Kommentar16. Oktober 2018

Die Elternschule – geht weiter…

Mein abschliessender Kommentar

Während der Film Elternschule anläuft, reissen die Diskussionen nicht ab. Ich jedenfalls stehe ziemlich im Hagel. Von: wie gut, dass… – bis: haben Sie den Film überhaupt gesehen?? Oder: wie kommen Sie darauf, diesen „liebevoll-konsequenten“ Ansatz so anzugehen??

Dass die Resonsanz so groß ist, liegt daran, dass es bei diesem Paket eben nicht nur um die in dem Film vorgestellte Therapiemethode geht. Sondern um Erziehung allgemein. Und das liegt zum einen an dem Film selbst: hier wird eindeutig Position in grundsätzlichen Fragen zur Entwicklung und Erziehung von Kindern bezogen. Erst das macht ja diese Doku dann auch zu einem KINOfilm.

Aber auch die Medien sehen in dem Film einen Beitrag zur Erziehungsdebatte. Auch dort geht es nicht um die Diskussion zum Für und Wider einer psychotherapeutischen Methode zur Behandlung frühkindlicher Regulationsstörungen. Das Thema findet sich stets in einem breiteren Rahmen wieder: Was ist der richtige Umgang mit Kindern? Keine Rezension ohne den Blick auf die Erziehung in den Familien dort draußen in der freien Wildbahn:

 „Für jeden, der selbst Kinder hat, ist der Film ein Muss.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Das Geheimnis guter Erziehung“ (WDR)

„Wie gehen wir richtig mit unseren Kindern um – und mit uns selbst?“ (BR)

„Welche Erziehungskompetenzen brauchen Eltern, was ist und wie geht „gute Erziehung“? Diesen Fragen geht der Film nach.“ (Badische Zeitung)

„Sind Eltern heute denn völlig instinktlos und verunsichert?“ (Zeit online)

 „Ein Einblick in eine verunsicherte Gesellschaft, die sich mit Autorität schwertut und ihren Instinkten kaum noch traut.“  (Süddeutsche Zeitung)

Kurz, der Tenor war der: so geht Erziehung. Hier zeigen Ärzte und Psychologen, was Eltern falsch machen können. Hier erklären Experten, wie Kinder tickern.

Nachgeplapperte Behauptungen

Dass die in dem Film dazu gegebenen Informationen umstritten sind: kein Wort davon. Dass die gezeigten Behandlungmethoden auch in der Fachwelt umstritten sind: kein Wort davon. Wie die Therapielandschaft für solche schwer leidenden Familien aussieht, und wie dürftig sie ist – kein Wort davon. Wie die in dem Film gezeigte Gewalt gegen Kinder (dazu gleich mehr) einzuordnen ist – kein Wort dazu.

Und dabei wäre es vielleicht auch geblieben, wenn nicht aus der Bloggosphäre ein paar Fragen und Beiträge gekommen wären. Und seither steht der Film dann auch dort, wo er hingehört: in der öffentlichen Diskussion. Ich kann da nur allen Danke sagen, die nachgebohrt haben. Und dass viele von ihnen tatsächlich „nur“ den Trailer gesehen haben und nicht den ganzen Film? Hmmm, ich finde, schon der Trailer lädt genau zu dem Widerspruch ein, der dann kam.

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Und der Widerspruch ist gewaltig, auf meiner Webseite waren über das Wochenende mehr als 100 000 Besucher. Und er geht hin und her. Die Sueddeutsche, die den Film in ihrer Rezension hoch gelobt hatte, arbeitet sich jetzt an den Kritikern ab:

„Die empörten Internetbeiträge verweisen häufig auf das aus den USA stammende „Attachement Parenting“ (AP), die „bedürfnisorientierte Erziehung“. Deren Methoden sollen die Mutter-Kind-Bindung fördern, indem sich die Mutter ganz nach den Bedürfnissen ihres Kindes richtet. Die Methode wurzelt im amerikanischen evangelikalen Christentum und hat auch in Deutschland viele Anhänger.“

Damit wäre also auch das geklärt: diejenigen, die den Film schlecht finden, sind schlechte Leute. Hysterische Mütter mal wieder.

Aber auch in dieser Runde wieder: bisher keine einzige weitere Hintergrundrecherche. KEINE weiteren Fragen oder Kommentare zu dem Film. Also so etwa in die Richtung: Wir haben inzwischen mit anderen Experten über den Film gesprochen, und die meinen …. Oder wenigstens Verständnisfragen: Warum eigentlich  trifft dieser Film so einen Nerv – und das schon mit seinem Vorspann? Um was wird da eigentlich gestritten?

Stattdessen genau die Belehrung, die Eltern so sehr suchen. Zum Beispiel von JournalistInnen:

„Dabei wäre es hilfreich, das Thema „Erziehung“ weniger dogmatisch zu betrachten, sie vielmehr als Handwerk zu begreifen. Das schließt Liebe und Nähe zum Kind, das Wahrnehmen seiner Bedürfnisse nicht aus – im Gegenteil. Zu den Bedürfnissen eines Babys könnte es beispielsweise gehören, liebevoll an Schlafrhythmen gewöhnt zu werden.“

Stellen wir die Aussagen auf den Prüfstand

Und genau dieser letzte Satz  steht für mich für ganze Oberflächlichkeit im bisherigen Umgang mit diesem Film. Wer den Satz liest („Zu den Bedürfnissen eines Babys könnte es beispielsweise gehören, liebevoll an Schlafrhythmen gewöhnt zu werden“)  – ja, der muss ja tatsächlich denken: wer diesen Film kritisiert, hat ja wohl wirklich einen an der Waffel.

NUR: wie Babys und Kleinkinder nach der in dem Film gezeigten Methode an ihren Schlafrhythmus gewöhnt werden, geht so:

Das Baby wird in einem Klinik-Gitterbett mit extrahohen Gittern in ein leeres Klinikzimmer geschoben. Die Gitter werden hochgezogen, das Kind verabschiedet („schlaf gut, Baby“, oder so was in die Richtung). Der Raum wird nun komplett abgedunkelt, die Tür verschlossen. Bis zum nächsten Morgen wird dieses Kind keine andere menschliche Interaktion erleben als kurze, sachliche medizinische Kontrollen durch die Nachtschwester, mit der Taschenlampe. Seine Mutter (von der dieses Kind vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben längere Zeit getrennt sein wird) wird nicht erscheinen, auch sonst wird niemand auf das Schreien des Kindes persönlich reagieren. Diese Behandlung wird Nacht für Nacht so lange fortgeführt, bis das Kind eben seinen Schlafrhythmus erlernt hat (oder was auch immer).

DAS ist es, was ich meine. Jeder kann sich hinter Begriffen wie „Grenzen setzen“ oder „liebevoll-konsequenter Erziehung“ schön verstecken. Nur: damit werden die Eltern doch in Wirklichkeit zum Narren gehalten.

Das gilt auch für die in dem Film gezeigten Diagnosen und schlichtweg FALSCHEN Darstellungen, sie werden Eltern verunsichern, große Worte hin oder her:

… es ist absolut NORMAL, dass ein Säugling oder Kleinkind bei der ärztlichen körperlichen Untersuchung brüllt wie am Spieß und sich von seiner Mutter nicht trennen kann. Hier der Mutter zu erklären, das sei Anzeichen einer „Regulationsstörung“, wird alle Eltern, die diesen Film sehen, schwer erschrecken (viele Kinderärzte auch, die das tagtäglich in ihren Praxen erleben). Und die Aufforderung des Arztes, die Mutter solle sich nun mit ihrem Stuhl immer weiter von der Untersuchungsliege entfernen, und zwar umso schneller und weiter, je mehr ihr Kind weint, das ist, zum Allerwenigsten, eine Einladung für viel Verunsicherung bei den Eltern. Denn natürlich ist das ein völlig normales Verhalten, wenn ein kleines Kind Fremden gegenüber protestiert und sich ihnen entwinden will. Hey, wir reden hier über kleine KINDER!

Wie kommen wir weiter?

Erstens. Gut, dass sich so viele Menschen einschalten, das ist ein wichtiges Thema. Und ich glaube, das haben jetzt auch manche großen Medien erkannt, sie werden sich – so hoffe ich – weiter umhören. Experten befragen, Gegenmeinungen hören – eben das was zu einer öffentlichen Debatte gehört. Damit bewegt sich die Diskussion ins offene Feld: Die in diesem Film dargestellte Therapiemethode ist UMSTRITTEN. Ihre Übertragung auf „normale“ Erziehung ist HOCH UMSTRITTEN. Das, was in diesem Paket als RICHTIG dargestellt wird, halten andere für FALSCH. So können wir über die Gründe diskutieren, so kommen wir weiter.

Zweitens. Gut, dass sich auch die zu Wort melden, die diese Therapiemethode selbst mit ihrem Kind kennen gelernt haben. Alle Achtung (und ganz besonderer Dank an @Julia in meinem Blog für die Offenheit). Ich kann von meiner Seite nur das sagen: ich würde niemals  Eltern einen Vorwurf machen, die sich in Not in Notfallbehandlung begeben. Punkt. Ich selbst war mit meinen Kindern in Not, ich habe selbst Entscheidungen getroffen, die ich hinterher bereut habe (auch solche die ich nicht bereut habe und die vielleicht trotzdem falsch waren. Oder umgekehrt). Niemand muss sich dafür rechtfertigen. Auch nicht für Scheitern und fragliche Entscheidungen, auch nicht für Unglück, ja, nicht einmal für Gewalt, auch die kommt vor. Wir müssen daraus lernen. Eltern sind auf dem Weg, hinterfragen oder bestätigen uns im Nachhinein. Auch deshalb ist die Diskussion um diesen Film WICHTIG.

Drittens. Zu dem Vorwurf, die Kritiker dieses Films würden ja gar nicht wisssen, wie es in der Klinik wirklich zugeht, sie würden das Personal ja gar nicht kennen, und überhaupt, dort hätten Eltern schon hundertfach positive Erfahrungen gemacht, kann ich nur sagen:  Die Gelsenkirchener Klinik hat mit diesem Kinofilm ein Fenster für die Öffentlichkeit aufgemacht. Und dass diese nun über DAS spricht, was sie in diesem Fenster sieht, oder über das, was andere (zum Beispiel die Medien) von diesem Fenster berichten, ist  folgerichtig. DARUM dreht sich dann die Diskussion.  Wenn die Klinik mit einem Kinofilm in die Öffentlichkeit geht, muss sie damit rechnen, dass DIESER FILM diskutiert wird, und weniger dessen Drehort.

Viertens. Es ist absehbar, dass die Diskussion nun darauf hinauslaufen wird: aber die Kinder essen dann ja irgendwann. Und sie schlafen dann. Das Programm ist erfolgreich, viele Eltern sind zufrieden. Nur: Der Ansatz „wer heilt hat recht“ (also: das Kind ist nachher kooperativ), führt in dieser Diskussion nicht weiter, man kann jedes Kind durch eine Vielzahl von Methoden zu sehr kooperativem Verhalten bringen. In Frankreich geben Eltern ihren Säuglingen Schlafmittel, viele schwören darauf, und es funktioniert. Haben sie Recht? Ich denke, die wenigsten Kinder muss man länger als drei bis fünf Tagen im Gitterbett in einen dunklen Raum sperren, bis sie den Protest aufgeben – haben sie das Schlafen „gelernt“. Und dann? Hat das Kind in dem Film, das seine Mütze weggeschmissen hat, dadurch, dass es dazu gebracht wurde, sie selbst wieder aufzuheben nun Selbstverantwortung gelernt? Oder Hörigkeit? Welche Wahl hat ein Kindergartenkind denn in einem Park mit einem ihr nur flüchtig bekannten Mann, der  darauf besteht? Genau über solche Sachen sollten wir streiten.  Und gerne auch über das immer wieder zu hörende, zappendustere Kinderbild: Wer mit medizinischer Autorität Eltern Leitsätze vermittelt wie das Kind sei „der größte Egoist auf dem Planeten – ER will überleben, wie es MIR geht, ist ihm scheißegal“ – sollte dazu eine Gegenmeinung hören.

Fünftens, und bald bin ich auch wirklich am Ende, versprochen. Dieser Film zeigt viele Beispiele einer – für mich – unwürdigen Behandlung kleiner Kinder. Und er enthält Szenen, die eindeutig im Zusammenhang mit Kindeswohlgefährdung diskutiert werden müssen. Davon sollte in der Öffentlichkeit die Rede sein.

… Wer der Öffentlichkeit einen Film zeigt, in der eine Krankenschwester von einem Kleinkind berichtet, es habe „im Kampf“ 5 Löffel gegessen, dann aber habe sie „45 Minuten mit ihm sitzen müssen“ damit er sich beruhigen kann, MUSS SICH DAFÜR RECHTFERTIGEN. Ich kenne keinen Kinderarzt, der dies Eltern empfiehlt, die meisten klinischen Therapeuten lehnen diese Behandung ab. Und ja, das Gelsenkirchener Team mag Gründe haben, warum sie diese Form von Zwang für therapeutisch angezeigt halten oder die entsprechenden Szenen vielleicht gar nicht als Zwang oder Gewalt interpretieren. Sehr viele Eltern aber, denen wir Kinderärzte immer wieder sagen: Keine Gewalt gegen Kinder! – werden zurecht Fragen stellen. Manche von ihnen haben vielleicht zu Hause „schlecht essende“ Kinder, um die sie sich Sorgen machen. Und jetzt sehen sie diese „erfolgreiche“ Methode. Angewendet von den medizinischen Helden eines Films aus einer Kinderklinik, die auch sonst gerne vom  „Tal der Tränen“ reden. Wir sollten ALLES tun, um den Eltern, die solche Szenen sehen das zu sagen: NEIN, IHR DÜRFT EURE KINDER NICHT ZUM ESSEN ZWINGEN. Ich frage mich, warum dieser Kino-Film solche Hinweise NICHT gibt. Ich halte das für unverantwortlich. Medikamente brauchen einen Beipackzettel. Umstrittene Behandlungsmethoden auch.

… Und, noch einmal: wer der Öffentlichkeit als Behandlung von Schlafstörungen die Methode des „cry it out“ vorführt (also noch einmal:  Baby ins Bettchen stellen, in einen Überwachungsraum mit Monitorüberwachung schieben,  Gitter hoch, raus gehen, Raum komplett abdunkeln, kein Kontakt zu einer bekannten Bindungsperson bis morgens – Nacht für Nacht, bis das Kind „es rausgeweint hat“), also, wer Eltern diese Methode vorführt, MUSS sich dafür der Diskussion stellen: warum, wieso, weshalb? SO werden Schlafstörungen behandelt? Schlafstörungen, zu denen die Zuschauer dann gleichzeitig DIESE Information bekommen: eine Schlafstörung läge vor, wenn ein Baby oder Kleinkind länger als 30 Minuten zum Einschlafen braucht. Oder wenn es nicht ohne eine Begleitperson einschlafen kann, etwa im Elternbett (die Gelsenkirchener Klinik fasst die Indikationen zur Schlafverhaltenstherapie auf ihrer Webseite so zusammen). Das aber sind Verhaltensweisen, die in den Familien dort draußen gang und gäbe sind, und die sehr vielen Experten als NORMALES kindliches Schlafverhalten ansehen.  37% der Säuglinge in Deutschland schlafen zum Beispiel bei ihren Eltern im Elternbett und die meisten von ihnen können ohne sie gewiss nicht einschlafen. Aber auch viele andere Kinder, insbesondere gestillte Kinder, können ohne ihre Mama weder einschlafen noch durchschlafen, und das ist NORMAL. Gut also, wenn auch hier das Thema Schlafstörungen kritisch diskutiert wird.

Zum Schluss

So, und nun will ich aber zum Schluss kommen. Ich habe in dieser Diskussion nicht wenige Vorwürfe abbekommen, von wegen Nestbeschmutzer (Ärzte halten doch zusammen, oder?), Schwarz-Weiss-Maler und natürlich ständig dieses: was wissen Sie denn über dieses Programm, und überhaupt: das sind nun einmal schwer gestörte Kinder, da hilft nichts anderes. DAS ist für mich vielleicht der entmutigendste Kommentar, gerade wenn er von Kollegen kommt, denn er stimmt nicht. Wer das Privileg hat, mit solchen Kindern und Müttern wochenlang intensiv arbeiten zu können, wird auch mit anderen Ansätzen Erfolge habe, ich verweise dazu noch einmal auf meinen ersten Beitrag. Ich wünsche mir, dass sich die vielen Experten rund um das Kind hier einbringen, denn die Therapielandschaft für belastete Familien ist dürftig. Vielleicht ist dieser Film eine Chance das zu thematisieren und im Rahmen unserer gesellschaftlichen Anstrengungen zu den Frühen Hilfen zu verbessern. Mein Wunsch ist, dass Verfahren wie das gezeigte dabei kritisch auf den Prüfstand gestellt werden, und mein Wunsch ist, dass ein bisschen mehr Licht in die Dunkelkammer der dort gepflegten Theorien von wegen „Trennungstraining“ und Gelsenkirchener „Stressmodell“ kommt. Ich wünsche mir dafür auch Unterstützung durch meine KollegInnen, die nun sicher auch im Rahmen der Hintergrundberichterstattung in den Qualitätsmedien nach ihrer Einschätzung gefragt werden.

Gut. Ich bin nun mit diesem Elternschule-Thema an meine Grenzen gekommen (manche werden wissen, dass ich gesundheitlich etwas flügellahm bin), und werde mich eine Weile wieder mit meinen anderen Aufgaben befassen. Ich weiss, in meinem ersten Beitrag sind in der Hitze des Gefechts zum Teil deutliche Worte gefallen, vielleicht auch krasse Vergleiche, aber krass ist für mich das, was dieser Film zeigt.  Ich bitte deshalb diejenigen, die mir schreiben und noch mal einen Hinweis darauf geben wollen, wie unmöglich sie meine Kommentare finden, zuerst den Film anzuschauen und  kurz innezuhalten. Und DANACH bin ich dankbar für jede Diskussion und Kritik.

Also ab jetzt gilt: jede(r) mache sich sein/ihr eigenes Bild.

 

Der Autor: Dr. Herbert Renz-Polster, geb. 1960, beschäftigt sich als Kinderarzt und Wissenschaftler seit langem mit der kindlichen Entwicklung. Forschungstätigkeit im Bereich Kinderheilkunde, Prävention und Gesundheitsförderung zunächst in den USA, dann am Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg. Bekannt durch mehrere Sachbücher, u.a. „Kinder verstehen - born to be wild!" und „Wie Kinder heute wachsen". Er hat 4 Kinder und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Ravensburg.

216 Kommentare

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  • Jacinta

    Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Beiträge und wünsche Ihnen persönlich, dass Ihre Flügel ganz schnell wieder gesund sind.

  • Katherine

    Ich weine. Vor Dankbarkeit. Vor Verzweiflung. Um diese Welt. Für die Kinder, die es nicht dürfen.

    • Julia

      Dito… 😢😢
      Und an Sie, Herr Renz-Polster, eine gute und schnelle Besserung. Und: DANKE!!!!

    • Johanna

      Mir stehen auch die Tränen in den Augen. Schrecklich was manche „Experten“ für angemessene oder notwendige Behandlung von Säuglingen und (Klein-)Kindern halten. Wie sollen sich da Kinder zu mitfühlenden Mitgliedern unserer Gesellschaft entwickeln?

  • Lisa Mack

    Lieber Herr Renz-Polster,

    noch einmal vielen herzlichen Dank für ihre wertvollen Beiträge zu diesem Thema! Als Nr. 3 haben kein Anfängerexemplar an Baby bekommen. Bis heute (10 Monate) ist sie nicht sehr „reguliert“, schläft z.B. unregelmäßig und fast ausschließlich mit Körperkontakt ( und nur mit mir). Sicher würde ihr der eine oder andere Kollege nun schon eine “ Störung“ attestieren und ja, auch für mich als „AP-erfahrene“ und -überzeugte Mutter ist das sehr anstrengend. Wie furchtbar nun, wenn ich als verunsicherte und ge- bis überforderte Mutter nur diesen Film sehen würde, ohne dass ich eine Diskussion darum mitbekomme! Und ohne „Don‘ t try this at home!“ Disclaimer!
    Ich wünsche Ihnen also von Herzen nicht nur baldige gesundheitliche Besserung, sondern auch viele Kommentare, die ihren wichtigen Beitrag unter persönlicher Exposition ausreichend wertschätzen!
    Kollegiale Grüße, Lisa Mack

    • Ulrike

      Ich sitz hier gerade mit meiner Maus (10,5 Monate alt) auf dem Arm, weil sie nicht alleine schläft und überlege wie man auf die Idee kommt, dass dieses Verhalten therapiert gehört. Ich könnte heulen vor Wut!!!
      Danke für Ihre Worte.

    • MANJA

      Lisa und Ulrike, ihr macht das toll! Meine erste Tochter war auch so. Das legt sich alles irgendwann von selbst. Sie ist jetzt 3 und ein wundervolles Kind. Schläft auch ohne tragen und schuckeln ein 😉
      Wir waren mal in einer Berliner Hebammenpraxis zur „Schlafberatung“. Da war sie etwa 3 Monate alt. Am Ende wurde uns das Buch von Frau Kast-Zahn empfohlen. Ich bin da raus und hab erstmal geweint. Nach einem Telefonat mit meiner Mama wurde mir nochmal richtig bewusst, dass unser Baby das normalste Verhalten der Welt an den Tag legt.
      Wenn ich nun Erstlingsmamas beim Thema Schlaf zuhöre, beruhige ich sie und versichere ihnen, dass das normal und okay ist und dass es irgendwann besser wird.
      Lieber Herr Renz-Polster, ich wünsche baldige Genesung und bedanke mich für diesen tollen Beitrag und all die anderen Beiträge. Sie sind so wertvoll! Ihre Seite empfehle ich auch immer wieder gerne weiter.

