als Erwachsene zu erleben.

    • Max Schamber

      die Möglichkeit zu Hause zu bleiben sollte in einer unübersichtlichen Lage gewährt sein (Schutz von Risiko-Gruppen). Eine teilweise Aufhebung von Grundrechten sollte nicht so einfach möglich sein, wie es geschehen ist. Auch eine Zwangsimpfung mit einem ungetesteten Impfstoff (auch über Umwege z. B. über den Arbeitgeber) sollte ebenfalls nicht über Gesetze in die Praxis umgesetzt werden

  • Armando Pirovino-Honegger

    Lieber Dr. Renz-Polster.
    Danke für Ihre nötige Klarstellung. Was gewisse selbsternannte „Experten“ derzeit von sich geben, da muss man sich buchstäblich ergeben…

    Bloss ein Aspekt geht derzeit verloren: Einsteins Relativitäts-Theorie. Bisher sind weltweit ca. 15’000 Menschen an diesem C-Virus gestorben. In ca. 3 Monaten. Der überwiegende Teil deutlich über 70jährig und viele mit Vorerkrankungen.
    ABER: Die gleiche Zahl von Menschen stirbt TÄGLICH wegen Hunger und mangelnder med. Versorgung. Und es sind … KINDER…
    Hört man neben allen Details und Ministatistiken seit anfangs Jahr etwas davon? Oder von den 20 Millionen Bedrohten wegen der Heuschreckenplage in Ostafrika? Oder über andere Dramen auf der Welt.
    Sind halt weit weg…
    Diese Optik auf EIN THEMA, seit Wochen auf allen Kanälen, fast ohne Blick nach links und rechts, stimmt auch nachdenklich. Obwohl wir uns strikte an die Anweisungen unserer Regierung halten. Wir sind weiss Gott keine Corona-Leugner.

    Wie sehen Sie diesen Aspekt?

    Beste Grüsse
    Armando Pirovino-Honegger (*1947)
    CH-8855 WANGEN / Schweiz
    27.3.2020

    • Herbert Renz-Polster

      Ja, ich sehe diesen Aspekt auch. Leiden scheint grausam, wenn wir es mit unseren eigenen Augen sehen, weniger grausam, wenn im Fernsehen darüber berichtet wird und noch weniger grausam, wenn wir davon lesen (überhaupt nicht grausam, wenn wir nichts davon wissen).
      Ich will damit das sagen: Unsere Voreinstellung zur moralischen Bewertung ist nicht objektiv. Sie enthält mindestens drei Gemeinheiten: wir werten das stärker
      – was wir unmittelbar erfahren
      – was uns selber oder unsere Nächsten betrifft (oder betreffen könnte)
      – was wir ändern können
      Das ist ja unser Dilemma auch beim Klimaschutz. Wir WISSEN, dass uns der Klimawandel regelrecht den Lebensboden unter den Füßen wegziehen wird. Aber warum fällt das Handeln so schwer? Weil wir (noch) nicht unmittelbar betroffen sind, und weil das Handeln uns zunächst vor allem Nachteile bringt. Vor allem aber, weil wir das nagende Gefühl haben, doch nichts ändern zu können, weil dazu ja auch die anderen mitmachen müssen, Das lähmt.
      Aber man darf es nicht als Vorwurf formulieren, er müsste sonst, überspitzt formuliert, so lauten: ach Du, wenn dein Kind im Verkehr auf die Straße rennen will, dann wirst Du auf einmal aktiv und reißt dich aus deiner Lethargie heraus, aber wenn zig Millionen in Afrika verhungern, da kriegst Du deinen Hintern nicht hoch…
      Es ist unser menschliches Dilemma, dass wir für ethisches Handeln viele Ressourcen brauchen.
      Aber ich stimme Ihnen zu: wir müssen unbedingt dafür sorgen, dass wir diese Ressourcen entwickeln. Hier mein Beitrag zu diesem Thema, vielleicht interessiert er Sie:

      https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/durchstarten-ein-wiegenlied-fuer-unsere-erde/

      Danke!

      • Pirovino

        Lieber Dr Renz-Polster

        1001 Dank für Ihre sehr differenzierte und wohlwollende Antwort!
        Erlebe viel Unverständnis, ja Schelte bei dieser Relativierung…
        „Man könne das nicht vergleichen…“
        Ah ja?

        Liebe Grüsse aus der Schweiz
        Armando Pirovino

      • Stephan

        Das Problem sehe ich noch ganz woanders; diejenigen, die auf andere (ggf. schlimmere), aber nicht gleichermaßen präsente Probleme verweisen, sind in aller Regel nicht diejenigen, die sich um diese Probleme bemühen, geschweige denn diese angehen. Was also bringt ein Verweis auf ferne Nöte?
        Genau: gar nichts außer einer gewissen Ablenkung – ein erfolgreiches Mittel der Verdrängung, die zur (gefährlichen) Untätigkeit führt oder diese zumindest propagiert!

      • Jens Müller

        Sehr geehrter Herr Renz-Polster,
        ich verstehe nicht, was Sie gegen Euro/Momo haben. Die aktuellen Daten zeigen in so gut wie allen Ländern weit geringere Werte an. Warten wir noch ein oaar Wochen ab, dann wird endgültig klar sein, daß es sich um ein Coronahoax handelt. Sie mögen ein guter Mediziner sein, aber hier haben Sie es mit Geopolitik zu tun und um das einzuordnen müssen Sie mehrere Sinne schärfen. Sie glauben, wir haben es hier mit einem medizinischen Virus zu tun? Wie sehr Sie sich irren. Sie werden sehr wahrscheinlich in den nächsten Monaten erfahren, wie sehr Sie falsch liegen…

    • Dr. Philipp Bornschlegl

      Das ist alles richtig, aber dennoch klassischer „Whataboutism“. Wir, die ganze Welt, sind akut von der Corona-Krise bedroht, und es geht in diesem Artikel darum, Fake News aufzuklären.
      Dass trotzdem an anderen Stellen der Welt noch viel schlimmeres Übel passiert, soll dabei aber nicht automatisch als „weniger wertvoll“ abgestempelt werden.

      Vielleicht führt dieses für alle Menschen einschneidende Ereignis ja dazu, mal über den Stand der Dinge der „modernen Welt“ zu reflektieren und vielleicht Schmeckt der Cappuccino nach dem Ende der Krise ja auch anders, wie Herr Horx in seinem vielgeteilten Essay so schön schreibt.

      Wahrscheinlich werden die Menschen, egoistisch an sich, auch einfach wieder in die alten, bequemen Muster zurück fallen. Das hängt immer vom Einzelnen ab!

    • Albert Mairhofer

      Haben in Italien Ärzte die Abtreibungsabteilungen verlassen, um dort zu helfen, wo Not ist?
      In Italien werden jährlich um die Achtzigtausend wehrlose Leben von Ärzten ausgelöscht!

  • Mairi

    Danke
    ich kann mich dem Kommentar von Daniela P. nur anschließen.
    Was mich wirklich erschreckt ist, dass immer mehr, durchaus intelligente Menschen die mir am Herzen liegen den Verschwörungstheoretiker beitreten und dann nicht mehr zugänglich sind für sachliche Informationen aus Quellen der öffentlichen Hand.
    Das wir bald wieder mittelalterliche Verhältnisse haben befürchte ich auch. Es macht mich völlig ratlos. ?

    • Rainer Zwerschke

      Könnte das daran liegen, daß Sie aus Quellen der öffentlichen Hand gerade keine sachlichen Informationen erhalten?
      Ein Beispiel: Seit Beginn der Krise veröffentlicht das RKI die Anzahl der „Neuinfektionen“ die bedrohlich schnell steigen. Was Sie nicht gesagt bekommen und nicht veröffentlicht wurde war die Anzahl der Testungen. Erst am 26.03.20 wurden diese Zahlen für die Kalenderwoche 11 und 12 (still und leise also ohne darüber zu sprechen) veröffentlicht. Und am 02.04. (vorab) bzw, am 06.04,230 auch für KW 13 Und bis KW 10. Ergebnis ein Anstieg ab KW 11 um 0,9 Prozentpunkte (von 5,9% auf 6,8%) bzw. um 1,9 Prozentpunkte (von 6,8% auf 8,7%) positiv Getesteter, wobei die Voraussetzungen für Tests auch noch so geändert wurden, daß ein höherer Prozentsatz zu erwarten war. Sie haben nur gehört:
      KW 11: 7.582 Neuinfektionen
      KW 12: 23.820 Neuinfektionen
      KW 13: 30.741 Neuinfektionen
      Das die Testungen von 127.457 über 348.619 auf 354.521 angestiegen sind wurde „vergessen“ zu erwähnen. Alle andern Unsicherheiten des Tests, die Vergleichbarkeit der Labore und die Auswahl der zu Testenden lassen wir mal weg.
      Und dann fühlen Sie sich gut informiert?
      Intelligente Leute die ein paar statistische Grundlagen verstehen fühlen sich da halt verkohlt und fragen warum?
      Und nun geben Sie einmal außerhalb einer „Verschwörungstheorie“ eine befriedigende Antwort warum eine exponentielle Ausbreitung vorgegaukelt wird.
      Und sagen Sie bitte nicht eine Bundesbehörde die sich mit Seuchenschutz befaßt hat halt keine Statistiker die das Zahlenmaterial vernünftig aufbereiten können. Das wäre eine echte Verschwörungstheorie!

      • Ulf

        Genau den von Ihnen beschriebenen Effekt mit dem Nachziehen der Testungen und wie das die Bewertung des Anstiegs der Infektionszahlen beeinflusst, beschreibt und erklärt Christian Drosten in einem seiner Podcasts. Es gibt hier weder ein „still und leise“ noch überhaupt einen „Mainstream“, sondern – in bestem wissenschaftlichen Stil – ständige Neubewertungen.
        Und nein, die exponentielle Ausbreitung wurde nicht „vorgegaukelt“: von Anfang März bis etwa zum 18./19. gab es eine sehr konstante Zuwachsrate von täglich 31,4%; das können Sie jederzeit überprüfen. Beginnen Sie mit dem 5. März und 359 Infizierten.
        Was diese Kurve zum Abflachen brachte, war die Vorsicht der Leute und die Maßnahmen.

        • Rainer Zwerschke

          Leider haben Sie nicht angegeben in welchem Podcast (welche Nummer) Herr Drosten das erklärt. Wenn Sie das noch nachreichen nehme ich dazu gerne Stellung.
          Das „still und leise“ bezog sich auf die Veröffentlichungen die weder in Pressekonferenzen noch Pressemitteilungen des RKI genannt wurden.
          Und ja, eine exponentielle Ausbreitung wurde vorgegaukelt. Es war eben keine tägliche Zuwachsrate von 31,4%. Ich habe das anhand der offiziellen Zahlen überprüft.
          https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/15/Art_01.html
          Hierin finden Sie für März 2020 die Anzahl der Testungen und die Anzahl der positiven Ergebnisse. Ihre besondere Aufmerksamkeit möchte ich auf Abb. 2 auf Seite 7 lenken. Sie können aber gerne versuchen irgendwo sonst in dem Dokument einen exponentiellen Anstieg – außer bei den Testungen selbst 😉 – zu finden. Es gibt ihn einfach nicht!
          Was die Wirksamkeit der Maßnahmen angeht ist jetzt schon ziemlich klar, daß – außer vielleicht dem Verbot von Großveranstaltungen – sie offensichtlich nicht „eingeschlagen“ haben.

        • Herbert Renz-Polster

          Als Antwort auf Rainer Zwerschke: Der auffassung dass die Massnahmen sinnlos waren wiederspricht Herr Drosten mit m.E. schlüssigen Argumenten:

          https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/christian-drosten-corona-krise-coronavirus-virologen-1.4887512

          Das Robert Koch Institut erklärt auf seiner Webseite das: Die Basisreproduktionsrate zwischen Mitte und Ende März deshalb so rasch abgefallen, weil die beiden „Gründerwellen“ der Epidemie (die „Skifahrer-Epidemie“ im Süden und die „Faschings-Epidemie“ in Nordrhein-Westphalen) sehr effektiv begrenzt werden konnten (eben durch die früh eingeführten Quarantäne-Maßnahmen, lokale Abriegelung und konsequenter Rückverfolgung möglicher Ansteckungsketten). Als Folge dieser in diesem Stadium der Epidemie gut wirksamen Maßnahmen ging die Basisreproduktionszahl schon vor dem „Lockdown“ stark zurück.
          Dass es nach dem „Lockdown“ zu keinem weiteren Abfall des R0 gekommen sei liege daran (so das RKI – Quelle unten), dass die Infektionskette durch diese Maßnahme nur bei einem Teil der Bevölkerung unterbrochen wurde. Innerhalb von z.B. Altenheimen, den noch offenen Betrieben und Einrichtungen sowie auch innerhalb der Wohnungen lief die Infektionskette ja weiter. Die Basisreproduktionsrate wäre deshalb wohl wieder angestiegen, wären die Maßnahmen in der übrigen Bevölkerung nicht effektiv gewesen.
          Dass die Kontaktsperre nicht umsonst war zeigt aber eine andere Kenngröße, nämlich die Zahl der Neuansteckungen. Diese gingen im zeitlichen Zusammenhang mit der Kontaktsperre deutlich zurück. (Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html – 6. Frage unter „Infektionsschutzmaßnahmen“)

  • Chris Li

    Danke! Danke aus meinem tiefsten Inneren!
    Ich bin im Moment so erschüttert über das, was gerade in unserer Welt passiert, und über das, was Menschen daraus machen, um endlich ihre „Wahrheit“, die sie als Allgemeingültigkeit und Tatsache postulieren, in die Welt posaunen.
    Das Sars-Cov19 Virus ist ein Schreckgespenst in vielerlei Hinsicht.
    Das unendliche Leid der Schwerst Betroffenen, der Angehörigen, der Ärzte und Pfleger, die bis zur Erschöpfung arbeiten erschüttert mich.
    Meine Schwester und ihr Mann sind Ärzte in Colmar und Mulhouse. Ich bekomme das Drama hautnah mit!
    Für viele Menschen, die Verschwörungstheorien als Fakten betrachten, die auf Instagram und YouTube Hunderttausende Menschen erreichen, ist es die „Zeitenwende“
    Ich fühle mich hilflos gegenüber diesem Wahnsinn, den sie verbreiten!
    Diese Menschen sind zynisch, anmaßend, arrogant. In meinen Augen Fundamentalisten, die unser „System“ destabilisieren wollen.
    Ich bitte sie sehr, schreiben sie weiter gegen diesen Wahnsinn an.
    Ich würde Sie so gerne auf Instagram sehen und lesen.
    Herzlichen Dank für Ihre Arbeit!
    Bleiben Sie gesund??

    • Anna

      Dem kann ich mich nur anschließen. Ein Instagram Account macht kaum Arbeit, erreicht aber viele Menschen und Inhalte können unkompliziert geteilt werden. Link in der Bio auf den jeweils aktuellsten Artikel. Wenn Sie keine Fotos von sich reinsetzten wollen, können Sie ja etwas anderes nehmen, Blumen oder Stethoskope. Ich würde mich auch freuen.

    • Rosebrock

      Ich würde das gerne auf Facebook teilen. (Instagramm will ich nicht.) Leider hat mich Facebook aber – als Beleg für die „Meinungsfreiheit“ hier in Deutschland! – im Januar ohne jede Begründung „geschmissen“. So kann man sachlich-kritische Zeitgenossen auch mundtot machen. …
      Ich danke dem Autor für den Artikel – und Ihnen für die Kommentare.

      • Wolfram Hüttermann

        Das finde ich sehr schlimm. Aber Islamkritikern geht es genauso.

      • Ulf

        @Rosebrock, es geht mich nichts an, nur so viel, wenn Facebook Sie schmeißt, hat das nur mit Facebook zu tun und nichts mit Deutschland

    • Antoinette Hitzinger

      Ich stimme mit dem Artikel hier total überein und finde diese „ist nur eine Grippe“-Masche ebenso unerträglich.
      Das mit der Zeitenwende sehe ich jedoch anders. Auf jeden Fall ändern sich durch die Corona-Krise die Zeiten. Ganz massiv sogar. Wir erleben hier kriegsähnliche Zustände ohne dass Menschen (die Russen, die Amis, wer auch immer) der Feind sind.
      Das holt tiefste Ängste hervor und die Chance liegt darin, dass wir uns um unser Immunsystem, die Lungengesundheit (an die Luft, Bewegung) UND um unsere Psyche kümmern lernen. Und um uns gegenseitig.
      Was mich an dieser Diskussion auch hier stört, ist, dass wir schon wieder gegeneinander agieren, uns besser, gescheiter fühlen als die anderen.
      Ich schreibe immer. Lass uns in ein paar Wochen reden. Dann werden wir mehr wissen.

      Niewieder werden wir so unbedarft sein wie vor Corona. In welche Richtung die Wendung/Entwicklung geht, hängt von jedem einzelnen ab. Lassen wir es mehr Bewusstheit und mehr Verständigung sein.

      So sehe ich das.

      • Daniel Wolff

        Schöne Worte, danke 🙂

  • Sandra Ziegler

    Hallo. Danke für Ihre Analyse. Leider ändert diese aber nichts daran, dass sich die Experten mit den sogenannten Kritikern endlich mal an einen Tisch setzen müssen. Nur so kann man zu einer vernünftigen Lösung kommen. Da dies nicht geschieht, ist es ein ganz klarer Beweis für mich, dass es hier nicht um Lösungen geht. Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Denken alleine reicht leider nicht, auf das ganzheitliche Denken kommt es an, und dazu gehört es einfach, alle Seiten zu betrachten und auch ernst zu nehmen (das gilt natürlich für alle).

    • Chris Li

      Es gibt viele Menschen, die sich auf die 5bN berufen und die Existenz krankmachender Viren/Bakterien leugnen. Diese Menschen, mit vielen Followern, setzen in die Welt, dass es die Angst ist, die die Pneumonie verursacht und nicht das Virus.
      Menschen, die den Deep State und Chemtrails für diese Pandemie verantwortlich machen.
      Da gibt’s keine Grautöne. Leider.

      • Antoinette Hitzinger

        Es ist doch im Grunde egal, wo die Pandemie herkommt. Sie ist jetzt da und jeder einzelne ist gefragt.

        Es ist nur ein Streit ums Rechthaben und der Anspruch, sich nicht verarschen zu lassen. Und natürlich wurden und werden wir manipuliert und für dumm verkauft in vielen Dingen.

        Und Angst schlägt natürlich auf Atmung und Lungen, aber eine beidseitige, schwer behandelbare Lungenentzündung mit zähem Schleim?

        Es ist vielschichtig. Und geht das erste Mal in der Geschichte der Menschheit um das Leben. Es sind kriegsähnliche Zustände für das Leben.

        Wann gabs denn sowas schon mal? Wir sollten zusammenhalten statt die dummheit der anderen zu bedauern.

    • Herbert Renz-Polster

      @Sandra: Ja, das stimmt schon, aber um produktiv zu arbeiten, brauchen auch Experten eine gemeinsame Basis. Es macht keinen Sinn sich als Klimaforscher mit Klimaleugnern an einen Tisch zu setzen, es macht auch keinen Sinn sich in der COVID-Krise mit Leuten an einen Tisch zu setzen die sagen: es gibt doch gar keine Krise, an COVID stirbt man nicht, verstehen Sie? Man muss sich nicht zum Affen machen.

      • Schnattalin

        Klimaleugner oder Kritiker an den zu Grunde gelegten Ursachen – da bitte ich um Unterscheidung. Danke.

    • Uwe Wildenberg

      Das klingt jetzt ungefähr so, als wenn sich die Feuerwehr vor einem brennenden Haus erstmal mit zwei Schaulustigen, die der Meinung sind besser zu wissen, wie man am besten löscht, hinsetzen soll um auszudiskutieren, welche Methode die bessere ist, während die Menschen brennend aus den Fenstern springen…

      • Schnattalin

        Nun es mach schon einen Unterschied ob sie ein Feuer aus brennendem Öl mit Wasser löschen oder nicht – vor allem für die Menschen, die noch im Gebäude sind, oder!?

        • Uwe Wildenberg

          Stimmt. Deshalb überlasse ich das auch der Feuerwehr; die kennt sich damit aus…

    • Peter Titus

      Nein, wir müssen nicht alle Seiten hören! Wenn ich behaupte 2 + 2 = 4 und jemand anderes behauptet 2 + 2 = 6, dann liegt die Wahrheit nicht bei 2 + 2 = 5! Leider haben viel Medien mit dieser scheinbaren „Unparteilichkeit“ entscheidend zum Aufstieg von Schwurblern und Populisten beigetragen, was direkt z.B. den Kosovo Konflikt und dem Brexit möglich gemacht hat. Hören wir einfach auf die Leute die ihre Thesen belegen können.

      • Peter Menke

        So einfach ist es nun auch nicht. Am Anfang der Krise ist die Sterblichkeit der Infizierten viel höher eingeschätzt worden, als sie sich jetzt darstellt. Da muss man schon die Frage stellen, welche Maßnahmen angemessen sind und bei welchen der Kollateralschäden größer ist als das Problem.

        • Wolfgang Linsmayer

          Und warum stellt sich die Sterblichkeit jetzt niedriger dar, als sie anfangs vermutet wurde?
          1. Weil es damals nur Vermutungen waren.
          2. Weil die Maßnahmen funktionieren!

    • Stephan

      Mag man erwägen; indes führt das Netz und die für jeden mögliche Verbreitung seiner Meinung auch dazu, dass – je nach medialer Präsentation und persönlicher „Werbekompetenz“ – jede auch noch so absurde Meinung in einen der fundierten Meinungen gleichen oder zumindest nahekommenden Rang gelangt – und damit eine Bedeutung erfährt, die ihr alles andere als angemessen ist. Also: absurdes lesen und gleich wieder vergessen und auf keinen Fall damit befassen; das nämlich hebt die mediale Bedeutung des kolportierten Unsinns.
      Ach ja: hat übrigens mit dem verbot der Meinungsäußerung oder deren Unterdrückung, worauf sich gerade politische Spinner gern berufen, nichts zu tun.

    • Grit Kaluza

      Ich danke erstmal für alle Recherchen, alles kluge Mitdenken. Mein Dank gilt all jenen, die die Krise bewältigen mit Hand und Herz.
      Ich bräuchte aber auch , dass zum Beispiel Herr Dr.Wodarg oder Herr Dr. Dahlke in offenen Diskussionen ihre Haltungen darlegen können.
      Ich bräuchte Informationen, ob es einen Zusammenhang zur Impfhörigkeit ( Meningokokken, Grippe) der Italiener gibt. Ebenso zum Einfluss von G5 Strahlung. Sind die Netze denn in Italien schon weiter ausgebaut? Ist dieses Virus menschengemacht? Es grassieren Infos , dass an Hand der Gensequenz ,dies erkennbar sei. Ich brauche mehr Informationen. Es darf nicht sein ,dass sich hier Glaubenslager bilden. Es bedarf der Aufklärung. Hängen die Dinge miteinander zusammen und wenn ja wie?.Es darf auch keinen Alleingang irgendwelcher Lager geben. Wer hat welche Interessen? Fakt ist es sterben in zu kurzer Zeit zu viele Menschen.

    • Thomas Kaiser

      Meine volle Unterstützung für diesen Beitrag. Gegenseitige Beschimpfungen helfen hier nicht – es währt nur die Distanz

    • Engywuck

      Die Experten haben den ganzen Tag damit zu tun, die Krise halbwegs sinnvoll zu bewältigen. Und sollen dann in ihrer nicht vorhandenen freien Zeit auch noch mit „Kritikern“ zusammensitzen. Nur: wer ist ein Kritiker (sich so nennen kann jeder…)? Und: dieser Personenkreis hat den ganzen Tag Zeit, sich jeweils das nächste Thema auszudenken. Irgendwelche Behauptungen aufzustellen ist ja leicht, diese zu widerlegen kann beliebig kompliziert werden. Zumal wenn für etliche der Behauptungen Wolgang Paulis Spruch von „Das ist noch nicht einmal falsch“ gilt…

      • Rainer Zwerschke

        „Die Experten haben den ganzen Tag damit zu tun, die Krise halbwegs sinnvoll zu bewältigen“ vor allem wenn Sie nicht wissen was sie machen (sollen). Deshalb wäre es so wichtig eine valide Datenbasis zu haben. Und gerade die Experten müßten das größte Interesse daran haben! Also möglichst viele Autopsien der Verstorbenen (davon wird explizit abgeraten), Studien zu Übertragungswegen usw. (machen die zuständigen Stellen nicht; muß ein einzelner Professor initiieren), die vorhandenen Daten vernünftig statistisch aufbereiten (findet von „Expertenseite“ nicht statt). Also alles was helfen würde Licht zu bringen wird nicht getan. Und wenn dann ein paar Außenseiter das sozusagen auf eigene Faust machen erhalten wir überraschende Ergebnisse, die so gar nicht die offizielle Meinung stützen.
        Da müssen Kritiker ja ins Kraut schießen.
        Aber seltsamer Weise hat z.B. der vielgeschmähte Herr Dr, Wodarg seine Kritiken immer nachvollziehbar begründet und (offizielle) Quellen seiner Daten angegeben. Jetzt habe ich noch keinen gesehen oder gehört der ihm da Fehler nachweisen konnte. Ganz besonders die diversen „Faktenchecks“ nicht! (Die bloße Behauptung das sei falsch ist halt keine Widerlegung). Und wenn es jemand mit Zahlen probiert hat – wie z.B. Herr Prof. Dr. Lesch – endete daß in großen Peinlichkeiten (ein Physikprofessor der nicht (statistisch) rechnen kann).
        Das auch Experten sich irren können steht außer Frage. Und als Verantwortlicher würde ich auch lieber etwas überziehen als mir vorwerfen zu lassen zu wenig getan zu haben. Aber spätestens mein zweiter Schritt wäre an alle Informationen heranzukommen die verfügbar sind. Und wenn Kritiker auf „Fehler“ hinweisen gehört das halt geprüft.

  • Tara

    Vielen Dank für Ihre Analyse, die gewählter ausdrückt, was in meinem Kopf vorging, als ich mir diesen Schwindeldoktor ansehen musste (WhatsApp Link an mich gesendet).
    Vor allem Danke für die Erklärung der Statistik, für die mir ansonsten die Gegenargumente gefehlt hätten.
    Gruß, Tara

  • Silke K.

    Es ist richtig, dass momentan viele „selbsternannte “ Experten im Netz kursieren. Und jeder gibt seine Meinung aus seinen Erfahrungen wieder. Keiner möchte vorsätzlich irgendetwas „Falsches“ verbreiten. Warum auch?

    Sie schreiben von kindlichen Strategien.

    Wäre es nicht viel „erwachsener“, seinen Standpunkt klar zu vertreten und dennoch die anderen verstehen zu wollen? Funktionieren so doch gesunde Beziehungen.

    Man wird keine Lösung finden, wenn jeder nur behauptet, er habe Recht und alle anderen sind einfach nur zu doof.

    Mit Verständnis und Empathie lassen sich viel mehr Probleme lösen. Nicht nur die Vordergründigen, sondern auch viel tiefer liegende.

    Wovor ich mittlerweile wirklich Angst habe, dass es soweit kommt, dass nur noch eine Meinung zählt.

    Was jetzt nicht heißen soll, dass ich gegen Sie bin. Ich schätze Sie und Ihre Beiträge sehr.

    Ich würde mir lediglich mehr Miteinander wünschen als dass sich all die Experten gegenseitig die Köpfe einschlagen.

    • Antoinette Hitzinger

      Danke?????? Grossartig geschrieben.
      Zumal unser Verhalten und Denken eh nie vernünftig sondern emotionsgesteuert ist.
      Auch wenn wir über Statistiken diskutieren.
      Mehr Verständigung und weniger pauschale Aburteilungen, nutzen wir die Chance, das zu trainieren.

    • Sandra

      Es geht hier nicht um Meinungen, und schon gar nicht um „gleichwertige“, die alle irgendeine Berechtigung haben. Es geht um Fakten. Es geht um richtig und falsch, und um Aufklärung vs. gefährliche Fehlinformation.
      Und bei der „Corona ist ja nur ne Grippe“-Fraktion handelt es mitnichten um „Experten“. Die sind wirklich doof. Es gibt tatsächlich auch Spinner mit Doktortitel.

      • Silke K

        Wer ist berechtigt zu beurteilen, was richtig und was falsch ist? Es gibt tatsächlich Zahlen. Aber was diese aussagen, kann auch niemand wissen, ohne „dahinter“ zu sehen. Und jeder sieht eben aus einem anderen Blickwinkel darauf. Es ist wohl eher mit einem großen Puzzle zu vergleichen. Denn wo solche Probleme herrschen, sind die Ursachen und Lösungen sehr vielschichtig.

        Ich weiß, dass ich nichts weiß, auch wenn ich meine, es zu wissen.

        Deshalb sollten alle gehört werden, um eine Lösung für alle zu finden.

        • Martin Kirsch

          Das Problem entsteht genau dann, wenn „Experten“ wie der Schwindeldoktor Zahlen präsentieren, und genau die Informationen weglassen, die den eigenen Blick „hinter die Zahlen“ ermöglichen. Stattdessen wird mit den Zahlen ein gegenteiliges Bild gezeichnet, indem man sie bewußt aus dem Zusammenhang reißt.

      • Sonne

        Vor Ca. 3-4 Wochen war die Expertise von Dr Wodarg noch gefragt, da haben die Medien den Coronawahn noch nicht gehiped. Und da haben auch alle den Medien geglaubt.
        Und die Kritiker, die der Meinung waren Corona wäre schlimm, wurden verleumdet.
        Jetzt passiert das Gegenteil.
        Dabei belegen die aktuellen Zahlen des RKI und die der WHO, dass es tatsächlich im Verlauf eher einer normalen bis schweren Grippe ähnelt.
        Vielleicht einfach mal auf deren Seiten schauen. Die Rudern nämlich langsam zurück.

        • Max Schamber

          …. ich gewinne den Eindruck, manche wollen gegängelt, in ihren Rechten beschnitten und belogen werden, wollen die harte Hand spüren, die sie durch das Leben führt. Das empfinden Sie als Gerechtigkeit und erstrebenswert. Leute, die Ihnen die Augen öffnen wollen, werden diffamiert und deren Meinungen / Argumentation abgelehnt. Nun, das oben beschriebene sollte auch möglich sein in einer freien Gesellschaft, nur muss man es selbst nicht aus Gruppenzwang annehmen

    • Sandra Ziegler

      Silke K., sachlich und mit viel ❤️. Ein sehr wertvoller Beitrag!

    • Daniel Wolff

      Super Silke, auch von mir danke

  • Stefanie Zehender

    Danke für den aufschlussreichen Artikel. Es ist leider so, dass auch ältere Menschen af solche verharmlosungs Videos hereinfallen. Ich hatte den Video von dem Arzt aus Sinnsheim, von meiner 80 jährigen Tante bekommen. Wenn die dann den Verharmlosungen glauben, rennen sie durch die Gegend und zum einkaufen und bringen sich un Gefahr.
    Es ist leider auch so, dass Hausärzte so bescheuert sind. Der von meinem 96 jährigen Vater hat auch gemeint alles halb so schlimm. Dadurch schützen sich dann ältere Menschen nicht genug……

    • Ralf Ludwig

      Zu einem seriösen Umgang mit Unsicherheit gehören auch die Themen Datenethik und Datenkompetenz (Data Literacy). Hierzu zählt die Fähigkeit, Daten auf kritische Art und Weise zu sammeln, zu managen, zu bewerten und anzuwenden. Dieses Thema scheint aktuell bei der Risikobewertung der Covid-19-Krise bestenfalls eine untergeordnete Rolle zu spielen.

      Angst ist nie ein guter Ratgeber.

      https://www.risknet.de/themen/risknews/covid-19-und-der-blindflug/

  • Thomas Rößner

    Leider kann ich in Ihren Widerlegungen keinerlei Faktenmaterial finden, vielmehr geht es um Polemik und das gleiche den Mainstream-Medien hinterhergelaufe wie alle anderen das auch machen. Die positiven Entwicklungen in Japan basieren auf Fakten(reale Zahlen) und sie wollen diese widerlegen indem sie namenhafte Zeitungen anführen, die vor negativen Veränderung warnen…wo sind da jetzt ihre faktenbasierenden Argumente? Sterbehilfe in Frankreich…das ist also kein Problem für Sie? Sowas wäre zu vermeiden, wenn man diese Hysterie aktuell nicht kennen würde und Patienten nicht alle ausschließlich in Krankenhäusern, sondern so wie immer im eigenen Heim oder dem Pflegeheim behandle!
    Euromomo sind die einzigen Fakten die es gerade gibt…einfach zu behaupten wer diese nutzt lügt, nur weil im Disclaimer steht die Zahlen könnten unvollständig sein (dafür ist bereits eine Erwartung eingerechnet), ist schwach! Wo sind denn bessere Fakten für die aktuelle Entwicklung? Und damit meine ich keine Zeitungsartikel wie schlimm gerade alles sei! Euromomo zeigt, dass Italien mit großer Wahrscheinlichkeit, auch wenn vielleicht die letzten Zahlen noch nicht ganz vollständig sind, noch weit weg ist von der hohen Grippesterblichkeit in 2016.nur da hat es komischerweise keinen interessiert…es gab kein Medienhype zum Thema in Deutschland!

    Bitte um Argumentation mit Fakten und Daten und keine Widergabe der weichen Mainstreammediengeschichten!

    • Silke K.

      Es wurden auch nicht die Existenzen vieler junger, gesunder Menschen bedroht, wie das heute der Fall ist. Ich als Unternehmerin, sehe gerade zu, wie ich hilflos ausgeliefert bin. Aber nicht nur ich bin betroffen, viele viele „normale“ Arbeiter auch. Die breite Masse wird nach der Krise, abhängig davon, wie lange es noch dauert, vor dem Nichts stehen.

    • Herbert Renz-Polster

      @Thomas – ich verstehe Ihre Argumentation nicht ganz: was sind „Mainstreammedien“? Meinen Sie Instagram? Und was ich auch nicht verstehe: heisst Mainstreammedien = Falschinformation? Deshalb weiss ich wirklich nicht, was ich Ihnen antworten soll, aber bleiben Sie gesund! HRP

      • Ulla R.

        @Herbert Renz-Polster – was ist daran missverständlich? Thomas Rößner hat um Argumentation mit Fakten und Daten gebeten. Die kann auch ich in Ihren bisherigen Ausführungen nicht finden.

        • Anja W

          das sehe ich auch so

    • Dr. Philipp Bornschlegl

    • Chris

      @Thomas das Gleiche Gefühl hatte ich beim Lesen des Artikels. Es fehlen tatsächlich Fakten! Das, was im Artikel kritisiert wird, geschieht in entgegengesetzte Richtung. Leider werden wir keine Antwort auf die Frage finden, was passiert wäre, wenn die Große Panik nicht ausgebrochen wäre? Was ich aber im Moment erlebe ist gruselig. Andere Menschleins zählen die Leute auf der Straße und stellen diese an den Pranger. Es wird nur noch geschaut, wer was falsch macht. Klasse und das soll gesund sein? Alles zu glauben und keine Kritik und Fragen zu äußern, das ist in ihren Augen die Benutzung des gesunden Menschenverstandes? Na dann, guten Nacht!!!! Verharmlosen sollten wir weder die Grippe, noch den Corona Virus, aber es sollte transparent und nachvollziehbar geschehen. Schutz und Vorsorge ist gut und wichtig aber haben sie sich auch mit verschiedenen politischen Entscheidungen in letzter Zeit beschäftigt? Kommt bei ihnen da nicht auch die Frage des Warums auf? Ich bin dankbar das es kritische Stimmen mittlerweile gibt. Schrecklich wäre eine schlafende Gesellschaft, die alles hinnimmt. Btw. seit November ist das Virus in China bekannt. Deutschland reagierte erst im März mit drastischen Maßnahmen. Seltsam, dass das Virus bis März scheinbar nicht soviel angerichtet hat und erst jetzt völlig irre Maßnahmen getroffen werden.

