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Beratungsfrage9. April 2024

Einschlafbegleitung von Kindern in der Krippe

Ich bin als Erzieherin in einer Kinderkrippe tätig. In meiner U3 Gruppe werden 18 Monate alte Kinder sowie bis zu dreijährige betreut. Nun hat meine Chefin von einer Sozialpädagogin den Rat bekommen, die Ruhezeit unserer Kita zu überdenken. Bisher ist es so: die Kinder dürfen am Vormittag schlafen, wenn sie müde sind (und ja, das merkt man ihnen dann auch wirklich an, dass sie den Schlaf brauchen).
Aus personaltechnischen Gründen (Pausen, Kollegen machen Feierabend,…) findet Mittags dann das gemeinsame Ruhen statt (manche Kinder schlafen da, andere ruhen nur aus). Wir haben dann ein gemeinsames Ritual, bei dem eine ruhige Melodie gespielt, der Raum abgedunkelt und die Kinder liebevoll zugedeckt werden.
Zwei unserer Kinder brauchen dabei eine Einschlafbegleitung (diese brauchen sie auch zuhause, sie würden sonst auch abends nicht einschlafen). Dabei dürfen beide Kinder eine Flasche trinken, je nach Laune und eigenem Wunsch werden sie gestreichelt oder dürfen unsere Hand halten. Dies alles muss laut der Sozialpädagogin unbedingt umgestellt werden. Sie sagt: Kinder die nicht von alleine schlafen - brauchen den Schlaf nicht.

Meine Fragen sind nun: Ist eine Einschlafbegleitung wirklich nicht wünschenswert? Ist es nicht eigentlich unerlässlich, dass kleine Kinder tagsüber schlafen?

Au weia, da ist einiges zu sagen!

1.

„Kinder die nicht von alleine schlafen – brauchen den Schlaf nicht“ – das ist kompletter Unsinn. Kinder (wie auch Erwachsene) können nur dann in den Schlaf finden, wenn sie sich entspannen können. Das ist von der Natur so vorgesehen. Gibt man Kindern keine Gelegenheit sich zu entspannen, dann KÖNNEN sie nicht schlafen, auch wenn sie es eigentlich MÜSSTEN. Und gerade U3-Kinder sind für ihre Regulation in aller Regel auf einen, manche jüngeren Kinder auch noch auf zwei Tagesschläfchen angewiesen (nur wenige U3 Kinder kommen ganz ohne Tagschlaf aus, und denen tut eine Ruhephase trotzdem sehr gut).

2.

Der Weg zur Entspannung führt für Kinder im U3-Alter meistens noch über das Signal der unmittelbaren Sicherheit: hier ist alles gut, die euch vertrauten Menschen sind erreichbar, sie wachen über euch, ihr könnt deshalb schlafen. Nur in einer solchen vertrauten, sichernden Atmosphäre können die Kleinen „abschalten“. Auch die gemeinsame „Lageratmosphäre“ trägt dazu bei (Kinder schlafen in der Kita oft besser als ihre Eltern das erwarten 😉 ). Es muss dazu nicht stockdunkel sein (das war letzten Dienstag Thema), aber es darf natürlich abgedunkelt sein (ihr merkt ja selber, was für die Kinder am besten funktioniert).

3.

Zur direkten Einschlafbegleitung: Der Weg zur Entspannung beinhaltet für manche Kinder die körperlich gespürte Präsenz einer vertrauten Person. Das ist abhängig vom Alter, vom Naturell, aber auch von der Gewohnheit. Das zu ändern ist keine pädagogische Aufgabe der Kita. Diese Kinder haben genauso ein Recht auf einen Mittagschlaf wie die anderen.

4.

Ich würde der Leitung der Kita empfehlen, eine solche Meinung sowohl im Licht des Bildungsauftrags der Kita und auch der Kinderrechte zu sehen. Berücksichtigt werden sollte zudem die Funktionsfähigkeit des pädagogischen Teams.

5.

Nehmen wir als erstes den Bildungsauftrag: Müde Kinder haben es schwer sich selbst zu regulieren, sie sind dadurch oft extrem anhänglich und nicht zur selbstständigen Exploration und einem produktiven Spielverhalten fähig – kurz, sie sind nicht lernfähig. Schon aus diesem (pädagogischen) Grund muss eine Kita den U3-Kindern die realistische Möglichkeit anbieten, einen Mittagschlaf zu machen.

6.

Zu den Kinderrechten: Ausreichend Schlaf ist die Voraussetzung für Wohlbefinden, Schlafentzug dagen ist Stress (wird deshalb auch als Folter benutzt). Die Kinder kommen durch Schlafmangel in ein unphysiologisches Wachverhalten – sie können ihre Impulse dann schlechter steuern, streiten mehr und brauchen viel Co-Regulation von den ErzieherInnen.

