Kommentar1. März 2021

Masken bei Kindern – Wissenschaft in Not !

Ein Kommentar vorweg, am 3.3.2021

Es hat rund um diesen Beitrag viele Emotionen und auch Missverständnisse gegeben, deshalb zur Erklärung und Klarheit folgendes:

Erstens. Die Maskenfrage ist eine der Reibungspunkte in dieser Pandemie. Und – leider – ist sie komplex und nicht wirklich „rund“. Ein Dilemma, wie so manches in der Pandemie. Einerseits gibt es plausible wissenschaftliche Hinweise, dass Masken Übertragungen verhindern oder begrenzen können. Andererseits ist unklar, wie stark diese Schutzeffekte sind. Kein Wunder gehen die Meinungen zu den Masken auseinander: Für die einen sind Masken eines der Kernstücke der Pandemiebekämpfung, für andere sind sie überflüssig. Ich vermute, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, aber beweisen kann ich es nicht.

Meine persönliche Meinung ist deshalb: Solange wir keine guten Möglichkeiten haben, die Pandemie zu begrenzen, lasst uns auf Masken setzen. Dass ich trotz Unsicherheit diese Meinung vertrete, liegt auch daran, dass ich COVID-19 sehr ernst nehme: ich bin überzeugt, dass wir als Gesellschaft richtig handeln, wenn wir uns und unsere Mitmenschen so gut es geht vor COVID-Erkrankungen schützen. Die Erkrankung kostet nicht nur Leben, sie kostet wegen der Schwere und Langwierigkeit überraschend vieler Verläufe auch viel zu viele gesunde Lebenszeit und Arbeitskraft (ich halte diesen Aspekt für unterschätzt).

Zweitens. Das heisst NICHT, dass Masken nicht auch von ihren Nachteilen her zu sehen sind. Ihr Gebrauch muss maßvoll, vernünftig und menschlich sein. Er muss auch berücksichtigen, was wissenschaftlich zu den Nebenwirkungen – und auch zu  möglichen Nebenwirkungen – bekannt ist. Was das konkret für das Tragen von Masken durch Kinder bedeutet, habe ich detailliert in diesem Beitrag beschrieben. Deshalb schließe ich mich auch den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin an, dass Kinder unter 10 Jahren Masken nur zeitweise, freiwillig und ohne Zwang, mit ausreichenden Pausen und nicht bei körperlicher Belastung tragen dürfen (Kita-Kinder selbstverständlich gar nicht).

Warum habe ich dann diesen Beitrag geschrieben?

Er wurde von manchen so interpretiert: Jetzt argumentiert HRP gegen einen kinderärztlichen Kollegen, der die Maskenfrage bei Kindern genauso kritisch sieht wie er – und seine Kritik sogar mit eigenen Untersuchungen belegen kann. Also mit Untersuchungen, die ja HRP selber fordert!

Also ein Wort zur Entstehung dieses Beitrags:

In den letzten Wochen und Monaten bekam ich immer wieder Hinweise von besorgten Eltern, es kursierten da Berichte im Netz, nach denen Masken bleibende Schäden bei Kindern hervorrufen könnten, bis hin zu Tumoren der Nebenniere. Das sei – so die Auffassung – inzwischen durch die Experimente eines Kinderarztes belegt.

So kam ich also zu dieser Recherche: Was verbreitet der kinderärztliche Kollege da zu den Masken? Welche Versuche hat er gemacht? Ich habe mich mit ihm selbst per E-Mail in Verbindung gesetzt, wir haben uns über seine Versuchsmethodik intensiv ausgetauscht. Er war auch so freundlich einige Versuchsergebnisse mit mir zu teilen. Ich wies ihn darauf hin, dass er mit seinen Interpretationen vorsichtig sein müsse, weil er die Gefahren, die er da in den Raum stelle, ja nicht belegt habe.

Bei meinen weiteren Recherchen wurde mir klar, welche emotionale Welle Herr Janzen mit seinen Aussagen zum Maskentragen durch Kinder im Netz tatsächlich auslöst. Unter den von ihm ins Netz gestellten Youtube-Filmen fand ich tausende von Kommentaren, von denen viele (wirklich: viele) extrem unmenschlich, hasserfüllt und komplett unsachlich waren. Etwa wie:

Bitte Herr Janzen, helfen Sie den Kindern . Dieses Verbrechen ist nicht mehr tragbar !

Die Frau Merkel hat keine Kinder. Jens Spahn hat keine Kinder. Die haben 0,0 Empathie und Mitgefühl. Das sind gefühllose Monster!

Danke Herr Janzen! Alle Möglichkeiten müssen ausgeschöpft werden, um dieses Verbrechen zu beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen!

Nun kann Herr Janzen zunächst einmal nichts für die Kommentare, die irgendjemand unter seine Beiträge schreibt (wie hier auf diesem Blog auch). Bei Durchsicht der Filme wurde mir aber klar, warum die Reaktionen in ihrer überwältigenden Mehrheit so ungeheuer aufgebracht ausfielen und weiter ausfallen: Es erscheint an vielen Stellen nämlich so, als seien die angesprochenen (vermuteten) Zusammenhänge in Wirklichkeit FAKT. Und sie seien nun von einem engagierten Mediziner nun bewiesen worden.Kein Wunder wendet sich der Kinderarzt jetzt an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!

Welche Folgen dieses Missverständnis hat, sehe ich aber nicht nur an den extrem aufgeheizten Kommentaren unter Herrn Janzens Filmen zur Maskenfrage. Sondern auch daran, wie intensiv seine Meinungen, Beiträge und die Ergebnisse seiner Untersuchungen von den einschlägigen Vetretern der Corona-Leugner gefeiert, kommentiert und weitergereicht werden.

Könnte mir das nicht egal sein?

Nein, aus zwei Gründen.

Der erste Grund ist ein gesellschaftlicher: ich sehe nicht ein, warum die sowieso schon komplexe, mit viel psychologischem Drumrum versehene Debatte rund um die Pandemiemaßnahmen nun auch noch mit unbegründeten Ängsten und Vorwürfen belastet werden soll. Wir sind so schon am Rande und müssen wirklich schauen, was Fakt und was Fiktion ist.

Mein Gott, wir werden diese letzten Meter der Pandemie doch noch irgendwie schaffen!

Der zweite Grund ist ein medizinischer: Das Tragen von Masken durch Kinder schafft so schon viele Probleme: Nicht wenige Kinder leiden darunter, bekommen Kopfweh, werden müde, sind unkonzentriert. Viele Kinder kommen aber auch einigermaßen (und für mich manchmal überraschend) gut mit den Masken klar. Was macht den Unterschied? Art und Beschaffenheit der Masken spielen eine Rolle, auch die  Dauer des Tragens. Inzwischen ist aber eines eindeutig, und eine vor Kurzem veröffentlichte Studie  bestätigt das: mit einer der wichtigsten Einflussfaktoren, wie stark Kinder unter den Masken leiden, ist aber die elterliche Haltung zu den Masken:

Das Tragen der Maske wird für Kinder dann besonders mühsam, wenn Eltern ihre Zweifel an die Kinder weitergeben.

Wer mit Kindern lebt, der weiß, wie sehr Kinder die Sorgen und Ängste ihrer Eltern aufsaugen – sind die Eltern positiv gestimmt, so kommen die Kinder mit allen möglichen Belastungen leichter klar.

Auch mit den Masken. Es ist mir deshalb wichtig, dass die Eltern nicht auch noch mit unbegründeten Ängsten rund um die Masken beladen werden, das ist so schon schwierig genug.

Das heisst NICHT, dass Eltern nicht für ihre Kinder und einen verantwortlichen Umgang mit Masken an den Schulen eintreten sollen, nein müssen. Das heisst auch NICHT, dass ich politisches Engagement für einen Schutz der Kinder und den verantwortlichen Umgang mit der Maskenpflicht nicht für gut heiße. Ich tue das. Es heisst nur: Lasst uns dafür sorgen, dass jetzt nicht auch noch die Maskenfrage bei Kindern zu einem politischen oder ideologischen Glaubensbekenntnis wird. Und lasst uns dafür sorgen, dass diese Frage nicht auch noch mit unbegründeten Ängsten, Panik und Befürchtungen belastet wird!

Das war der Grund für diesen Beitrag.

Hat er etwas geändert? Vielleicht schon. Herr Janzen hat sich an den Kommentaren beteiligt. Und auch wenn mir manches nicht gefällt, was er schreibt (wenn mir jeder Kommentar gefallen müsste, würde ich diesen Blog nicht unterhalten), bin ich sehr dankbar für die Klarstellungen in Sachen politischer und „corona-politischer“ Positionierung, und auch für den kritischen Blick auf die möglichen Missverständnisse in der Darstellung der eigenen Arbeit.

Ein Wort an Sie persönlich, Herr Janzen:

  • ich spreche Ihnen nicht Ihr Enagement für die Kinder ab
  • meine Kritik habe ich formuliert, sie bezieht sich nicht auf Sie als Person oder Kinderarzt. Ich unterstelle Ihnen keine schlechten Absichten, kritisiere lediglich die Art Ihrer Präsentation – und sei es auch nur, weil sie missverständlich ist
  • ich versuche in keiner Weise Ihnen beruflichen Schaden zuzufügen, ich nehme an, Sie werden die entsprechenden an mich gerichteten Unterstellungen zurücknehmen
  • ich will selbstkritisch hinzufügen, dass in diesem Beitrag unsere gemeinsame Meinung zu den Kindermasken zu kurz gekommen ist, also das, was ich mit Ihnen teile, nämlich:

Dass das Tragen von Masken durch Kinder gesundheitliche Nebenwirkungen haben kann, die wohl bedacht, wissenschaftlich untersucht und politisch besser geregelt werden müssen.

Sehr geehrter Herr Janzen, in diesem Sinne danke ich Ihnen für Ihre Arbeit.


Seit einigen Monaten kursieren die Meinungen meines kinderärztlichen Kollegen Eugen Janzen zu den Gefahren des Maskentragens bei Kindern im Netz, vorgebracht vor allem in mehreren Youtube-Filmen (manche wurden von Youtube wieder gelöscht). Demnach

  • könnten Kinder durch das dauerhafte Tragen von Masken krank werden, weil der Kohlendioxidgehalt in ihrem Blut ansteige.
  • Die Kinder könnten durch die Masken zudem in eine chronische Stressreaktion geraten. Das könne langfristige Schäden, von Bluthochdruck bis Krebs der Nebennieren auslösen.

Herr Janzen begründet seine Einschätzung mit Hinweisen auf die Atemphysiologie bei Kindern (ich gehe auf die Details in diesem Blogbeitrag ein). Zudem hat er eigene Messungen durchgeführt, die seiner Meinung nach seine These bestätigten.

Weil er von seiner Theorie überzeugt ist hat Herr Janzen angekündigt, gegen die Verordnung von Masken bei Kindern vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu klagen.

Weit reichende Vorwürfe – was ist dran?

Eine Aussage dazu ist gar nicht so einfach, weil Herr Janzen auch in anderen Corona-Fragen mit starken Meinungen auftritt. So behauptet er etwa,  das Tragen von Masken sei nicht nur schädlich, sondern auch als Präventionsmaßnahme unwirksam. So habe sich zum Beispiel seine Sprechstundenhelferin angesteckt – trotz Maske. Im Herbst weist er auf die „leerstehenden Kliniken“ hin und wundert sich, dass man den Sommer nicht für eine „Durchseuchungsstrategie“ genutzt habe. Überhaupt sei Covid-19 nur eine der vielen Erkältungskrankheiten, er selbst habe  „noch nie einen Coronapatienten gesehen, der schwer krank gewesen sei“.  Vielleicht, so spekuliert er im Herbst, rührten die in der Presse berichteten Todesfälle daher, dass die WHO eine falsche Chloroquin-Dosis veröffentlich habe, die Patienten also versehentlich vergiftet wurden. Jedenfalls habe er bei Youtube ein Video dazu gefunden, das schon hunderttausend mal geteilt worden sei.

Weil Kollege Janzen auch regelmäßig die antipandemischen Maßnahmen kritisiert („Verbotspolitik“, „gesetzwidrig“), ist er inzwischen einer der Helden der Corona-Leugner (er selbst rechnet sich diesem Lager nicht zu – mit der Begründung: es gebe durchaus schwere Corona-Verläufe  – „wie bei jeder Viruskrankheit“).

Gleichzeitig erhebt Herr Janzen schwere Vorwürfe gegen die universitäre Medizin, die an einer Aufklärung einer möglichen Schädlichkeit von Masken bei Kindern nicht interessiert sei. Eine „im Oktober vorbereitete Studie“ würde  aus „nicht nachvollziehbaren Gründen“ derzeit nicht weitergeführt (zu diesem Vorwurf unten mehr).

Denselben Vorwurf richtet er an die Politik – angeblich bestünden für die schädliche Wirkung von Masken bei Kindern „schon lange Beweise“, diese würden aber von den deutschen Behörden ignoriert.

Vielschichtige Gemengelage

Die in Herrn Janzens Auftritten zu findende Mischung aus Humbug, Geraune und politischem Aktivismus macht es nicht einfach, nun die „wissenschaftliche“ Arbeit des Kinderarztes einzuschätzen. Weil mich die „Masken-Frage“ ebenfalls umtreibt, will ich die Behauptungen von Herrn Janzen im Folgenden so gut ich kann kommentieren. Zwar liegen zu seinen Experimenten und Messungen bereits Stellungnahmen vor, allerdings fehlen hier m.E. entscheidende Aspekte.

Erstens. Ich habe mich intensiv mit Herrn Janzen ausgetauscht (zu seinen generellen Corona-Thesen sage ich am Schluss noch etwas), und finde es gut, dass er die Frage nach möglichen Nebenwirkungen von Masken bei Kindern hartnäckig stellt. Wenn er sagt: jedes Spielzeug braucht ein TÜV-Siegel, aber Masken werden ohne jede Prüfung an Kinder ausgeteilt, dann hat er Recht. Es ist sein Verdienst, dass er in der Frage des dauerhaften Tragens von Masken bei Kindern Evidenz einfordert.

Zweitens. Ich stimme deshalb mit Herrn Janzen aus für- und vorsorglichen Gründen überein, dass

  • Kinder in der Kita keine Masken tragen dürfen
  • Grundschulkinder Masken nur zeitweise tragen dürfen
  • Kinder bei sportlicher Aktivität keine Masken tragen dürfen
  • Schwangere unter der Geburt keine Masken tragen dürfen.

Drittens. Ich stimme mit ihm auch überein, dass diese Frage längst durch rigorose Studien hätte geprüft werden sollen. Hier allerdings muss ich eine erste Anmerkung anbringen. Herr Janzen berichtet davon, dass er sich an sehr viele Politiker und medizinische Experten an verschiedenen Universitäten gewandt habe, mit der Bitte seine These durch entsprechende Studien zu überprüfen. Seine Vorschläge seien aber auf keine Resonanz gestoßen. Nun kann ich seine Frustration darüber durchaus verstehen, will aber zwei Punkte ergänzen:

  • ich könnte mir vorstellen, dass hier möglicherweise auch Herrn Janzen´s sonstige Positionierungen in Corona-Fragen eine Rolle gespielt haben könnten (ich werde darauf noch weiter unten kurz eingehen)
  • Herr Janzen hat an der Universität Witten-Herdecke tatsächlich einen akademischen Kooperationspartner für die Prüfung seiner These gefunden, und entsprechend aufwändige Testreihen und Messungen an Grundschulen sind auch tatsächlich durchgeführt worden. Nun dauert eine solche Studie im freien Feld allerdings einige Zeit, die Studie muss beantragt und konzipiert werden, die Messungen und Kontrollmessungen durchgeführt, die Ergebnisse geprüft und begutachtet werden, und schliesslich eine Veröffentlichung geschrieben werden. Natürlich strapaziert das auch die Geduld des Herrn Janzen, aber ich wundere mich trotzdem, dass er hier keinen positiveren Ausblick vermittelt. Denn Fakt ist: die Frage nach den Nebenwirkungen von Masken bei Kindern wurde von Wissenschaftlern aufgegriffen, sie wird in einer aufwändigen Studie an einer deutschen Universität geprüft, die Ergebnisse werden in Kürze in einer Fachzeitschrift veröffentlicht werden. Es hört sich für mich falsch an, wenn der Kinderarzt per Youtube verkündet, er würde jetzt „die Bombe platzen lassen“ und vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen – mit einem Bündel von in seiner Freizeit gemachten Messungen an ausgewählten Probanden in der Hand, während gleichzeitig viel weitgehendere und methodisch verlässlichere Daten erhoben bzw. ausgewertet werden. Ja, ich halte dies für absurd.

Drittens. Deshalb ein Wort zu Herrn Janzens Studie (seine eigene Interpretation und Schilderung des Versuchsaufbaus hier:

  • Janzens Schlussfolgerungen beruhen auf einer geringen Zahl von Messungen, die möglicherweise nicht ausreichen, um daraus übertragbare Schlüsse zu ziehen.
  • Seine Messungen fanden in „künstlichen“ Situationen in einer für die Probanden oft fremden Umgebung (Arztpraxis) statt
  • die Untersuchungen wurden von ihm selbst durchgeführt, einem Arzt, der eine starke Meinung über den möglichen Ausgang der Messungen hat.
  • die Ergebnisse sind in einer Form veröffentlicht, die für Fachleute weitgehend unverständlich bleibt. Die Ergebnisse sind weder einsehbar (wie viele der Kinder hatten erhöhte Werte, wie viele Normalwerte?) noch nachvollziehbar (von verwechselten Einheiten bis zu fehlenden Referenzwerten). Kurz, um diese Arbeit zu prüfen, müsste überhaupt erst einmal eine ordentliche Veröffentlichung der Ergebnisse vorliegen.
  • Seine Probanden waren unter anderem er selbst und seine eigenen Kinder. Wie leicht hierdurch Ergebnisse fragwürdig werden, will ich an einem Beispiel zeigen. So berichtet Herr Janzen ausführlich und sehr emotional in einem Youtube-Film, wie er durch Messungen an sich selbst herausgefunden habe, dass es „durch Maskentragen“ zu einer überhöhten Ausscheidung von Stresshormonen im Urin komme. Dieser Selbstversuch habe ihm „Gewissheit“ gebracht, dass seine These richtig sei. Schaut man sich den zeitlichen Ablauf seines Experiments allerdings genauer  an, so vergleicht er Messungen an einem Arbeitstag (mit Maske) mit Messungen an einem arbeitsfreien Tag am Wochenende (ohne Maske). Nur: ist der Unterschied in der Stressbeladung dann wirklich auf das Tragen einer Maske zurückzuführen – oder einfach darauf, dass man an einem Sonntag als Kinderarzt vielleicht eher entspannt ist als an einem Arbeitstag?
  • Auch an anderen Stellen ist seine Methodik zu hinterfragen. Kann man das de facto aus einer Gesichtsmaske zurückgeatmete Volumen an „verbrauchter Luft“ (Totraum) wirklich so messen, wie Herr Janzen es tat (etwa eine Maske mit Silikon abdichten, mit Wasser füllen, Gesicht von oben eintauchen und dann das verbleibende Wasser bestimmen)? Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass dabei die Maske durch die Schwerkraft des Wassers „voluminöser“ ist als im echten Leben.

Unzulässige Interpretation

Aber das alles sind Details. Viel wichtiger und relevanter sind seine Interpretationen der Messungen. Für Herrn Janzen sind diese eindeutig:

„Die Ergebnisse haben meine Vermutung bestätigt, dass das Tragen von Masken für Kinder alles andere als unbedenklich ist. (…). Masken können schwere, anhaltende und möglicherweise irreversible Schäden an Kindern anrichten.“

Im Grunde argumentiert Herr Janzen so (und so wird seine „Studie“ auch auf vielen einschlägigen Seiten, von Dr. Wodarg bis Dr. Hirte, wiedergegeben): Die Studie habe nachgewiesen, dass es durch das Maskentragen zu einer „deutlichen Überproduktion“ der Stresshormone im Körper der Kinder komme.

An was denkt der normale Leser bei einer solchen Aussage? Eindeutig: An krankhaft erhöhte (und deshalb plausiblerweise krankmachende) Werte. Für den Laien bedeutet dies im Umkehrschluss, dass Herrn Janzens These  korrekt ist. Also, dass mit einer langfristigen Schädigung der Kinder – von Bluthochdruck bis Krebs – tatsächlich zu rechnen ist.

Aber eben das geht aus den Messergebnissen nicht hervor

Denn in Wirklichkeit hat Herr Janzen bei den Kindern zwar einen Anstieg der entsprechenden Stresshormone  gemessen (die Werte stiegen um durchschnittlich zwischen 12 und 39 % des Ausgangswertes an). Was Herr Janzen allerdings dazu nicht sagt ist das:  die Messwerte waren immer noch im Normalbereich. Also eben nicht dort, wo das Labor eine Sternchen hinmachen würde mit „Vorsicht: abnormer Wert“. Also: Ja, es wurde ein Anstieg der Stresshormone gemessen, allerdings bewegt er sich im physiologischen Bereich, nicht im pathologischen Bereich.

Leider finde ich diese Information in Herrn Janzens Berichten an keiner Stelle (und auf den anderen Seiten, die von seinen Messungen berichten, ebenfalls nicht). Diese Information wäre aber zur Einschätzung der Ergebnisse extrem wichtig. Und für die beängstigen Eltern ebenfalls. Fehlt diese Information, so wird aus einer „wissenschaftlichen“ Studie nur allzu leicht das: ein Spiel mit der Angst.

Schlechte Wissenschaft macht Panik

Und genau das ist meine Sorge – dass durch solche Fehler das Problem in eine Dimension gezogen wird, die nur noch Hysterie und Panik zulässt. Aber keine sachliche Diskussion.  Auch ich finde es plausibel, dass manche Kinder durch das Tragen von Masken Probleme bekommen, leiden müssen, Kopfweh und Schwindel und andere Befindlichkeitsstörungen bekommen können. Das müssen wir untersuchen und davor müssen wir unsere Kinder so gut es geht schützen. Und tatsächlich könnten die von Herrn Janzen gemachten Messungen, sollten sie sich bestätigen, auf eine Gegenregulation des Körpers hinweisen, die dabei eine Rolle spielen könnte.

Nur: Kollege Janzen redet zu den Eltern mit Begriffen wie „Krebs“, „Vergiftung“ und „Dauerschäden“. Dafür allerdings gibt es in den von ihm selbst produzierten Daten keinen belastbaren Beleg.

Erhalte neue Beiträge per E-Mail

 

Zusammenfassung

Ich halte die von Eugen Janzen durchgeführten Messungen aus wissenschaftlicher Sicht für nicht tragfähig genug um hieraus die Schlüsse zu ziehen, die er selbst nahelegt. Manche seiner Aussagen sind nach meiner Auffassung eindeutig falsch. Kollege Janzen sagt von sich selber, dass er keine wissenschaftliche Ausbildung habe und sich mit Studien nicht auskenne. Entsprechend vorsichtig müsste seine eigene Interpretation dann aber auch ausfallen. Stattdessen leitet er aus seinen Messungen sehr weit reichende – und für Eltern extrem beängstigende – Aussagen ab. Das halte ich für unseriös.

Dabei ist sich Herr Janzen offenbar selbst der methodischen Problematik seiner „Studie“ voll bewusst:

„Natürlich bin ich mir bewusst, dass aus den Beobachtungen in einer einzelnen Praxis und der Aussagekraft von 10 bis 20 Messungen noch keine klinische Relevanz abgeleitet werden kann“.