    • Michael

      @Thomas, um die Krise, die wir haben zu verstehen, ist es sehr nutzlich vorauszuschauen statt zurückzuschauen, dann war es nämlich zu spät, weil Sie die Menschen, die gestorben sind nicht mehr lebendig machen können.
      Falls Sie gutes naturwissenschaftliches Grundlagenkönnen haben oder jemanden mit solchen kennen, können Sie selbst nachrechnen oder nachrechnen lassen, was es bedeutet, wenn sich die exponentielle Ausbreitung der Infektionsfälle in Deutschland so fortsetzt wie aktuell, d.h. Verdopplung alle 6 Tage. Empirisch begründete Annahmen dazu sind, dass in der mittleren Bevölkerung 5 % schwere Verläufe mit Bedarf an Intensivmedizin auftreten, und wir ein auf ca. 30000 entsprechende Betten mit Personal begrenztes Gesundheitssystem haben. Und dazu stellt man sich noch die Frage, was mit den „normalen“ Intensivpatienten passieren soll, wenn jedes Bett mit Covid-19-Patienten für ca. 2 Wochen belegt ist.
      Man braucht kein spezialisierter Experte zu sein, um das Ergebnis zu beurteilen. Und wenn Sie dem Ergebnis nicht trauen, können Sie eben nach Italien, Spanien oder Frankreich schauen, was da los ist.
      Und falls Sie die 5 % schweren Fälle anzweifeln, können Sie gern mit nur 3 % rechnen und dann halt eine Woche weiter in die Zukunft rechnen.

      • Amelie Schröter

        @Michael. Für mich klingt das im Moment nur als eine Ausrede. Klar steigt die Zahl der Infektionsfälle rasant, es werden ja auch immer mehr Tests gemacht. Wer sagt uns nicht, dass die Steigerung auch schon vorher so war. Da gab es noch nicht soviele Tests und wir wissen nicht, wie hoch die Dunkelziffer war bei dem doch allgemein milden Verlauf. Ich kenne zumindest einige, die es ganz schön erwischt hatte Anfang Februar, vor allem mit Atemwegserkrankung. Selbst da wurde noch nicht gleich getestet. Zudem sind sicherlich auch zu Beginn des Jahres einige mit dem Virus gestorben, ohne dass man getestet hat. Und wir sind trotzdem bis zu dem Zeitpunkt der verstärkten Maßnahmen gut zurecht gekommen. Also ich bin da, was Deutschland betrifft ganz zuversichtlich, dass wir das auch mit Lockerungen schaffen werden. Es kann natürlich auch ganz anders kommen, wir werden sehen.

        • Uwe Wildenberg

          Genau. Lockern wir einfach die Bestimmungen und sehen, wieviele Menschen sterben. Klingt nach einem echt fundierten Plan…
          Dass das für Sie alles nur als Ausreden sind ist Ihre Meninung. Ich richte mich da lieber nach der Meinung Derer, die gerade als Ärzte, Pfleger und Rettungsdienstler genau diese Patienten behandeln.
          Entschuldigen Sie bitte, aber genau diese Leute halte ich für deutlich informierter als Sie.
          Wie schon jemand schrieb; gehen Sie doch bitte in die Kliniken und helfen dort aus. Wir sparen uns dann die Schutzkleidung, die brauchen Sie dann ja nicht; es sind ja alles nur Ausreden…

      • Max Schamber

        ich würde gern wissen, zu welchem Zeitpunkt sich die Infektionen in Deutschland exponentiell nach oben entwickelt haben (das hat es nicht einmal die Test-Anzahl geschafft)? Hier eine Quelle zur Interpretation, wo sie auch das Verhältnis zwischen Anzahl Tests / nachgewiesene Infektionen sehen können. Ich erkenne da keinen exponentiellen Wachstum und überhaupt keinen Wachstum (gemessen an der Anzahl von Testungen) zu keinem Zeitpunkt https://covid19.healthdata.org/germany

  • Jana

    Vielen Dank für Ihren, wie immer wertvollen Beitrag! Ich finde es müßig, mit Hinz und Kunz über die statistische Letalität von SARS-Co-2 zu diskutieren, wenn wir doch täglich die herzzereißenden Bilder aus überfüllten Kliniken SEHEN! Natürlich kann ich persönlich nicht selbst alle Quellen prüfen. Aber ich habe Augen im Kopf und jener ist auch zum Denken geeignet. Tja, das kann durchaus sein, dass die Statistik ergibt, dass die Sterblichkeitsrate nur etwas über einer Grippewelle liegt. Aber sagt das auch etwas über den Zeitraum aus? Nur so als Beispiel aus einer ganz anderen Ecke: ein „Jahrhundert-Hochwasser“ (überschreiten bestimmter Pegelstände) tritt statistisch gesehen in Sachsen nur 1x in hundert Jahren auf. Nun gab es das schon 2 x seit 2002. Was zum Teufel nützt die Statistik den Menschen, die nun 2 x alles verloren haben? Statistisch gesehen konnte das ja gar nicht sein?
    Es ist bei Corona der Zeitraum, der es so kritisch macht, darauf wurde doch auch von offizieller Seite immer wieder hingewiesen und mittlerweile müsste das Jedem einleuchten. Natürlich trifft es in einer Gegend mit nicht so hohem Gesundheitsstandard mehr Menschen heftiger als bei uns. Anstatt dafür dankbar zu sein, setzen wir uns den Aluhut auf….
    Es geht darum, den Anstieg der Infektionen zu verlangsamen, um das Gesundheitssystem nicht zu überrennen. Nur, weil auch ich denke, dass dies kein extrem tödliches Virus ist, habe ich noch lange kein Recht, es lustig an meine geschwächten Mitmenschen zu verteilen! Oder gar von einer Beschneidung der bürgerlichen Freiheit zu schwafeln und die Petition zur sofortigen Aufhebung der Beschränkung zu unterstützen…Das widerspricht zutiefst meiner ganzheitlichen, humanistischen Einstellung!
    Schon in meiner Ausbildung vor 30 Jahren habe ich gelernt, dass die Viren uns immer einen Schritt voraus sind und wir nur reagieren können. Letztendlich funktionierte so die Weiterentwicklung des menschlichen Immunsystems. Vielleicht entwickelt sich ja nun auch endlich die Einstellung Denjenigen gegenüber weiter, die unsere Gesundheit mit ihrem Einsatz unermüdlich verteidigen. Vielleicht wird Menschlichkeit irgendwann wieder wichtiger als Kapital! Träumen darf man ja mal….

    • Antoinette Hitzinger

      Von Menschlichkeit träumen und gleichzeitig auf anderen herumhacken? Kann mir eigentlich mal jemand erklären was das Getue mit Aluhüten soll? Ist das die herablassende Bezeichnung für jeden, der es wagt, anders als der Mainstream zu denken?

      • Uwe Wildenberg

        Nein.
        Das ist eher eine Bezeichnung für Menschen, die trotz der tatsächlich existierenden Faktenlage die Augen schließen und sich ihre eigene Wahrheit erfinden.
        Der Aluhut ist hier als Symbol dafür zu sehen, dass sie es schaffen der Realität, durch irgendeine Art von Abschirmung, den Zugang über die menschlichen Sinne zu ihrem Gehirn zu verwehren um daraus entsprechende Schlüsse ziehen zu können…
        Interessanterweise findet man die sog. Aluhutträger aber ausnahmslos unter den Menschen, die nicht in den Kliniken täglich gegen das Virus kämpfen, die keine beatmeten Menschen versorgen müssen, nicht die daran Verstorbenen in den Kühlraum schieben müssen und die nicht den Angehörigen erklären müssen, warum man die Mutter nicht retten konnte. Auch unter dem Rettungsdienstpersonal, das sehr oft den Erstkontakt mit dieser Patientengruppe hat findet man keine solchen Aluhutträger.
        Unter dem Strich könnte das evtl. daran liegen, dass genau diese Menschen in der Realität leben und nicht im Tal der Ahnungslosen…

      • Sandra Ziegler

        @Antoinette Hitzinger Das sehe ich genauso. Menschlichkeit bedeutet für mich auch was anderes.

    • Susanne

      Ich finde schon, dass eine freie und demokratische Gesellschaft sich in einer solchen Krise die Frage nach einer Abwägung von individuellen Rechten und dem Allgemeinwohl stellen muss. Menschenrechte gelten immer und überall, auch im Krieg!
      Deshalb: Darf der Staat und in unseren ganz persönlichen sozialen Kontakten so einschränken oder ist das eine Missachtung unserer Menschenwürde? Darf man mir verbieten, die Nachbarin in den Arm zu nehmen, z.b. um sie zu trösten? Und falls überhaupt, für wie lange? So enges Eindringen in den allerpersoenlichsten Bereich der Menschen gab es noch nichtmals im Krieg!
      Darf man Kindern das Spielen mit anderen Kindern verbieten! Für wie lange? Die Kinderrechte garantieren ihnen ein Recht auf Spiel und Entwicklung!
      Und darf man alte Menschen bzw. alle aus der Risikogruppe zwangsweise über längere Zeit isolieren, wie in einigen Szenarien diskutiert wird? Was ist mit denen, die das gar nicht wollen? Lebensverlangernde Massnahmen können sie per Patientenverfügung ausschließen, die Schutzisolation nicht?
      Nur über Zahlen reden greift meines Erachtens schon auch zu kurz!
      Ich habe gerade ganz massiv den Eindruck, dass wir angesichts der schrecklichen Bilder und unserer aller Angst vor vielen Toten vergessen, dass wir eben keine Gesundheitsdiktatur sind und es immer um Individuen mit unveräusserlichen Rechten geht!

      • Herbert Renz-Polster

        Ja, ich gebe Ihnen Recht, diese Diskussion gehört dazu: wo ist die Grenze? Wie können wir einerseits „human“ Handeln, indem wir eine Gesundheitskatastrophe verhindern, und andererseits dabei „human“ bleiben in unserem menschlichen Miteinander? In Italien ist diese Balance nicht gelungen (ohne jemandem Vorwürfe dafür zu machen), wenn ich bedenke, dass Angehörige etwa beim Tod ihrer Lieben nicht dabei sein dürfen. Hier würde die Menschlichkeit mit der Krankheitswelle doppelt hinweggespült. Wie können wir es besser schaffen? Wo liegt die „richtige“ Balance? Das sind ganz ganz wichtige Fragen.
        Nur, in diesem Beitrag war mir etwa andereres wichtig: dass wir uns den Tatsachen stellen.
        Die sind nämlich auch für die Frage nach dem ethischen Wie-weiter? eine entscheidende Grundlage. Danke!
        HRP

        • Susanne

          Ja, es ist wichtig, die Tatsachen zu benennen und Fake News zu entlarven.
          Was mir aber genauso viel Angst macht, sind die vielen Leute, die dem Virus mit Kriegsrhetorik entgegen treten, denen keine Maßnahme zu extrem ist und schon die Frage nach individuellen Rechten Verrat zu sein scheint.
          Wenn ich höre, dass Familien der dringend nötigen Putzfrau oder den Babysitter absagen, aus Angst, die Nachbarn könnten sie denunzieren, wird mir Himmelangst.
          Mittlerweile habe ich vor diesen Folgen weit mehr Angst als vor dem Virus selbst.
          Und weil das offensichtlich kaum Thema ist zwischen Aufklärung über das Virus und Fake News, schreibe ich das so deutlich.

      • Susanne

        PS: Im übrigen verteilen wir Menschen unser ganzes Leben lang Keime, die ältere und kranke Menschen töten können, z.b. Grippeviren oder Magendarm oder was auch immer!
        Der Unterschied liegt vor allem in der Zahl der Toten.
        Das heißt nicht, wir sollten nichts tun, aber wir sind eben auch keine virenuebertragenden Pünktchen in einer Simulation, die man rein technisch möglicshst effizient so managen muss, dass am Ende möglichst wenig Tote herauskommen. Und das spielt meiner Meinung nach in der Diskussion bisher lediglich eine untergeordnete Rolle, meist als Schwäche (Massnahmen nicht durchhalten).

        • Uwe Wildenberg

          Es geht bei diesem Blog nicht um die Frage, ob das Ganze ethisch vertretbar ist; darüber darf man natürlich nachdenken. Aber es reicht, das im Nachhinein zu hinterfragen. Jetzt geht es erst einmal darum, die Zahl derer, die es zugunsten der persönlichen Freiheit Einzelner nicht überleben sollen einzudämmen. Wenn ich gefragt würde, ob mir in diesem Moment in der jetzigen Situation meine Freie Entscheidung wichtiger ist oder das Leben älterer Menschen, dann würde zumindest ich mich für Letzteres entscheiden. Aber jeder hat seine eigenen Wertvorstellungen. Und für mich gibt es keinen höheren Wert als das Leben.
          Aber zurück zum Thema; es geht hier nicht um unsere Moralvorstellungen, sondern schlicht um eine Handvoll Möchtegernexperten, die bewusste Falschinformation betreiben und damit die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährden. Dass sie damit auch den wirtschaftlichen Schaden vergrößern ist wohl auch klar. Nur falls jemand auf diese Feststellung Wert legt. Und wie ich schon durchklingen ließ: warum glaubt man eigentlich solchen Leuten, die nicht mit dem Virus konfrontiert sind? Glaubt doch einfach denen, die damit jeden Tag zu tun haben und zwar nicht nur vor dem Fernseher. Wieviele dieser Patienten haben diese „Experten“ denn bisher behandelt? Wenn ich mich recht erinnere deutlich weniger als die Leute die anderer Meinung sind.

        • Uwe Meyer

          Susanne ! Sehr, sehr gut geschrieben ! Leider wird auch sonst hier nur schwarz oder weiß gesehen…Ich bin absolut nicht der Meinung dieses Autors und verstehe seine Argumentation nicht. Das Menschen, die dagegen argumentieren öffentlich als Verschwörungstheoretiker bezeichnet werden ist genauso lächerlich. Schauen Sie sich mal eine Arte Doku von 2009 mit Dr. Wolfgang Wodarg und Dr. Christian Drosten zu Wort kommen! an. Sind die Arte Produzenten Verschwörungsthoertiker ? = Profiteure der Angst. Das Geschäft mit der Schweinegrippe“ aus dem Jahr 2009. Ausschnitt. https://www.youtube.com/watch?v=oHOOe-QdNss oder wunderbar erklärt zum Notstand, der kommen könnte !! https://www.youtube.com/watch?v=JdGL_z-BdxQ&feature=youtu.be
          und

      • Uwe Wildenberg

        Sie schrieben u.a. :
        … dass wir eben keine Gesundheitsdiktatur sind und es immer um Individuen mit unveräusserlichen Rechten geht!
        Da bin ich ganz bei Ihnen. Ihnen ist ja auch klar, dass im Grundgesetz die Freiheit des Einzelnen aufhört, wo das Recht des Anderen beginnt, oder?
        Nun endet also ihre Freiheit da, wo das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Anderen beginnt.
        Tja, da haben wir das Dilemma; wer sich einerseits auf seine Rechte aus dem Grundgesetz bezieht, der muß dann wohl oder übel auch den Rest aus diesem Gesetz in Kauf nehmen…
        Wenn sie also eine entsprechende Grundgesetzänderung anstoßen wollen, bitte; ich glaube aber nicht, dass das gerade ein günstiger Zeitpunkt dafür ist…

        Im Übrigen ist es gerade dieses Recht auf körperliche Unversehrtheit, dass jedem Arzt, jedem Teil des Pflegepersonals und jedem Rettungsdienstler das Recht gäbe seine Arbeit zum Eigenschutz (und Dem ihrer Familien) niederlegen. Gut, dass diese Menschen nicht auf ihre Rechte pochen sondern lieber Menschenleben retten…

        • Susanne

          Ich möchte Ihnen ganz entschieden widersprechen: Leben retten ist zwar ein hoher Wert, aber kein absoluter, der jede Massnahme rechtfertigt.
          Krasses Beispiel: Angenommen, wir müssten alle Kinder einmal vergewaltigen oder auch nur einsperren, um alle Menschen vor Corona zu retten – wäre das gerechtfertigt?
          Im übrigen geht es mir auch darum, dass vielleicht nicht alle Menschen der Risikogruppe isoliert leben möchten, vielleicht ziehen einige ein kürzeres Leben mit Corona-Risiko vor, weil es ihnen lebenswerter erscheint und sie nicht ihre letzte Zeit alleine in Depression verbringen wollen? Dürfen wir das ignorieren?

        • Uwe Wildenberg

          Angenommen, man müsste alle dummen Menschen wegsperren um einen weltweiten Atomkrieg zu verhindern…
          Ja, das sollte man dann machen.
          Was ist den das für ein Vergleich den Sie da ziehen? Die Vergewaltigung von Kindern gleichzusetzen mit der vorübergehenden, pandemiebedingten physischen Isolation von Menschen? Wie krank ist das denn. Abgesehen davon, das sich die Frage nach einer Vergewaltigung aller Kinder überhaupt nicht stellt, frage ich mich, wie man auf eine solch abstruse Idee überhaupt kommen kann.
          Sorry, diese kranke Diskussion werde ich mit Ihnen bestimmt nicht führen.
          Es geht hier immer noch um die bewussten unwahren Aussagen der o.g. „Experten“. Um nichts Anderes. Ihren Egotrip dürfen Sie gerne bei Facebook oder anderen „Fachseiten“ ausleben. Das ist hier in der Form wohl völlig fehl am Platz.
          Ich hoffe, Sie infizieren bei all Ihrem Freiheitsdrang nicht irgendwelche älteren Leute. Menschen mit Ihrer Einstellung sind genau diejenigen, die dann dafür sorgen, dass die Betten in den Kliniken knapp werden, noch mehr Menschen unnötig sterben, und das Personal im Gesundheitswesen sich noch mehr aufreibt und selber gefährdet.
          In meinen Augen ist das einfach nur krankhaft egoistisch.
          Auf dieser Ebene werde ich da mit Ihnen bestimmt nicht weiter diskutieren.
          Mit Ihrem vorherigen Beitrag haben Sie sich hier als ernstzunehmende Dikussionspartnerin endgültig disqualifiziert.
          Der geneigte Leser wird sich da seine eigene Meinung bilden.

        • Herbert Renz-Polster

          … ich weiss, dass da viele Emotionen mit drin sind & bin vllt selbst nicht das beste Beispiel gerade 😉 – aber ich bitte auf meinem Blog um netten Umgang. Wollen wirs versuchen?
          DANKE!!!

        • Uwe Wildenberg

          Nachtrag; Wenn dann auch noch die Kliniken zusätzlich mit den Leuten gefüllt sind, die Aufgrund des Freiheitsdranges von Menschen wie Ihnen hier landen, dann ist zumindest sichergestellt, dass für die Leute im Gesundheitswesen kein Platz mehr ist, wenn es sie selber erwischt beim Versuch ggf. z.B. Ihre Angehörigen zu retten.
          Herzlichen Dank dafür! ?

        • Uwe Wildenberg

          Ok, ich werde mich bemühen, auch wenn das im Einzelfall wirklich schwerfällt… Bei uns „an der Front“ liegen die Nerven halt etwas blank…

      • Emily

        Ja es muss erlaubt sein über all dies auch laut nachzudenken.
        Die Ängste auch in die Richtung sind verständlich.
        Wie oft und wie lange schon werden Falschaussagen gemacht oder Wahrheit aus wirtschaftlichen Gründen gefälscht oder verschwiegen.
        Mein Dank an die Menschen, die trotz schlechter Bedingungen, für die Kranken ihr Bestes geben.

    • Max Schamber

      @Jana: „Ich finde es müßig, mit Hinz und Kunz über die statistische Letalität von SARS-Co-2 zu diskutieren, wenn wir doch täglich die herzzereißenden Bilder aus überfüllten Kliniken SEHEN!“ – welche Kliniken in Deutschland waren wann überfüllt? Und ansonsten spricht diese Aussage für sich: Viele (und auch Sie) lassen sich von Bildern mehr beeindrucken als von Fakten. Das gibt Ihnen aber kaum das Recht andere herablassend zu behandeln, die sich mehr von Verstand als Emotionen leiten lassen

  • Kira Baturin

    Danke! Ich kann immer wieder nur DANKE für ihre gute Arbeit sagen!

    Ich bin wirklich erschrocken, wie scheinbar besonders unter „alternativen“ Eltern so ein Quatsch geglaubt wird und teilweise Vergleiche mit der Judenverfolgung gezogen werden. Das ist echt nicht zu glauben!!! Kopf anschalten hilft!!!

  • Frank Hildebrand

    Es ist völlig klar, daß eine solche Situation denkende Menschen zu unterschiedlichen Äußerungen drängt. Ich habe die Sache aufmerksam beobachtet und bin zu dem Schluß gekommen, daß die Presse und die Regierungen nicht nur sträflich handeln sondern es mehr Tote durch die ergriffenen Maßnahmen geben könnte als durch die „neue Grippe“ selbst. Es ist auch klar, daß die Sterberaten weit unter normal liegen. Es wird gerne übersehen, welche Vorbelastungen bei den Menschen in Italien bestehen und wie kaputtgespart das italienische und und….Gesundheitssystem ist. Die durch das RKI bisher, täglich veröffentlichten Zahlen zeigen, daß wir uns weit unter anderen Grippewellen bewegen. Es ist müßig dazu weiter auszuführen. Warum? Weil es sehr viele international anerkannte Wissenschaftler gibt, und auch Zähleinrichtungen, die ausführen, daß wir unter Durchschnitt laufen. Die Menschen, die gehen müssen sind immer zu beklagen doch deren Durchschnittsalter liegt in Italien bei 78,5 und in Deutschland bei 82,5 Jahren innerhalb der Sterbestatistik, bezogen auf den Strahlenvirus. Wenn sie nach ihrem Tod Corona-positiv getestet werden, dann sind sie daran gestorben. Hier beginnt der Irrsinn. Falls überhaupt noch jemand testet.
    Ich bin auch der Meinung, daß wir vorsichtig sein müssen. Doch versteht kaum jemand, welche Folgen die Abschottung der einzelnen Staaten haben wird. Ich könnte als Unternehmer Seiten hierzu verfassen. Ich möchte Ihnen nur ein Beispiel aus unseren Umfeld berichten. Viele Firmen nehmen nur noch Bargeld an! Ist überhaupt klar was hier gerade geschieht? Billionen Dollar werden auf den Markt geworfen. Die Folgen wird jeder zu spüren bekommen. Massenpleiten sind vorprogrammiert.
    In der Grippesaison 2017/18 starben 25100 „an Viren“ in Deutschland. Diese 25100 lagen über dem Durchschnitt und werden deshalb der Influenza zugerechnet. 9 Mio. Menschen suchten zusätzlich Arztpraxen auf. Wen hat das interessiert?!

    • Uwe Meyer, Rotenburg

      VORSICHT : Ja ! die sollte immer, was ich schon in meiner Medizinischen Ausbildung gelernt hab und wohl theoritisch zum gesunden Menschenverstand gehört, gelten. Und ja, manche überreitzen mit Ihrer Wortwahl, doch bleiben die Fakten, die Fakten. Es gibt keine evidenzbasierten Daten zur aktuellen Panikmache und es stehen immer noch die Zahlen, die wir von den offiziellen Seiten sehen im Raum : RKI 25.000 in 8 Wochen ! nur in Deutschland – aktuell seit Dezember ! ( da hat ja der verstorbenen Arzt aus Wuhan sich schon gemeldet ) am 30.3. um 11.48 Uhr laut WHO Webseite 30.039 Tote…Achtung …WELTWEIT ! Und damit ist, auch wenn es sich gut anhört, dieser Bericht vom Verfasser auf deiser Webseite auch nur ein Kontrabericht, aber keine Fakten !

  • KAG

    … und was ist mit Schweden? So gut wie keine Maßnahmen, aber auch so gut wie keine Erkrankungen? ???‍♂️

  • Uwe Wildenberg

    Zunächst bedanke ich mich für Ihr Engagement in dieser Sache. Auch ich kann nicht verstehen, dass es diesen sog. Experten weiterhin erlaubt ist diesen Müll zu verbreiten. Hat schon einmal jemand erwogen diese Herren bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge durch Verbreitung gezielter Fehlinformationen? Wäre wohl mal an der Zeit… Selbst, wenn das nicht zum Erfolg führte, so wäre die Aussenwirkung vielleicht gut und evtl. würden diese Aussagen dann öffentlich als falsch entlarvt… Und somit vielleicht auch für einfach strukturierte Menschen als das erkennbar, was sie sind…: Müll.

    • Der Wartende

      Dann posten sie bitte noch Ihre Adresse hier, das ich das erledigen kann !

    • Jopi

      Ganz einfach: Meinungsfreiheit. Alles andere wäre Zensur.

  • Matthias LÜDERS

    Sie sollten diese Seite löschen.
    Schauen Sie sich mal im Netz an die Proviteure der Angst an.
    Ich gehe mal davon aus das Sie nicht wissen was ein Virus ist.

    • Guido Wirtz

      M Lüders: Tut mir leid, aber wer nach dem Lesen der Seite so eine Äußerung macht, ist nicht ernst zu nehmen – also Aluhut auf und durch oder wie? Glücklicherweise sitzen Leute wie sie nicht an Entscheidungsstellen (hoffe ich) und richten ’nur‘ Unruhe und Misstrauen an, aber das ist schon Schaden genug. Auch wenn wir damit in einer freien Gesellschaft leben müssen/dürfen und können!
      Ich fand die Argumentation ‚Wo sind denn die Zweifler unter denen, die jeden Tag im KH usw. mit den Partienten arbeiten, die Toten bestatten, …?‘ sehr zielführend – die können und wollen es nicht leugnen, weil sie es jeden Tag sehen! Und warum sehen wir laufend YouTube-Videos von ‚Fachleuten‘ (..fremden?), die im Ruhestand sind, ganz andere medizinische Arbeitsgebiete haben oder seit Jahren jede solche Epidemie kleinreden wollen inkl. Impfgegenern und ähnlichen Kamikazefahrern?

    • ullrich

      Was genau befähigt Sie, hierzu diese Unterstellung abzugeben? Oder gehören Sie auch zu denen, die der Meinung (natürlich nur Meinung, nicht belegt durch irgenwelche Fakten…), dass alle so genannten Mainstream-Medien per se lügen?
      Übrigens: Es hieße wenn schon ‚Profiteure‘ und ‚dass‘.

    • Uwe Wildenberg

      Aha. Und warum glauben Sie, dass Menschen, die Medizin studiert haben, in der Intensivmedizin arbeiten, seit über 40 Jahren im Rettungsdienst fahren oder in der Pflege auf Normal- und Intensivstationen arbeiten nicht wissen, was ein Virus ist?
      Tun sie uns einen Gefallen, gehen Sie bitte auf der Autobahn spielen und belästigen Sie die ernsthaft interessierten und diskutierenden Menschen nicht mit Ihren kruden Meinungen und Verschwörungstheorien…
      Genau von Menschen wie Ihnen reden bzw. schreiben wir hier…

      • Bernado Bettini

        Ihre Sprache ist irgendwie doch selber von Angst und Panik verursacht.Können sie nicht anders so schreiben oder wollen sie bewusst mit der Keule so schwingen?Denn sachliche ist das nicht und entspricht nur ihre Sehweise.

  • Jutta Vogel

    Dieses „Eigentlich haben wir doch jedes Jahr eine Pandemie mit der Grippe“ dieser „Grippe-Fraktion“, oft gepaart mit der Frage „Was wäre erst dann erst los, würde man die Anzahl der Toten, welche man „normal in Kauf nimmt“ (tut „man“ das?) öffentlich machen, macht mich fassungslos. Zudem fällt es mir als Otto Normalverbraucher nebst durchschnittlicher Hubraum- sowie Sehschärfe-Ausstattung ohne Medizinstudium entsprechend schwer, vorgenannten Äußerungen zu begegnen. Erst recht, wenn man sich dabei auch noch auf dieses Statement eines Immunologen stützt:

    https://www.facebook.com/1433810553594661/posts/wenn-wahrheit-auf-den-tisch-kommt-und-sich-immer-mehr-professoren-an-die-%C3%B6ffentl/2252950821680626/

    Wie beurteilen Sie als Mediziner diese Aussagen? Wie würden Sie diese gezielt dem zuführen, was sie dem Vernehmen nach sind: ad absurdum.

    Ich mußte dreimal Anlauf nehmen, um mir die Ausführungen des Immunologen Prof. Dr. Stefan Hockerts in voller Länge anzuhören, welche dieser Tage bei fast jedem Unternehmer/Angestellten/Arbeiter auf fruchtbaren Boden fallen dürfte, weil die Angst um die eigene Existenz, dem „Hubraum und der Sehschärfe für Intelligenz“ halt nicht zuträglich ist.

    Für Ihre Antwort im voraus herzlichen Dank.

  • Ernst Eisenpreis

    Ihr Beitrag spricht mir aus der Seele. Ich habe Hr. Schiffmann persönlich kontaktiert! Lapidare Antwort: Bilden Sie sich Ihre Meinung selber. Jeder Quacksalber meint jetzt zu diesem Thema Stellung zu nehmen zu müssen. Es ist gefährlich, ja sehr gefährlich Halbwahrheiten zu verbreiten. Im Falle Herrn Schiffmann unterstelle ich ihm sogar, dass er absichtlich Fakten unterschlägt, und somit noch mehr Unsicherheit in der Bevölkerung sät. Hoffentlich melden viele aufmerksame Bürger dies bei der Bundesärztekammer!

    Darf ich Ihren Artikel weiter verbreiten?

    • Erich Weissenburger

      Bitte erklären Sie mir einmal Warum von den 6,5 Millionen Beschäftigten im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und im deutschen Handwerk, die seit 5 Wochen ununterbrochen weiterarbeiten nicht mindestens mehrere hunderttausend infiziert sind, wenn denn das Virus so gefährlich ist? Die Leute bei Aldi Lidl und Co sitzen seit Wochen mit hunderten Kontakten an der Kasse, warum gibt es da nicht von 100000 infizierte? Mach das Virus etwa vor Berufsgruppen halt?

      • Uwe Wildenberg

        Nein. Das macht er nicht. In den hier ansässigen Märkten sind im Mittel ca. 5% der MA in Quarantäne. Nachweislich sind drei MA positiv getestet. Und die Angestellten dort haben einen relativ großen Abstand, den sie zu den Kunden einhalten können. Sie haben relativ frühzeitig angefangen Mundschutz und Handschuhe zu tragen und vor allem entsprechende Händehygiene eingehalten. Da der Hauptübertragungsweg dort die Schmierinfektion ist, haben diese Maßnahmen entsprechenden Erfolg gehabt.
        Dass bisher angeblich noch so wenige der Genannten erkrankt sind kann durchaus daran liegen, dass sie entweder noch keine Symptome haben oder schlichtweg die Infektion ohne großartige Symptome, also unbemerkt, überstanden haben. Schließlich wird nicht jeder Infizierte todsterbenskrank…
        Das wäre eine der möglichen Erklärungen. Aber sein Sie beruhigt; wir haben den Höhepunkt noch lange nicht erreicht. Fragen Sie bitte in ein paar Wochen noch einmal nach, wenn die Mehrheit dieser 6,5 Mio. Menschen Zeit und Gelegenheit genug hatten sich zu infizieren… Unter den Gesundheitsberufen gibt es durchaus Ausfälle, obwohl man sich dort noch nahezu optimal schützen kann. Allerdings hat man dort auch mit deutlich mehr Infizierten zu tun. Und dort ist man zwangsweise auch deutlich näher an den Betroffenen…
        Ich lade Sie gerne ein, sich ohne Schutzkleidung auf der Covid19-Intensivstation umzusehen, wenn Sie das Virus für nicht gefährlich halten… Allerdings müssten Sie danach leider in häusliche Quarantäne…

      • Christin

        Top Frage……Bitte um Antwort….eine Hälfte der Menschen wird gefährdet ,die andere Hälfte verschont?

      • Volkslehrer

        Ein stumpfsinniger Beitrag… Ich vertrete Katarina Reiss und Sucharit Bhadki Ihre Ansichten völlig… Kurios wie engagiert Staatsdiener und Hofberichtserstatter Ihre Rolle ausfüllen.
        Jemand der getestet wird auf Corona und auf dem Weg nach Hause, bei einem Autounfall stirbt, muss nicht in die Liste der Coronatoten aufgenommen werden.
        Ebenfalls Leute die mit zwei bis drei Vorerkrankungen ihrem Leiden aus voran gegangen Krankheiten erliegen, sind keine Coronatoten.Mit einer Sterblichkeitsrate von knapp 1% liegt die Grippe knapp hinter Corona.
        Denke doch ein jeder nur mal was Ärzte von gesunden Patienten haben…?
        Richtig… Diese Ärzte sind demnächst arbeitslos, wenn Sie alle gesund pflegen würden.Der Arzt hat also kein Interesse gesunde Patienten zu erzeugen. So wie die WHO anscheinend, die wissentlich Hispanos mit Chloroqin behandelt, wo jeder dritte Hispano einen Gendefekt in sich trägt, der widerrum die Behandlung mit Chloroqin tödlich verlaufen lässt. Werden hier also wissentlich Patienten unter die Erde gebracht unter dem Deckmantel der so allwissend WHO

    • Erich Weissenburger

      Helge braun, seines Zeichens Chef des Kanzleramtes verbreitet Unwahrheiten, er spricht von einer Verdreifachung der Infektionszahlen alle drei Tage, haben sie das Rechnen verlernt? Letzten Freitag hatten wir 19800 infizierte, einfach mal nachrechnen, das sind Unwahrheiten, und haben sich schon mal nachgerechnet wie viele infizierte es in Italien gibt komischerweise ist das Virus in den am stärksten von Luftverschmutzung betroffenen Regionen verharrt in keinem anderen Teil Italiens gibt es dieses Drama, schauen Sie auf Wetteronline die Luftverschmutzung Karte Italien an

      • Uwe Wildenberg

        Tja, Helge Braun hat dann wohl versehentlich etwas Falsches verbreitet, von dem aber niemand sterben wird. Im Gegensatz zu den sog. Experten, um die es hier ging. Die haben vorsätzlich gelogen und gefährden damit Menschenleben.
        Meinen Sie, wenn die Zahlen sich nur verdoppeln statt verdreifachen oder um welchen Faktor auch immer, macht das für die Betroffenen das Ganze besser?

        Aber Frage: Sind Sie Experte für Epidemiologie, oder Virologe, Biologe oder sonstiger Mediziner? Oder sind Sie sonst in irgend einer Weise beruflich mit der Eindämmung von Epidemien beschäftigt?
        Wenn nicht, dann frage ich mich, woher Ihr unerschütterlicher Glaube an die Ungefährlichkeit dieses Virus und Ihre Versuche der Schönrederei kommen. Vom Fachwissen offensichtlich nicht.
        Und wenn ich die Fälle hier in den Kliniken und die Patienten hier vor Ort sehe, dann interessieren mich die Luftverschmutzungskarten von Italien mich herzlich wenig. Die helfen mir nicht die Patienten zu behandeln die hier in Deutschland sterben…

        • Sabine

          Selbst anerkannte Virologen, widersprechen Dr.Drosten und dem, was hier in Deutschland und auf der Welt passiert. Warum werden die nicht angehört und sogar mundtot gemacht?!

  • Ralph Huebner

    Herr Renz-Polser, ich schätze ihre Arbeit sehr und werde sie weiterhin schätzen und erlaube mir ihre Leser mit Informationen zu versorgen, die sie hier nicht nennen. Es gibt viele Virologen und Mediziner, die ihnen widersprechen und nicht nur diese, die sie hier oben beschreiben. Ich schätze mal, sie haben deren Interviews nicht gehört. Deshalb, um eine umfangreiche Meinungsbildung zu ermöglichen, nenne ich hier einige Quellen von Professoren und Doktoren. Freudigerweise hat sich z.B. das Radio München unlängst getraut auch Experten zu Wort kommen zu lassen, die eher verumglimpft werden.
    https://youtu.be/1wZf3r7xL_k (Prof. Dr. Carsten Scheller, Virologe Uni Würzburg)
    Dr. Karin Mölling, Uni Zürich https://www.youtube.com/watch?v=dZ6tZDoNAa4
    Prof. Hockertz bei Radio München https://radiomuenchen.net/podcast-archiv/radiomuenchen-themen/2013-04-04-17-32-41/1816-wir-kultivieren-den-corona-erreger.html

    Eine gute weitergehende Recherche allen!