      • Claudia

        Liebe Mamis, ich habe eine Odyssee mit meiner zweitgeborenen Tochter hinter mir. 14 Monate war kaum an schlafen zu denken. Ich war so verzweifelt. Inzwischen ist Licht am Horizont und ich bin so froh, dass ich mich nicht zu cry it out habe überreden lassen. Und ich bin schockiert, dass meine Intuition, von der hier immer alle als verloren gegangen sprechen, von der Masse als hysterisch, zu bedürfnisorientiert und zu wenig Grenzen setzend abgewertet wird. Diejenigen, die dazu beigetragen, dass Eltern ihre Intuition verlieren, sind die, die es vermeintlich besser wissen, die das jeweilige Familiensystem nicht kennen, die wild urteilen und pauschalisieren. Der Film und vor allem die unreflektierte Berichterstattung tragen ihren Beitrag.
        Lieber Herr Renz-Polster, ich danke Ihnen, dass Sie eine Lanze für all die verunsicherten Eltern gebrochen haben, dass Sie stellvertretend für all die Empörten eine Lanze brechen für alle Kinder. Dass sie die Eltern ermutigen ihren intuitiven Weg weiter zu gehen und eine gesellschaftliche Diskussion losgetreten haben. Ganz schnelle gute Besserung und herzliche Grüße

  • Anne

    Danke für Ihre offenen Worte und Ihre tollen Erklärungen.

  • Anni Prelle

    Ich bin Dankbar – Ohne worte und wiege nun weiter meine 3,5 jährige im Tragesystem zum einschlafen <3 auf das wir alle berühren mit unserer Liebe <3

  • Antje

    Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre fachlich versierten Kommentare und für Ihren Mut sich kritisch mit den Methoden des Films auseinander zusetzen. Alles Gute, auch für Ihre Flügel

  • Angelina K.

    Vielen Dank für dieses sehr klare 2. Statement!
    Ich hoffe Ihnen werden noch ganz viele Experten folgen und man muss bald nicht mehr von bgeisterten und belustigten Kinozuschauern hören, die nun auch alle einem Elternführerschein bei Herrn Langer machen wollen!
    Vielen vielen Dank, dass Sie sicv so aufopferungsvoll für unsere Kinder einsetzen!

  • Annika

    Dankeschön für Ihren Einsatz. Ich habe den Film nicht gesehen, aber allein über die beschriebenen Szenen zu lesen, es bringt mich zur Verzweiflung und macht mich sehr traurig über diese Welt und die Menschen. Leider macht die Diskussion doch eines wieder deutlich. Die Bindungsorientierte und kindgerechte Erziehung ist noch lange nicht aus der Ecke „der Muttis, die ihre Kinder machen lassen was sie wollen heraus“. So schade und es gibt noch viel zu tun. Würde mir ein Arzt solche „Therapien“ empfehlen, ich würde das Weite suchen.

    Aber was passiert wenn der Film im Fernsehen läuft. Ist er dann endgültig ein Freifahrtschein für Eltern, ihrem Kind zu zeigen „wer der Chef ist“?! Was passiert mit den Kindern wenn sie erwachsen sind?
    Ich hoffe die Diskussion endet so wie wir es uns alle wünschen, ein Umdenken wird angestossen.

  • Marlen

    Vielen Dank für Ihre starke Stellungname. Ich kann kaum glauben, dass sie eine Unterlassungsklage erhalten haben.

    Alles folgende entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung! Teilen erwünscht.

    Stell dir vor, dein Partner fährt mit dir an einen unbekannten Ort, einem Haus. Du wirst in einen Raum geführt wo dich ein Weißkittel auszieht und dich untersucht. Du kennst diese fremde Person nicht, du fühlst dich ausgeliefert und du weißt nicht was passiert. Je mehr du dich wehrst und nach deinem Partner rufst, umso weiter entfernt sich dein Partner von dir im Raum.

    Als nächstes wirst du von deinem Partner getrennt und die Weißkittel bieten dir was zu Essen an. Du willst natürlich nichts essen, du fühlst dich schrecklich hier, allein und unsicher. Niemand erklärt dir was die von dir wollen. Ein Weißkittel bedrängt dich immer mehr, doch etwas zu essen. Schließlich nimmt er dich in den schwitzkasten und stopft dir den Löffel mit essen gegen deinen Willen in den Mund. Je mehr du dich wehrst, umso fester wirst du mit Muskelgewalt fixiert und zwangsgefüttert. Du bist dieser Person ausgeliefert, alle Tränen nutzen dir nichts.

    Später sperrt man dich in einen Raum mit Bett. Es ist stockdunkel, du siehst die Hand vor deinen Augen nicht, es ist still, du bist mutterseelenallein. Du weinst und schreist nach deinem Partner, du hast Todesängste, niemand sagt dir was du hier sollst, was hier mit dir passiert, wann das alles ein Ende hat und welchen Sinn das haben soll. Irgendwann schläfst du weinend ein.

    Nach einigen Wochen bist du gebrochen, du hast resigniert. Du hast gelernt, dass von niemandem, auch nicht von deinem geliebten Partner, Hilfe kommt. Kein Trost, keine Zuwendung, keine Umarmung, keine Liebe.

    Ist das was gutes? Oder ist das menschenverachtend? Für einen Erwachsenen ist das schon Horror. Wie muss das für ein kleines Kind sein? Da ist nicht der Partner die Person die es im stich lässt, sondern die Mama, der Papa, die wichtigsten Menschen in diesem jungen Leben. Leider sind die Eltern selbst überfordert. Sie lieben ja ihr kind, aber sie sind verzweifelt und hören auf das, was die Weißkittel sagen.

    Wenn man sowas mit Kindern macht, ist das in meinen Augen Kindeswohlgefärdung der primitivsten Sorte. Unter dem Deckmantel von Therapien, bezahlt von Krankenkassen. Es gibt keine Studien dazu inwiefern diese „Therapien“ Auswirkungen auf die Kinder haben. Nach meinem pädagogischen Verständnis bewirkt so ein Umgang keine „Heilung“ gestresster und kranker Kinderseelen, sondern sie werden vollends gebrochen und für den Rest ihres Lebens traumatisiert, bindungsunfähig gemacht, ihnen wird jegliches Urvertrauen genommen.

    Genau das passiert hier, in Deutschland, täglich, in der Kinderklinik Gelsenkirchen Buer. Und man kann diese Szenen im Kino anschauen, Poppkorn nebenbei essen und sich mit dem Leid der Kinder bespaßen lassen. „ELTERNSCHULE“ heißt dieser Film. Ich finde, dieser Film sollte eine Mahnung sein an unsere Gesellschaft.

    Ich schreibe all das um dich wach zu rütteln. Geh nicht in den Film. Und wenn doch, dann achte auf dein Herz, was sagt es dir? Nimm diese Erziehungsmethoden nicht mit nach Hause, tu deinem Kind sowas bitte nicht an. Wenn man so etwas privat zu Hause mit seinem Kind macht dann ist das anzeigewürdig, dann müsste das Jugendamt umgehend eingreifen.

    Bitte teilt diesen Text, dieser Kinofilm darf nicht so hingenommen werden. Das ist Gewalt. Danke fürs Lesen. Trailer in den Kommentaren.

    #gewaltfreiekindheit
    #keinegewaltankindern
    #diewürdedesmenschen
    #diewürdedesmenschenistunantastbar
    #liebe

    • Kerstin

      In einem Alters- oder Pflegeheim würde man bei so einem Umgang mit Betroffenen von Misshandlung sprechen. Bei Kindern ist es Erziehung.

    • Christina Gavric

      Vielen Dank für Ihren Kommentar zu diesem Film. Als Strafverteidigerin möchte ich darauf aufmerksam machen, dass unser Rechtssystem Gewalt an Kindern ebensowenig duldet wie gegenüber Erwachsenen. Eine Zwangsernährung ist sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen nur in ganz eng umgrenzten Fällen gerechtfertigt – und dazu zählt ganz bestimmt nicht das angebliche „zum Essen erziehen wollen“. Es handelt sich hierbei ganz klar um eine nach § 223 StGB strafbare Körperverletzung. Diese wird vom Gesetzgeber definiert als „jede üble unangemessene Behandlung, die das körperliche Wohlbefinden mehr als nur unerheblich beeinträchtigt“. Dieser Tatbestand ist zweifellos erfüllt. Nun fragt sich ob die Behandlung gerechtfertigt ist und da kommt es auf die Einwilligung an: Da Kinder aber in der Regel bis zu einem gewissen Alter nicht einwilligungsfähig sind, kann die Einwilligung von den Eltern vorgenommen werden. Die Einwilligung muss sich aber erstens an dem Kindeswohl orientieren und zweitens muss die Behandlung wirklich medizinisch indiziert sein. Beides liegt hier nicht vor: Die zwangsweise Ernährung orientiert sich weder am Kindeswohl noch ist sie zur Abwendung einer akut lebensbedrohenden Situation dringend geboten. Damit liegt hier aus meiner Sicht offensichtlich eine Körperverletzung durch das Klinikpersonal vor. Warum die Filmemacher und das Klinikpersonal denken, dass für sie unsere Strafgesetze nicht gelten, ist mir ein Rätsel. Ich jedenfalls sehe meine Pflicht als Organ der Rechtspflege darin, die Vorgänge bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige zu bringen. Als Strafverteidigerin kann ich so hoffentlich meinen Beitrag zu einem angemessenen Umgang mit Kindern in unserer Gesellschaft leisten.

      • Nory

        Super, ich möchte Sie auf jeden Fall darin bestärken diesen Schritt zu machen. Denn das eine sind die öffentlichen Diskussionen, um die Aufmerksamkeit für ein gesellschaftsrelevantes Thema zu gewinnen. Aus Diskussionen kann man sich als Verantwortlicher aber zur Not immer rausziehen, nicht kommentieren oder Beiträge löschen. Das andere sind aber tatsächlich eingeleitete Verfahren in denen sich die Verantwortlichen konkret verteidigen und eine Begründung für ihr Vorgehen darlegen müssen.

      • Angela

        Genau diese Frage habe ich mir gleich einmal gestellt, ob hier nicht eigentlich ein Strafbestand vorliegt, und wer die Initiative ergreifen und Anzeige erstatten könnte. Daher vielen Dank für diese Darstellung und die Entschlossenheit, auf diesem Weg einen Beitrag zu leisten. Ich wünsche alles Gute und viel Erfolg dazu!!

      • Caro M.

        Vielen Dank für Ihren Einsatz! Vielleicht für Sie interessant, falls nicht schon ohnehin bekannt. Die Klinik in Gelsenkirchen hat bereits eine umstrittene Vergangenheit unter Dietmar Langers Vorgänger Ernst-August Stemmann, der auch u.a. mit „Trennungstraining“ versucht hat Krankheiten bei Kindern zu „heilen“ und einen zweifelhaften wissenschaftlichen Hintergrund hat.
        Hier ein Spiegelartikel aus dem Jahr 2005(!):

        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39613469.html

        https://www.psiram.com/de/index.php/Ernst_August_Stemmann

      • Hildegard

        Hallo Frau Gavric, auch ich empfinde die Methoden, die in der Abteilung der Gelsenkirchener Klinik angewendet werden als gegen das Kindeswohl gerichtet, als Gewalt gegen Abhängige und ich danke Ihnen sehr für Ihre Entschlossenheit, diese Sachverhalte vor Gericht zu klären! Viel Erfolg und vielen Dank für Ihr Engagement!

      • Elke

        Bedanke mich auch.Hoffendlich hat diese Folter für diese armen Kinder bald ein Ende

    • Susanne

      Doch, es gibt Studien über die Folgen so einer Behandlung. Die sprechen dafür, dass so erzogene Menschen sogar noch die eigenen Kinder oft traumatisieren. Weil sie selbst nie gelernt haben, wie liebevolle Erziehung funktioniert.

    • MaRina

      Das
      Ist
      Folter & Seelenpein
      Der
      Übelsten
      Art!!!

    • Alexej

      Ich hatte Gelegenheit, einen der Filmer, Herrn Adolph nach der Vorführung am Samstag in Hannover privat zu fragen, wie er es denn finden würde, wenn ich ihn am Handgelenk packen und durch Hannover zum Joggen schleifen würde, so wie es der von ihm bewunderte Diplompsychologe Langer in dem Film mit dem weinenden Mädchen machte. Seine Antwort war „Das kan man nicht vergleichen.“ Und das wardann auch schon das Ende der „Diskussion“. Anders als das Mädchen, konnte er sich augenblicklich aus der Affaire ziehen, obwohl es ja nur um geistiges Jogging ging. Ich hätte ihn auch noch gerne gefragt, ob es ihm nicht zu denken gibt, daß sein Film in beiden Vorführungen, die ich gesehen habe, immer wieder dezidiert schadenfrohes Lachen der Erwachsenen provozierte, wenn er weinende Kinder zeigte – ob er das als Kompliment für den „Humor“ des Herrn Langer und des Films wertet oder doch eher als eine Reaktion, die Anlaß zum Nachdenken über die im Film proklamierte Richtung geben sollte.

  • Luma Ri

    Sehr geehrter Dr. Herbert Renz-Polster,

    als Eine von Vielen danke ich Ihnen herzlichst für Ihr erneutes Engagement in dieser Sache.
    Aufklärungsarbeit ist offenbar so sehr nötig und es hilft einfach enorm, wenn dazu ein Statement von einem solch kompetenten Menschen wie Ihnen kommt.

    Gesundheitlich und allgemein wünsche ich Ihnen das Allerbeste!

    Viele viele Grüße
    aus Südhessen

  • Lena Mandler (Mama.mausmann)

    Lieber Herr Renz-Polster,
    ich bin unglaublich dankbar, dass Sie so konkret Stellung beziehen.
    Ich hatte die Petition erstellt ohne den Film gesehen zu haben, habe mich dann dazu entschlossen, den Film zu sehen. Ich habe geweint… Um die Kinder im Film, ihre Qual und den von der Klinik gewollten „Liebesentzug“ unter dem auch so manches Elternteil litt. In der anschließenden Diskussion wurde jegliche Kritik ins lächerliche gezogen und ich habe aus Angst nichts gesagt. Ich habe selbst die Indikatoren für Schlafstörungen auf mein Kind übertragen und dazu auch einen Post verfasst (habe sie darauf verlinkt, war aber nicht 100% sicher, ob es ihr Account bei Instagram ist). Ich hoffe, dass der Druck auf die Medien steigt auch die Gegenseite zu beleuchten. Vielen herzlichen Dank!

    • johannes

      Ja, ist sein Instagram Account, aber ich glaube nicht dass er da reinschaut 😉

  • Steffi

    Danke dafür! Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Wie sie aufwachsen, bestimmt diese. Und ich möchte in einer gefühlvollen und nicht in einer aggressiven Wet leben.

  • Manuela

    Ich danke Ihnen auch von Herzen für Ihre Beiträge!
    Von Herzen Danke!
    Und wünsche Ihnen auch alles Gute für Ihre Gesundheit!

  • Dia Flower

    Ich danke ihnen aufrichtig für ihre tiefe Liebe, Leidenschaft und Mut, den Weg für die Unschuldigsten zu ebnen. KINDER sind unsere Zukunft- sie sind kleine Wunder und als dieses, sollten wir sie auch behandeln. Das größte Geschenk auf Erden.
    Eine liebende Mutter

    • Susanne

      Ich habe den Film gesehen. Für mich ist es ein konsequentes Verhalten,was leider vielen Eltern fehlt. Kinder sind keine Bosse ihrer Eltern.

      • Jana Schulze

        Es geht auch nicht drum, wer Boss ist. Es geht um unerfüllte Bedürfnisse auf beiden Seiten und darum, von Kindern nicht das gleiche vernunftgesteuerte Verhalten und die gleichen emotionalen Regulationsfähigkeiten zu erwarten, wie Erwachsene sie besitzen – und zwar aufgrund der Reife ihres Gehirns…die ein Kind gar nicht haben KANN. Und nicht zuletzt geht es um Würde – die einem Kind ebenso zusteht wie einem Erwachsenen. Einem Kind essen ins Gesicht zu drücken entspricht dem definitiv nicht. Und es ist GEWALT. Konsequenz ist an der Stelle eine nichts anderes als eine verschleiernde Wortwahl.

      • barbara

        liebe susanne, kinder sind auch nicht die bosse ihrer eltern. kinder können nicht dies und das auf befehl, sondern kinder lernen nach und nach und kinder reifen nach und nach. kinder bis zu einem gewissen alter sind kognitiv gar nicht in der lage zu manipulieren. kinder sind grundsätzlich kooperativ und sozial veranlagt, das ist überlebenswichtig für sie. wenn sie so überhaupt „nicht funktionieren“, dann legt es meist daran, daß wesentliche bedürfnisse nicht gedeckt sind. bitte fühle in dich hinein, wie diese kinder sich unter der „konsequenten“ behandlung fühlen werden. was macht es mit ihren seelen. funktionierendes verhalten, aber gebrochene seelen. es geht bestimmt anders…bitte lies die bücher von herrn renz-polster.

  • Lisa Wagner

    Ganz herzlichen Dank für Ihre klaren Worte und Ihren unermüdlichen Einsatz!

  • Verena

    Vielen Dank für Ihre deutlichen und doch nüchternen Worte.

  • Marion Vissering

    Herzlichen Dank lieber Herr Renz-Polster! Es ist einfach erschreckend was da prroklamiert wird im Film…es ist auch erschreckend wie beide Gruppen leiden.. Eltern wie Kinder…unfassbar dass noch niemand an den SchutzParagraphen des Kindes gedacht hat…Kinder sind Menschen und haben auch Rechte!!!!!!! Bleiben Sie sich treu und ich danke Ihnen vielmals! Herzliche Grüße Marion Vissering…vierfache Mama und achtfache Tagesmama…

  • Katja

    Danke, dass sie sich für die Rechte von Kindern einsetzen! Toller Artikel über einen zutiefst beschämenden Kinofilm. Ich hoffe, dass den Protagonisten strafrechtliche Konsequenzen drohen …

  • Wibke Dihrberg

    Lieber Herbert Renz-Polster
    Vielen Dank!

  • Fred

    Keine Ahnung, woher Sie die Information haben, dass Franzosen ihren Kindern Schlafmittel verabreichen. Bin selbst Französin, wie überall haben wir hier eine Menge Eltern, die wegen schlafloser Nächte wie Zombies rumlaufen, denen würde aber nie im Leben in den Sinn kommen, einem Kleinkind Schlafmittel zu verabreichen.

  • Kristin

    Als Mutter von zwei Töchtern (5 und 8 Jahre) setze ich mich tagtäglich mit der Aufgabe auseinander, wie ich es schaffe, Kinder in ihrer Entwicklung und ihrem Leben zu begleiten und zu führen und das mit einer persönlichen Autorität, die sich nicht auf Muster von Strafe, Druck, verbaler Gewalt gründet. Ihre Beiträge sind mir auf diesem Weg immer wieder eine Hilfe und Inspiration, für die ich sehr dankbar bin!
    Der Gegenwind, der Ihnen entgegenschlägt, zeigt, wie sehr wir in unserer Gesellschaft Stimmen wie die Ihre benötigen, die zum einen die wissenschaftliche Kompetenz aber auch den persönlichen Mut mitbringen, sich dem Mainstream zu widersetzten, Kritik zu äußern, Fragen aufzuwerfen…
    Sie leisten damit sehr wertvolle Arbeit, bleiben Sie dran, meine Unterstützung und Kraft haben Sie!

  • Anita

    Als Kollegin ( und Ärzte halten ja schließlich zusammen oder?!) Danke ich Ihnen für diese Mühe und Ihre Worte. Ich bin da ganz bei Ihnen. Aber ich bin eben auch eine tragende, lang stillende, familienbettende und bedürfnisorientierte Mutter. Also eine von diesen angeblichen hysterischen sektenanhängern 😉. Meine Kinder werden noch einschlafbegleitet. Und wir lieben es. Es kostet alles viel Mühe. Aber was wenn nicht das verdient unsere Mühe?
    Aber ich bin auch Ärztin. Auch ich kann nicht verstehen 1. warum hier von den Medien anscheinend gar nicht recherchiert und von vielen Seiten beleuchtet wird und 2. wie solche Methoden heute, 2018, legal hier angeboten werden, von den kk bezahlt?! Auch ich dachte, wir sind schon weiter. Gruselig. Leider werden die menschenrechte in etlichen Kliniken bei ki fern unter diversen Deckmänteln außer Kraft gesetzt. Traurig ist das. Es scheint an Alternativen zu mangeln. Auch unter Kolleginnen höre ich leider wie schlimm im privaten Bereich mit den eigenen Kindern umgegangen wird. Da sind Mütter stolz darauf Ohrfeigen zu verteilen oder ihre Kinder anzubrüllen. Und sie ernten Anerkennung von Freunden und Kollegen dafür. Denn diese Eltern seien konsequent! Ein Kollege sagte mir, als er hörte ich stille mein damals 2 jähriges Kind noch, das wäre pervers. Das Kind würde mich später mit der kettensäge zerteilen. So da sehen wir, was da für Gedanken vorherrschen. Auch bei Ärzten. Da scheint viel Angst zu sein. Herr Renz Polster – ich danke Ihnen aus tiefsten Herzen für Ihre Arbeit und Unermüdlichkeit. So Schließe ich mit den Worten hilde domins
    „Nicht müde werden
    Sondern dem Wunder
    Leise
    Wie einem Vogel
    Die Hände hinhalten „

  • Angela Baumeister

    Herzlichen Dank für Ihre wertvollen, sachlichen, fachlich fundierten Kommentare zu diesem Film. Herzlichen Dank. Ich kann es nicht oft genug sagen. Ihnen alles Gute

  • Luisa Giel

    Ich danke Ihnen von Herzen, für ihren Mut, ihren Einsatz für eine bessere Welt! Gute Besserung! Liebe Grüße

  • AlexandrA

    Danke! Danke! Danke!
    Sehr geehrter Herr Renz-Polster!
    Es ist wunderbar, dass Sie klar Stellung beziehen und erschreckend, dass Ihnen mit rechtlichen Konsequenzen gedroht wird!
    Ich dachte bisher immer, in Deutschland gelte noch die Meinungsfreiheit?
    Zumindest konnte ich in dem ersten Artikel nichts Verwerfliches oder gar Falschaussagen finden.
    Und ein extra Dank, dass Sie all dies trotz ihres Gesundheitszustands tun!
    Gute Besserung!