Umso erstaunlicher finde ich, wie Herr Janzen dann den Eltern gegenüber seine Ergebnisse darstellt – als Fakt nämlich:

„Masken können schwere, anhaltende und möglicherweise irreversible Schäden an Kindern anrichten“. 

Schwarz-Weiß ohne Zwischentöne

Für unseriös und wenig zweckdienlich halte ich auch die verkürzte Darstellung medizinischer Sachverhalte. Herr Janzen fordert dazu auf, man solle endlich „mit dem Blödsinn aufhören, sich selber mit diesen Masken zu vergiften“. Da ist einfach keine Luft für Zwischentöne – und auch keine Ergebnisoffenheit. Wie sollen Eltern auf solche Aussagen eines Kinderarztes reagieren? Im Grunde bleibt doch nur das: entweder Panik oder Kopfschütteln. Kommen wir damit in der Maskenfrage weiter? Ich glaube nicht. Dass sich Eugen Janzen vom medizinischen Establishment ignoriert fühlt (und von den Corona-Skeptikern entsprechend als Märtyrer gefeiert wird), könnte meines Erachtens durchaus an seiner oft fundamentalistischen Darstellung seiner Thesen liegen, in denen sein wissenschaftlicher Standpunkt oft schwer von Vorwürfen und Behauptungen zu trennen ist:

„Stresshormone schwächen das Immunsystem! Das ist die Erklärung, warum bald so viele Menschen schwere Verläufe bei Grippe zeigen werden.“

Held der Corona-Leugner

Wirkliche Schwierigkeiten bereitet mir selbst die Tatsache, dass Eugen Janzen inwischen zum Star der Corona-Leugner und insbesondere der rechten und rechtsreligiösen Szene geworden ist. Seine Meinung, dass SARS-CoV2 nicht gefährlicher sei als andere Erkältungsviren und die Pandemiemaßnahmen deshalb „ungesetzlich“ seien, mag einen Beitrag dazu leisten. Er beteuert zwar immer wieder, er sei parteilos und sehr betrübt über die zunehmende Spaltung der Gesellschaft. Selbst aber behauptet er, dass „medizinisches Wissen zur Durchsetzung anderer als gesundheitlicher Vorhaben offenbar gezielt und vorsätzlich missachtet wird.“

Ideologisierung der Wissenschaft

Und so ist aus eine bestimmt gut gemeinten Initiative zu einem wichtigen Thema wieder einmal das geworden: ein Topf voller Hass und Vorwürfen, angerührt und angeheizt mit Behauptungen, Tränen und ein bisschen „Wissenschaft“.

Und die Maskenfrage bei Kindern? Ist damit noch schwerer zu beantworten. Weil jetzt auch noch Leben und Tod, Gift und Krebs, Diktatur und Freiheit mit dabei ist.

Schade. Und während es eigentlich das Verdienst von Herrn Janzen war, dass er die Maskenfrage bei Kindern gestellt hat, so ist mein Vorwurf an ihn der: dass er die Frage in unprofessioneller Weise mit eben solchen Lasten versehen hat.

Ein Ausblick

Die Frage des dauerhaften Tragens von Masken von Kindern im Grundschulalter ist Teil einer ausführlichen, an der Universität Witten-Herdecke durchgeführten wissenchaftlichen Untersuchung, die meines Wissens auch aufgrund der Thesen von Herrn Janzen entstand. Immerhin. Die Ergebnisse werden „zeitnah“ erwartet und demnächst auf der Webseite des Forscherteams veröffentlicht.

Dieser Beitrag beruht auf dem Buch des Kinderarztes und Wissenschaftlers Dr. Herbert Renz-Polster: „Gesundheit für Kinder – Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln". Es hat sich im deutschsprachigen Raum als DAS umfassende Nachschlagewerk zur Kindergesundheit etabliert.
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106 Kommentare

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  • Silke

    Ich schäme mich für unsere Gesellschaft, die all den Unfug an unseren Kindern zulässt… meine Tochter… erste Klasse… war seit Mitte Dezember nun endlich wieder 1 Woche und 2 Tage in der Schule… nun wieder Schulen geschlossen… wir ziehen gerade eine Generation heran, in der Paranoia das neue Normal ist… ich kann das Wort „Corona-Leugner“ schon nicht mehr hören und verabschiede mich von Ihrem Newsletter… ich fand es toll, über das Stillen und natürliche Entwicklung der Kinder zu lesen… darüber, wie wichtig die anderen Kinder für Kinder sind… wie viel sie durch sie lernen und reifen… was dagegen all die Maßnahmen mit den Kindern machen… und selbst Kinderärzte schauen einfach dabei zu… und wenn jemand hartnäckig hinterfragt und sich FÜR die Kinder einsetzen will, passt die Art und Weise nicht… Sorry… das schaff ich nicht mehr…

    • Janzen

      Sehr geehrter Kollege, ich habe Ihre Kritik oder genaue gesagt Ihre Unterstellungen mit großer Sorge gelesen. Was ich von Ihnen und von Ihren Unterstellungen, welche übrigens an sehr vielen Stellen falsch sind oder von Ihnen ausgedacht sind, halte, habe ich Ihnen per Email geschrieben. Bereits in ihrem zweiten Satz mit „krank wegen Anstieg des CO2“ verbreiten Sie die Lügen über mich. Bei den von mir untersuchten Kindern stieg der pCO2 Wert im
      Schnitt nur um 1,3 mmHg an. Und das ganze Text von Ihnen ist voll absurden Unterstellungen und falschen Behauptungen.
      Dass meine Blutgase eine deutliche Veränderung unter FFP2 Maske zeigen liegt sicher nicht am Gerät. Nach bereits 40 min FFP2 Maske stieg mein pCO2 Wert um mehr als 25% von 36 auf 46 mmHg an und der Sauerstoffsättigung fiel von 97 auf 92% ab. Wenn Sie diese Werte auf 8 std am Tag, 5 mal die Woche und dann schon ein Jahr als unbedenklich empfinden ist Ihr Recht. Mittlerweile habe ich aber fast täglich Schweißausbrüche, Kreislaufprobleme (hatte diese in 41 Jahre nicht). Meine Adrenalinwerte übrigens übersteigen die Normreferenz des Labors. Und bei allen von mir getesteten Kindern war die vom Labor gemessene Adrenalinkonzentration im Urin am Tag mit Maske deutlich über die konzentration am Tag ohne Maske (genau habe ich es auf der Seite genau beschrieben). Ob die dauerhaft erhöhte Adrenalinwerte und im Fall FFP2 Maske bei mir die deutliche Blutgasverändeeungen zu den Dauerhaften Schäden führen sollen die Wissenschaftler beurteilen. Ich habe nur meine Gedanken und Befürchtungen geäußert und Fragen an die Experten gestellt. Sie behaupten aber ich habe die Dauerschäden nachgewiesen, was falsch ist. Auch als Studie habe ich es nie betitelt. Ich habe nur ein paar Kinder untersucht und deren Werte beschrieben. Sie nennen es falsch als Studie. Ich möchte nicht mal weiter die Hunderte Falsche Behauptungen in ihrem Schreiben kommentieren, diese können die Menschen, die mein Text auf der Webseite genauer lesen und verstehen und dann ihr Text hier, selber merken. Jetzt ist mir auch klar geworden, welcher Kollege über mich inkognito bei KV und bei Ärztekammer petzte. Wenn Sie es doch nicht waren, dann war das ein anderer, der exakt die gleiche Unterstellungen dort geäußert hat. Ihr zwei und noch ein Kollege der bei YouTube ständig beleidigt und kritisiert hat sind die einzigen Kollegen bislang welche alles so pervers verstanden haben. Dafür gab es einige hunderte Kollegen, die mich richtig verstanden haben und meine Sorgen um die Kinder teilen.
      Mit besorgten und enttäuschten Grüßen
      Eugen Janzen

      • Irene Krüger

        Ich mache mir auch Sorgen um Kinder und Schwangere, die Masken tragen müssen und finde vieles nicht richtig, was zur Zeit passiert. Dennoch empfinde ich sogar als Laie Ihre Vorgehensweise und Schlussfolgerung als undifferenziert und damit unseriös. Sehr schade. Denn aufgrund seriösen Datenmaterials könnten politische Entscheidungen tatsächlich gekippt werden.

        • Janzen

          Liebe Frau Krüger, über die Schwangere Frauen und deren zukünftigen Kinder mache ich mir auch große Sorgen. Wenn meine Sauerstoffwerte von 96-97% auf 92-93% nach bereits 40 min FFP2 Maske fallen…und eine Schwangere Ärztin oder Apothekerin 6-8 std am Tag bis zum 7 Monat mit FFP2 arbeiten muss (ob die Studien über kognitive Entwicklung solcher Kinder gibt ist mir nicht bekannt)…ob die Kognition und Entwicklung dieser Kinder sich von den „vor Corona“ Kindern nicht doch Unterschiede zeigen wird? Auch da gilt es bei uns im Land, erst zwingen und hoffen und später schauen was kommt. Ich kenne einen Gynäkologen, welche für die Maskenbefreiungsatteste für solche Frauen eine Polizeidurchsuchung privat und in seiner Praxis gehabt hat und nun auch psychisch darunter leidet. Im Endeffekt wollte er nur den besorgten Schwangeren helfen und wurde vom System bestraft. Wenn ich 1-2 Jahren in diesem Gebiet doch einige ehrliche Studien gemacht werden, und die Befürchtungen sich bestätigen, wird leider für sehr viele Familien zu spät sein. Öffentlich darüber diskutieren darf man nicht, sonst wird der Blogger/Kollege wieder mich als Panikmacher und Coronaleugner bezeichnen…Behörden warnen und bitten habe ich seit April versucht…nichts, aber gar nichts kommt zurück. Es bleibt nur schweigen und Betten, dass ich unrecht habe und all meine Sorgen als Schwachsinn entpuppen werden.

        • Caroline Keeling

          Lieber Herr Janzen,
          ich finde das sind interessante Fragen zu komplexen Sachverhalten, die Sie stellen. Haben Sie denn dazu schon Literaturrecherche betrieben (englischprachige wissenschaftliche Publikationen frei zugänglich auf google.scholar vielleicht gibt es z.B. tierexperimentelle Arbeiten dazu) und analysiert?
          Liebe Grüsse!

      • Herbert Renz-Polster

        Lieber Herr Janzen,
        Sie schreiben: „Jetzt ist mir auch klar geworden, welcher Kollege über mich inkognito bei KV und bei Ärztekammer petzte.“ Was für eine Gemeinheit. Finden Sie das in Ordnung, mir das zu unterstellen? Ich weiss nicht einmal, wo in Deutschland Sie arbeiten! Sie unterstellen mir das, nur weil ich Ihre Arbeit kritisiere? Bemühen Sie sich doch mit Kritik umzugehen, ohne Ihr Gegenüber persönlich verletzen zu müssen.

        Sie schildern Ihre Erfahrung mit dem Tragen von Masken, und ich bin der letzte, der Ihnen abstreitet, dass Sie dadurch Probleme bekommen. Darum geht es in meinem Beitrag aber nicht. Es geht um Ihre Behauptung, dass Kinder durch das Tragen von Masken langfristige Schädigungen bekommen können. In Ihren Youtube-Filmen nennen Sie u.a. Nebennierenkrebs als mögliche Schädigung. Nun behaupten Sie nach Abschluss Ihrer Untersuchungen, Ihre Vermutung habe sich bestätigt:
        „Die Ergebnisse haben meine Vermutung bestätigt, dass das Tragen von Masken für Kinder alles andere als unbedenklich ist. (…) Masken können schwere, anhaltende und möglicherweise irreversible Schäden an Kindern anrichten.“
        In diesem Beitrag erkläre ich, warum diese Ihre Vermutung alles andere als bewiesen ist. Ich will damit den vielen Eltern, die von Ihren Behauptungen verunsichert sind, seriöse Information an die Hand geben.
        Und auch die Unterstellung, dass ich nicht zu denen gehöre, die Ihre Sorgen um die Kinder teilen: was soll das?
        Puuh, einigermaßen verwirrt,
        HRP

        • Janzen

          Es gab ein Kollege, welcher anonym bei der KV die selben Äußerungen mit der Bitte um berufsrechtliche Überprüfung geäußert hatte. Wenn Sie genau lesen, habe ich geschrieben, wenn Sie es nicht waren, dann war das jemand anderer. Sie unterstellen mir in Ihrem Blog viele Dinge, welche einfach nicht stimmen und versuchen mich damit in einer Ecke der Corona-Leugner zu drängeln. Das finde ich verletzend, nicht kollegial und realitätsfern. Ich werde heute nach dem Feierabend mit Zeit nehmen und in einem Video auf Ihre Kritikpunkte detailliert angehen. Glauben tue ich Ihnen leider nicht. Auch dass Sie nicht mal wissen wo ich arbeite (nachdem Sie meine Webseite mehrfach verlinkt haben und meine Videos mehrfach zitiert haben) glaube ich Ihnen leider nicht. Sie unterstellen mir einfach viele nicht hinnehmbare Dinge und das hinter meinem Rücken. Ich hatte gestern eine Nachricht von Prof. Martin bekommen, mit einer Datei mit dem Text und vielen ausgesuchten Kommentaren (viele sind von Trollen, welche sich im Netzt für mich ausgegeben haben). Beim Lesen diesen Textes habe ich irgendwie sofort an Sie gedacht aber Prof. Martin hat mir nicht gesagt von wem Text ist. Später habe ich Ihre Email bekommen und fand den ähnlichen Text in Ihrem Blog. Angeblich machen Sie sich nur Sorgen um die Wissenschaft und um die Kinder. Wenn es so wäre, würden Sie Ihre Kritik meiner Webseite und meiner Arbeit (habe mich nie als Wissenschaftler angegeben, bin Arzt kein Blogger oder Wissenschaftler) mit mir persönlich besprechen und ich bin mir sicher ich könnte auf viele Ihrer Fragen eine Antwort geben. Stattdessen haben Sie mich als Panikmacher, Coronaleugner und Lügner dargestellt. Sie kennen mich nicht mal ein bisschen. Was mich treibt und wer ich bin wissen Sie gar nicht. Was alles Sie falsch dargestellt und verdreht interpretiert haben werde ich Ihnen leider erklären müssen. Und hören Sie bitte auf das Wort Krebs zu benutzen. Dieses Wort habe ich auf meiner Seite nicht einmal erwähnt, Sie aber bereits mehrfach. Ich habe nur eine Frage an die Wissenschaft gestellt ob durch eine dauerhafte Überproduktion der Stresshormone eine Häufung der bestimmten Krankheiten wie Bluthochdruck und Nebennierentumoren möglich wäre. Behauptet, dass es so ist, habe ich nicht. Übrigens nach einem Jahr FFP2 habe ich nun Art. Hypertonie entwickelt. Der kausaler Zusammenhang mit der Maske wird natürlich nie bewiesen.

      • maxxas

        die ganze Kritik von Herrn Polster fällt zusammen, wenn man es von der anderen Seite aufrollt. Dr. Janzen, der weder Kapazitäten noch Erfahrung dafür hat, hat etwas zu bewegen versucht, hat fragen gestellt und versucht sie zu beantworten. Was macht das RKI? Gibt es nicht noch andere Institute, die hier für Aufklärung sorgen könnten? Aber es passiert nichts. Man erzeugt Angst (vor dem Virus), behauptet es gäbe Hinweise auf den Nutzen der Stofflappen (wissenschaftliche Spekulation, ich glaube, so hat Drosten das Fehlen der Evidenz im Bundestag beschrieben), und belässt es dabei, die Menschen tragen sie eh, man sollte sie nicht mit Information verunsichern – ein gängiges Muster in der postfaktischen Ära

    • Hans Brügelmann

      Ich sehe es genau andersherum: statt Janzens unwissenschaftliches Vorgehen und seine Panikmache ins Abseits zu stellen, bemüht sich Renz-Polster um eine differenzierte Betrachtung. Niemandem ist mit (mit noch so gut gemeinten) Pauschalurteilen „für die Kinder“ gedient, wo es doch um die sehr schwierige Abwägung zwischen zwei konkurrierenden Ansprüchen der Kinder geht: ihrem Schutz vor COVID 19 und ihrem Recht auf eine möglichst geringe Beeinträchtigung ihres alltäglichen Kinderlebens.
      Da brauchen wir ein kluges und behutsames Abwägen in einer Situation, in der wir immer noch zu wenig wissen, um eine Position als eindeutig „richtig“ oder „falsch“ zu bewerten.

    • Marie

      Ich kann mich Ihrer Aussage anschließen.
      Wie ich glaube hier an anderer Stelle bereits kommentiert habe, kenne ich (inzwischen sogar mehrere) Personen 50+ mit positivem PCR oder Antikörper-Test u 0 Symptomen. Keinen einzigen schweren oder gar verstorbenen. Eine Aussage meiner Chefin, ihr Vater sei nach langer Krankheit in hohem Alter verstorben u auf dem Totenschein stand Corona. Unser Bestatter kann ebenfalls nichts auffälliges berichten, ausser dass seit Jahren immer mehr Menschen an Krebs versterben. Und genau diese persönlichen Beobachtungen werden doch von den seriösen Zahlen bestätigt! Was daran mitunter schwere Fälle leugnet, verstehe ich nicht. Nur die Frage nach Sinn u Unsinn bzw. mehr Schaden durch diese endlosen Maßnahmen ist wichtig. Was man Konstruktives tun kann. Freier Wille. Mir ist dieses Politikum ein Rätsel u ich bin zutiefst entsetzt über die Auswirkungen in unserer Gesellschaft.

    • Herbert Renz-Polster

      Danke. Ich kann Ihren Frust verstehen, wie sehr das alles nervt. Ich bin aber der Meinung, dass wir bei unserem Einsatz für eine Lösung der Probleme auf dem Boden der Realität bleiben müssen. Welche Behauptung stimmt, und welche nicht? Das ist für mich eine wichtige Frage – auch weil ich glaube, dass wir uns sonst gar nicht effektiv für die Kinder einsetzen können. Alles Gute!
      HRP

  • Irene Krüger

    Guten Abend lieber Herr Renz-Polster,
    entschuldigen Sie bitte, dass ich hier vom Thema abweiche!
    Ich habe gestern Ihr Buch Erziehung prägt Gesinnung zu Ende gelesen. Ich finde es sehr gut geschrieben, vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag.
    Leider hat mich das Ende der Danksagung in Sorge um Ihre Gesundheit versetzt.
    Geht es Ihnen gut???
    Herzliche Grüße,Irene Krüger

  • Herbert

    … Danke für ihre informativen und unaufgeregten Beiträge.

    … obwohl sie meine Unterstützung nicht brauchen möchte ich sie dennoch ermuntern… weiter so!

  • Katharina Teufel-Lieli

    Wenn man Herrn Janzen genau zuhört, behauptet er nicht, dass Grenzwerte im allgemeinen überschritten wurden, sondern lediglich, dass Werte um das „bis zu 3fache stiegen“ und dass ihm das Sorgen mache.
    Sie werfen ihm hier etwas vor, was er so nicht gesagt hat. Somit ist offensichtlich Ihnen genau das passiert, was Sie ihm vorhalten: eine Missinterpretation aufgrund von vermutlich vorgefertigter Meinung.
    Es stimmt allerdings, dass sein emotionales Statement dazu verleiten könnte, da er es nur in einem kleinen Nebensatz ausspricht. Trotzdem: hört man genau zu, bekommt man durchaus diese Information.

    Ich habe seit Beginn der Maskenpflicht an Schulen um die 60 Mails mit Herrn Dr. Strenger der ÖGKJ gewechselt und eine Petition mit der Bitte um eine Unbedenklichkeitsstudie zum stundenlangen Maskentragen bei Kindern und Jugendlichen eingereicht.
    Erfolglos. Es besteht seitens der ÖGKJ und der Regierung kein Interesse, dieser Frage nachzugehen, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, wenn eine Gesellschaft von Ärzten pauschal einer Maskenpflicht zustimmt. Daher teile ich zumindest aus österreichischer Sicht die Erfahrung von Herrn Janzen: es gibt kein Interesse.

    Herrn Strengers Hauptargumente: „krebskranke Kinder müssen auch Masken tragen“ (ohne Erklärung wie lange, in welchem Umfeld, gibt es einen erwiesenen Nutzen) und „alle sind der Meinung, dass es nicht schadet“ (Studien dazu konnte er mir nicht nennen)
    Solche „Argumente“ sind nicht überzeugend und haben keine wissenschaftliche Basis.

    Allgemein: eine Wirkung von Masken wurde unter Laborbedingungen festgestellt, in der Realität sind in keiner Infektionskurve Effekte abzulesen (weder mit der Einführung noch Aufhebung der Maskenpflicht). Eine Nutzen Risikoabwägung kann zudem nur getroffen werden, wenn Risiken auch tatsächlich genau untersucht werden.

    Eine solche Abwägung blieb uns die Wissenschaft bisher schuldig und das ist ein Skandal an sich. Diese müsste stattfinden, BEVOR Maßnahmen millionenfach angeordnet werden. Nach einem Jahr Pandemie ist auch die „Gefahr im Verzug“ als Begründung nicht ausreichend. Ihr Hinweis darauf, dass Studien sehr lange dauern, ist interessant, da gerade die Studien, die eine Wirkung der Masken belegen, schon im Sommer (!) vorlagen.
    Würde ich Ihrer Argumentation folgen, müsste ich jede Studie zur Wirkung als nachlässig durchgeführt einschätzen, da nur 2-3 Monate bis zum Ergebnis gebraucht wurden, von der Erstellung bis zur Veröffentlichung.

    • Herbert Renz-Polster

      Danke. Ich bekomme Nachfragen von Eltern, was ich zu der These sage, dass Kinder durch das Tragen von Masken z.B. Bluthochdruck oder Krebs bekommen können. Sie beziehen sich dabei auf die Behauptungen von Herrn Janzen. Dies hier ist meine Antwort, nicht mher und nicht weniger. Ich diskutiere hier auch nicht die Effektivität von Masken und bezweifele auch nicht, dass diese Frage wissenschaftlich geklärt werden muss. Aber eben wissenschafltich sauber, verstehen Sie? Und wie Sie sehen, geht es mir ja vor allem um die Interpretation der Messungen durch Herrn Janzen. Und seine Interpretation ist – anders als er behauptet – nicht von seinen Messungen gedeckt.

      • Janzen

        Wenn Sie genau meine Arbeit auf der Webseite lesen würden, würden Sie erkennen, dass mit den Tumoren der Nebenniere nie meine These war! Ich dachte, dass mit der vermehrter Adrenalinproduktion meine These ist…später fand ich es heraus, dass es seit vielen Jahren bekannter Fakt und gar keine These ist. CO2 Rückatmung…Vasodilatation der Peripheren Arteriolen…kompensatorische Pruduktion der Stresshormone…CO2 Rückatmung mit Maske ist ebenfalls nachgewiesener Fakt. pCO2 steigt, je nach Maske und Mensch von 1 bis über 10 mmHg. Zusätzlich galt in der Medizin schon lange, dass Stress das Risiko einer Art. Hypertonie erhöht. Viele Kinder empfinden Maske als Stress, manche entwickeln Depression oder äußern den Eltern gegenüber sogar die Suizidgedanken (ich hatte gestern ein paar herzzerreißende Elternbeiefe dem Prof. Martin geschickt, wenn Sie wünschen, kann ich Ihnen auch Dutzende davon weiterleiten)…eine Frage an die Wissentschaft, ob ich mit oft über den Normbereich liegenden Adrenalinwerten ein erhöhtes Risiko an Art. Hypertonie oder an Pheochromozytom zu erkranken habe, finde ich angemessen und nicht als Panikmache. Ich habe nie behauptet, dass ich die Entstehung von Nebennierentumore nachgewiesen habe. Lesen Sie doch die Texte richtig und verdrehen Sie bitte meine Aussagen nicht.