7.

Und all das müssen dann auch die Erziehenden mit ausbaden. Zum einen die ErzieherInnen in der Kita, die es bei Kindern im Schlafentzug mit kleinen Zombies zu tun haben, als auch die Eltern. Die manchmal geweckte Hoffnung, dass Kinder durch Schlafentzug am Tag dann dafür nachts besser schlafen, ist nämlich ein Mythos. Meist geht der Schuss nach hinten los: Die Eltern haben es in den Abendstunden mit einem extrem bedürftigen Kind mit einer nur Millimeter breiten Komfortzone zu tun, und auch Nachts sind viele Kinder dann unruhiger und schlechter reguliert. Kurz, man kann die Schlafportionen nicht willkürlich vom Tag in die Nacht verschieben.

Du siehst, deine Frage hat es in sich. Und gerade deshalb wundere ich mich, wie leichtfertig hier ein offenbar funktionierendes System geändert werden soll(te), einfach weil … eine „Sozialpädagogin“ das besser checkt als ihr?

Hmmm. Also ich finde, es ist gut, wenn man sich beraten lässt. Aber das begründet ja kein Vormundschaftsverhältnis. Gut dass ihr weiter gesucht habt und überlegt, was für euch stimmig ist und was nicht! Danke dafür!

Ich habe zum Schlafen in der Kita einen Leitfaden geschrieben: Schlafen in Krippe und Kita

Gerne verweise ich auch auf unser Buch "Schlaf gut, Baby!", das ich zusammen mit Nora Imlau geschrieben habe. Darin widmen wir uns auch dem Thema Schlafen in der Kita.

Schlaf gut, Baby!

9 Kommentare

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  • Anya

    Hallo,
    Eigentlich kommentiere ich nicht gern, aber hier kann ich es mir nicht verkneifen. Bitte behaltet Eure Ruhezeiten und Ruhezeitgewohnheiten bei! Ich finde sie seeeehr kleinkindgerecht und wirklich liebevoll. In unserer Kita wird es ähnlich gehandhabt und es hat meinen Kindern, so unterschiedlich sie sind, gut getan.

    Und solch liebevolle individuelle Einschlafbegleitung bei Bedarf ist wundervoll. Wünschenswert sogar. Besonders in unserer schnelllebigen Zeit.

    Und ganz ehrlich, die meisten Erwachsenen schlafen doch auch gern neben ihren Liebsten ein. 😉

  • Pet Baumi

    Der Beitrag gefällt mir. Offensichtlich ist das, was Herr Renz- Polster hier schreibt, in Kitas unbekannt. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass heutige Kinder mit ca. 2-3h weniger Schlaf auskommen müssen als noch vor 50 bis 70 Jahren. Ich (heute 58 Jahre) war auch mal in der Kita. Da war es normal mittags auf Liegen, die aufgestellt wurden, zu schlafen oder zu ruhen. Kinder,, die gestört haben wurden herausgezogen. Eine Erzieherin hat das ganze beaufsichtigt.
    Wenn ich mir mein Umfeld heute so ansehe, oft nörglige Kinder, spät zu Bett gehend. Also wenn eine dreijährige noch zwischen 21 und 22 Uhr auf ist, dann ist es spät. Mein Sohn brauchte viel Schlaf und ist daher als Kita-Kind immer um 19 Uhr ins Bett. Mit Ritual etc. war er zumeist nach 30/45 min eingeschlafen. Auch mit Mittagsschlaf. Allerdings musste ich eine Kita suchen, die auch 3-5 jährige Schlafmöglichkeiten bietet. Da gibt es leider nicht viele, schon gar keine Städtischen. Mir wurde damals gesagt (ca. 15 Jahre her) dazu bestehe kein Erziehungsauftrag! Das fand ich unmöglich. Manche Einrichtungen waren der Ansicht, das Kind könne sich selbständig im Turnraum mit einer Matte zur Ruhe begeben. Auch das fand ich schlimm und war keine Alternative für eine Betreuung. Wir fanden dann eine Einrichtung, eine Elterninitiative, wo unser Kind eine Zeitlang mit den 1-2 Jährigen schlafen konnte und wenige Monate später dann mit den Großen (3-6 Jährigen) in einer Traumstunde eine Pause einlegen konnte. Dafür war ich dankbar. Und trotzdem war mein dreijähriger oft am Nachmittag bei Abholung gegen 16 bis 16:30 Uhr durch und oft quängelig. Schlaf und Schlafrituale für die Kleinen sind wichtig und müssen Bestandteil eines Kitakonzepts sein. Dass das nicht Bestandteiil von manch einer Erzieherausbildung ist verwundert eher nicht, da die Ausbildung zur Erzieherin das Spektrum 0 bis 18 Jahre abdeckt. Da kommt manches für 1 bis 5 Jährige zu kurz. Diese Altersgruppe hat besondere Anforderungen bzw. Bedürfnisse, die zu beachten sind. Was eine Sozialpädagogin hierzu am Wissen mitbringt, ist mir nicht bekannt. Offenbar auch eher wenig. Schade.