  • Ulla

    Dankeschön! Ich kann mich Katherine nur anschliessen…

  • Susan

    ❤ Danke!!!

    Gute Besserung!

    Und dass sich die rechtlichen Dinge zügig positiv aufklären! 🤦🏻‍♀️

  • Katrin Algermissen

    Tausend Dank!

  • Katrin

    Ich habe den Film nicht gesehen, nur unzählige Kommentare dazu gelesen. Und jetzt, bei ihrem Beitrag muss ich einfach nur weinen.

    Der Gedanke, dass es in dieser Welt so arme kleine Menschen gibt, zerreißt mir das Herz.

    Und so drücke ich meinen 2,5 jährigen feste an mein Herz. Stille ihn zum Einschlafen, streichel seinen Kopf, wenn er wach wird und halte seine Hand, so lange und so viel er will, in unserem Familienbett.

    Leider habe ich die erwähnte Methode bei meinem Kinderarzt selbst erlebt. Oder zumindest so ähnlich. Mein da gerade 2jähriger wollte sich absolut nicht untersuchen lassen und hat so geschrien, wie ich es kaum erlebt habe. Und was sagt dieser Arzt … ich sollte ihn einfach festhalten, damit er dran kam. Und ich Dummchen tue das auch noch. Es hat sich alles in mir gesträubt, aber ich dachte, das muss wohl so sein. Bis dahin habe ich diesem Arzt vertraut. Im Nachhinein verstehe ich mich selbst nicht und werde dort nie wieder hin gehen.

    Danke für Ihren Beitrag und alles Gute für Sie persönlich.

    • MKS

      Und was tun Sie, wenn sich Ihr Kind beim nächsten Arzt(besuch) wieder nicht untersuchen lassen will, obwohl es notwendig ist?

  • Melanie

    Lieber Herr Dr. Renz-Polster,

    ich bin Ihnen so unendlich dankbar für Ihre Beiträge zu diesem unsäglichen Film, dass mir die Tränen in den Augen stehen. Ich dachte nach dem Ansehen des Trailers und den Kommentaren aus der Presse dazu tatsächlich erstmal, mit meiner Wahrnehmung stimmt etwas nicht. Wie kann man denn diesen Umgang mit Kindern aus welchen Gründen auch immer gutheißen?? Das ist Gewalt, versteckt hinter dem Deckmäntelchen des weißen Kittels.
    DANKE!!! dass sie aufklären und klarstellen!

    Herzliche Grüße

  • Dominique

    Von Herzen DANKE.
    (Geschrieben neben meinem Sohn, 15 Monate, der ohne mich nicht schläft. Danke Menschen wie Ihnen durch die ich weiß : Das ist normal.)

  • Manja Keppler

    Ein Hallo an alle,

    ich bin 40 Jahre alt und selbst Mutter einer 3 jährigen Tochter in der besten Phase – in der Trotzphase. Ich selbst arbeite auch fast täglich mit Kindern im Alter von 5-7 Jahren zusammen.
    Ich bin ehrlich, ich habe den Film noch nicht gesehen bin aber neugierig darauf geworden und mir nicht mehr sicher, ob ich diesen auch wirklich sehen will …
    Wie krank muss unsere Gesellschaft sein. Eine medizinische Institution begeht in aller Öffentlichkeit solche Grausamkeiten an kleinen Kindern. Seelische Grausamkeiten. Müssen Kinder immer gleich therapiert werden, wenn sie nicht so funktionieren. Nicht so funktionieren, wie wir es für Richtig halten? Wer gibt uns das Recht zu entscheiden was Richtig und Falsch ist? Es ist ein Armutszeugnis. Etwas Zucht, Ordnung und Regeln gehören in jede Familie. Aber was muss schon alles vorher hinter verschlossenen Wohnungstüren passiert sein, schief gelaufen sein um das die Kinder so sind, wie sie sind. Viele seelische Grausamkeiten und bestimmt auch körperliche Gewalt müssen die Kinder ertragen haben.
    Ist es nicht eigentlich ein Hilferuf inkosequenzer Eltern, nein ich habe nicht unfähig geschrieben.
    Kinder… Kinder sind auch Menschen. Kleine Menschen mit Rechten, mit Menschenrechten. Steht nicht im Grundgesetz geschrieben „Die Würde des Menschen ist unantastbar …“ ??? Wie wird mit der Würde dieser Kinder umgegangen. Sie wird mit Füssen getreten.
    Jedes Kind hat ein Recht auf Liebe …

  • Jenny

    Vielen vielen Dank Herr Dr. Renz-Polster für ihre ehrlichen Worte. Es sollte mehr von ihrer Sorte geben. Ich hoffe auf einen Guten Positiven Ausgang, dass solche Filme nicht mehr gezeigt werden dürfen und es gar nicht erst zu solch schrecklichen Situationen kommt. Kinder sind gut,so wie sie sind und wir müssen Ihnen mit viel Liebe,Wertschätzung und Respekt entgegen kommen.
    Liebe Grüße von einer Mutter,die gerne ihr Kind in den Schlaf begleitet und wo das Kind Kind sein darf. Herzliche Grüße und werden Sie schnell wieder gesund.

  • Sandra

    Es hilft mir sehr ihre Texte zu lesen. Es hilft zu wissen, dass es Fachleute gibt die denken wie ich. Es hilft Formulierungen und Sätze zu lesen und zu verinnerlichen, die mir helfen klar und deutlich zu bleiben, wenn wieder jemand explizit oder implizit sagt, ich solle die Bedürfnisse meines Kindes missachten.

    Danke.

  • Caroline

    Lieber Herr Renz-Polster,
    danke für Ihre unermüdliche Arbeit in Sachen Aufklärung! Ich wünsche mir, dass Ihre Kritik möglicht grosse Wellen schlägt!
    Apropos Frankreich: Ich lebe mit meinem 15 Monate alten Sohn in Frankreich und habe inzwischen schon mehrfach erlebt wie Eltern mit entschlossenem Gesichtsausdruck ihren Kleinkindern öffentlich auf dem Spielplatz den Hintern versohlen. Vielleicht sind das die „instinktsicheren“ Eltern, die sich Zeit online wünscht?! Ich wünsche mir jedenfalls auch einen französischen Renz-Polster!

  • Michaela

    Lieber Herr Renz-Polster,

    danke für Ihre deutlichen Beiträge und Ihre klaren Worte. Danke, dass Sie den Mut haben – sich aufzulehnen und aufzuzeigen, dass das nicht der Weg für Familien und für den gesunden Umgang mit Kindern sein kann.

    Ich bin selbst systemische Einzel-und Familien-Therapeutin – und ganz ehrlich: Ich bin einfach nur sprachlos…! Darüber, dass so ein Film ohne nähere kritische Betrachtung in den Kino’s erschienen darf. Der damit einer breiten Masse zugänglich wird. Einer Gesellschaft, die bereits zutiefst verunsichert ist. Die verlernt hat – an sich zu glauben und auf ihre Instinkte zu vertrauen. Familien – Eltern – Kinder – die alle ihr Bestes geben und ständig das Gefühl haben – es ist nicht genug. Wir haben versagt…! Was definitiv nicht so ist…

    JA – wir haben in Deutschland glücklicherweise das Recht auf freie Meinungsäußerung. Für mich gehört zu echtem Journalismus aber auch immer, dass mehrere Seiten der Medaille aufgezeigt werden. In einer „guten und authentischen“ Dokumentation, werden immer mehrere Standpunkte beleuchtet. Damit der Konsument entscheiden kann, was er für richtig hält. Damit er mehrere Optionen hat, um sich ein eigenes Bild zu machen. Dann hat er nämlich die Chance, sich frei und eigenständig weiterzuentwickeln…

    Als Therapeuten erleben wir es in der Praxis immer wieder, dass Menschen noch immer mit dem hadern und kämpfen, was ihnen in frühen Jahren widerfahren ist. Da sitzt eine 70-Jährige Frau aufgelöst vor einem, weint und trauert, weil sie als kleines Kind nicht so behandelt wurde, wie es einem Kind zusteht. Liebevoll, mit Nachsicht und Empathie. Natürlich auch mit Grenzen – aber sicher nicht mit Gewalt. Sie lernt dann langsam in der Therapie, dass sie wertvoll ist. Dass sie ein Recht darauf hat, geliebt zu werden – und sein zu dürfen, wie sie ist. Und nicht, wie sie zu sein hat. Und sie braucht viele Therapie-Stunden, um einen Bruchteil von diesem Schmerz aufzuarbeiten. Sie verabschiedet sich dann mit den Worten: „Wie wäre mein Leben wohl verlaufen, wenn ich das schon früher erfahren hätte? Doch lieber spät, als nie…“

    Und dann kann ich einfach nur noch den Kopf schütteln, über diese Szenen…

    Wie bereits gesagt – ich danke Ihnen. Und hoffe, dass sie sich weiterhin so engagiert für das Wohl der Kinder einsetzen. Auch wenn die Anwälte da nicht begeistert sind…

    Alles Liebe für Sie, Ihre Familie und Ihre Flügel… 🙂

  • JJ

    Genau so! Vielen Dank für Ihre Zivilcourage, die heute so selten geworden ist!

  • Dr. Philipp Bornschlegl

    Danke für die wichtigen Ergänzungen!

    Natürlich kann man gleich von „Zensur“ sprechen, und FakeNews, und Medienschelte usw. Und es mag auch wirklich falsch sein, den Film „verbieten“ zu wollen, denn eine starke Öffentlichkeit und eine starke Demokratie müssen so etwas aushalten und als Diskussionsgrundlage nutzen.
    Aber, zum einen aus kinderärztlicher Sicht ist es frustrierend, dass so ein einseitig unwissenschaftlich reflektierter Beitrag so eine großer Öffentlichkeit findet, die sich mehrheitlich nicht nach dem Anschauen zu Hause an den Rechner setzen wird und Google fragt, ob das denn da alles auch so richtig dargestellt war und die Fachleute alle der gleichen Meinung sind. Den Medien wird in unserer Gesellschaft (gottlob) noch eine hohe Glaubwürdigkeit geschenkt und wenn man mal einen Film gesehen hat, schaut man selten noch einen anderen.

    Zum anderen ist es noch viel frustrierender ist aber, dass ein derartiger Beitrag so große Öffentlichkeit bekommt, während gleichzeitig die erwähnten Leitmedien (SZ, BR usw.) jegliche dialektische Reflexion vermissen lassen und genau in die gleich Kerbe schlagen. Die kritische Reaktion bleibt aus und wird so in die Bloggosphere (und vielleicht noch Facebook) verschonen, wo jeder schön in seiner eigenen Meinungs-Blase herum schwimmt und ich schätze mal 95% der Leute hier in ihrer jeweils bereits bestehenden Meinung bestätigt werden.
    Das Gleiche gilt für „Eingeimpft“ – wobei hier immerhin z.B. ZAPP einen sehr kritischen Beitrag zum Thema lieferte.

    Fazit: Die in dem Film gezeigten „Methoden“ sind UMSTRITTEN und die Übertragung auf normale Erziehung HOCH UMSTRITTEN (siehe oben). Der Film bleibt einseitig und unreflektiert, damit per Definition weniger Doku als mehr Film oder gar Polemik.
    Deswegen verbieten? Nein! Gegenöffentlichkeit schaffen und Diskurs suchen? Ja, bitte.

    (das gleiche gilt im Übrigen auch für AfD, NPD, Pegida usw. Verbieten hilft nix, da muss man sich auseinandersetzen und aufklären).

    Das der Verleih oder wer auch immer dann gleich mit einer Unterlassungsklage kommt, ist natürlich mehr als frustrierend und ich würde hier einen Medienanwalt zur Verteidigung suchen. Ich habe im alten Text keine direkten Unterstellungen gefunden und auch innerhalb unseres Berufsstandes ist freie Meinungsäußerung erlaubt.

  • Marie

    Lassen Sie sich bitte nicht unterkriegen. Meiner Ansicht nach war Ihr erster Artikel nicht drastisch sondern im Gegenteil sehr ausgewogen und verständnisvoll und der Gegenwind beruht wohl eher auf dem Nerv, der glücklich-u nötigerweise trotzdem getroffen wurde. Und meiner Erfahrung nach haben Sie Ihre persönliche und fachliche Meinung zu einem öffentlichen Thema, sogar einem mit umfassender Bedeutung geäußert, und das ist in einem freien Land ja auch erlaubt.

  • Dorothea

    Sehr geschätzter Herr Dr. Renz Polster,
    herzlichen Dank, dass Sie sich in dieser Sache für die Kinder, die Schwächsten in der Gesellschaft einsetzen. Es ist erschreckend, wie sehr unsere scheinbar aufgeklärte Gesellschaft noch von schwarzer Pädagogik durchdrungen ist.
    Als zweifache Mutter kann ich alles von Ihnen Gesagte nur unterschreiben: Babys und Kleinkinder schlafen nicht durch und brauchen Schlafbegleitung. Das ist normal und liegt in der Natur des Menschen. Der kleine Magen und das schnell wachsende Gehirn brauchen kleine, viele Essportionen, auch in der Nacht. Das ist für uns Eltern anstrengend. Aber es ist normal.
    Wir sollten uns als Gesellschaft eher überlegen, wie wir die Eltern, die heute ohne Unterstützung des Familienverbundes klar kommen müssen, in dieser schweren Zeit helfen können (Doulas, Haushaltshilfe etc) statt einen Kampf gegen die Kleinsten zu führen.
    Die anwaltliche Unterlassungserklärung den Film betreffend ist ungeheuerlich. Sind wir so weit gekommen mit der Meinungsfreiheit in Deutschland?
    Dem unkritischen, oberflächlichen Journalismus im Lande ist mit dieser Berichterstattung definitiv ein Armutszeugnis auszustellen. Der Einfluss Herr Langers als ehemaliger Mitarbeiter des ZDF und WDR scheint ja enorm.
    Auch dass Sie als Nestbeschmutzer beschimpft werden, empört mich zutiefst und lässt tief blicken.
    Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich gut erholen und hoffe, dass in der Zwischenzeit, weitere prominente Mitstreiter in dieser Angelegenheit aufstehen werden, neben einer immer größer werdenden Gruppe in der Bevölkerung.
    Meine Hochachtung!

  • Ilse

    Ich danke Ihnen für diese deutlichen Worte.

    Kinder dürfen nicht so unwürdig behandelt werden.
    Die Kinder die im Trailer gezeigt werden, sind noch sehr jung und daher gar nicht in dem Alter überlegt tyrannisch zu sein. Sie äußern einfach ein Bedürfnis. Sei es das Bedürfnis nach Nähe beim Einschlafen oder auch nach mehr Ruhe beim Essen. Durch die im Film dargestellten Maßnahmen bekommt es all das sicher nicht.

    Ich bin nicht unbedingt eine Verfechterin des AP-Parenting. Aber auch ich war mit einem Schreibaby „gesegnet“ und es hat einfach mehr vertrauensbildende Maßnahmen und mehr Sicherheit gebraucht, als mein anderes Kind.

    Ich wünsche Ihnen gute Besserung und wünsche mir noch mehr Fachleute, die so klar Stellung beziehen!

  • Julia

    Danke! <3 das ist so sooo wichtig, dass Sie Ihre Stimme erheben.

  • Franzi

    Lieber Herr Renz-Polster,

    Ich danke von Herzen für die beiden Kommentare.
    So klar. So richtig. So wichtig.

    Danke und von Herzen gute Besserung, auf dass Sie uns noch lange mit ihrem differenzierten Artikeln und Wissen erhalten bleiben

    ❤️

    Franzi

  • Bine

    Danke. Mir laufen die Tränen. Eltern und Kinder tun mir so leid. Dank einiger toller Blogs und Seiten im Netz habe ich wieder gelernt, auf mein Gefühl zu hören. Danke. ❤️

  • Katharina

    Wow, was für ein unglaublich toller Mensch sie sind. Vielen vielen Dank für ihre Mühe und ihr Engagement. Ganz allein, wären wir „hysterische Mütter“ sehr verlassen. Beim lesen hatte ich die ganze Zeit Gänsehaut.

  • Johanna

    Herzlichen Dank für ihren Einsatz!!!
    Ich habe den Film nicht gesehen (könnte ich nicht, und möchte ihn auch nicht unterstützen damit), aber allein schon beim Ansehen des Trailers habe ich durch meine tränenverhangenen Augen (…) deutlich das Unwohlsein der Eltern gesehen – und man bemerke, selbst der Eltern, die diese Klinik als letzte Hoffnung sehen… Kann das für irgendjemanden also richtig sein??

  • Jacqueline

    Vielen vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihren Einsatz! Eine Unterlassungserklärung … Das ist wirklich der Gipfel …

    Ich hoffe das auch nur eine Hand voll der Menschen, die diesen Film und die Methoden dieser Klinik erst für gut erachteten, sich Ihre Beiträge durchlesen und Anfangen das alles zu Hinterfragen und ob es wirklich sinnvoll ist dein Unschuldiges Wehrloses Baby/Kind unter solchen Methoden in eine Form zu drücken in die es nicht gehört.

    Es bricht mir das Herz wenn ich diese Ausschnitte des Film sehe und ich verstehe nicht wie man als Mensch so wenig Empathie haben kann und so Herzlos sein kann das man den Kindern solch Gewalt antut.

    Ich habe eine innerliche furcht das die Debatte um den Film und die Methoden dieser Klinik in einigen Tagen/Wochen wieder abebbt und diese Menschen dort ungehindert weiter Kinder Seelen Zerstören können ohne das sich auch nur weiter jemand drum schert.

    Ich verstehe auch nicht wie man sämtliches Wissenschaftlich Fundiertes Wissen das es gibt einfach mal in die Tonne werfen kann und das quasi für null und nichtig erklären kann um dann solche Gewaltvollen Methoden an Kindern durch zu führen und sich mit dem Erfolg auch noch brüsten kann.

    Ich wünsche Ihnen noch gute Besserung!

  • Rebekka

    Vielen vielen Dank 😊 es erleichtert so ungemein, nicht alleine da zu stehen.

  • Sandy

    Danke. Auch wenn mich dieses Thema sehr traurig stimmt.
    Alles Liebe für Sie und vor Allem aber gute Besserung!
    💜

  • Sibylle

    Auch von mir ein ganz herzliches ‚Dankeschön‘ – für Ihre Arbeit ganz allgemein wie für die klare Stellungnahme im Besonderen.

  • D. Geske

    Auch ich stelle mich in die DANKENDE REIHE an und bin fassungslos welche Konsequenz Sie erreicht mit ihrer Stellungnahme. Ich wünsche ihnen weitere solcher laute Stimmen wie Ihre… ich wünschte es gäbe mehr davon. Alles erdenklich gut für Sie und ihre Familie

  • Anke

    Lieber Herr Dr. Renz-Polster,

    zunächst einmal vielen Dank für Ihre Arbeit, Ihre Worte und Ihren Mut sich offen zu äußern. Bitte lassen Sie sich nicht unterkriegen. Die Kinder brauchen Sie als Anwalt ihrer! Wir brauchen öffentliche Stimmen und Taten dagegen.
    Ich war so fassungslos, traurig und entsetzt. 2018 in Deutschland??? Wo steuern wir da hin?
    Ich wünsche Ihnen gute Genesung und Sie sind nicht allein!
    Danke!

  • Carmencita

    Lieber Herr Renz-Polster,
    ich reihe mich GERNE in die lange Schlange der dankbaren Eltern ein. Ich habe den Film nicht gesehen. Ich konnte mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, den Trailer anzusehen. Ich würde es seelisch und vermutlich auch körperlich nicht ertragen. Ich DANKE Ihnen für Ihre ehrliche offene Kritik an diesem Film und wünsche mir sehr, die Menschen/Eltern erfahren alle davon. Damit sie gezielt andere Wege suchen, als eine Elternschule. 😢
    Ihnen von Herzen alles Gute! 🧡

  • Tümay

    Vielen Dank 🙏🏽. Die Seele des Kindes entsteht und entwickelt sich. Unsere Aufgabe ist nicht diese zu brechen, sondern diese in ihrer Entwicklung und Entstehung zu unterstützen.