  • Silke

    Finden Sie nicht, dass Sie sich selbst überschätzen, wenn Sie Ihr E-Book „ALLES ÜBER CORONA“ nennen?

    Glauben Sie wirklich, dass Sie ALLES darüber wissen und somit die Weisheit mit Löffeln gegessen haben?

    • Herbert Renz-Polster

      Nein, das glaube ich nicht, was auf einem Buchcover steht ist oft anfechtbar 😉 Darüber hinaus glaube ich, dass ich meine Grenzen ganz gut kenne. Aber danke für den Hinweis!

  • Ina

    Lieber Herr Renz-Polster,

    vielen Dank für Ihre gute und fundierte Auseinandersetzung mit den Thesen von Herr Janzen und die anderen, unaufgeregten Artikel zum Thema. Sie leisten so einen wichtigen Beitrag in diesen meinungsstarken Zeiten!

    Herzliche Grüße aus Weingarten

  • Romedius

    Sowohl der Artikel und die Reaktionen darauf demonstrieren deutlich in welchem Grad Covid19 als politische Waffe misbraucht wird.
    Was mich dabei am meisten bekümmert ist die Blosslegung einer tiefliegenden Polarisierung, die es ganz offensichtlich in allen unseren westlichen Demokratien gibt.
    Dazu kommt die von den sozialen Medien verstärkte Verwischung der Grenzen zwischen Fakten und Fiktion.
    Eine Gesellschaft in der es keine Einigkeit über grundsätzliche Werte gibt, wo man sich darüber streitet was schwarz oder weiss ist, oben oder unten, kann ganz einfach nicht funktionieren und ist zum Scheitern verurteilt.
    Das ist der Punkt wo wir heute, nach gerade einem Jahrhundert mit Demokratie, stehen.
    Die Pandemie hat dazu beigetragen diese Situation deutlich zu machen.

    • Katharina Teufel-Lieli

      Natürlich gibt es eine Polarisierung. Eine Politik, die das Wohl einer kleinen Bevölkerungsgruppe über das Wohl aller anderen stellt, kann kurzfristig funktionieren, wird aber auf Dauer nur Spaltung ergeben. Der Staat hat nicht das Recht, eine Arbitrage durchzuführen, also eine Abwägung, wessen Gesundheit wichtiger ist.

  • Kati Cysarke

    Lieber Herr Renz-Polster, vielen Dank für Ihren Artikel und dass Sie sich so um den Schutz von Kindern bemühen. Die Panikmache von Herrn Janzen steckt so viele an… Wie Sie, bin ich dafür, die grundsätzliche Frage (was passiert bei Kindern, die längere Zeit Masken tragen), unaufgeregt wissenschaftlich zu untersuchen. Ich hoffe sehr, dass Sie auch einen neuen Artikel schreiben, wenn die erste Studie dazu herauskommt.

    Liebe Grüße, Kati

  • H. Schmitt

    Was mich wirklich traurig macht?
    Ein Mann, der in Sorge ist, versucht auf jegliche Art und Weise Unterstützung zu finden, dass die Auswirkungen von längerem Tragen der Maske bei Kindern untersucht werden. Er findet nirgendwo Gehör oder Unterstützung. In der Verzweiflung versucht er selbst, etwas zu tun. Doch nun passiert Folgendes, anstatt dass ihm Experten helfen, wird er zerrissen.
    Wie einfach ist es, die Versuche, den Dingen auf den Grund zu gehen, in den Boden zu stampfen, anstatt selbst aktiv zu werden? Hier geht es darum, dass es keine repräsentative Studie gibt, die die gesundheitlichen Auswirkungen bei Kindern untersucht, wenn diese längere Zeit Masken tragen. Jedem sollte klar sein, dass augenscheinlich niemand dieses heiße Eisen anfassen möchte und auch die Universität in Witten-Herdecke macht dies nur in Eigenregie und betont auffällig deutlich, dass sie keine Maskengegner sind. So weit ist der Diskurs schon gekommen. Die berechtigte Sorge um unsere Kinder wird in Ecken geschoben, wo sie nicht hingehört und nur weil Verschwörungstheoretiker diese Bedenken teilen, sind die Ansichten per se fragwürdig und natürlich dann auch zwangsläufig die Menschen, die sich um dieses Thema wirklich sorgen.
    Kinder in der Grundschule müssen/mussten in manchen Bundesländern bereits im Unterricht Masken tragen.
    Und die Kinderärzteverbände werden einfach nicht aktiv, obwohl sie nur davon sprechen, dass ihrer Erkenntnis nach NUR GESUNDE KINDER AB 10 JAHREN Maske dauerhaft tragen sollten. Doch trotzdem gibt es keinen Aufschrei unter den Ärzten, als in einigen Bundesländern angeordnet wurde, dass Kinder bereits mit 6 Jahren im Unterricht Masken tragen müssen.
    Ein Jahr ist vergangen und die wirklich entscheidenden Themen wurden nicht untersucht. Wenn sich Widerstand unter einzelnen Ärzten und Eltern erhebt, kann man sich schön zurücklehnen und sagen, dass dies ja keine Wissenschaftler sind und die Aussagen nicht qualifiziert. Und da die Regierung diese notwendigen Studien gar nicht in Auftrag gibt, müssen wir nun hoffen, dass engagierte Menschen wie an der Universität Witten-Herdicke versuchen, Licht ins Dunkle zu bringen und sich dabei nicht beirren lassen.
    Und der Rest lässt sich in Nebenschauplätzen verwickeln, anstatt alles in seiner Hand liegende zu tun, das Kindeswohl zu schützen. Denn so lange wir die Auswirkungen nicht kennen, gibt es immerhin ein mögliches gesundheitliches Risiko. Verantwortungsbewusste Menschen, die wirklich die körperliche Unversehrtheit von Kindern als höchsten Maßstab werten, sollten hier deutliche Signale setzen!
    So wie Gerald Hüther, der auch die Risiken der Maßnahmen bei Kindern betrachtet. Ist er nun in das Lager der Verschwörungstheoretiker gewechselt? Nein, er hat sich bloß nicht von der aufgeregten wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Corona-Krise von seinen eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Gesundheit von Kindern abbringen lassen und steht für seine Meinung ein, die in vielen Augen unbequem und unpopulär sein mag. Diese Menschen brauchen wir mehr denn je!

    • Herbert Renz-Polster

      Danke.
      Sie schreiben:
      „Ein Mann, der in Sorge ist, versucht auf jegliche Art und Weise Unterstützung zu finden, dass die Auswirkungen von längerem Tragen der Maske bei Kindern untersucht werden. Er findet nirgendwo Gehör oder Unterstützung.“
      Das stimmt nicht. Demnächst erscheint eine sehr sorgfältig geplante Studie einer deutschen Universität, die der von Hernn Janzen angeregten Frage nachgeht.
      Sie schreiben auch: „Doch nun passiert Folgendes, anstatt dass ihm Experten helfen, wird er zerrissen.“ Das stimmt zumindest nicht, wenn Sie mich dabei meinen: ich zerreisse nicht Herrn Janzen, ich kritisiere die Interpretation seiner Arbeit, die er vornimmt. Und das deshalb, weil sie Ängste schürt, die faktisch unbegründet sind. Ich finde, dass es für mich als Kinderarzt schon in Ordnung geht, wenn ich die Eltern hier entsprechend informiere.
      Und noch was: Ich bin für jede Stimme froh, die sich für die Kinder in der Pandemie einsetzt, ich habe endlos viel Zeit damit verbracht, eben das zu tun.

      • Janzen

        Das stimmt so nicht was Sie schreiben. Ich habe von Mai bis Oktober hunderte Briefe an die Unikliniken, Politiker, Ämter und VIPs in Deutschland verschickt. Erst nach dem ersten Video hat sich Prof. Martin von UWH bei mir gemeldet und seine Hilfe angeboten. Im Oktober hatte er mich angerufen und über pos. Votum der Ethikkomission berichtet. Er war von Beginn an daran interessiert schnell diese Studie durchzuführen. Nach Rücksprache mit ihm hatte ich bereits im Oktober mehrere Familien beauftragt die Urinproben bei den Kindern zu sammeln. Die ersten 10 Proben bei 5 Kindern zeigten Auffälligkeiten. Ich habe mit einem Video tausende Menschen gebeten für diese Studie (hatte sehr viele Angebote über Finanzierung gehabt) für die UWH auf deren Konto zu spenden ( hunderte haben gespendet, die genau diese These kläre wollten, darunter viele meine Freunde und Familienangehörige)…ich habe bei Labor Krone in Bad Salzuflen angerufen und mir beiden Chefs gesprochen ob sie uns Rabatt für die Urintestungen machen würden…die versprachen mit eine Spende im Wert von 12000 Euro (120 Proben gratis, 100 Euro je Probe). Bevor ich per Videobotschaft an die Menschen appelliert habe und um Spenden gebeten habe ich Prof. Martin gefragt ob er mir versprechen kann, dass wir diese Studie unabhängig vom Gegenwind der Regierung durchführen werden. Er versprach mir das und ich drehte beruhigt das Video mit der Bitte um Spenden für ihn. Dann sagte Prof. Martin, dass er doch keine Adrenalinproduktion untersuchen möchte (es sei zu teuer (eigentlich dank mir wäre es gratis), zu aufwändig und außerdem hatte ein paar Kollegen von ihm es ausprobiert und fanden keine interessante Hinweise auf Überproduktion). Ein paar Tage später habe ich in einer Septemberzeitschrift gefunden, dass er mit BVKJ zusammen arbeitet und die BVKJ waren immer dafür, dass Maske für Kinder keine Gefahr darstellt. Dann hatte ich den Prof. Martin gefragt ob ich evtl. mehr Proben Liefern sollte um es genau zu untersuchen…er sagte „machen Sie mal Herr Janzen“. Daraufhin habe ich noch mehrere Kinder auf die Katecholaminproduktion untersucht und die Ergebnisse an Prof. Martin gesendet. Erst nach dem mir klar wurde, dass er diese Studie in dem Format wie wir im Oktober besprochen haben, nicht machen wird (ich hatte ihn mehrfach direkt gefragt ob es Druck auf die Geschäftsführung oder auf ihn gibt, der antwortete nichts, lies nur meine Nachrichten)…erst dann habe ich verzweifelt entschieden ein paar Kinder, welche an der Maske leiden, in meiner Freizeit zu untersuchen. Und nun bezeichnen Sie mich als Coronaleugner, Verharmloser der Epodemie, Panikmacher und was ich am schlimmsten finde als Bedrohung der Wissenschaft? Können Sie gut schlafen? Ich schlafe schon lange schlecht…aber nicht weil ich schlechtes Gewissen habe, sondern weil ich verstanden habe was für Kollegen ich habe und in was für einem verlogenen Land wir leben. PS: wenn es sein muss, kann ich alles was ich sagte und geschrieben habe, nachweisen. Ob Prof. Martin die Katecholaminproduktion untersucht hat ist mir nicht bekannt. Aber genau dafür haben viele Menschen großzügig gespendet. Die CO2 Messungen unter der Masken haben schon viele Untersucht, die Adrenalinproduktion keiner! Bald ist ein Jahr, dass wir Kinder zwingen unabhängig vom physischen und psychischem Zustand Maske zu tragen. Die gründliche Studien gibt es immer noch nicht. Meine Arbeit habe ich nie als Wissenschaft betitelt! Sie werden mir immer Unwissentschaftliches Vorgehen vor. Diese weist aber auf die Gefahren der Maske und des Maskenzwangs bei Kindern hin. Mehr kann ich als Kinderarzt leider nicht tun. Prof. Martin, BVKJ und Regierung schon! Hätte irgendeine Klinik oder irgendein Politiker im Sommer auf meine unzähligen Bitte Briefe reagiert, würde ich mich nicht mal bei YouTube anmelden. Budd er nach 5 Monate Ignoranz haben mir diese Menschen keine andere Wahl gelassen.

      • Corinna W.

        Herr Janzen „schürt Ängste, die faktisch unbegründet sind“? Tatsächlich? Die Antworten auf die Fragen, die er stellt, liegen doch noch gar nicht vor. Dass das dauerhafte Tragen von Masken bei Kindern zu dauerhaften Schäden fuhren KANN, wurde bisher nicht widerlegt. Und dennoch müssen dies die Kinder seit Monaten! Ohne dass wir wissen, welche Auswirkungen das möglicherweise haben kann. Ich halte das für sehr bedenklich und kindeswohlgefährdend!
        Ich schätze Ihre Arbeit so sehr, aber in diesem Punkt stehen Sie leider nicht mehr auf der Seite unserer Kinder – leider!

      • Christina Friedrich

        Herr Renz-Polster, ja es wird zu diesem Themaeine Studie im Kreiskrankenhaus Prignitz durchgeführt. Diese Studie ist seit mindestens 1 Jahr überfällig und ich habe ein paar Fragen an Sie:
        Haben Sie eine Studie zu diesem Sachverhalt angeregt? Warum, wenn nun eine Studie den Sachverhalt untersucht, behaupten Sie das Tragen der Masken sei für Kinder ungefährlich? Wie fundiert und tragfähig ist diese Aussage denn? Und warum beschimpfen Sie Menschen als CoronaLeugner oder diffamieren Sie als Menschen aus dem rechten Spektrum? Diese Unterstellungen sind unangemessen und entsprechen nicht der Realität, wie bereits eine Studie aus Österreich gezeigt hat. Ich trage in der Klinik den gesamten Tag eine Maske und brauche sicherlich keine Untersuchungen, um festzustellen, dass das eine erhebliche Anstrengung bedeutet. Auftretende Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel und erhöhten Puls haben viele Kolleginnen. Ich beispielsweise bin weder politisch rechts noch leugne ich Corona, hege aber erhebliche Kritik an den Maßnahmen. Die Kollateralschäden werden in den kommenden Jahren alles übertreffen, was wir mit den Maßnahmen begrenzen wollten. Diese Prognose kann ich anhand der derzeitigen Entwicklung vermuten, insbesondere was die Kinder betrifft. Dabei meine ich insbesondere psychische und soziale Probleme, neben gravierenden Traumatisierungen der Risikogruppe Kinder in Gewalttätigen Familien! Ich finde Ihre Haltung gegenüber einem Kollegen, der kritisch ist nicht angemessen. Herr Janzen ist kein Leugner, im Gegenteil. Er hat überall auch in diesen Zeiten unterstützt und mitgearbeitet. In meinem Kontakt mit ihm, habe ich ihn besorgt aufgrund des Gesundheitszustandes der Patientinnen erlebt. Er kam ja erst sekundär auf die Idee, dass die Masken einen Anteil daran haben könnten. Das ist die Aufgabe eines Kinderarztes und sollte auch Ihre sein. Vielleicht wäre es auch für Sie sinnvoll genauer und kritischer hinzusehen, denn was passiert wenn Sie Ihren Patientinnen irgendwann erklären müssen, warum Sie so bedenkenlos waren und wie Sie das nun verantworten? Das Ergebnis der Studie ist offen und wird hoffentlich nach bestem Gewissen und wissenschaftlich Qualitätsstandards ausgewertet. Ich sage Ihnen nur eines, Menschen, die den ganzen Tag mit Maske arbeiten, haben aufgrund ihres eigenen gesunden Menschenverstands und den eigenen Wahrnehmungen und Einschränkungen eine deutlich kritischere Haltung als Sie! Ich würde Sie als Kinderarzt -ehrlich gesagt- nicht wählen, Sie sind mir eindeutig zu unkritisch.

        • Johannes P

          HRP behauptet nirgendwo dass das Tragen von Masken für Kinder ungefährlich sei.. Haben Sie den Blogpost gelesen? In dem Blogpost geht es um die Methoden und die Interpretation von Herr Janzen. Diese werden kritisiert.

          HRP schreibt:


          Zweitens. Ich stimme deshalb mit Herrn Janzen aus für- und vorsorglichen Gründen überein, dass

          – Kinder in der Kita keine Masken tragen dürfen
          – Grundschulkinder Masken nur zeitweise tragen dürfen
          – Kinder bei sportlicher Aktivität keine Masken tragen dürfen
          – Schwangere unter der Geburt keine Masken tragen dürfen.

        • Caroline Keeling

          Liebe Frau Friedrich,
          ich habe jetzt noch einmal den Text von Herbert Renz Polster gelesen und bin baff erstaunt darüber, dass meine Auffassung dieses Textes so von der Ihrigen abweicht.
          Haben Sie den Text konzentriert und bewusst gelesen, oder eher überflogen? Mich interessiert das wirklich, ich kann mir das nicht erklären, es ist als hätten wir zwei unterschiedliche Texte gelesen!
          Liebe Grüsse!

  • Anna F.

    Sehr geehrter Herr Renz-Polster!
    Ich meine mich zu erinnern, dass Sie dafür plädiert hatten, dass eine Maskenpflicht bei Kindern und Jugendlichen in der Schule nur angeordnet werden solle, wenn vorher überprüft wurde, dass die negativen Folgen für die Kinder und Jugendlichen nicht überwiegen? Mittlerweile hört es sich so an, als ob Sie mit dem Strom schwimmen und die Kinder halt Masken tragen sollen bis es irgendwann Studien zu deren Risiken und Nutzen gibt. Das macht mich traurig. Ich hatte gehofft, dass Sie zu Ihrer Meinung stehen.

    Ich bin eigentlich ein Fan von Ihnen. Ich habe seit meiner ersten Schwangerschaft begeistert Ihre Bücher gelesen und habe mit anderen Eltern über Sie gesprochen.
    Das Buch Erziehung prägt Gesinnung muss ich wohl mal lesen. Wäre spannend, jetzt wo so viele unserer Grundrechte seit so langer Zeit eingeschränkt sind und viele in diesem Land einfach mitmachen, sich von Angstpropaganda einschüchtern lassen. Wir bekommen in Deutschland wieder eine Identitätsnummer und die Software für den digitalen Impfausweis wird sich schon entwickelt – auch wenn der dann bestimmt nicht kommt. *Ironie off*

    Ich bin sehr enttäuscht, dass Sie weiterhin so undifferenziert von „Corona-Leugnern“ berichten. Dass so viele Ihrer bisher geschätzten Kolleg*Innen dann auch in dieses Spektrum gehören, macht Sie nicht stutzig? Regt es nicht an, sich eindringlicher damit zu beschäftigen?
    Ich sehe viele Menschen, nicht nur Kinder und Jugendliche, die unter den Maßnahmen der Regierung leiden. Ich lese davon, wie alte Menschen in Pflegeheimen isoliert werden und ihre Familien nicht mehr sehen dürfen. Ich lese dann, dass es im Jahr 2020 keine Übersterblichkeit gab. Die Krankenhäuser waren in Deutschland nicht ausgelasteter als in den Vorjahren. Im Sommer wurden Betten abgemeldet. Ich könnte noch unendlich weiter machen. Es gibt so viele Aspekte, die so viel Leid erzeugen.
    Ich glaube, dass Corona schwere Krankheiten bedingen kann. Aber die Maßnahmen bedingen noch so viel mehr Leid.
    Sehen Sie das nicht?

    Viele Grüße

    • Herbert Renz-Polster

      Danke. Ich habe in diesem Beitrag in keiner Weise meiner bisherigen Meinung widersprochen, ich habe sie wiederholt. Es geht mir hier um den Missbrauch angeblicher Wissenschaft in einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Diskussion.
      Ihre Meinung, dass es 2020 keine Übersterblichkeit gab stimmt nicht, sie war in vielen Ländern erheblich (siehe die Webseite euromomo.eu) – auch abhängig von den getroffenen anti-pandemischen Maßnahmen. Dass diese eine Gratwanderung darstellen, bei der manchmal auch keine wirklich guten Lösungen möglich sind, ist mir bewusst.

      • Anna F.

        Vielen Dank für Ihre Antwort!
        Ich meinte eine Übersterblichkeit in Deutschland. Laut CODAG Bericht der LMU gab es nur eine geringe und nur in ein paar Bundesländern am Ende des Jahres.

      • Maria

        Ich drifte wohl auch langsam aber stetig in die rechte – nein lieber in die esoszene denn ich kenne 2 Menschen (nur um eine Ecke und nicht um 5) die definitiv NICHT am Virus gestorben sind aber es so vermerkt wurde und die so dann wohl in die Statistik eingegangen sind. Und wenn ich als mickriges Würmchen schon 2 davon kenne und ja nun massenhaft solcher und ähnlicher Fälle aufploppen (schwer nachzuprüfen? – ich habe keine ahnung) dann stellt sich mir die Frage (die man aber ja nicht stellen darf) ob das mit der übersterblichkeit so drastisch ist. Und ja ich weiß die Bilder aus……..

        Aber wie gesagt komm ich kleines Würmchen aus einer kleinen Stadt und kenne zum Glück keinen den es sehr schwer getroffen hat. Und ich kenne viiiiiiele die es hatten! Deswegen muss ich mich auch zu der Eso-Gruppe zählen, denn verleugnen kann ich’s schonmal nicht mehr und Edelsteine find ich schon ganz dekorativ

        • maxxas

          Der Verfasser des Artikels sieht sich selbst gern, als den ausgewogenen neutralen Schiedsrichter, der dem goldenen Weg der Mitte folgt… Außer in der Bewertung von Corona. Hierbei ist er eher den Panikmachern zuzurechnen. Dementsprechend ist auch seine publizistische Tätigkeit einzuordnen

  • Elisabeth B.

    Sehr geehrter Herr Renz-Polster,
    so sehr ich Ihre Haltung zu Erziehungsfragen und Ihr Verständnis für unsere Kleinsten schätze, so sehr verstört mich auf der anderen Seite Ihre Einstellung zu allen, die die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des SARS-COV 2-Virus kritisieren. Fatal ist Ihre delegitimierende Bezeichnug dieser Kritiker als „Corona-Leugner“. Es ist verständlich, dass Sie aus Ihrer therapeutischen Sicht auf die schweren Verläufe von von COVID-19 hinweisen, keiner spricht Ihnen Ihre Erahrung ab. Etwas anderes ist aber die Betrachtung auf gesellschaftlicher Ebene. Hier sind wir verpflichtet, nach Zahlen und Definitionen zu fragen. Ihnen ist doch bekannt und bewusst: Der unselige PCR-Test, der aus gutem Grund nicht für diagnostische Zwecke zugelassen ist (Beipackzettel), kann nicht zwischen totem und lebendem Virusmaterial unterscheiden. Deswegen ist ein positives Testergebnis erst einmal nicht von Belang. Alle darauf basierenden Zahlenspielereien sind Augenwischerei, weil positv Getestete (auch Gesunde!) als „Infizierte“ bezeichnet und damit alle Maßnahmen begründet werden. Meines Erachtens wird mit der „Maskenfrage“ das Pferd vom Schwanz aufgezäumt, die menschenunwürdige Maskenpflicht ist generell in Frage zu stellen. Der Schweizer Immunologe Beda M. Stadler hat für die Behauptung, dass eine Erkrankung an Covid-19 gänzlich symptomfrei verlaufen könne, nur beißenden Spott übrig und kritisiert sich selbst dafür, dass er im Frühjahr 2020 diesem Irrglauben aufgesessen ist. Stadler ist ein wissenschaftliches Schwergewicht, nicht irgendein „Corona-Leugner“. Warum also müssen Menschen, die keine Symptome haben, also gesund sind, mit Masken herumlaufen, ob Kind oder Erwachsener? Wer Symptome hat, bleibt zu Hause. Dieser einfache Grundsatz würde schon reichen, um Ansteckungen zu begrenzen. Eine gesamte Gesellschaft präventiv einzusperren und zahlreiche Grundrechte außer Kraft zu setzen, ist aus der Sicht der Maßnahmenkritiker schlicht unverhältnismäßig.

