Meine Wissenschaft

Einen ersten kleinen Schritt hin zur Wissenschaft machte ich 1986 mit meiner Dissertation zum Thema Augenkomplikationen bei Lepra. Meine eigentliche wissenschaftliche Ausbildung bekam ich aber nach meiner Facharztausbildung als Kinder- und Jugendarzt im Rahmen eines dreijährigen Fellowships an der Health & Science Universität in Portland, Oregon/USA. Ich will im Folgenden einen kurzen Überblick über meine wissenschaftlichen Themen und Publikationen geben (die volle Liste steht in meinem Lebenslauf).

Während meiner Zeit als Chief Resident am Maine Medical Center, USA führte ich zusammen mit dem Endokrinologen Jerrold Olshan eine Beobachtungsstudie zu den Nebenwirkungen eines zur Behandlung des Diabetes bei Mukoviszidose verwendeten Medikaments (Acarbose) durch. Während meines Fellowships in den USA war ich zunächst bei Cynthia McEvoy an einer Untersuchung zur Messung des physiologischen Totraums in den Atemwegen frühgeborener Säuglinge beteiligt. Mein hauptsächliches Interesse galt aber bald der Epidemiologie allergischer Erkrankungen, hier führte ich eine Kohortenstudie zum Thema Kaiserschnitte und spätere Allergien durch, die 2005 in Clinical & Experimental Allergy veröffentlicht wurde.

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete ich 2006–2010 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am damals neu gegründeten Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg, unter der Leitung von Prof. Joachim Fischer. In dieser Zeit führte ich zusammen mit Dr. Freia De Bock eine große Studie an baden-württembergischen Kindergärten zum Thema Bewegungs- und Ernährungsförderung durch, die wir in den Jahren 2012 und 2013 unter anderem in diesem Artikel veröffentlichten. Ein wichtiger anderer Schwerpunkt in dieser Zeit war die Erstellung einer evidenzbasierten Expertise »Gesunde Kindheit« als Vorlage zur Gesundheitsstrategie des Landes Baden-Württemberg, sowie die Bestandsaufnahme der wissenschaftlichen Literatur zum Thema kindliche Entwicklung aus evolutionsbiologischer Sicht.

Seit 2011 bin ich mit dem Mannheimer Institut für Public Health als assoziierter Wissenschaftler verbunden, also nicht mehr fest angestellt, sondern lediglich frei an Projekten beteiligt. Dazu gehört u.a. die Publikation eines Fachbeitrags zum Thema Bedsharing sowie ein Systematisches Review zum Thema lagerungsbedingte Plagiocephalie, die 2017 in Archives of Diseases in Childhood veröffentlicht wurde. 2018 haben wir eine weitere Arbeit zum Thema“Die Abplattung des Hinterkopf bei Babys aus Sicht der evolutionären Verhaltensforschung“ in Evolution, Medicine & Pubic Health  veröffentlicht (hier ein Link zu dem Artikel, hier eine kurze Zusammenfassung auf Deutsch).