  • Florian Länge

    Herbert, du bist n klasse Typ. Schön dass es dich gibt!

    Lass dich nicht verunsichern oder einschüchtern. Die Welt (der Erziehung) braucht dich!

    Liebe Grüße aus Esslingen
    Florian

  • Bianca

    Schlicht und einfach: Danke.
    Und: Baldige Besserung. Wir brauchen Ihre Flügel noch wie man sieht!

  • Evanthia Tzavaras-Grimm

    Als Ärztin und Mutter dreier Kinder hat mich allein der Trailer dieses Filmes zutiefst bestürzt. Dass die darin propagierte Gewalt gegen Kinder trotz der tatsächlichen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse auch noch unter dem Etikett der medizinischen Notwendigkeit legitimiert werden soll erfüllt mich mit Wut. Dass der verzweifelte Gehorsam der so dressierten Kinder unserer Gesellschaft als Erfolg erscheint erfüllt mich mit Verzweiflung. Um so tröstlicher hier die Kommentare von Ihnen und vielen der Lesenden verfolgen zu können und zu sehen, dass es auch anders Denkende gibt. Ein herzliches Danke dafür.

  • Silke

    Nachdem ich ihren Artikel gelesen habe habe ich Tränen in den Augen und Gänsehaut. Auch ich war in einer Klinik mit meinem großen Sohn. Dort wurde ähnlich gehandelt. Damals habe ich blind vertraut. Ärzte Schwestern für mich Menschen die erschossen mussten. Heute bin ich um einiges schlauer Belesener und Mutter eines 1 jährigen. Ich bin Ihnen so dankbar für ihre Worte das zeigt mir das mein Instinkt den ich entwickelt habe richtig ist! Alles gute!!‘

  • Connie

    Vielen Dank von Herzen für Ihr öffentliches großes Engagement gegen die in diesem Film gezeigten Methoden und die Extrapolierung der Medien auf „normale“ Erziehung. Ich hoffe inständig, dass hierraus ein gesellschaftlicher Exkurs resultiert, der der Breiten Öffentlichkeit hilft zu verstehen, dass Gewalt nichts in der Erziehung von Kindern zu suchen hat – und hoffentlich auch dann nicht mehr in der Therapie. Hut ab für Ihre beiden großartigen Kommentare zum unfassbaren Film und Umgang der großen Medien damit bislang.
    Alles Gute wünsche Ich Ihnen und Ihrer Familie!

  • Maja Wörner

    Meine beiden verhaltensgestörten Kinder verlangen gerade nach mir und meiner Liebe und einer geborgenen Einschlafbegleitung, deswegen kann ich nur einen kurzen Kommentar verfassen: Danke! ❤️

  • Andrea Obergruber

    Vielen Dank! Ihr Einsatz für Kinder und Eltern berührt und stärkt mich und Andere sehr, ist soo wichtig. Ihr Worte sprechen mir aus dem Herzen.

    Wünsche Ihnen, dass ihre Flügel bald wieder kräftig und fit sind♡.

  • Mia

    Lieber Herr Renz-Polster, nicht nur mit diesem Beitrag sondern mit all den klugen Beiträgen zuvor und ihrem Buch, was mich seit der Geburt meiner „Großen“ (2 Jahre alt) begleitet, tun Sie so viel Gutes. Der schrecklich defizitäre Blick auf Kinder („Was stimmt mit dem Kind nicht, dass es Nähe braucht/schlecht schläft/schlecht isst…?“) der auch in vielen sogenannten Ratgebern propagiert wird, führt dazu, dass dieses Verhalten „therapiert“ werden soll. Die Gesellschaft wünscht sich gleichgeschaltete, funktionierende Kinder. UNSERES funktioniert offenbar nicht und so wurde uns seitens der Krippe eine „Regulationsstörung“ attestiert. (Die Große schläft nur mit Hautkontakt ein und mag keine laute Geräuschkulisse.) Dank Ihnen fühle ich mich stark genug, mein Kind so anzunehmen, mit all seinen Bedürfnissen und obwohl es nicht so „funktioniert“ wie andere es für richtig halten und gerne hätten.
    Von Herzen gute Genesung und lassen Sie sich bitte bloß nicht einschüchtern oder mundtot machen! Die Welt der kritischen Eltern braucht Sie!

  • Kerstin Etzold

    Vielen Dank für Ihre wunderbaren Kommentare! In meiner Arbeit als Hebamme erlebe ich immer wieder, dass gerade das Thema Einschlafbegleitung den Eltern schwer nahezubringen ist, dass immer erwartet wird, das Baby müsse allein einschlafen können, da geistert noch soviel Überholtes in den Köpfen herum und so ein Film richtet dann wohl noch mehr Schaden an. Aber wir bleiben dran und verweisen sehr oft auf Ihre Beiträge.

  • Daniela Wiebe

    Danke!! Danke für diesen Blog. Danke für Ihre klaren Worte über diesen unsagbaren Film. Ich bin Mutter zweier Kinder und kann bei den geschilderten Details des Films nur noch heulen.
    Ich bin aber auch Fachfrau bezgl. Pädagogik/Psychotherapie (Kinder) und bin einfach nur noch entsetzt darüber, was Kollegen mit Kindern tun und dies fachlich gute Arbeit nennen. Furchtbar finde ich die Reaktionen der Presse, die dieses als „Leitlinien für alle Eltern“ darstellen. Grauenhaft!!
    Danke Herr Renz-Polster für Ihren Mut aufzustehen. Unmöglich, jedoch auch nochmals die Art und Weise klar herausstellend wie die Macher des Filmes denken, hingegen empfinde ich die Unterlassungsaufforderung an Sie. Schließlich herrscht in diesen Land Gott sei Dank Meinungsfreiheit!!
    Und auch von mir, die besten Genesungswünsche!!

  • Jennifer

    Ich bin entsetzt. Da werden Unterlassungsklagen gegen einen der renommiertesten Ärzte auf dem Gebiet der Eltern-Kind-Bindung und Bedürfnisorientierung ausgesprochen? Wo verdammt nochmal leben wir denn? Was sind das denn nur für Menschen? Haben die etwa Angst vor einer Diskussion? Dieser Fakt bestätigt mich nur in meiner Meinung über diese Klinik und insbesondere über diesen Psychologen.
    Was die Presse da abliefert, ist in der Tat ein Armutszeugnis für den Journalismus in Deutschland. Ich dachte, Berichterstattung hat subjektiv zu erfolgen…vor allem bei den öffentlich Rechtlichen. Bezahle ich dafür GEZ ? Damit so engstirnige, faule Journalisten bezahlt werden können, die nicht von der Wand bis zur Tapete denken können?
    Ich hoffe inständig, dass es doch noch 2-10 denkende Menschen gibt, die auch andere Expertenmeinungen zu diesem Thema einholen. Was wäre es schön, mal eine Katharina Saalfrank, Sie, Dr. Renz-Polster, oder einen Jesper Juul im ARD Morgenmagazin oder im Sat1 Frühstücksfernsehen sitzen zu sehen und ihre Meinung dazu der breiten Masse zu präsentieren.
    Es ist ehrlich eine Schande für unser Land. Nazimethoden werden als der Heilige Grahl verkauft und die Presse schreit Hurra. An die Kinder scheinen da nur die Helikoptereltern zu denken. Die ihre Kinder ja eh machen lassen was sie wollen und sich selbst völlig aufgeben. Denn das ist Attachment Parenting. Die Kinder essen lassen was und in’s Bett gehen lassen wann sie wollen. Mehr muss man darüber nicht wissen, das hat die SZ echt super zusammengetragen. Nicht. Was sind das für Journalisten? Selbst bei Wikipedia findet man mehr Infos zu diesem Thema.
    Lasst uns einfach hoffen, dass die Diskussion jetzt erst losgeht. (Und ich hoffe für ganz alleine, dass diese Klinik der Qualen geschlossen wird!)
    Ihnen, Dr. Renz-Polster wünsche ich alles Gute und eine erfolgreiche Genesung. Vielen, vielen Dank für Ihre Kommentare und ihre bisherige Arbeit!

    • Herbert Renz-Polster

      Darf ich einen Kommentar dazu sagen? Zu den anwaltliche Anstrengungen kann ich derzeit nichts sagen. Aber kurz was zu den Nazi-Methoden. Klar triggert die in dem Film gezeigte Behandlung von Kindern viel Emotion und inneren Widerstand, und wie. Und der Hinweis, dass die solchen Therapieprogrammen zugrunde liegende erzieherische Haltung geschichtliche Wurzeln hat, ist richtig und Gegenstand vieler sehr interessanter Untersuchungen und Darstellungen. Alice Miller wurde genannt, Katharina Rutschky auch, Sigrid Chamberlain hat daran gearbeitet und ganz besonders gut und tiefgründig hat die Konstanzer Geschichtsprofessorin Miriam Gebhardt in ihrer Habilitationsschrift dazu gearbeitet (als Buch dann als „Die Angst vor dem kleinen Tyrannen bei DVA erschienen). Alle sind sich einig, dass in diesem Kinderbild viele historische Einflüsse zusammenfliessen, die sich möglicherweise bis zu den für ihr hartes Kinderbild berüchtigten Spartanern zurückverfolgen lassen. Immer wenn Gesellschaften sich autoritär aufstellen bekommen solche Strömungen Oberhand. Ich würde das Wort Nazi-Methoden aber aus einem anderen Grund nicht verwenden, der Ihnen klar werden wird, wenn sie sich mit Nazi-Methoden näher befassen. Ich würde das dieser Klinik niemals vorwerfen und will auch daran erinnern, dass das Fachpersonal dort genauso überzeugt ist von ihrem „richtigen“ Umgang mit Kindern, wie es die Anhänger bindungsorientierter Überzeugungen sind. Viel weiter führt uns die ganz konkrete inhaltliche Auseinandersetzung: warum stoßen die gezeigten Methoden auf so wenig Widerspruch? In diese Richtung argumentieren Sie zurecht. Und ich bin mir sicher, in der Presse wird in nächster Zeit viel zu dieser Frage zu lesen sein, und Sie werden vielleicht Ihr Vertrauen in den öffentlichen Diskurs wiederfinden 😉 Und es wird weitergehen. Mit Fragen an die Fachgesellschaften, mit Fragen auch, wer eigentlich in unserer Behandlungslandschaft die dort zulässigen Methoden prüft. Jedes Medikament durchläuft ein Prüfverfahren, wie ist das bei der Behandlung von Kindern? More to follow…
      HRP

  • Stefanie Wenzlick (emmali-coaching.de)

    Herzlichen Dank für diesen erweiterten, klaren und deutlichen Kommentar.
    Ich bin nicht nur eine dieser „hysterischen“ Mütter, sondern auch Erziehungswissenschaftlerin und Elterncoach und gerade deshalb erschüttert mich dieser Einblick in den Film und die positiven Kommentare der Medien zu diesem Film zutiefst.
    Und auf lange Sicht tut man den Eltern mit dieser Form der Anleitung und Beratung bestimmt keinen Gefallen. Den Kindern sowieso nicht, sie werden als nicht gleichwertig behandelt, öffentlich beschämt und mit Machtdemonstration „unterworfen“.
    Wie kann das sein? Ich kann es mir nicht erklären…
    Ich weiß nur, dass die Eltern, die mutig genug sind sich Unterstützung zu holen, diese in einer Form erhalten sollten, die die Beziehung zu ihren Kindern positiv stärkt und sie nicht zerstört.
    Ich hoffe sehr, dass die Medien, die diesen Film so loben, in der Lage sind ihre eigenen Kommentare nochmal zu überdenken, mehr Informationen zu sammeln und auch die kritische Expertenseite zu hören und zu berücksichtigen.
    Ihnen alles erdenklich Gute für Ihre Gesundheit und Ihre wichtige Arbeit.

  • Annette

    Vielen Dank für Ihre Kommentare, die sehr wichtig und wertschätzend den Kindern und deren Eltern gegenüber sind. Gute und schnelle Erholung.
    LG Annette Karl
    Kiga Leitung, Mutter von 3 Kindern und 4 Enkelkindern

  • Judith

    Als Fachfrau und Mutter: Einfach nur Danke für ihre klaren Worte! Ich hoffe, Sie und ihre etwas „lahmen“ Flügel spüren den Rückenwind von uns allen, der vielleicht ein bisschen (weiter-)trägt…!

  • Heidi Imhof

    Ich war Ende der 1950er Jahre in einem Kinderheim, zur Erholung. Ich war damals 6 Jahre alt und von ’schmächtiger‘ Gestalt. Deshalb das Erholungsheim. Was man da mit Kindern machte, wenn sie beispielsweise nicht essen wollten oder wenn sie einnässten, weil sie Heimweh hatten, lese ich alles in Ihrem Bericht von 2018 und fühle mich zurückversetzt in die damalige Zeit, als man noch nichts über die Kinderseele wusste. Und man verkauft es heute als modern, pädagogisch oder psychologisch korrekt. Das ist als würde man das Machwerk von Sadisten lesen bzw. sehen, die sich sicher sind, dass sie heutzutage genügend verunsicherte Eltern finden, denen sie ihre Konzepte der ‚Kindererziehung‘ als die einzig wahre Methode vermitteln wollen, um einen möglichst gut ‚funktionieren‘ kleinen Menschen zu bekommen, der so wenig wie möglich stört. Das schreit zum Himmel. Wo sind denn all die Menschen, die diese Erziehungsmethoden in ihrer Kindheit selbst erleiden mussten. Das hatten wir vor 50 Jahren! Und jetzt soll das alles wieder an unseren Kindern vollzogen werden? Tut mir leid, wenn ich das jetzt mal so krass sagen muss. Aber: Da kann ich gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte. Dran bleiben. Darüber MUSS gesprochen werden. Die Diskussion darf nicht enden!

    • Marica

      Das habe ich auch erlebt, 1961, Kinder“erholungs“heim in Bad Wildungen-wegen Gesprächen vorm Einschlafen wurden Kinder abends zur Strafe aus dem Bett gezerrt und mussten im kalten Waschraum stehen, aus Nervosität Erbrochenes würde wieder rein gefüttert, auch geschlagen wurde, Briefe nach Hause wurden kontrolliiert und zensiert, ganz zu schweigen von Schreien, Schimpfen, Niedermachen, Demütigen…eine Atmosphäre ständiger Angst.

  • Maike Hecheltjen

    Meine Tochter, heute 22, war es die ersten 9 Jahre gewohnt, in meinem zu Bett schlafen und auch in meinen Armen einschlafen zu dürfen. Die Jahre nach dem 9. Lj. habe ich sie in ihrem Bett mit dem gleichen Einschlafritual in den Schlaf gebracht.
    Sie ist eine aufgeweckte, intelligente junge Frau, die gerne reist und Menschen kennen lernt.
    Ich finde es unsagbar grausam, einen Säugling, Kleinkind ohne jegliches Zeitgefühl in einen dunklen Raum zu sperren.
    Ich kenne viele Paare, die nur schlecht ohne den Partner an der Seite einschlafen können. Was ist das nur für eine verdrehte Welt, wenn dies von einem Säugling/Kleinkind erwartet wird, welchem eine Zeit-und Raumorientierung fehlt?
    Ich danke Ihnen für Ihren Bericht und wünsche Ihnen gute Besserung.
    Mit den besten Grüßen
    Maike Hecheltjen

  • Lasanthi

    VIELEN DANK und GUTE BESSERUNG!

  • BerlinBound

    Auch von mir ganz herzlichen Dank für Ihren Einsatz und die deutlichen Worte! Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, welchen Einfluss dieser Film oder schon allein dessen unkritische Besprechung in den Mainstream-Medien auf viele Eltern haben könnte, die sich nicht tiefergehend mit dem Thema beschäftigen. Es ist unsagbar frustrierend, wie weit dieser Film die positive Bewegung in Richtung beziehungs- und befürfnisorientierter Elternschaft zurückwerfen könnte. Wie gut, dass es Stimmen wie Ihre gibt! Sie sind eine große Bereicherung für diese Welt.

  • doildi

    Ich habe 6 Kinder. Meine älteste Tochter ist nun 25.jahre alt. Sie ist ausgebildete Fachfrau Gesundheit mit Abschluss. Dazu noch Lehrlingsbildnerin und arbeitet in einer Demenzabteilung. Ich habe momentan noch 3 Kinder zuhause. Der jüngste ist 11j.,dann habe ich einen Sohn mit besonderen Bedürfnissen, 12 jahre. Der andere Sohn ist in diesem Jahr 18 geworden,ist noch in Ausbildung als Erzieher f. Kleinkinder. Die grossen sind alle samt selbstbewusste und sehr soziale Menschen geworden, die gerne ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten. Ich habe alle meine Kinder ziemlich lange gestillt. Mein erstes Kind hatte noch einen Schnuller, die anderen nicht mehr. Alle Kinder hatten ihren eigenen Rythmus, wann sie mit fester Nahrung begonnen haben (Darmreife ect. ist sehr unterschiedlich). Wenn ich sehe, wie in diesem Film, Elternschule, kleinkinder unter 2 j. gezwungen werden zum Essen? Sie seien schlechte Esser? Meine Kinder durften ab 12 Monaten selber am Tisch bei d. Mahlzeiten mitbrobieren, wie sie wollten. Doch mehrheitlich wurde gestillt. Ja auch in der Nacht. Wobei die Kinder (ab Krabbelalter) selbständig zu mir gekrochen kamen u. sich an der Muttermilch bedient haben. Dazu bin ich selber gar nicht mehr aufgewacht. (Ich würde dazu sagen:selbständiges Baby) schreien lassen, damit es durchschläft? Warum? Gut, hätte ich die Flasche geben müssen, sehe es vielleicht anders aus. Vielleicht sollten wir dann eine Therapie-Stillklinik fördern? Anstatt eine solche Klinik wie in Gelsenkirchen. Ein Sohn von mir hat bis 3 Jahren kaum feste Nahrung zu sich genommen. Nur Muttermilch. Bei uns ist ab 4 J. Schulpflicht. Bis dahin waren alle Kinder ganz abgestillt. Schliefen alleine in ihren Betten. Schliefen auch durch. Assen auch normal feste Nahrung. Und zwar alles. Da gabs kaum was, das sie nicht essen wollten. Aber unter 4 jahren? Zu welchem Zweck hätte ich meine Kinder mit fester Nahrung vollstopfen sollen? Zwingen sollen zum „durchschlafen?“ Und ja. Ich bin eine Mutter die den Kindern Grenzen aufzeigt. Denn Grenzen bedeuten für die Kinder Geborgenheit. Die Frage ist wie, zu welchem Zeitpunkt, in welchem alter, brauchen sie welche Grenzen. Ja. Ich kann sagen meine grossen Kinder sind alle sehr Hilfsbereit Kinder geworden. Helfen mir wo sie können. Die Pubertätszeit nun mal ausgenommen 😂

  • Angela

    Danke, danke, dass Sie zu solchen Themen nicht schweigen!!!
    Mir fehlen die Worte, wenn ich von solchen „Praktiken“ lese oder, sie in diesem Fall, sehe…

  • Margret Seddig

    Sehr geehrter Herr Renz-Polster,

    ich bin zutiefst entsetzt über das, was unter medizinischer Legitimation aus Gelsenkirchen kommt.
    Ist Kindesmisshandlung unter medizinischer Aufsicht erlaubt? Was sagt die Bindungstheorie dazu?
    Kann Störung mit Störung beseitigt werden???

    Herzlichen Dank an Sie, dass Sie dieses Thema nicht im verborgenen lassen, denn die Kinder können sich nicht wehren. Sie brauchen die Erwachsenen als Fürsprecher und Verbündete, nicht als Gegner.

    Hier ist mein alternativer Vorschlag:
    http://www.emotionelle-erste-hilfe.de
    Bei dem bundesweiten (und internationalen) Netzwerk können mit ausgebildeten Fachberaterinnen ambulant
    Erziehungsthemen mit dem Kind (zB. essen, schlafen, schreien) von Anfang an lösungsorientiert thematisiert werden. Mit dem Kind nicht gegen seine lebenswichtigen Interessen (Bindung).
    Emotionelle Erste Hilfe ist für alle Betroffenen ein professionelles niedrigschwelliges Angebot.

    Betroffene dürfen sich professionelle Übersetzungshilfe für die kindlichen Signale und Nöte holen anstatt das Kind zu reparieren.
    Zu jedem Kind gehören auch Themen der Erwachsenen, um die geht es auch. Gut und hilfreich wenn jemand das im Blick hat.
    Auch die Erwachsenen haben Not und keine Stimme.

    Profis rund um das Kind haben nicht immer die beste Idee für genau dieses Kind und seine Eltern. Aber sie trauen sich, diese zu vertreten.

    Ich danke Ihnen zutiefst für die Vertretung der Anliegen der Kinder.

    Herzlichst mit den besten Wünschen für Sie,
    Margret
    Zwillings- und Frühchenmutter,
    Hebamme, HP Psychotherapie, Leiterin einer Schreiambulanz und Praxis für kindliche Regulationsstörungen

  • NinaF

    Danke für diesen wertvollen Beitrag!! Ich stimme voll und ganz zu!!! 🙏

  • Lisa

    Ich Danke Ihnen von ganzem Herzen!