    • Johannes P

      Als Politiker braucht man nunmal einen Kompass, wann welche Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung ergriffen werden sollen. Die Inzidenzwerte anhand der PCR Tests abzuschätzen ist da sicherlich hilfreich, auch wenn sie nicht das Infektionsgeschehen 1:1 abbilden. Die Übersterblichkeit ist eine weitere Metrik anhand der man die Schwere der Pandemie ablesen kann, allerdings zeitlich zu sehr versetzt um Maßnahmen daran zu koppeln. Allerdings kann man anhand dieser in Retrospektive abschätzen wie gut die Maßnahmen geholfen haben. Auch sieht man, dass die Übersterblichkeit zeitlich versetzt mit den (durch PCR-Tests ermittelten) Inzidenzwerten korreliert, ganz Humbug scheinen sie also nicht zu sein 😉

      Zur Maskenfrage: Ein Problem ist, dass man schon bevor man Symptome hat ansteckend ist.

      • Anna F.

        Wow, das ist ja mal vernichtend für diese drei Wissenschaftler.
        Ich würde mir doch eine ehrliche Auseinandersetzung mit Kritikern der Corona-Maßnahmen wünschen. Warum ist Ihnen so daran gelegen, andere zu diffamieren? Stattdessen wäre eine ehrliche Auseinandersetzung wünschenswert.

        Im Übrigen ist unsere Reisefreiheit eingeschränkt und wir können auch nicht mehr frei entscheiden, ob wir uns dem Risiko der Erkrankung aussetzen, wenn wir in ein Cafe, Restaurant oder ein Geschäft gehen. Ganz zu schweigen von kulturellen Veranstaltungen, etc – das wissen Sie ja alles selbst.

    • Corinna W.

      Ich kann Ihrem Kommentar nur voll und ganz zustimmen!

  • Anna G.

    Lieber Herr Renz-Polster,
    danke für ihren differenzierten Beitrag!
    Ich bin durchaus auch der Meinung wie viele hier und auch sonst, dass das Thema Masken bei Kindern systematisch wissenschaftlich angegangen werden müsste, allerdings ist das ganze Thema doch deutlich vielschichtiger als nur die körperliche Reaktionen bei Kindern durch die Masken zu betrachten. Gerade bei jüngeren Kinder (z.B. im Grundschulalter) wäre es doch auch interessant, z.B. mal zu untersuchen, wie diese mit dem ganzen Handling, d.h. korrektes An-/Ablegen etc. so weitgehend selbstständig zu Recht kommen wie es im Schulbetrieb nötig ist, damit überhaupt die volle zu erwartende Schutzwirkung eintreten kann. Ich bezweifle, dass die Lehrer*innen da auch noch jedem einzelnen Kind helfen können, neben den ganzen anderen neuen Herausforderungen im Schulalltag (wie Hände waschen und Lüften organisieren und Abstände überwachen etc.). Außerdem wäre es interessant, falls sich herausstellen sollte, dass sich das Maskentragen tatsächlich nachteilig auf die Kinder auswirkt, wenn dann entsprechend eine Risikoabwägung bzw. ein Vergleich mit möglichen Langzeitschäden oder Folgen einer Covid19-Erkrankung stattfindet. Ich habe selbst eine Erstklässlerin und zwei Kita-Kinder und verfolge daher aus eigenem Interesse die ganze Diskussion, um die Schließung/Öffnung von Kitas und Schulen sehr genau. Dort gibt es eben, wie bei allen anderen Themen auch, nicht die homogene Gruppe „die Eltern“, sondern eben auch viele verschiedene Interessen und Ängste. Es gibt diejenigen, die Angst haben, ihre Kinder mit Masken in die Schule zu schicken, aus Angst vor gesundheitlichen Schäden daduch (auch das Thema einatmen von Mikroplastik schwirrt da z.B. herum) und auf der anderen Seite gibt es eben auch jene Eltern, die große Angst vor einer Corona-Infektion bei ihren Kindern oder sich selbst haben und ihre Kinder deshalb NUR mit Maske überhaupt in die Schule lassen wollen. Auch das Alter der Kinder spielt natürlich eine Rolle… Es ist eben nicht alles schwarz-weiß und es ist an der Zeit, den „Grautönen“ wissentschaftlich auf den Grund zu gehen und sich darauf basierend sinnvolle Konzepte zu überlegen, wie möglichst alle Kinder die nötige Bildung/Betreuung erhalten können, unter dem geringsten möglichen Risiko. Dazu gehören sicher mehr Bausteine als nur das Tragen von Masken, das ist klar. Auch klar ist, das Angst nie ein gute Ratgeber ist. Ich wünsche mir jedenfalls für meine Tochter, dass sie überhaupt wieder regelmäßig zur Schule gehen darf und das möglichst sicher. Es wäre wünschenswert, wenn sich die Wissenschaft mal damit befasst, was dafür nötig/möglich wäre.
    Ich fürchte, ich bin etwas vom eigentlichen Thema abgedriftet, musste das aber einfach mal loswerden.
    Liebe Grüße, Anna G. (Mama von 3 Kindern und großer Fan ihres Blog schon seit der ersten Stillzeit 😉 )

    • Katy

      Da bin ich ganz mit Ihnen einverstanden! Ich hätte es nicht besser schreiben können!
      Zum Masken tragen möchte ich auch noch hinzufügen, wie bereits oben jemand erwähnt hat, gibt es keine Zertifikate für die Masken, die in einigen Ländern massenhaft gratis an die Bevölkerung verteilt wurden. In Belgien hat sich z. B. herausgestellt, dass eine bestimmte (Stoff)Maske, in Luxembourg hergestellt, Metallpartikel abgeben und somit höchst schädlich sind. Kann mir jemand versichern, dass mein Kind keinen Schaden nimmt? Es ist auch nicht nur an Ärzten, Fragen zu stellen und Antworten zu fordern! Es unsere primäre Pflicht als Eltern, uns um das Wohlergehen unserer Kinder zu sorgen! Und dieses hier politisch und gesellschaftlich als Corona Leugner und Trumpwähler zu betiteln oder in sonst eine politische Ecke zu schieben ist m. M. einer wissenschaftlichen Diskussion unwürdig! Vor allem da die Wissenschaft ganz offensichtlich ihre Auftraggeber hat. Und mit Panikmache hat das alles, davon bin ich überzeugt, nicht das Geringste zu tun. Ganz im Gegenteil! Panikmache wird von den Mainstream Medien verbreitet (–> Kriegsrethorik).
      Vielleicht war die ursprüngliche Idee dieser Stellungnahme durch HRP, dessen Bücher ich mit viel Interesse und Überzeugung gelesen habe, in der Tat wohlwollend gemeint. Aber er macht es sich, wie viele heutzutage, viel zu einfach, sich an (ob nun wahr oder nicht, mag ich hier nicht beurteilen) einigen Themen zu stören und damit das ganze Gedankenkonstrukt- und dann auch noch die Person selber (=Coronaleugner) in Frage zu stellen. Es gibt Corona, das ist Fakt, aber die Frage, nach einem Jahr Erfahrung, ist doch: sind die Maßnahmen gerechtfertigt? Wäre es nicht sinnvoller, sich die Frage zu stellen, wieso es so viele Risikopatienten gibt? Wieso sind KH dermassen überlastet? Und wieso werden Responsabilitäten auf einmal und irgendwie ganz selbstverständlich vertauscht? Darauf habe ich bis jetzt auch noch keine Antwort gefunden und die wird es wohl auch nicht geben.

  • Olga

    Lieber Herr Dr. Renz-Polster, danke für diese Einordnung. Eine Frage habe ich trotzdem: Sie stimmen anscheinend der Aussage zu, dass Maskentragen für Kindern schädlich sein kann. Und da es sehr wohl im Bereich des möglichen zu versorgen ist: warum müssen denn Kindern Masken tragen bevor es eindeutig geklärt ist?
    Wie auch immer diese Frage später geklärt wird: solange wir nicht sicher sind, lassen wir ein Experiment zu am lebenden Kind! Und wenn es dann doch so schlimm kommt, was sagen wir den Kids und deren Eltern?
    Dass wir ohne das bessere Wissen an ihnen rumexperimentiert haben und ach so sorry sind?
    Liebe Grüße

  • Sandra

    Lieber Herbert,
    nun habe ich das Bedürfnis hier einen Kommentar zu schreiben (bin normalerweise „nur“ stille Mitleserin).
    Ich danke dir dir für diese unermüdliche Aufklärungsarbeit, ich habe mich über diesen Text sehr gefreut. Mich erreichen auch einige „Studien“, die in den sozialen Netzwerken mehrfach geteilt und als „wissenschaftlich fundiert“ dargestellt werden – und ganz ehrlich: Mein Herz, das für die Wissenschaft schlägt, blutet jedes Mal. Ich kann ja total nachvollziehen, dass sich Menschen an eben jene und jede „Studien“ klammern (die ihre eigenen subjektiven Empfindungen bestätigen), weil sie Hoffnung haben, dass sich etwas ändert. Ja, verdammt auch mich nervt es im Alltag stundenlang die Maske zu tragen, aber was mich noch sehr viel mehr nervt ist, dass die Rechten nun versuchen den Diskurs an sich zu reißen und die Kinder für die eigenen politischen Interessen zu instrumentalisieren. Deine Texte tun gewiss an manchen Stellen weh, aber das machen differenzierte Texte aus, die eben kein schwarz-weiß-Bild zeichnen. Dafür vielen Dank. Herzlichst, Sandra

  • Eugen Janzen

    Zu Ihrem Nachtrag vom 02.03: ich hatte gestern spät Abend nach der ausdrücklichen Bitte von Herrn Prof. Martin, von welchen ich viel halte, zwei Worte aus dem Satz entfernt: Nebennierentumor und Migräne. Er meinte viele Menschen können den Unterschied einer Behauptung und Überlegung bzw. These nicht erkennen und werden unnötig panisch. Um diesen einfach gestrickten Menschen, welche zwar lesen aber nicht verstehen, was sie lesen, die unnötige Ängste zu ersparen, habe ich die zwei von drei Beispiele der Erkrankungen gelöscht. Der Satz ist hier: „Chirurgische Masken bieten theoretisch zwar weniger Schutz, werden aber besser toleriert und verursachen einen nur geringen pCO2-Anstieg. Die FFP2-Maske mag zwar etwas besser vor Viren schützen, sie wird aber meistens weniger gut toleriert und erscheint auf Dauer mehr ungesund zu sein. Wenn ich im Arbeitsalltag unter deutlicher Überproduktion der Stresshormone arbeiten muss und das womöglich über eine längere Zeit, kann aus meiner Sicht das Risiko einer Erkrankung, z.B. an einer arteriellen Hypertonie höher als ein Infektionsrisiko ohne Maske sein. Und wenn ich nach 2 Jahren Maske tragen dann doch die Infektion bekomme, fragt man nach dem Nutzen des ganzen Vorhabens.“ Wo habe ich behauptet, dass ich die Entstehung der Tumoren nachgewiesen habe? Merken Sie Unterschied zwischen „kann aus meiner Sicht…sein“ und ich behaupte, dass? Und was habe ich bitte schön mit rechter Szene zu tun? Ich bin weniger rechts als Sie würde ich mal behaupten. Die meisten meinen Patienten sind mit Migrationshintergrund und sind mit mir bestens zufrieden, mein Freund und Kollege aus der Stadt ist ein Syrer und er kennt mich hundertmal besser als Sie, ich habe auch ein paar gute deutsche Ärzte, welche die unkontrollierte Migration für Deutschlands Zukunft nicht gut halten sind aber selber mit Ausländern befreundet oder gar verheiratet. Ich möchte mich von allen Geselschaftsspalter, Rechten und Coronaleugner aber auch von Denunzianten, Diffamanten und Menschen wie Sie mit aller Deutlichkeit distanzieren. Gesunde Kritik ist etwas anderes als das was Sie machen.

    • Caroline Keeling

      Lieber Herr Janzen,

      Ich hab mehr eine physiologische/psychosomatische Frage:

      sagen Sie, wär es vielleicht auch möglich, dass der Auslöser einer arteriellen Hypertonie bei Ihnen durch Stress generell (unabhängig davon ob Sie selbst im Moment eine Maske tragen) zustande kommt? Es hört sich für mich so an, als ob Sie emotional sehr aufgerührt sind in Ihrem Engagement um die Maskenfrage.

      ( Artikel aus dem Journal für Hypertonie: Psyche, Stress und hoher Blutdruck https://www.kup.at/kup/pdf/11969.pdf )

      Und ist es eventuell auch möglich, dass die Einstellung der Maske gegenüber einen Einfluss darauf hat, wie unangenehm und stressauslösend das Tragen einer Maske für das Individuum ist? Und wenn ja, könnte man da vielleicht Ansätze schaffen mit kognitiver Verhaltenstherapie, um den Stress beim Maskentragen zu reduzieren?

      Liebe Grüsse

      • Eugen Janzen

        Liebe Frau Keeling, selbstverständlich kann die Entstehung einer Art. Hypertonie mit dem Stress zu tun haben. Und ja, Stress habe ich seit Oktober mehr als genug. Hier nur ein paar Dinge, welche mich leider emotional nicht ganz ruhig lassen: im Sommer völlige Ignoranz der begründeten Bedenken bzgl. Maske bei Kinder; im Herbst Diffamierung durch die lokale Zeitschrift; dann lächerliche und unbegründete Unterstellungen der KV, dann mehrere Auseinandersetzungen mit Juristen der Ärztekammer; dann ständiges löschen meiner Videos durch YouTube; dann nach Veröffentlichung der Antwort unserer Bundeskanzlerin Löschung meines Kanals bei YouTube und am Folgetag tel. Morddrohung, sollte ich mich politisch weiter engagieren, könnte mir etwas zustoßen; dann Nach Versprechen und Vorbereitung der Studie plötzliche Änderung der Meinung der Mitmenschen; deshalb dann viel Arbeit in Eigenregie in der Freizeit; dann, nach Veröffentlichung der Ergebnisse und Fragen an die Politik und Wissenschaft wieder völlige Ignoranz und Fortsetzung der Diffamierungskompagne und drängeln in die rechte Ecke oder in die Ecke der Coronaleugner; und am meisten stresste mich das lesen der Herzzerreißende Emails der verzweifelten Eltern, deren Kinder teils kurz vom Suizid stehen oder massiv psychisch leiden und keiner der Kollegen war bereit diesen Kindern zu helfen (ich habe ein paar hundert dieser Emails und Briefe gespeichert und werde irgendwann diese öffentlich machen, wenn es für mich nicht mehr gefährlich sein wird)..ich konnte noch vieles dazu schreiben…ABER: meine Adrenalinwerte an Tagen ohne Maske unterscheiden sich deutlich von den Werten am Tag mit Maske. Sogar an einem sehr stressigen Tag ohne Maske an einem WE (habe mich den halben Tag massiv wegen Kommentaren bei YouTube aufgeregt) waren die Werte deutlich geringer als an einem ruhigen Tag mit 4 std Maske. Bei gut zwei Dutzend Kinder, welche ich untersucht habe, war ja der selber Effekt zu sehen. Und in der Studie von Bundesumweltamt vom 2008 steht ja schwarz auf weiß, wegen regulatorischer Überproduktion des Adrenalins bei CO2 Rückatmung. Man sollte sich eine Frage stellen was ist Stress? Eine chemische Reaktion, welche zur Produktion der Stresshormone führt. Und wenn die Stresshormone zur Stabilisierung des Blutdrucks wegen blutdrucksenkenden Chemikalien vermehrt produziert werden müssen und man bleibt dabei die Ruhe selbst? Ist es auch Stress oder nur Überproduktion der Stresshormone? Kann dabei auch mit der Zeit eine Art. Hypertonie entstehen oder ist es ausgeschlossen? Genau diese Fragen stelle ich seit nun 7 Monaten ins leere. Fakt ist, dass meine begründete Sorgen bzgl. möglichen Schäden nun seit 9 Monate Maskenzwangs für Kinder immer noch nicht geklärt sind und dass die Regierung keine Interesse an dieser Klärung hat (Beweise werde ich per Video bald liefern oder auch gerne hier reinschreiben) und nun auch die 6 jährige gezwungen werden die medizinischen Masken dauerhaft zu tragen, sogar FFP2 für Kinder unter 10 ist schon normal geworden. BVKJ und andere gehen nicht auf Barrikaden und die wenige, wie ich, welche für Aufschrei sorgen, werden als Panikmacher und Gefährdung der Deutschen Wissenschaft diffamiert. Die Antwort der Bundeskanzlerin stelle ich hier gerne rein.
        Liebe Geüße
        PS: meine Hypertonie ist mir persönlich egal, ich habe keine Angst zu erkranken oder gar zu sterben. Mir macht nur Angst die Vorstellung, dass die ganze Generation in ein paar Jahren davon betroffen sein kann…

        • Caroline Keeling

          Lieber Herr Janzen,
          danke für Ihre Antwort. Ich bin ehrlich beeindruckt von Ihrem Engagement und den persönlichen Opfern die Sie dabei gebracht haben. Dass Sie deswegen Morddrohungen erhalten haben macht mich sprachlos (Herr Renz-Polster hat, wenn ich mich korrekt erinnere ebenfalls schon Drohungen erhalten). Ich finde Ihnen gebührt Anerkennung für all die Arbeit, die Sie investiert haben und dafür, dass Sie sich dem öffentlichen Diskurs stellen. Unbequem sein ist kein Spass finde ich.

          Aus Vorlesungen und Fortbildungen zum Thema Biostatistik weiss ich, dass die statistische Auswertung von Daten keinen grossen Platz im Humanmedizin-Studium einnimmt. Ich glaube nur eine Minderheit der Mediziner (wie z.B. Herr Renz-Polster denke ich, im Rahmen seiner Tätigkeit am Institut for Public Health in Mannheim) hat Erfahrungen mit der Erhebung und der Auswertung von Daten für medizinische Projekte. Ich denke , dass Sie sich deshalb zu einer unvorsichtigen Interpretation der von Ihnen erhobenen Daten hinreissen haben lassen (den Eindruck habe ich zumindest).

          Ich kann Ihre Fragen zum Thema Stresshormone leider auch nicht beantworten. Ich kann mir vorstellen, dass es da einige technische Tücken gibt, die eine Quantifizierung von Stress mittels Markern wie Adrenalin oder Cortisol erschweren (Geringe Halbwertszeit, Interindividuelle Variabilität ect.). Und wenn es sich um nur geringe Erhöhungen handelt, dann heisst das Sie müssen eventuell sehr, sehr viele Kinder testen bevor Sie eine sichere Aussage machen können.
          Ich hoffe, dass Sie sich trotz des Stresses darüber freuen können was Sie erreicht haben und dass wir alle zusammen einen offenen Geist kultivieren um weiter zu lernen!

          Liebe Grüsse!

    • Johannes P

      Herr Janzen, ich finde der Unterschied zwischen „kann aus meiner Sicht…sein“ und „ich behaupte, dass“ ist nicht sehr groß.

      • Eugen Janzen

        Ich finde schon sehr großer Unterschied zwischen „kann es sein, dass ich mit oft unnormal erhöhten Adrenalinwerten eine Krankheit entwickle?“ und „ich habe bewiesen, dass diese Krankheiten davon auftreten „. Wenn man die Meinung und die Fragen als Arzt nicht mehr äußern darf, dürfen wir uns nicht mehr Demokratie nennen (aus meiner Sicht).

  • Anna F.

    Ein Punkt ist mir noch wichtig:
    Aus dem Grundsatz heraus: „Primum non nocere“ ergibt sich doch für Mediziner (sowie auch Psychotherapeuten) das Gebot, dass den Menschen nicht geschadet werden solle. Das muss doch auch bei Masken gelten.
    In diesem Sinne müsste man sich doch als Mediziner (und Psychotherapeut) gegen eine allgemeine Maskenpflicht insbesondere für Kinder, Jugendliche und Schwangere aussprechen, so lange keine Studien eine ausreichende Sicherheit, Wirksamkeit und „Nicht-Schaden“ belegen.

    • Eugen Janzen

      Genau meine Meinung. Und wenn schon, wegen plötzlicher Gefahr durch das Virus so etwas wie Maskenpflicht kommt, sollte man unverzüglich die entsprechende Studien anlegen. Ich habe Beweise, dass von Lauterbach, Merkel, Söder und einigen anderen solche Studien nicht gewünscht wurden (eine Unterstützung wurde abgelehnt).

      • Herbert Renz-Polster

        @Anna F.
        @Eugen Janzen
        Ich glaube das Problem mit dem „primum non nocere“ ist deshalb so kompliziert (und entsprechend wenig für allgemeine Vorwürfe geeignet), weil es ja eine Abwägungsfrage beinhaltet. Primär wird mit dem Tragen von Masken ja ein „non nocere“ verbunden – zum Beispiel gegenüber denen, die sonst möglicherweise an COVID erkranken würden. Nun kommt aber die andere „non-nocere“-Aufgabe hinzu: die Träger der Masken vor deren gesundheitlichen Nachteilen zu schützen… Es ist also eine Abwägungsfrage. Wo jemand die „richtige“ Balance verortet hängt auch von der Einschätzung der Schutzwirkung der Masken ab. Ich halte die in meinem Beitrag skizzierte „Kinder-Masken-Regel“ bis auf weiteres für medizinisch vertretbar.
        HRP

        • Eugen J

          Ich bin da ganz anderer Meinung. Wenn ein Kind die Maske nicht verträgt, egal ob aus psychischen oder aus anderen Gründen und die ganze Familie dieses Kindes leidet an dem Zwang, trotz Unverträglichkeit, diese Maske zu ertragen, halte ich ALLE, die den Zwang unterstützen (von Politiker über Lehrer und Kinderärzte, welche aus Angst für eigene Haut Befreiungsattestierung ablehnen) für Verbrecher und schäme mich für diese Mittäter. Egal wie wenig oder viel die Maske schützt oder schadet, Zwang bei Kindern, welche es nicht vertragen ist ein Verbrechen. Sonst müssen Sie den Kind Fernsehen, Schokolade essen, Skifahren, in Urlaub fliegen, Kranke Oma umarmen, Schulpraktikum im Krankenhaus machen usw. verbitten, weil es ja auch Soooo gefährlich ist. Wenn ich über dieses Thema mit Kollegen spreche und die Haltung unserer Politiker sehe, muss ich immer an K. Lauterbach Satz denken „Corona greift unser Hirnzellen an“. Seid all diese Menschen schon mit Corona infiziert gewesen? Worüber diskutieren wir hier? Ob man ein Kind der nach Monate Zwang bereits kurz vom Suizid steht weiter zwingen soll die Maske zu tragen? Oder ob man einen depressiven Kind, welches täglich weinend mit starken Kopfschmerzen aus der Schule abgeholt wird erzählen sollte, dass man für ihn nichts tun kann? Und wenn das Kind dann doch vom Dach springt? Und die Eltern, welche nirgends Hilfe finden konnten, weil KA an HNO und HNO an Neurologen und Neurologe zurück an KA geschickt hat und keiner hatte Mumm sich für das Kind einzusägen und endlich das einzig richtige zu tun, Befreien von Maske und zum guten KJPsychiater zu schicken und gleichzeitig mit den Lehrern der Schule zu sprechen, dass die mit dem Zwang aufhören sollen und dem Kind Helfen, indem die das Kind ohne Maske als normales Kind und nicht als potenzielle Gefahr für sich und andere behandeln. Ich bekomme täglich viele Briefe, in welchen Eltern oder sogar Kinder selber berichten, dass die wegen Maske nicht mehr leben wollen. Und dann sagt geehrter Kollege ich soll Geduld üben? Wie lange denn noch? Ein Jahr ist es schon vorbei. Und statt Vernunft wird es ja nur absurder. Polizeidurchsuchungen bei Kollegen, welche doch noch Atteste ausstellen, FFP2 für Grundschule, zwei Masken übereinander bitten besseren Schutz usw. Meine Geduld ist im November geplatzt, nach dem UWH sagte, dass die doch die Stresshormone nicht untersuchen wollen. Hätte ich kein Kind und keine Mutter würde ich schon längs mich vom Bundestag mit Benzin übergossen anzünden. Dann wäre entweder endlich die Beschleunigung der längst überfälliger Debatte und endlich schnelle Studie oder ich müsste mir wenigstens diese ganze Fehlentwicklung der kranker Gesellschaft nicht mehr miterleben. Warum muss immer erst was passieren, damit die deutschen Politiker reagieren? Keiner glaubt ernst, dass wenn 1-2% Kinder ohne Maske atmen würden, dass das Infektionsgeschehen wesentlich beeinflusst sein wird. Und ja, Herr Renz-Polster, ich bin auch der Meinung, dass wenn unsere Bundeskanzlerin selber Kinder hätte, würde sie vielleicht nicht einfach sagen „ich bin nicht zuständig“.