  • Jensen

    Vielen Dank für Ihre Sicht. Es gibt leider zu viele da draußen, die solchen Schwachsinn glauben, den dieser Dr. Schiffmann & Co von der Schwindelklinik (Welch Ironie) verbreiten. Ich wünschte mir, dass es mehr Mediziner, Statistiker und Wissenschaftler gäbe, die diesen Unsinn im Netz entkräftigen.

    • Uwe Wildenberg

      Ich frage mich ja immer, was eigentlich schlimmer ist; dass es Menschen gibt, die sich jetzt wichtig machen und den Leuten Lügen und Halbwahrheiten erzählen, oder dass es so viele dumme Menschen gibt, die das dann auch noch glauben und weitertragen…

      • Jopi

        Ihr Kommentar hilft nicht gerade, die Diskussion zu versachlichen. Die meisten Menschen (ich, sie?) sind nun einmal keine Experten auf diesem Gebiet und auf Informationen eben dieser angewiesen. Es gibt natürlich viele haarsträubende Aussagen. Allerdings muss man anerkennen, dass es niemals die eine unumstösliche Wahrheit geben wird. Es gibt genügend Experten, welche die gleichen Daten auf unterschiedliche Weise interpretieren. Zu meinen, alle anderen, welche nicht der gleichen Auffassung sind wie sie, seien dumm, ist überaus arrogant.

    • Werner

      Die Frage ist doch, warum ist das nicht so, es wäre doch ein leichtes.

      • Jensen

        Nur eine Vermutung: man muss ja auch erstmal von solchen Aussagen wissen. Ich glaube, dass der geringste Teil der Ärzte und Wissenschaftler sich aus social media überhaupt Infos zieht. Da macht es aber vor allem die Runde und wird im Beispiel von youtube auch nur für eine bestimmte Zielgruppe in den „das könnte dich interessieren“ angezeigt.

  • Ingrid

    Vielen herzlichen Dank! Sie sprechen (schreiben) mir aus der Seele! Auch bei uns in Österreich ist so viel Unsinn im Umlauf. Unfassbar! Ihr Artikel stärkt mich wieder, bei meiner Einschätzung zu bleiben. Dankeschön!

  • Daniela Holzleitner

    Vielen 1000 Dank für diesen Artikel.
    Nachdem ich mich gestern fast übergeben hätte, als ich die Schwindelambulanz gesehen habe (und ich musste mich zwingen das Geschwurbel zuende zu gucken) hatte ich schon fast die Befürchtung, gesunder Menschenverstand sei aus. Glücklicherweise habe ich meinen Mann, aber der könnte ja auch die Ausnahme sein.
    Diese Zeilen hier zu lesen tut einfach nur gut. Danke dafür!!!

  • Andra tutto bene

    Vielen Dank für Ihre Reaktion!
    Ich versuche seit Tagen auf diese wahnhaften YouTube-Videos mit Kommentaren zu reagieren und verzweifle langsam. Da hilft kein Hinweis auf seriöse medizinische Studien, kein Hinweis auf den grotesken Schulterschluss von Antifa und Neonazis, es wird alles mit Mainstream = Lüge abgetan. Die Verschwörungstheoretiker würden auch bei ihren abstrusen Thesen bleiben, wenn um sie herum keiner mehr überlebt hätte… Das Gefährliche ist ja, dass irgendeiner ihrer Jünger am Ende ne Waffe in die Hand nimmt und Amok läuft – siehe Halle, siehe Hanau usw.
    Wie gesagt.. wir führen grad einen Kampf gegen Windmühlen.
    Wohltuend hier wenigstens vernünftige und reflektierte Menschen zu finden, Danke!

  • Manuela Lanzinger

    Ich finde es trotzdem eigenartig, dass sämtliche Meldungen, die kritisch oder differenziert sind gelöscht, verdammt… werden.
    Traurig, dass die einzige kritische Sendung auf dem Sender vom Unternehmer und Milliardär Mateschitz (Red Bull) ausgestrahlt wird. Klar kann jetzt gesagt werden, er fürchtet um den Einbruch seiner Gewinne.
    Trotzdem gibt es hier den einzigen Beitrag, wo erwähnt wird, dass die WHO schon lange wenig Geld von Staaten aber viel Geld von Pharmafirmen erhält. Da muss es doch erlaubt sein, die Intention der Empfehlungen von WHO-Vertreter*innen zu hinterfragen!!
    https://www.servustv.com/videos/aa-23g8k22691w12/

  • Monika Kindler

    Tiefen Dank an Dr. Herbert Renz-Polster für diese Entlarvung und Aufdeckung schrecklicher Fake News!
    Solche Irr-sinnigen Fake News regen auch mich sehr auf, un-verantwortlich, und wichtig-tuerisch!!
    Dr. Schiffmann braucht nur ein einziges Mal in ein Krankenhaus zu gehen und zu-sehen, wie die Sterbenden mit verklebten Lungen, langsam, ersticken.
    Covid-19 ist um ein Vielfaches ansteckender und gefährlicher als eine Grippe, und vor allem sterben viele Menschen daran: einsam, elend und allein, manche sogar aus Platzmangel auf einem überfüllten Flur, Trost-LOS neben den röchelnden anderen Patienten. Angesichts solcher verbrecherischer und ignoranter Ärzte wie Dr. Schiffmann muss man die Infektion mit Covid-19 so klar und drastisch beschreiben, wie sie tatsächlich ist. Ja, höchste Hochachtung den DIENENDEN Ärzten, Pflegern und Krankenschwestern!!

  • Heiko Feld

    Vielen Dank Herr Renz-Polster für diese tolle Erklärung und Zusammenfassung! Sehr gut!
    Ich schlage allen Leugnern und Kritikern (scheint ja heute sehr modern zu sein, weil jeder ein Experte ist) sich einfach mal eine Stunde neben einen Infizierten zu setzen und tief einzuatmen…
    Genau wie den Klimawandelleugern, einfach mal 15 Minuten ganz nah an einem Auspuff von einem Dieselfahrzeug tief einzuatmen…
    Oder den Leugnern, dass Atomkraft gefährlich sein könnte, einen mehrstündigen Besuch in der „Todeszone“ von Tschernobyl ohne Schutzkleidung zu absolvieren…
    Ich wette, dass sich fast niemand finden wird, der das mal machen würde. Könnte man ja auch gaaaanz toll mit einem Selfie-Video als Challenge ins Internet stellen…
    Tut mir leid, wenn ich bei soviel Dummheit manchmal nur noch mit Ironie antworten kann…

    Ach noch was für den Umgang damit im Internet, es wäre vielleicht eine Idee, wenn man gar nicht auf diese leute reagieren würde und ihre Videos auch nicht anklicken würde, das befeuert dass Ganze ja nur noch. Wenn man sie völlig ignoriert und ins Leere laufen lässt, finden sie auch nur ein kleines Publikum, dann lohnt sich das ja nicht.

  • Nicole

    Ich bin ja froh, dass man sich hier ständig streitet ob Fake oder Wahrheit. Das was zählen sollte, wäre zumindest das Versprechen unsere Politiker.

    Es wird erwartet, dass wir uns an die Regeln halten, dann erwarte ich aber auch konkrete und wahrheitsgemäße Aussagen

    Grundrecht
    z.B. Lebenspartner zu sehen,?
    seine Tiere versorgen zu können, Hilfe für ALLE
    Ich merke leider sehr wenig davon und bin mittlerweile sehr erbost darüber!!

  • Sonne

    Können Sie mir bitte diesen Artikel erklären?
    https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMe2002387
    Darf dort jeder einfach irgendwas veröffentlichen?
    Und was ist mit den Zahlen in China, da stimmt doch auch irgendetwas nicht. Die Mortalität des Coronavirus liegt dort bei ca. 0,0002% und das obwohl er so hochgradig ansteckend und tödlich ist und bei dem maroden Gesundheitssystem. Das Ganze bei 1.4 Mrd Einwohnern auf engstem Raum.
    Ich bin sicher kein Verschwörungstheoretiker, aber ich verfolge die Medien und mache mir Gedanken dazu. Und irgendwie erscheint es mir unstimmig.

    • Herbert Renz-Polster

      Das ist ein sehr guter Artikel von einem sehr guten und erfahrenen Epidemiologen, der gerade die Antwort des öffentlichen Gesundheitswesens in den USA auf COVID koordiniert. Er beschreibt die Charakteristiken des neuen Sars-CoV-2. Darunter eine fallbezogene Sterblichkeit von unter 1% und eine Basisreproduktionsrate von 2,2.
      Wer nun diesen Artikel benutzt um zu behaupten, dann sei COVID ja nicht schlimmer als die Grippe, hat aber leider nicht viel verstanden. Denn welche Auswirkungen in Punkto Krankheitslast oder Gesamtsterblichkeit eine Infektionswelle hat, hängt von vielen Parametern ab, nicht nur von der fallbezogenen Sterblichkeit.
      Und während COVID in der theoretisch anzunehmende fallbezogenen Sterblichkeit mit Influenza in etwa verglichen werden kann, sind die anderen Charakteristika von Sars-CoV-2 leider deutlich ungünstiger:
      – wegen des bereits teilweise bestehenden Herdenschutzes ist die Basisreproduktionsrate bei der normalen saisonalen Influenza nur 1,28 (https://bmcinfectdis.biomedcentral.com/articles/10.1186/1471-2334-14-480) – das heisst, Sars-CoV-2 grassiert mit einem viel schnelleren Schneeballeffekt, der dafür sorgt, dass viel mehr Menschen gleichzeitig krank werden (die entstehende „Welle“ ist also hoch und schmal). Bei COVID ist die Basisreproduktionsrate mit 2,2 in etwa so hoch wie bei der spanischen Grippe 2018/2019 (Christina Mills, James Robins, Marc Lipsitch, Transmissibility of 1918 pandemic influenza, Nature, Band 432, 2004) – die spanische Grippe war eine traumatische Erfahrung für viele Gesellschaften dieser Erde, sie hat in 2 Wellen bis zu 50 Millionen Tote gefordert.
      – die relativ hohe Basisreproduktionsrate ist deshalb relevant, weil sie bedeutet, dass das Gesundheitswesen dadurch pro Toa/Wioche/Monat mehr Patienten bekommt als es behandeln kann. Dadurch steigt die theoretisch recht „milde“ Sterblichkeit je nach Güte des Gesundheitswesens steil an (siehe Italien – da ist die theoretische Sterblichkeit oft um den Faktor 30 bis 50 erhöht )
      – COVID hat aber noch einen zweiten Nachteil gegenüber der regulären saisonalen Influenza. Und er erklärt vielleicht noch besser, warum die Gesellschaften dieser Erde diesem Virus nicht freien Lauf lassen: die Rate an schweren Verläufen bzw. Komplikationsrate ist bei COVID deutlich höher. Das liegt zum einen an der Virulenz des Erregers, aber auch daran, dass bei der saisonalen Grippe viele Betroffene ja schon ein teilweise abwehrbereites Immunsystem haben (die Abwehr wird ja alle paar Jahre auf natürliche Weise „aufgefrischt“, bei einem Drittel auch per Impfung). Bei einer typischen saisonalen Influenza müssen von den symptomatisch Infizierten (= Erkrankten) etwa 1,1-2 % https://www.cdc.gov/flu/about/burden/index.html im Krankenhaus behandelt werden (je nach Jahr). Wie wir seit dem ersten Ausbruch in China gesehen haben, sind es bei COVID deutlich mehr, vielleicht 5 mal mehr, vielleicht auch noch mehr.
      Das bedeutet, dass wegen des raschen Schneeballeffekts und des gleichzeitig sehr hohen medizinischen Behandlungsbedarfs die Epidemie viel rascher die Tragfähigkeit des Gesundheitswesens übersteigt.
      Das ist der Grund, warum wir bei der saisonalen Grippe trotz ihrer ähnlichen theoretischen Sterblichkeit eben KEINE zusätzlichen Beatmungsgeräte ordern müssen, KEINE schwimmenden Militär-Hospitäler nach New York City oder San Francisko schippern müssen und wir generell gelassen mit einer dennoch – auch bei der Influenza – insgesamt recht ansehnlichen Sterblichkeit umgehen können (pro Jahr sterben in den USA in einer Grippesaison je nach Ausprägung zwischen 12 000 und 61 000 Menschen – in Deutschland werden etwa 20 000 Tote durch Influenza geschätzt.
      Wie viel Tote wird es durch COVID geben? Das oben Gesagte zeigt eines: das hängt NICHT (oder nur zu einem kleinen Teil) von der theoretischen case fatality rate ab – sondern vor allem davon, wie viele Menschen gleichzeitig um wie viele Behandlungsplätze konkurrieren, also: wie gut es gelingt die Epidemie „auszustrecken“.
      Sie sehen daran eines. Wer behauptet, COVID sei ähnlich gefährlich wie die Influenza, weil beide eine ähnliche fallbezogene Sterblichkeit haben, hat nicht viel verstanden (um es diesmal diplomatisch auszudrücken, mir lagen da noch ein paar andere Wort auf den Lippen 😉

      • Sonne

        In dem Artikel erwähnt aber eben dieser gute Epidemiologe, dass Corona mit einer Influenza gleichzusetzen ist. Dies wäre dann im Widerspruch zu Ihrer Aussage.

        • Uwe Wildenberg

          Ich zitiere mal Herrn Renz-Polster im obigen Beitrag:

          „ Wer nun diesen Artikel benutzt um zu behaupten, dann sei COVID ja nicht schlimmer als die Grippe, hat aber leider nicht viel verstanden.“

          Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Eigentlich…

          Aber offensichtlich doch; selbst wenn SARS CoV 2 mit der saisonalen Influenza in Bezug auf die Gefährlichkeit des Virus identisch wäre, so ist es aber keine Influenza.
          Gegen die saisonale Influenza besteht eine breite Grundimmunität in der Bevölkerung und die Risikogruppen können sich dagegen impfen lassen. Jedes Jahr häufen sich die Fälle, die aber weitestgehend unspektakulär verlaufen. Da sich das Virus dann nur langsam ausbreitet, ist unser Gesundheitswesen damit zwar gut aus- aber nicht überlastet.
          Trotzdem verstarben im Jahr 2017 um die 24.000 Menschen an den Folgen der Influenza alleine in Deutschland und jährlich ca. 20.000 im Mittel.

          Und jetzt stellen Sie sich bitte vor, es würde keinerlei Grundimmunität geben, es würde kein Impfstoff verfügbar sein und die Zahl der Infektionen würden dementsprechend in kurzer Zeit derart ansteigen, dass für den Anteil der schweren Fälle nicht genügend Behandlungskapazitäten vorhanden wären.
          Dann haben Sie genau das was dieser Epidemiologe gesagt hat, wenn er das Ganze mit der Influenza vergleicht.

          Das bedeutet aber definitiv nicht, dass SARS CoV 2 genauso „harmlos“ ist wie die Influenza.
          Im Gegenteil; zu dem Problem der fehlenden Grundimmunität und des fehlenden Impfstoffes kommt noch hinzu, dass die Zahl und die Intensität der schweren Verläufe erkennbar höher ist als bei der Influenza.

          Ein weiteres Problem ist, dass ein Infizierter ggf. erst nach zwei Wochen Symptome zeigt, aber bereits 24 Std. nach der Infektion selber andere anstecken kann. Bei der Influenza beträgt die Zeit, ab der man infektiös ist idR. Bis zu 48 Std. Vor Auftreten der Symptome. Somit ist ein SARS CoV 2-Träger 11 Tage länger infektiös und kann das Virus unbemerkt übertragen, was der Chance auf die 5fache Menge von Neuinfektionen im Gegensatz zur Influenza entspricht.

          Warum wurde dies durch den Epidemiologen nicht erwähnt?

          Bei der letzten Influenzawelle, die die Menschheit ohne diese entsprechenden Schutzmechanismen traf, lag die weltweite Zahl von Todesopfern bei bis zu 50 Mio.

        • Toni

          @Sonne, solche Wissenschaftliche Publikationen müssen auch richtig gelesen werden.

          Sie schreiben:
          > In dem Artikel erwähnt aber eben dieser gute Epidemiologe, dass Corona mit einer Influenza gleichzusetzen ist.

          Sie beziehen sich auf folgenden Text:
          > This suggests that the overall clinical consequences of Covid-19 may ultimately be more akin to those of a severe seasonal influenza (which has a case fatality rate of approximately 0.1%) or a pandemic influenza (similar to those in 1957 and 1968) rather than a disease similar to SARS or MERS, which have had case fatality rates of 9 to 10% and 36%, respectively.

          Da steht, dass Covid-19 EHER ÄHNLICH der Grippe ist als andere Viren wie SARS oder MERS die eine Sterblichkeit von 9-36% aufweisen!

          Es steht überhaupt nicht, dass Covid-19 mit Influenza gleichzusetzen ist. Es ist EHER mit Influenza anstelle MERS oder SARS gleichzusetzen.

          Ebenfalls bezieht sich diese Aussage auf die Sterblichkeit. Wie aber Herbert Renz-Polster eindrücklich dargelegt hat, kommt es nicht nur auf die Sterblichkeit an.

      • Peter Menke

        Nochmal danke für diese Erklärungen!
        Gibt es auch einen Beleg für die“vielleicht 5 mal mehr“?

        • Sonne

          Also wenn der Influenzavirus jedes Jahr mutiert, was er ja auch tut, dann sind wir nicht alle immun, Impfungen gibt es immer nur für die vergangenen Virenstämme.
          Dann bitte ich sie die aktuellen Zahlen beim RKI und der WHO doch einfach einmal selbständig zu überprüfen.
          So langsam lenken diese auch ein.
          Das RKI hat zugegeben, dass die Anzahl der Fälle proportional zur Anzahl der Tests steigt.
          Das britische Gesundheitsamt hat neue Berechnungen angestellt.
          Das sind dann auch alles Falschmeldungen? Also alles was nicht offiziell von unseren Staatsmedien wie ARD und ZDF bestätigt wird, ist prinzipiell falsch?!

  • Garcia-Jermann

    In den Beiträgen der Schwindelambulanz wird vor allem zum kritische. Umgang mit den uns von der öffentlichen Medien präsentierten Daten aufgerufen. Der Arzt ermutigt, auch seine Aussagen kritisch zu hinterfragen. Eine so respektlose Art zu schreiben, wie Sie es hier machen, kann ich dort nicht finden! Immer wieder muss ich feststellen, wie Andersdenkende beleidigt und niedergemacht werden sollen.
    Indem Sie fordern, solche Beiträge nicht zuzulassen, fordern Sie die Abschaffung eines Grundrechts unserer Demokratie: Recht auf freie Meinungsäußerung!
    Nein, danke!

    • Sandra Ziegler

      @Garcia-Jermann Der Meinung bin ich auch.

    • Daniel Wolff

      Mir ist ebenfalls aufgefallen, dass der Doktor der Schwindelambulanz zu Kritischem Denken einlädt – auch zum Beispiel darum bittet, alles zu veröffentlichen/zu registrieren, wo das Robert Koch Institut RECHT hat… Also das Institut, von dem er denkt, dass es NICHT recht hat. Wo bitte liest man heute sowas….“bitte registriert alle Daten, die meinen Meinungs-„gegnern“ Recht geben…“!!! Das ist doch kein Fake-News-Getue, das ist menschlich und hoch in Ordnung!
      Er lädt zum Diskurs ein – und ja, er sagt seine eigene Meinung auch klar und deutlich. Das MUSS erlaubt sein.

      • Sonne

        So sehe ich das auch, er sagt seine Meinung und denunziert trotzdem nicht die Anderen oder zieht sie ins lächerliche. Und bisher gab es dort mehr belegbare Fakten als in der Presse. Also incl. nachverfolgbarer seriöser Quellen. Freie Meinungsäußerung ist also nicht mehr erlaubt?

        Genauso wie uns das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Freiheit aberkannt wird. In dieses Grundgesetz darf jetzt offiziell eingegriffen werden und im besten Falle heißt es „nur“ Zwangs-Impfung für alle.
        Was aber wenn Spahn noch mehr geplant hat.

    • Johannes P

      Jemanden vorzuwerfen eine „gezielten Massenpanik“ verursachen zu *wollen* grenzt jedoch an Verleumdung und ist nach §187 StGB Strafbar. Darauf bezieht sich Renz-Polster.

      „Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ (https://dejure.org/gesetze/StGB/187.html)

      • Lemoine

        Und was macht dieser Artikel hier?
        Da sollten sich die Verfasser mal in Acht nehmen.
        Herr Wodarg beschimpft niemanden. Er gibt seine Kenntnisse weiter und fordert zum sachlichen Diskurs auf, ja gegen 92 bis 95% der Meinung der Allgemeinheit.
        Wenn das nicht mal mehr erlaubt ist, ist unsere Gesellschaft kränker als das was Corona vermuten lässt.
        Es ist gut, dass das so deutlich zu Tage tritt.

    • Herbert Renz-Polster

      Zu dem Artikel im NEJM werde ich gerade viel gefragt 😉 Er ist gut und ich nehme Dr Fauci natürlich absolut ernst (auch zum Beispiel weil er die COVID-Epidemie anders als Dr. Wodarg Ernst nimmt 😉
      Aber jetzt lesen Sie mal in Ruhe, ja?

      https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/corona-so-funktioniert-der-schwindel/#comment-36951

      Die Zahlen aus Italien kenne ich. Ich würde aber erschrecken, wenn Sie mir den zeigen um zu sagen die COVID-Epidemie sei nicht schlimm? Nicht Ihr Ernst, oder? Oder weil vor allem Menschen ab 50 betroffen sind? Hmmm – wie alt sind Sie? Ich bin 60.
      Danke aber

  • Markus Fritsche

    Ich habe selten so einen Unsinn gelesen, wie den, den sie hier zu SARS CoV2 schreiben. Sie sind Kinderarzt! Es gibt ausgewiesene Spezialisten mit internationalem Renommee, die die gleiche oder ähnliche Auffassung vertreten, wie Herr Wodarg. Z. B. Prof. Streeck. Mittlerweile bestätigen sich auch die Aussagen von Prof. Bhakdi, was die Gefährlichkeit des Viruses angeht. In Deutschland liegt die Mortalitätsrate bei 0,6%! Und wenn man jetzt annimmt, dass die tatsächliche Infektionsrate um den Faktor 3, 5 oder 10 höher ist, dann verringert sie sich noch weiter. Chinesische Wissenschaftler haben mittlerweile nachgewiesenen, dass die Ausbreitung gar nicht auf Wuhan beschränkt geblieben sein kann. Auch die Zahlen aus Italien zeigen, dass es dort schon im Herbst erste Fälle gegeben haben muss. Die ersten dort nachgewiesen Fälle gab es in Rom. Einer Millionenmetropole mit extrem hoher Bevölkerungsdichte. Dort breitet sich das Virus aber nicht so stark aus wie in der Poebene. Sie können auch die Statistiken von EUROmomo weiterhin anzweifeln, aber jede Aktualisierung der Zahlen zeigt mehr, wie sehr sie im Unrecht sind. Schuster bleib bei deinen Leisten. Vermutlich sind sie ein guter und engagierter Kinderarzt, aber wenn es um dieses Thema geht, höre ich lieber nicht auf sensationsgeile Journalisten, sondern auf hoch angesehene Virologen und Mikrobiologen. Übrigens… Auch die Panikmache zu überlasteten Kliniken und nicht vorhandenen Intensivbetten ist Unsinn. In Deutschland sind viele Klinikchefs momentan am verzweifeln, weil ihre Häuser zu weniger als 50% ausgelastet sind, da man seit Wochenbauf „die Welle“ wartet… Aber sie kommt ja an diesem Wochenende… Ganz bestimmt… Wirklich… Und was die Intensivbetten angeht, kann jeder selbst mal bei divi.de nachschauen ?

    • Herbert Renz-Polster

      Danke. Sie gehen von einer Mortalitätsrate des Sars-CoV-2 Virus von 0,6% aus. Ich glaube sie ist eher niedriger, und dafür gibt es auch gute Hinweise.
      Nur: die Mortalitätsrate ist nicht der entscheidende Faktor bei der Frage, wie schlimm die COVID-Epidemie sein wird. Ich erkläre das hier:

      https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/corona-so-funktioniert-der-schwindel/#comment-36951

      Lesen Sie sich in Ruhe durch, ist etwas kompliziert als so ein kurzer Youtube-Film, aber Sie werden dann manches besser verstehen. Versprochen! (Und mir vielleicht rückmelden, ob Sie wirklich noch nie so viel Unsinn gelesen haben wie bei mir?)
      Danke!

  • Michael Hoffmann

    Ausgezeichnet!
    Herzlichen Dank aus Andalusien von M.Hoffmann, Dr. med., der die Situation in Spanien recht gut beurteilen kann.

  • Susanne K

    Den „Schwindel Arzt“ den Sie da meinen, ist der einzige Arzt dem ich seit Jahren vertraue. Der Arzt dem weniger das Geld verdienen am Herzen liegt, als das Wohlbefinden seiner Patienten. Dr xxx ist Emphat und das durch und durch. Ich hoffe das er recht in allem was er sagt behält und ich glaube ihm.

    • Julie K.

      Na dann gute Nacht!

      • Arne Lohmeier

        Für Dich gute Nacht.

    • Sandra Ziegler

      @Susanne K Ich habe nur seine Videos gesehen und den Eindruck hatte ich auch.

    • Arne Lohmeier

      Klasse weiter so nicht beirren lassen.

  • Christian

    Sehr geehrte Herr Dr. Renz-Polster!
    Mit verlaub, aber ihr Beitrag wirkt viel mehr wie eine emotionale und ideologische Hetzschrift als einer wissenschaftlich belegten Gegendarstellung. Zudem rufen sie nach dem Rechtsstaat und das „solche Aussagen nicht stehen bleiben dürfen“. Gibt es ein Meinungsmonopol, sind wir bereits in einer Diktatur? Wo sind ihre Quellenangaben? 1000 Tote am Tag!? Corona Tote oder was? Wo steht das?
    Auf welcher Ebene begeben sie sich? Haben sie ihre Doktorarbeit auch so geschrieben?

    Mit wissenschaftlichen Grüßen.
    Ein mündiger Mensch.

    P.s. „Denk bitte mit“

  • Uwe Wildenberg

    Lieber Herr Renz-Polster!

    Können Sie mir bitte erklären wie Sie es schaffen, bei derart viel Unwissen, Zynismus und Unbelehrbarkeit von Menschen, die selber von der Materie nicht den Hauch einer Ahnung haben, so ruhig und freundlich zu bleiben?

    Bleiben Sie Gesund und geben Sie bitte nicht auf!

  • Dirk

    Sehr geehrter Herr Dr. Renz-Polster,

    es ist wirklich interessant, dass Menschen Ihres Berufsstandes den bisher in dieser Corona-Krise unwissenschaftlichen Methoden zur Darstellung der Fakten das Wort reden. Einfach unglaublich!
    Auch ist es absolut unfassbar, dass sich unsere Politelite lediglich auf eine einzige Expertise eines Virologen verlässt, der zudem noch enge Verbindungen zur Pharma hat.
    Zudem – die Zahl derer, die ebenfalls über entsprechende fachliche Kompetenzen verfügen und massive Kritik an der Vorgehensweise unserer Politkaste an den Tag legen, wächst fast täglich, sind diese Leute alle Idioten?

    Woher nimmt sich ein Pharmalakai Prof. Drosten eigentlich das Recht, seine Meinung als die einzig wahre anzusehen?
    Zumal dieser Vertreter seiner Zunft auch schon vor 10 Jahren bei der Schweinegrippe ebenfalls für Hysterie gesorgt hatte. Die sich dann bis auf die Knochen blamabel für alle Beteiligten aus Politik, Mainstreammedien und zustimmender Ärzteschaft herausstellte. Nutznießer war damals einzig und allein die Pharma-Industrie mit ihren dadurch gewonnen Milliardenumsätzen. Die den Steuerzahler übrigens mehr als gebeutelt hat.
    Alles schon wieder vergessen?

    Es ist bezeichnend für unsere Volksvertreter und auch die Hofschranzen-Medien, dass solche Dinge immer wieder unter den Teppich gekehrt werden. Anders lässt sich aber wohl die Angst unserer Politiker vor einem Machtverlust nicht erklären.
    Bevor man sein Gesicht verliert und öffentlich zugeben muss, dass man sich doch geirrt hat, wird die Krise weiter gepusht und unsere Volkswirtschaft dadurch vor die Wand gefahren, dass es nur so knallt.
    Wenn dann „endlich“ ein Impfstoff oder Medikament zur Verfügung steht – für die es dann aber so gut wie keine Zulassungsstudien gibt – werden die Zwangsmaßnahmen aufgehoben, der volkswirtschaftliche Schaden der Krise angelastet und neue Steuerquellen zur Deckung der entstandenen Kosten ausfindig gemacht. Der deutsche Michel appplaudiert, singt fromme Liedchen und begreift nicht, dass wiederum ein Stück seiner Bürgerrechte flöten gegangen ist.

    Aber wie heißt es doch so schön: Wer in der Demokratie schläft darf sich nicht wundern, wenn er in einer Diktatur wieder aufwacht.
    In diesem Sinne – fröhliches Erwachen!

    • Uwe Wildenberg

      Nun ja, immerhin hat H1N1 damals, bis zur zum Ende der Pandemie, nach den Zahlen der WHO weltweit den Tod von ca. 18.500 Menschen verursacht. Zwar gehen neuere Nachforschungen von höheren Zahlen aus, jedoch wurden diese bisher nicht bestätigt.
      Bei SARS CoV 2 sind es weltweit bereits jetzt etwa 30.000 Tote, deren Ableben mit dem Virus im Zusammenhang stehen. Dabei ist der Höhepunkt der Pandemie noch gar nicht erreicht; in vielen Ländern beginnt die Ausbreitung gerade und das sind nicht wirklich die Länder mit der besten medizinischen Versorgung.
      Auch war die Ausbreitungsgeschwindigkeit bei H1N1 deutlich langsamer, so daß eben deutlich weniger Patienten zur gleichen Zeit erkrankten.
      In der Tat besteht hier bei uns derzeit noch kein Mangel an Behandlungsplätzen, aber es ist auch nicht wirklich abzusehen, wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickelt.
      Sollte sie sich entwickeln, wie die Skeptiker glauben, dann wäre das eine Katastrophe für die Wirtschaft; sollte sie sich anders Entwickeln, dann wäre es eine Katastrophe für sehr viele Patienten. Und für die Wirtschaft ebenfalls. Auf diese Gefahr, zugunsten der Wirtschaft, nicht zu reagieren wäre ein Risiko, das kein Politiker auf sich nehmen wird. Würden Sie es? Oder würden Sie befürworten wenn zugunsten der Wirtschaft mehr Menschen sterben müssten. Wie gesagt niemand weis wirklich wie sich die ganze Geschichte auswirken wird; es gibt aber deutliche Hinweise und Erfahrungen, die zeigen, dass dieses Virus von unserem Gesundheitssystem nicht so einfach zu handeln ist wie eine gewöhnliche Influenza…
      Wie, stellen Sie sich übrigens vor, würde eine Influenzawelle ablaufen, wenn es keinen Impfstoff, keine wirksamen Medikamente und keine Immunität bei den Menschen gäbe? Es würden dann ungleich mehr Menschen daran versterben. Und wieviele Menschen jährlich daran versterben, obwohl wir das alles und eine gute medizinische Versorgung haben, ist Ihnen wohl bekannt, oder?
      Ob Prof. Drosten jetzt in Ihren Augen ein Lakai der Pharmaindustrie ist oder nicht ist da zunächst einmal unerheblich; maßgeblich sind für mich die Erfahrungen und Berichte der Ärzte, die gerade mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen haben. Ich finde es interessant, dass die Leute, die nach Ihrer Ansicht Panik machen, genau auf diese Ärzte hören und die Skeptiker ihre Meinung mehrheitlich aus der Ferne und ohne Erfahrung mit der Situation vor Ort kundtun.
      Wer letzten Endes Recht behalten soll ist auch für mich nicht voraussagbar; aber wenn die Skeptiker Recht haben sollten kostet diese “Fehlentscheidung“ deutlich weniger Menschenleben als wenn es anders herum sein sollte.

      • Sabine

        Dr. Wordags Worte hatten zu Zeiten der Schweinegrippe Gewicht, und auch da waren sie kritisch, dem gegenüber was passiert war.
        Warum sollte sich sein Sachverstand bis heute in Luft aufgelöst haben?!
        Dann sind in der Grippewelle 2018 1.500.000 mio Menschen Weltweit gestorben, warum hat da niemand was unternommen?! Keine Panik, kaum Medienberichte..
        Innerhalb von 8 Wochen sind alleine in Deutschland 25.000 Menschen gestorben.
        Dann hat Italien in einer Pressekonferenz in der Tagesschau bestätigt, dass ALLE Toten gerade in dem Coronavirus zugeschrieben werden. Wie kann man da von Zahlen sprechen die statistisch berücksichtigt werden dürfen?
        China, 1.400.000.000 Einwohner, aber nur 90.000 erkranken am Coronavirus. Ich muss kein Mediziner sein um zu merken, dass da irgendwas nicht stimmt.
        Die Ärzte die Sie namentlich erwähnt haben, sind nicht die einzigen Ärzte die sich dem gegenüber was hier in Deutschland von der Politik vorangetrieben wird kritisch äußern. Darunter sind inzwischen auch bekannte Virologen.
        Und es hat nie jemand behauptet, dass der Coronavirus nicht schlimm wäre. Aber das er lediglich einer Grippe ähnelt und nicht einem „Killer“ Virus, wie es in den Medien propagiert wird und das Maßnahmenpaket extrem überzogen ist.
        Vielleicht können Sie Sich dazu äußern.

        • Sabine

          Dr. Dr. Wodarg… da hat sich ein Schreibfehler eingeschlichen.

      • Stefan

        @Uwe das nenne ich gesunden Menschenverstand.
        Daumen hoch!!!

      • Schnattalin

        „Bei SARS CoV 2 sind es weltweit bereits jetzt etwa 30.000 Tote, deren Ableben mit dem Virus im Zusammenhang stehen. “ Was heißt hier in Zusammenhang stehen? Wenn wie schon oft erwähnt, Tote postiv auf SARS CoV 2 getestet werden, bedeutet das nicht automatisch, das dies die Todesursache war – suggeriert es aber!

        • Uwe Wildenberg

          Tja, nur das das bei den jährlichen Toten in Zusammenhang mit der Grippe genau so ist. Oder glauben Sie, dass jedes Jahr alleine ca. 18.000-20.000 Autopsien durchgeführt werden, nur um zu ermitteln, ob das Grippevirus oder eine Grunderkrankung die Todesursache war…?

      • Derix

        Cui bono.Wer profitiert von der Art der Berichterstattung und den Maßnahmen . Eindeutig die Pharmaindustrie und der Lebensmittelhandel in der Hand von 3 Konzernen und Amazon, vorbildlicher Steuerzahler in Europa. Alle lästigen Konkurrenten werden per behördlicher Verfügung eliminiert und wir lassen es uns gefallen. Die wirtschaftlichen Folgen werden uns ein Vielfaches an Leid und Leben kosten. Die Diffamierung von Andersdenkenden bei der Diskussion hier erschreckt mich und erinnert sehr an die politische Hetze gegen Linke und Rechte ,um eine sachliche Meinungsvielfalt zu verhindern. Dies wird jetzt wahrscheinlich sofort als Verschwörungstheorie bezeichnet und der Verfasser als dumm diffamiert. Weiterhin gute Gesundheit!

  • Benjamin Hauck

    Guten Abend,

    ich bin kein Mediziner, dies vorab, aber ich nutze meinen Verstand und meine Sinne! Das sollten einige meiner Vorredner bitte auch tun! Man muss nicht Mediziner, nicht Virologe oder Biologe sein, um zu realisieren, dass diese Krise nicht nur real, sondern auch gefährlich ist! Und sie wird noch gefährlicher dadurch, dass Halbwissen verbreitet wird oder wichtige Fakten einfach weggelassen werden! Ich kann es aus medizinischer Sicht nicht beurteilen, aber ich sehe und höre was weltweit gerade passiert. Hunderttausende erkranken und Zehntausende sterben! Das sind Fakten und sie werden nicht dadurch besser, das man sie leugnet oder mit Datenbanken schön zu rechnen versucht, die wiederum diese Sterblichkeit noch gar nicht abbilden können! Es steht ja sogar auf der Internetseite EuroMoMo! Da drängt sich mir eine Frage auf: Wie kommt es, dass sich sogenannte Experten anmaßen eine reale medizinische Krise zu widerlegen, wenn sie nicht in der Lage sind einfache Sätze zu lesen und zu verstehen?? Lasst es bitte sein!! Und wenn ihr tatsächlich so überzeugt seid, dass dies alles nur eine riesige Panik ist und keine Gefahr droht, dann helft in der Pflege und den Krankenhäusern! Denn wenn keine Schutzausrüstung mehr da ist, dann seid ihr ja gefahrlos in der Lage zu helfen! Vielen Dank dafür!