    • Katrin

      Hallo,
      warum Ihr Dreijähriger um 16/16:30 bei Abholung quengelig war lag wohl eher daran, dass sie Betreuungszeit viel zu lange ist.
      Ich bin Diplom-Pädagogin und beobachte das seit Jahren. Die 1-3 jährigen Kinder werden 8 Stunden täglich in die Betreuung gebracht und sind einfach nur fertig! Nach dem Mittagsschlaf fragen sie eigentlich permanent nach Mama oder Papa…herzzerreißend wie ich finde..
      Wenn Sie das Kind um 16:30 abholen und es gegen 19 Uhr schlafen geht…was haben Sie da eigentlich noch von Ihrem Kind?
      Eine Einrichtung kann und sollte auch nicht die elterliche Fürsorge, Liebe und Qualitätszeit übernehmen müssen, sondern sie stellt lediglich eine Ergänzung zur Erziehung dar.
      Herzliche Grüße!

    • Jana

      Hallo Katrin. ich finde diese Auffassung schwierig. Nicht nur von deinem Beruf als Pädagogin sondern auch als vermutlich (?) Mutter. Es stimmt, dass Kinder wenn sie so viel mit gleichaltrigen zu tun haben und soviele regeln befolgen müssen sicherlich ‚auf‘ sind. Das trifft denke ich auf jeden Menschen im normalen Alltagstrott zu. Ob es für das Kind besser ist, Zuhause mit einem vermutlich sehr gestressten und angestrengtem Elternteil alleine zu sein, wage ich doch zu bezweifeln. Wenn das Kind sicher an die Kita gebunden ist (hier haben Studien ergeben – kürzlich zitiert von Nora imlau in Bindung ohne Burnout – dass Kinder nicht nur an Betreuungspersonen gebunden sind, sondern auch an die Kita), empfindet das Kind ebenfalls Sicherheit. Hauptsache es sind Bezugspersonen da. Von daher finde ich diese Auffassung unsolidarisch, da die Anforderungen an berufstätige Elternteile praktisch ins Unermessliche gestiegen sind. Und ich persönlich habe lieber intensive Zwei oder Drei Stunden mit meinem Kind als 5 oder noch mehr wo ich zwischendurch die Wände hochgehen könnte, weil ich in der Zeit mit keinem Erwachsenen eine ununterbrochene Konversation führen konnte.
      Um einen gewissen Lebensstandard aufrecht zu erhalten ist es ja praktisch unerlässlich, dass beide Elternteile arbeiten. in vielen berufen ist eine sinnvolle Teilzeit ja kaum umzusetzen. da kommt es aus verschiedenen Gründen eben dazu, dass Kinder länger in der Kita bleiben.

      Ich fände schön, wenn du für dieses Dilemma eine Lösung anbieten könntest, statt mit dem Finger auf (vermutlich) gestresste Eltern zu zeigen.
      Es ist natürlich auch nocheinmal ein anderes Thema, dass wir als Gesellschaft von der Präsenz von Kindern völlig entwöhnt sind, das sieht man schon an den fehlenden Spielmöglichkeiten in öffentlichen Bereichen wie Cafés und Restaurants.

  • Maxi

    Die Sozialpädagogin hat keine Kinder, richtig? Mir stellen sich gerade alle nackenhaare auf-eben weil unsere Kita leider leider -seit Jahren, wie man von Vorgänger Eltern hört und alle verbesserungswünsche strickt abgelehnt werden- ähnlich agiert. Die Kinder werden auf die Matratzen im tobezimmer gelegt, eine Erzieherin sitzt in der halb offenen Tür und wer nicht innerhalb x Minuten einschläft oder unruhig ist, wird zu den anderen nebenan (die man durch die offene Tür hört) zum spielen geschickt-weil dann wäre es ja nicht müde. Ich habe mein Kind von 8h bis 14;00 Uhr in die Krippe bringen müssen-das war beruflich das kürzeste was ging um die laufenden Kosten zu decken-und hab ein völlig kaputtes Kind in Empfang genommen-das aber immer super lieb war-bis wir zur hausschwelle rein sind. Dann ist mein armes Würmchen zusammengebrochen. Erstmal den ganzen Stress rausgebrüllt um dann 3-4 stunden an der Brust einzuschlafen und wehe ich musste mal aufstehen und aufs Klo. Sie ist dann ca 1,5 Stunden nach dem mittagskoma wieder für die Nacht eingeschlafen. Gespräche, Vorschläge (wie ihr eine Hand auflegen) wurden ausweichend abgelehnt. Aber wir sollten auch zur Eingewöhnung abgestillt haben, sie könne sich sonst nicht trennen…wir stillen mit bald 4 Jahren noch zum einschlafen und am WE zum Morgen-aufwach-kuscheln.
    Also bitte bitte bitte-euer Konzept ist SO TOLL!!! behaltet es bei!