        • Melanie

          Herr Janzen hat Recht und Mut, weil er das ausspricht. Meine Tochter wird bald 6 Jahre alt und ist somit ab September 2021 schulpflichtig. Sie wird somit höchstwahrscheinlich von Maskenpflicht betroffen sein. Ich wäre lieber tot, als ihren ersten Schultag unter Pandemiebedingungen mitzuerleben und mitanzusehen, wie sie zum Maskentragen gezwungen wird, ohne irgendetwas dagegen unternehmen zu können.
          Und nein, Frau Merkel wird solche Gedanken nicht nachvollziehen können.
          Sie werden sicherlich in Zukunft Recht bekommen, Herr Janzen. Leider zu spät für die heutigen Kinder, aber DANKE für Ihr Engagement!

  • Eugen Janzen

    Anfang Novemver habe ich die Bundeskanzlerin zum wiederholten Mal angeschrieben. Ich habe ihr sehr detailliert meine Bedenken erklärt, mehrere Laborbefunde von mir und von einigen Kindern anonymisiert geschickt und gebeten all meine Bedenken an die Mediziner der Regierung (welche die Regierung im Thema Maske beraten) weiterzugeben um eine gründliche Mitbeurteilung zu initiieren. Ich habe Sie höflichst gebeten, bis zur Klärung meiner Bedenken, welche in sehr vielen Punkten laut vielen Studienerfahrenen Kollegen begründet sind, den Zwang auf die Kinder abzuschaffen. Sollte die Regierung es nicht tun und weiter Kinder unabhängig von dem psychischem oder physischen Zustand zwingen Masken zu tragen, sehe ich keine Wahl als diesen Zwang in Den Haag Gericht anzuklagen. Ich habe ihr geschrieben, dass ich es nicht will und sehr gerne vermeiden möchte…aber wenn es um Gesundheit der ganzer Generation Kinder geht, bin ich gezwungen es zu tun. Das habe ich von Kanzlerin Vor 3 Monaten bekommen:

    Sehr geehrter Herr Janzen,

    Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bedankt sich für Ihre erneute E-Mail vom 10. November 2020. Sie hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

    Ihre Ausführungen zu der Pflicht zum Tragen von Masken während des Schulunterrichtes für alle Kinder und ihre medizinischen Bedenken dagegen wurden hier aufmerksam aufgenommen.

    Nach unserer föderalen Ordnung sind allerdings die Länder für den Bereich der Bildungspolitik ausschließlich zuständig. Diese treffen Entscheidungen zur Art und zum Umfang des Unterrichtes an den Schulen; auch sind sie für die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler an den Schulen und die Maßnahmen zum Schutz der Lehrerinnen und Lehrer und der Schülerinnen und Schüler verantwortlich. Bitte haben Sie daher Verständnis dafür, dass die Bundeskanzlerin hierauf keinen Einfluss nehmen kann und in die Bildungshoheit der Länder auch nicht eingreifen darf.

    Ich rege daher an, sich hinsichtlich Ihres Anliegens an das für Ihren Wohnort zuständige Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Völklinger Straße 49, 40221 Düsseldorf, E-Mail: poststelle@msb.nrw.de zu wenden. Soweit Sie alle 16 Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder anschreiben möchten, empfehle ich Ihnen, sich an das Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder, Taubenstraße 10, 10117 Berlin ( https://www.kmk.org ) zu wenden.

    Die Bundeskanzlerin bedauert, dass sie Ihnen nicht unmittelbar weiterhelfen kann. Sie wünscht Ihnen auch weiterhin alles Gute, in diesen Tagen vor allem Gesundheit und persönliches Wohlergehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas Hagen

    Bundeskanzleramt, Berlin

    Das mag sein, dass nach deutschen Gesetzen es so ist, aber eine Mitbeurteilung der Kollegen habe ich immer noch nicht bekommen. Hat Sie es weitergeleitet? Ich denke schon. Wenn alles was ich sagte und Schreibte medizinischer Irrsinn ist, warum antwortet keiner? Was soll ich den Eltern sagen, deren Kinder ähnliche Symptome wie ich äußern? Alles Schwachsinn? Nur Einbildung? Warten Sie noch 10 Jahre und vielleicht tut sich dann etwas in die Richtung Studien? 100 Kinder am Dienstag mit Masken und am Donnerstag ohne auf Katecholamine zu untersuchen, dabei Crossover Effekt mit 50/50 mit und ohne Masken zu nutzen und eine Woche später die Wrgebnisse auswerten sollte im Jahr 2020 keine so schwere Sache sein. Warum hatte Lauterbach nicht geholfen? Er mag doch so über Studien zu reden…seine Parteikollegen haben ihn um Hilfe gebeten, ohne Erfolg. Warum hat UWH die Meinung zur Studie geändert? Wurde dort mit fin. Kürzungen oder sonst wie gedroht? Ich wollte bei dieser Studie nur ein paar Ideen an die UWH geben und als Controller dabei sein, damit die Maßnahmekritiker später nicht die Ergebnisse anzweifeln (UWH arbeitet mit BVKJ, BVKJ hat ein Schreiben unterschrieben, wo steht, dass das Tragen einer Maske selbst für 6-jährige Asthmatiker keinerlei Gefahr oder Belastung darstellt…Googeln Sie nach DGPI über Maske bei Kindern vom November). Und ich bin jetzt eine Bedrohung der Deutschen Wissenschaft?

    • Herbert Renz-Polster

      Danke Herr Janzen.
      Ich kenne die Antworten auf Ihre Fragen nicht. Aber es gibt mehr Möglichkeiten als nur schlechte. Ich weiß auch nicht, wie Sie auf diese möglichen Kooperationspartner zugegangen sind. Ich sehe da durchaus einiges an Misstrauen in Ihren Beispielen und Berichten…
      Nehmen wir nur einmal Ihr Beispiel mit dem UWH: Sie kontaktieren das UWH, aber haben dann schon im Kopf, dass Ihre möglichen Kooperationspartner möglicherweise hinterlistig sein könnten, nämlich weil sie mit Ihrem eigenen kinderärztlichen Berufsverband „zusammenarbeiten“… Na, da kann ich mir dann durchaus vorstellen, dass Ihre Kontaktpersonen am UWH da vielleicht vor den Kopf gestoßen sind, und Ihnen nicht gleich den roten Teppich ausbreiten (oder ihn wieder einrollen). Denn wirklich, Herr Kollege: jeder Verband oder Verein arbeitet in dieser Republik irgendwo mit anderen Verbänden etc. zusammen, es wird für Sie schwer sein einen Ansprechpartner zu finden, der nicht irgendwo mit einem „verdächtigen“ Partner zusammengearbeitet hat. Ich könnte mir auch vorstellen, dass in einer solchen Institution Ihre Idee eines „Kontrolleurs“ nicht so wirklich gut ankommt.
      Ich weiss aus persönlicher Erfahrung, wie wichtig für Kooperationen der persönliche Stil und ein guter Eindruck des Gegenübers ist, vielleicht gibt es da ja auch Ihrerseits etwas zu lernen oder zu verbessern? Es sind nicht immer die anderen schuld.
      Nichts für ungut, ja? Lg
      HRP

      • Eugen Janzen

        Dass UWH beim Thema Corona und Masken mit BVKJ in Verbindung steht habe ich erst am 22.11 erfahren. Generell eine Zusammenarbeit mit BVKJ wünschte ich mir ja auch. Nur zu diesem Zeitpunkt hat BVKJ ja bereits deren Meinung (Maske sei ungefährlich für Kinder) geäußert. Und als Herr Prof. Martin (den Man ehre ich ja wirklich, allein schon dafür, dass er anfangs eine Unterstützung bei der Klärung angeboten hat) mir plötzlich sagte, dass er die Stresshormone doch nicht untersuchen möchte, obwohl aus meiner Sicht ist dies das Wesentliche bei der Klärung der Gefahr der Maske ist (CO2 und O2 verändern sich kaum bei chir Maske) und kurze Zeit später sehe ich den Artikel über Co-Ki und BVKJ…kommt manschen auf bestimmte Schlussfolgerungen. Na ja, wie auch sei, ich bin wie ich bin und dass was ich gemacht habe kann ich nicht rückgängig machen. Den Eltern Angst machen wollte ich nun wirklich nicht, ob Sie mir glauben oder nicht. Ich ziehe mich bei der Sache nun komplett zurück und höre auf deutsche Wissenschaft zu stören. Dass der Prof. Martin mit seinem Team eine korrekte Studie durchführt zweifele ich persönlich nicht an. Nur die Leugner-Szene kann es dann je nach Ergebnisse anzweifeln. Und da ich ungewollt „Held der Leugner“ wie Sie sagen geworden bin, wäre es aus meiner Sicht gar nicht so verkehrt einen „Leugner“ mit ins Boot zu nehmen. Das ganze Thema belastet mich so stark emotional, dass ich jetzt einfach eine Pause brauche.

        • Herbert Renz-Polster

          @Herrn Janzen
          Erlauben Sie mir kurz einen wissenschaftlichen Kommentar zu den angesprochenen Messungen, ein bisschen hatten wir ja schon vor ein paar Monaten darüber gespochen.
          Also, im Raum stehen folgende Fragen rund um das Maskentragen von Kindern

          a) welche Auswirkung hat die größere Totraum-Belastung auf Kinder?
          b) gibt es eine mögliche Masken-assoziierte Erhöhung der Stress-Beladung der Kinder?

          Beide Fragen beruhen auf physiologisch plausiblen Annahmen (ich habe das en detail in meinem ersten Beitrag zu den Kinder-Masken ausgeführt).

          Offene Fragen sind dabei:

          1) wie wäre das zu messen?
          2) wie wären die Messergebnisse dann zu interpretieren?

          Zu 1)
          Zur Auswirkung der Totraum-Belastung kämen Messungen der Blutgase/O2-Sättigung in Frage. Das Problem: die physiologische Gegenregulation dürfte diese Messungen durcheinanderbringen – der pCO2 bleibt womöglich normal, weil die Kinder kompensatorisch ihr Atemminutenvolumen erhöhen. Also müsste dieses auch mitgemessen werden – oder ein Proxy davon (z.B. Atemfrequenz, auch müsste idealerweise mit untersucht werden, ob die Kinder vielleicht metabolisch kompensieren, also etwa einen Bicarbonatanstieg im Serum zeigen; auch das wäre per Fingerpieks zu untersuchen, also machbar).

          Gleichzeitig müssten die Kinder und Eltern und Lehrer die Befindlichkeit der Kinder per Fragebogen abbilden (es steht ja dann nachher die Frage im Raum ob mögliche Abweichungen der Messungen mit Befindlichkeitsstörungen korrelieren oder nicht – auch das ist machbar, aber aufwändig).

          Etwas komplizierter ist es mit der Stressbeladung. Ihre Idee das an der Katecholaminausscheidung zu messen ist gut, wenn es gut kontrolliert wird (umso wichtiger je geringer die Zahl der Probanden), aber das ist machbar und non-invasiv, aber etwas teuer. Auch eindeutig regelbar. Etwas einfacher (und billiger, und womöglich sensitiver) wäre die Messung der Herzfrequenzvariabilität, da hätten wir rasch sehr viele Vergleichwerte, dieser Wert liesse sich ja kontinuierlich z.B. auch mal über 2 Wochen etc messen, Fremdeinflüsse wie sportliche Aktivität und vor allem das Wetter wären da gut auszugleichen (Sie glauben nicht wie wichtig das Wetter in diesem Zusammenhang ist, aber das führt jetzt zu weit).

          Gut, dann hätten wir vielleicht irgendwann eine ideale Studie, oder?

          zu 2)
          Leider gehen aber dann die Probleme erst los.
          Denn was werden wir messen? Meine Vermutung wäre: der pCO2 wird sich ein bisschen ändern (interessant wäre dann vor allem, wie viele Ausreisser es gibt, also welcher Anteil der Kinder stärkere Abweichungen zeigt und wie diese mit klinischer Symptomatik korellieren)
          Sauerstoffsättigung: ähnlich.
          Atemfrequenz über längere zeitliche Strecken gemessen: vielleicht ein Anstieg, schwer abzuschätzen, weil eine mögliche repiratorische Gegenregulation damit ja nur teilweise abgebildet wird.
          Die Katecholaminwerte im Urin? Hier dürften sich ebenfalls Abweichungen zeigen, vielleicht sogar in dem von Ihnen gemessenen Rahmen – also eine stoffwechseladaptierte Erhöhung um 1/8 bis 1/3, je nach gemessenem Metabolit. Meine Vermutung: auch wenn sich Erhöhungen zeigen lassen, werden sie sich im normalen physiologischen Bereich bewegen.
          Herzfrequenzvariablität? Auch sie wird sich an den „Maskentagen“ ändern – verringerte Variabilität wegen stärkerem Sympathikotonus.

          Alles Annahmen, aber auch nicht ganz ins Blaue hinein.

          Und dann?

          Dann kommt die Frage der Interpretation: Ja, die Kinder haben an Maskentagen einen höheren Sympathikotonus, belegt durch die geringere HFV. Sie haben an den Tagen vielleicht auch einen höheren Adrenalin/Noradrenalinausstoß. Vielleicht auch eine insgesamt höhere Atemfrequenz. Und so weiter.

          Und dann kommen die Bewertungen.

          Einerseits wird zu vermerken sein: die Kinder haben an den Maskentagen eine Gegenregulation zu bewerkstelligen. Andererseits wird vielleicht zu vermerken sein: die Werte bewegen sich im Normbereich.

          Dann werden die einen sagen: schaut her, was Ihr den Kindern zumutet!
          Und die anderen: wo ist das Problem, die Kinder stecken das weg. Auch wenn sie einen Tag draussen im Wald spielen, kriegen sie davon mehr Adrenalin und so weiter.
          Dann wird ein Dritter sagen: lasst uns doch vor allem auf das schauen, was Kinder erleben, also wie stark sie durch die Masken in ihrem Befinden beeinträchtigt sind.

          Dann sind wir wieder dort, wo wir bereits sind: viele Kinder vertragen die Masken schlecht. Und davor müssen wir sie schützen.

          Etwa indem wir die „Kinder-Masken-Regeln“ der DGKJ umsetzen.

          Ich will damit niemand den Wind aus den Segeln nehmen. Aber will darauf hinweisen, dass die Masken-Frage nicht so einfach, und selbst nicht durch hochwertige Wissenschaft zu lösen ist. Sie ist eine Bewertungsfrage.

          Und in ihr schwingen weitere Bewertungsfragen mit, zum Beispiel: welche Rolle spielen Kinder in der Übertragungskette? Für mich war das in dieser Pandemie deshalb die absolute Schlüsselfragem auch für die politische Debatte. Ich habe ihr endlose Monate Arbeitszeit gewidmet, mit Kollegen eine komplexe wissenschaftliche Übersichtsarbeit erstellt (https://doi.org/10.31219/osf.io/5n8da), und habe dazu 5 Beiträge auf diesem Blog geschrieben. Denn wer Kinder als potentielle Virenschleudern betrachtet, wird ihnen Masken aufsetzen wollen und sagen: ach was ist ein bisschen Kopfweh schon im Vergleich zu geringeren Infektionszahlen?

          Das ist das Kernproblem: es hängt alles mit allem zusammen.

          Auch psychologisch. Nehmen wir an, in der öffentlichen Debatte wird die Kinder-Masken-Frage mit einer bestimmten Haltung zur Gefährlichkeit der Pandmie oder einer bestimmten Corona-Politik verbunden. Diejenigen, die das Maskentragen bei Kindern problematisch finden, liefern gleichzeitig zum Beipsiel den Beweis, dass in Deutschland eine Diktatur herrscht. Oder dass COVID eigentlich gar nicht so schlimm ist.

          Dann ist die Debatte um die Kinder-Masken einfach kaputt und kaum mehr rational zu lösen.

          Deshalb: wir müssen unbedingt Sachfragen von politischen Meinungen trennen. Das ist genauso unsere Aufgabe wie die wissenschaftliche Arbeit.

        • Caroline Keeling

          Lieber Herr Renz-Polster,
          super interessant, vielen Dank, dass Sie das hier ausführen! Wär son Finger-Pieks eventuell auch mit Katecholaminausschüttung verbunden oder ist das zu vernachlässigen (oder gibts da ne Habituation?).

          Interessant fänd ich ja, wenn es noch eine praktikable Stress-reduzierende Massnahme gäbe (welche eventuell kompensatorisch wirken könnte), die man noch zusätzlich testen könnte (eine Zeiteinheit Yoga/Meditation, zusätzlichen Aufenthalt im Freien/Tag während der Schulzeit).

  • H. Schmitt

    Lieber Herr Janzen, ich möchte Ihnen aus tiefstem Herzen für Ihr Engagement danken und ich denke, viele, viele Eltern empfinden diese Dankbarkeit ebenso wie ich. Es sieht nun für manche so aus, als ob Sie nichts richtig machen würden und ihre Versuche, etwas zu bewegen, nichts gebracht hätten. Das Gegenteil ist der Fall. Sie haben viele Menschen aufgerüttelt und haben nicht locker gelassen. Das Ziel ehrt Sie in meinen Augen sehr und ich hätte mir es für unsere Kinder und uns als Gesellschaft gewünscht, dass es mutige Experten gegeben hätte, die diesen Sachverhalt ebenso aufklären wollten wie Sie und die Sie mutig unterstützt hätten. In meinem Bild einer heilen Welt tun sich die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig, wenn sie ein Ziel verfolgen. Doch manchmal hat man das Gefühl, das Gegenteil ist der Fall. Sie stellen die richtigen Fragen und finden keine Antworten. Daran kann man fast verzweifeln, wenn das Gefühl entsteht, dass gerade das Finden der Antworten nicht im Fokus steht oder im schlimmsten Falle nicht gewünscht ist.
    Ich wünsche Ihnen nur das Beste und ich kann es so gut nachempfinden, wie Sie sich fühlen, nämlich missverstanden und verloren. Ihr Ziel ist es, die Kinder vor diesen Maßnahmen zu schützen und zu klären, welches Risiko besteht. Jeder Experte, der nun mit dem Finger auf Sie zeigt, sollte den Finger vielleicht auch auf sich zeigen, denn das Sie alles für Sie mögliche versucht haben, das glaube ich Ihnen. Hätten wir doch mehr Menschen wie Sie, dann wüssten wir schon längst Bescheid, wie es sich um das Thema Masken bei Kindern wirklich verhält und würden nicht damit kämpfen müssen, in die Ecke von Verschwörern gestellt zu werden. Sie sind ein guter Mensch, wer Ihr Herz für Kinder in Ihren Beiträgen nicht spürt, dem kann man nicht helfen.
    Lieber Herr Renz-Polster: In diesen Zeiten, wo die Kinder so aus den Augen verloren werden, hätte ich es mir gewünscht, dass Menschen wie Sie sich vernetzen und vielleicht auch bei der Interpretation der Ergebnisse der nicht wissenschaftlichen Erhebungen unterstützen. Ein Miteinander, um zur Lösung eines Problems zu kommen, finde ich viel konstruktiver, als gegeneinander zu arbeiten. Wir sind doch im Grunde auf einer Seite und lassen uns nun auch noch entzweien. Ich vermute, dass Sie das Gefühl kennen müssen, denn für Ihre Ansichten bezüglich der kindlichen Entwicklung haben Sie bestimmt auch schon viel Gegenwind bekommen. Sehen Sie es Herrn Janzen nach, dass er vielleicht nicht immer die richtigen Worte gefunden hat in seiner Verzweiflung und Aufregung, die durch diese furchtbare Situation entstanden ist, sich völlig allein zu fühlen. Ich verstehe Sie, dass Sie auch die Eltern wieder beruhigen möchten. Doch eigentlich wissen wir gar nichts und können weder in die eine noch in die andere Richtung valide Aussagen tätigen. Ein möglicher gestörter Hormonkreislauf ist eine Gefahr für einen Körper, der sich zudem noch in der geistigen und körperlichen Entwicklung befindet, auch wenn die Stresshormone noch in der Norm sind, ist auch ein Anstieg bedenklich, denn er ist unnatürlich. Wenn dieser Zustand anhält, gewöhnt sich der Kreislauf daran, welches zumindest in meinen Augen keine guten Auswirkungen haben kann.

    Ich danke Ihnen insgesamt sehr für Ihre wertvolle Arbeit für unsere Kinder. Sie haben so vielen Menschen in ihrem Denken gestärkt, was Kinder wirklich brauchen, um sich optimal entwickeln zu können und ich bin mir sicher, dass Sie sich ebenso zukünftig dafür einsetzen, dass die Ergebnisse der Studien, die sich mit der Thematik beschäftigen, hier veröffentlicht werden. Ich hoffe, dass die Ergebnisse bald kommen und uns alle aus dieser Ungewissheit erlösen.

    Ich danke Ihnen beiden für Ihr großes Engagement für unsere Kinder!