  • Natalie

    Der einzig sinnvolle und reflektierte Kommentar kommt von Ihnen. Danke, dass Sie „Kinder verstehen“ und dieses Wissen so wunderbar an uns Eltern weitergeben. Leider wollen viele, sogar Fachleute, Kinder nicht verstehen, sondern vielmehr kontrollieren und an den eigenen Rhythmus anpassen,ist ja praktischer in unserer doch sehr beschleunigten Welt, wo alles schnell gehen muss, von Termin zu Termin gehetzt wird und der eigene Optimierungsdrang der Menschen immer größer wird-weiter, schneller, besser, größer. Was wir unseren Kindern da antun, wird sich leider noch zeigen. Nur, warum Kinder bekommen, wenn man nicht bereit ist, sich auf ihre Ebene, ihr Tempo zu begeben und zu verstehen, wie sie ticken? Die Eltern der Kinder im Film bekommem Methoden serviert, nicht aber differenziertes Wissen. Wir dürfen aktuell mit unserem Sohn erleben, wie die Nähe, die wir ihm geben, tags und nachts, ihn mutig und entdeckungsfreudig macht, nicht anhänglich und angstvoll, wie so oft gefürchtet. Es ist traurig, dass in den Köpfen der Menschen immer noch das Verwöhnen als etwas Schlechtes und dem Kind in seiner Entwicklung Hinderliches dargestellt wird-das Gegenteil ist der Fall. Wir sehen es an unserem Sohn, jeden Tag. Danke, dass Sie Ihr Wissen und Ihre Arbeit mit uns teilen, es hilft und unterstützt in jeder Hinsicht. Eigentlich sollte Ihr Buch „Born to be wild“ Pflichtlektüre für alle werdenden Eltern sein😜. Liebe Grüße und alles Gute für Sie und Ihre Familie.

  • Fanny

    Lieber Herr Renz-Polster,

    Danke, dass Sie nicht wegsehen und der Kritik Ihre prominente Stimme geben. Der Film und die Kommentare vieler Menschen dazu machen mich unendlich traurig. So dürfen wir nicht mit kleinen Menschen umgehen!
    Die Debatte zeigt aber auch, dass es einen deutlichen Gegenwind gibt und dass viele solche Methoden nicht tolerieren und auch nicht wegsehen.
    Jetzt gehe ich zu meiner kleinen Tochter (3) ins unser Familienbett. Dort wird sie ganz selbstverständlich jeden Abend in den Schlaf begleitet und wenn sie Nachts aufwacht ist immer jemand da, der ihr versichert, dass alles in Ordnung ist. Danke, dass ich durch Leute wie Sie sicher bin, meiner Intuition trauen zu können. Gute Besserung Ihnen!

  • nbr

    Ich habe den Film gestern gesehen. Ich bin nun in einer sehr… eigenartigen Gefühlslage. Ich schildere mal, was ich meine.

    Im Vorfeld war ich durch den Trailer sehr kritisch eingestellt. Ich bin daher mit Notizblock und Stift ins Kino gegangen und wollte alles Wesentliche notieren, was mir helfen würde, meine Kritik danach stichhaltig ausformulieren zu können.

    Dann begann der Film. Ich machte mir auch ein paar kaum lesbare Notizen und so ab der Hälfte der Doku keine mehr. Manchmal habe ich im ersten Teil den Kopf geschüttelt, weil ich die Methoden nicht verstehen konnte und falsch fand. Als ein Junge in der „Mäuseburg“ minutenlang unter dem Waschbecken völlig aufgelöst weinte, müsste ich mitheulen. Als der sondierte Zwerg im Gitterbett bitter weinte, ebenfalls. Und noch ein paar mal mehr.

    Und dann während der zweiten Hälfte kam mir Vieles gar nicht mehr so falsch vor. Ich ging irritiert aus dem Film und schrieb einer Freundin, dass ich meine Kritikpunkte wohl in einigen Aspekten zurückziehen müsse.

    Sie fragte mich, ob denn das mit dem Schlaftraining und Essenszwang doch nicht so sei wie es erst aussah und ich stammelte verwirrt irgendeine Begründung, warum das für diese konkreten Fälle wohl doch irgendwie gar nicht so sehr verkehrt wäre.

    Ich habe keine Ahnung, was da mit mir passiert ist. Je mehr zeitliche Distanz ich zum Film habe, desto furchtbarer erscheint er mir. Ich wurde völlig eingelullt.

    Wenn ich jetzt, mehr als 24h später, darüber nachdenke, stelle ich folgendes fest:

    Die Doku enthält viele Erklärungen, die grundsätzlich gelten sollen und die alle Eltern adressieren. Sie klingen schlüssig und nach „anders geht es nicht“. Dabei wird die Kind-Eltern-Situation jedoch wie eine Art technischer Regelkreis behandelt. Tiefere Emotionen, Bindung, Selbstwertgefühl spielen keine Rolle. An den Familien wird „bewiesen“, dass das funktioniert.

    Mich hat das – ohne dass ich es wollte und obwohl ich Bindung für hochgradig wichtig halte – für gut eine Nacht ziemlich in meinem Denken beeinflusst. Meinen zahnenden Sohn nachts ins Familienbett zu holen (er schläft eigentlich direkt nebendran im Gitterbett) und ihn zwischendurch eine halbe Stunde im Arm zu wiegen, fühlte sich falsch an, obwohl es sich vorher immer richtig angefühlt hatte.

    Gerade dass ich – trotz völlig anderer Intention – nach der Doku dann doch Zustimmung empfand, dass ich mein eigenes bindungsorientiertes Verhalten gegenüber meinem noch nichtmal Einjährigen ernsthaft hinterfragte, macht die Doku aus meiner Sicht gefährlich.

    Vielleicht bin ich aktuell einfach nicht zurechnungsfähig, vielleicht kann man mich auch grundsätzlich hervorragend um den kleinen Finger wickeln – bisher wusste ich nichts davon. Vielleicht bin ich die Einzige, der es so ging. Vielleicht ist dieser Film aber auch besonders – hm… – überzeugend trotz furchtbarer Methoden, weil so charismatische Menschen mit scheinbar humorvollem Herangehen und eben im weißen Kittel eine so vertraute Atmosphäre schaffen.

    Danke dass Sie sich dafür einsetzen, diese Schieflage wieder gerade zu rücken.

  • Steffi

    Ich danke Ihnen sehr für Ihr Engagement.
    Ich habe den Trailer gesehen und bin zutiefst erschüttert, erinnert mich doch diese Vorgehensweise sehr an die Erziehungspraktiken, die in dem Erziehungsratgeber von Dr. Johanna Haarer, „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ , Erstausgabe 1934, den Müttern in eben dieser Zeit, vermittelt wurden. Die Erziehungsempfehlung lautete damals: keinen Kontakt aufbauen und die Kinder zu absolutem Gehorsam und Bedürfnislosigkeit zu erziehen.
    Ich hatte gehofft, dass wir diesen Erziehungsstil, den Generationen von Kindern über sich ergehen lassen mussten, abgeschworen haben. Zumal das Buch endlich 1987 aus dem Buchhandel genommen wurde.
    Ich weine, um jede gebrochene Seele , wünsche allen viel Kraft und empfehle von Bettina Wegner das Lied: „Sind so kleine Hände“.

  • Siegfried Ritter

    Lieber Herr Dr. Renz-Polster, wo kann ich den Film anschauen ohne ins Kino zu gehen? Ich müsste sehr weit dafür fahren und ich möchte ihm im Kino auch keine Aufmerksamkeit geben. Ich arbeite mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und ganzen Familien und würde mir gern selbst ein Bild machen. Was Sie schreiben klingt schlüssig und deshalb möchte und muss mich auch positinieren. Aber vorher den Film anschauen. Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Herzlichst Siegfried Ritter

  • Judith

    Vielen Dank für Ihre differenzierte und klare Stellungnahme! Sie sprechen mir aus der Seele.. Alles Gute für Sie. Herzliche Grüße, Judith

  • Melanie S

    „DANKE“ für alles was sie tun, dafür, dass sie nicht schweigen. Ich schicke Ihnen Kraft u Zuversicht!

  • Hr. Nickel

    Ich habe den Film und Trailer nicht gesehen. Aber die beschriebenen Erziehungs Ansätze erinnern doch sehr am die Zeit des Nationalsozialismus. Vielleicht sollten wir nicht überrascht sein, dass diese Pädagogik wieder gesellschaftsfähig wird.
    Die Folgen werden den erwachsenen Menschen dann als PTBS einholen. Die Traumapädagogik gibt dazu die neurobiologische Erklärung.
    Die Bindungspädagogik gibt Eltern und Pädagogen ein schlüssiges Theoriemodell an die Hand erregte Kinder zu beruhigen und sie in ihrer Entwicklung zu fördern.
    Kinder (und Erwachsene) in (Bindungs-) Alarm brauchen eine klügere, weisere und kompetente Person, die den Alarm ausschaltet.

  • Andre

    Danke, einfach nur DANKE Herr Renz-Polster, dass Sie sich so stark für die Kinder machen, die es selber nicht können. Dieser Film gehört verboten!

  • Kirstin Thillmann

    Ich war mit 5 Jahren zur Kur ohne Eltern. Ich musste in so einem Gitterbett schlafen und habe das heute noch, 55 Jahre danach, in ganz schlimmer Erinnerung. Wie kann man das Kindern antun.

  • Julia A.

    Großartig geschrieben! Danke dafür.

  • Sabrina Frech

    Ich bin schockiert und mir treibt es Tränen in die Augen, wenn ich mir vorstelle wie sehr die kleinen Kinder seelisch unter solchen „Therapiemethoden“ leiden müssen. 😥
    Warum tut man diesen armen kleinen Wesen so etwas an, anstatt sie liebevoll zu begleiten und zu unterstützen. Meine Güte, es sind doch Kinder und keine Maschinen!
    Ich weiß wie es ist mit einem „besonderen Kind“. Mein Sohn forderte vom Tag seiner Geburt sehr viel Aufmerksamkeit und Nähe und es war wirklich nicht immer leicht. Er ist heute sieben Jahre alt und kommt nachts inmer noch zu uns ins Bett. Aber er braucht halt diese Nähe und das Gefühl der Geborgenheit. Aber es ist MEIN KIND! Warum soll ich ihm das nicht geben? Warum soll ein Kind zwangsernährt werden? Dadurch wird es doch nur schlimmer meiner Meinung nach. Warum soll ein kleinkind von seiner Mutter zwanghaft getrennt werden? Die Mutter ist doch der „Fels in der Brandung“ in dieser großen Welt!
    Ich stehe auf jeden Fall total hinter ihnen und ihrer Kritik Herr Renz-Polster! Es sollte nicht erlaubt sein Kinder so seelischen Schaden zuzufügen. Die armen Kleinen.😔
    Und natürlich wünsche ich ihnen ebenfalls eine gute und schnelle Genesung!

  • Karin

    Herzlichen Dank, Herr Renz-Polster!
    Danke! Danke! Danke!

  • Janka

    ….“eine Schlafstörung läge vor, wenn ein Baby oder Kleinkind länger als 30 Minuten zum Einschlafen braucht. Oder wenn es nicht ohne eine Begleitperson einschlafen kann, etwa im Elternbett“….

    Wenn ich sowas lese, kriege ich echt Wut…so ein schwachsinn!! Wer sagt, dass genau 30minuten genug sind??? Die Natur? Das glaube ich kaum. Und warum soll ein baby alleine einschlafen, wenn Eltern dies zu zweit im Elternbett tun???!????!! Dann hat doch jeder von uns eine schlafstörung….!! Und? Wen stört es?? Genau, niemanden.
    Keins von meinen 5 Kindern musste alleine einschlafen, der kleinste mit seinen 3,5Jahren muss es auch nicht… selbstverständlich schläft er im grossem Bett bei mir… Wo sonst?? 🙂

    Finde es einfach nur traurig, dass diese Eltern in dem Film und so viele andere so wenig vertrauen in ihren Bauchgefühl und in die Natur haben…traurig für die Kinder. Ob es um Schlaf, Essen oder was auch immer geht…

    Lieber Herr Renz-Polster, ich danke Ihnen, dass Sie für uns alle kämpfen, sich nicht mundtod machen lassen und eine Stellung beziehen. Ich wünsche Ihnen viel viel Kraft und alles gute!!!! Wir brauchen mehr so mutige Menschen wie Sie! Danke!!

    Janka & ihre chaos Bande

  • Astrid Egger

    Chapeau!!! Die Welt wäre um so viel ärmer, wenn es nicht Menschen wie Sie gäbe!, die Stellung beziehen: beherzt, klar und die Würde der Kinder (der Menschen) im Auge! Ich stehe hinter Ihnen! Danke!!!

  • Tanja Wagner

    Der Trailer reicht mir um körperliche Schmerzen zu haben. Auch ich war verzweifelt; „Jedes Kind kann schlafen lernen“. Auch bei diesem einen Versuch vor 7 Jahren hatte ich körperliche Schmerzen. Mein Kind weinen lassen? Ja, natürlich geht das mal. Aber eben nicht, wenn es Angst hat. Und heute ist mein Sohn fast 8. Immer noch haben wir das selbe Ritual: Zähne putzen, Buch lesen, kuscheln. Und auch jetzt sind noch Ängste da, die mich und mein Kind um den Schlaf bringen. Trotzdem bin ich da. Auch wenn es Kräfte raubt. Und ich bekomme bald mein 2. Kind. Auch dieser Sohn wird bei mir auf der Brust schlafen, bei mir sein, solange er das braucht. Als Mutter (und Tagesmutter) kann man sehr viel falsch machen. Nicht aber, wenn man auf die Bedürfnisse des Kindes eingeht; dann „funktioniert“ es doch eher. Ich wünsche mir, das man Kindern mit dem selben Respekt begegnet, wie Erwachsenen.

  • set

    Danke Ihnen .❤️❤️❤️

  • Svea

    Danke, Danke, Danke für Ihren Mut und das „Aufstehen“ gegen diesen Film! Es bricht einem das Herz und ich dachte wir sind in Sachen Erziehung und Therapie lääängst einen großen Schritt weiter und nicht drei zurück.

  • Susanne

    Danke und alles Gute.

  • Juliane

    Gott sei Dank!!! Gibt es Menschen wie Sie. Ich hoffe viele verzweifelte Eltern, wie wir auch, finden den Weg auf Ihre Seite und können aus Ihren Worten Mut, Kraft und Selbstvertrauen schöpfen. Danke

  • Julia

    Ich finde es unheimlich beeindruckend und sehr berührend, wie Sie sich für Kinder und Babies stark machen! Ihre Gedanken und Bücher sind für unsere kleine Familie sehr wertvoll und ich bin dankbar, dass es solche Menschen wie Sie gibt.

    Ich bin ganz schockiert und verunsichert, dass der erste Kommentar nun wieder gelöscht wurde und finde es unfassbar, dass Sie so unter Druck gesetzt werden!

    Wir wünschen Ihnen, dass Sie schnell wieder gesund werden und bedanken uns von Herzen für Ihren Mut und Ihr Engagement!

  • Silke Moach

    Ich kann meine Gedanken und Gefühle gar nicht richtig in Worte packen. Es erscheint einem so absolut realitätsfremd was da im Moment passiert.😥 Das SO ein Film im Jahre 2018 überhaupt eine Plattform erhält, werde ich nie begreifen!! Deshalb einfach ein von tiefstem Herzen kommendes DANKE!!!❤ Danke für Ihre Worte!! Hoffen wir, dass sie all jene wachrütteln, die für die Gutheissung dieser schwärzesten Pädagogik verantwortlich sind!!!🙏🍀

  • Liebling, ich blogge – jetzt

    Ich bin ihnen sehr dankbar dafür, dass sie ihr Wort ergreifen.

  • Monika Just

    Herzlichem Dank für ihren Beitrag, und gute Besserung. Leider habe ich nicht die Befugniss die Klinik zu schließen und die Ärzte wie das Personal anzuzeigen. Ich könnte vor wut heulen, die armen Kinder und das passiert in der heutigen Zeit. Unfassbar! !

  • Lena Busch

    Lieber Herbert Renz-Polster,
    von Herzen so viel Dank für die klaren Worte und den Einsatz immer wieder!
    Alles alles Liebe und wenn etwas gebraucht wird, sind wir gerne da.

  • Silke

    Sie sind der beste Kinderarzt, den ich kenne! Danke, dass Sie sich für die Kinder so sehr einsetzen! Und Danke, dass es Sie gibt!
    Von Herzen alles Gute!!

  • Mamanina

    Ich bin vor neun Jahren mit meinem Sohn wegen Neurodermitis in der Klinik gewesen und habe drei Wochen lang schlimmes erlebt und mit dem Personal diskutiert, welches die Eltern so sehr unter Druck gesetzt haben, dass sich die Eltern gegenseitig kontrolliert haben (So war das also auch im Nationalsozialismus dachte ich mir). Das alles hat mich sehr an das Milgram Experiment erinnert, in dem Menschen einer Autorität im weißen Kittel unter allen Umständen gehorchen. Als Pädagogin und angehende Kinder und Jugendlichen Therapeutin bin ich erstaunt dass das Konzept immernoch besteht und von Krankenkassen mitgetragen wird obwohl so viele Richtlinien nicht eingehalten werden.
    Erziehungsschwache Eltern werden nicht gestärkt,sondern entmündet und „systemisch“ ist diese Verhaltenskonditionierung auch nicht, auch wenn die Internetseite anderes vorgibt ( nur weil Eltern angesprochen werden).
    Ich war und bin erschüttert, aber freue mich über diese Plattform und das es noch Ärzte mit Rückrad gibt.

  • Isa

    Hallo,

    vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich bin Sozialpädagogin und Mutter und unterschreibe jedes Wort davon!

    Ich beobachte schon, dass vielen Müttern ein Mittelmaß fehlt, entweder überfordern sie sich mit den Bedürfnissen der Kinder oder es fehlt ihnen an Zugang dazu. Aber da wäre eine Auseinandersetzung darüber angebracht, gemeinsam zu überlegen, wie Mütter z.B auch gesellschaftlich entlastet werden können. Stattdessen werden billigste psychologische Tricks angewandt und als Wunderprogramm verkauft. Ich hoffe für die Kinder, dass sie später ausreichend Unterstützung haben, um diese Behandlung aufzuarbeiten. Und für die Eltern, dass sie es sich verzeihen können, wenn ihnen klar wird, was sie ihren Kindern angetan haben…

    Ihnen gute Besserung und ein klares „weiter so!“ 😉

  • Verena Asche

    Lieber Herr René-Polster,

    Ich danke Ihnen aus vollstem Herzen. Ich bin zutiefst berührt davon, dass Sie nicht weg schauen, dass Sie aufstehen und so klar Stellung beziehen. Ich bin froh darüber, dass es Kinderärzte wie Sie gibt und bedaure, dass es davon viel zu wenige gibt.