    • Uwe Wildenberg

      Danke! Sie sprechen mir aus dem Herzen…

    • M. Trifonoff

      …es geht nicht um Covid 19. Es geht um die Wirtschaft, die gegen die Wand gefahren wird. Die Folgen sind viel dramatischer.

      • Uwe Wildenberg

        Aha. Wieviele Tote sind denn dadurch zu erwarten?

  • Stefan

    Hallo Herr Dr. Renz-Polster,
    vielen Danke für ihre Klarstellung und Aufklärung in der Sache, ich hoffe sie können den einen oder anderen noch bekehren.
    Es ist einfach nur erschreckend wieviel sogenannte Fachspezialisten Energien aufbringen um etwas reales, wie das Coronavirus, zu wiederlegen anstatt es zu bekämpfen. Meiner Meinung nach ist das unser größtes Problem. Ich bin kein Akademiker, Mediziner oder sowas aber eins weiß ich, wenn alle an einem Strang ziehen kann man mehr erreichen oder wie in diesen Fall Leben retten. Diese ganzen Beiträge wie „das ist doch nur inszenierte Panik mache“ oder „Corona ist nicht das Problem, etc.…“ spalten unsere Gesellschaft und tragen nichts nützliches zur Sache bei.

    Hier noch ein Zitat einer Vorrednerin:
    Manchmal bringt mich so viel Dummheit und Ignoranz zum Verzweifeln…
    Danke Herr Renz-Polster, dass Sie nicht aufhören und sich immer wieder an den PC setzen. Bitte weiter so!!!
    Um es zu erklären, in einfache, klar verständliche Worte aufzudröseln und zu verpacken.
    Die doch wirklich für jeden und jede verständlich sein müssten!
    Sie kämpfen vielleicht nicht auf der Intensivstation, aber sie kämpfen an einer anderen, nicht weniger wichtigen Front.

    Dem kann ich mich nur anschließen. QUELLE: Daniela P.

  • Jennifer

    Hallo Herr Renz-Polster,

    ich mag Ihre Art, wie Sie sich mit dem Thema auseinandersetzen. Ich sehe das meiste sehr ähnlich wie Sie.

    Ich möchte Sie gerne zum Thema „Corona-Test“ etwas fragen.
    Ich weiß nicht, ob diese Frage schon gestellt wurde oder ob Sie sich an anderer Stelle dazu äußern.

    Diese Frage zielt auf die Statistik (positiv und negativ getestete) sowie auf die Informationsvermittlung seitens der Medien.

    Wie ich es bisher mitbekommen habe, scheinen verschiedene, niedergelassene Ärzte die (anfänglichen, ambulant auftretenden) Krankheitssymptome sehr unterschiedlich zu deuten und dementsprechend unterschiedlich zu handeln, Unterschiedliches zu empfehlen. Die ärztlichen Kreisverbände, scheinen die Tests ebenso sehr unterschiedlich einzusetzen und anzuwenden.
    Dass es bei der Anwendung und Auswertung zu Fehlern und damit zu verfälschten Ergebnissen kommen kann, ist doch eigentlich ziemlich offensichtlich.

    Seitens der Medien, Politiker und Virologen wird dieses Thema (falsch positive oder falsch negative und auch die möglichen nicht entdeckten/getesteten Fälle, die dennoch „Corona“/Covid-19 hatten) kaum erwähnt. Ich habe dazu zumindest noch nichts von diesen Personen dazu gehört.
    Es wird davon gesprochen, dass zu wenig Tests vorhanden sind. Es wird davon gesprochen, dass „Coronainfizierte“ symptomlos bleiben können. Es wird auch von einer Dunkelziffer gesprochen.
    Aber das der Test evtl. fehleranfällig ist, wird nicht erwähnt.

    Der Test ist ein PCR-Test. „Verschmutzung“ kann z.B. falsche Ergebnisse liefern.
    Ebenso besteht die Möglichkeit, dass das Virus seine RNA-Sequenz verändert, da er sich seinen Umweltbedingungen etc anpasst. Über das Virus wird doch gesagt, dass es neu ist. Wieso wird dann nicht auch kommuniziert, dass wir eigentlich noch gar nicht viel darüber wissen, auch was die Tests angeht. … In dieser Hinsicht wird uns Sicherheit seitens der Medien etc vorgespielt.
    Ich hinterfrage dies ernsthaft und damit hinterfrage ich die Glaubwürdigkeit von Politikern, Forschern und Medien.

    Ich bin dennoch sicher, dass es momentan die Situation gibt, die Sie auch schildern. Ich glaube, dass diverse Gesundheitssysteme am Limit und darüber hinaus sind. Ich glaube die Zahlen der Toten und das, was wir von den Ärzten in Italien bspw lesen /hören.

    Ich appelliere für Mitgefühl, Menschlichkeit und Umdenken bei jedem Individuum auf unserer schönen Erde, damit wir aus dieser „Krise“ gestärkt und positiv verändert hervortreten.

    Mit herzlichen Grüßen, JR

  • heiner

    Satire ein:
    Einfach die Corona-Leugner, -verharmloser mit dem Corona-Virus infizieren. Bei Krankheitsausbruch (der ja in diesem Personenkreis eher unwahrscheinlich sein dürfte) in der Prioritätenliste ganz nach hinten … und abwarten.
    Satire aus.

  • Stephan Hahnemann

    Liebe Menschen, hier ist der offene Brief von Prof. em. Dr. med. Sucharit Bhakdi, Emeritus der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und langjähriger Leiter des dortigen Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene. Ich denke diesen Mann als Laien zu bezeichnen, wäre absurd.

    Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin,Als Emeritus der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und langjähriger Leiter des dortigen Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene fühle ich mich verpflichtet, die weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die wir derzeit auf uns nehmen, um die Ausbreitung des COVID-19 Virus zu reduzieren, kritisch zu hinterfragen. Es ist ausdrücklich nicht mein Anliegen, die Gefahren der Viruserkrankung herunterzuspielen oder eine politische Botschaft zu kolportieren. Jedoch empfinde ich es als meine Pflicht, einen wissenschaftlichen Beitrag dazu zu leisten, die derzeitige Datenlage richtig einzuordnen, die Fakten, die wir bislang kennen, in Perspektive zu setzen – und darüber hinaus auch Fragen zu stellen, die in der hitzigen Diskussion unterzugehen drohen.Der Grund meiner Besorgnis liegt vor allem in den wirklich unabsehbaren sozio-ökonomischen Folgen der drastischen Eindämmungsmaßnahmen, die derzeit in weiten Teilen Europas Anwendungen finden und auch in Deutschland bereits in großem Maße praktiziert werden.Mein Wunsch ist es, kritisch – und mit der gebotenen Weitsicht – über die Vor- und Nachteile einer Einschränkung des öffentlichen Lebens und die daraus resultierenden Langzeiteffekte zu diskutieren. Dazu stellen sich mir fünf Fragen, die bislang nur unzureichend beantwortet wurden, aber für eine ausgewogene Analyse unentbehrlich sind. Ich bitte Sie hiermit um rasche Stellungnahme und appelliere gleichsam an die Bundesregierung, Strategien zu erarbeiten, die Risikogruppen effektiv schützen, ohne das öffentliche Leben flächendeckend zu beschneiden und die Saat für eine noch intensivere Polarisierung der Gesellschaft säen, als sie ohnehin schon stattfindet.Mit vorzüglicher Hochachtung,
    1. StatistikIn der Infektiologie – begründet von Robert Koch selbst – wird traditionell zwischen Infektion und Erkrankung unterschieden. Eine Erkrankung bedarf einer klinischen Manifestation. [1] Deshalb sollten nur Patienten mit Symptomen wie etwa Fieber oder Husten als Neuerkrankungen in die Statistik eingehen. Mit anderen Worten bedeutet eine Neuinfektion – wie beim COVID-19 Test gemessen – nicht zwangsläufig, dass wir es mit einem neuerkrankten Patienten zu tun haben, der ein Krankenhausbett benötigt. Derzeit wird aber angenommen, dass fünf Prozent aller infizierten Menschen schwer erkranken und beatmungspflichtig werden. Darauf basierende Hochrechnungen besagen, dass das Gesundheitssystem im Übermaß belastet werden könnte. Meine Frage: Wurde bei den Hochrechnungen zwischen symptomfreien Infizierten und tatsächlichen, erkrankten Patienten unterschieden – also Menschen, die Symptome entwickeln?
    2. Gefährlichkeit
    Eine Reihe von Coronaviren sind – medial weitgehend unbemerkt – schon seit Langem im Umlauf. [2] Sollte sich herausstellen, dass dem COVID-19 Virus kein bedeutend höheres Gefahrenpotential zugeschrieben werden darf als den bereits kursierenden Coronaviren, würden sich offensichtlich sämtliche Gegenmaßnahmen erübrigen.In der international anerkannten Fachzeitschrift „International Journal of Antimicrobial Agents“ wird in Kürze eine Arbeit erscheinen, die genau diese Frage adressiert. Vorläufige Ergebnisse der Studie sind schon heute einsehbar und führen zu dem Schluss, dass das neue Virus sich von traditionellen Coronaviren in der Gefährlichkeit NICHT unterscheidet. Dies bringen die Autoren im Titel ihrer Arbeit „SARS-CoV-2: Fear versus Data“ zum Ausdruck. [3]Meine Frage: Wie sieht die gegenwärtige Auslastung von Intensivstationen mit Patienten mit diagnostizierten COVID-19 im Vergleich zu anderen Coronavirus-Infektionen aus, und inwiefern werden diese Daten bei der weiteren Entscheidungsfindung der Bundesregierung berücksichtigt? Außerdem: Wurde die obige Studie in den bisherigen Planungen zur Kenntnis genommen? Auch hier muss natürlich gelten: Diagnostiziert heißt, dass das Virus auch maßgeblichen Anteil an dem Krankheitszustand des Patienten hat, und nicht etwa Vorerkrankungen eine größere Rolle spielen.
    3. Verbreitung
    Laut eines Berichts der Süddeutschen Zeitungist nicht einmal dem viel zitierten Robert-Koch-Institut genau bekannt, wie viel auf COVID-19 getestet wird. Fakt ist jedoch, dass man mit wachsendem Testvolumen in Deutschland zuletzt einen raschen Anstieg der Fallzahlen beobachten konnte. [4] Der Verdacht liegt also nahe, dass sich das Virus bereits unbemerkt in der gesunden Bevölkerung ausgebreitet hat. Das hätte zwei Konsequenzen: erstens würde es bedeuten, dass die offizielle Todesrate – am 26.03.2020 etwa waren es 206 Todesfälle bei rund 37.300 Infektionen, oder 0.55 Prozent [5] – zu hoch angesetzt ist; und zweitens, dass es kaum mehr möglich ist, eine Ausbreitung in der gesunden Bevölkerung zu verhindern.
    Meine Frage: Hat es bereits eine stichprobenartige Untersuchung der gesunden Allgemeinbevölkerung gegeben, um die Realausbreitung des Virus zu validieren, oder ist dies zeitnah vorgesehen?
    4. Mortalität
    Die Angst vor einem Ansteigen der Todesrate in Deutschland (derzeit 0.55 Prozent) wird medial derzeit besonders intensiv thematisiert. Viele Menschen sorgen sich, sie könne wie in Italien (10 Prozent) und Spanien (7 Prozent) in die Höhe schießen, falls nicht rechtzeitig gehandelt wird. Gleichzeitig wird weltweit der Fehler begangen, virusbedingte Tote zu melden, sobald festgestellt wird, dass das Virus beim Tod vorhanden war – unabhängig von anderen Faktoren. Dieses verstößt gegen ein Grundgebot der Infektiologie: erst wenn sichergestellt wird, dass ein Agens an der Erkrankung bzw. am Tod maßgeblichen Anteil hat, darf die Diagnose ausgesprochen werden. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften schreibt in ihren Leitlinienausdrücklich: „Neben der Todesursache muss eine Kausalkette angegeben werden, mit dem entsprechenden Grundleiden auf der Todesbescheinigung an dritter Stelle. Gelegentlich müssen auch viergliedrige Kausalketten angegeben werden.“ [6] Derzeit gibt es keine offiziellen Angaben darüber, ob zumindest im Nachhinein kritischere Analysen der Krankenakten unternommen worden, um festzustellen, wie viele Todesfälle wirklich auf das Virus zurückzuführen seien. Meine Frage: Ist Deutschland dem Trend zum COVID-19 Generalverdacht einfach gefolgt? Und: gedenkt es, diese Kategorisierung weiterhin wie in anderen Ländern unkritisch fortzusetzen? Wie soll dann zwischen echten Corona-bedingten Todesfällen und zufälliger Viruspräsenz zum Todeszeitpunkt unterschieden werden?
    5. Vergleichbarkeit
    Immer wieder wird die erschreckende Situation in Italien als Referenzszenario herangezogen. Die wahre Rolle des Virus in diesem Land ist jedoch aus vielen Gründen völlig unklar – nicht nur, weil die Punkte 3 und 4 auch hier zutreffen, sondern auch, weil außergewöhnliche externe Faktoren existieren, die diese Regionen besonders anfällig machen. Dazu gehört unter anderem die erhöhte Luftverschmutzung im Norden Italiens. Laut WHO-Schätzung führte diese Situation 2006 auch ohne Virus zu über 8.000 zusätzlichen Toten allein in den 13 größten Städten Italiens pro Jahr. [7] Die Situation sich hat sich seitdem nicht signifikant verändert. [8] Schließlich ist es darüberhinaus auch erwiesen, dass Luftverschmutzung bei sehr jungen und älteren Menschen das Risiko viraler Lungenerkrankungen sehr stark erhöht. [9] Außerdem leben 27.4 Prozent der besonders gefährdeten Population in diesem Land mit jungen Menschen zusammen, in Spanien sogar 33.5 Prozent. In Deutschland sind es zum Vergleich nur sieben Prozent [10]. Hinzu kommt, dass Deutschland laut Prof. Dr. Reinhard Busse, Leiter des Fachgebiets Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin, in Sachen Intensivstationen deutlich besser ausgestattet ist als Italien – und zwar etwa um den Faktor 2,5 [11].
    Meine Frage: Welche Bemühungen werden unternommen, um der Bevölkerung diese elementaren Unterschiede nahe zu bringen und den Menschen verständlich zu machen, dass Szenarien wie in Italien oder Spanien hier nicht realistisch sind?Referenzen:[1] Fachwörterbuch Infektionsschutz und Infektionsepidemiologie. Fachwörter –Definitionen – Interpretationen. Robert Koch-Institut, Berlin 2015. https://www.rki.de/DE/Content/Service/Publikationen/Fachwoerterbuch_Infektionsschutz.html (abgerufen am 26.3.2020)[2] Killerby et al., Human Coronavirus Circulation in the United States 2014–2017.J Clin Virol. 2018, 101, 52-56[3] Roussel et al. SARS-CoV-2: Fear Versus Data. Int. J. Antimicrob. Agents 2020, 105947[4] Charisius, H. Covid-19: Wie gut testet Deutschland? Süddeutsche Zeitung.https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/covid-19-coronavirus-testverfahren-1.4855487 (abgerufen am 27.3.2020)[5] Johns Hopkins University, Coronavirus Resource Center. 2020, https://coronavirus.jhu.edu/map.html (abgerufen am 26.3.2020)[6] S1-Leitlinie 054-001, Regeln zur Durchführung der ärztlichen Leichenschau. AWMF Online, https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/054-002l_S1_Regeln-zur-Durchfuehrung-der-aerztlichen-Leichenschau_2018-02_01.pdf (abgerufen am 26.3.2020)[7] Martuzzi et al. Health Impact of PM10 and Ozone in 13 Italian Cities. World Health Organization Regional Office for Europe. WHOLIS number E88700 2006[8] European Environment Agency,Air Pollution Country Fact Sheets 2019,https://www.eea.europa.eu/themes/air/country-fact-sheets/2019-country-fact-sheets (abgerufen am 26.3.2020)[9] Croft et al. The Association between Respiratory Infection and Air Pollution in the Setting of Air Quality Policy and Economic Change. Ann. Am. Thorac. Soc. 2019, 16, 321–330.[10] United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division. Living Arrangements of Older Persons: A Report on an Expanded International Dataset (ST/ESA/SER.A/407).2017[11] Deutsches Ärzteblatt, Überlastung deutscher Krankenhäuser durch COVID-19 laut Experten unwahrscheinlich,https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111029/Ueberlastung-deutscher-Krankenhaeuser-durch-COVID-19-laut-Experten-unwahrscheinlich (abgerufen am 26.3.2020)

  • Daniela Einhardt

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen und Ihre Geduld. Ich halte meinen Kommentar kurz und bitte nur um Ihre Meinung zu der Aussage, dass das Robert Koch Institut die Zählweise der erfassten Covid 19 Todesfälle geändert hat. Demnach würde ein verstorbener Patient als Covid 19 Todesfall gelten – auch wenn er an einer anderen Erkrankung gestorben ist- aufgrund des Kontaktes zu einer an Covid 19 positiv getesteten Person. Quelle sei die am 24.03. korrigierte Falldefinition des RKI. Es gelingt mir leider nicht das Photo hier einzufügen. Diese Aussage finde ich sehr beunruhigend – sie impliziert eine gewollte Verzerrung und ein Hochschaukeln der statistischen Todeszahlen für Covid 19. Mit den besten Grüßen

    Daniela Einhardt

  • Nicolina

    Ich danke Ihnen so sehr für diesen Beitrag, denn auch ich bin fassungslos, ob dieser stetigen, gefährlichen Tatsachenverdrehungen der Herren Wodarg und Co.
    Ich empfinde es als regelrecht perfide, wie vorgegangen wird und neben dem Bestand der Verharmlosung, fällt mir auf, dass all diese Personen ihre Videos mit einer ganz gewissen Art und Ton rüberbringen, wofür ich gar nicht die richtigen Worte finde, um es zu Beschreiben. Es ist eine Form von abfälliger Arroganz, mit der sie ihre Ignorenz zum Besten geben.

    Sehr gerne werde ich Ihren Artikel bei Facebook teilen, denn auch ich bin bemüht, immer wieder auf diese widerlichen Fakenews aufmerksam zu machen.

    Herzliche Grüße

  • Henning Plote

    Vielen Dank für diese wohltuende Stellungnahme eines sympathischen Menschen mit klarem Verstand, wobei ich sympathisch im durchaus ursprünglichen Sinne meine.Und wohltuend, weil auch ich allmählich dünnhäutig werde gegenüber diesem unsäglichen Geschreibsel, zu dem ich auch noch täglich Stellung nehmen soll.

  • Urs Huttel

    Lieber Herr Kollege,
    Vielen Dank für diesen schönen Artikel!
    Und allen Kommentatoren hier, die es noch nicht verstanden haben und trotzdem weiter auf euromono.eu bauen um das Problem zu verdrängen, schaut euch bitte Lesch an:
    https://youtu.be/Fx11Y4xjDwA

    • Nadine

      Ja, wir brauchen mehr Physiker, die mit unseriösen Praktiken Menschen beeinflussen. Beispiel Bergamo:
      Dort sterben täglich angeblich 10 Personen pro Tag. Wo ist die Quellenangabe dazu? Die Zahl passt nicht zur Lebenserwartung in Italien.
      Aber gut, nehmen wir die Zahl. Seriös darf man die aktuellen Zahlen nicht mit dem Jahresmittel vergleichen. So stellt das Statistische Bundesamt fest „Das Sterberisiko der Bevölkerung ist im Winter höher als im Sommer“. Im Frühling übrigens auch.
      Ich könnte das Video von Herrn Lesch noch viel länger einem Faktencheck unterziehen, das fehlen wissenschaftlicher Mindeststandards zieht sich wie in roter Faden durch das Video.

      • Crml

        Danke, das müsste mal gesagt werden. Wie konnte sich Lesch nur dazu hinreißen lassen. Ich hoffe es war nur Angst.

  • Matthias

    Warum werfen wir denn immer den Blick auf Italien? Italien ist uns ca. 7 Tage voraus, wenn man die Fallzahlen (nachgewiese Fälle) ansieht. Wir haben aber hier keine Verhältnisse wie in Italien, wir haben auch keine Verhältnisse wie in Italien vor 14 Tagen. Daher macht der Vergleich keinen Sinn.
    Aber wir haben eigene Zahlen, hier in Deutschland.
    Wir haben nun 58.000 bestätigte Fälle und 433 Todesfälle.
    Nun gibt es ja die Sache mit der Dunkelziffer: Glaubt man der Oxford University, dann dürfte diese bei Faktor 600 liegen. Aber auch wenn man nur ganz vorsichtig herangeht, ist die Dunkelziffer bei mindestens Faktor 7 bis 10. (mathematisch leicht zu belegen)
    Wir kommen so auf schätzungsweise mind. 500.000 Fälle.
    Dann zu den Todesfällen: Hier tauchen Menschen auf, die dort nach allen Mindeststandards einer solchen Statistik nichts zu suchen haben. Da erinnere ich an den Zeitungsbericht aus der gescholtenen Schwindelambulanz: Einem 91 jährigen verstorbenen wurde postum ein Abstrich entnommen und er gilt als Corona Opfer.
    Jetzt stellt sich vielen Menschen die Frage, ob diese Zahlen denn wirklich dafür sprechen, dass wir es mit einer so gefährlichen Situation zu tun haben. Oder genügt es nicht, die Risikogruppen zu schützen und alle anderen umgehend wieder leben zu lassen.

    Es ist bei diesen Zahlen nur allzu logisch, dass die Menschen zweifeln. Es bleibt ein Wahnsinn, dass die Statistik des RKI falsch positive Todesfälle auflistet, so kann man nicht arbeiten, und niemand kann seine Argumentation darauf glaubhaft aufbauen

    • U.F.

      Wir sind schon allein deswegen nicht nur 7 oder 14 Tage hinter Italien, weil in Deutschland sehr viel mehr Tests gemacht werden als in Italien, also auch mehr Fälle überhaupt nachgewiesen werden können. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, die Entwicklung in Italien zu beobachten und früher Maßnahmen zu ergreifen.

  • Arne Lohmeier

    Ganz ganz schlechter Beitrag entkräftet NULL der Thesen die gegen die Panikmache ankämpfen…..sie sind nicht in der Realität, Ihre Vita ist eine schwache im Vergleich zu Herrn Wodarg der in all den Bereichen gearbeitet hat die jetzt relevant sind -sie sind KINDER arzt mehr nicht !!!!!!
    Schauen sie sich unter divi die Belegung der Intensivbetten an…gefühlt 95% grün. Italien höchste Antibiotikaresestienz KH mit MRS Keimen übersät wenn man da.als Vorerkrankter reingeht stehen die Chancen einfach schlecht…sie gehen nicht auf die nicht validierten Tests ein usw.usw. keine Ahnung aber die Klappe aufreißen ganz schlimm. Wir sind in der Realität, sehen die leeren KH in Kiel, Lübeck die auf Corona Fälle WARTEN und andere behandlungsbedürftige Menschen nach Hause schicken müssen….wir können nicht alle Leben retten qenn das Durchschnittsalter bei 80 Jahrne liegt nun ja irgendwann ist das Leben halt zu Ende…..und diese widerliche Panikmache mit Hochrechnungen des worst case Szenarios….China Japan Südkorea die damit voraus sind zeigen doch dass es nicht so kommt !!!! HÖREN SIE AUF SCHALTEN SIE DEN KOPF EIN.

    • Nicole Kretzer

      Meine Gute, der hier mit Abstand dümmste Kommentar! Angst frisst Hirn auf

  • Anton Egger

    Ich habe in meinem nahen Umfeld zwei Personen die in österreichischen Krankenhäusern arbeiten. Und ja, es gibt in manchen Bereichen grossen Stress (in vielen Bereichen ist es aber z.Z sehr ruhig). Aber, der Stress kommt dort NICHT von Corona Erkrankten, das sind noch wenige und man wartet auf den großen Ansturm, sondern von internen Umstrukturierungen, Vorschriften, Umbauten etc. und ist aktuell hausgemacht. Die öffentliche Berichterstattung darüber ist aber einseitig und manipulativ. Falls sie auch Erfahrungen über die aktuelle Situation in Krankenhäusern haben, teilen sie es bitte mit, Danke!

    • Herbert Renz-Polster

      Apropos manipulative Berichterstattung, die Sie vermuten. Man kann auch die Frage stellen, warum derzeit viele Kliniken nicht überlaufen sind. Die Antwort heisst: weil Ihr alle mitmacht, dass es so ist. Danke dafür!
      HRP

  • Nicole Kretzer

    Danke für erwiesen gute und sachlich geschriebenen Bericht. Ich lebe in Norditalien und gucke immer wieder verärgert auf diese unglaubliche Ignoranz und Arroganz dieser Verharmlosungsberichte. Was wir hier im Moment erleben ist ein menschliches Drama; Norditalien hat ein sehr gutes Gesundheitssystem, in Bereichen eines der besten in Europa und wer angesichts dieser Tatsachen immer noch nicht wahr haben will, wie sich dieser Virus entwickelt und auch in Deutschland entwickeln wird, verbreitet bewusst Falschmeldungen. Es gibt derzeit keinen italienischen Arzt, der behaupten würde, der Virus wäre unterschätzt worden – im Gegenteil.

    • Michael Moebius

      Sachlich? Das hier ist ein Blog, also eine Meinung. Diese kann man gut finden oder nicht. In Italien herrscht hohe Luftverschmutzung (wenn man nicht gerade in der Toskana unterwegs ist). Dazu kommen Antibiotikaresistente Keime in Krankenhäusern. Von „gutes Gesundheitssystem“ also weit entfernt. Wenn also alte, vorgeschädigte Lungen auf die intensivstation kommen, werden diese mit Immunsupressiva behandelt um das Fieber zu senken. Dann ist das immunsystem geschwächt, man gibt also Antibiotika um dem geschwächten Immunsystem zu helfen. Leider ist das Bakterium resistent, also gibt man noch mehr Breitband-Antibiotika, weil keine Zeit ist, um herauszufinden, um welches Bakterium es sich handelt. Entweder überleben es diese geschwächten Menschen oder nicht. Sie sterben an Lungenentzündung oder Multiplen Organversagen. Eingetragen wird aber COVID-19. Wunder der Statistik.

      Schönen Sonntag

      • Herbert Renz-Polster

        Ich gehe auf die Definition eines COVID-Todesfalles in meinem Beitrag ein.

        Es ist interessant, dass COVID-Todesfälle angeblich mit allem möglichen zu tun haben, aber nicht mit SARS-CoV-2. Fakt ist aber, dass diese Krankheit auch in guten Gesundheitssystemen tödlich sein kann und auch wenn die Luft gut ist. Man braucht dazu keine Wunder der Statistik. Oder meinen Sie in New York braucht man jetzt ein Militärschiff mit 3000 Intensivplätzen, weil die Luft dort so schlecht ist. In der Bay Area liegt jetzt ein ähnliches Schiff, die Luft dort ist geradezu ideal.
        Danke
        HRP

    • Louise

      Nun ja, es gibt eine Mailänder Mikrobiologin, die die Regierung aufruft, die tägliche Anzahl der „Corona-Positiven“ nicht mehr zu kommunizieren, da diese Zahlen „gefälscht“ seien und die Bevölkerung in eine unnötige Panik versetzen. Die Anzahl der Testpositiven hänge stark von der Art und Anzahl der Tests ab und sage nichts über den Gesundheitszustand aus.
      https://www.secoloditalia.it/2020/03/coronavirus-la-gismondo-ammonisce-duramente-basta-snocciolare-numeri-sui-positivi-sono-dati-falsati/

      Das ist zumindest schon mal eine kritische Stimme aus Italien.

      Der italienische Mikrobiologe Giulio Tarro scheint zu argumentiere, dass die Mortalität von Covid19 auch in Italien bei unter 1% liege und damit vergleichbar mit der Grippe sei. Die höheren Werte ergeben sich nur, weil nicht zwischen Todesfällen mit und durch Covid19 unterschieden werde, und weil die Anzahl der (symptomfreien) Infizierten stark unterschätzt werde.

      Es gibt einen Artikel vom 10.01.2018 (18!), der den Kollaps der Intensivstationen beschreibt. https://milano.corriere.it/notizie/cronaca/18_gennaio_10/milano-terapie-intensive-collasso-l-influenza-gia-48-malati-gravi-molte-operazioni-rinviate-c9dc43a6-f5d1-11e7-9b06-fe054c3be5b2.shtml

      Eine Krankenhausärztin aus Málaga hatte getwittert, dass die Menschen derzeit eher an der Panik und am Systemkollaps sterben als am Virus. Das Krankenhaus werde von Personen mit Erkältungen, Grippe und womöglich Covid19 überrannt und die Abläufe seien zusammengebrochen.
      Das könnte in Italien ähnlich sein. dazu kommen dann die gefährlichen Krankenhauskeime – an denen auch in Deutschland jedes Jahr an die 15.000 Menschen sterben.

      Es gibt so viele Meinungen von Ärzten, Epidemiologen, Virologen – die weit auseinander gehen. Auch in Italien….

      • Herbert Renz-Polster

        Ach Leute.
        In Italien sind inzwischen 51 meiner Kollegen und Kolleginnen an COVID 19 gestorben (Stand 29.3.), und Sie reden davon, dass die Leute sterben weil sie mit Erkältungen in die Kliniken rennen. Kann man machen, muss man nicht.
        HRP

  • Katrin

    Danke sehr für Ihre ausführlichen Gegendarstellungen!
    Doch eine Sache beschäftigt mich kritisch zur Neuen Zählweise von Coronafällen des R.K.I. Und würde mich sehr freuen, wenn Sie dazu Stellung beziehen würden. Herzlichen Dank:
    Falldefinition Corona-Infektion des RKI seit 24.3.2020: Es reicht jetzt, wenn mind. 2 Lungenentzündungen gleichzeitig auftreten, daraus Corona-Fälle zu machen, ein labordiagnostischen Nachweis ist nicht mehr erforderlich, das kann man selbst auf der RKI-Seite nachsehen. Lungenentzündungen sind in dieser Jahreszeit nicht selten. Daher scheint sich daraus doch schon eine fälschlich hohe Fallzahl abzuleiten.

    • Tina

      Es gibt sehr verschiedene Arten von Lungenentzündungen. Die virale Pneumonie – so wie bei Covid 19 – kommt nicht so häufig vor und röntgenologisch gut zu diagnostizieren. Natürlich kann man dann nicht mit 100%ger Sicherheit sagen, dass es tatsächlich eine Covid-19 Pneumonie ist.

  • Dr. Rico Ilgen

    Bemerkenswerte Ignoranz – oder habe ich die Textpassage, in der Sie den COVID19 – Artikel im völlig unbekannten und unbedeutenden NEJM filetieren und als Lüge entlarven, etwa überlesen?

    Zum Schluss – Der „Schwindel-Arzt“ erhebt übrigens keinen alleinigen Wahrheitsanspruch (wer seine Einlassungen ohne Bekehrungseifer verfolgt hat konnte dies bemerken). Bei anderen ist das allerdings anders!

  • Michael Moebius

    Sie kritisieren die Argumentation ihrer Meinungsgegner, die sich auf offizielle zahlen stützen, denen sie selbst nicht vertrauen um die Argumentation ihrer Widersacher zu schwächen. Sie sind mir ja einer.

    • Herbert Renz-Polster

      Puuh, ich hab versucht Sie zu verstehen, immerhin!
      HRP

  • Neustart Deutschland

    Nicht die Corona-Krise ist unser eigentliches Problem, weil es immer wieder neue Krisen geben wird, sondern es sind die Politiker und deren Verbündete, denen wir in diesen Krisen vertrauen sollen! Unser Wahlsystem begünstigt Menschen an die Schalthebel unserer Gesellschaft zu gelangen, die sich mit ihren Eigenschaften uns Bürgern mit allen Mitteln als hilfreich, edel und gut verkaufen. Um allerdings Macht mit dem Ziel einer funktionierenden, sozialen und gerechten Gesellschaft ehrlich und wahr ausüben zu können, bedarf es anderer Eigenschaften als denen, die einen Menschen mithilfe unseres Wahlsystems an die Macht bringen. Wenn wir also unsere Gesellschaft sicherer machen wollen, dann müssen wir ein demokratisches System einführen, dass nur diejenigen an die Schaltstellen unserer Gesellschaft bringt, die dafür am besten geeignet sind und denen wir vertrauen können. Eine These dazu ist „Neustart-Deutschland“.

    • Herbert Renz-Polster

      Ach ja, und das müssen Sie jetzt als Beutrag zu einem Artikel zum Thema SARS-CoV-2 loswerden. Wenn Sie sich jetzt besser fühlen gehts natürlich i.O.