  • Nicole

    vielen Dank Mal wieder für den tollen Beitrag. Ich bin so glücklich, dass unsere Kinder in einer Kita und in einem Kindergarten aufwachsen dürfen, die sich voll und ganz und liebevoll an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. Gleichzeitig erlebe ich es allerdings immer mehr, dass Eltern die Kita sowie den Kindergarten bewusst nicht wählen, weil sie diesen zu Bedürfnissorientiert halten. Sie stellen die Selbsterfahrung , sowie das klare Nein ihrer Kinder in Frage und drängen/kritisieren die Erziehe*innen für die Orientierung am Kind. Ich denke diese Einstellung gibt es von beiden Seiten und man darf nicht nur die Erzieher* innen in den Fokus nehmen.

  • Lia

    Ich möchte ergänzen, dass ich selbst Soziale Arbeit studiert habe (Kombination Sozialpädagogik/Sozialarbeit) und dir versichern kann, dass wir NICHTS zu Kindesentwicklung oder kindlichem Schlaf in der Studienzeit hatten. Generell ging es eher um Erwachsene. Und vieles anderes lernt man dann in der Praxis, je nach Arbeitsbereich. Bitte gib nicht so viel auf die Meinung einer einzelnen Sozialpädagogin. Ihr habt in der Erzieherausbildung mit Sicherheit mehr zu diesem Thema gelernt als sie in ihrer und was immer sie ansonsten weiß, ist wie bei so vielem sicherlich durch subjektive Ansichten geprägt, woher auch immer sie diese hat. Ich weiß nicht, in welchem Kontext diese Sozialpädagogin steht, aber ich hoffe, ihr fühlt euch als Team stark genug, für die Kinder und ihre Bedürfnisse einzustehen.
    Wenn die Kinder mit der Begleitung einschlafen, brauchen sie den Schlaf. Wenn sie nicht müde wären, würden sie auch mit Begleitung sicherlich nicht einschlafen, sondern andere Dinge machen. Aber wie schon oben geschrieben wurde, ist eine Ruhepause so oder so sinnvoll in dem Alter.

  • KordulaMeixner

    Eine individuelle Einschlafbegleitung halte ich gerade bei den U 3 Kindern für wichtig.
    Ich als Tagesmutter habe immer versucht für die Kleinen da zu sein.Es gibt die erforderliche Sicherheit.
    Oft ist aus personellen Gründen eine individuelle Betreuung beim Einschlafen nicht gegeben. Bedauerlich. Daher haben wir unsere Enkelkinder ,in der U3 Phase früher abgeholt.
    Sozialpädagogische Ansichten und das Personal Manegment SOLLTEN zweitrangig sein.In erster Linie sollten die Bedürfnisse des Einzelnen Kindes stehen.

  • Sanny

    Vielen Dank für diesen Beitrag.
    Ich bin ebenfalls Erzieherin und arbeite im U3 Bereich. Die Kinder meiner Gruppe sind 12-27 Monate alt.
    Immer wieder gibt es vereinzelt Eltern, die einen notwendigen Mittagsschlaf in Frage stellen.
    Bislang konnte ich immer ganz gut argumentieren, dass unsere Einrichtung und auch ich persönlich ganz fest dazu stehen.
    Gerade die Kleinen brauchen eine Erholungszeit. Für ihre emotionale aber auch kognitive Entwicklung ist das zwingend notwendig.
    Und auch bei uns ist die Einschlafhilfe individuell.
    Kleine Kinder, die noch relativ neu sind, schlafen Anfangs auch oft noch auf meinem Arm ein. Später reicht es die Hand zu halten oder über den Rücken zu streichen, die Hand auflegen. Aber auch diese Bedürfnisse lernen wir zu erkennen. Die Eltern sind oft überrascht, wie gut das gelingt und wie „leicht“ Mittagsschlaf in der Kita funktioniert… Aber wie hier schon öfter erwähnt, so ein Kitaalltag ist anstrengender als manche Eltern glauben…
    Also, für eine gute und gesunde Entwicklung der Kinder… Gebt ihnen eine Erholungszeit /Mittagsschlaf…

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