    Als meine Älteste Tochter noch ein Säugling war hat sie viele, viele Stunden tags und nachts geschrien, mein Freundeskreis hatte noch keine eigenen Kinder und es gab niemanden, der mir mein Kind kurz hätte abnehmen können, mein Mann war voll berufstätig. Abends hat er getragen, beruhigt, unserer Tochter zugehört. Ich bin des öfteren zum Arzt weil ich dachte, dass das nicht normal sei und ich meinem Kind doch irgendwie helfen muss. Ich habe Tags wie nachts getragen, Diagnose: Regulations Störung, Aussage: Jetzt überweisen wir Sie stationär, dort wird man Ihnen zeigen wie Sie ihr Kind „richtig“ beruhigen. Ich habe leider erst viel viel später begriffen, dass es mehr darum gegangen wäre mich selbst zu stärken. Nun aus der Klinik (nicht dieser hier, einer anderen) habe ich mich letztlich gegen ärztlichen Rat entlassen. Wir haben kein Schlaftrainig durchgeführt. Geräten wurde mir viel, mein Kind endlich ins Badezimmer schieben und schreien lassen, dem Kind endlich was richtiges (Baby war 5 Monate) zu essen zu geben und aufhören zu stillen usw. Usf. Von Ärzten, Familienhebamme, usw. Ich weiß noch wie ich aus dem Dschungel von schrecklichen Empfehlungen irgendwie das für uns damals bestmögliche raus zu holen ohne ferbern, durch Websiten wie dieser hier. Ich bin zutiefst dankbar, dass Sie Stellung beziehen, aufklären, informieren, dass Sie aufstehen und ich gehe bei allem was Sie hier schreiben aus vollem Herzen mit. Würden Sie hier in der Nähe praktizieren, meine beiden Töchter hätten Sie jetzt als Patientinnen sicher. Ein Kinderarzt mit Herz ❤️

  • Obsidian

    Würde jemand mit Menschen im Altersheim so umgehen, sie festhalten, mit körperlicher und psychischer Gewalt zum Essen, zum Schlafen, zu Kooperation zwingen, so würden die Angehörigen mit Recht aufschreien.
    Warum fällt es so leicht, Kindern dieses Recht auf Unversehrtheit abzusprechen? Warum kan man sie so leicht zu Feinden machen, warum läßt sich der Konflikt dieser Eltern mit ihren Kindern so leicht von anderen Menschen zu einem Krieg aufpuschen und jeder glaubts?
    Warum denken manche, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind grundsätzlich einer Klärung „Wer ist hier der Boss?“ bedarf?
    Hier muss grundlegend ein Ruck durch unsere Gesellschaft gehen.
    Ich finde es erschreckend, dass durch diesen Film heraus kam, wieviele Eltern diese Methoden befürworten. Wieviel Leid und Kummer müssen diese Eltern erfahren haben, um später mal selbst so zu werden? 🙁

  • Jennifer

    Lieber Herr Renz-Polster,

    ich bin Studentin der Sozialpädagogik und Mutter und habe den Film noch nicht gesehen, dennoch berührt mich ihre Kritik sehr und bringt mich zurück in Erinnerungen, die ich mit Kliniken machen musste. Ich erinnere mich daran, dass mein autistisches Kind in einer Klinik als Therapie erhielt, dass es in einen Time Out Raum verfrachtet wurde, wenn es mit den reizen überfordert war. Als Strafe, weil es ja sonst nicht tragbar sei in der Tagesklinik und nach 2 Wochen raus geworfen wurde mit dem Angebot es könne in 3 Wochen zur Medikationseinstellung und damit der Time Out Raum auf Station ist Vollstationär kommen. In einem Alter, wo ich gesetzlich noch mit in die Klinik dürfte sie das aber nicht anboten auf Grund des Platzes. Ich lehnte es damals ab. Daraufhin wurde mir elterliche Überfürsorge (weil ich Hoppe Reiter in der Tagesklinik mit einem 6 jährigen spielte) diagnostiziert und ich sei ja eine Gefahr für das Kind. Ich blieb standhaft. Mein Kind besuchte diese Horrorklinik nie wieder. Mein Kind wurde jedoch medikamentös eingestellt und ist es auch heute noch, da es kein willenloser Zombie wurde, sondern mein Kind noch ist, es ihm aber besser geht. Einige Zeit später funktionierte mein Kind im System Schule nicht mehr. Man versuchte mich zu nötigen mein Kind vollstationär allein zu geben. Ich weigerte mich wieder und bin in eine Kinderreha mit meinem Kind gegangen. Diese Reha war ein guter Neustart für uns, weil mein Kind von der Station fliehen durfte, wenn es nicht mehr konnte und zu mir durfte. Weil mein Kind aus der Klinikschule zu mir fliehen durfte. Weil es in seinem Tempo lernen durfte anderen Erwachsenen zu vertrauen. Diese Klinik half uns beim Schulwechsel, schützte mich vor einem Irrweg. Es war eine der wenigen guten kliniken die ohne Gewalt gegenüber Kindern auskam. Zumindest auf der Rehastation. Sie hatten einen Therapiehundeazubi und einen Therapieesel. Heute geht mein Kind in seinem Tempo wieder zur Schule 14 Wochenstunden von 25. Mein Kind kommt viel gekuschelt und wird von mir noch immer mit 10 Jahren in den Schlaf begleitet. Seit einem Jahr haben wir einen Assistenzhund. Es gab Leute die sagten dies sei Schwachsinn und Spielerei. Nein, dieser Hund hat Wunder bewirkt bei uns. Mein Kind geht raus ist aufgeweckt und hat Freunde gefunden dank ihr. Mein Kind gerät nicht mehr ständig in Meltdowns und ist glücklich. Bei uns ist viel Liebe, Nähe und Verständnis da. Wir leben zusammen als Team. Es gibt keine Strafen es gibt Liebe, Verständnis und Erklärungen. Hier gibt es keine Gewalt, keine Strafen oder Sanktionen. Früher ja als ich jung war und verunsichert, aber je mehr ich über Autismus lernte, je mehr ich mein Kind verstand, desto mehr wurde ich eine ganz andere Mutter. Ich verstehe die verzweifelten Eltern, die in diese Klinik gehen. Ich verstehe, dass sie glauben dieser Irrsinn sei richtig, den ich aus den Beschreibungen von Menschen wie Ihnen raus lese, aber er ist nicht richtig. Wir mussten das lernen und auch wenn es manches nicht gut macht, aber wir haben es gelernt, dass Gewalt nie gerechtfertigt ist gegenüber Kindern. Und gerade deshalb möchte ich Ihnen von tiefen Herzen DANKE sagen, dass sie ihre fachliche Stimme nutzen! Weiter so!

  • Arlette

    Danke für die sachliche, unaufgeregte Kritik. Danke für Ihren Einsatz in dieser so wichtigen Debatte.
    Ihre Bücher begleiten unsere Familie von Anfang an, und haben uns so sehr wertvolle Hilfe geleistet – ich hoffe, Ihre Stimme wird von vielen gehört in dieser Zeit.

    Gute Besserung für Ihre Gesundheit.

  • Franziska Lenz

    Sie haben so recht mit allem, was Sie hier schreiben! Gute Besserung!

  • Catharina

    Ich liebe sie für jedes Wort, das sie dazu geschrieben haben!

  • Monika Kötting

    Vielen Dank für die klaren Worte! Es tut mir weh, dass Sie soviel Gegenwind für Ihre Position bekommen.

    Seitdem ich Kinder habe, begleiten mich ihre Bücher und Artikel. Das Buch „Schlaf gut, Baby“ hat mich sehr beeindruckt und mir wirklich gut getan.

    Danke für Ihre wertvolle Arbeit!

  • Benjamin Krause

    Für die Kinderrechte wurde 2000 das BGB angepasst, sodass es seitdem in § 1631 Abs. 2 BGB heißt:

    „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ https://www.familienrecht.net/kinderrechte/

  • Romy

    Ich danke Ihnen ebenfalls von Herzen für Ihren Kampf um Aufmerksamkeit die jedes Kind auf dieser Welt unbedingt verdient hat – insbesondere jene, denen solches Unrecht widerfährt! Niemand hat das Recht so mit Kindern umzugehen…ich hoffe sehr, dass die Menschen in dieser „Klinik“ sich eines Tages offiziell erklären müssen.

  • Katharina

    Ich bin noch immer fassungslos darüber, dass diese Diskussion tatsächlich geführt werden muss. Ich dachte Gewalt an Kindern wäre indiskutabel. Würde eine Mutter so zu Hause mit ihrem Kind umgehen, würde wegen des Verdachtes auf Kindeswohlgefährdung das Jugendamt hinzugezogen werden, um zu kontrollieren ob das psychische und seelische Wohl des Kindes in Gefahr ist. Aus fachlicher Sicht finde ich es einfach unglaublich was hier geschieht. Ich könnte heulen. Vielen Dank, dass Sie die Kraft aufbringen sich aufzulehnen gegen diesen Irrsinn und sich so für die Kinder einsetzen. Ich wünsche Ihnen von Herzen gute Besserung!

  • Stefanie Schwarze

    ❤ Danke und gute Besserung!

  • Kathi

    Und nun sind Ignoranz und Unwissenheit auch in diesem Bereich auf dem Vormarsch, obwohl es so einfach wäre sich zu informieren. Wie kann seelische und psychische Gewalt an Kindern im Kino gezeigt und von den Medien gefeiert werden… Ich bin fassungslos. Unsere Gesellschaft hat ein ernstes Problem.
    Danke Herr Renz-Polster für ihre Kraft sich aufzulehnen, sie haben meinen tiefen Respekt. Ihre Bücher haben sehr dazu beigetragen eine wunderschöne Beziehung zu meinem Kind aufzubauen, vielen Dank dafür. Gute Besserung wünsche ich Ihnen!

  • barbara

    ich habe meinen sohn 4 einhalb jahre gestillt.
    im ersten jahr bis zu 5 mal pro nacht.
    das kind quäkt kurz, anlegen, im halbschlaf stillen, rumdrehen , weiterschlafen. wo ist das problem?
    geht so einfach natürlich nur im familienbett.
    mit 3 jahren wachte er noch einmal die nacht auf zum stillen.
    mit 4 jahren stillte ich zum guten einschlafen und zum guten aufwachen, die nacht schlief er durch.
    mit 4 einhalb jahren “ vergaß“ er,morgens nach der brust zu fragen, dann vergaß er es abends. es hatte sich friedlich und stillschweigend und UNDRAMATISCH und ohne schmerz für mutter und kind einfach erledigt.
    kind stillt sich selbst ab.
    es ist so erfüllt und rund und friedlich, ich kann es nur empfehlen.
    sollte man doch durch die schlafunterbrechung mal schlafdefizite haben, dann muß eben mal der papa oder die oma ran , um einen ausgedehnten mittagschlaf für mama zu ermöglichen.

  • Kim

    Ich bin tieftraurig, dass es heute wirklich noch Menschen gibt, die solche Methoden anwenden und wirklich denken, sie seien gut für das Kind. Schon allein beim Gedanken daran, meine beiden Töchter müssten sowas mitmachen, schießen mir die Tränen in die Augen.
    Meine Große ist jetzt 4 und kommt jeden Nacht zu uns ins Bett! Es ist schön, wenn wir dann kuscheln können. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, da will sie das nicht mehr.

    Es bricht mir das Herz, wenn ich an die kleinen in stockdunklen fremden Räumen denke. Ist das nicht noch viel schlimmer als das Ferbern?! Oh Hilfe, ich hätte nie gedacht, dass ich mal schreibe, dass mir bei der Wahl zwischen der Klinik und der Ferber-Methode letztere lieber wäre! Da darf die Mutter wenigstens noch kontrolliert ins Zimmer gehen. und selbst dabei wissen wir ja heute, dass das für die Kinderseele nicht gut ist!

    Ich bin sehr froh, dass es Menschen gibt, die nicht den Mund (bzw. die Finger still) halten!

    DANKE!

  • Nicole

    Bleiben Sie unbedingt gesund!

  • Klaus

    Ich habe den Film gesehen und möchte sowohl Hern Renz-Polster als auch den allermeisten Kommentaren hier widersprechen. Ganz offenbar ist den Leuten nicht klar, dass sie hier in erster Linie einen Film über Therapie und nicht etwa Erziehung sehen, bzw. wohl eher sehen würden.

    • Janna

      Dann ist aber der Titel „Elternschule“ mehr als unglücklich gewählt…

  • Nadine Selimi

    Lieber Herr Renz-Polster,
    Herzlichen Dank für Ihre Aufrichtigkeit und Ihren Mut. Ich bin froh, dass es nich Menschen gibt, die mit Herz und Verstand handeln. Alles Liebe für Sie und Ihre Familie!
    Nadine S.

  • Johnny

    Nur die unterschiedlich umfangreichen Trailer habe ich bislang gesehen. Und ich verstehe nicht die Aufregung.
    Erziehung kann nur funktionieren, wenn die Bindung zwischen Kinde und Eltern/Lehrer/Erziehungsperson in Ordnung ist. S. Gordon Neufeld: Unsere Kinder brauchen uns. Den fürsorglich dominanten Erwachsenen und das abhängig gebundene Kind. Das hat mit „zeigen, wer der Boss ist“ nichts zu tun, sondern mit biologischen Programmierungen (instinktgesteuertem Verhalten). Nach dem Gärtnerprinzip beseitigt der Erwachsene alles, was das Kind an seiner Entwicklung behindert. Ein gesund abhängig gebundenes Kind will von sich aus brav sein, es den Eltern recht machen. Der fürsorglich dominante Erwachsene stellt die Regln auf, achtet auf deren Einhaltung und das Durchführen von Konsequenzen aufgrund von regelwidrigem Verhalten. Das darf aber niemals Entzug von Zuneigung, Liebe oder Aufmerksamkeit sein. Dann können Kinder eine hohe Frustrationstoleranz entwickeln, bleiben neugierig, lernen spielerisch und verhalten sich angemessen. Und sie lernen vor allem das Mischen von Gefühlen: Bedürfniskontrolle.
    Die meisten Eltern machen das instinktiv richtig, Kinder verzeihen Fehler grosszügig.
    Aber nicht immer. Die Folge sind Kinder, die ihr Umfeld tyrannisieren und die Eltern in die Verzweiflung treiben.
    Hier setzt doch die Elternschule an, wie ich den Trailern sehen konnte: Den Eltern wird ihr Anteil an dem Verhalten des Kindes deutlich gemacht und gezeigt, wie sie es besser machen können. Damit eben nicht das Kind in die Karriere der Schwersterziehbarkeit startet.
    Die Frage bleibt aber: wie kann das gewohnte und eingespielte Fehlverhalten von Eltern und Kind nachhaltig beendet werden? Ob die Methoden der Klinik in Gelsenkirchen passend, richtig, die einzig geeigneten sind, kann ich nicht beurteilen. Sie scheinen aber, dem Trailer nach, wirkungsvoll zu sein. Es wird ja nicht eine lieblose und emotional vernachlässigende Erziehungsmethode nach Johanna Haarer propagiert, sondern therapeutisch angesetzt, um Gewohnheiten zu verändern, Fehlprogrammierungen zu löschen. Bei einem elektronischen System würde man den Resetknopf betätigen.
    Gesellschaftlich finde ich es erschreckend, wie viel Geld für Verhaltenskorrekturen bei schwersterziehbaren udn verhaltensauffälligen Jugendlichen ausgegeben wird. Mit einem Bruchteil dieser Beträge könnte das Problem an den Wurzeln gelöst werden, indem den jungen, hilflosen, überforderten Eltern/Müttern frühzeitig Hilfestellung gegeben wird.
    Den Film werde ich mir auf jeden Fall anschauen und ich freue mich auf den Dialog.

    • Jenni R.

      Woher wissen Sie denn was in diesem Film „propagiert“ wird, wenn sie ihn noch gar nicht gesehen haben. Der einzige Unterschied zur schwarzen Pädagogik ist, dass die Kinder nicht geschlagen werden, weil sie es ja eh wieder vergessen. Sein Kind eine ganze Nacht lang alleine in einem dunklen Raum schreien zu lassen wirkt auf mich leider wenig liebevoll. Das ist doch genau das, was die Nazis früher vorgeschrieben haben: Kind 22 Uhr in’s Bett legen und erst 6 Uhr wieder reingehen. Wo ist da jetzt der Unterschied? Dass da ne Krankenschwester rein kommt und mal kurz Vitalwerte misst? Na Mensch, was ein Fortschritt. NICHT!!!!! Das hat mit liebevoller Erziehung oder Leitung absolut NICHTS zu tun. Das ist einfach nur dämlich.

      • Janna

        Auch wenn es Fehlprogrammierungen geben sollte – was rechtfertigt es, diese mutvsilchen dargestellten Methoden auf Kosten des seelischen Gesundheit wieder geradezubiegen?! Nichts, außer erwachsene Bequemlichkeit und fehlendes Einfühlungsvermögen (welches den Betreffenden in ihre eigenen Kindheit wohl auch nicht zuteil wurde, sonst würden sie heute nicht so agieren können)!!
        Bitte erstmal den Film anschauen und darauf achten, wie es sich anfühlt, diese Szenen zu sehen…was das Herz dazu sagt…

  • Gisela

    Vielen Dank für Ihr Statement! Sie sprechen mir als Mutter von 3 Kindern und Hebamme mit 30jähriger Berufserfahrung in der postpartalen Betreuung zu 100% aus der Seele.

  • Martin

    Hallo Herr Renz-Polster, ich danke für die Aufklärung, kritische Sichtweise und die unermüdliche Arbeit die Sie hier leisten. Mir als Vater von zwei Kindern läuft es eiskalt den Rücken herunter, ich finde es grausam, wenn ich lese, welche „Pädagogik“ in dieser Klinik praktiziert wird.

    Sie sprechen weiterhin an wie unkritisch unsere heutigen JournalistInnen sind und ich stimme Ihnen hier zu. Diese hätten die Chance kritische Fragen zu stellen und Praktiken zu hinterfragen. Ja ich bin sogar der Meinung, dass es ihre Pflicht ist.

    Ich wünsche weiterhin viel Kraft. Martin.

  • Ramona Bürkle

    Hallo Herr Renz-Polster,

    vielen Dank für Ihre so wichtige Meinung in dieser Sache und was Sie dafür in Kauf nehmen. So viele Leute fühlen sich durch Sie bestätigt in Ihrem gesundem Menschenverstand.
    Wir freuen uns, dass Ihre Stellungnahmen wieder online sind.

    Hier entshet gerade etwas so Wichtiges und Großes.
    Wir stehen gemeinsam für unsere Kinder auf.

    Von Herzen

    Ramona Bürkle

  • Julia H

    Ich danke Ihnen sehr für diesen Beitrag! Ich teile ihre Meinung ganz und gar!
    Kinder sollten liebevoll und respektvoll erzogen werden. Das was ich ihnen vorlebe, leben sie nach! Grenzen setzen ist dann wichtig, wenn es um Wertesysteme und Integrität geht. Es gibt ja glücklicherweise viele andere Ansätze die alternative Wege aufzeigen, wie „artgerechte“ Erziehung auch funktionieren kann. Schön dass es dazu viel Literatur, auch für junge Eltern gibt und ich mich von diesem Film nicht verunsichern lassen muss.

  • Andrea Hänsch

    Ich bin zwar keine Kinderärztin, aber doch eine Ärztin.
    Und ich danke Ihnen aus vollem Herzen, wieviel Kraft Sie einsetzen, die Sie im Moment an anderer Stelle persönlich auch gut brauchen könnten…
    Vor allem, wieviele Medien bzw. Journalisten diesen Film so unkritisch hochlobten, macht mich wirklich betroffen.
    Ich habe zugegebenerweise weder Film noch Trailer gesehen, die Beschreibungen reichen vollkommen aus um wütend und traurig zu werden. Ich möchte mich nicht mit dem Film quälen und stehe nicht in der Öffentlichkeit, sodass ich nicht das Gefühl habe den Film gesehen haben zu müssen um fundiert Stellung zu nehmen.

    Was ich mir wünschte:
    Dass Eltern untereinander ehrlicher würden.
    Wenn jeder wüsste, wieviele Kinder nicht durchschlafen, müsste der Einzelne nicht mit seinem „persönlichen Schicksal“ hadern, sondern könnte es besser akzeptieren wenn das eigene Kind nicht durchschläft.
    Und Akzeptanz von fehlendem Durchschlafen, notwendiger Schlafbegleitung, und späterem Autonomiebestreben, ist der erste Schritt der so vieles schon erleichert:
    Mein erstes Kind war ein „Schreikind“, und als ich akzeptieren konnte dass ich nichts ‚dagegen’tun konnte, und dass er reicht ‚da zu sein‘, hat das Schreien für mich seinen Schrecken verloren. Ich konnte es plötzlich einfach aushalten.
    Und so akzeptiere ich nach 3 Jahren noch immer nächtliches Erwachen, Einschlafbegleitung (nein – diese genieße ich!) und so vieles anderes.
    Weil ich – auch dank Ihrer Bücher, aber auch aus dem Austausch mit anderen ehrlichen Eltern – einfach weiß, dass das nicht nur normal, sondern tatsächlich die Regel ist.

    Wir Eltern müssen füreinander und für unsere Kinder einstehen und uns gegenseitig die Hand reichen.
    Den Mund aufmachen wenn es um den Schutz unserer aller Kinder geht.

    Danke, dass Sie mit großen Schritten vorangehen!

  • Magdalena Habrik Hebamme

    Danke Danke Danke!!

  • sonntagskind

    also nachdem was ich so lese möchte ich diesen Film gar nicht anschauen….alleine ein Säugling schreien zu lassen damit es das schlafen lernt geht gar nicht….ich habe selbst kinder und frage mich ganz ehrlich was und ob sich manche Menschen bewusst sind was eltern sein bedeutet und was sie gedacht haben, das es ein knopf zum ein und ausschalten gibt und wenn es nicht so funktioniert wie man will solche Training Methoden anzuwenden…bullshit. das sind alte Methoden und ich sehe was für emotionale Krüppel in unserer Gesellschaft herangewachsen sind und dementsprechend sich unsere Gesellschaft leider auch zum negativem entwickelt…..bin empört sollen doch die Eltern therapiert werden…..Liebe und Geborgenheit ist das was ein Kind braucht….

  • Melanie

    Danke für diesen Kommentar und hoffentlich macht er vielen Eltern Mut, so wie andere Artikel von Ihnen auch. Gute Besserung für Ihre „Flügel“.

  • Lisa Waeber

    Danke Danke Danke für Ihre klaren Worte und Danke im Namen aller Kinder….
    Ich bin den Tränen so nahe wenn dieser Film zum Thema wird, obwohl ich nur darüber gelesen habe. Sehen könnte ich ihn NIEMALS!

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen und gute Besserung!!
    Lisa 2 Kinder

  • Nathalie

    Vielen Dank für Ihre tollen Worte! Ich wohne in der Nähe der Klinik und eine Kinderärztin aus unserer Gemeinschaftspraxis hatte uns während der U6 auch zu dieser Klinik geraten, da sie es auch nicht normal fand, dass meine Tochter mit 11 Monaten noch nicht durchgeschlafen hat und ich sie noch stille. Ich habe es sofort abgelehnt, aber der Gedanke bleibt, wie viele verunsicherte Eltern ihrem Rat gefolgt sind. Das erschüttert mich sehr!

  • Antonia

    Vielen Dank für Ihren umfassenden Beitrag zu der Debatte! Alles Gute Ihnen!
    Ich hoffe, dass niemand sich ein Beispiel an dem Film nimmt. Kinder verdienen genauso respektiert zu werden, wie Erwachsene. Jeder Mensch verdient einen respektvollen Umgang.

  • Helisandur

    Vielen Dank für diesen so wertvollen Beitrag!

  • Henning

    Als Vater eines 1,5-jährigen Jungen danke ich Ihnen für die erhellenden Worte und wünschen allen Eltern und Kindern eine glückliche Zeit.

  • Jasmin

    Ich danke Ihnen sehr für Ihre Worte in beiden Kommentaren, für Ihre Bücher und ihre Courage, sich genauso wie sie es tun für die Menschlichkeit einzusetzen.