  • Otto Schineis

    Hallo Hr.Herbert Renz-Polster, was mir bei ihnen und all denen die sich ach so sehr um die Gesundheitsbedrohung durch Covid-19 sorgen leider immer fehlt, ist sich die Auswirkung der Isolation und der Existensvernichtung auf die Gesundheit der Menschen vorzustellen. In den Altenheimen und den Krankenhäusern sterben jetzt die Menschen an Vereinsamung weil ihre Angehörigen sie nicht mehr besuchen dürfen und ihnen dadurch Aufmunterung und Lebenssinn geben. Ebenso geht es den psychisch an der Grenze befindlichen Menschen denen jetzt die Möglichkeiten fehlen in Selbsthilfegruppen oder Anderem Austausch Hilfe zu finden. Ganz abgesehen von den Vielen die aufgrund der zusammenbrechenden Wirtschaft ihre Existenz verlieren. Dort werden die Selbstmordraten in schwindelerregende Höhen ansteigen. Ich selbst war während der Grippewelle 2018 wegen einer Sepsis nach einer Radio/Chemotherapie auf einer Intensivstation weit entfernt von zuhause weil in der näheren Umgebung die Intensivstationen belegt waren. Meine Frau besuchte mich trotzdem täglich, das gab mir die Kraft zu überleben.
    Ich würde mir wünschen sie würden sich auch so besorgt über die vielen Toten durch die resistenten Krankenhauskeime zeigen. In einigen Ostblockstaaten allen voran Georgien hat man dieses Problem durch den Einsatz von Makrophagen schon lange beseitigt. Hat bei uns doch die Pharma-lobby da ihre Hand im Spiel?
    Aber nein, für sie sicher alles Verschwörungstheorie.
    Aber leider ist Lobbyismus Realität vor allem in der WHO. siehe Doku auf Arte „Profiteure der Angst 2009“. Ich selbst bin in der Risikogruppe über 60 und Krebspatient und habe viel Krankenhauserfahrung. Wenn meine Frau und meine Familie mir nicht im Krankenhaus so beigestanden hätten wäre ich sicher nicht mehr am leben.
    Liebe Grüße

    • Matthias

      Sehr schön geschrieben. Und es juckt mir immer in den Fingern, an folgendes zu erinnern: In Deutschland sterben jedes Jahr 110.000 Menschen an den Folgenden des Rauchens. Übrigens auch Kinder durch Folgen des Passivrauchens.
      Diese Menschenleben könnte man leicht retten, man bräuchte das Rauchen nur zu verbieten. Wie winzig wäre dieser Eischneit in die persönliche Freiheit der Menschen im Vergleich zu den jetzigen Maßnahmen.
      Das sind jeden Tag über 300 Menschen.
      Bevor jetzt jemand aufschreit, dass es zynisch wäre, dies miteinander zu vergleichen. Es geht mir um die Verhältnismässigkeit der Mittel. Der Staat erachtet es als unverhältnismässig, durch solch ein Verbot jeden Tag über 300 Menschen vor dem Tod zu bewahren. Gleiches gilt übrigens für das Tempolimit. Auch den Alkoholkonsum könnte man deutlich einschränken, in dem man die Steuern erhöht. Die Skandinavier haben es vorgemacht. Auch in diesen Bereichen geht es um Menschenleben. Wo ist der hier so oft angesprochene Kampf gegen die multiresistenten Keime? Das haben uns die Niederländer vorgemacht, auch so könnte man tausende Menschenleben retten, jedes Jahr.
      Schützt die Risikogruppen (beim Rauchen sind es Kinder, die z.B. zuhause mitrauchen), bei Corona sind es alte, vorerkrankte Menschen. Aber wir dürfen es nicht dulden, dass Kinder weggesperrt werden. Wenn wir das zulassen, sind wir denkbar asozialste Gesellschaft. Kinder brauchen soziale Kontakte. Kinder sind nicht gefährdet. Kinder sehen Oma und Opa momentan sowieso nicht, sie können diese auch nicht infizieren. Besonders ein KInderarzt müsste hier doch aufschreien. Wir Opfern aktuell die Unversehrtheit der Kinder, das ist inakzeptabel

    • Louise

      Danke, Otto Schineis, all das, was Sie schreiben ist, was mir ebenfalls Sorge bereitet.
      Zu den Auswirkungen der Isolation und Existenzvernichtung kommen die Opfer erhöhter häuslicher Gewalt (überwiegend Kinder und Frauen).
      Ich sehe, dass Covid19 eine ernstzunehmende Erkrankung ist. So wie die Grippe übrigens auch. Fraglich bleibt aber der Prozentsatz der zu erwartenden Schwerstkranken durch Covid19 – da die Zahlen, anhand derer die durch das RKI vermittelten Zahlen hochgerechnet werden fragwürdig sind und keinen wissenschaftlichen Standards entsprechen, wie viele Wissenschaftler kritisieren.
      Wenn Covid19 jetzt zu sehr verlangsamt wird,dauert es mit der Durchseuchung noch Jahre (oder wird uns zumindest so erzählt. Denn keiner weiß, wie sehr die Duchseuchung heute schon fortgeschritten ist). Das würde bedeuten, dass meine Schwester (Risikoperson) jahrelang nicht mehr vor die Tür gehen oder Kontakte mit Freunden haben sollte. Ob ihr das hilft, gegen den Lungenkrebs anzukommen?
      Nicht zuletzt deshalb zweifle ich an den Maßnahmen, wie sie hier ergriffen wurden. Wann wurde in Deutschland je über Wochen hinweg eine Tag- und Nacht geltende Ausgangs-/ oder Kontaktsperre für alle verhängt? Wann wurde es in Deutschland dadurch unmöglich gemacht, dass Demonstrationen stattfinden können? Wann wurde Kindern je das Spielen mit anderen Kindern verboten? Hier ist die Kindheit plötzlich doch antastbar? Wann hatten die Deutschen zuletzt Angst, durch ihre Nachbarn denunziert zu werden?
      Ihnen, Herr Renz-Polster möchte ich herzlich danken für den Kommentar zu Corona und den Fiebersenkern! Genau diese Fragen habe ich mir auch gestellt (und das auch schon bei der Masern-Debatte). Meine Frage ist tatsächlich: wieviele Corona-Schwererkrankungen (oder -Tote) hätten vermieden werden können, hätte man das Fieber seine Arbeit machen lassen.

    • Herbert Renz-Polster

      Ja, die Frage nach der Balance ist ein guter Punkt, ich werde dazu Stellung nehmen. Danke

  • Jan B

    Danke.

    Keine Ahnung warum so viele Personen so viel Zeit investieren um diesen Unsinn zu glauben und zu verbreiten…

  • Thomas Sass

    Danke an Herrn Dr. med. Herbert Renz-Polster für den guten Beitrag. Ich kann jetzt die Beiträge der Schwindelambulanz viel besser einordnen und besser gegen die Meinungen der „Verschwörungstheoretiker“ argumentieren. Stayathome!

    • Louise

      Da muss ich widersprechen: „Stayathome“ hilft nicht, das Immunsystem oder die Psyche zu stärken. Geht raus, tankt Sonne, bewegt euch, spielt!

      Das geht alles mit ausreichend Abstand und hält uns gesund!

      • Herbert Renz-Polster

        Guter Punkt. Danke
        HRP

  • Hasso Waldner

    Sehr geehrter Herr Dr. Renz-Polster,
    ich habe mir gerade alle Beiträge durchgelesen und ich muss sagen, ich bewundere Sie für Ihre Engelsgeduld. Sie kämpfen als Arzt hier mit Leuten, die schauen sich ein Video an und schon sind sie Experten für Viren, Epedemien, Medizin oder Statistik. Die meisten sogar gleich alles in einem. Einen Tag vorher, wussten die das noch gar nicht, dass sie jemals über derart bedeutende Kenntnisse verfügen würden. Aber sie sind sich sicher, dass sie jetzt die wahre Wahrheit gefunden haben. Ab diesem Zeitpunkt hat die Realität keine Chance mehr. Sie hören und sehen nur noch das was sie wollen. Sie sehen nur noch das, was sie in ihrer Meinung bestätigt und wenn es noch so absurd ist. Alles, was nicht in das vorgefasste Bild passt, wird ausgeblendet. Und weil sie prinzipiell nicht mehr das glauben, was unsere Medien verbreiten, halten sie sich für besonders kritisch. Man muss natürlich zugeben, dass unsere Medien auch einiges dafür tun, dass das so ist. Die Folge ist, dass diese fundamentalen Medienkritiker damit zum zweiten Mal Opfer der Medien werden. Einmal als Opfer von Fake News, die es tatsächlich in den Medien gibt und zugleich Opfer des nicht mehr Erkennens der Wahrheit, die es natürlich ebenfalls in den Medien gibt. Statt mit Argusaugen auf wackelige Statistiken zu starren, die ja nur die Vergangenheit abbilden, sollte man sich auf die Realität konzentrieren. Und in meinen Augen sieht diese Realität zur Zeit sehr bedrohlich aus. Sie zu ignorieren, wird den Preis, den wir heute zahlen, noch weiter in die Höhe treiben. Das ist meine Meinung und ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Aber nicht durch wackelige Statistiken der Vergangenheit, sondern durch die Realität von Morgen.

    • Herbert Renz-Polster

      Vielen Dank, ich muss zugeben, dass ich manchmal mich schon auch wundere, aber sellerie, wie der Franzose sagt 😉

  • Christian Bickel

    Auch in dieser Diskussion sehe ich, dass es im Wesentlichen um Leichenzählerei geht. Die ist aber völlig irrelevant und geht am Problem vorbei. Nicht die Toten, sondern die Lebenden sind von Interesse, und unter den Lebenden diejenigen, die ohne intensivmedizinische Behandlung zum Tod verurteilt sind.
    Den Beschwichtigern wünsche ich (nun, nicht ernsthaft), dass sie mal eine Covid-19 Infektion bekommen, die eine Beatmung erfordert. Der Krankenwagen fährt von Klinik zu Klinik – kein Platz frei. Vor 8 Tagen wäre da noch einer gewesen,in 14 Tagen wird wieder einer frei, aber da ist unser Patient schon tot.
    Spätestens jetzt wird er merken, dass einzig und allein entscheidend ist, dass ein Beatmungsgerät frei ist, wenn er es braucht. Und es wird ihn nicht trösten oder gar auch nur die Bohne interessieren, wie hoch die Sterberate bei Covid-19 in Japan oder sonstwo ist. Er wird spätestens dann realisieren, dass es bei allen Maßnahmen darauf ankommt, die Zahl der Behandlungsplätze der Zahl der Schwerinfizierten anzunähern.
    Dabei hilft die Leichenzählerei nur insoweit, als sie kombiniert mit anderen Infektions-Zahlen Rückschlüsse auf die Zahl derer zulässt, die gleichzeitig ein Beatmungsgerät benötigen werden. Wenn diese sterben, weil kein Beatmungsgerät zur Verfügung steht, ist es völlig gleichgültig, ob dann der tatsächlich eintretende Exitus auf eine Vorerkrankung zurückzuführen ist.

    • Herbert Renz-Polster

      Finden Sie es in Ordnung, die Maßnahmen, die unsere Gesellschaft gerade ergreift, mit „Kriegsrecht“ zu vergleichen? Ich nicht
      Danke

  • Rainer

    Ich habe mal ein schönes Zitat gelesen, das ich auch hier ganz passend finde (Pfarrer Viktor R. Knirsch aus Kahlenbergerdorf):
    „Zum Recht des Wahrheitssuchenden gehört es, forschen und abwägen zu dürfen.
    Und wo immer dieses Zweifeln und Wägen verboten wird, wo immer Menschen verlangen, dass an sie geglaubt werden muss, wird ein (gotteslästerlicher) Hochmut sichtbar, der nachdenklich stimmt.
    Wenn nun jene, deren Thesen sie anzweifeln, die Wahrheit auf ihrer Seite haben, werden sie alle Fragen gelassen hinnehmen und geduldig beantworten, und sie werden ihre Beweise und ihre Akten nicht länger verbergen. Wenn jene aber lügen, dann werden sie nach dem Richter rufen. Daran wird man sie erkennen.
    Wahrheit ist stets gelassen.
    Lüge aber schreit nach irdischem Gericht!“

    Wir haben es (mal wieder) mit einem Thema zu tun, bei dem sich Experten und Medien leider nicht einfach sachlich ruhig mit den Fragen und Interpretationen auseinander setzen.
    Statt dessen wird versucht, abweichende Meinungen durch Abwertung, Polemik und Apellen abzuwerten … was in der Regel nicht dazu führt, dass man damit den anderen überzeugen würde. Im Gegenteil: die Polarisierung nimmt zu, in der eigenen Filterblase bekommt man totale Bestätigung während die konträre Filterblase alsbald auf gleiche Weise zurückschlägt.
    Wir haben es mit einer gesellschaftlich polarisierten Eskalation zu tun, bei der die Wahrheit in der Mitte auf der Strecke bleibt. Am meisten bedauere ich, dass wir sie wahrscheinlich nie erfahren werden, weil alle Seiten meinen, sie schon längst zu haben.
    Es fällt uns als Mensch unendlich schwer, bei etwas, was uns so existenziell betrifft, ruhig zu bleiben und in einen sachlichen Diskurs zu gehen.
    Aber das ist es, was wir gerade in einer Situation wie dieser besonders brauchen, damit es nicht weiter eskaliert und wir als Gesellschaft keinen Schaden nehmen.

    • Herbert Renz-Polster

      Danke, ich gebe Ihnen Recht und werde mein Möglichstes versuchen, mich an Ihren Rat zu halten. Danke. HRP

      • Rainer

        Ihre Reaktion berührt mich. Vielen Dank!

    • Sandra Ziegler

      @Rainer Danke für dieses wundervolle Zitat und Ihre sehr neutralen Zeilen.

      • Rainer

        Danke für die Rückmeldung, Sandra!

    • Kurz

      Warum werden schon sog. Seuchen Mitarbeiter gesucht? Muss doch Gründe haben!!!

    • Herbert Renz-Polster

      Nett. Diese Epidemie läuft in regionalen Clustern. Manche Krankenhäuser sind stärker frequentiert als andere. In manchen herrscht Ruhe vor dem Sturm, in anderen ist schon viel los. Eine Übersicht über die Situation in den süddeutschen Kliniken hier: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/krankheiten-stuttgart-krankenhaeuser-im-suedwesten-wappnen-ihre-intensivstationen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200325-99-468059
      Wenn Sie versprechen wollen, dass das so bleibt, dürfen Sie das gerne tun 😉
      In den USA werden machen Patienten inzwischen gar nicht mehr vom Rettungsdienst in die Kliniken gebracht:
      https://www.nytimes.com/2020/03/28/nyregion/nyc-coronavirus-ems.html?action=click&module=Spotlight&pgtype=Homepage

      • Nadine

        Unfassbar, mit welchen Mitteln hier Stimmung gemacht wird. Da wird einfach mal ein Link angehängt, dass macht immer Eindruck.
        Haben Sie den Artikel denn auch gelesen?
        „Nach Einschätzung der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft ist die Situation in den Intensivstationen der Krankenhäuser angesichts der Corona-Pandemie noch ruhig. Bislang werden nur wenige schwer erkrankte Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen behandelt, sagte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Matthias Einwag, am Mittwoch in Stuttgart“

        Das heißt keinesfalls, dass es so bleibt. Aber es ist so was von untauglich, Ihre These zu unermauern, sie widerspricht ihr sogar massiv. Wenn selbst im Cluster kein Notstand herscht, wofür spricht das?

        • Herbert Renz-Polster

          Ich habe damit keine These untermauert, sondern die regionale Lage in den Krankenhäusern beschrieben. Danke für die Information dass es derzeit ruhig ist und sich das aber ändern kann.

  • Andreas Baumann

    Vielen Dank für diesen Artikel Herr Dr. Polster. Ich verstehe die Welt nicht mehr, werde ich doch aktuell von Freunden und Bekannten (die meisten an und für sich intelligente Menschen) mit dem von Ihnen zitierten postfaktischen Stuss diverser „Kollegen“ geradezu zugemüllt.
    Interessanterweise sind das mehr oder weniger die gleichen Mitmenschen, die sich ansonsten über Klimakrise-Leugner oder Reichsbürger echauffieren …

  • Annette

    Ich verstehe einfach nicht dieses Schwarz/Weiß-Denken…
    Viele, die meinen es besser zu wissen, diffamieren den anderen, der auch was weiß, fachlich kompetent oder nicht. Das sehe ich leider auch in diesem Portal und auch bei Ihnen Herr Dr. Renz-Polster. Solange kritische Videos oder E-Mail-Adressen, wie die von Prof. Bhakdi gelöscht werden, Menschen, die nicht die Mainstreammeinung verfolgen, teilweise auf das übelste diskreditiert werden, in irgendeine Ecke gestellt werden, in die sie weiß Gott nicht passen, ist was ganz und gar nicht in Ordnung in dieser vermeintlichen Demokratie. Wenn ich das Fernsehen anschalte und Berichte über die Coronapandemie höre, wird es mir schlecht vor lauter Angst- und Panikmache und einseitiger Berichterstattung. Und manche Menschen tun sich das regelmäßig an… Hierzu gibt es einen Film, auch gegen das Vergessen: „Profiteure der Angst“ eine Doku in ARTE aus dem Jahr 2009 zur Schweinegrippepandemie.
    Seit Menschengedenken leben wir mit Viren und Bakterien in uns und da kommt ab und an eines um die Ecke, das ein Killervirus sein soll?
    Noch Pasteur hat auf seinem Sterbebett gesagt, dass das Milieu entscheidend ist und nicht der Keim. Entgegen seinen Behauptungen zu Lebzeiten. Daher sterben auch überwiegend ältere Menschen zu Erkältungszeiten, deren Immunsystem sehr geschwächt ist und/oder sie vorerkrankt sind. In Nord-Italien ist die Luftverschmutzung übrigens die höchste in Europa. Schlechte Luft greift die Atemwege an. Dass die desolaten italienischen Krankenhäuser von der EU kaputt gespart wurden, pfeifen inzwischen auch die Spatzen von den Dächern. Wie kann da eine gute Versorgung gewährleistet werden? Hinzu kommt noch die extreme Ansteckung mit Krankenhaus-Keimen und die hohe Resistenz gegen Antibiotika.
    Nun, das habe ich auch nur von Menschen, die dazu recherchiert haben, das kann natürlich auch jederzeit wiederlegt werden…
    Ältere und Immungeschwächte sollten jetzt geschützt werden, aber rechtfertigt dies die (bedingte) Ausgangssperre ganzer Nationen?
    Die psychischen ergo auch wirtschaftlichen Folgen dieser extremen Maßnahmen sind kaum auszudenken! Das wird die Menschen erst krank machen! Und zwar durch alle Altersgruppen hindurch…

  • hans heuer

    Hier spricht Dr John P.A. Ioannidis zu der Corona Pandemie und geht von einer Sterblichkeit ähnlich wie bei influenza aus. Dieser Mann ist kein Laie, sondern ein Medizinprofessor, Epidemiologe und Professor für biomedizinische Daten bei der Stanford Universität. Er ist absolut gegen einen Lockdown, der natürlich viele Leben kosten würde.

    https://www.youtube.com/watch?v=d6MZy-2fcBw

  • Lustig

    Weil sie die im Vergleich zu vergangenen Jahren erhöhte Todesrate in Bergamo ansprachen …

    …sie wissen schon, Herr Doktor, dass in Bergamo und Umgebung vor nicht allzulanger Zeit eine grossangelegte Impfkampagne stattgefunden hat? Kann es nicht vielleicht sein, dass eine „vermeintlich“ höhere Todesrate in diesem Gebiet direkt mit der vorangegangenen Impfkampagne zusammenhängt?
    https://www.bsnews.it/2020/01/18/meningite-vaccinate-34mila-persone-tra-brescia-e-bergamo/

    Ärzte aus dem englischen Gesundheitsministerium haben erst vor ein paar Tagen gewarnt, dass Personen, welche die Grippeimpfung erhalten haben, sich zwingend 3 Monate in Quarantäne begeben mögen, da sie zur Risikogruppe zählen: https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/coronavirus-top-medic-warns-anyone-21708701

    Ich weiss, als Kinderarzt sind sie natürlich voll auf Impfstoffe geeicht(ist ja immerhin ein Grossteil des Verdienstes), aber vielleicht ist es jetzt mal an der Zeit, diesen Wahn zu hinterfragen!
    Klar, dann wird der Weg etwas holpriger. Da ist es schon einfacher, dem Mainstream nach dem Mund zu reden. Hat man weniger Probleme. Nur ehrlich ist das nicht.

    • Herbert Renz-Polster

      Na dann haben wir in anderen Gegenden ja nichts zu befürchten, wo es keine Impfkampagnen gab. Wir beobachten ab jetzt die Welt gemeinsam, ja und Sie berichten mir im Juni, was Sie beobachtet haben? Danke

    • Dr. Philipp Bornschlegl

      Wenn Impfgegner auch noch mitmischen, wird es richtig spannend.

  • Dr. Peter Menke

    Ich habe mich intensiv mit den Beiträgen von Schwindelambulanz, Wodrag usw. auseinandergesetzt. Anfangs war ich von ihrer Argumentation völlig überzeugt. Auch heute glaube ich nicht, dass es sich bei ihnen um Menschen handelt, die bewusst Falschmeldungen erfinden, um die Öffentlichkeit zu desorientieren, sondern um Menschen sie sich ernsthaft Sorgen um die Kollateralschäden der laufenden Maßnahmen machen und die sich deshalb verzweifelt, an die Hoffnung klammern, es sei doch vielleicht alles nicht so schlimm. Eine Hoffnung, die vielleicht ja sogar eintreten wird. Tatsache, ist aber, dass sie Fakten ausblenden oder verdrängen, die dieser Hoffnung widersprechen. Zuerst aufgefallen ist mir das bei Wodrag, der immer noch die veraltete Aussage verbreitet, der verwendete Test sei unspezifisch (das war er nur am Anfang).
    Und dann der Fachartikel im New England Journal of Medcine (https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMe2002387).
    Die „Swiss Propaganda Research“ und im Anschluss die Schwindelambulanz pickten sich die Aussagen heraus, die zu ihrem Weltbild passten, ignorierten aber die anderen.
    Vielen Dank für Ihre aufschlussreichen Erläuterungen hierzu, Hr. Renz-Polster (https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/corona-so-funktioniert-der-schwindel/#comment-3695). Interessanterweise hat der Schweizer Kollegen seinen Eintrag zu diesem Artikel jetzt aus seinem Blog gelöscht.

    Mein Fazit:

    1. COVID-19 ist nicht einfach nur eine neue Grippewelle.

    2. COVID-19 ist aber auch nicht die Pest.

    3. Panik und Hysterie machen es noch schlimmer als es ist.

    4. Die richtige Maßnahmen zu finden, bei denen der Nutzen wirklich größer ist als der Kollateralschaden, ist nicht einfach. Ich möchte nicht in der Haut der Politiker stecken, die diese Entscheidungen jetzt verantworten müssen.

    5. Es gut und richtig jetzt über eine Exit-Strategie nachzudenken. Je mehr Ideen wir sammeln, wie man den Kollateralschaden verringern kann, desto besser.

    6. Wir sollten uns an die Unschuldsvermutung halten. Das versachlicht die Diskussion und führt am Ende zu den besten Ergebnissen: „Wodrag und Wieler meinen es gut“. Bitte alle laut nachsprechen!!
    Dementsprechend sollten wie keine Aussage leichtfertig als „manipulativ“ abtun und keine Kritik daran sofort als „Fake-News“ abstempeln.

    Danke für Ihren Blog! Er bietet den Raum für eine sachliche und gute Diskussion in diesem Sinne. Nutzen wir ihn.

    • Herbert Renz-Polster

      Von Herzen Danke. HRP

  • Matthias

    Insgesamt ein mehr als komplexes Thema. Was alleine schon zur Einschätzung helfen würde, wenn wir nicht täglich nur Fallzahlen (Gesamtinfizierte und Verstorbene) bekommen würden, sondern wenn man diese mal in Relation setzt. Es macht einen Unterschied, ob 4000 neu Infizierte bei 10000 Tests oder bei 50000 Tests gefunden werden. An sich muss ich von den Gesamtinfektionen auch die Genesenen abziehen. Zu diesem Wert kann ich dann die Neuinfektionen prozentual vergleichen usw.. Dies würde einen realistischen Blick auf die Situation und so auch zur Entwicklung aufzeigen. Ebenso die Zählweise des RKI bei Neuinfektionen und Todesfällen. Warum werden diese Zahlen nicht dargestellt? So könnte diese Diskussion sicherlich einfacher gestaltet werden.

  • Nico

    Danke für den Beitrag!

    Haben Sie den Beitrag von Euromomo genau gelesen verstanden und vollständig wiedergegeben?

    Euromomo sagt zu keinem Zeitpunkt, die Daten seine falsch, nur „proceed with caution“!

    Euromomo schreibt auch (nur nicht auf der Startseite):

    The overall objective of the original European Mortality Monitoring Project was to design a routine public health mortality monitoring system aimed at detecting and measuring, on a real-time basis, excess number of deaths related to influenza and other possible public health threats across participating European Countries. … During the 2009/2010 influenza A(H1N1) pandemic, the EuroMOMO network demonstrated how a timely, standardised and coordinated approach to mortality monitoring increases the European capacity to assess the impact of events with a potential impact on public health. Without EuroMOMO, Europe would have been less well prepared for the pandemic. In addition, EuroMOMO was pivotal to facilitate country-specific in-depth analyses of influenza-associated mortality in general or the impact of the pandemic more specifically.

    Es lohnt sich schon, den Verlauf weiter zu beobachten. Das ist vielleicht seriöser als Menschen, die eben zu anderen Ergebnissen kommen als man selbst als Fake News zu verunglimpfen.

    Das Robert-Koch-Institut jedenfalls misst genau. Im Disclaimer steht ganz genau und explizit, wie genau die Daten sind und wie sie auf einer wöchentlichen Basis dargestellt werden. Das Ergebnis: Keine erhöhte Anzahl von Toden aufgrund von Atemwegserkrankungen in Deutschland im Vergleich zu den drei Vorjahren – im Gegenteil, die Werte sind niedriger.

    Wieso haben Sie denn diesen Hinweis von Dr. Wodarg nicht erwähnt? Da haben Sie doch eine vollständig zuverlässige Quelle mit Hinweis, dass alle Daten verlässlich sind!

    Der Spiegel jedenfalls muss in der Reaktion auf Dr. Wodargs Antwort auf den Bericht über angebliche Fake News eingestehen:

    Ich zitiere den Spiegel:

    „Es ist korrekt, dass sich das neue Virus in der diesjährigen Statistik der Todesfälle in Folge von Atemwegsinfekten in Deutschland BISLANG NICHT BEMERKBAR MACHT. Wenn es nicht gelingt, die exponentielle Ausbreitung abzuflachen, kann sich das jedoch schnell ändern.“

    Plötzlich heißt es nicht mehr, dass es einen massiven Anstieg der Tode durch Atemwegserkrankungen in Deutschland gibt, sondern, dass es diese in der ZUKUNFT geben KÖNNTE, wenn man nichts unternimmt.

    Man muss bei der Recherche Dinge ansprechen können, ohne verunglimpft zu werden. Das Robert Koch Institut heranzuziehen sollte in Ordnung sein!

    Die Medien haben meines Wissens nacb noch NIE zuvor gesagt, jawohl, kein Anstieg der Todesfälle, das könnte aber kn der Zukunft vorkommen. Nun ist es passiert und dafür kann man Herrn Dr. Wodarg auch wertschätzen. Man muss eben genau hinsehen und sich nicht zu früh Meinungen bilden und andere verunglimpfen.

    Das wäre schon einmal ein guter Anfang um die Lage mit der Zeit einschätzen zu können. I

    • Herbert Renz-Polster

      Ich bin nicht sicher, was Sie sagen wollen – dass es einen Anstieg der Todesfälle durch COVID nicht gibt? Der Anstieg ist für viele regionale Cluster zweifelsfrei dokumentiert. Je weiter sich SARS-CoV-2 in Europa verbreitet, desto mehr regionale Cluster wird es geben, und natürlich wird sich das auch bei Euro-MOMO abbilden, ich weiss gar nicht, was da so kompliziert sein soll.
      Schauen Sie doch jetzt die Euro-MOMO Daten von Italien an, natürlich gehen die jetzt rauf – und zwar obwohl die Grippewelle vorbei ist und die Kurve eigentlich absinken sollte (http://euromomo.eu/outputs/zscore_country_total.html). Und da sind wir noch in Woche 12, gell

  • Claudia Maier

    Sehr geehrter Herr Renz-Polster, auch Ihr Statement habe ich aufmerksam gelesen. Nichtsdestotrotz weiß man doch gar nicht mehr wem man was glauben soll. Man fühlt sich hin- und hergerissen zwischen den Meinungen. Aber man muss sich doch auch nicht darüber wundern dass denn so ist, wenn über viele Jahre ständig Lügen aufgetischt werden gerade von denen die eigentlich eine Vorbildfunktion haben sollten wir die Politik ! Denen es wichtiger ist sich um ihre Posten-Schecherei zu kümmern als um Dinge wie SEITJAHREN unterbesetzte Intentiv Stationen oder Pflegeberufe insgesamt. Denen ihr eigenes Wohl wichtiger ist als das der anderen, die Sorge dafür tragen dass wir nach wie vor mit Spritzmitteln vergiftet werden, und und und. Und dann sollen wir allen Ernstes noch denen Glauben schenken die in kleinster Weise in den letzten Jahren ehrlich waren???? Mit Verlaub – ich finde es furchtbar was mit den Erkrankten geschieht, ebenso betroffen macht mich die Situation welche sowohl Angehörige aber auch all die Krankenschwestern und Ärzte etc. durchstehen müssen. Und ja, ich bin für Vorsichtsmaßnahmen da ICH es nicht weiß was tatsächlich „dahinter“ „steckt“ und ich vielleicht zu den Personen gehöre die dann lieber einen Schritt zurück treten um sowohl mich als auch andere nicht unnötig zu gefährden. Nichtsdestotrotz – das ganze hat einen faden Beigeschmack. Seien sie mir nicht böse ?

    • Herbert Renz-Polster

      Keinesfalls. Das sind hoch komplexe Fragen, die wir immer auch aus dem persönlichen Blickwinkel anschauen. Ich zum Beispiel finde die Reaktion der Politik zur Zeit ausgewogen. Obwohl ich sehr viele Wünsche an die Regierung hätte 😉

  • jana

    heute ist es corona morgen irgendein anderer virus… wie oft glauben sie verkraften wir das denn vor allem auch wirtschaftlich jedes mal alles auf null zu fahren… wenn man jetzt beobachtet wie das rennen um einen impfstoff gehypt wird, liegt es wohl nahe anzunehmen, dass es wieder mal nur um geld geht und wer letztendlich den grössten nutzen daraus zieht. die auswirkungen interessiert die nutzniesser eh nicht… die zeit wird es zeigen,wer recht hatte … so war es schon immer. die menschheit wird immer wieder von solchen *neuen unbekannten* heimgesucht, aber noch nie wurde das öffentliche leben damit begraben .. ich bin skeptiker der getroffenen massnahmen und der massnahmen ,die die medizin im ganzen ausmacht. trotzdem geht es immer nur um 2 dinge geld oder macht— wird gerne auch zusammen genommen!

    • Herbert Renz-Polster

      ja, das wäre auch was, wenn wir „jedes mal“ auf null fahren, Ich bin jetzt 60, erlebe es zum ersten Mal. Aber Danke für die Überlegungen

  • Eduard Hajek

    Guten Tag,

    könnten Sie das RKI Dashboard der Fallzahlen in Deutschland vielleicht ergänzen um die folgenden Angaben:
    Gesamtanzahl der getesteten Personen aufgeteilt nach Symptomatik, Vorerkrankungen, Altersgruppe, Geschlecht und Ergebnis? Bei den Todesfällen, könnten Sie hier vielleicht ergänzen die laborbestätigte Todesursache nach ICD 10?
    Ich kann diese relevanten Angaben nirgendwo finden, obwohl sie sicherlich erfasst werden. Das RKI hat meine Anfrage dazu bislang nicht beantwortet.
    Über eine vollständige Darlegung dieser Informationen würde ich mich sehr freuen.
    Wo finden sich diese Zahlen?

    Besten Dank vorab für Ihre freundliche Unterstützung.

    • Herbert Renz-Polster

      Sorry, sas kann ich nicht, ich arbeite nicht am RKI und bin so schon bis hinter die Ohren zugedeckt…

  • Peter SCherk

    Vielen herzlichen Dank für die wahrheitsgetreue Aufklärung. Im Internet kursieren zur Zeit viele hetzerischen und sachlich unfundierten Videos und Nachrichten, die nur darauf abzielen Menschen zu verunsichern. Sie haben einen großartigen Beitrag geleistet, um mir die Sachlage deutlich vor Augen zu führen und um nicht auf Scharlatane herein zu fallen. DANKE.

  • Dorothea Kramer

    Das ist echt traurig.
    Sie behaupten die Wahrheit zu kennen?
    Wenn man in dieser verrückt gewordenen Welt noch rational denken kann, dann kommt man ganz einfach zu dem Ergebnis, dass sowohl Dr. Schiffmann wie auch Dr. Wodarg näher an der Wahrheit sind als die Medien und WHO.
    Corona gibt es, das verneint keiner aber was die Medien daraus machen ist nicht mehr normal. Seit Wochen nur Angst und Schrecken. Es wurden Bilder von Särgen in Italien veröffentlicht die sich Nachhinein als Bilder aus 2013 vom Schiffsunglück auf Lampedusa herausgestellt haben. Wie ist das zu verstehen? Wieso macht man so etwas? Was ist das Ziel?
    Schon vor Jahren hat die WHO die Schweinegrippe Pandemie ausgerufen. Es gab damals Stimmen die Kritik geäussert haben. Hr. Dr. Wodarg war einer von den Vernunftsstimmen damals. Gott sei Dank gibt es Menschen wie ihn. Hr. Dr. Wodarg hatte damals Recht gehabt. Das ergab eine spätere Analyse. Alles ist Dokumentiert. Viele Länder haben damals durch Angstmacherei und Druck von der WHO Seite teure Medikamente und Impfstoffe gekauft. Da die Leute sich aber nicht impfen liessen wie erhofft, sind die Länder auf den Medikamenten wörtlich sitzen geblieben.
    Nach der WHO Panne von damals wurden die Grundsetze für eine weltweite Pandemie neu festgelegt. Warum nur? Damit man uns leichter in die Käfige sperren kann? Damit man uns leichter jeglichen Rechte berauben kann? Selbstbestimmungsrecht, Aufenthaltsrecht, Meinungsfreiheitrecht, den Glauben kann man auch nicht mehr praktizieren… das und vieles mehr haben wir bereits verloren. Nun wird man wohl aus der Panne von damals gelernt haben und einen Impfzwang für alle einleiten wollen.
    Wie hinterhältig!
    Sie beschümpfen die Ärzte/Ihre Kollegen als Schwindler? Schlimm!
    Jeder Mensch sollte seine Meinung frei äussern dürfen. Oder?

    Ich finde, Sie sollten sich entschuldigen.
    Auf dieser Welt gibt es keine Gerechtigkeit… aber ich glaube fest daran, dass wir Gottes Geschöpfe sind. Und mein Gott ist ein gerechter Gott. Er wird jeden Menschen eines Tages richten. Noch haben Sie die Zeit und Möglichkeit das Unrecht wieder gut zu machen.
    Solche Hetze gegeneinander bringt doch niemandem etwas.
    Das was mit Menschen grad passiert, ist erschreckend… Jeder sieht in dem Anderen Feind. So weit sind wir schon.
    Leute wacht auf bevor es zu spät ist.
    Wenn wir die Menschlichkeit und Herz verlieren dann sind wir verloren…
    Ich hoffe die Vernunft und der gesunde Menschenverstand wird gewinnen..
    Sonst ist unser Leben auf diesem Planeten nichts mehr wert…
    Glaube Liebe Hoffnung….

    • Dr. Peter Menke

      Also, ja vielleicht hat sich Hr. Renz-Polster manchmal etwas im Ton vergriffen und ich finde auch die Überschrift Fake News nicht gut, aber er bemüht sich um Sachlichkeit. Viel mehr als manch anderer. Dafür sollten wir ihm Respekt zollen.
      Wer Gottes Gericht anruft, sollte aufpassen, das es ihn nicht als erstes trifft.
      Zu meinen Erfahrungen mit Wodarg, siehe oben!
      Grüße
      Peter Menke

      • Dorothea Kramer

        Hallo Hr. Dr. Menke,

        ich habe es nicht so gemeint, wie Sie es aufgefasst haben.
        Gottes Gericht wird kommen und jeder von uns wird sich für das Gesagte / Getane oder nicht Getane verantworten müssen.
        Ich auch – dessen bin ich mir Bewusst.
        Und gerade deshalb sage ich hier was mir auf dem Herzen liegt.
        Das kann nicht sein, dass Menschen die Ihre Meinung äussern, der Massen fertig/schlecht gemacht werden. Wo soll das uns hin bringen?

        Ich finde wir sollen alle aufpassen wie wir miteinander umgehen.
        Den Hr. Dr. Wodarg schätze ich sehr.
        Er ist definitiv ein Mensch der mehr Erfahrung als Hr. Renz-Polster vorweisen kann.
        Alles was er gesagt hat, war Sachlich und Respektvoll.
        Können Sie uns sagen, warum es nicht möglich ist, Menschen die andere Meinung vertreten, auch einen Raum zu geben um Ihre Thesen und Lösungsvorschläge vorstellen zu können?
        Warum darf nur Hr. Dr. Drosten sprechen?
        Warum werden Aussagen und Beiträge von Menschen die versuchen sich in der Thematik zu äussern, als Hetzer und Verschwörungstheoretiker beschrieben und Ihre Beiträge gelöscht werden?
        Das alles erscheint mir kurios.
        Ich habe kein Verständnis dafür und ich bin nicht die einzige.
        Was grad auf der Welt los ist, ist nicht normal.
        Das empfinden so immer mehr Menschen.
        Etwas hier ist faul. Aber was????
        Angstmacherei blockiert das gesunde Menschenverstand und die Macher diese Angst, wissen das.
        Das ganze ist sehr sehr traurig….
        Am Ende haben wir alle verloren….
        Aber wahrscheinlich ist das gerade das Ziel dieser Hetz- und Angstkampanie…
        Alles was uns lieb, teuer und wichtig war, soll vernichtet werden?
        Familie, Zusammenhalt, Respekt, Wirtschaft, Menschlichkeit, Glaube, Liebe…
        Die Mächte die hier am Wirken sind, scheinen meiner Meinung nach, sich das zum Ziel gemacht zu haben.

        Kann man noch etwas tun um das zu verhindern?
        Leute wacht auf….Bitte…

        • Dr. Philipp Bornschlegl

          Beiträge, die mit „wacht auf..“ enden, sollten immer mit Vorsicht genossen werden.