  • Eugen Janzen

    @Herbert Renz-Polster: erlauben Sie mir auch bitte zu Ihren Ausführungen etwas zu vervollständigen: ob die vermehrte Produktion der Stresshormone unter Maskenatmung und damit verbundener CO2 Rückatmung stattfindet ist keine These oder meine Theorie! Das ist ein seit Jahrzehnten bekannter Fakt. Ich habe Ende 90-r in Russland im Studium über Vasodilatatorische Wirkung von CO2 gelernt. In der Studie von Bundesumweltamt 2008 steht es sogar schwarz auf weiß auch in deutscher Sprache (auf meiner Webseite verlinkt). Was weltweit noch nie davor untersucht wurde ist, wie viel mehr produzieren unsere Nebennieren an Stresshormone und warum manche Menschen so unterschiedlich darauf reagieren. In 2000 Jahren gab es einfach noch nie so eine bekloppte Regierung, welche solche Studien nötig gemacht hätte. Warum manche Menschen stark und manche kaum auf die gleiche Maske reagieren ist relativ einfach zu erklären. 1. jeder produziert unterschiedliche Menge Adrenalin beim selben Stress 2. Abbau von Adrenalin ist bei uns menschen sehr unterschiedlich (Geschwindigkeit) und somit kommt es beim Dauerstress zur gewissen Kumulation. Deshalb manche Menschen anfangen zu zittern und die andere nicht. 3. Reaktion auf die gleiche Menge Adrenalin im Blut ist extrem unterschiedlich (wenn man einem gesunden Erwachsenen eine Injektion mit Adrenalin-PEN 300 machst, einer merkt kaum etwas, der anderer hat Herzrasen und schwitzt wie Sau).
    Wie misst man die Überproduktion? Ganz einfach. 100 Kinder in sagen wir mal 5 Klassen. Am WE verzichten alle auf ein paar Produkte (Nüssen, Kaffe etc)…am Montag in jeder Klasse sitzen die Hälfte ohne Maske und die Hälfte mit Maske. 6-8 std. Alle Kinder sammeln 24-std Urin in Behälter 1.
    Am Mittwoch tauscht man, die Hälfte mit, und die andere Hälfte ohne Maske und wieder 24-std. Ins Behälter 2. Ein Tag dazwischen (Dienstag) alle ohne Maske (ohne Sammeln, weil der Abbau von Adrenalin verzögert läuft und bei manchen extrem verzögert).
    Man kann es ja auch in der Woche danach erneut machen, nur Kinder Mischen unter der Gruppen (mit und Ohne Masken).
    Ich habe genau so vorgegangen. Am WE sollten die Kinder zu Hause mit Pausen 4 std Maske tragen (Nur eigene Stoff oder chirurgische). Die Hälfte der Kinder haben am Sa Maske und So keine und die andere Hälfte andersrum. Von 20 Kinder sind 19 mit einer Erhöhung der Adrenalinwerte am Tag mit Maske reagiert. Durchschnitt +53% Adrenalin. Die kleinste Erhöhung war 10%, die größte fast 300%. Die Eltern des einzelnes Kindes, wo die Werte niedriger waren als am Tag ohne Maske, waren nicht 100% sicher, dass die Gefäße korrekt beschriftet haben (habe ich aber mitgerechnet; wenn also doch vertauscht, würde es über 53% sein).
    Zur Interpretation der Ergebnisse:
    bis zum Jahr 2020 war in der Medizin eigentlich klar, dass Dauerstress ungesund ist und Immunsystem schwächt aber nicht nur Immunsystem. Jetzt ist es auch plötzlich Janzens-These geworden…
    Wenn bei mir an einem ruhigen Samstag der Wert bei 5,4 Mikrogramm/Tag liegt, und am ruhigen Sonntag mit 6 std Maske bei 11. Am ruhigen Montag mit Maske aber bei 22,1 und am Freitag bei 18,7. Die höchste Laborreferenz für gesunde Erw liegt bei 20. Der Laborarzt hat mich angerufen und meinte ich soll meine Nebennieren untersuchen lassen. Als ich ihm erklärt habe warum der Wert so hoch ist glaubte er erst nicht. Ich habe mich dann 6 mal mit und ohne untersucht. Immer das gleiche. Kostet nur 100 Euro pro Untersuchung, daher kann ich es leider nicht 100 mal machen um zu beweisen, dass es nicht an Essen und Arbeitsstress liegt (stressiger Tag ohne Maske war der Wert geringer als an sehr ruhigen Tag mit Maske).
    Dann zu sagen, solange es die Normgrenzen nicht übersteigt soll es auf Dauer kein Problem sein wäre einem Verbrechen nah. Stress ist eine chemische Reaktion im Körper. Dauerstress ist ungesund. Ungesund ist Gesundheitsschädigend. Um genau zu klären im welchem Ausmaß gesundheitsschädlich braucht man viele Jahre. Maske erhöht die natürliche und physiologische Produktion der Stresshormone (egal ob um 10 oder 200%) und somit versetzt das Körper in eine Stresssituation. Beim Tragen über 6-8 std täglich 5 mal die Woche und über Jahre kann man dann vom Dauerstress reden. Wie sich die wachsende Nebennieren unter dieser Fürs Körper ungewöhnlich hohen Hormonproduktion (welche zwar nicht den Laborsternchen hat, jedoch das doppelte davon was Körper ohne Maske produziert erreicht) über Jahre entwickeln und wie sich das ganze Körper des Kindes unter dieser erh. Adrenalinproduktion entwickelt muss erst geklärt werden, BEVOR WIR DIE GANZE GENERATION KINDER ZWINGEN DAUERHAFT EINE MEDIZINISCHE MASKE ZU TRAGEN. Ein paar absurden Beispiele: die Regierung würde sagen, Kinder ab 6 müssen mit Alkohol Gurgeln und dann 5 ml Schnaps täglich trinken. Die Laborwerte inkl. Leberwerte wären ja sicher im normbereich, Auch Alkoholspiegel bei der Menge wäre vermutlich ohne Sternchen. Sollte nach Ihre Logik auch kein Problem sein. Oder sagen wir mal die Herzfrequenz eines Menschen liegt in Ruhe bei 50-100 /min. Die Person mit Ruhepuls von 50 und RR von 135/85 mmHg würde sich sicher ganz anders fühlen wenn RR Wert auf 90/55 mmHg und Puls auf 100 geht. Aber nach Ihrer Logik wäre ja alles ok, weil beides im Norm liegt.
    Wie schon tausend mal gesagt, ich bin nicht gegen Maske grundsätzlich. Ein Arzt sollte lieber bei Untersuchung eines Ebola Patienten eine FFP3 tragen. Ich bin gegen Zwang bei den Menschen, welche die Maske aus irgendeinem Grund nicht ertragen. Und ganz besonders bei Kindern, welche irgendwelche Beschwerden haben oder einfach es nicht akzeptieren wollen.
    Sie Stellen mich hier als Bedrohung der Deutschen Wissenschaft und als Panikmacher dar und kritisieren meine Art auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Klar, könnte ich die Videos etwas vorbereiten und auf die Wortwahl achten, hier gebe ich Ihnen Recht. Aber es ist nicht mein Fehler, dass deutsche Wissenschaft nicht in der Lage ist in 1 Jahr trotz Hinweise und tausende Menschen, welche Maske nicht vertragen, so eine leichte und günstige Studie zu machen. Ich habe zw. Mai und Oktober darauf gewartet, dass wenigstens eine Klinik mir etwas antwortet. Erst nach 5 Monate Warten habe ich mich bei YouTube angemeldet und frustriert und leider ohne Vorbereitung aufs Band gesprochen. Ich weiß nicht, ob UWH oder Prignitz die Katecholamine überprüfen würden, hätte ich noch ein paar Jahre Geduld gehabt.
    Unabhängig von Physiologie des Kindes…wir vergessen sehr empfindliche Psyche des Kindes nahezu komplett beim Thema Maske. Zwingen das Kind eine Maske zu tragen und Kopfweh under Herzrasen und Hyperventilation zu ertragen gleicht dem Mobbing!
    Alle, die mir unwissentliches Vorgehen unterstellen, haben Recht.
    1. Ich bin aber kein Wissenschaftler!
    2. Ich habe meine Arbeit nie als Studie oder Wissenschaftliche Arbeit deklariert.
    3. es ist eigentlich gar keine meine Aufgabe die Nebenwirkungen der nicht überlegten Regierungsmassnahmen zu beweisen.
    4. Ich habe das, was ich neben meiner Praxis und Familie tun konnte, getan. Vorwürfe ich hätte nicht genug Kinder untersucht um eine genaue Aussage zu treffen finde ich sogar etwas verletzend. Jeder konnte das gleiche tun, bei 1000 Kinderärzte x 20 Kinder hätten wir nun 20.000 Ergebnisse. Nur es gibt leider in ganz Deutschland nur 20 Ergebnisse von den von mir untersuchten Kindern. Nicht meine Schuld.
    Ich bin ein ruhiger Mensch. Nur wenn es um Kindeswohlgefährdung geht werde ich emotional. Deshalb haben manche KK Mitarbeiter leider voll abbekommen nach der Absage eine Kurbehandlung für Kinder, welche es dringend brauchen…Ich habe in einem Interview auf die Frage ob ich gläubig bin gesagt, ja, aber bei diesem Thema bin ich bereit mit dem Teufel persönlich zu kooperieren, wenn es nicht anders geht.

    • Caroline Keeling

      @HerrJanzen:
      Ich dachte immer Adrenalin hat eine kurze Halbwertszeit von nur wenigen Minuten…habe jetzt mein PhysioBuch nicht zur Hand aber Wikipedia sagt: „Adrenalin wird nach seiner Freisetzung relativ schnell wieder abgebaut. So beträgt die Plasmahalbwertszeit von Adrenalin bei intravenöser Gabe nur eine bis drei Minuten. „.

      Haben Sie da Quellen?

      • Eugen J

        Ich spreche nicht von der Wirkung sondern mehr von der messbaren Ausscheidung. Ob der Abbau von Adrenalin oder seine Wirkung und evtl. Kumulation beim Dauerstress beim Kind schon wissenschaftlich untersucht wurde bin ich mir nicht sicher. Jedenfalls nach einem Schrecklichen Ereignis z. B. (Wie Autounfall oder etwas schreckliches gesehen) gibt es menschen, welche nach 1 std wieder ruhig sind und Menschen die nach 5 std immer noch am zittern sind. Die Ausscheidung und Abbau (nicht die Wirkung, diese ist nur kurz) laufen schon verzögert. Deshalb macht man auch 24-std Urin und nicht einfach einmal ins Behälter Urinieren nach der Schule.
        Ob die Kumulationseffekte von Adrenalin und seinen Abbauprodukte beim Dauerhaftem Stress im Kindesalter ausreichend untersucht ist kann ich nicht beantworten.

        • Eugen

          Habe nicht geschafft zu korrigieren und habe mich gerade schon wieder missverständlich ausgedrückt. Also, wenn ich einem Menschen eine bestimmte Menge Adrenalin spritze, wirkt dieser nur kurz und wird abgebaut. Die Ausscheidung des Adrenalins und seiner Abbauprodukte läuft verzögert. Was ich meinte ist, wenn die Nebennieren kontinuierlich eine Fürs Kind ungewöhnlich hohe Menge Adrenalin produzieren über 6 std oder länger…ob der Abbau genau so gut funktioniert oder gibt es da möglicherweise gewisse Ermüdung der Abbaumechanismen und somit eine gewisse Kumulation? Ob das schon ausreichend untersucht wurde bin ich mir nicht ganz sicher. Ich finde solange diese ganze Fragen nicht wissenschaftlich geklärt sind, sollte man es wenigstens freiwillig und ohne Druck und Zwang machen.

        • Caroline Keeling

          Danke. Der Abbau beim (vermutlich erwachsenen, gesunden) Menschen scheint schon untersucht zu sein (Strukturformeln siehe wiki):

          „Am Abbau von Adrenalin sind insbesondere die Enzyme Catechol-O-Methyltransferase (COMT) und Monoaminooxidase (MAO) beteiligt. Das durch O-Methylierung (COMT) gebildete primäre Abbauprodukt Metanephrin (siehe Metanephrine) besitzt bereits keine nennenswerte biologische Aktivität mehr. “

          Ich muss sagen ich bin da nicht inder Materie drin, müsste mich da wieder einlesen.

          Die 20 Kinder, die sie untersucht haben, wieviele davon hatten vorher schon über Beschwerden beim Maskentragen geklagt?

          Haben Sie alle Kinder am gleichen Wochenende beprobt oder wurden sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten beprobt?

          Haben die Kinder ähnliche Aktivitäten gehabt am Wochenende?

          Liebe Grüsse und danke für den Austausch.

        • Caroline Keeling

          Wenn Sie jetzt hauptsächlich Kinder beprobt haben, die vorberichtlich Probleme mit der Maske berichtet haben, dann sind Ihre Ergebnisse nur bedingt auf ALLE Kinder übertragbar (sie haben sozusagen eine Subpopulation beprobt).

          Wie Herr Renz-Polster weiter oben schon ausgeführt hat, so gibt es viele Faktoren, die die Katecholaminauschüttung beeinflussen können. Wenn wir nicht wissen, welche Faktoren ausser der Maske eventuell noch eine Rolle gespielt haben dann könnte es (ich weiss, es hört sich unglaublich an) sein, dass diese Ergebnisse (auch wenn sie auf den ersten Blick eindeutig erscheinen) mehr oder weniger aus Zufall zustande kommen. Besonders bei so kleinen Stichproben ist das ein grosses Problem.

          Es könnte also sein, dass Sie wirklich einen Effekt des Masketragens gemessen haben, aber es könnte auch Zufall sein. Die Wissenschaftler müssen da sehr kritisch sein, denn fehlerhaft Interpretationen von Daten gefährden die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft.

      • Eugen J

        Habe gerade nachgeschaut: Wirkungszeit bei i.v. oder i.m. Gabe nur kurz (kennt ja jeder Mediziner. Deshalb geben wir bei Säuglingsreanimation ja auch mehrfach Adrenalin i.v.). Aber Abbau beim Dauerstress ist bei verschiedenen Menschen etwas unterschiedlich, da die COMT-aktivität (einer der wichtigsten Abbauenzyme) vom Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Auch die Erschöpfung der Abbauchenzyme unterscheidet sich bei uns Menschen deutlich. Angenommen man ärgert eine Person über 20-30 Stunden nonstop (psychischer Stress, kein Schlaf etc.). Manche Menschen werden weniger Adrenalin und andere Stresshormone produzieren als die andere und auch beim Abbauch gibt es da sicher Unterschiede. Die Abbaumechanismen sind ja von Natur an die physiologische Produktion mit all den normalen Tages-Schwankungen vorprogramiert. Auch die Reaktion auf die gleiche Menge des Hormons Adrenalin ist sehr unterschiedlich. Deshalb gibt es Menschen, welche mit dem Stress gut zurecht kommen und Menschen, welche bei etwas mehr Stress mit Herzrasen und Schweissausbrüchen kollabieren. Manche Tiere sterben sogar wegen Dauerstress. Dauerstress war und ist in der Medizin als ungesund und krankmachend belegt.

        • Eugen J

          Ich habe erst 5 gesunde Kinder, welche eine Maske auch gut vertragen untersucht. Die Eltern dieser Kinder waren Lehrer, KInderintensivkrankenschwester, Polizist, etc. Alle Eltern waren eher für Maskentragen und keiner gegner dieser Maßnahme. Die Kinder hatte ein ganz normales WE gehabt. Eltern wurden gründlich aufgeklärt und solten es versuchen beide WE-Tage ähnlich zu strukturieren (was Stress angeht). Am Sa mussten diese Kinder immer wieder mit pausen eine eigene maske tragen (Tragezeit sollte mind. 4 Std. betragen) und am So keine MAske. Bei allen Kindern waren die Unterschiede klar zu erkennen (keiner der Kinder hatte dabei die maximal erlaubte laborreferenzen überschritten. Diese werden ja meist nur bei Tumoren der Nebenniere überschritten). Als UWH mir klar machte, dass die überlegen keine Katecholaminproduktion zu untersuchen habe ich nur die Kinder, die grundsätzlich ein Problem mit der maske haben untersucht. Da das Ethikvotums ja für die UWH war und nicht für mich, konnte ich nicht hier gesunde Kinder im großen Stil untersuchen (Verstoss gegen Paragraf 15 BÄO, unethisch etc.). Wenn aber Eltern von Kindern, welche Kopfschmerzen nach der schule haben meinen, diese Kopfschmerzen kommen von der Maske, weil in den Jahren davor das Kind keine Kopfschmerzen hatte und auch in 3 Wochen Ferien keine KS hat…und bitten mich schriftlich um Abklärung ob die Beschwerden des Kindes nicht doch durch die Maske zu erklären sind. Dann darf man solche Kinder sowohl klinisch als auch Laborchemisch untersuchen (schriftliche und mündl. Aufklärung, sowie gute Dokumentation sind ja selbstverständlich).
          Dass es zu einer vermehrter Adrenalinproduktion kommt sollte ein Fakt sein (hier die Zitat von Studie des Bundesumweltamtes aus 2008: „Eine wesentliche physiologische Funk-tion des Kohlendioxids im Organismus besteht darin, dass es über die Chemore-zeptoren der Aorta und der Medulla ob-longata, die das Atemzentrum im Hirn-stamm reflektorisch erregen, die Atmung regelt. Erhöhte CO2-Konzentrationen in der Einatmungsluft erhöhen die Atemfre-quenz und das Atemzugvolumen. Dabei wirkt CO2 erweiternd auf die Bronchien, wodurch sich das Totraumvolumen er-höht. Die dilatorische Wirkung des CO2 auf periphere und zentrale Arteriolen führt jedoch nicht zu einem Blutdruckab-fall, da eine erhöhte Adrenalinausschüt-tung eine kompensatorische Vasokon-striktion bewirkt. “
          Dass die Kinder, gerade mit FFP2 maske (tragen jetzt freiwillig sehr viele 6-jährige in der Schule ohne dass einer etwas sagt) vermehrt CO2 einatmen ist ja auch fakt. Es bleibt nur zu messen, wie viel mehr produzieren die nebennieren bei welcher maske und ob diese Überproduktion als gesund oder potenziell gesundheitsschädlich anerkannt wird. Und genau das versuche ich seit nun 10 Monaten den Verantwortlichen klar zu machen. Herr Renz-Polster hat in diesem Punkt auch Recht, ich bin ungeduldig.

        • Eugen Janzen

          @Caroline Keeling; die Ergebnisse auf alle Kinder möchte ich auch nicht übertragen. Ich finde, dass es unabhängig davon, wie viel mehr Adrenalin bei Maskenatmung produziert wird, sollte der Zwang und Druck auf die Kinder aufhören. Zufall ist es mit Sicherheit nicht. 19 von 20 Kinder haben eindeutige Unterschiede gezeigt und bei mir mehrfach das selbe. Die CO2 Rückatmung und leichter Anstieg des pCO2 ist bereits mehrfach nachgewiesen und gilt als sicher. Die Wirkung von CO2 und die Tatsache, dass Adrenalin dabei kompensatorisch produziert wird, ist ebenfalls Fakt. Wenn die Wissenschaft nicht in der Lage ist in 1 Jahr bei 100 Kindern die Menge der Überproduktion rauszufinden (Karl Lauterbach wurde um Hilfe von seinen Parteikollegen gebeten und hat nicht geholfen; Söder wollte gar nicht helfen; Spahn wollte ebenfalls nicht helfen; Medien wollten das Thema nicht mal öffentlich machen oder angehen) dann sollte ma doch Anhang der geschilderten Symptome urteilen und bis zur Klärung die fragwürdige Maßnahme wenigstens für die Kinder das Tragen einer Maske freiwillig machen. Wenn die Politik morgen allen Kindern drei FFP2 Masken übereinander anordnen wird und die Kinder fangen an in der Schule umzufallen, müssen wir Kinderärzte doch keine Studie abwarten ob Kinder evtl aus anderen Gründen umfallen. Sehr viele Kinder und viele Erwachsenen haben Beschwerden (Co-Ki Umfrage zeigte es ebenfalls), CO2 Rückatmung ist ungesund und erklärt teilweise diese Beschwerden. Zu dem haben viele Menschen psychische Probleme mit Maske. Druck und Zwang ist eindeutig falsch.

        • Caroline Keeling

          Ach Herr Janzen,

          ich finds ja sehr interessant und ich wünschte das Wissen über Biochemie und Physiologie, das ich beim Physikum vor 8 Jahren noch hatte wäre noch abrufbar in meinem Gedächtnis. Leider bin ich gesundheitlich angeschlagen und habe zwei kleine Kinder zu betreuen, so dass ich keine mentalen und zeitlichen Kapazitäten habe mehr nachzulesen (vll. Gibt es z.B. Tierexperimente zu diesem Thema, siehe z.B. : https://journals.physiology.org/doi/pdf/10.1152/ajpregu.00261.2007) und mit Ihnen darüber fundierter zu diskutieren (ich vermute stark ich erfahre momentan chronischen Stress und seine Folgen auf die Gesundheit am eigenen Leibe).

          Sie schreiben: »Zufall ist es mit Sicherheit nicht. 19 von 20 Kinder haben eindeutige Unterschiede gezeigt und bei mir mehrfach das selbe. « 

          Das hab ich versucht zu erklären, warum ich da (quasi aus mathematischer Sicht) vorsichtig bin Ihnen zuzustimmen, muss aber sagen das ist ein sehr komplexes Thema und ich persönlich hab das erst richtig begriffen nachdem ich selbst R-Programmieren gelernt und mehrer Biostatistik Vorlesungen besucht habe. Wenn Sie das weiter interessiert kann ich Ihnen das im Übrigen echt empfehlen solche Biostatistik Kurse für Mediziner! Es gibt auch Literatur, die das Thema versucht anschaulich rüberzubringen (Hüsler/Zimmermann, Statistische Prinzipien für medizinische Projekte).

          Sie schreiben « Ich finde, dass es unabhängig davon, wie viel mehr Adrenalin bei Maskenatmung produziert wird, sollte der Zwang und Druck auf die Kinder aufhören. »

          Ja, ich glaube da stimme ich jetzt mit Ihnen etwas mehr überein und ich bin erschrocken über das was Sie über Ihre Patienten und deren Eltern berichten. Ich finde es ist wirklich ein riesen Dilemma. Vielleicht treibt die Behörden eben die Angst um, dass viele Coronaskeptiker ihre Kinder ohne Maske in die Schule lassen (selbst wenn diese gar keine Beschwerden haben). Und dann gehen die Eltern auf die Barrikaden die selbst Angst haben dass sie und Ihre Familie an Corona erkranken. Vielleicht müsste man das aber in Kauf nehmen um diejenigen Kinder, die unter den Masken leiden zu schützen?Oder vielleicht sollten die Behörden die Ärzte Ihren Job machen und Atteste ausstellen lassen, auch wenn das bei manchem Leuten auf Unmut/Misstrauen stösst (denn dann gäbe es wenigstens die « Hürde » des Arztbesuch, der Leute, die einfach nur sorglos sind abhalten würde die Maske einfach wegzulassen). Vielleicht kann man einen gewissen Anteil an Trittbrettfahrern auch tolerieren aus epidemiologischer Sicht ?

          Liebe Grüsse und Danke!