  • Holger

    Lieber Herr Renz-Polster,
    ich bin froh und dankbar, dass Sie sich so klar und eindeutig in dieser Angelegenheit äußern. Ich kann nur hoffen, dass Ihre Aussagen mit dazu beitragen, die erschreckenden Botschaften dieses Films in einen kinder- und elternfreundlichen Dialog zu transformieren. Wir brauchen heute mehr denn je Stimmen wie Ihre. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Kraft für Ihre weitere Arbeit.

  • Christina Gavric

    Als Strafverteidigerin möchte ich darauf aufmerksam machen, dass unser Rechtssystem Gewalt an Kindern ebensowenig duldet wie gegenüber Erwachsenen. Eine Zwangsernährung ist sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen nur in ganz eng umgrenzten Fällen gerechtfertigt – und dazu zählt ganz bestimmt nicht das angebliche „zum Essen erziehen wollen“. Es handelt sich hierbei ganz klar um eine nach § 223 StGB strafbare Körperverletzung. Diese wird vom Gesetzgeber definiert als „jede üble unangemessene Behandlung, die das körperliche Wohlbefinden mehr als nur unerheblich beeinträchtigt“. Dieser Tatbestand ist zweifellos erfüllt. Nun fragt sich ob die Behandlung gerechtfertigt ist und da kommt es auf die Einwilligung an: Da Kinder aber in der Regel bis zu einem gewissen Alter nicht einwilligungsfähig sind, kann die Einwilligung von den Eltern vorgenommen werden. Die Einwilligung muss sich aber erstens an dem Kindeswohl orientieren und zweitens muss die Behandlung wirklich medizinisch indiziert sein. Beides liegt hier nicht vor: Die zwangsweise Ernährung orientiert sich weder am Kindeswohl noch ist sie zur Abwendung einer akut lebensbedrohenden Situation dringend geboten. Damit liegt hier aus meiner Sicht offensichtlich eine Körperverletzung durch das Klinikpersonal vor. Warum die Filmemacher und das Klinikpersonal denken, dass für sie unsere Strafgesetze nicht gelten, ist mir ein Rätsel. Ich jedenfalls sehe meine Pflicht als Organ der Rechtspflege darin, die Vorgänge bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige zu bringen. Als Strafverteidigerin kann ich so hoffentlich meinen Beitrag zu einem angemessenen Umgang mit Kindern in unserer Gesellschaft leisten.

    • Leoni

      Vielen Dank für dieses Engagement, Frau Gavric !!!!
      Und Danke für diese klar analysierenden Worte.

  • Brigitte

    Danke für diese differenzierte Aufarbeitung und die deutlichen – jedoch IMMER sachlichen – Worte!
    In was für einer Welt leben wir eigentlich, wenn sich Menschen für ihr kritisches Hinterfragen – welches noch dazu fachlich fundiert ist – rechtfertigen müssen?!
    Ich finde es wichtig, diesen Diskurs zu führen, Methoden zur Diskussion zu stellen und Eltern darin zu bestärken, mit ihrem Kind in Beziehung zu treten. Und Sie tragen mit ihren Texten dazu bei. Danke!

  • Gabi

    Herzlichen Dank!
    Ich habe den Film nicht gesehen, nur den Trailer und der treibt mir schon die Tränen in die Augen. Ich bin Ergotherapeutin in der Psychiatrie und selber Mutter zweier Kinder.
    In meiner Arbeit habe ich naturgemäß viel mit Menschen zu tun, die Probleme mit dem Selbswert, dem Selbstbild, dem Bindungsverhalten, Ängsten und der Gefühlsregulation haben. Mit einer Patientin habe ich mal das Thema „Kriegsenkel“ aufgegriffen und wir haben uns mit dem Buch „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ befasst. Die „Elternschule“ könnte dieses Buch direkt als Vorlage genommen haben.

    Ich fürchte, uns werden die Patienten in Psychosomatik und Psychiatrie nicht ausgehen, wenn Kinder unter derartiger „Erziehung“ leiden müssen.

  • J. Lehmann

    Es ist hier schon sehr Vieles und Richtiges gesagt worden, dem ich mich – unsere gestillten und familienbettgewöhnten Mädels sind 4 Jahre und 9 Monate alt – nur anschließen kann.
    Folgendes möchte ich ergänzen:

    Ich denke, dass Eltern die eine derartige „Hilfe“ in Anspruch nehmen unglaublich verzweifelt sein müssen. Es ist daher ungemein wichtig, ihnen schnelle und zeitige Unterstützung zukommen zu lassen. Zum Einen systematisch und das möglichst niedrigschwellig. Zum Anderen indem ich selber ganz einfach situativ helfe: kann ich kurz das andere Kind nehmen oder beschäftigen, kann ich der gestressten Mutter/ dem gestressten Vater etwas freundliches sagen, kann ich eine aufgeladene Situation entschärfen usw. Nicht immer bewerten und abwerten, sondern sich empathisch zeigen und unterstützen. Nur wenn man den erschöpften Eltern beiseite steht, kann man sie (be-) stärken ihre Kinder vor solchen, die Menschenwürde verletzenden Dingen zu bewahren.

  • Lise

    Vielen Dank für Ihren Einsatz. Ich bin zutiefst erschüttert und diese Bilder lassen mich nicht los. Es lässt so tief blicken, was sind wir für eine Gesellschaft, die so gefühlskalt und brutal mit ihren Kindern umgeht? Gerade mit Kindern die ein besonderes Problem haben. Was für Jugendliche und Erwachsene werden aus solchen Kindern, die in ihrer Verzweiflung keine Hilfe bekommen.

    • Pia

      „[…] was sind wir für eine Gesellschaft, die so gefühlskalt und brutal mit ihren Kindern umgeht?“
      Aus hörigen Kindern werden hörige Untertanen. Und die lassen sich leicht lenken. Johanna Haarer lässt grüßen…

  • Aileen

    Wie immer ein fachlich hochkompetenter und menschlich sehr sympathischer Beitrag. Lassen Sie sich nicht unter kriegen! Wir gehen den Weg mit Ihnen. Der Film ist die reinste Kindeswohlgefährdung und muss gestoppt werden. Wir sind drann…kollegiale Grüße

  • Astrid

    Lieber Herr Renz-Polster,

    ich hoffe, Ihre Flügel heilen bald wieder!
    Ich danke Ihnen von Herzen für diesen und Ihre anderen Beiträge und vor allem für Ihre Bücher! Mein Baby ist auch „kein Anfängerbaby“, es hat die ersten Monate nur auf mir liegend geschlafen, alle Welt (Kinderarzt, Familie, Freunde, jeder, der meinte, ungefragt seine Meinung kundtun zu müssen) hat auf mich eingeredet, dass ich mein Baby „verziehe“, ihm sogar damit schade, weil ich ihm die Möglichkeit nehme, selbst schlafen zu lernen. Einem kleinen Baby von gerade mal drei Monaten!!! Ich habe geweint, als ich Ihr Buch gelesen habe, als ich gelesen habe, dass mit meinem Gefühl alles stimmt, dass mit meinem Baby alles stimmt, dass das normal ist. Mittlerweile ist er neun Monate alt und will immer noch in den Schlaf getragen werden, danach kann man ihn aber gut ablegen (im Elternbett) und sogar das Zimmer verlassen. Und ich? Ich muss manchmal ein Tränchen wegwischen, weil er schon so groß ist und eben nicht mehr die Nacht auf meiner Brust verbringen will. Ich hoffe, er bleibt wenigstens noch ein Weilchen bei mir im Bett und will nicht zu schnell ausziehen.
    Es tut mir als unbeteiligter Erwachsener in der Seele weh, den Trailer für diesen schrecklichen Film zu sehen, was muss das erst mit den kleinen Kinderseelen machen? Ich bin kein Arzt und das sind auch nicht meine Kinder, aber bei diesen Bildern wünsche ich mir nur, die Kinder sofort in den Arm nehmen und trösten zu können. Wie kann man nur in der Situation dastehen und diese kindliche Verzweiflung so kalt betrachten? Man soll andern Menschen nichts Böses wünschen, aber diesen Ärzten und Krankenschwestern würde ich alles Schlechte der Welt gönnen, das sind doch Monster! Wie kann man nur behaupten, sie würden den Kindern oder deren Eltern helfen?

  • Jenni

    Hallo an alle. Ich bin leider etwas verwirrt. Ich habe den Film nicht gesehen…ich traue es mir ehrlich gesagt nicht ihn zu gucken und mag dafür kein Geld ausgeben.

    Jetzt lese ich aber gerade Kommentare unter dem Trailer des Films auf YouTube und dort behaupten Menschen, dass man die, wie von Herrn Dr. Renz-Polster beschriebenen Szenen im Film gar nicht sieht. Man würde nicht sehen wie ein Kind zum essen gezwungen wird und auch das nächtliche schreien lassen würde nicht vorkommen. Was stimmt denn jetzt? Diese Szenen kann sich doch niemand ausdenken?

  • Itta Schmidt

    Danke, für ihre Worte. Ich wünsche ihnen wieder Flügel, Menschen wie sie bereichern unser Denken. Ich werde viel Kraft brauchen, aber ich werde den Film schauen. Schon um in Diskussionen gut argumentieren zu können im Sinne einer Pädagogik die Beziehung als Chance für Entwicklung sieht, gerade in dieser Zeit. Es gibt für mich genug solcher Momente die mich jeden Tag erkennen lassen wie gut und manchmal schwer Beziehungsgestaltung sein kann und wie hilfreich sie für uns alle ist. Für die, die konsequent in Beziehung gehen. Glückliche Momente gibt es dann auf beiden Seiten.

  • Sandra Hauser

    Vielen Dank für diesen Artikel! Ich bin geschockt und empört. Da muss man doch irgendetwas dagegen unternehmen können.

  • Ursula

    Zum ersten habe ich den Eindruck, dass es doch verschiedene Trailer gibt, auf die sich bezogen wird. Ich habe einen zweiten längeren über die Mediathek gefunden. Im kürzeren sah ich nämlich kein Kind, das zwangsgefüttert wurde, nur eines, das Essen erbrochen hat. Ich stimme Herrn Dr. Renz-Polster bereits jetzt – nach Ansicht der Trailer – zu: Man sieht Kinder in Not, Eltern in Not. Die SZ hat mich mit ihrer Filmbewertung: „Ein Muss für Eltern“ vorab neugierig, aber auch kritisch gestimmt: Schrieb sie doch, dass es sich bei der Klinik um die oder eine letzte Behandlungsform handelt, nachdem Eltern und Kinder viele andere Anlaufstellen angesteuert bzw. ausprobiert hatten. Warum sollen alle Eltern einen Film über „Ausnahmefamilien“ ansehen, warum sollten alle Eltern sich ansehen, was möglich ist? Das führt ja wohl eher zu Abschreckung, sich überhaupt auf Kinder und Familie einzulassen.
    Es geht ja bei der Einschätzung von Gefährdungslagen für Kinder/Familien nicht nur darum, was passiert, welche Ereignisse vorkommen, sondern auch, wie oft, in welcher Intensität, um beurteilen zu können, welcher Handlungsbedarf notwendig ist. Konkret: Jetzt Kind „trotzt“ mal, jedes Elternteil vergreift sich mal im Ton, hört mal nicht richtig zu oder hin oder wählt eine falsche Strategie im Umgang mit den Kindern; darauf haben ja viele der Kommentierenden schon selbstkritisch hingewiesen. Diese Vorfälle münden aber überwiegend nicht darin, dass man einen Erziehungshilfenmarathon angeht und am Ende in einer Klinikabteilung wie der in Gelsenkirchen ankommt.
    In beiden Trailern ist die Mutter zu hören, die sagt, so kann es nicht weitergehen, sonst muss sie ihr Kind in ein Heim geben. Hier höre und sehe ich Leidensdruck. Und Zeitnot, bevor es aufgrund des Leidensdrucks zu einer Eskalation kommt. Und ich denke, das ist der entscheidende Punkt für diese Art der Intervention, die von vielen Kommentierenden als unmenschlich, grausam, den Menschenrechten und dem Grundrecht widersprechend angesehen wird. In Deutschland ist die Herausnahme von Kindern aus ihren Familien das letzte Mittel. Psychologisch, pädagogisch ansetzend: Was ist traumatisierender? Der Verbleib nach einer Intervention wie in der Klinik in der Herkunftsfamilie oder die Übergabe des Kindes in ein Heim bzw. zu Pflegeeltern? Kommentierende mit Erfahrung in der Klinik Gelsenkirchen schreiben, sie haben nicht alles aus der Klinik übernommen – hier höre ich ein neu eingegangenes Bündnis elternseits mit ihrem Kind heraus. Und das ist etwas Gutes: Wo zuvor Leidensdruck, Überforderung, Aversion gegen die Situation mit dem Kind, vielleicht sogar vom Kind verspürt als Aversion gegen sich selbst, war, ist ein neuer und besserer Umgang miteinander gewachsen. Und das in einer Zeit von drei Wochen. Auch das muss man sich noch einmal vor Augen führen. Andere Hilfen sind auf Wochen und Monate angelegt und führen schrittweise zu Verhaltensänderungen und Verbesserung der Situation. Das ist für die Familien in dem Film wohl nicht mehr zu leisten. Die Dokumentation zeigt ja nicht, was vorher schon war. 
    Und auch hier stimme ich wieder Herrn Dr. Renz-Polster absolut zu: Zu diskutieren ist, warum es überhaupt soweit kommt, dass man solche Einrichtungen braucht. 

    Nun war ich also im Film. Ich fand ihn sehr unaufgeregt, ich sah kompetentes engagiertes Fachpersonal, das die Eltern sprachlich abholte, korrekt und zugewandt mit Eltern und Kindern umging, Theorie auf eine ihnen verständliche und die individuelle Praxis herunterbrach. Sätze aus dem Zusammenhang gerissen, hören sich nicht immer richtig an für Außenstehende. Ich sah Familien, meist Mütter und Kinder, die sich quälten bzw. Qualen ausstanden. Über die Vorgeschichten habe ich nichts erfahren, das ist auch gut so, so wurde die Privatsphäre gewahrt.  Die SZ kritisiere ich gerne immer noch für das Statement, alle Eltern sollten diesen Film sehen. Ich habe dem Film keine Lehr- oder Lerngrundsätze entnommen, die meine pädagogische Praxis in Beruf und Familie verbessern. Und um Verständnis und Mitleid mit Familien zu haben, deren Odyssee auf der Suche nach einem guten (oder dem „richtigen“) Umgang miteinander in einer solchen Klinik endet, brauche ich diesen Film nicht. Eine Zensur halte ich allerdings auch für überhaupt nicht angemessen. Wir sollten unser Augenmerk als Gesellschaft darauf legen, wie die Hilfesysteme, die für andere Fälle ausreichend sind, erweitert werden können, um Familien wie den im Film gezeigten eine dreiwöchige Einweisung in eine Klinik – als Mittel ziemlich letzter Wahl – ersparen zu können. Mein Respekt an das Fachpersonal und die Familien, die sich von der Kamera begleiten ließen. 

  • Vela

    Ich, noch selbst ein ‚Kind‘, finde diese Erziehungsmethode grässlich, man sollte Kinder doch mit gleich viel Respekt behandeln wie andere auch.
    Cry it out bringt meiner Meinung nach nichts außer psychische Schäden, Liebe und Geborgenheit sind der Schlüssel zu guter Erziehung.
    Ich hab selbst noch keine Kinder und werde auch noch lange keine haben, jedoch hat man doch eine intuitive Entscheidungsgabe, die ,zumindest bei mir, meistens auch funktioniert

  • M.A.

    Nachdem ich den Film nun gesehen habe, bin ich der Meinung, dass Sie, lieber Herr Renz-Polster, sich mit Ihren Kommentaren bemerkenswert sachlich, ja fast schon zurückhaltend geäußert haben. In Anbetracht der Härte und Grausamkeit der gezeigten Bilder frage ich mich ernsthaft, wohin die menschlichen Empfindungen der Zuschauer*innen entschwunden sind, die den Film als „gelungen, einfühlsam, respektvoll“ oder was auch immer bezeichnen – oder gar im Kino gelacht haben.
    Es wurde ein zweijähriger, verzweifelt nach seiner Mutter rufender Junge von einer Krankenschwester zwischen den Beinen eingeklemmt und im Schwitzkasten gehalten, um ihn zum essen zu zwingen, während keine Bezugsperson des Kindes anwesend sein durfte. Der gleiche Junge wurde – wie auch andere Kleinkinder – von zwei ihm fremden Personen nackt auf einer Arztliege festgehalten, auch hier musste die Mutter mehrere Meter Abstand halten und durften keinen Kontakt zu ihrem Kind aufnehmen.
    Ein ca. fünfjähriges Mädchen wurde von Herrn Langer zum Laufen gedrängt bzw. an der Hand mitgezogen, obwohl sie weinte und mehrfach sagte, dass sie das nicht wolle. Seine Antwort bestand sinngemäß darin, dass ihr Wille jetzt keine Bedeutung habe. Ich frage mich: Was wird sie tun, wenn ein anderer ihr nur flüchtig bekannter Mann sie einmal irgendwo hinzieht?
    Mehrere Kinder mussten schweigend mit zwei vollkommen emotionslos (besser: gefühlskalt) dreinschauenden Klinikmitarbeiterinnen in einem mit Turnmatten ausgelegten Raum für eine vorgeschriebene Zeit auf dem Boden sitzen. Bewegte ein Junge sein Bein unruhig, wurde er mahnend festgehalten.
    Von der Methode des „cry it out“ wurde hier schon eingehend berichtet.
    Der Grundton des Films war: „Das Kind ist ein Egoist. Es darf nicht der Chef sein. Es darf seine Waffen (ja, richtig: wortwörtlich Waffen) nicht einsetzen, um die Eltern zu manipulieren.“
    Ich sah absolut liebenswerte junge Menschen, die NORMAL und GESUND auf ein krankes, nicht im geringsten liebevolles Umfeld reagiert haben, und dafür bestraft, gedemütigt, ausgelacht wurden. Wichtigstes Gebot der „Therapie“ schien die Trennung der (verzweifelten, verunsicherten) Kinder von ihren (verzweifelten, verunsicherten) Eltern zu sein. NICHT die Rückführung in eine stabile, Sicherheit gebende Beziehung.
    Ein Wort noch zum Schluss: Kinder, denen Gewalt angetan wird, versuchen irgendwann, die Täter zu besänftigen, indem sie tun, was von ihnen erwartet wird. Sei es zu essen (das Essen zu loben), lieb und brav zu sein oder einfach nicht mehr „nein“ zu sagen.

  • Susanne

    Ich danke Ihnen von Herzen, dass Sie Ihre (so gewichtige) Stimme in dieser Sache erheben. Was ich dort sehe und über den Film mitbekomme erschüttert mich zutiefst. Die positive Darstellung des Films in der Öffentlichkeit lässt mich fassungslos zurück. Bitte lassen Sie sich nicht unterkriegen, wir brauchen Sie ganz dringend!

  • Nika

    Liebe und Kraft an Dich und deine hübsche Familie.

  • Katja

    Lieber Herr Renz-Polster, herzlichen Dank für Ihre unermüdliche, wertvolle und wunderbare Arbeit! Würden sich alle (werdenden) Eltern Ihre Bücher (gerne auch die von Alfie Kohn, wenn ich das hier schreiben darf) und Ihre Beiträge zu Herzen nehmen, lebten wir in einer besseren Welt. Alles Gute, auf dass die Flügel bald wieder wohlauf sind!

  • Cornelia

    „Es hat keinen Sinn, Kinder zu erziehen. Sie machen sowieso alles nach!“
    Und Frage an die, die den Film gut finden: Möchten Sie so behandelt werden?
    Danke, Herr Dr. Renz-Polster, und alles Gute und viel Kraft!

  • Itti

    Ich finde alle Kritiker sollten diese Internetseite lesen.

    Ich habe den Film gesehen. Er ist bestimmt für viele Eltern sehr grenzwertig aber:
    man sollte bedenken, das Eltern nach Gelsenkirchen gehen wenn sie nicht mehr alleine weiter wissen. Viele regen sich auf was den Kindern „angetan“ wird. Ich empfinde Gelsenkirchen als Hilfe für Familien um wieder ein normales Leben mit ihren Kindern leben zu können. Kinder brauchen Grenzen und einen Rahmen um sich sicher zu fühlen und sich entwickeln zu können. Sie brauchen Eltern die Nein sagen können und Ihnen zeigen können bis wohin sie gehen dürfen….Wenn das verpasst worden ist, ist es nun mal auch wieder schwieriger einen normalen Umgang hinzubekommen. Was würdet ihr tun, wenn euer Kind nichts mehr isst außer Nutella und Chicken Wings? Was würdet ihr tun wenn euer Kind nachts nur zwei Stunden schläft? Es geht um Situationen die Keiner von euch kennt. So habe ich das zumindest nirgendwo bei euch gelesen. Es geht um Kinder die wirklich hungern wenn sie das was sie wollen nicht bekommen und zwar über Tage, Es geht um Kinder, die nachts nicht schlafen obwohl die Eltern mit im Bett liegen und alles für ihr Kind tun damit es vielleicht einschläft….Klar ist der Fehler schon vorher entstanden und klar reagieren Kinder auf das was die Eltern spiegeln aber wenn da was extrem schief gelaufen ist,(obwohl die Eltern nur das Beste für ihr Kind wollten) muss sich was ändern und Gelsenkirchen hilft diesen Eltern dabei. Der Film ist ein Ausschnitt. Drei Wochen sind Eltern in der Regel dort. Ich würde mir nicht anmaßen über ein Programm zu urteilen dass ich nicht von hinten bis vorne kenne. Ich habe in diesem Film kein Kind gesehen das im Schwitzkasten ist oder zwangsgefüttert wird oder die ganze Nacht alleine in einem Raum eingesperrt ist und niemand kümmert sich darum….Ich will nicht wissen, was alles in „normalen“ Familien so läuft, von der Ohrfeige, die noch keinem geschadet hätte über verbale oder seelische Gewalt, die Kinder einstecken müssen aus Unwissenheit der Eltern….Da ist mir das Gelsenkirchener Konzept lieber und ich finde es mutig und gut, dass die Klinik sich filmen lies und alles offen zeigt.