          Ach ja, ich finde die Zusammenstellung sehr interessant: „Familie, Zusammenhalt, Respekt, Wirtschaft, Menschlichkeit, Glaube, Liebe…“

          vieles davon geht sicherlich gestärkt aus dem Lockdown hervor..

    • Shako

      Das Problem mit Herrn Wodarg ist, dass er immer noch die Schweinegrippe-Brille auf hat und nicht merkt oder merken will, dass wir es hier mit etwas völlig anderem zu tun haben. Und anscheinend kennt er auch den Unterschied zwischen den verschiedenen Corona-Viren nicht (oder will ihn nicht kennen), die er alle in einen Topf wirft. Er verwechselt offenbar auch die dazugehörigen Tests. Der größte Unsinn aber ist es, zu behaupten, ohne die Tests wäre dieser Virus gar nicht aufgefallen. Wer glaubt denn im Ernst, dass ein plötzlich deutlich vermehrtes Auftreten rätselhafter schwerer Lungenerkrankungen (die schließlich erst zur Entdeckung des Virus und der anschließenden Entwicklung des dafür spezifischen Tests geführt haben) längerfristig niemandem aufgefallen wäre? Der spinnt sich sein eigenes Universum zusammen und dafür wird er mit Recht kritisiert.

  • Hugo Birne

    Dann stelle ich mir die Frage, warum viele andere Experten, wie z.B. Prof. Mölling, Prof. Hockertz, Prof. Wodarg u.v.a.m. nicht offiziell gehört werden, bzw zum Teil sogar Angst haben (müssen), öffentlich aufzutreten und ihre Meinung zu sagen.
    Warum hat dann das RKI vor 2 Tagen die Zählweise geändert, so dass auch nachträglich wesentlich mehr Fälle eingetragen werden. Für mich werden hier künstlich Zahlen manipuliert!
    Warum redet Niemand vom Event 201? Interessierten rate ich, den Kommentar von Peter König zu hören.
    Was ist mit der Aussage von Prof. Veith und dem aufgetauchten Schriftstück von 2012, wie bei einer Pandemie zu handeln ist, seiner Zeit wird angegeben, dass im Februar auf einem Markt in China ein Corona-Virus durch Wildtiere übertragen wird?
    Nahezu die gleichen Voraussetzungen sind beim Event 201 genannt, dort wurde in allen Einzelheiten ein theoretischer Testlauf geprobt.
    Für mich ein paar Zufälle zu viel und wenn es nicht so wäre, warum werden Zahlen nur einseitig interpretiert und halten keiner Überprüfung statt?
    Ich will und werde nicht behaupten, dass es das Virus nicht gibt, aber für mich hat es mehr eine Alibifunktion, man hat einen Sündenbock gesucht und gefunden.
    Und an alle tollen Politiker, die sich sehr bald wieder selbst beräuchern werden und behaupten werden, sie hätten unzählige Leben gerettet.
    Warum sind denn die Intensivbetten knapp? Wer hat denn unser Gesundheitssystem kaputt gespart? Wieso jammert ein Gesundheitsminister, dass Desinfektionsmittel und andere Schutzausrüstung fehlen? Es ist seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass dieser Fall nicht eintritt! Nicht nur da hat er komplett versagt.
    Über unsere Kanzlerin schweige ich besser ganz.
    Nur eins, liebe Mitmenschen, wir müssen aufpassen, was die nach der (gemachten) Pandemie an Gesetzen schaffen. Ich fürchte, da werden Freifahrtsscheine ausgestellt, um uns wochenlang ruhigzustellen. Es braucht nur Jemand mit irgendwelchen, nicht überprüfbare Zahlen das Wort Virus zu rufen und schon ist unser Grundgesetz ausgehebelt?
    Bitte, seid hellwach und beobachtet ganz genau, was da passiert. Vor allem möchte ich überprüfbare Zahlen und keine Verschleierungstaktik, die im Moment gefahren wird.
    Vielleicht retten wir ein paar Dutzend Menschen vor dem Virus, auf der anderen Seite treiben wir in naher Zukunft aus finanziellen Gründen Hunderte in den Freitod.
    Aber da diese Zahl (normal täglich 25 Suizidfälle) ohnehin gerne verschwiegen wird, merkt es ja ohnehin kaum Jemand, wenn sie sich verdoppelt oder so.
    Aber, warum mache ich mir die Mühe überhaupt, vermutlich wird mein Beitrag ohnehin zensiert.

    • Herbert Renz-Polster

      „Vielleicht retten wir ein paar Dutzend Menschen vor dem Virus“ – na ja, mir fällt da gerade nichts dazu ein
      Vielleicht das: heute las ich die Meldung, dass 51 meiner Kollegen und Kolleginnen in Italien bei Ihrem Einsatz gestorben sind.

  • cp

    Einfach nur danke!

  • Sunny

    Haha, der „Schwindelarzt“ hat seine Kommentare bei YT ausgeschaltet. ^^

    Er ist nicht in der Lage, die wichtigen Daten und Informationen zu erfassen, hat er anscheinend nicht wahrgenommen oder verstanden und nimmt auch die aktuelle Lage nicht wahr (Ärzte im KKH alle völlig am Ende, verzweifelt etc…Ist eben nicht mit einer Grippe vergleichbar.. Sollte mal besser Drosten hören…)

    Naja, daher arbeitet er zum Glück auch nur dort und ist nicht Berater der Regierung oder hat sonst irgendetwas Wichtiges zu sagen…

  • Ana

    Bemerkenswerte Schrift! Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, diese zu verfassen!

    Persönlich habe ich absolut KEINE Mühe mich in meinem Zuhause aufzuhalten; Es ist schön, gross genug und meine Mitbewohner sind nett und umgänglich und, nicht unwesentlich, ich gehöre (noch) zu den Priviligierten, die sich gerade keinen Lohneinbussen stellen müssen, unterm Strich also – ehrlich? Wir geniessen es eigentlich fast so viel Ruhe zu haben vor vielen Sachen, die uns sonst so ‚um die Ohren fliegen‘.(Obwohl ich das etwas anmassend finde…) Aber ich schreibe das um deutlich zu machen, dass ich nicht aus ‚Not‘ schreibe, sondern weil ich mich um viele Menschen, die die Zeit anderes verbringen als ich, gerade Sorgen mache. Ich erfahre ihre Not und ich frage mich schon, wie hier eine Not, die der Kranken, potenziell Kranken und Gefärdeten gewichtet wird und die der eigentlich Gesunden aber nun eben in Not und Sorge OHNE Aussicht auf Hilfe…

    So frage mich drei Dinge:
    a) Woher kommt dieser doch weitverbreitete Unwille den doch so weisen Mediziniern das alles zu glauben? Muss sich womöglich die medizinische Gilde ein wenig selbst an der Nase nehmen, weil sie uns Jahrzehnte lang andere Dinge aufgetischt hat, die uns schlussendlich nun Bauchschmerzen machen? Sprich ’nötige‘ Kaiserschnitte, Psychofarmaka, Mamografien etc. von denen man heute erwiesenerweise weiss, dass sie uns gelinde gesagt nicht ‚helfen‘??
    Wie können so viele Menschen so schlechte Erfahrungen gemacht haben, dass sie nun solche Zweifel an dieser ‚Richtigkeit‘ haben?

    und b) ist es denn überhauptnoch möglich, dass man ggf. die Sache überhaupt noch realistisch betrachten KANN? Wer würde sich, wenn sich jetzt tatsächlich herausstellen würde, dass hier das Kind mit dem Bade ausgeschüttet würde, trauen zu sagen: Wir haben es gut gemeint, aber es ist jetzt anders? Die Kurven müssen jetzt doch einfach stimmen, um das alles zu rechtfertigen. Wer nimmt die tatsächlichen Todesursachen auseinander, kann man das überhaupt? Wen man den Effekt berücksichtig, der Angst auf die Gesundheit hat, der aber in diesem Chaos kaum von anderen getrennt werden kann? (Ich habe mal einen Menschen blau anlaufen sehen weil derjenige MEINTE ein Insekt hätte ihn gestochen. Er wurde beatmet aber erst als man ihm den Armt zeigten und dass da kein Einstich ist, hat er sich tatsächlich beruhigt. Das war ein einschneidendes Erlebnis!)

    und c) Weshalb werden Beiträge die eine andere als die Regierungssicht darstellende Sicht, ziegen gelöscht? Weshalb werden Beiträge von Menschen, welche die Orte aus öffentlichen Reportagen besuchen und dort andere Zustände vorfinden, z.B. gähnende Leere anstatt überfüllte Hallen von Kranken, gelöscht anstatt kommentiert?

    Ich finde Sie Herr Renz-Polster haben das wunderbar gemacht. Sie zeigen, in einer sicher zeitintensiven Arbeit, auf, wie sie die Aussagen sehen. So hat man eine fundierte andere Sicht. Obwohl das u.U. doch keine Klarheit schafft, hilft es eine Seite zu verstehen. DAS wäre doch die Aufgabe der Öffentlichen Stellen – KOMMUNIKATION und zwar verständlich. Solange die nur ‚löschen‘ , diktieren und strafen, säen sie mit ihrem Tun nur weiter Zweifel …. denn ein solches Verhalten ist verdächtig und da ist die Beziehung zu den Darstellern der ‚greifbareren‘ Seite einfach fester….

    Also nochmals vielen Dank für Ihre Arbeit und Mühe!

    • Herbert Renz-Polster

      Oh das habe ich auch schon erlebt: Atemprobleme durch Angst. Aber es dürfte bei der jetzigen COVID-Welle nur eine kleine Minderheit sein, die Berichte lesen sich jedenfalls anders:
      https://www.nytimes.com/interactive/2020/03/27/world/europe/coronavirus-italy-bergamo.html?searchResultPosition=1
      Und warum Beiträge gelöscht werden? Hmm – haben Sie die von Dr. Schiffmann angeschaut? In manchen sind strafrechtlich eindeutige Vorwürfe drin gewesen (etwa der Vorwurf der bewussten Panikmache mit tausendfacher Todesfolge – also des Totschlags – an Prof Drosten) – da habe ich mich gewundert, warum so was frei zirkulieren darf. Das vergiftet uns doch
      Danke!

  • Shako

    Hallo Herr Doktor Renz-Polster, vielen Dank für Ihren Beitrag – er spricht mir aus der Seele und hat einiges von dem, was mir zu diesem Thema seit einiger Zeit durch den Kopf geht, in Worte gefasst und zu guten Argumenten geformt. Trotzdem tauchen natürlich dauernd neue Dinge auf, mit denen man sich auseinander setzen muss. Deshalb würde mich sehr interessieren, wie denn Ihre Antwort auf den „offenen Brief“ von Herrn Bhakdi (an Frau Merkel) ausfallen würde, der hier in den Kommentaren bereits dokumentiert ist und von dem es auch eine YouTube-Fassung gibt, die beginnt, im Netz zu zirkulieren ( https://www.youtube.com/watch?v=LsExPrHCHbw ). Vielen Dank!

  • L. Stiller

    Sehr guter Beitrag.

    Bleibt noch zu erwähnen, das Schlafmittel und Schmerzmittel keine AKTIVE Sterbehilfe ist, wie der Schwindelarzt lautstark und voller Empörung von sich gibt. Das ist nicht mal PASSIVE Sterbehilfe. Denn zur Passiven Sterbehilfe gehört noch das UNTERLASSEN der künstlichen Ernährung des schlafenden.

  • Julian

    Herr Renz-Polster, vielen Dank für Ihren Artikel. Aus meiner Sicht sprechen Sie sehr wichtige Punkte an. Dennoch möchte ich mitteilen, dass ich bei Ihrer Aussage:
    „[…] Ich weiß nicht, aber wenn unser Rechtsstaat noch funktioniert, sollten solche Aussagen nicht stehen bleiben dürfen. Sie vergiften unsere Gesellschaft.“
    kurz aufgeschreckt bin – diese Dimension finde ich gefährlich! Vielmehr wünsche ich mir eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Sichtweisen ohne weitere Herrschaftsappelle. D.h. mehr in diesem Sinne: solche Aussagen sollten nicht unkommentiert stehend bleiben – zumindest nicht im Kopf – dann wäre ich ganz Ihrer Meinung, wie sie selbst z.B. weiter unten schreiben:
    „[…] Autoritäres Gehabe ist das doch! NICHTS enthebt Euch von der Verantwortung, das Gehirn einzuschalten, zu lesen, zu lesen, zu lesen.“
    Danke.

    • Werner

      Danke Julian ? & Shako ?

      Für mich stellt Prof. Dr. Bhakdi die genau richtigen 5 Fragen und die hätte ich auch gern beantwortet. Wenn nicht von Frau Merkel , dann von ihnen Dr. Renz-Polster.

      Da sie sich sehr auf die 1000 Toten / Tag in Italien beziehen , folgende zusätzliche Frage:

      Älteste Bevölkerung Europas, Schlechteste Luft in Europa , runtergewirtschaftetes Gesundheitssystem mit logischer Folge der Überlastung der Rest-Infrastruktur und noch dazu die unklaren Wirkungen der Massenimpfungen im Vorfeld in der Bergamo-Gegend .
      Die vom italienischen Gesundheitsminister zugegebene unsaubere Zählweise mal weglassend .

      Glauben sie, nur weil in einer Region soviele nachteilige Risiko-Punkte zusammentreffen und die die entsprechend logischen Folgen haben , sollte man ohne Rücksicht der regionalen Bedingungen in allen anderen Länder/Bundesländern überall die gleichen harten Eingriffe durchsetzen, die derzeit unsere Wirtschaft bis zur Zerstörung schädigen, welches dann wohl in Zukunft zu noch viel mehr Opfern führen wird ?
      Den 1. Politiker-Suizid haben wir schon … von den anderen werden wir wahrscheinlich nicht soviel in der Presse hören.

      Vielen Dank für Ihre Antwort

      • Herbert Renz-Polster

        Ich sehe Norditalien nicht als exzeptionell.. Ähnliche Szenarien sind in Spanien zu beobachten (auch dort wo die Luft gut ist), und auch in den USA, deren Kliniken ich 7 Jahre Jahre lang von innen als Arzt kennengelernt habe, sie sind in aller Regel super. Und in den nächsten Wochen werden Sie dasselbe rund um die Erde erleben können. Also nein, das Problem ist vor allem dieses Virus mit seinen paradoxen Eigenschaften – hier mehr dazu:
        https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/corona-ist-nicht-gefaehrlicher-als-die-grippe/

    • Herbert Renz-Polster

      @Julian
      ich schreibe das deshalb weil Dr. Schiffmann in dem verlinkten Video Prof. Drosten bewussten Totschlag vorwirft, bleibe deshalb dabei dass dies die Gesellschaft vergiftet.

      • Werner

        Herr Renz-Polster

        Können sie meine Frage beantworten ?

        • Herbert Renz-Polster

          Habs grad getan, ich gebe mir Mühe, aber das sind jetzt auf diverse Einträge 500+ Kommentare, das dauert, ich muss ja auch manchmal noch arbeiten 😉

  • Martin Pichler

    Guten Tag,
    Danke für das Engagement und die vielen aufklärenden Beiträge. Ich kenne die „Fake News“ gut, wie auch die vielen Beiträge der Mainstream Medien. Traurig ist meiner Meinung nach, dass wir es immer wieder mit unpräziser Berichterstattung zu tun haben. Dr. Wodarg hat eine Grundhypothese an den Anfang seiner Aussagen gestellt und darauf passiert seine Argumentation und der harte Key-Indikator (die gemessene Übersterblichkeit) hat (noch) nichts angezeigt, und in diesem Spielraum bewegt sich seine Argumentation. Ich finde es nicht fair von Fake News zu sprechen. Ich finde die Beiträge helfen auch zur Meinungsbildung. Übrigens jetzt schlägt die wöchentliche Übersterblichkeit in Italien bereits aus, wir haben eine 6-fache Übersterblichkeit, das heißt der harte Key Indikator zeigt was an. Apropos, Herr Dr. Renz-Polster Sie schreiben in einem Kommentar… „7-fache Übersterblichkeit kennen wir nur vom Krieg oder so ähnlich…“. In der Grippe Periode 2016/2017 hatten wir eine 9 mal höhere Sterblichkeit als normal in Italien , siehe Euro Momo.
    Und wenn Prof. Ricciardi davon berichtet, dass das italienische Reporting zu den Sterbefällen schlampig ist und eigentlich nur ca. 12 Prozent der berichteten Corona Fälle kausal direkt nachweislich mit Corona zusammen hängen, dann bin ich dankbar, dass Dr. Schiffmann das nachholt, was die Mainstream Medien versäumt haben, ordentliche Berichterstattung.
    Ich bin Naturwissenschaftler und Systemwissenschaftler und kenne so etwas wie empirische Standardabweichung oder Fehlerbandbreite und habe ein statistisches Grund-Verständnis, in sämtlichen Berichten der Medien fehlt die Information, dass es in Wirklichkeit sehr viele Unbekannte gibt zu Corona und unter Berücksichtigung der möglichen Risiken muss frühzeitig vorsichtig bzw so reagiert werden! Deshalb jetzt die drastischen Maßnahmen bevor es vielleicht zu spät ist, so verstehe ich es zumindest. Die Politik kann aber nicht derart transparent vorgehen und in einem diskursiven Gesprächs-Rahmen die Bevölkerung in die „Häuser verbannen“ deshalb bekommen wir teilweise Halbwahrheiten serviert, von den offiziellen Medien und unseren gewählten Vertretern, und Kritiker dürfen nicht zu Wort kommen.
    Mir persönlich ist die ganze Diskussion viel zu emotional, aber es sind auch Emotionen die Sie Herr Dr. Renz-Polsterer antreiben „aufzustehen“ und etwas zu schreiben. Man muss versuchen sachlich zu bleiben und wie auch jemand hier bereits bemerkt hat darf man die (drohenden) Kollateralschäden des aktuellen Fokuss auf Corona nicht vernachlässigen. Für Österreich weiß ich aus guter Quelle, dass in Krankenhäusern eher wenig los ist „normale“ kranke Menschen oder normale Fälle aber jetzt wegen des hoffentlich vermeintlichen Ansturms schlecht oder nicht behandelt werden. Da geht was in die falsche Richtung. Hier ist der Fokus eindeutig zu eng, das finde ich bedenklich. Es würde mich auch interessieren wann diejenigen die jetzt emsig Simulationen zur Ausbreitung von Corona machen, damit beginnen, die Folgen der aktuellen Maßnahmen zu simulieren.?
    Danke nochmals Herr Dr. Renz-Polster und
    Viele Grüße aus Österreich.

    • Herbert Renz-Polster

      Danke. Ich glaube niemand findet die aktuellen Maßnahmen toll. Ich auch nicht. Ob sie richtig sind? Ist eine komlexe Frage des Abwägens. Bleiben Sie dran.
      HRP

  • Roy Daniel Schäfer

    Sie haben völlig recht. Nichts genaues weiß man nicht. Die Zahlen von Euromomo sagen etwas aus, nämlich die Zahlen der gemeldeten Fälle. Aber Euromomo selbst sagt, dass noch weitere Fälle dazu kommen, die bisher nicht gemeldet werden. Ich bin Laie. Für mich ist jeder einzelne Tote einer zu viel. Es sterben jedes Jahr tausende an Infektionskrankheiten. Die alle vermeidbar wären. Deshalb dürfen wir nicht zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen so lange dabei bleiben bis alle vermeidbaren Infektionskrankheiten ausgerottet sind. Test hin Test her. Solange es vermeidbare Tote gibt gehen wir weiterhin in Quarantäne. Ich hatte schon Covid 19. da ich mein Immunsystem auf Vordermann gebracht habe, war es nicht schlimm ( Jahrgang 60 Raucher) und natürlich war es richtig von der Bundesregierung 4 Wochen gar nichts zu tun und erst einmal abzuwarten bis die Halbe Republik verseucht war. Die 300 Infizierten von Heinsberg wurden am 24.2. alle gleichzeitig infiziert, aber jetzt ist der hochinfektiöse Virus plötzlich nicht mehr hochinfektiös. Also wenn es um das Zaudern der Regierung geht, ist er nicht so ansteckend. Wenn er verharmlost wird ist er sehr ansteckend. Ich verstehe es nicht. Was macht man eigentlich in Krankenhäusern, da es ja keine viruziden Medikamente gibt, ausser das Immunsystem mit Antibiotika zu zerstören. Klären sie mich auf. Aber halten sie mich nicht für einen Vollidioten.

    • Cynthia Roosen

      Vielen Dank für diese Klärung. Ich hatte auch schon recherchiert und den Schwindel sehr leicht herausgefunden.
      Das kann eigentlich jede*r dem/ der etwas an dee Wahrheit liegt.
      Ich sehe schon auch wirklich ein großes Problem in der Ungenauigkeit der immer wieder veröffentlichten Zahlen an angeblichen Grippetoten.
      Ich habe da mal beim statistischen Bundesamt nachgeschaut. Leider gab es die Zahlen für 2018 noch nicht, aber 2017 waren es etwas über 300 nachgewiesene Grippetote, inkl. Parainfluenza.
      Die hohen Zahlen beruhen auf Schätzungen des RKI
      Es wird der Unterschied in der Sterblichkeit zwischen Sommer- und Wintermonaten genommen. Das Mehr an Todeszahlen im Winter als im Sommer wird der Influenza zugeschoben. Da im Winter aber mehr gestorben wird, als im Sommer ist diese Methode nicht in Ordnung. Sie wurde genau und zurecht von allen Impfkritikern kritisiert. Genau jene berufen sich aber jetzt in ihren haarsträubenden YouTube-Videos auf diese Zahlen. Gehts noch?
      Allein in Deutschland liegen wir, was die Zahlen betrifft jetzt also schon weitaus über denen vom ganzen Jahr 2017.
      Wir wissen nicht, was kommt. Aber die Gefahr zu leugnen und diesen offensichtlichen Mist auch zu glauben, kann ich nur psychologisch erklären. Diese Menschen haben so viel Angst und können so schlecht damit umgehen, dass ihnen nur der Verdrängungsweg bleibt. Sie können einem eigentlich nur leid tun. Aber es ist gefährlich und ignorant. Zutiefst unfair und unsolidarisch gegenüber den Betroffenen auf allen Seiten.

  • Kerstin Tobis

    Ich weiss nicht, was ich zu Ihrem Beitrag sagen soll – ausser: DANKE! Selbst als Laie fällt mir auf, dass viele Aussagen im Moment tatsächlich ‚Blödsinn‘ sind und kämpfe in meinem Umfeld massiv gegen solche Fake-Aussagen an.

    Danke für Ihre Arbeit! Danke für die Aufklärung und Danke auch für die Mühe, die in dieser Webseite steckt!

    Herzliche Grüße!

  • Davide Bastone

    Vielen Dank

  • Gundermann

    Also der aktuelle rote fette Absatz bei euromomo lautet: „Note concerning COVID-19 related mortality as part of the all-cause mortality figures reported by EuroMOMO“

    Da verstehe ich nicht, wie Sie das für Ihre These und gegen die Kritiker nutzen können. Dass die Raten INKLUSIVE Coronatoter unter dem Durchschnitt liegen kann man dort also gut erkennen.

    Ich finde es in einem Ihrer anderen Beiträge übrigens frech, dass Sie, als Kinderarzt, der Meinung sind, über Ärzte, die anderer Meinung sind, sagen zu dürfen, dass diese keine Experten sind und man die Meinung deshalb nicht ernst nehmen sollte. Mit welchem Recht tun Sie das?

    • Herbert Renz-Polster

      ich habe nicht gesagt, dass sie keine „Experten“ sind (wer ist denn hier kein Experte?). Warum man Dr Schiffmanns Meinung nicht ernst nehmen soll, habe ich mit diesem Beitrag begründet. Mehr geht nicht. Danke

  • Bobby

    Hallo,
    Ich lasse hier auch mal ein Kommentar! 🙂
    Zu Beginn ist mir es wichtig nochmal zu erwähnen das es wirklich wichtig ist wie wir diskutieren und den richtigen Umgang wahren. Auch andere Meinungen zu akzeptieren und zuzulassen.
    Ich beschäftige mich mittlerweile Dienstlich seit 6 Jahren mit dem Thema Propaganda. Was ich da genau wo und wie mache möchte ich aus Anonymen Gründen nicht schreiben!
    Aber vielleicht ein paar Tipps geben.

    1.Die Mehrheit hat nicht immer recht!
    In einer größeren Gruppe reichen 5 Leute die das gleiche sagen oder tun um die gesamte Gruppe zu lenken!
    Robert Koch hat behauptet das für die meisten Krankheiten durch Mikroben oder Viren hervorgerufen wurde! Er war alleine!
    Alle anderen haben Gott verantwortlich gemacht! Wer hatte recht?

    2. Ohne Informationen durch z.b. Medien würde sich ja jeder ein eigenes Bild bilden.
    Ich gebe ein kleines Beispiel:

    5 Personen stehen an der Straße und warten an einer Ampel.
    Plötzlich fährt mit Blaulicht ein Krankenwagen vorbei.
    Warum fährt der Krankenwagen im Blaulicht so schnell vorbei?
    Jeder kann sich mal kurz selber die Frage stellen!!!
    Kurze Zeit später fragt man diese 5 Personen also Warum? (einzeln):
    Die 1. Person Antwortet: Es ist was passiert!
    Die 2. Person Antwortet: Der Krankenwagen fährt zu einem Einsatz!
    Die 3. Person Antwortet: Der Krankenwagen hilft jemanden!
    Die 4. Person Antwortet: Da war ein Unfall
    Die 5. Person Antwortet: Da lag jemand im Krankenwagen der schnell ins Krankenhaus muss!

    Die Wahrheit ist keiner kann es wissen was Passiert ist!!!!!!!!
    Woher auch keiner Sitzt im Krankenwagen!
    Oder anders gesagt jeder hat recht!!

    Aber jetzt kann man den Versuch ändern!
    Gleiche Situation und wieder mit 5 Personen. Nach dem der Krankenwagen wagen vorbeigefahren ist ruft eine Person lautstark: Da ist etwas passiert!

    Nun fragt man nach der Situation wieder jeden einzelnen die gleiche Frage:
    Warum fährt der Krankenwagen im Blaulicht so schnell vorbei?

    Interessanterweise antworten jetzt alle 5 Personen das gleiche
    „Da ist etwas passiert“

    Warum ist das so? Weil wir Menschen Probleme haben Dinge einzusortieren. Es fällt uns leichter wenn jemand für uns interpretiert!

    Problematisch ist das, weil es eigentlich egal ist ob es als:
    Es ist etwas passiert!
    Oder
    Der Krankenwagen hilft jemanden!
    Interpretiert wird. Oder?
    Es sagt ja das gleiche aus! Oder?
    Und da liegt das Problem!!
    Für die meisten Menschen ist das egal aber nicht in der Wissenschaft für die Beeinflussung (Propaganda) von Menschen.
    Weil auch die so scheinbar ähnlichen Meldung ist besetzt mit einem positiven und einmal einem negativen Gedanken! Es ist etwas passiert( negative) es wird geholfen (Positiv).

    Wichtig ist! Seit immer wachsam! Hinterfragt eure eigene Sichtweise. Und das ständig!
    Warum denke ich darüber so? Und was war dafür verantwortlich?
    Lasst euch nicht beeinflussen 🙂

    So jetzt aber mal kurz zum Thema.
    Ich kann jeden von ARTE die Doku empfehlen:
    „Profiteure der Angst“

    https://m.youtube.com/watch?v=kyvqTH3WHQc

    Es wäre zumindest nicht das erste mal das wir belogen werden!

    Zu alles letzt etwas was mir gestern passiert ist!
    Ich habe gestern einen 87 Jährigen alten Vereinskollegen getroffen. (Ich schätz die Meinung von älteren sehr) Er sagt zu mir Wörtlich: Ich bin 87 Jahre alt! Ich habe den 2 Weltkrieg überlebt! Und etliche Pandemien die es angeblich gab habe ich überlebt. Aber das was hier läuft mit Ausgangssperre und den ganzen Einschränkungen gab es noch nie! Selbst während dem Bombengagel 1945 nicht!

    Bleibt gesund

    • Herbert Renz-Polster

      Danke. Die letzte Pandemie hierzulande mit einem ähnlich ansteckenden Virus war allerdings 1918/19. Danke fürs Mitdenken.
      HRP

      • Bobby

        Das die letzte Pandemie 1918/19 was geben ich Ihnen recht! Aber nicht nach der WHO! Da war die letzte Pandemie 2009/10. H1N1 Schweinegrippe!
        Und da ging es wie es später herausgekommen ist auch nur um Geld!
        Hier nochmals der Link:
        https://m.youtube.com/watch?v=kyvqTH3WHQc
        In wenigen Jahren wissen wir ob alles überzogen war oder nicht! ?

      • Matthias

        Faszinierend! Der Vergleich von COVID-19 und der Grippe verbietet sich, obwohl alles für vergleichbare Mortalitätsraten spricht. Aber die „spanische Grippe“ darf als vergleich herhalten, da es gerade so schön in die schwache Argumentationskette passt?
        „…was eine Letalität von 5 bis 10 Prozent ergibt, die also damit deutlich höher war als im Vergleich zu Erkrankungen durch andere Influenza-Erreger.[2]

        Eine Besonderheit der Spanischen Grippe war, dass ihr vor allem 20- bis 40-jährige Menschen erlagen, während Influenzaviren sonst besonders Kleinkinder und alte Menschen gefährden“ Quelle: Wikipedia.

        Maßnahmen und Einschränkungen kann man glaubhaft nicht mit einer hohen Infektionsrate begründen. Ob dies in Deutschland der Fall sein wird, wissen Sie nicht, ich weiß das nicht, das weiß niemand.
        Die bisherigen Zahlen (500.000 Infizierte (Dunkelziffer eingerechnet) und 400 Todesfälle (darunter nachweislich falsch positive, u.U. sogar sehr viele) geben das bisher zumindest nicht her.

      • K.ara

        Herr Renz-Polster, was ist mit der asiatischen Grippe oder der Hong Kong Grippe? an beiden starben weltweit ca. 1 Mio Menschen, in der BRD schätzungsweise 30000. Und in der Saison 95/96 starben in Deutschland auch 30.000 an der Influenza. Es gab demnach also doch auch immer wieder Pandemien mit einem ähnlich oder sogar stärker ansteckenden Virus, nicht?

        • Herbert Renz-Polster

          Sie haben Recht, der Vergleich mit der Span. Grippe ist nur insofern korrekt als SARS-CoV2 und die SG ein ähnliches Ansteckungspotenzial hatten (siehe: https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/corona-ist-nicht-gefaehrlicher-als-die-grippe/)
          Die Span. Grippe hatte einen deutlich höheren Krankheitsdruck (Morbidität) und auch Mortalität. COVID-19 reicht dennoch um unser Gesundheitswesen an den Rand zu bringen wenn wir nicht klug handeln.

  • Torsten Schmidt

    Das dümmste was ich bis dato gelesen habe und dann noch den Stempel „Fake“ was soll das ? Haben wir jetzt die freie Meinungsäusserung abgeschafft ? Ihre Aussagen sind leider auch wenig hilfreich a la „Ich könnte nun noch auf andere gefühlte Lächerlichkeiten in den Videos eingehen – “ Na dann mal los und stellen sie die Fakten richtig. So langsam platzt mir nämlich der Kraken was in unserem Land abgeht. Zur Erinnerung wir stehen weltweit bei einer lächerlich geringen Anzahl von Todesfällen im Vergleich zu 2018! Das ist ein Fakt.

    • Herbert Renz-Polster

      Dann hoffen wir dass es weiter so bleibt. Dass sich diese Hoffnung nicht von allein erfüllt, zeigt der Blick dorthin, wo zu lange abgewiegelt wurde.

      Apropos freie Meinungsäußerung: Sie sind dabei, und danke dafür.

      • Matthias

        Ja, sie meinen damit bestimmt Schweden?
        Schweden hat das öffentliche Leben nahezu nicht eingeschränkt.

        „„Glaubt man dem Staatsepidemiologen Tegnell, dann wird die schwedische Strategie aufgehen. „Wir sind überzeugt davon, dass das hier der richtige Weg ist“, sagte er kurz vor dem Wochenende dem Sender SVT.“ “

        Ob dieser Weg funktioniert, wird sich zeigen. Aber es zeigt auch, dass unterschiedliche Menschen und Fachleute zu anderen Ansätzen, unterschiedlichen Einschätzungen einer Lage kommen.
        Wenn wir Menschen und erst recht Mediziner, die für Ihre Überzeugung einstehen, in die Fake-News Ecke und das Lager der Verschwörungstheoretiker stecken, ist das höchst bedenklich. Wo gehört dann der oberste Virologe Schwedens hin?
        Ob die Schwindelambulanz nun die Daten von Euro Momo falsch gedeutet hat oder nicht (um dies zu beweisen müsste man belegen, dass hier große Datenmengen nachgetragen werden. Kleine Datenmengen würden die Kernaussage nicht verändern) ist dabei überhaupt keine Rechtfertigung.
        Das RKI erhebt aktuell falsch positive Statistiken. Wo ist da der Fake-News Stempel?
        Lassen Sie uns endlich wieder dazu übergehen, anständig (!) miteinander zu diskutieren, ohne die andere Meinung mit einem Stigma zu belegen

        • Matthias

          leider lässt es dr Blog nicht zu, dass ich auf Ihre Antwort „So machen wirs“ antworte. Daher hier:
          Ja, ich schaue täglich auf Schweden, und ich erkenne bisher keine Unterschiede in Bezug auf die Fallzahlen im Vergleich zu anderen Ländern in einer vergleichbaren Phase. Zahlen sind übrigens mein täglich Brot.
          However: Ihr Blog und Ihr hier vorgenommener Eintag suggerieren, dass Sie die Maßnahmen befürworten. Sie als Pädiater sollten doch in besonderem Maße am Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen interessiert sein. Die Auswertung der bisherigen Daten ist mehr als eindeutig (und wer nun aufschreien mag, dass ziemlich genau 5 Fälle weltweit medienwirksam in die Öffentlichkeit gebracht wurden, dem möge gesagt sein, dass man zunächst einmal hinterfragen sollte, ob gerade in diesen Fällen die COVID-19 Infektion tatsächlich ursächlich war. (Wir haben nunmehr über eine Millionen nachgewiesene Infektionen zzgl. Dunkelziffer).
          Kinder sind absolut nicht gefährdet, an einer COVID-19 Infektion zu versterben. Wer dem widerspricht, verkündet übrigens tatsächlich Fakenews. Wehalb unterstürtzen Sie als Kinderarzt, dass KInder auf unbestimmte Zeit weggesperrt (klingt polemisch, entspricht aber in einigen Bundesländern den FAkten) werden? Weshalb unterstützen Sie, dass Kindern sämtliche soziale Kontakte verboten werden? Die gefährdete Gruppe darf und muss sich schützen, die Kinder sehen ihre Großeltern aktuell nicht, sie können diese auch nicht anstecken.
          Auch wenn Sie „nur“ Kinderarzt und kein Psychologe sind, sollte Ihnen klar sein, dass der Schaden, den diese Maßnahmen auf die schwächste Gruppe unserer Gesellschaft erheblich sein kann und wird. Umso länger der Zustand anhält, desto gravierender werden die Schäden und Krankheiten, die diese Einschränkungen mit sich bringen. Dass mag im Mittel nicht so ins Gewicht fallen, aber die Fälle, in denen Kinder psychische Schäden davontragen, wird es geben. Gerade in Familien, in denen der Gesamtzustand täglich schon problematisch ist, ist dies verheerend. Sie sind Kinderarzt, die ärtzliche Ethik sorgt sicher dafür, dass Sie die Gesundheit der Risikogruppen nicht vergessen. Aber bitte vergessen Sie nicht das Wohlergehen der Kinder!