  • Eugen Janzen

    Hier nur ein paar von hunderten Briefe der verzweifelten Eltern, die ich jeden Tag abends lese und nicht weiß, wie ich den helfen kann.
    Mein Name ist xxxx. Ich bin Mutter eines 14 jährigen Jungen. Mit sechs Jahren bekam er Rolando-Epilepsie, das äußerte sich so, dass er anfallsartig nach Luft schnappte. Er ist mittlerweile seit fast 6 Jahren anfallfrei. Er geht in eine Vollzeitschule (bis 8 h/Tag). Als im Herbst Maskenpflicht in der Schule eingeführt wurde, kam er jeden Tag mit Kopfschmerzen und roten Augen nach Hause. Wir hatten unterschiedliche Maskenarten ausprobiert auch die ganz dünnen, mit keiner konnte er zurecht kommen. Nach paar Minuten tragen bekommt er schon keine Luft mehr und musste die Maske runter nehmen. In der Schule verlangten die Lehrer nach dem Attest oder wollten uns melden, da mein Sohn gegen die Regeln verstößt, wenn er die Maske von der Nase runter zieht. Daraufhin habe ich mich an die Kinderärztin gewendet, sie war ehrlich und sagte mir, dass sie Angst hat Kontrollen zu bekommen. Sie hat uns zu einem H&O Arzt verwiesen. Dieser hat uns Cortisonspray verordnet und meinen Sohn für vier Wochen krankgeschrieben. Kurz darauf wurde auch Lockdown in der Schule verhängt. Neben den Kopfschmerzen fühlte sich seine Nase immer voll an, als ob er ständig Schnupfen hätte aber nichts rauskommt. Nach einem Monat Spray Anwendung und keine Maske tragen müssen kamen auch die Kopfschmerzen nicht mehr zurück . Wir haben aber ein MRT machen lassen, weil mir bewusst ist, dass die Maskenpflicht, (sobald die Schulen wieder aufmachen) weiterhin besten bleibt. Außerdem hatte er immer wenn er auch nur kurz die Maske Anzug (zb.Busfahrt) wieder eine volle Nase. Beim MRT wurde festgestellt, dass er eine Fehbildung in der Nase hat und daher vermutlich seine Atmungsprobleme kommen. Doch anstatt uns einen Maskenattest zu geben, hat der Arzt meinem Sohn eine Nasen-OP empfohlen, damit er die Maske wieder tragen kann. Vor der Maskenpflicht. hatten wir solche Probleme gar nicht. Trotz dem offensichtlichen MRT Befund hat sich der Arzt geweigert Maskenattest zu geben und uns darauf hingewiesen, dass seine Lösung Operation wäre. Auf meine Fragen warum er denn Angst habe uns einen Maskenattest zugeben, sagte er nur, dass er dafür nicht zuständig sei und verwies mich zurück an die Kinderärztin. Ich war auch mittlerweile bei einer Privatärztin, aber auch sie hatte Angst vor Kontrollen obwohl sie mir sagte, das einer mit Rolando-Epilepsie und Nasenfehlbildung ein Recht auf Masken Attest hätte und hat mich an die Kinderärztin oder den H&O verwiesen. Ich verstehe langsam die Welt nicht mehr. Ich weiß leider gar nicht mehr an wen ich mich noch wenden kann, vielleicht haben Sie für mich einen Ratschlag. Für Ihre Rückmeldung danke ich Ihnen sehr!
    Огромное спасибо,
    С уважением
    xxxxx
    Tel: 0176xxxx

    Hier noch einer…

    Sehr geehrter Herr Dr. Janzen,
    von einer Freundin habe ich erfahren, dass sie Kinder untersuchen, welche die Maske schlecht vertragen. Ich bzw. meine Tochter möchte hieran gerne teilnehmen.
    Meine Tochter, xxxx, ist Ende August 13 Jahre alt geworden. Wenn sie die Maske trägt wird ihr schlecht, sie bekommt nur schwer Luft, hat das Gefühl jederzeit umzukippen, kann sich nur schwer konzentrieren und leidet auch psychisch sehr darunter (ihr ist oft nach weinen zumute und sie äußert manchmal, dass sie froh ist, wenn sie nicht mehr lebt und zu Gott kommt. Dann bräuchte sie keine Maske mehr tragen). Wir wären froh und dankbar, wenn sie bei dem Test mitmachen dürfte (auch wenn sie schon 13 Jahre alt ist).
    Der Tag, an dem der Test gemacht würde, wäre egal.
    Ich hoffe auf Ihre Rückmeldung und bedanke mich schon jetzt dafür.

    Mit freundlichen Grüßen
    xxxx

    Ich bekomme täglich so etwas ein dutzend solche Emails aus ganz Deutschland…manche Eltern weinen beim Telefonat und manche Kinder weinen im Gespräch auch. Mit meiner Seite hat es aber gar nichts zu tun, die Kinder haben noch lange vor Entsteheung meiner Webseite gelitten. Die Co-Ki Umfrage hat ja auch gezeigt, dass es nicht um ein paar Ausnahmen geht, welche aufgrund labiler Psyche Maske nicht vertragen. Über 50% Kinder gaben Kopfschmerzen an! Und das bei über 20.000 Befragungen.

  • H. Schmitt

    Ich kann das bestätigen, dass es Eltern und Kinder gibt, die verzweifeln. Der Sohn einer Bekannten hat seit der Maskeneinführung starke Probleme. Er hat Kopfschmerzen, ihm wird schwindlig, so dass die Schule meine Bekannte oft anruft, dass sie ihn bereits nach 1-2 Stunden Unterricht abholt. Er hat mittlerweile viel Lebensfreude verloren und möchte nicht mehr in die Schule. Die Bekannte wendet sich hilfesuchend an den Kinderarzt, der sie an eine Kinderpsychologin verweist und diese schickt wieder zurück zum Kinderarzt, denn sie könne kein Maskenattest ausstellen. In der Verzweiflung wendet sie sich an das Gesundheitsamt, die sagen, darum müsse sich der Kinderarzt kümmern. Ärzte, die sich noch trauen, Atteste auszustellen, sind rar und wenn sich aufgrund dessen nun Eltern aus anderen Regionen verzweifelt bei ihnen melden, dürfen sie schon fast aus Selbstschutz nicht helfen. Denn es finden Praxisdurchsuchungen bei Ärzten statt, weil sie dadurch unter Verdacht stehen, Gefälligkeitsatteste zu erstellen, wenn Patienten nicht aus ihrem Umfeld kommen. Somit gibt es keine Lösung für diesen Jungen und seine Familie. Alle sehen sie das Leid, doch keiner mag oder kann etwas tun. Das ist ein Tabuthema, dass in den Medien nicht aufgegriffen wird. Wie viele Kinder genau dies erleben, weiß keiner. Fakt ist, dass sie leiden und ihnen keiner hilft. Sollten sie dann tatsächlich irgendwo her noch ein Attest erhalten, werden sie oft ausgegrenzt von den Lehrern oder Schülern, manche erleben sogar einen Schulverweis, weil die Diagnose angezweifelt wird. Das sind alles so grausame Entwicklungen und keiner schaut da hin. Wenn Kinder schon nicht mehr in die Schule wollen, weil sie gesundheitliche Beeinträchtigungen spüren, wie schlimm ist dann ihr Befinden. Es ist alles sehr traurig, würden diese Geschichten pausenlos in den Medien stehen, würde sich die Wahrnehmung verändern. Doch es sagte ja schon Lothar Wieler, dass die Maßnahmen auf keinen Fall in Frage gestellt werden dürften. Tatsächlich klappt das erstaunlich gut, dass selbst Ärzte, die sich sonst aufopfernd um die Gesundheit der Kinder kümmern, sich hier wie in einem kollektiven Zwang beugen. Meine Meinung dazu ist die, dass die Sorge, dass bei solchen repräsentativen Studien sich herausstellt, dass die gesundheitlichen Auswirkungen für Kinder negativ sind, auch die Vermutung aufkommen lassen könnte, dass es sich bei Erwachsenen ähnlich verhält und eine Debatte stattfinden könnte, ob man diese Maßnahme generell anordnen darf, wenn sie möglicherweise auch schädigt. Dann würde unser Kartenhaus zusammenbrechen. Und nach meinem Empfinden ist genau das der Grund, warum keiner dieses heiße Eisen anfassen mag. Doch Fakt ist, dass es Kinder gibt, die akut Hilfe brauchen und dass wir vor allem eine Vor- und Fürsorgepflicht haben und alle Risiken und Gefahren im Vorfeld untersuchen müssen, damit ihre Gesundheit keinen Schaden nimmt. Gesundheit gegen Gesundheit aufwiegen,das geht nicht. Jeder Mensch hat die gleichen Rechte, doch leider haben die Kinder keine Lobby, können sich selbst nicht wehren oder für sich und ihre Bedürfnisse kämpfen und sprechen. Deswegen bedarf es mutiger Menschen, die sich ihrer annehmen und daher, Herr Janzen, haben Sie meinen tiefstem Respekt. Sie versuchen, etwas zu tun und suchen pausenlos nach Lösungen, um den Kindern zu helfen. Diese persönlichen Schilderungen sind eigentlich nicht zu ertragen, ich bin so traurig, dass es schon Kinder gibt, die ihren ganzen Lebensmut verloren haben…

    • Eugen J

      Und genau deshalb finde ich mein Satz „ Masken können ein gesundheitlicher Schaden ausrichten…“ gar nicht so falsch. Eigentlich könnte man schon sagen, Masken richten in einzelnen fehlen die Gesundheitsschäden aus. Das Wort können ist fast schon überflüssig.

    • Caroline Keeling

      Das ist ja übel, dass die Toleranz für Ausnahmen bei der Maskenpflicht bei Kindern von Seiten der Gesellschaft und der Behörden so niedrig zu sein scheint. Dass sogar Kinder mit medizinischer Indikation Schwierigkeiten haben ein Attest zu bekommen.
      Ich verstehe Ihre Wut nun besser. Vielleicht ist da eine (möglicherweise übertriebene) Angst, dass es viele Trittbrettfahrer gibt, wenn man einem Teil der Kinder erlaubt ohne Maske in die Schule zu gehen („Warum darf der Ben ohne Maske und mein Kind muss Maske tragen?“). Vielleicht nehmen die Behörden an irgendwann wollen zu viele Eltern eine Befreiung von der Maskenpflicht. Und das geht auf Kosten der Kinder, die die Maske schlecht vertragen.

  • Caroline Keeling

    Lieber Johannes P.,
    da ist irgendein Bug in der Seite. Manchmal schickt man einen Kommentar ab und dieser taucht dann einfach für eine Weile nicht auf. Dann denkt man irgendwas hat nicht geklappt (oder der Kommentar wurde gelöscht). Habe das Gefühl es hat irgendwas damit zu tun, wenn zwei Leute auf densselben Kommentar antworten….

    • Johannes P

      Manche Kommentare werden als Spam markiert oder müssen manuell freigeschaltet werden. Irgendwie scheint der Spamfilter vor allem Sie auf den Kieker zu haben, da Ihre Kommentare immer wieder als Spam markiert werden. Wir sind leider nicht die schnellsten was das Freischalten betrifft, tut mir leid.

      • Caroline Keeling

        WAS??? Meine unglaublich geistreichen Kommentare landen wiederholt im Spam? Unglaublich! Mit den Worten von Nicolas Sarkozy:“Quelle indignité!“

    • Caroline Keeling

      Mein Beitrag muss erst wieder freigeschaltet werden :-D.
      @EugenJanzen: Die Details der Studie sind auf der Seite, die Sie verlinkt haben ebenfalls verlinkt (im ersten Absatz). Die Autoren geben dort auch Schwachstellen Ihrer Studie (Kurze Dauer der Messungen während des Masketragens und nur wenige Stichproben (47 Kinder)) an und regen an, weitere Studien zu machen um mögiche Langzeitfolgen festzustellen bzw. ausschliessen zu können:
      „Limitations
      This study has some limitations. The evaluation of parameters while children wore face masks was done for only 30 minutes. Further studies are needed to evaluate possible longer-term changes. Another limitation was the small sample size.“

    • Herbert Renz-Polster

      @ Herr Janzen, die Messtechnik ist hier nicht so sehr das Problem, eher die Dauer der Untersuchung und die Art der körperlichen Belastung. 30 Minuten ist natürlich zu kurz, außerdem bestehen 30 Minuten im echten Leben manchmal aus 30 Grad Aussentemperatur. Der Belastungstest (12 Minuten Gehen) lässt ebenfalls Wünsche übrig, weil Kinder ja kaum in mittlerer Aktivität spielen, sondern entweder in Ruhe oder in hoher Aktivität (haben wir selbst mal in Kitas gemessen 😉 Ein weiteres Problem der Vergleichbarkeit ist das: die Masken wurden individuell an das Gesicht angepasst, es handelt sich also nicht um die im echten Leben getragenen 0815 Gesichtsmasken.

      • Eugen Janzen

        Was mich bei all den Maskenstudien am meisten ärgert ist die tatsache, dass keiner den Totraumvolumen der Masken misst und bei der Studie angibt. Auch die Unwahrheit (das Wort Lüge würde mich wieder angreifbar machen, deshalb nenne ich es mal Unwahrheit) des Bundesumweltamtes und diversen Fuktenchecker keine überürüft oder offen anspricht. Diese behaupten, dass der Totraumvolumen einer Maske 5 bis maximal 10 ml betrifft. Das ist einfach unwahr! Warum sagt keiner aus der Wissenschaft etwas dagegen? Dank modernen Scaner kann man den Totraum bei angezogener Maske millilitergenau vermessen. Bei den von mir vermessenen Masken gab es keine einzige mit 5-10 ml Volumen. Dafür aber einige mit über 70 und eine sogar mit deutlich über 100 ml. Mit FFP2 Maske lässt sich es zuhause mit etwas Wasser und Messglas in 20 Sek. überprüfen.
        Dann noch ein Punkt, was mich nervt. In Studien über Masken werden meist gesunde Kinder untersucht, welche Maske gut vertragen. Die ausbleibende relevante Hyperkapnie lässt die Regierung davon ausgehen, dass alle Kinder Maske gut vertragen sollen. Wenn man eine Studie mit den Kindern und Erwachsenen machen würde, welche die Maske gar nicht oder nur sehr schlecht vertragen, würde man ganz andere Ergebnise bekommen. Aber so eine Studie wollen einige Maskenbefürwörter leider nicht.

        • Caroline Keeling

          Ich glaube da hatte HRP geschrieben, dass er diese Wassermessmethode anzweifelt, weil dabei eventuell das Totraumvolumen überschätzt wird?

          Kein Plan. Woher kommen denn diese 5-10ml vom Bundesumweltamt? Sind das Herstellerangaben? Wissen Sie wie die darauf kommen?

          Wie kann man das messen? Ich habe nur ein wissenschaftliche Publikation gefunden, die das Totraumvolumen von starren Beatmungsmasken mittels Computersimulation schätzt.
          Und dabei hab ich mich eins gefragt (vielleicht weiss hier jemand die Antwort darauf?):

          Kann man vom Volumen zwischen Gesicht und maximal aufgeblähter Maske wirklich auf das Totraumvolumen schliessen? Die Masken sind ja nicht starr.

          1. Ausatmung: Maske bläht sich auf Gesicht maximal auf, verbrauchte Luft dringt durch Gewebe nach aussen, etwas verbrauchte Luft bleibt in dem maximal aufgeblähten Raum (ich nenne das mal Maximales Volumen) zwischen Gesicht und Maske.

          2. Einatmung: « Verbrauchte » Luft wird aus dem Maximalen Volumen eingeatmet ABER Maske legt sich ja nicht wie eine zweite Haut dem Gesicht an, sondern es bleiben immer noch Kammern zwischen dem Gesicht und dem Maskengewebe (ich denn das mal Residualvolumen). Diese Kammern werden nun durch den Unterdruck mit frischer Luft gefüllt, die durch das Gewebe der Maske strömt.

          3. Wieder Ausatmung: Die Maske dehnt sich wieder vom Residualvolumen auf das Maximale Volumen, füllt sich mit « verbrauchter » Luft plus dem Rest Frischluft aus dem Residualvolumen und schliesslich entweicht dieses Gemisch durch den Überdruck durch das Gewebe der Maske.

          Muss man jetzt um das Totraumvolumen zu berechnen das Residualvolumen von dem Maximalen Volumen abziehen? Gerade bei der FFP2 Maske bleibt doch ein grosses Residualvolumen nach der Inspiration noch stehen?

      • Eugen Janzen

        Eine relevante Hyperkapnie bei chirurgischer oder dünner Stofmaske (meist ein- oder zweilagig) konnte ich auch ausschliessen. Anstieg der pCo2 war bei nur 1,4mmHg und die Sauerstoffsättigung ging sogar bei manchen Kindern etwas nach oben (durch die Erhöhung der Atemtiefe und der Atemfrequenz).
        Bei FFp2 Maske, welche nun sehr viele Kinder tragen müssen, entwickeln manche Menschen aber schon eine relevante Hyperkapnie (meine Werte gehen rasch von 36 mmHg auf 46 mmHg, das erklärt auch die deutliche Adrenalinproduktion nach 10 Std. solcher Maske) sowie eine relevante Veränderung der Sauerstoffsättigung (bei mir von 96% auf 92 %). Der Ansteig der Atemfrequenz im Durchschnitt lag bei unseren Messungen bei 32%. Es gab aber Kinder, bei welchen sich die Atemfrequenz verdoppelte. Mit so einem Atemmuster den ganzen Tag zu atmen und dabei beschwerdefrei bleiben kann ich mir nicht vorstellen. Jede künstliche Veränderung des physiologischen Atemmusters beim Kind sollte aus meiner Sicht gut überprüft und untersucht werden, und zwar bevor man alle Kinder zwingt die Maske zu tragen.

        • Eugen

          Die FFP2 Maske beim Auffüllen mit Wasser wird größer? Das sagt wer? Das ist doch Quatsch. Füllen Sie doch die FFP2 oder KN95 (die besteht aus Plastik und ist wasserdicht). Diese dehnt sich gar nicht. Bei Exspiration füllt sich der Totraum der Maske mit abgeatmeter Luft, welche nahezu komplett wieder eingeatmet wird bei der folgender Inspiration. Dass die Maske am Ende der Inspiration nicht dem Gesicht anlegt hat doch nichts mit der Menge der Eingeatmeten aus dem Totraum Luft. Die Luft geht in die Lunge und durch die Randspalt und teils durch die Maske selbst wird gleichzeitig Umgebungsluft eingesaugt. Auf meiner Seite habe ich genau beschrieben wie ich das Totraumvolumen gemessen habe. Wie die Bundesumweltamt auf 5 ml kommt steht nirgends. Wenn Sie mich fragen ist es eine bewusst falsche Schätzung um die wenig denkende Bürger zu beruhigen. In der Wissenschaft geht es bestimmt mit Fotoscaner genau nachmessen. So etwa wie beim Schädelscaner bei Plagiocephalie und Helmanfertigung. Und wenn Sie einen Raucher bitten einmal beim Rauchen den Rauch einer Zigarette bei angezogener FFP2 Maske auszuatmen, dann sehen Sie wo die ganze Luft die Maske verlässt, an den Seiten am Hals entlang und Richtung Aufen und Ohren. Bei chirurgischer Maske sind oft die Öffnungen paranasal oben so groß, dass eine Biene locker rein und wieder rausfliegen könnte. Und das soll bei Viren helfen? All das zeigt mir wer und wie gut das Ganze beurteilt. Fehler machen darf jeder, aber man sollte diese auch korrigieren. Ich dachte immer bei RKI arbeiten die schlauste Mediziner und wir blöde niedergelassene Ärzte sollen bei den lernen (STIKO, Leitlinien etc). Wenn man manche Sachen bei Stiko oder über Covid liest, frage ich mich manchmal ob die, die es Schreiben überhaupt Mediziner sind. Nur zum Beispiel: Testungskriterien für Covid: schwere respiratorische Symptome (z. B. Pneumonie, Bronchitis, Luftnot oder Fieber)…??? Von 4 Beispiele nur Luftnot ist ein resp. Symptom. Hat das Herr Spahn persönlich ausgedacht? Letzte Woche rief ich bei der Hotline für Ärzte (stiko, RKI), habe drei Fragen bzgl. Masern Impfung gestellt. Die Antwort: „sehr interessante Fragen, ehrlich gesagt keine Ahnung…was denken Sie den? „ ich sage meine Überlegungen dazu; der Kollege: „klingt logisch, machen Sie ruhig so“. Im Kapitel wie man impft steht: gestillte Säuglinge sollten möglichst während des Stillens auf Arm der Mutter geimpft werden. Das konnte nur jemand, der nie geimpft hat schreiben. Mit 11 Monaten und 6-8 Zähnen kann dabei die Brustwarze der Mutter abgebissen werden…sorry, etwas am Thema vorbei…wollte damit nur sagen, dass auch die Behörden machen Fehler, nur korrigieren diese wollen die selten. Ich habe z.B. Nicht verstanden, warum alte Menschen per Post ein Coupon erhalten haben um dann 3 Masken im Wert von 3 Euro in der Apotheke abzuholen (zur Zeit der hohen Inzidenzwerten und mit hohem Risiko bei der Abholung der billigen Masken sich mit Covid oder anderen Viren anzustecken) und dabei noch 2 Euro zuzahlen. Meine Frau arbeitet in einer kleinen Apotheke und musste an einem Tag über hundert solche Menschen mit Masken bedienen und zwischen durch kommt immer wieder einer mit Halsschmerzen oder Fieber rein. Warum statt Coupon nicht die drei billige Masken von KK direkt versenden? Und wenn es aus irgendeinem Grund nicht geht, dann die Verteilung draußen in den Städten unter freiem Himmel machen. Wie viele diese alten Menschen haben sich bei solcher überflüssigen Abholaktion mit Covid infiziert? Aber nun kommt langsam raus warum bestimmte Dinge so gelaufen sind wie die gelaufen sind und wer welche Beträge wofür bekommen hat.

        • Caroline Keeling

          Guten Morgen Herr Janzen,
          ey nee, ich glaub die Sache mit dem Totraum muss irgendwie dynamischer sein.
          Die Maske ist ja kein impermeabler, starrer Schnorchel, sondern eine permeable, nicht formstabile Membran.
          Und dann hängt vielleicht noch das Volumen des Totraums von dem ein- und ausgeatmeten Volumen Luft ab (je nachdem wie stark es das Maskenvolumen übersteigt, desto mehr steigt das Totraumvolumen, weil das Luftgemisch in der Maske dann vor allem aus CO2 haltigerer ausgeatmeter Luft besteht?)
          Hmm…hier ist nicht zufällig ein Masken-entwickler der das beantworten kann?

          Das mit dem Impfen an der Brust beim stillenden Säugling klappt aber wirklich gut wenn sie klein sind oder (ich glaub bis 6 Monate oder so hat das bei meinen beiden Jungs auf jedenfall super geklappt)?

          Ja, ich denke auch die Leute, die in den Behörden arbeiten machen Fehler und haben u.U. Probleme diese einzugestehen/sehen… Fehler machen scheint auch so ein Stigma. In Krankenhäusern wurden/werden? ja auch viele Behandlungsfehler vertuscht und so geht viel wertvolle Information und Gelegenheit zum Lernen verloren. Vielleicht ist das aber ein generelles Problem und nicht nur das der Leute, die in den Behörden arbeiten?

        • Caroline Keeling

          Lieber Herr Janzen,

          Das ist jetzt etwas verspätet, aber ich wollte nochmal was zu der Sachen mit dem Totaum schreiben. Ich habe versucht mich etwas zu der Funktionsweise der Masken zu belesen und je mehr ich lese desto überraschend komplizierter finde ich es.

          Ich bin immer noch skeptisch, dass man bei allen Masken vom messbaren Volumen zwischen Gesicht und Maske direkt auf den zusätzlichen « funktionellen Totraum » schliessen kann (auch wenn ich inzwischen glaube, dass Sie recht haben und es nicht so sehr mit der Forminstabilität zu tun hat wie ich anfangs dachte).

          Vielmehr muss doch zusätzlich eine Rolle spielen wie « dicht » die Maske ist (also die Porengrösse der Maskenmembran). Ich glaube diese beiden Grössen müssen vielmehr zusammen betrachtet werden (auch was den Atemwiederstand angeht: An increase in fibre density to enhance filtration efficiency is accompanied by an increased pressure drop across the mask (Lai, Poon & Cheung 2012), which requires a greater inhalation effort by the wearer. Thus, an appropriate balance has to be achieved via proper design of the filter material, and this might be particularly important in the post-COVID-19 era, if wearing face masks becomes routine.Mittal, Rajat, Rui Ni, and Jung-Hee Seo. „The flow physics of COVID-19.“ Journal of fluid Mechanics 894 (2020).)
          Wenn man sich ein eine Maske umschnallen würde mit dem Volumen eines Fussballs und deren Membran wäre sehr durchlässig (wie ein Küchensieb z.B.) dann wäre der « anatomische Totraum » theoretisch riesig, aber der « funktionelle Totraum » bliebe nahezu unverändert. Oder?

          Ausserdem müsste innerhalb grossvolumigerer Masken viel mehr Vermischung von C02 haltigerer Ausatemluft und von voriger Inspirationsphase in der Maske verbliebener C02 armer Luft stattfinden? Viel mehr als dies in unserem « schlauchförmigen Totraum » der Fall ist, oder?