    • Herbert Renz-Polster

      Danke, alles ist bedenkenswert:
      … Sie schreiben: „Kinder brauchen Grenzen und einen Rahmen um sich sicher zu fühlen und sich entwickeln zu können….“ Kann man so sehen, an erster Stelle hätte ich was anderes genannt: Kinder brauchen Eltern, die menschenfreundlich mit ihnen leben. Manchen fallen dazu als erstes die „Grenzen“ ein und das „Nein“, anderen fällt ein, dass Kinder bei ihren Eltern vor allem Schutz und Heimat suchen.
      … und auch diese Fähigkeit der Eltern lässt sich unterstützen, eine klinische mehrwöchige gemeinsame Therapie wäre eine große Chance dazu …
      … wollen Sie mitdenken, wie man weiter kommen könnte – ich habe Ansätze genannt.
      Lg
      HRP

    • M.A.

      Ich finde es interssant, dass Sie kein Kind im Schwitzkasten sahen. Vielleicht muss ein Schwitzkasten ja per Definition zur Erstickung führen, ich weiß es nicht. Aber wie würden Sie es nennen, was die körperlich eindeutig überlegene Klinikmitarbeiterin mit dem 2jährigen, nach seiner Mama rufenden Jungen auf ihrem Schoß tat und ihm dabei immer wieder den Löffel vor das Gesicht schob? Als er sich nicht beruhigen konnte, setzte sie sich mit ihm auf den Boden, klemmte ihn zwischen ihren Beinen ein und presste seinen Kopf gegen ihre Brust. Und nein, das war KEINE liebevolle Situation! Kurze Zeit später hat eben diese Frau im Mitarbeitergespräch berichtet, sie habe dem Jungen „im Kampf“ 5 Löffel gefüttert, Ich kann einfach nicht begreifen, wie man die Gewalt dieser Szene nicht erkennen kann!!

  • Dr. Inga Bodenburg, Fachbuchautorin, Dipl. Psych.

    Guten Abend, Herr Dr. Renz-Polster,

    nachdem ich fassungs- und ratlos den Trailer geschlossen hatte, las ich Ihre ausführliche Stellungnahme und möchte mich dafür eindringlich und nachhaltig bedanken. Mit Ihrer differenzierten Auseinandersetzung haben Sie einem längst überfälligen Diskurs angestoßen, und ich hoffe, dass viele sich beteiligen werden. Es ist mir absolut unerklärlich, wie sich längst überkommene Erziehungsvorstellungen a`la Johanna Haarer, „Babyschule“ und „Festhaltetherapie“ wieder so breit machen und noch dazu eine gläubige Anhängerschaft heranzüchten können! Es kann nur an einer absolut unzureichenden Qualifikation der Projektleiter/innen liegen, die ihre rudimentären pädagogisch- psychologischen Erkenntnisse offenbar charismatisch, dogmatisch und in Abwesenheit von Empathie den Eltern zu oktroyieren versuchen. Seit Jahrzehnten ist es doch klar, dass Lernen nur über Bindung, Beziehung und verlässliche, emotional begründetete Orientierung erfolgt, dass überholte Muster der Verhaltens- und Kognitionstherapie längst ad acte gelegt wurden, und dennoch können sich die „neuen“ (überkommenen) Doktrinen und das alte labeling unreflektiert ausbreiten? Ich fürchte, das ist nur möglich auf dem Hintergrund einer grundlegenden gesellschaftlichen Umorientierung, die mir Angst macht und Grausen verursacht. Und ich glaube, dass nur die audiovisuellen Medien ein Umdenken in Gang setzen könnten, wenn sie wollten. Stattdessen wird das Thema „kindliche Bedürfnise, Kinderrechte“ auf allewn Kanälen totgeschwiegen. Statt der allnachmittäglichen, eintönigen Filme über gefangene Zootiere sollte es in der besten Sendezeit für Eltern dokumentierte Einblicke in Situationen des Zusammenseins von Erwachsenen und Kindern geben, die modellhaft zeigen, wie es mit Kreativität und Humor ohne Gewalt, Machtkämpfe und und Demütigung gelingen kann, auch schwierige Aspekte im Zusammenleben zu gestalten und zu entflechten. Aber diesesucht man überall vergebens – als ob Kinder der Beachtung nicht wert und aus dem Denken der Erwachsenen ausgeklammert würden. Stattdessen sind der Entzug notwendiger Entwicklungsanreize, Schnuller in jeder Konfliktlage, Pucken und Stillmachen mit medialer Berieselung die hilflosen Versuche Erwachsener, der kraftvollen und kreativen Energie der Kinder, ihrem unstillbaren Lern- und Erfahrungsbedürfnis über alle Sinne zu begegnen.
    Ich wünsche Ihnen viel Energie und Freude für Ihren Weg, lassen Sie sich nicht beirren, und wenn ich helfen kann, gerne.

  • Ulrich

    Vielen Dank für ihre engagierten und fundierten Arbeit!

    Ein System (Familie) entwickelt man weiter oder stärkt man indem man den eigenen Beitrag verändert oder verbessert.
    nicht dadurch, dass man vom Anderen (Kind) verlangt oder es mit Gewalt zwingt sich gefälligst anzupassen.

    Die Kinder agieren nur aus was ihnen vorgelebt wird.
    Das können auch geheime Traumata von Eltern sein die selbst Gewalterfahrungen machen mussten.

  • Hagen Kosock

    Kurzum ich kann nur sagen, genau so sollte man sich damit auseinander setzen und finde es richtig wie sehr damit auch für die Einhaltung der Rechte von Kindern und Eltern. Danke für die eingesetzte Kraft und ich hoffe alle Eltern haben die Kraft und Zeit sich kritisch damit auseinander zu setzen.
    Mir kamen die Tränen beim Lesen der Ihrer Kommentare / Auseinandersetzung mit dem Film, weil es mich persönlich ebenso schockt was dort als richtige Erziehung angepriesen wird und kann nur aus persönlicher Erfahrungen sagen: es lohnt sich den schweren Weg der gewaltfreien Erziehung (und das schließt emotionale Gewalt mit ein) zu gehen und bin froh über jeden der entsprechende Denkanstöße verbreitet. Egal ob öffentlich oder persönlich / privat.
    Ich möchte Sie mit dem Kommentar unterstützen, dass Sie weiter dafür eintreten, damit so viele wie möglich das skizzierte alte und sehr erschreckende Kinderbild hinter sich lassen und Kinder die Geborgenheit erfahren die benötigten um glücklich aufzuwachsen.
    Danke!

  • Colin‘s Mom

    Danke für Ihre Worte.
    Ich wünschte unser Kinderarzt würde wie Sie denken. Leider würde er sehr gut in diese Elternschule passen. Es ist überhaupt nicht leicht einen guten Kinderarzt zu finden und ich denke es gibt sehr viele die Eltern verunsichern statt Ihnen zu helfen.
    Den Film habe ich nicht gesehen. Werde ich auch nicht. Der Trailler hat mir völlig gereicht um zu wissen mit welchen Methoden die da arbeiten. Grauenvoll das man sowas Therapie nennt.

  • Rosmarie

    Sooo gut und wichtig, dass Sie für die Kinder dieser Welt Ihre Stimme erheben! Bitte lassen Sie nicht nach darin! Sie haben tolle Bücher geschrieben und jedes Wort darin spricht von der Liebe für die Kinder, die doch unser größter Schatz und unsere Zukunft sind! Wer Harlow und Bowlby kennt, sollte wissen, WIE wichtig Bindung und Urvertrauen in unserer Welt sind… DANKE für Ihre Beiträge und bitte machen Sie weiter! Alles Gute für Sie und Ihre Familie!

  • Andrea Weyer

    Schaut man sich an, was die Filmemacher bewegt hat, diesen Film zu drehen, so heißt es da: „Wie gehen wir richtig mit unseren Kindern um – und mit uns selbst? Wie „ticken“ Kinder? Was brauchen sie von uns Erwachsenen – und was nicht?“
    Um herauszufinden, wie Kinder ticken, geht man in eine KLINIK? Das ist doch schon vom Ansatz her völlig verdreht.
    Bei uns im Kinderschutzbund melden sich viele Eltern, die den Inhalt des Films schrecklich finden, und das macht Mut.

  • Anja

    Vielen Dank für ihre Beiträge zu dieser Thematik. Sie sprechen mir aus der Seele. Beste Grüße

  • Rena K.

    Ich arbeite schon lange im Bereich frühe Hilfen in NRW
    und danke Ihnen für ihr Engagement.
    Die Methoden der Klinik waren auch schon früher umstritten

  • Jane

    Danke an Sie, Herr Renz-Polster für die Beiträge. Und an dieser Stelle Dank an den Berliner Facharzt der Neonatologie, der mir, 5 Jahre vor der Geburt unseres wunderbaren sog. high need Babys, vom Laufband nebenan in der Reha ausführlich erklärte, was ein Säugling bei der „cry-out-Methode“ für Qualen durchlebt und welche Gehirnschädigungen entstehen. Schwiegermutters Geschenk „Jedes Kind kann schlafen lernen“ gab‘s postwendend zurück und in den härtesten Nächten habe ich immer an das Laufbandgespräch gedacht.
    Gut, dass Sie hier allen Eltern Mut machen, sich gegen vermeintlich qualifizierte Methoden zu stellen – egal wer sie nun anwendet.

  • Meike

    Vielen, vielen Dank für Ihre Kommentare. Allein das Wort „Verhaltenstraining“ lässt mich schaudern. Mein eigenes „Schlaftraining“ erfolgte mit der Kochlöffelmethode. Selbst bindungsgestört hoffe ich darauf, bei meiner drei Monate alten Tochter einfach nichts kaputt zu machen. Verbessern kann ich eh nichts, denn sie ist wunderbar wie sie ist. Unglaublich, dass ich sie auf ihrem Weg begleiten darf. Nachts schläft sie in ihrem Bett neben unserem. Und tagsüber, wenn sie müde wird, schläft sie in meinen Armen, denn genau da gehört sie hin. Was könnte für uns beide schöner sein?

  • Friederike Brookland

    „Dankeschön für Ihren Einsatz.“ Das sehe ich genauso. Danke für einen zweiten Blogartikel, danke für die Stellungnahme, danke für die klaren Worte. Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

  • Christine Schönenberger

    Ich bin 60 Jahre alt war 35 Jahre Kindergärtnerin und habe 2 erwachse Töchter. Außer den Trailer habe ich den Film leider noch nicht gesehen. Was ich von Jesper gelernt habe ist, dass nicht Kinder für ihr Verhalten verantwortlich sind sondern die Eltern. Nicht das Kind braucht Hilfe sondern die Eltern in ihrem Fehlverhalten. Ich kann mir nicht vorstellen dass nach dem Klinkaufenthalt eine emotionale Bindung noch besteht. Das Kind muss sich doch verraten fühlen. Jeder vernünftige empfindsame Mensch kann diese Methoden nur als grausam erleben. Wie sieht die Zukunft für solche Kinder aus. Ich finde es ausgesprochen schlimm dass man der Öffentlichkeit der Meinung ist diese Methoden könnten unseren Kindern wirklich helfen. Ich bin so froh dass ich meine und meine Kindergartenkinder mit Herz und Verstand in ihrem Leben begleitet habe.

  • Christine Schönenberger

    Ich bin 60 Jahre alt habe 2 erwachsene Töchter und war 35 Jahre Kindergärtnerin. Den Flim außer den Trailer habe ich nicht gesehen. Von Jesper Juul habe ich gelernt dass die Eltern für das Verhalten der Kinder verantwortlich sind. Kein Kind kommt als Tyrann auf die Welt. Kinder reagieren auf unser Verhalten und versuchen mit ihren Eltern in Verbindung zu kommen. Nicht die Kinder brauchen Hilfe sondern die Eltern. Sprich SIE müssen therapiert werden. Wie kann ein feinfühliger Mensch diese Methoden nur aushalten. Ich hätte das als Mutter nicht übers Herz gebracht. Nach so einem Klinkaufenthalt ist doch die Bindung zerstört. Das Kind muss sich doch verraten fühlen und wie sieht die Zukunft für solche Kinder aus. Kleine Duckmäuschen die zu allem ja und Amen sagen. Ich bin froh dass ich meine und meine Kindergartenkinder mit Herz und Verstand in ihrem Leben begleitet habe.

  • Tina

    ✨DANKE✨DANKE✨DANKE✨
    Mein kleiner Schatz ist jetzt 1 Jahr… gefühlte 100 mal hörte ich in dieser Zeit „die muss man auch mal schreien lassen“ „gewöhnt ihn nicht an bei euch zu schlafen“ „wenn du ihn stillst, nimmt er die Flasche nicht mehr“ und und und … ich bin wirklich noch immer so enttäuscht von all diesen Kommentaren, die nicht mal aufhören, wenn man erklärt, dass es nicht richtig ist. Das Thema ist ständig präsent und jetzt kommt doch nicht allen ernstes so ein Sch***Film in die Kinos, der solchen Leuten, mit solchen Aussagen bekräftigt. 😢Ich bin echt erschüttert. Ich habe den Film nicht gesehen und werde mir nicht mal den Trailer ansehen, weil es mir das Herz zerreißen würde. ABER, ich bin froh, dass es solche Menschen, wie Sie gibt, die es besser wissen und für uns alle(die auf die Bedürfnisse unserer Mitmenschen eingehen, egal ob klein oder groß) das Wort ergreifen. Vielen Dank, für Ihre Beiträge, ich hoffe, dass sie ganz viele Menschen erreichen. Ich wünsche Ihnen und Ihrer wundervollen Familie alles Gute.
    PS: Machen Sie doch mal einen Film, am besten mit Gerald Hüther🙂

  • Carolin

    Mich macht der Film unglaublich traurig und wütend. Mein Sohn ist 3,5 und ist weit davon entfernt allein einzuschlafen. Wir kuscheln jeden Abend, momentan schläft er recht schnell ein aber wir hatten immer wieder Phasen wo es bis zu einer Stunde gedauert hat und ja das ist anstrengend.
    Essen war auch lange Zeit schwierig und es gibt noch einige andere Themen die einen manchmal an die eigenen Grenzen führen.

    Aber für mich ist absolut unverständlich wie man allen ernstes solche Methoden wie im Film vertreten kann.

    Jedenfalls bin ich sehr froh zu sehen das es doch immer mehr kritische Stimmen zu dem Film gibt.

    • Elke

      Solche Situationen kennt wahrscheinlich jede Mutter.Habe es mit meinen Kindern auch erlebt.Diese Einschlafrituale habe ich bei meinen Kindern auch lange durchgeführt.Sie waren in der Grundschule als sie das nicht mehr wollten.Alle Eltern kommen bei der Eziehung hin und wieder an ihre Grenzen aber das rechtfertigt so eine Menschenunwürdige Behandlung nicht.Selbst wenn diese Kinder schwere Verhaltensauffälligkeiten zeigen(was ich bei Kleinkinder und Säuglingen nicht begreifen kann)gehören solche Methoden verboten.Mich macht dieser Film auch sehr wütend.

  • Adelheid

    Danke, dass sie sich so engagiert für die Schwächsten und Verletzlichsten unserer Gesellschaft einsetzen!

  • Magarethe

    Wenn es die Eltern verreißen leiden die Kinder. So ist es leider. Also ist diese Art der „Therapie“ wohl eher eine Therapie für die Eltern, und eine Rettung / Heilung für die Kinder .!?

  • Elke

    Danke für ihren Beitrag.Habe mir den Film angeschaut und bin geschockt.Schrecklich,was diesen Kindern angetan wurde.

  • Jana

    Herzlichen Dank an alle für die tollen Beiträge und natürlich Ihnen, Herr Dr. Renz-Polster für die bitter nötigen Betrachtungen zu diesem undifferenzierten Film.
    Habe ich mir den Film angeschaut? NEIN! Schon der Trailer hat mir körperlich Schmerzen bereitet, ich hätte mir so ein Leid nie über mehrere Minuten anschauen können.
    Ich denke, niemand verurteilt die verzweifelten Eltern, die sich nicht mehr anders zu helfen wussten, als diese „Methoden“ anzunehmen. Sie tun mir ehrlich leid.
    Ich sitze hier als eine Mama von 3 Kindern, wobei der Jüngste (langzeitgestillt wie seine 2 Geschwister) 9 Jahre alt ist, der Älteste ist schon volljährig. War ich manchmal körperlich an oder über meine Grenzen gekommen? Ja, natürlich! War ich manchmal seelisch und nervlich an oder über meine Grenzen gekommen? Ja, auch das!
    Ich habe mir dabei aber immer bewusst gemacht, dass ICH der Erwachsene und Reifere bin und die Kinder dies oder jenes (nicht) tun, weil sie der Boss sein wollten oder mich ärgern möchten! Es ist meine Aufgabe als Mama (und natürlich auch Afgabe des Papas!), Bedürfnisse zu erkennen und im Säuglings- und Keinstkindalter umgehend zu „stillen“ und mit zunehmenden Alter der Kinder die Frustrationsschwelle ausbauen zu helfen. Das ist mühsam, das ist Arbeit, das kostet Nerven.. ABER es lohnt sich! Die „Arbeit“, die ich in die Kinder in jungen Jahren investiert habe, kommt tausendfach zurück. Auch wenn ich mir anhören musste, dass ich ein „Sermon“ mit meinen Kindern veranstalte, weil ich z.B. meistens ein „Nein“ erklärt habe. Nein, du kannst jetzt kein Eis haben, weil…. (usw.)
    Ich habe auf Verständnis gesetzt, ich habe mit zunehmendem Alter der Kleinen auch klar MEINE Grenzen wieder zurück erobern können. Jetzt sitze ich hier und sehe die tollen jungen Menschen, die sie sind und noch werden! Es lohnt sich immer, an der Beziehung zu arbeiten! Es lohnt sich immer, sich für Ausraster zu entschuldigen, dann schauen sich die Kinder das ab!
    Auch einem Dreijährigen kann man im Übrigen schon erklären, dass Mama jetzt mal eine Ruhepause braucht und er doch bitte in seinem Zimmer ein Hörspiel anhören soll. Das funktioniert aber nur, wenn die Eltern die Jahre zuvor SEINE Bedürfnisse wahrgenommen und gestillt haben. Mit der Gewissheit, dass seine Bedürfnisse nur kurz aufgeschoben und nicht vergessen oder gar von vornherein ignoriert werden, wird es klappen. Mal gleich, mal erst nach paar Anläufen.
    Was mir noch durch den Kopf schiesst: Es ist viel die Umwelt, die Mitmenschen sind schnell genervt von „unerzogenen“ Gören, die vielleicht auch mal nachfragen, die laut sind usw. Ich stelle da eine zunehmende Null-Toleranz Kindern und Familien gegenüber fest. Ist vielleicht nur mein Eindruck… ich stelle andererseits auch zunehmend Eltern fest, die ihr Kind als Krönung der Menschheit begreifen und das von den Mitmenschen auch verlangen. Auch das ist nicht gesund! Meiner laienhaften Meinung nach sollten Kinder nicht überhöht und nicht herablassend behandelt werden. Sie sind nicht der einzige Sinn und Zweck in meinem Leben und ich definiere mich neben der Mama auch noch in vielen verschiedenen Facetten.
    Meine Kinder sind nicht dafür verantwortlich, dass ich glücklich bin/werde. Das muss ich schon selbst in die Hand nehmen! Vielleicht hat die Werbung auch ihren Anteil? Glückliche „Rama“-Familien mit glücklich „gepamperten“ Babys. da ist kein Raum für Geschrei und durchwachte Nächte, da ist alles supidupitoll.
    Nein, Kinder geben dir nicht sofort was zurück, es IST anstrengend. Nein, Kinder sind nicht „dankbar“ oder „undankbar“, Kinder sind schlicht Kinder!
    Wir Eltern brauchen die Akzeptanz, auch mal laut äussern zu dürfen, wenn wir vom Nachwuchs genervt sind, wir brauchen verständnisvolle Blicke und kein Kopfschütteln, wenn die Kleinen einen schlechten Tag haben und an der Supermarktkasse aufdrehen. Was wir keinsfalls brauchen sind „Erziehungsmethoden“, die die Würde des Menschen verletzen!
    Dankeschön fürs Durchlesen!

  • Eckhardt Gehde

    Lieber Herr Kollege, ich danke Ihnen für diese Beiträge! Als Psychiater und Psychoanalytiker bin ich entsetzt über die pseudowissenschaftlichen Abstrusitäten, die Johanna-Harer-Nazi-Methoden, die empathielose Bösartigkeit und den sektenartigen Wahn, mit dem substanzlose Haltungen vorgetragen und Eltern eingetrichtert werden. Für mich sind diese Verfahren Kriminelle Gewalt, und ich bin engagiert dabei, mit anderen für die Abschaltung dieser neuen Colonia Dignidad zu sorgen.
    Mit Dank und herzlichem Gruß, Dr.med. Eckhardt Gehde

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