        • Herbert Renz-Polster

          Danke, ja ich finde tatsächlich, dass es polemisch klingt, wenn Sie schreiben, ich als Kinderarzt unterstütze es, dass Kinder „auf unbestimmte Zeit weggesperrt werden“, oder? Vielleichtkommen Sie mit dem nächsten Satz schon näher: „die gefährdete Gruppe darf und muss sich schützen.“ Nur: diese Gruppe ist groß (in D je nach Altersgrenze, die Sie ziehen, ein Drittel bis die Hälfte der Bevölkerung), und bei einem hohen Infektionsdruck (welcher SARS-CoV-2 auszeichnet) braucht es zu diesem Schutz die Hilfe auch derer, die nicht besonders vulnerabel sind (hier können dann auch die Kinder ins Spiel kommen). Das ist ja unser Problem, sonst wäre das ja ziemlich einfach.
          Aber mein Punkt ist ja nicht, was wir genau tun müssen, damit diese Epidemie kein Desaster anrichtet. Das überlasse ich anderen. Ich habe meine Beiträge als Antwort auf diejenigen Stimmen geschrieben, die behaupten COVID-19 sei nicht gefährlich, es handele sich um Panikmache und wir bräuchten eigentlich gar nicht so konsequent zu handeln. Ich setze dem die Fakten gegenüber, die ein anderes Bild zeichnen: COVID-19 hat sehr wohl das Potenzial sehr gefährlich zu sein, wir müssen deshalb rasch und konsequent handeln, um möglichst gut durch diese Epidemie zu kommen.
          Welche Maßnahmen dazu die besten sind? Hier laufen mehrere Experimente. Ich beaoachte sie wie Sie auch. Die Wissenschaft liefert täglich neue Daten, wir gewinnen täglich neue Werkzeuge hinzu, wie etwa diagnostische Werkzeuge, aber auch therapeutische Werkzeuge (etwa Intensivbetten, vielleicht irgendwann auch Medikamente). Mit diesen neuen Mitteln und den gemachten Erfahrungen muss immer wieder neu entschieden werden, was womöglich die beste und am wenigsten disruptive Strategie sien kann. Wir fahren hier auf Sicht. Aber mir vorzuwerfen, ich wolle Kinder wegsperren, bringt da nicht viel mehr Licht.

        • Matthias

          „Aber mir vorzuwerfen, ich wolle Kinder wegsperren, bringt da nicht viel mehr Licht.“ – zunächst einmal habe ich das gar nicht gesagt. Es fehlt mir aber ein kritisches Hinterfragen (auch bei Ihnen), ob dieser Weg, Kinder wegzusperren (wir machen nichts anderes, egal, wie man das nennt!) der richtige ist. Auch durch das aktuelle Wegsperren sterben Kinder, da braucht man sich nichts vorzumachen. Ob durch Gewalt in Familien, ob durch Passivrauchen in kleinen Wohnungen, ob durch psychische Schäden als Langzeitfolge, hier gibt es viele Opfer in Ihrer Klientel als Kinderarzt.
          Ich beobachte ebenso wie Sie. Im Gegensatz zu Ihnen halte ich es immer noch für möglich, dass die Gruppe der Virologen um Bhakdi und Co. Recht hat, und ich will das auch gerne gleich begründen. Ich halte es ebenso für möglich, dass die Gruppe der Virologen um Bhakdi nicht Recht hat. Uns fehlen immer noch Daten, um das zu entscheiden.
          Weshalb ich mir nach wie vor vorstellen kann, dass diese Gruppe Recht hat (bitte lassen sie uns dabei in Deutschland bleiben. Unsere Daten sind hier aufgrund der Quantität an Tests viel genauer als die in den USA oder Italien, und es gibt andere Gründe, die ein differenziertes Betrachten der Situation in Italien nahezu unmöglich machen. Wenn nötig, kann ich das später gerne begründen):
          Am 17.3. erfolte bei uns der sogenannte Shutdown. Bekanntermaßen dauert es aufgrund der Inkubationszeit, bis man positive Auswirkungen in Bezug auf die Fallzahlen hätte erkennen können.
          Das Wachstum hätte deshalb, wenn die These des exponentiellen Wachstums stimmen sollte, weiterhin außerordentlich steigen müssen.
          Tatsächlich erkennt man zwar einen Anstieg, dieser ist jedoch mitnichten exponentiell, denn die Zahl der Tests ist im Vergleich zur Zeit vor dem Shutdown mindestens verdreifacht worden (siehe Wochenberichte RKI). Außerdem ist die Falldefinition geändert worden, so dass nun zwangsläufig mehr Fälle statistisch erfasst wurden.
          Die Zahlen geben also aus meiner rein mathematischen Betrachtungsweise kein exponentielles Wachstum her. Das Gegenteil ist der Fall, die Zahlen sind nach Interpolieren der Anzahl der Tests gesunken, und zwar ohne dass der Shutdown hier ursächlich sein kann, denn der Effekt trat dafür zu früh ein.
          Das ist kein Beweis dafür, dass das Virus nicht gefährlich ist. Es könnte durchaus sein, dass die veränderten Gewohnheiten der Bürger vor dem Shutdown für ein Absenken gesorgt hat. Wie überflüssig wäre dann jedoch der Shutdown…
          Wenn ich hier Ihrer Meinung nach Fehler in meiner Berechnung oder bei den Grundannahmen gemacht haben sollte, dann freue ich mich über eine Rückmeldung. Mir geht es um ein kritisches Hinterfragen. Dies kommt in der Politik und Öffentlichkeit aktuell viel zu kurz. Wäre dies anders, würden Menschen wie Dr. Schiffmann sicherlich gar nicht in Erscheinung treten (müssen).

  • A.Odgi

    2009 bei der Schweinegrippe hat Herr Wodarg mit seiner kritischen These recht gehabt, heute verweist man ihn ins Lager der Verschwörungstheorethiker und Fakenewsverbreiter ?
    Auch damals haben die Medien mit wilden Zahlen um sich geschmissen , ich verweise gerne auf die Doku von ARTE :
    Profiteure der Angst

    vermutlich wird man diesen Kommentar aber nicht freischalten, da die Meinungsfreiheit in diesem Lande besonders auf solchen Seiten nicht mehr gewünscht ist

    • Herbert Renz-Polster

      Ach Mensch, nein Sie sind nicht das Opfer dunkler Mächte, die Meinungsfreiheit ist erwünscht, Danke!
      HRP

  • Dorian

    „Ich weiß nicht, aber wenn unser Rechtsstaat noch funktioniert, sollten solche Aussagen nicht stehen bleiben dürfen. Sie vergiften unsere Gesellschaft.“

    Sie sind also für Zensur? Hat nicht jeder das Recht das zu sagen was er denkt?
    Ich behaupte nicht das Dr. Bodo-Schiffmann mit allem recht hat, genau so wenig kann ich beurteilen ob Sie recht haben. Wer soll denn entscheiden was man sagen darf und was nicht?

    Als Bestatter kann ich jedoch bis jetzt sagen das die Zahlen der Todesfälle bei uns stark gesunken sind, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt wird sich zeigen.

    • Michael H.G. Schmidt

      Hallo Dorian,
      nehmen Sie es nicht persönlich: Unsere lieben Mitbürger vom Typ „Gutmensch“ sehen das nicht als Zensur, sondern als legitimes handeln der „Aufrechten“.
      lg. M.Schmidt

    • Herbert Renz-Polster

      Ach nett. Ich und Zensur… Doch, ich finde jeder hat das Recht zu sagen was er oder sie denkt. Kritisch sehe ich aber Beiträge, die anderen zum Beispiel unter stellen, sie würden bewusst Panik auslösen, an der dann tausende zu Tode kommen – da habe ich mich gewundert, warum so ein Vorwurf frei zirkulieren darf. Ja ich bleibe dabei: das vergiftet uns.
      Danke!

  • Sandra

    Merkwürdig nur, dass wir täglich durch das RKI über die aktuellen Fall-/Todeszahlen informiert werden, während das Euro-MOMO scheinbar nicht in der Lage ist, diese Werte zeitnah in ihrer Datenbank abzubilden.
    Merkwürdig auch, dass das RKI bei den täglich ansteigenden Fallzahlen vergisst, die Grundgesamtheit der durchgeführten Tests zu erwähnen. Bei einer ansteigenden Zahl durchgeführter Tests ist mit einem entsprechenden Anstieg der postiv getesteten Fallzahlen zu rechnen. Das sagt noch nichts aus über eine zunehmende Verbreitung des Virus.
    Ebenso merkwürdig, dass bei den durch das RKI ausgewiesenen Todesfallzahlen nicht eindeutig und unmissverständlich darauf hingewiesen wird, dass es sich hierbei und Todesfälle mit (und nicht zwingend durch) Corona handelt. Im Zweifelsfall könnte hier auch ein (positiv getestetes) Unfallopfer gelistet werden.
    Diese „Schlampereien“ in den offiziellen Statistiken machen die Zahlen angreifbar und wirken nicht gerade vertrauensfördernd. Ist es da verwunderlich, dass „alternative Interpretationen“ der aktuellen Lage Gehör finden und sich rasch im Internet verbreiten?
    Mehr Klarheit, Transparenz, sachliche Information und Diskussion in dieser kritischen Zeit von Seiten der öffentlichen Stellen könnte dem durchaus sinnvoll entgegenwirken.

  • Katrin

    Es bedrückt mich sehr zu sehen, wie dieses Thema unsere Gesellschaft spaltet.

    Dr. Wodarg ist sicherlich alles andere als ein unwissender Schwätzer. Es gibt nicht viele die eine solche Einsicht und Kenntnis von Epidemien und Infektionskrankheiten haben.
    Nur weil er, und ja inzwischen auch viele andere Wissenschaftler, kritisch hinterfragen, wird eine Hexenjagd sondergleichen aufgeboten. Mediale Verleumdung und die reihenweise Löschung von Beiträgen und Videos in den sozialen Netzwerken sind das Ergebnis. Wo ist die Meinungsfreiheit geblieben? Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.
    Angesichts der unabsehbaren Auswirkungen auf Gesellschaft, Menschen und Wirtschaft haben wir doch ein Recht darauf, dass solche Einschnitte in unsere Grundrechte wohl bedacht und wissenschaftlich begründet sind. Dazu gehört es, dass sich alle zusammen an einen Tisch setzen und in jede Richtung gedacht wird.

  • Enfys

    Sehr geehrter Herr Renz-Polster,

    ich gehöre zu den Menschen, die Sie hier in Ihren Ausführungen als dumm und manipulierbar bezeichnen. Nun, die, die schon seit Jahren kritisch beobachten und unangenehme Fragen stellen, sind es inzwischen gewohnt, als dumm dargestellt zu werden. Einzelpersonen jedoch zu unterstellen, Sie würden andere manipulieren wollen und im Vergleich dazu der PR Maschinerie der Leitmedien hinter denen Politik und Wirtschaft stehen, eine objektive Berichterstattung zuzutrauen, erscheint mir mehr als nur naiv. Vielleicht denken Sie noch einmal in einer ruhigen Minute darüber nach, ob Sie sich so sehr über Menschen erheben wollen und Sie als dumm und manipuliert bezeichnen, während Sie selbst auf den Zug der Manipulation aufgesprungen sind mit Ihrer Darstellung und Verurteilung (Wodarg, Bhakdi). Denn halten wir doch mal ganz objektiv fest: Keiner kennt genaue Zahlen, genaue Hintergründe und keiner kann mit Sicherheit sagen, was uns schlimmer treffen wird. Der Virus oder die schweren Folgeschäden der aktuellen Zwangsmaßnahmen! Und an eben diesem Punkt sollte man sehr vorsichtig damit sein, vorschnell zu urteilen!

  • Heisenberg

    So viel Blödsinn auf einmal habe ich auch noch nie gelesen!
    Zahlen sprechen eine Eindeutige Sprache.
    Egal ob von https://countrymeters.info/de/World oder https://www.euromomo.eu/index.html
    Das es nun aus dem Ruder Läuft und alles auf Corona geschoben wird, sind die Regierungen schuld! Hinzu kommt die seit Jahren Kaputt Gesparte EU und die Momentane Finanzkrise. Das es Italien so getroffen hat liegt auch nur an dem Total desolaten Gesundheitssystem.
    Mal schauen was als Nächstes Aufgetischt wird.

    • Johannes P

      Genau: Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Mit den drastischen Maßnahmen soll verhindert werden dass in den Weltstatistiken *in den nächsten Monaten* ein Effekt zu sehen sein wird. Es ist gut dass man auf globaler Ebene noch nichts sieht.
      Wie Renz-Polster im Artikel geschrieben hat: Das man auf Welt- oder Europaebene keine erhöhte Sterblichkeit registriert, liegt daran das der Virus *noch* in bestimmten Hotspots grassiert (z.B. Lombardei). Auf *lokaler* Ebene ist, in den Orten wo sich der Virus ausbreiten konnte, eine *stark erhöhte Sterblichkeit* zu beobachten. Sie zitieren euromomo: euromomo zeichnet jetzt schon für ganz Italien eine signifikante Abweichung der Sterblichkeit auf: https://www.euromomo.eu/slices/map_2017_2020.html und das obwohl das Virus nur in bestimmten Regionen sich stark ausbreiten konnte, und obwohl die Fallzahlen noch deutlich steigen werden.

      Exkurs exponentielles Wachstum: In Deutschland verdoppeln sich die Fallzahlen alle 6 Tage. bei aktuell 60.000 Fälle heißt das, dass in 30 Tagen knapp 1 Million Menschen infiziert sind und in 60 Tagen über 30 Million.

      Bei einer Sterberate *nur wie die Grippe* würde das bedeuten dass 30.000 Menschen an das Virus sterben. Bei so vielen Erkrankten würde auch in Deutschland das (ach so gute) Gesundheitssystem nicht mehr alle Erkrankten behandeln können, und die Sterberate würde *stark* ansteigen was zu vielen vermeidbaren Todesfällen führen würde.

      Deswegen werden *jetzt schon* so drastische Maßnahmen ergriffen, auch wenn es *noch nicht* so viele Fälle gibt.

      Das ist keine „Hysterie“, „Panikmache“ oder ein „Komplott der Politik“ (warum zur Hölle sollte die Politik daran interessiert sein ihre Wirtschaft zugrunde zurichten).

      • Ronny F.

        „Exkurs exponentielles Wachstum: In Deutschland verdoppeln sich die Fallzahlen alle 6 Tage. bei aktuell 60.000 Fälle heißt das, dass in 30 Tagen knapp 1 Million Menschen infiziert sind und in 60 Tagen über 30 Million.“

        Die Fallzahlen müssen Sie aber richtigerweise in Relation setzen zu den getesteten Personen. Leider spart das RKI diesen Aspekt in seinen täglichen Lageberichten etwas aus. Nur einmal taucht dazu ein Hinweis auf. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-03-26-de.pdf?__blob=publicationFile Seite 6. Der absolute Anstieg der positiv getesten Personen hängt mit dem absoluten Anstieg der Tests zusammen. Einen gravierenden prozentualen Anstieg sehe ich da noch nicht. (5,9 zu 6,8) Vielleicht veröffentlicht das RKI ja diese Woche nochmal solche Zahlen.

        „Bei einer Sterberate *nur wie die Grippe* würde das bedeuten dass 30.000 Menschen an das Virus sterben. Bei so vielen Erkrankten würde auch in Deutschland das (ach so gute) Gesundheitssystem nicht mehr alle Erkrankten behandeln können, und die Sterberate würde *stark* ansteigen was zu vielen vermeidbaren Todesfällen führen würde.“
        In der Saison 2017/2018 gab es tatsächlich 25.100 Grippetote in Deutschland. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106375/Grippewelle-war-toedlichste-in-30-Jahren Was hat man da unternommen? Da hätte man doch wenigstens die Risikogruppen schützen müssen! Oder wie könnte man die denn die H1N1-Pandemie 2009 vergessen. Da waren wir auch schon alle zu Hause. Moment, nein, damals nicht. https://de.wikipedia.org/wiki/Pandemie_H1N1_2009/10

        Und zu beachten ist auch, dass in der Veröffentlichung des New England Journal of Medicine ein Herr Anthony S. Fauci beteiligt war. Immerhin ein bedeutender Immunologe der USA, der immer bei den Pressekonferenzen im Weißen Haus dabei ist. Wenn er hier also ein Fehleinschätzung unterliegt, dann wäre es ratsam, wenn Herr Fauci die Veröffentlichung überarbeitet. Das ist bisher aber noch nicht geschehen.

        Was ich im Moment sehe ist, dass kritische Aussagen zensiert werden und die Kritiker ausgeschlossen werden, anstatt sich der Kritik zu stellen und diese zu wiederlegen. Und damit meine ich öffentlich in den Medien, nicht hier im Internet.

        • Shako

          Herr Fauci warnt (als Präsidentenberater) in den USA vor bis zu 200.000 Toten und davor, die bestehenden Restriktionen zu früh zurück zu fahren …

        • Johannes P

          Diese „geringe“ Anzahl an Toten wäre ja schon nach 2 Monaten erreicht (ich habe angenommen Sie rechnen weiter was das auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet bedeutet)… Wenn das Gesundheitssystem unter dem Ansturm zusammenbricht schnellt auch die Todesrate nach oben.

          Hier (http://gabgoh.github.io/COVID/index.html) kann man genauer mit den Zahlen spielen. Versuchen sie die Zahlen so zu drehen das ein „gutes“ Szenario entsteht wenn Sie den offiziellen Zahlen nicht glauben (Man kann viele unterschiedliche Parameter einstellen). Dann können Sie anhand „Ihrer“ Zahlen entscheiden ob Sie immer noch denken dass die Regierung aus Inkompetenz die sonst „heilige“ Wirtschaft gegen die Wand fährt.

        • Engywuck

          „Die Fallzahlen müssen Sie aber richtigerweise in Relation setzen zu den getesteten Personen.“
          Das ist korrekt – aber auch nicht die ganze Wahrheit. Getestet wird ja nicht zufällig sondern bei Symptomen oder bei direktem Kontakt (teilweise auch da nur bei Symptomen). Wenn also in einer Woche dreimal so viele Personen mit Symptomen getestet werden wie in der Vorwoche und der Anteil der „positiven“ etwa konstant ist kann das auch bedeuten, dass derselbe Anteil der real Neu-Infizierten getestet wird.

          Zudem ist die Testkapazität begrenzt (derzeit etwa eine halbe Million pro Woche?) und nicht schnell ausweitbar. Im Gegenteil: laut manchen Quellen müssten eigentlich etliche der Geräte dringend gewartet werden – was aber Ausfälle in der Testkapazität nach sich ziehen würde – und man müsste Techniker in die Messräume lassen, die aber idealerweise vorher nachweisbar „negativ“ sein müssten.
          Das bedeutet, dass zumindest mittelfristig eine Erhöhung der gemeldeten Fälle nicht mehr durch Ausweitung der Tests „erklärt“ werden kann sondern im Gegenteil möglicherweise gar durch die verfügbaren Tests begrenzt wird. Spätestens dann wird man auf Schätzungen angewesen sein der Art „hatte Kontakt mit einem Infizierten, hustet stark und hat hohes Fieber – der zählt als positiv, brauchen wir gar nicht erst testen“. Ich gehe fast jede Wette ein, dass das von „Experten“ wie Herrn Schiffmann wieder heftig kritisiert und als Beleg für „alles nicht so schlimm, wird aufgebauscht“ gesehen werden wird.

  • Biologe

    https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/clemens-wendtner-coronavirus-covid-19-intensivstationen-beatmung-krankenhaus

    Hier wird deutlich das die schweren COVD-19 Verläufe deutlich anspruchsvoller sind als bei einer schweren Influenza.

    Der schnelle Anstieg der SarsCorV-2 Infektionen setzt fragile Gesundheitssysteme gerade schachmatt
    (Faktor 2,3 etc. … ist ja hier alles schon sehr gut beschrieben worden) Im Moment warten unsere Krankenhäuser auf den Sturm.

    Was Angst macht ist die unzureichende Ausstattung des Fachpersonals. Die Frage ob jemand an COVID 19 erkrankt hängt nicht nur vom Alter ab sondern auch an der Virusfracht. Ärzte/Pfleger die ständig exponiert werden bekommen natürlich auch irgendwann ein Problem … eine Infektion (….Schichtarbeit, Schlafentzug).

    was Angst macht – und daher rühren die Gegen-Meinungen – ist der Kollateralschaden des shut down.
    Im direkten Umfeld sehe ich therapiepflichtige Menschen die nicht mehr ausreichend betreut werden. Suizidale, onkologische Situationen. das ist nicht gut, gar nicht gut.

    SarsCorV-2 ist gefährlich – gerade weil es tückisch unauffällig ist. Das wird hier von Ihnen sehr gut aufgearbeitet.

    Jedoch der Weg des Schutzes des GH-Systems muss und wird diskutiert werden.
    Eine genaue Betrachtung des Wegs in Japan, Taiwan, Sinagpure, Südkorea ist dringend geboten, gerade um vermeidbaren Schaden abzuwenden.

    Neben „stay at home“ wünsche ich mir sehr viel mehr – „nur mit Mundschutz vor die Tür“ – und „2 Meter – komm mir nicht zu nahe“.

    Beim Umgang mit den Virologen, Ärzten anderer Meinung wünsche ich mir mehr direkte, sachliche Diskussion. Statt übereinander zuschreiben bitte miteinander austauschen.

    Bleiben sie alle gesund.

    stay at home – wenn das möglich ist
    Mundschutz – selber nähen oder Schal doppelt – immer –
    2 m Abstand – Zollstock mitnehmen

    als letztes…. ich wünsche mir das ein Gesundheitsminister zukünftig Fachkunde vorweisen muss (soll kein JS bashing sein …. Taiwan)

    • Johannes P

      Sie haben Recht, es ist wichtig die Strategien anderer Länder zu analysieren und die Methoden unserer Regierung zu hinterfragen.
      Singapur, Taiwan und Südkorea (und eigentlich auch China) waren gut vorbereitet und wussten was auf sie zukommt weil sie schon das Sars-Virus bekämpft haben. Das heißt sie konnten von Anfang an eine andere Strategie fahren: „Containment“. D.h. Fälle isolieren und Kontaktpersonen ausfindig machen und diese ebenfalls isolieren. In Deutschland konnte sich das Virus viel zu schnell verbreiten (selbst als das Virus schon in Deutschland war, wurde munter Karneval gefeiert) und die Infrastruktur (es ist sehr personalaufwendig die Kontaktpersonen ausfindig zu machen) und Know-How für eine Containment Strategie haben gefehlt. Jetzt gilt es mit *zeitlich begrenzten* , sehr drastischen Maßnahmen (die auch schmerzhafte Kollateralschäden verursachen werden) das Virus einzudämmen, und falls das gelingt, kann man auf eine Containment Strategie umschwenken. (https://medium.com/tomas-pueyo/coronavirus-der-hammer-und-der-tanz-abf9015cb2af)

  • Andreas Gehrmann

    Jede Grippewelle muss ernst genommen werden, denn es sterben jedes viele Menschen daran. Aber das wissen sie ja.
    In Italien, das sollten sie inzwischen wissen, haben wir besondere Bedingungen,die ich jetzt nicht wieder aufzählen muss. Wenn man etwas als schlimm darstellt, dann muss man auch den Vergleich heran ziehen. Und in Italien hat man jedes gottverdammte Jahr diese Probleme, weil das System kaputt gespart und marode ist. Also, was ist jetzt schlimmer als in den saisonalen Epidemien der vergangenen Jahre? Und da muss man konstatieren: Nichts!
    Die Sterblichkeit, auch in Italien, ist bisher nicht höher als die der vergangenen Jahre, auch wenn EURO MOMO natürlich ein Delay bei der Dateneinpflege hat. Wenn man aber nicht unterscheidet zwischen infiziert und erkrankt, verstorben an und verstorben mit, und somit überhaupt keine valide Zahlenbasis hat, bleibt nur der Rückgriff auf die Gesamtsterblichkeit. Die Datenbasis zu verbessern wäre die erste Aufgabe und Pflicht des RKI. Warum wurde das nicht schon längst gemacht? Wir haben aber immerhin die Daten über die Lage des Kreuzfahrtschiffes, das unter Quarantäne stand, die Diamond Princess. Diese Daten einer geschlossenen Population könnte man zugrunde legen. Von den 3700 Menschen an Bord haben sich rund 600 infiziert, gestorben sind meines Wissens 7 Menschen – in einer Population mit einem hohen Altersdurchschnitt. Die Mortalität können sie jetzt selbst ausrechnen.
    Es wird Panik verbreitet, unsere Grundrechte weren außer Kraft gesetzt und unsere gesamte Volkswirtschaft wird an die Wand gefahren! Für was? LG

    • Johannes P

      Auf dem Schiff durften die Passagiere ihre Zimmer nicht mehr verlassen um eine Ausbreitung zu verhindern. 7 von 600 wäre eine Mortalität von über 1%. Wenn man in Deutschland von einer Enddurchseuchung von 60% ausgeht werden 48 Millionen infiziert. Wenn wir die Mortalität der Diamond Princess annehmen sind das 480.000 Tote. Nicht so schön.
      Sie wollen sicher nicht das so viele Menschen sterben oder? Tote kann man nicht wieder zum Leben erwecken. Eine Volkswirtschaft wieder aufbauen schon.

      • Crml

        Wie kommen Sie darauf, dass diese 48 Mio. den gleichen Altersdurchschnitt haben sollten, wie auf dem Schiff?

        • Johannes P

          ok, dann korrigier ich die Aussage und nehm eine 50% geringere Mortalität an… macht das die Sache besser? Dann sterben „nur“ 240k… (und auf dem Schiff konnten die schwere Fälle adäquat behandelt werden, dass ist bei einem zusammengebrochenen Gesundheitssystem nicht der Fall, dann wird die Mortalität über den 1% der Princess Diamond steigen)

    • Herbert Renz-Polster

      Die besonderen Bedingungen, die Sie in Italien am Werk sehen scheinen sich nun auf die USA ausgebreitet zu haben. Ich bleibe dabei: COVID 19 ist eine ernst zu nehmende Erkrankung

  • Michael H.G. Schmidt

    Hallo Herr Renz-Polster,

    Sie haben natürlich Recht wenn Sie sagen, dass die Zahlen von euromomo.eu für die KW 12 noch nicht belastbar sind, da die Meldungen über Todeszahlen mit Verzögerung eintreffen! Deswegen warten wir jetzt nochmal 3-4 Wochen. Dann sollten ja alle Todesfälle (auch aus dem nahezu anarchistischen Italien) gemeldet worden sein – nicht wahr ? Und dann werden wir ja sehen ob alles nur Panikmache war oder ob wir wirklich Todesfallzahlen im Bereich 50000 haben werden! Ich bin gespannt wie Mediziner und Politiker die jetzigen Massnahmen rechtfertigen werden wenn es sich herausstellt, dass der Virus überschätzt wurde.

    • Johannes P

      Wenn es nicht so viele Tote gibt heißt es nicht dass es alles Panikmache war, sondern das die Maßnahmen gewirkt haben. Die Maßnahmen sollen eben ein Szenario verhindern bei dem es so viel Tote gibt. (Natürlich werden dann die Skeptiker sagen: es war alles nur Panikmache.) Vor dem Szenario hat man zu Recht Angst (Panik ist nie gut). Zu euromomo: schon jetzt sterben in ganz Italien überdurchschnittlich viele, obwohl das Virus auf lokale Hotspots begrenzt ist. https://www.euromomo.eu/slices/map_2017_2020.html

      • Michael H.G. Schmidt

        Es war ja völlig klar, dass diese Argumentation kommen würde. Wir werden ja sehen. Und sollte es sich erweisen, dass gewisse Herrschaften „snake oil“ verkauft haben wird diese doch sehr simple Argumentation nicht ausreichend sein. Dann wird genau hingeschaut werden – vor allem im Hinblick auf den dann entstandenen Schaden – ob es Panikmache war und welche eventuell überstürzten Maßnahmen Rechenschaft erfordern.

  • Shako

    Es ist wahrscheinlich noch niemandem aufgefallen, aber: Mitautor des im Schwindelambulanz-Video gezeigten Beitrags in dem Wissenschaftsjournal (der zur Beschwichtigung und Relativierung dienen soll) ist ein gewisser Anthony Fauci. Es ist der gleiche, der jetzt als Präsidentenberater in den USA vor bis zu 200.000 Toten warnt und davor, die bestehenden Restriktionen zu früh zurück zu fahren … Der Beitrag im Journal ist gerade mal 4 Wochen alt. So schnell ändern sich die Dinge.
    https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMe2002387
    https://www.n-tv.de/panorama/Experte-Fauci-zeichnet-duesteres-US-Szenario-article21677551.html

  • Jörg Noa

    Wodarg sagt nicht, SARS-CoV2 sei harmlos, sondern fragt, ob die von Landesregierungen angeordneten Grundrechtsbeschränkungen zur Gefahrenabwehr geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sind. Das sind sie seiner Meinung nach nicht. Diese Grundrechtsbeschränkungen werden nicht nur die Wirtschaft treffen. Niemand kann die Kettenreaktion vorhersehen, die das auslöst. Wieviele Selbständige werden sich den Strick um den Hals legen und wer zählt die?
    Für die Annahme, dass SARS-CoV2 das Killer-Virus ist, als das es dargestellt wird, gibt es nach den von Wodarg präsentierten Fakten keine Grundlage. Beispiel Euromomo: Die Frage lautet nicht, ob man daraus ableiten kann, dass SARS-CoV2 harmlos ist (natürlich nicht), sondern ob man daraus ableiten kann, dass jetzt zur Gefahrenabwehr Grundrechte aufgehoben werden müssen. Das ist nicht der Fall. Oder soll es für Grundrechtseinschränkungen künftig ausreichen, dass etwas sein könnte, Handystrahlung könnte gefährlich sein, an seriösen Gutachten fehlt es nicht, wohl aber an auffälliger Übersterblichkeit in der Nähe von Mobilfunkmasten, trotzdem Mobilfunk verbieten? Und wer Bedenken anmeldet, ist ein Fake-Newsler, dem Strahlungstote wurscht sind?
    Konsequenz aus dem, was Wodarg sagt, ist nicht, für business as usual einzutreten. Ich halte den derzeitigen Shutdown für in der Sache legitim, wenn er dazu dient, in einer unsicheren Lage eine bessere Entscheidungsgrundlage zu gewinnen. Niemand weiß derzeit, wieviele Menschen auf Beatmungs- oder Intensivstation müssen, niemand kann die Tödlichkeit des Virus abschätzen. Jeden Tag werden angeblich 30.000 Testkits an Leute verschwendet, die Symptome zeigen und davon wissen, Kontakt zu Infizierten gehabt zu haben. Wieso, wozu? Um Infektionsketten zu unterbrechen, mit 30.000 Tests bei 83 Mio Menschen, wenn bis zu 75% der Infektionen symptomfrei verlaufen? Wieso werden keine repräsentativen Tests durchgeführt, wie dies in Island bei allerdings nur ca. 6000 Menschen geschehen ist. Wären die Infektionsverläufe Island und Deutschland vergleichbar (die aus Zahlen positiv Getesteter abgeleiteten Verläufe sind identisch, nur dass Deutschland 11 Tage hinterherhinkt), wäre Deutschland am 27.03.2020 zu 0,86% durchseucht gewesen. Dem müsste man die Anzahl der Toten irgendwo in der Mitte zwischen dem 27.03.2020 und Karfreitag gegenüberstellen. Wenn man den Grafiken der Infektionsverläufe Aussagekraft zumisst.
    Gerade wenn die Gefahr groß ist und es deshalb darauf ankommt, dass die Bevölkerung angeordnete Maßnahmen zur Gefahrenabwehr weitere Monate peinlich genau beachtet, bedarf es dazu einer belastbaren Datengrundlage. Klagen Sie die an, die dafür verantwortlich sind, dass es diese belastbare Datengrundlage bislang immer noch nicht gibt. Nicht diejenigen, die darauf hinweisen, so wie Herr Dr. Wodarg.

  • Uwe Hartert

    Als Mediziner hätte ich mir eine saubere Recherche gewünscht. Nur nachplappern was die Medien melden und nicht sauber die Statistiken lesen ist einem gebildeten Menschen unwürdig. Gerade der der am meisten von einem demokratischen System profitiert sollte alles noch kritischer hinterfragen. Es geht nicht darum ob oder das der Corona Virus (Covid 10) schlimm ist und er tödlich endet, sondern ob die Massnahmen gerechtfertigt sind. Zumindest was das offensichtliche fälschen der Statistiken betrifft, sehe ich das sehr kritisch. Und wenn dann gebildete Menschen wie sie das auch noch unterstützen ist das der erste Schritt zu einer ENDDEMOKRATISIERUNG.

    • Herbert Renz-Polster

      Oh weh, da stellen Sie aber schwere Geschütze auf. Wenn´s hilft seis drum.
      Und ob die Maßnahmen gerechtfertigt sind hat schon auch ein bisschen damit zu tun, wie gefährlich dieses neue Virus ist. Danke!

  • Aluhutträger

    Warum kann man in Deutscher Bundestag-17 Wahlperiode vom 3.1.13 exakt diese Szenario erlesen, welches gerade von statten geht, wenn doch alles, was nicht der Panik und Massenhysterie entspricht Fake, Falschnachrichten und Hetzerei ist? Das erklären Sie doch jetzt bitte mal , oder behaupten Sie jetzt, der Deutsche Bundestag ist auch Fake ?? Auf diese Erklärung bin ich mal gespannt.

    • Herbert Renz-Polster

      Ich verstehe nicht, auf was Sie sich beziehen, sorry!
      HRP

      • Engywuck

        Ich vermute: https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf
        Dort wird ab Seit 55 ein Szenario einer „Modi-SARS“-Pandemie beschrieben. Allerdings mit wesentlichen Unterschieden zu Covid19: Letalität von 10%, Infizierte sind erst bei Auftreten von Symptomen ansteckend (was aber schon als Verschlimmerung zu SARS angesehen wird), nur drei Tage bis ein Infizierter andere ansteckt.
        Ergebnis: im Maximum sind auch mit Wirkung antiepidemischer Maßnahmen knapp 8% der Bevölkerung gleichzeitig erkrankt (ca. 6 Millionen, davon 4,1 Millionen krankenhauspflichtig und 1,1 Millionen intensivpflichtig). Insgesamt 7,5 Millionen Tote über drei jahre (dann erst wird ein Impfstoff erwartet, gleichzeitig mutiert der Erreger, so dass es drei Wellen gibt)
        Ohne antiepidemische Maßnahmen wären dies 19 Millionen gleichzeitig erkrankte, und das (erste) Maximum nicht an Tag 300 sondern an Tag 170.
        Möge es mit Covid19 nie soweit kommen wie im Szenario!

  • Jim

    Also ich verfolge das euroMOMO nun schon mehrere Wochen, erst seit kurzen ist da der Hinweis, dass zum Beispiel Deutschland keinen Zahlen mehr liefert. Bis vor zwei Wochen war das nicht so.

    Okay, dann halt nicht das euroMOMO sondern das Robert Koch Institut, die werden doch wohl auch für Sie die Richtigen Antworten geben oder?
    Laut dem RKI sind 2017/2018 an der Influenza mehr als 25Tausend Menschen in Deutschland gestorben. Das sind 9Tausend weniger als am COVID-19 weltweit (Stand heute)!
    Nach dem RKI sterben jedes Jahr in Deutschland 20Tausend Menschen an Keimen, die sie sich erst im Krankenhaus holen! Durch Ärztliche Kunstfehler noch mal 20Tausend. Das sind alles dramatische Zahlen, die aber nicht dazu führten uns unserer Grundrechte zu berauben!

    • Matthias Kleine

      Das RKI tut derzeit viel, um Fakten zu verschleiern. Falldefinitionen werden unbemerkt angepasst, erst auf Nachfrage werden solche Sachverhalte eingestanden. Was ebenfalls verschwiegen wird, ist die Anzahl der durchgeführten Tests. Was bedeuten 100 positive Tests bei einer Testgesamtheit von 1000 durchgeführten Tests? Dasselbe wie 200 positive Tests bei einer Testgesamtheit von 2000 durchgeführten Tests. Verschweigt man aber die Testgesamtheit, so entsteht der Eindruck einer Verdoppelung der Infizierten-Zahl (Katastrophe! Exponentielles Wachstum!). Tatsächlich hat das RKI schlussendlich (mehr oder weniger kleingedruckt) am 26.3. eingestanden, dass sich die Anzahl der durchgeführten Tests von KW 11 auf KW 12 verdreifacht hat. Damit dürfte auch die Verdreifachung der in diesem Zeitraum feststellbaren positiven Tests hinreichend erklärt sein. Durch solche „Manöver“ weckt man bei mathematisch gut ausgebildeten Menschen Misstrauen. Man sollte besser offen und transparent kommunizieren und nicht alle wie unmündige Idioten mit mathematischem Grundschulniveau behandeln. Dann hätten Verschwörungstheorien weniger offensichtliche Angriffspunkte und Artikel wie der obige wären unnötig, da wir uns sachlich über Fakten unterhalten könnten statt darüber wie fair oder unfair mit Fakten umgegangen wird. Das muss auch mal gesagt werden.

      • Herbert Renz-Polster

        Danke. Dass die Fälle rasch ansteigen ist nicht durch Fehler des RKI bedingt sondern durch die Dynamik dieser Epidemie. Eine müßige Diskussion, finde ich: die Zahlen steigen an, sie steigen dort stark an, wo die Bremsungsmaßnahmen ineffektiv sind. Ich weiß nicht, wozu es dann auch noch eine Verschwörungstheorie braucht? Wir haben alle Angst, aber das hilft nicht weiter.
        HRP

        • Matthias Kleine

          https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-die-zahlen-sind-vollkommen-unzuverlaessig-a-7535b78f-ad68-4fa9-9533-06a224cc9250

          Hier empfehle ich Ihnen insbesondere den Abschnitt, der etwas über den Zusammenhang steigender positiver Testzahlen und steigender Testkapazität aussagt. Wir müssen jetzt aufhören, von Verschwörungstheorie zu sprechen, wo lediglich nach der Plausibilität von Daten gefragt wird. Wir alle haben ein Interesse, diese Situation so bald wie möglich unter Kontrolle zu bekommen. Es müssen Daten aufgezeigt werden, die diese enormen Einschränkungen der Freiheitsrechte, der wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen unseres Gemeinlebens rechtfertigen. Die Unsicherheiten und Unstimmigkeiten in diesen Daten müssen beseitigt werden. Im Moment schüren Sie und viele andere lediglich Panik vor exponentiell ansteigenden Kurven, die bereits seit 10 Tagen nicht mehr zu beobachten sind, während die Krankenhäuser so leer stehen wie noch nie und viele Menschen an die Grenze ihrer wirtschaftlichen Existenz geraten. Das Fallwachstum in Deutschland beläuft sich seit nunmehr 10 Tagen auf gemittelt 5000 Fälle pro Tag, teilweise sogar bedingt durch die steigende Testkapazität. Das ist weit entfernt von einer exponentiellen Entwicklung, und das obwohl die Effekte der eigentlichen Kontaktsperre in diesen Daten noch gar nicht sichtbar sei können.

        • Herbert Renz-Polster

          Danke, Sie wollen sagen, dass dieses Virus eigentlich gar nicht so ausbreitungsfreudig ist und wir allen Grund hätten die Eindämmung zu unterlassen? Dagegen sprechen ALLE Beobachtungen und Messung dort, wo dies getan wurde. Tipp: schauen Sie immer mal wieder auch in die internationale Presse, Trumps Ansprache gestern hben Sie vielleicht gehört? Er scharrt auch mit den Hufen die Maßnahmen zu lockern, aber der mächtigste Man nder Welt muss sich den Tatsachen fügen. Leider. Alles Gute!

        • Rainer Zwerschke

          Wenn man bei seinen Prognosen doch nur in die Zukunft schauen könnte, nicht wahr. Dann wäre diese Antwort auf den doch sehr fundierten Kommentar des Herrn Kleine vielleicht nicht ganz so lächerlich ausgefallen.
          Es hätte aber auch gereicht sich die Zahlen anzusehen und das selbständige Denken anzufangen. Und das hätte noch nicht einmal „quer“ sein müssen; geradeaus hätte schon gereicht. 🙂

  • Matthias Kleine

    Studie von Anthony Fauci, einem der angesehendsten Immunologen weltweit: „Covid 19 – Navigating the Uncharted“ (https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMe2002387):

    Ich zitiere hier und übersetze: „Dies deutet darauf hin, dass die klinischen Gesamtfolgen von Covid-19 letztendlich eher denen einer schweren saisonalen Influenza (mit einer Todesrate von etwa 0,1%) oder einer pandemischen Influenza (ähnlich wie in den Jahren 1957 und 1968) ähnlicher sind eine Krankheit ähnlich wie SARS oder MERS, bei der die Sterblichkeitsrate bei 9 bis 10% bzw. 36% lag.“ (This suggests that the overall clinical consequences of Covid-19 may ultimately be more akin to those of a severe seasonal influenza (which has a case fatality rate of approximately 0.1%) or a pandemic influenza (similar to those in 1957 and 1968) rather than a disease similar to SARS or MERS, which have had case fatality rates of 9 to 10% and 36%, respectively.)

    Es wird in der Tat Zeit für Fakten. Niemand bestreitet marode Gesundheitssysteme in Italien und Spanien. Niemand möchte das Leid kleinreden, das die Menschen dort mitmachen. Aber wenn mit falschen Fakten gearbeitet wird, muss darüber gesprochen werden. Studien wie die oben zitierte werden der Öffentlichkeit gerne verschwiegen, so wie alles verschwiegen wird, das nichts ins Katastrophenbild passt. Das lässt mündige Erwachsene misstrauisch werden.

    • Herbert Renz-Polster

      Nett. Diese Studie wird derzeit in der Nicht-schlimmer-als-die Grippe-Fraktion gerne geteilt. Haben Sie sie gelesen? Wissen Sie was ein R0 von 2,2 bedeutet? Zusammengefasst: die fallbezogene Sterblichkeit ist einer von mehreren Faktoren, die den Verlauf einer Epidemie bestimmt, die anderen benennt Prof Fauci auch.
      Bitte um Ihre aufmerksame Kenntnisnahme und Durchsicht:

      https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/corona-so-funktioniert-der-schwindel/#comment-36951

      Wie putzig, dass Prof Fauci nun als Kronzeuge eines „ach nur eine Grippe“! herhalten muss. Er ist der Leiter des CDC und versucht händeringend Ihre Brüder im Geiste auf der anderen Seite des Teichs zur Vernunft zu bringen. Schön wenn Sie sich auf seinen Beitrag stützen.
      Übrigens wird er der Öffentlichkeit nicht verschwiegen, er ist frei zugänglich – was soll die Falschbehauptung: „Studien wie die oben zitierte werden der Öffentlichkeit gerne verschwiegen?“ Bitte nicht hier auf meinem Blog. Danke.

      • Matthias Kleine

        Sie wissen sehr genau, was hier gemeint ist. Wann hört man schon einmal in der Tagesschau, dass die Gefährlichkeit dieser Infektion nicht größer als die einer Grippe ist. Im Gegenteil, Herr Seehofer lässt Szenarien berechnen, die Millionen von Tote vorhersagen. Und wenn einmal ein 28-Jähriger stirbt, ist das einen Filmbeitrag im Heute Journal wert. Hintergründe zur Todesursache hört man dabei freilich nicht, es genügt ein positiver Corona-Test.
        Die Reproduktionsrate, auf die Sie sich beziehen, ist hier übrigens ebenfalls interessant. Denn diese wird in der Mehrzahl der Berichte mit 3 beziffert, weshalb ja auch eine Durchseuchung von 66% gefolgert wird. Man könnte ja schon froh sein, wenn jemand zur Hauptsendezeit einmal die Zahl 2,2 nennen würde, denn dann würde sich die Durchseuchung in Richtung 50% bewegen. Ganz zu schweigen von Studien, die nur 1,4 annehmen, womit wir wieder in der Größenordnung einer Influenza wären.
        Niemand sagt, dass wir keinerlei Maßnahmen benötigen. Die Frage ist lediglich, ob dies Maßnahmen sein müssen, die kurzfristig einen halben Bundeshaushalt kosten, langfristig aber Strukturen gefährden, die seit 1945 mühsam aufgebaut wurden und uns Frieden und Wohlstand ermöglicht haben, wie dies in Europa noch nie zuvor möglich war. Man kann eine Zeitlang die Luft anhalten. Aber wenn man es länger tut, steigt Atemnot auf, danach folgt Zusammenbruch. Dieser Frieden und Wohlstand ermöglicht u. a. die Bezahlung der Ärzte und des Pflegepersonals und der Infrastruktur, die jetzt so dringend benötigt werden.
        Wir retten heute Menschen, die im Durchschnitt 80 Jahre alt sind, somit also älter als die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes. Der Preis für diese Menschlichkeit scheint keine obere Grenze zu haben. Dies ist eine politische Entscheidung, die eine offene Diskussion aller Fakten von der Bevölkerung erfordert. Diese Diskussion wird nicht geführt, denn wer diese Diskussion anstrebt wird als Verschwörungstheoretiker diffamiert. Zum Beispiel von Ihnen.

        • Matthias Kleine

          Sie schreiben oben: „Sie wollen sagen, dass dieses Virus eigentlich gar nicht so ausbreitungsfreudig ist und wir allen Grund hätten die Eindämmung zu unterlassen? Dagegen sprechen ALLE Beobachtungen und Messung dort, wo dies getan wurde.“

          Diese Aussage ist schlichtweg falsch, diese Daten liegen einfach nicht vor, insbesondere nicht für Deutschland. Die statistischen Fehlschlüsse, die solchen Aussagen zu Grunde liegen, sind so offensichtlich, dass ich mit tatsächlich frage, wo die Mittelstufen-Kenntnisse in Mathematik abgeblieben sind, die doch eigentlich jeder Deutsche haben sollte.

          Da Sie sich auf Donald Trump und Dr. Fauci beziehen: Wenn Sie tatsächlich einmal eine Pressekonferenz von Dr. Fauci im Detail nachvollziehen würden und diese mit einer Pressekonferenz des RKI vergleichen würden, so könnten Sie erhebliche Unterschiede nicht nur in der Differenziertheit der Darstellung von Daten erkennen. Auch die Interpretation der Daten unterscheidet sich sehr erheblich. Nicht umsonst wurden in den USA ja bislang auch keine weitreichenden Quarantänemaßnahmen, Ausgangsverbote oder verbindlichen Reisebeschränkungen getroffen – es handelt sich größtenteils um *starke Empfehlungen*. So werden bspw. in den USA nicht nur die positiven Tests veröffentlicht, sondern auch tagesgenau die negativen Tests. Aus dieser Statistik geht hervor, dass seit Anfang März der Anteil positiver Tests an der Gesamtzahl der Tests recht konstant bei ca. 20% liegt (https://covidtracking.com/us-daily/). Vom RKI erhält man solche Zahlen nicht. Vermutlich glaubt man dort, dass man diese Information der deutschen Bevölkerung nicht zumuten kann, ohne das Märchen vom anhaltenden exponentiellen Wachstum zu gefährden, das ja die Grundlage für die Einschränkung unserer Grundrechte ist.

        • Herbert Renz-Polster

          Ich wüsste nur gerne, was Sie damit sagen wollen: CDC und RKI sind sich in ihren Empfehlungen zur Eindämmung dieser Epidemie doch einig. Packen wirs an, oder?
          Danke!

        • Matthias Kleine

          „Ich wüsste nur gerne, was Sie damit sagen wollen: CDC und RKI sind sich in ihren Empfehlungen zur Eindämmung dieser Epidemie doch einig.“
          Ich will damit sagen, dass die weitreichenden Grundrechtseinschränkungen, insbesondere die Isolierung gesunder Menschen, das geltende Kontaktverbot und damit einhergehend das Verbot großer Teile gesellschaftlichen Lebens außerhalb der eigenen vier Wände, die Beschränkung großer Teile des Wirtschaftslebens und viele andere der *unspezifischen* Maßnahmen so schnell wie möglich beendet werden müssen.
          Diese sind durch wesentlich spezifischere Maßnahmen zu ersetzen, die nicht von so umfassenden Kollateralschäden begleitet sind und die ausreichen, um schutzbedürftige Personen in einem Maße zu schützen, das auch in Bezug auf andere virale Atemwegserkrankungen bis dato als ausreichend erachtet wurde.
          Die getroffenen Maßnahmen gleichen einer Chemo-Therapie, die den gesamten Organismus schädigt, während lokale und spezifische Maßnahmen durchaus möglich wären und große Aussicht auf eine erfolgreiche Therapie hätten. So würde hoffentlich kein verantwortlicher Arzt mit einem Patienten umgehen. Und in Bezug auf den ursprünglichen Titel dieses Blog-Eintrags ist es insbesondere unangebracht und schändlich, diejenigen, die sich um eine solch differenzierte Sicht- und Handlungsweise bemühen, als Verbreiter von Fake News und Verschwörungstheorien zu diffamieren.

  • Till

    Danke für diesen Beitrag! Es ist irgendwie tröstlich, zu lesen, dass es auch noch Leute gibt, welche die Realität sehen wie sie ist! Denn die üblichen Skeptiker überziehen mit ihrer Schreibwut das Internet mit Verleugnung und Verschwörungstheorien, dass man glaubt, 90% der Deutschen wären so drauf – und was bleibt ist ein ganz mieses Gefühl im Bauch.
    Also auch wenn Sie damit wohl kaum auch nur wenige dieser Leute überzeugen können (wie man in den Kommentaren ja sehen kann): Sie machen denen Mut und Hoffnung, die entsetzt sind von all dieser Stimmungsmache – und deswegen allein macht dieser Beitrag schon Sinn! Danke, und nicht den Glauben an die Menschheit verlieren…!

    Und mal eine kleine Denkanregung zu dieser seltsamen Euro MOMO Seite, die die Skeptiker so gern zitieren: Die Graphen dort zeigen (logischerweise) eigentlich nur die Sterberaten der vergangenen Zeit – und das heißt, die ‚Corona-Phase‘ ist da in ihren Folgen auch noch gar nicht wirklich abgebildet. Das Jahr 2020 ist da stets nur in seinen Anfängen abgebildet. Und die Tage der wirklich extrem hohen Sterbefälle in Italien sind noch ganz jung.

  • Andreas Hanke

    Sehr geehrter Herr Dr. Renz-Polster,

    ich empfehle Ihnen sich einfach die Zeit zu nehmen, alle Videos ( auch die zensierten) zu schauen. Ebenso wie alle Videos von Herrn Bhakti. Vielleicht verstehen Sie dann worum es Ihren Kollegen geht. Es handelt sich hier, wie auch bei vielen anderen, keinesfalls um irgendwelche fehlgeleiteten Seelen, sondern um renommierte Persönlichkeiten. Hier geht es nicht darum die Gefahr zu verleugnen. Sondern um die Folgen, welche die getroffenen Maßnahmen für Menschen haben und wie bewusst eine weltweite Panik ausgelöst wird. Ihre Kollegen reden hier nicht nur von wirtschaftlichen Folge sondern auch von physischen Folgen. Ich glaube nicht, dass ich Ihnen das erklären muss.
    Auch bin ich mir sicher, dass Ihnen bewusst ist, welche Auswirkungen Aussagen von Herrn Prof Wiehler wie:
    „Jeder kann an Covid19 sterben. Wir werden bald Verhältnisse wie in Italien haben“
    auf die Menschen haben.
    Weltweit wird nicht nur Desinfektionsmittel, medizinische Schutzausrüstung auf Vorrat gekauft sondern schlicht und einfach gestohlen. Medizinisches Personal steht wegen Quarantäne oder weil Kinder versorgt werden müssen nicht zur Verfügung. Das ist jetzt schon in Deutschland ein großes Problem. Was meinen Sie, wie das in Italien oder Spanien ist?
    Diese Zustände hat Das RKI mitzuverantworten.
    Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass das RKI Falldefinition und die Testvorgaben geändert hat. Und zwar so, dass es zwangsläufig zu viel höheren Zahlen kommen muss. Kein Wort darüber ohne Nachfrage. Lesen sie insbesondere den Situationsbericht vom 26.03. sorgfältig durch. Allein die Anzahl der Tests wurde verdreifacht, Prozentual war der Anstieg kaum signifikant.
    Es werden jetzt Neuinfektionen ohne Nachweis gemeldet, obwohl die Quote der positiv-getesteten bei diesem Personenkreis deutlich unter 10% liegt.
    Ihre Aussagen sind genauso leicht zu widerlegen.
    Mal ein paar kurze Anmerkungen dazu.
    Sie haben solche Bilder, wieviel Italien noch nie gesehen. Ist Ihnen bekannt, dass die Tagesschau hier zum Teil Bilder der Grippewelle 2017/2018 verwendet hat?
    Herr Dr. Schiffmann hat falsche Aussagen zu Japan veröffentlicht. Zu dem Zeitpunkt war die Aussage korrekt. Jede Änderungen von Fakten hat Herr Dr. Schiffmann in folgenden Videos richtig gestellt.
    Sichtlich wissen Sie auch, welche Hygienezustände in den Kliniken in Italien herrschen. Meinen Sie ernsthaft, dass Sie dort in den letzten Wochen eine Chance als Patient hatten, ohne Infektionen einen Aufenthalt zu überstehen.
    Aber das nur alles am Rande. Sie sollten verstehen, dass es insbesondere Herrn Prof. Bhakti um was ganz anders geht. Wir zerstören nicht nur unsere Wirtschaft. Auch eine Isolation von Risikogruppen ist eine dramatische Entscheidung. Hier geht es nicht um Verschwörungstheorien.
    In Pflegeheimen bekommen kranke/ demente Menschen keine Besuche mehr/Pfleger sind nur noch sporadisch und vermummt anwesend. Angehörige/Freunde können kranken Menschen keinen Trost spenden und Kraft geben,
    Wir werden dieses Jahr mehr Suizid-Tote als Corona-Tote haben.
    Es geht hier auch um Menschlichkeit

    • Rainer M.

      Der Mitteilung von Hern Hanke stimme ich zu 100% zu und möchte noch wie folgt ergänzen.

      Neben den Videos von Prof. Bhakti sollte Herr Dr. Renz-Polster sich die Videos von fachkundigen Mediziner Alle genau anschauen.
      Seine Aussage
      „Ärzte wie Dr. Wolfgang Wodarg oder Dr. Sucharit Bhakdi benutzen für ihre Argumentation gerne „offizielle“ Statistiken und Grafiken, um zu belegen, dass es die in der Presse berichtete Welle an COVID-19-Todesfällen eigentlich gar nicht gibt.“
      ist sehr fragwürdig wenn er renommierte Mediziner indirekt als „Lügner“ bezeichnet.
      Was soll an den Aussagen in diesen Videos falsch sein und was richtig.
      Man sollte nicht immer die falschen Aussagen suchen sondern auch die richtigen.
      – Prof. Dr. Carsten Scheller – Professor für Virologie an der Uni Würzburg
      https://youtu.be/w-uub0urNfw
      – Dr. Wolfgang Wodarg Ex-Gesundheitsamtsleiter
      https://youtu.be/XnlT3rPNUp0

      Eine Frage Herr Dr. Renz-Polster – empfehlen Sie Ihren kleinen Patienten welche älter als ein Jahr sind auch eine ausreichende Vitamin D + C und Omega 3 Supplementierung für eine gesunde Entwicklung und starkes Immunsystem.
      Alle die sich vor Corona schützen möchten sollten diese Videos anschauen um das Risiko an Corona zu erkranken zu reduzieren.
      Prof. Dr. Spitz und Apotheker Uwe Gröber
      https://youtu.be/yWrYPKO-89M
      Dr. von Helden
      https://youtu.be/XFEtscQFeoU
      Es Ihnen doch auch bekannt, dass wenn jetzt viel mehr ältere Menschen in ein Krankenhaus gebracht werden für diese auch die Gefahr besteht an einem Krankenhauskeim zu sterben und evtl. gar nicht an dem Coronavirus. Es sterben jedes Jahr mehrere tausend Menschen an einem Krankenhauskeim.
      Man sollte somit abwägen welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche übertrieben werden.

    • Andreas Bremer

      Sehr geehrter Herr Dr. Renz-Polster,
      Diejenigen ärztlichen Kollegen, die es besser wissen/wissen könnten/wissen müssten, werden und wollen Sie sicherlich nicht mehr zu überzeugen.
      Ich befürchte nur dass diese Prognose ebenso auf die große Anzahl derjenigen Mitbürger zutrifft, an die sich ihre bemerkenswert leidgeprüften aber dennoch nach wie vor hingebungsvollen Appelle richten.
      Was auch immer da in der Perzeption schief läuft, sei es mangelnde Kenntnis einfachsten statistischen Grundwissens, sei es chronische Obrigkeitsskepsis oder auch schlicht nur die nackte Panik in ihren Augen…, auch diese Menschen scheinen, zumindest auf dem warmen Sofa, unerreichbar zu sein. Das ist zutiefst deprimierend. Und außerordentlich beschämend hinzu.
      Sie zitieren einen italienischen Kollegen der wiederum vom selbstlosen Einsatz eines offenbar ebenfalls infizierten und zwischenzeitlich verstorbenen Geistlichen berichtet. Bemerkenswert dass dieser Kollege, wie er berichtete, durch diese Wahrnehmung eine Veränderung erfährt die ihn vermutlich durch den Rest seines, hoffentlich noch langen, Lebens begleiten wird.
      Dies zugrunde legend wünsche ich mir ein verpflichtendes Schulfach „Umgang mit Informationen digitaler Medien“ eher heute als Morgen. Denn, das was heute an Sozialethik gelehrt wird, hat, solange der Krieg noch nicht ins beheizte Wohnzimmer eingedrungen ist, gegen die individualisierte Eventgesellschaft nicht den Hauch einer Chance.

  • Jeannice

    Verschwörungstheorien finden sich immer. Wenn Sie sich nicht an die Abstandsmarkierungen in Supermärkten halten wollen, gerne.
    Aber ich beschwere mich über solche Affen

  • Julia

    Ich habe mich ernsthaft gefragt,
    warum Herr Renz-Polster sich so viel Mühe macht, Fakten noch mal klar zusammen zu fassen (die man ja nicht durch Zahlenverdrehen wegzaubern kann), um sie genau zu erklären, die ja inzwischen dem gutgläubigsten Menschen klar geworden sein dürften.
    Dann habe ich doch weitergelesen …. und war völlig entsetzt (über einige Kommentare), wie viel Menschen es tatsächlich gibt, die sich alles mögliche zusammenreimen (lassen) um den Corona-Virus wegzudenken, zu verharmlosen, in Frage zu stellen uvm.
    Da ich weder bei Facebook noch in anderen (fragwürdigen) Plattformen unterwegs bin, aber davon gehört hatte, dass es viele Fakenews zum Corona-Virus gibt, nahm ich an, dass nur die dümmsten User diesen Schwachsinn (welchen auch immer im Detail) glauben können.
    Daher war ich auch verwundert, dass Hr. Renz-Polster sich mit so viel Unsinn beschäftigt.
    Hier wurde ich nun eines besseren belehrt und das ist ja noch viel schlimmer zu sehen… Erschreckend!
    Welchen Sinn sollte es denn für wen ergeben, einen tötlichen Virus schlimmer darzustellen (als er wäre), wenn die weltweite Wirtschaft in allen Bereichen darunter leidet? Davon hat doch keiner einen wirklichen Nutzen, außer der Natur und unserem Klima. Okay, am Ende die Pharmaindustrie, die sicher auch sonst einiges auf dem Gewissen hat, keine Frage. Aber es gibt ja auch unabhängige Wissenschaftler und deren Botschaft ist klar und eindeutig.
    In meinem Umfeld habe ich auch Menschen erlebt, die sich der Tragweite nicht bewußt waren und noch vor 3-4 Wochen fest daran geglaubt (ja, der Glaube spielt wohl eine wesentliche Rolle) haben z.B. in den Urlaub fliegen zu können. Meine Erklärung zu dieser Haltung ist, dass
    1.) wir das globale Ausmaß nicht wahrhaben wollen/können, weil es unfassbar ist,
    2.) wir in keiner Weise gelernt haben, darauf vorbereitet zu sein,
    3.) unser Gehirn nicht darauf programmiert ist, komplett umzudenken und gewohnte Verhaltensweisen von heute auf morgen (ohne erlerntes Training) zu ändern und
    4.) es wesentlich einfacher und angenehmer ist, eine globale Katastrophe nicht als solche wahrzunehmen.
    Und genau so ging es ja auch einigen Politikern, die erst nach und nach erkennen, dass ihnen das eigene Volk genauso wegstirbt, wie allen anderen auch, die es nicht wahrhaben wollten.
    Da gibt es doch inzwischen nichts mehr schön zu reden (oder schön zu rechnen). Wir können es ja nicht ändern.

    Wir können nur versuchen das Beste daraus zu machen und uns in den Ländern, die den Virus besser unter Kontrolle gebracht haben, abschauen, wie sie es gemacht haben. z.B. Singapur.
    Dann wissen wir auch, was als nächstes auf uns zukommen wird. Sofern sich unsere Politiker dort Rat holen, wo man etwas besser weiß, wie man mit dieser Art von Viren umgeht, wenn man größere wirtschaftliche Einbußen (und unnötige Todesfälle) vermeiden will.
    Früher oder später werden wir noch alle erkennen (müssen), dass ein hochansteckender Virus keine Glaubensfrage ist.
    Aber der Glaube erleichtert ja immer wieder gerade da, wo man ratlos und hilflos ist. Vielleicht brauchen wir dafür neue Glaubenstheorien, weil wir die Wahrheit nicht wissen wollen oder nicht gut verkraften können.

  • Lydia Perner

    Ich bin Hausärztin in Thüringen. Wir sind zum Glück noch wenig betroffen, bezogen auf die Zahl der Positiv Getesteten. Aber uns wird über die Medien täglich gesagt, dass die Welle noch kommt und wir dann die Patienten versorgen werden, die die Kapazitäten der Krankenhäuser übersteigen.
    Schon jetzt bewegen wir uns in einer Grauzone, da wir die erste Anlaufstelle sind für erkrankte Menschen. Patienten aus Risikogebieten eingereist oder die Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, dürfen Praxen nicht mehr betreten. Ich soll dann entscheiden, ob ich sie in Schutzkleidung untersuche, Tests abnehme, sie ins Krankenhaus oder zu einer Teststelle verweise oder sie eine AU – Bescheinigung bekommen…
    Ich habe zwei Probleme:
    -in der eingerichteten Infektsprechstunde kann jeder Coronapositiv sein, aber ich habe weder für meine Arzthelferinnen noch für mich Schutzkleidung.
    – wenn ich zu einem Erkrankten fahre, habe ich keine Schutzkleidung.
    Ich durfte mir heute 10 Atemmasken FFB2 von unserem KV-Verteiler abholen. Thüringen hat vom Gesundheitsministerium 4300 Masken bekommen, für alle ambulant arbeitenden Kinderärzte, Hausärzte, Onkologen, HNO- und Augenärzte, Pneumolgen und Dialyseärzte, 160 Schutzbrillen, von denen keine in unserem Landkreis angekommen ist, 839 Schutzkittel. Ebenfalls keiner in unserem Landkreis angekommen.
    Die Arbeitsfähigkeit der Praxen wird riskiert, da bei positivem Testergebnis die Praxis für 2 Wochen geschlossen würde.
    Da die Krise so gut vorhergesagt wurde durch Prof. Drosten , wie Sie sagen, wird hier durch die Politik in unverantwortlicher Art und Weise die Gesundheit und das Leben von Ärzten und Praxispersonal riskiert in unbeschreiblicher Ignoranz oder es ist doch alles ein Fake.
    Denn aus dem Szenario der Schweinegrippe hätte man längst die notwendigen Vorsorgen ableiten können.
    Welches Lager hier recht hat, kann keiner sagen, da wichtige Fakten fehlen. Zu einer sauberen Statistik, die man gerade in solch bewegten Zeiten bräuchte, wäre die Angabe der Anzahl der durchgeführten Tests, die Zahl der Symptomlosrn bzw -armen, die Zahl der Erkrankten, der stationär behandlungsbedürftigen und der ITS-Pflichtigen Patienten ein Muss.
    Eine auf Fakten beruhende Berichterstattung ohne emotionale Manipulation würde dem ganzen Land gut tun! Das würde die Achtung und Wertschätzung der Arbeit aller, die durch diese Krise überdurchschnittlich gefordert sind, nicht mindern. Im Gegenteil- eine Kultur der Wertschätzung könnte so in unserer Gesellschaft auch wieder etabliert werden.
    Ich bin sehr froh, dass es in diesem Land noch die Menschen gibt, die hinterfragen, die sich eine eigene Meinung bilden wollen. Diese sollten nicht durch Abwertung mundtot gemacht werden. Der fachliche Diskurs sollte wiederbelebt werden und keine Glaubenskriege geschürt.
    Vielen Dank, dass ich diesen Raum für meine Gedanken bekommen habe.
    L. Perner

    • kito

      Ja! Danke. Es wird jongliert mit Zahlen und wieso denkt eigentlich ein jeder, er weiß es besser? Ich glaube man kann es gar nicht wirklich wissen. Das Virus ist sicher viel schlauer als wir:-)

  • Karen

    Die Schuld in Italien trägt die marode Gesundheitssystem? Tja, ich kann mich nicht errienern dass bei uns in der Schweiz mit einer der besten Gesundheitsversorgung der Welt die Patienten mit Helikoptern aus meinem Kanton Ticino durch die Schweiz geflogen wurden auf (noch) freie Intensivstationen in anderen Kantonen weil Ticino am Limit ist, und leider zu lange Grenzen offen hatte..
    Alle die Kritiker die auch hier wüten werden spätestens in zwei Wochen verstummen. Weil die Situation in der USA wird uns eindeutig zeigen wie „ungefährlich“ der Virus eigentlich ist wenn er auf eine Kombination von a) Bevölkerung mit ungesundem Lebensstil, b) nicht funktionierendes medizinische Grundversorgung breiten Massen c) ein Presidenten der noch vor zwei Wochen das gleiche Quatsch redete wie die „Kritiker“ dieser Diskussion hier.
    Was mir wirklich Sorgen macht sind die Entwicklungsländer und Kriesengebieten. Eine Epidemie in einem 1 Millionen grossem Flüchtlingslager in zum Beispiel Norden Nigeria ohne sauberen Wasser, Handwashstationen und Spitälern, aber mit Massen unterernährten Kindern und HIV positiven Menschen?

    • Herbert Renz-Polster

      Danke! HRP

    • Aki

      Und ist das Problem nicht dann eigentlich ein ganz anderes als das Virus?

      • Marco

        Das ist eine wirklich gute Frage. Der ungesunde Lebensstil ist weltweit das eigentliche Problem. Jeder kann sofort für sich und damit auch für andere aktiv etwas tun!
        Viren wird es immer geben und neue bzw. weiterentwickelte hinzukommen. Wollen wir alle paar Jahre ängstlich zu Hause sitzen und auf einen Impftstoff warten? Vor allem einen Impftstoff der in Eile entwickelt und nicht durch eine vernünftige Langzeitstudie geprüft wurde. Am besten mitfinanziert mit Steuergeldern.
        Also bitte werdet aktiv und praktiziert mit Freude einen gesunden Lebensstil! Es ist möglich!

  • Gabriele Schweiger

    https://www.youtube.com/watch?v=GLG94aRX4C4

    Ich krieg das kot… wenn ich solche Beiträge sehe. Jetzt sind wir schon soweit, dass den Mitmenschen, die zum Wohle der Mitmenschen handeln Unmündigkeit und Dummheit vorgeworfen wird. Könnten Sie hierzu Stellung nehmen?

    • Herbert Renz-Polster

      Ach Leute, auf der Seite könnt Ihr Euch auch über Chemtrails informieren und alles andere Böse auf dieser Welt. Ist doch schön, alles in einem Paket zu bekommen 😉

  • Susanne

    Lieber Herr Renz-Polster,
    Ich finde es gut und wichtig, dass Sie als Arzt über die Gefährlichkeit des Virus aufklären. Allerdings vermisse ich durchaus eine Stellungnahme von Ihnen als Kinderarzt zu den momentan geltenden Massnahmen, erst Recht, wenn sie auf Dauer gestellt werden sollten!

    Schon wir als Familie sind gerade an der Grenze unsrer Belastbarkeit: Unsere Kinder sind 4 und 2 Jahre alt, dazu ein 3 Monate altes Baby, das tagsüber viel getragen und gestillt werden will und auch nachts viel Zuwendung braucht. Das Ergebnis: Unausgeschlafene Eltern, die keine Pause mehr machen können. Halbtageskindergarten und Tagesmutter hat zu, das soziale Netz aus Nachbarn, Freunden, Babysitter, Wunschoma, etc. fällt wegen der Kontaktsperre weg. Dabei sind wir noch privilegiert mit großer Wohnung und ohne finanzielle Sorgen.
    Für uns ist das lediglich anstrengend und für unsere Kinder doof, wenn uns mal der Kragen platzt.

    Aber was ist, wenn dazu noch enge Wohnverhältnisse, finanzielle Sorgen kommen und die Familie 24 Stunden aufeinander hockt? Wenn Alkohol dazukommt? Oder soziale Probleme?

    Das Jugendamt arbeitet nur noch eingeschränkt, macht keine Hausbesuche mehr, Hebammen kommen im Wochenbett nur eingeschränkt oder gar nicht, Familien- und Erziehungsberatung hat zu, Kindertherapeuten ebenfalls, und die Kinder kommen nicht mal mehr durch Schule, Freunde oder Kindergarten ein paar Stunden aus der Familie raus!

    Ich habe keine Zahlen gefunden, nur, dass jedes Jahr zwischen 60.000 und 80.000 Kinder von Jugendamt aus den Familien genommen wurden. Ich würde daher schätzen, dass ca. 500.000+ Kinder von Gewalt und Vernachlässigung in den Familien betroffen sind. Und die sollen jetzt 24/7 mit ihren Eltern zusammengesperrt sein …

    Wir retten gerade den 70-jaehrigen Pensionär auf dem Rücken dieser Kinder!

    Ich weiß, dass das sehr böse und überspitzt formuliert ist und man die beiden Gruppen nicht gegeneinander ausspielen darf. Aber es kann doch nicht sein, dass wir alles tun, um die Menschen vor Corona zu schützen, und die Kollateralschäden ignorieren!

    Warum tun wir es trotzdem? Vielleicht weil die Corona-Opfer sichtbarer sind? Oder weil es sich bei den Kindern in Not meist eh um Familien am Rande der Gesellschaft handelt, die auch sonst kaum jemanden interessieren?

    • Astrid

      Ich glaube ja, die Opfer sind gerade direkt sichtbar und dann wird darauf reagiert. Denn es betrifft JETZT. Was die langfristigen Konsequenzen sind, ob das nun eigentlich auf lange Sicht „sinnvoll“ ist Angst vor einem Virus zu haben, fragen die wenigsten.
      Ich bin Medizinstudentin und ich habe mir diesen Beruf ausgesucht, um in Berührung zu kommen und Kontakt zu Menschen zu haben, ihnen beizustehen, auch über Körperkontakt (wie eine einfach üe Berührung der Hand) Schutz und Zuwendung zu schenken, weil ich glaube, dass das unglaublich wichtig ist. Die Medizin bewegt sich gerade für mich, in meiner Praxiserfahrung, genau in die andere Richtung und ich glaube nicht, dass das gut ist.

      • Marie

        Liebe Astrid,

        außer, dass du Medizinstudentin bist, hast du in deinem Kommentar gerade irgendwie nichts gesagt, was ich verstehe und nachvollziehen kann. Ist Angst „sinnvoll“ (Warum die Anführungszeichen?). Und wenn du auf Berufe mit Körperkontakt stehst, dann gibt es da auch Alternativen, die kein Hochschulstudium brauchen.

        Und in welche Richtung bewegt sich deiner Meinung nach gerade unsere Medizin? Dass in Krankenhäuser alle an einem Strang ziehen? Dass sie fachfremde Ärzte in die Intensivmedizin einarbeiten (in Bonn werden Augenärzte in Beatmung geschult) und Pflegepersonal über seine Grenzen hinausgeht? Dass wir alles tun, um zu verhindern, Profit über Menschenleben zu stellen.
        Ich bin nicht Ärztin geworden, um an Patienten herumzufingern, sondern um zu tun, was hilft und glaube dabei nicht an das Heilen per Handauflegen. Ich bin sicher, das meintest du damit auch nicht und ich übertreibe hier, aber denk nochmal nach, was deine Kollegen gerade leisten und was uns vielleicht bald blüht: Dass wir Menschen bewusst sterben lassen müssen, um