          Und es kommen eventuell dynamischere Effekte hinzu, vielleicht spielt es noch eine Rolle, wie schnell die ausgeatmete Luft auf die Membran trifft (ob eine Person also ruhig atmet, oder schnell)? : It is reasonable to observe such a difference as during expiration, the airflow with relatively high kinetic energy right hit on the respirator (simplified as porous media) and bounded back to form vortex within the respirator, while during inspiration the upstream airflow outside the respirator is much slower which allows the streamline to peacefully penetrate the porous media and enter the cavity. (Zhu, J. H., et al. „Evaluation of rebreathed air in human nasal cavity with N95 respirator: a CFD study.“ Trauma Emerg. Care 1.2 (2016): 15-18.
          )

          Deswegen bin ich skeptisch ob es wirklich Sinn machen würde diesen Totraum mit bildgebenden Verfahren darzustellen und genau zu vermessen, denn ich glaube, dass dieser Raum für sich allein nicht genug aussagt. Es gibt Computersimulationen über die Dynamik der Luftbewegung innerhalb von N95 Masken, aber das ist sicher auch sehr teuer und zeitaufwändig.

          Auch mit absoluten Angaben von CO2 Konzentrationen innerhalb der Maske muss man eventuell vorsichtig sein, da diese vermutlich zeitlich innerhalb der Maske variieren und schwer korrekt zu messen sind (These experimental studies measured CO2 and humidity values during a long period of time (over 1 hour) and assured that the CO2 and humidity values in an N95 FFR cavity were the same and had a limited difference during a breathing cycle. However, because exhaling and inhaling air flows mix with each other at a short period of time (about 3-6 seconds), the CO2 and humidity variations should not be ignored. Lei, Zhipeng, and James Yang. „Computing carbon dioxide and humidity in filtering facepiece respirator cavity during breathing cycles.“ ASME 2014 International Design Engineering Technical Conferences and Computers and Information in Engineering Conference. American Society of Mechanical Engineers Digital Collection, 2014.)

          Hinterher zählt doch: « Gibt es Kinder (und Erwachsene) die in ihrem Wohlbefinden durch die Maske beeinträchtigt sind? » Und diese Frage ist deutlich mit Ja zu beantworten. Und es ist Wahrscheinlich dass U.a. die Rückatmung von C02 dabei eine Rolle spielt. Damit muss sich (wie Herbert-Renz-Polster ja schon lange fordert) die Gesellschaft auseinandersetzen und das darf nicht verharmlost werden.

          Eine Freundin von mir ist Gymnasial-Lehrerin und will nun die das Thema und die Atemübungen mit ihren Schülern im Unterricht besprechen (und bei den Oberstüflern diese in den Biologieunterricht zur Erklärung der Physiologie der Atmung aufnehmen).

          Liebe Grüsse

  • Susanne

    @ marie. DANKE für deine stets ruhige und besonnene argumentation. Mich erschüttert RP s sichtweise auf pandemie und seine auffassung über wissenschaftlichen diskurs! Ebenso erscheint es mir inzwischen ideologisch verblendet die querdenken demos in der weise abzuwerten, wie er es tut.
    Und ich habe große sympathie für alle ihre werke herr RP! Außer das erz prägt gesinnung, welches ich nicht gelesen habe. Wieso können sie herr jansen nicht ohne abwertung gegenübertreten? Ich empfinde ihren umgang mit ihm fast als scheinheilig, mitnichten wissenschaftlich. Sie stellen sich über ihn. Schade

  • Caroline Keeling

    Diese US Firma die spezialisiert ist aufTrainingsgeräte für Atmungsmuskulatur hat in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Experten Gruppen (z.B. der MayoClinic, einer non-profit Organisation) 2020 in kleinem Rahmen Untersuchungen bei Erwachsenen durchgeführt, um Effekte des Maskentragens zu erheben.

    Einige Daten sind auf dieser Seite veröffentlicht (https://www.pnmedical.com/breather-university/effects-of-wearing-face-mask/ ). Aufgrund ihrer Erhebungen nehmen sie an, dass verschiedene Maskentypen unterschiedliche Probleme mit sich bringen.

    Nach ihren Untersuchungen können Stoffmasken zu einer Hypokapnie führen. Anscheinend erhöhen manche Menschen wegen des erhöhten Atemwiederstandes ihre Atemfrequenz (Hyperventilation). Chirurgische Masken wie hier oft besprochen zur Hyperkapnie. Beides kann zu den oft beschriebenen Symptomen führen: Angstzustände, Luftnot, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit.

    PNMedical empfiehlt bewusst andere Atemmuster zu trainieren um die Nebenwirkungen des Maskentragens zu reduzieren:

    Sie schlagen folgendes Protokoll vor:

    Atemzug = 4 Sekunden durch die Nase einatmen, 6 Sekunden durch den Mund ausatmen, 2 Sekunden Pause

    – 5 Atemzüge bevor die Maske angezogen wird
    – 5 Atemzüge direkt nachdem die Maske angezogen wurde
    – 5 Atemzüge wenn die Maske wieder ausgezogen wird

    Ausserdem:

    – Während des Maskentragens immer wieder daran denken langsam und tief zu atmen (ich schätze dann kommt der erhöhte Totraum durch die Maske weniger zum Tragen)
    – Bei längerem Tragen von Masken regelmässige « Maskenpausen » einlegen (wenn möglich)

    Anscheinend plant diese Firma noch « richtige » Studien um die Effekte des Maskentragens weiter zu untersuchen z.B. den Einfluss unterschiedliche Maskentypen, Einfluss der Persönlichkeit des Trägers. Ausserdem wollen sie testen, ob Atemübungen und der Einsatz von Atemmuskulatur-trainingsgeräten tatsächlich helfen können, die Nebenwirkungen zu reduzieren.

    Vielleicht könnten mit solchen Atemübungen ja dem ein oder anderen Kind geholfen werden?

    • Eugen

      Das ist alles interessant und Hochspannend aber…ich will nicht, dass mein Kind mit Kopfschmerzen von der Schule nach Hause kommt und Atemübungen macht, welche ihm ein unphysiologischen Atemmuster antrainieren sollen. Ich will, dass ein gesundes Kind normal frische Luft atmen darf und ein normales Leben führen darf ohne als Gefahr für die Allgemeinheit auszusehen. Ist das zu viel verlangt? Warum müssen wir erst Jahre auf die Studienergebnisse warten? Warum kann man den Kindern nicht es wenigstens freiwillig machen? Ich finde es krankhaft, Kinder zu zwingen und gleichzeitig zu wissen, dass es ungesund ist.

      • Caroline Keeling

        Ich glaube es ist weniger ein Antrainieren als mehr das Erlernen einer Kompetenz: die, den eigenen Atem bewusst steuern zu können. Ich weiss nicht ob Sie Leute im Bekanntenkreis haben die Meditation oder Yoga betreiben, aber die können Ihnen das vielleicht besser beschreiben. Ich glaube nicht, dass dabei negative Effekte für die Gesundheit zu erwarten sind….eher im Gegenteil.

        Sie können ja weiter dafür kämpfen, dass Kinder nur freiwillig Masken tragen müssen und trotzdem eine Möglichkeit suchen, wie man den Kindern die unter der Maske leiden JETZT Erleichterung verschaffen kann. Denn ob und wann sich da wirklich was bewegt, das weiss keiner aber diese Kinder brauchen JETZT Hilfe oder?

        • Eugen Janzen

          Soll ich den 6-jährigen Kindern, welche Kopfschmerzen von der Maske entwickeln Yoga empfehlen? Ich denke, manche Eltern würden das als Beleidigung oder Auslachen empfinden. Ich finde es unglaublich, dass für die Bundestagsabgeordnete gab es ein Schreiben, wo stand „bereits nach kurze Zeit Maskenatmung können Symptome einer Hyperkapnie entstehen…in diesem Fall soll die Maske sofort runtergezogen werden…bis zur Besserung…“. Wenn ich den Kindern solche Bescheinigung ausstelle: bei Symptomen einer Hyperkapnie wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen, Schweißausbruch etc. soll die Maske bis zur Besserung runtergezogen werden. Bei wiederholten gleichen Symptomen würde ich als pädiatrischer Sicht vom dauerhaftem Maskentragen abraten….Melden Schulleiter dies als unakzeptabel bei der Ärztekammer oder akzeptieren einfach solche Atteste nicht mehr.

        • Caroline Keeling

          Nein, nicht zwingend Yoga, aber vielleicht Atemübungen wie oben skizziert?

          Ich selbst leide seit einem Jahr unter einer Autoimmunerkrankung, die schubweise mein Nervensystem, meine Lunge, meine Schilddrüse , meine Tränendrüsen und vermutlich noch andere Gewebe angreift und meine Lebensqualität massiv beeinträchtigt. Mein Rheumatologe hat mit als unterstützende Massnahme Yoga empfohlen. Da ich oft gelesen habe, dass es eine Verbindung gibt zwischen Stress und Autoimmunkrankheiten gibt (siehe z.B. https://www.researchgate.net/profile/Vitor-Pordeus/publication/5551013_The_mosaic_of_autoimmunity_Hormonal_and_environmental_factors_involved_in_autoimmune_diseases_-_2008/links/0a85e5380a3b19e7d1000000/The-mosaic-of-autoimmunity-Hormonal-and-environmental-factors-involved-in-autoimmune-diseases-2008.pdf )
          und dass das Praktizieren von Yoga Stress reduzierend wirkt (siehe z.B. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306453017300409?casa_token=E6YnLmtAeF8AAAAA:Y2C46cQNMgcs3KnfC93VLOwKRT8Tv4Q7m6p_4A4YCd5jOBvqxlZEERV6hMBr5dERymo1SQ49Hdw ) habe ich das nicht als Hohn empfunden.

          Ich vermute es kommt hierbei auf die Aufklärung durch den Arzt an, diese kann die Akzeptanz und Compliance des Patienten erhöhen. Aber das ist natürlich schwierig, wenn der Arzt wenig Zeit hat für den einzelnen Patienten.

          Sie sind doch experimentierfreudig?! Sie könnten das doch selbst ausprobieren (oder eventuell zusammen mit einigen Patienten, oder Sie machen ein YouTube Video dazu). Ich schätze so einfach ist es auch nicht mit dieser Massnahme, denn ich denke die Atemübungen müssen auch konsequent und über eine längere Zeit durchgeführt werden.

          Und PNmedical weiss ja selbst nicht, ob diese Übungen helfen, das will die Firma selbst erst noch in einer Studie testen. Aber dass die Atemübungen helfen KÖNNTEN ist zumindest aus physiologischer Sicht plausibel: nicht die Atemfrequenz erhöhen sondern das Atemzugvolumen um den künstlichen Totraum der Maske besser auszugleichen. Und wie gesagt, ich glaube Nebenwirkungen sind unwahrscheinlich.

          Ich verstehe, dass Sie sich über Bigotterie, Desinteresse und Herablassung mancher Leute mit denen Sie in der Sache zu tun haben aufregen.

  • Evelyn Michel

    Sehr geehrter Herr Renz- Polster,
    Nachdem ich jetzt diesen langen Block in Gänze gelesen habe, bleibt ein Wort ganz vom Anfang hängen. UNMENSCHLICH. Sie betiteln die Kommentare unter Herrn Jansen Video als unmenschlich. Sind Sie sich Ihres Handelns eigentlich bewusst? Nicht nur, dass Sie die Verzweiflung und Ohnmacht, die hinter diesen Kommentare steht nicht sehen. Sie sprechen auch den Verfassern, die diese Gefühle zum Ausdruck gebracht haben, auf Grund dessen die Menschlichkeit ab.
    Sie werden sich sicher selbst als empatischen und sozialen Menschen begreifen, vorallem weil Sie ja so großes Mitleid mit den Erkankten, den Langzeitgeschädigten, den Verstorbenen und ihren Angehörigen haben. Aber Mitleid und Verständnis für die Maßnahmengeschädigten haben Sie nicht. Das sind ja Verleugner, die den Ernst der Lage nicht erkennen. Würden die doch nur so denken wie sie, dann würden sie auch nicht leiden. Wie unpassend, dass wir nicht alle gleich sind. Wie dumm, dass wir alle einzigartig in unseren Erfahrungen und Empfindungen sind. Wäre doch alle wie Sie, dann wäre alles so einfach. Ich glaube Ihnen, dass Sie mit diesem Block aufklären und überzeugen wollen, aber Sie vergessen dabei ein grundlegendes Detail. Wollen wir einen Anderen irgendwo hinführen, müssen wir Ihn da abholen wo er steht. Das heißt wir müssen Ihn respektieren in seiner MENSCHLICHKEIT, in seiner Persönlichkeit und Würde und das sehe ich nicht. Nicht bei Ihnen und anderen Maßnahmenbefürworter. Nicht einmal sind Sie auf die geschilderte Verzweiflung, die Selbstmordgefährdung eingegangen und für die nachvollziehbare Frustration von Herrn Janzen, haben Sie nur Hohn und Spott in Form von „netten “ Ratschlägen übrig.
    Diese Haltung ist verantwortlich für die tiefe Spaltung in unserer Gesellschaft. Ja wir haben eine Pandemie und ja wir müssen etwas tun. Wenn wir aber die, die anders empfinden und denken konsequent missachten und verachten ( und Missachtung und Verachtung lese ich aus Ihren Kommentaren heraus), dann schlagen wir tiefe Wunden in unsere Gesellschaft, deren Heilung viel Zeit und Energie kosten wird. Zeit und Energie, die wir eigentlich für die Bewältigung der Pandemie und aller Herausforderungen, die noch kommen werden, brauchen.

    • Herbert Renz-Polster

      Moment, das ist nun wirklich zu viel.
      Ich kommentiere Einträge wie diesen: „Die Frau Merkel hat keine Kinder. Jens Spahn hat keine Kinder. Die haben 0,0 Empathie und Mitgefühl. Das sind gefühllose Monster!“
      Ja, das ist für mich unmenschlich, falsch und gemein.
      Sie wollen jetzt den Spieß umdrehen, und MIR Unmenschlichkeit vorwerfen.
      Sehr witzig.

      Noch putziger, wenn Sie dann die große moralische Nummer bringen: „Wollen wir einen Anderen irgendwo hinführen, müssen wir Ihn da abholen wo er steht. Das heißt wir müssen Ihn respektieren in seiner MENSCHLICHKEIT, in seiner Persönlichkeit und Würde“

      Aber Danke für die Predigt.
      HRP

    • Caroline Keeling

      Liebe Frau Michel,

      bei allem Verständis für die Verzweiflung und Ohnmacht der Verfasser, mich stört an Aussagen wie: „Die Frau Merkel hat keine Kinder. Jens Spahn hat keine Kinder. Die haben 0,0 Empathie und Mitgefühl. Das sind gefühllose Monster!“ dass ich sie absolut unverhältnismässig finde (selbst wenn man wirklich ehrlich annimmt, dass Frau Merkel und Herr Spahn direkt verantwortlich sind für das Leid der Kinder, die z.B. statt einem Maskenattest eine Operation nahegelegt bekommen). Ich meine, wenn man Frau Merkel und Herr Spahn deswegen als gefühllose Monster bezeichnet, als was bezeichnet man dann Bashar al-Assad, der Kinder mittels Sarin in den Tod schickt? Trotz allem Verständnis, ich finde solche rhetorischen Missgriffe von einem erwachsenen, zurechnungsfähigen Menschen kann man schon kritisieren.

      • Olga

        „Die Frau Merkel hat keine Kinder. Jens Spahn hat keine Kinder. Die haben 0,0 Empathie und Mitgefühl. Das sind gefühllose Monster“

        Monster ist vielleicht wirklich zu hoch gegriffen, der Rest darf aber stimmen. Nur weil diese genannten nicht so schlimm sind, wie manche anderen, heißt es noch lange nicht, dass sie frei von Schuld sind. Weder Frau Merkel noch Herr Spahn haben Kinder. Sie haben bestimmte Erfahrungen nicht. Einschlägige Erfahrungen, die Empathie fördern.
        Dazu sind sie mit höchster Wahrscheinlichkeit Machtmenschen. Diese „Sorte“ ist oft ziemlich frei von Empathie. Macht und Empathie gehen nur in Märchen Hand und Hand.
        Dass diese beiden weniger an Kindeswohl denken sondern die Masken bei Kids als „Beruhigungspille“ für einige Interessengruppen ansehen, ist nicht auszuschließen. Es liegt im Bereich des möglichen.
        Man kann es drehen und wenden wie man möchte: Kinder sind in der politischen Logik eine Verfügungsmasse. Kinder haben keine Macht.
        Interessanterweise führen z.B. die Schweizer diese abstrusen Diskussionen nicht. Kinder unter 12 J müssen dort keine Maske tragen, unter 20 J dürfen weiterhin Mannschaftssport treiben, Theater Proben und im Chor singen. Die ganze Zeit hindurch, wo wir hier diskutieren. Die Schweiz ist nicht untergegangen. Aber sie hat ihre Kids weitestgehend von Maßnahmen herausgenommen. Von schwedischen Kids rede ich erst gar nicht.
        Vielleicht widmet der von mir hoch geschätzter HRP einen Blogbeitrag dem Schweizer und dem schwedischen Weg, ihre Kids in der Pandemie zu schützen? Und vergleicht diesen mit dem deutschen, auch aus der „Gesinnungsperspektive“ heraus?

  • Caroline Keeling

    Sorry, ich poste nochmal hier untern wegen besserer Sichtbarkeit:

    Lieber Herr Janzen,

    Das ist jetzt etwas verspätet, aber ich wollte nochmal was zu der Sachen mit dem Totaum schreiben. Ich habe versucht mich etwas zu der Funktionsweise der Masken zu belesen und je mehr ich lese desto überraschend komplizierter finde ich es.

    Ich bin immer noch skeptisch, dass man bei allen Masken vom messbaren Volumen zwischen Gesicht und Maske 1:1 auf den zusätzlichen « funktionellen Totraum » schliessen kann (auch wenn ich inzwischen glaube, dass Sie recht haben und es nicht so sehr mit der Forminstabilität zu tun hat wie ich anfangs dachte).

    Vielmehr muss doch eine Rolle spielen wie « dicht » die Maske ist (also die Porengrösse der Maskenmembran). Ich glaube diese beiden Grössen müssen vielmehr zusammen betrachtet werden (auch was den Atemwiederstand angeht: An increase in fibre density to enhance filtration efficiency is accompanied by an increased pressure drop across the mask (Lai, Poon & Cheung 2012), which requires a greater inhalation effort by the wearer. Thus, an appropriate balance has to be achieved via proper design of the filter material, and this might be particularly important in the post-COVID-19 era, if wearing face masks becomes routine.Mittal, Rajat, Rui Ni, and Jung-Hee Seo. „The flow physics of COVID-19.“ Journal of fluid Mechanics 894 (2020).)
    Wenn man sich ein eine Maske umschnallen würde mit dem Volumen eines Fussballs und deren Membran wäre sehr durchlässig (wie ein Küchensieb z.B.) dann wäre der « anatomische Totraum » theoretisch riesig, aber der « funktionelle Totraum » bliebe nahezu unverändert. Oder?

    Ausserdem müsste innerhalb grossvolumiger Masken viel mehr Vermischung von C02 haltigerer Ausatemluft und von voriger Inspirationsphase in der Maske verbliebener C02 armer Luft stattfinden? Viel mehr als dies in unserem « schlauchförmigen Totraum » der Fall ist, oder? Anders als beim Schlauchförmigen Lumen wird die C02 arme Luft, die bei der Inspiration hineingelangt nicht mehr oder weniger wieder rausgeschoben, sondern vermischt sich viel stärker mit der Luft der folgenden Expiration.

    Und es kommen eventuell dynamischere Effekte hinzu, vielleicht spielt es noch eine Rolle, wie schnell die ausgeatmete Luft auf die Membran trifft (ob eine Person also ruhig atmet, oder schnell)? : It is reasonable to observe such a difference as during expiration, the airflow with relatively high kinetic energy right hit on the respirator (simplified as porous media) and bounded back to form vortex within the respirator, while during inspiration the upstream airflow outside the respirator is much slower which allows the streamline to peacefully penetrate the porous media and enter the cavity. (Zhu, J. H., et al. „Evaluation of rebreathed air in human nasal cavity with N95 respirator: a CFD study.“ Trauma Emerg. Care 1.2 (2016): 15-18.
    )

    Deswegen bin ich skeptisch ob es wirklich Sinn machen würde diesen Totraum mit bildgebenden Verfahren darzustellen und genau zu vermessen, denn ich glaube, dass dieser Raum für sich allein nicht genug aussagt darüber wie sehr die Maske den Träger potentiell beeinträchtigt (vielmehr muss man glaube ich die Dichte und damit den Atemwiederstand dazunehmen). Es gibt Computersimulationen über die Dynamik der Luftbewegung innerhalb von N95 Masken, aber das ist sicher auch sehr teuer und zeitaufwändig.

    Auch mit absoluten Angaben von CO2 Konzentrationen innerhalb der Maske muss man eventuell vorsichtig sein, da diese vermutlich zeitlich innerhalb der Maske variieren und schwer korrekt zu messen sind (These experimental studies measured CO2 and humidity values during a long period of time (over 1 hour) and assured that the CO2 and humidity values in an N95 FFR cavity were the same and had a limited difference during a breathing cycle. However, because exhaling and inhaling air flows mix with each other at a short period of time (about 3-6 seconds), the CO2 and humidity variations should not be ignored. Lei, Zhipeng, and James Yang. „Computing carbon dioxide and humidity in filtering facepiece respirator cavity during breathing cycles.“ ASME 2014 International Design Engineering Technical Conferences and Computers and Information in Engineering Conference. American Society of Mechanical Engineers Digital Collection, 2014.)

    Hinterher zählt doch: « Gibt es Kinder (und Erwachsene) die in ihrem Wohlbefinden durch die Maske beeinträchtigt sind? » Und diese Frage ist deutlich mit Ja zu beantworten. Und es ist Wahrscheinlich dass U.a. die Rückatmung von C02 dabei eine Rolle spielt. Damit muss sich (wie Herbert-Renz-Polster ja schon lange fordert) die Gesellschaft auseinandersetzen und das darf nicht verharmlost werden.

    Eine Freundin von mir ist Gymnasial-Lehrerin und will nun die das Thema und die Atemübungen mit ihren Schülern im Unterricht besprechen (und bei den Oberstüflern diese in den Biologieunterricht zur Erklärung der Physiologie der Atmung aufnehmen).

    Liebe Grüsse

  • Caroline Keeling

    Vielleicht ist es auch möglich, die Entwicklung spezieller Masken für Kinder zu fördern. Das könnte doch eine Marktlücke sein. Masken, die die Atemphysiologie von Kindern mit berücksichtigen (und vielleicht auch etwas geringere Wirkungsgrade aufweisen was die Filtration angeht, aber dafür ärmer an Nebenwirkungen sind).

    With prolonged wearing of masks being necessary, such as for hours on flights and enclosed or confined spaces, offices, and workplaces, the inconvenience and discomfort, especially for children and the elderly, are amplified by current mask designs. It usually boils down to a trade-off between comfort/breathability and filtration power.
    (…)
    Materials and designs promising of better breathability, durability, and comfort have been proposed and invented for mask use.
    Chua, Ming Hui, et al. „Face masks in the new COVID-19 normal: materials, testing, and perspectives.“ Research 2020 (2020).

    • Herbert Renz-Polster

      finde ich eine super Idee. Der Punkt ist tatsächlich die Frage, wie hoch die Durchmischung des potentiellen Totraums unter der Maske ist (also wie hoch der funktionelle Totraum ist), das ist von Maske zu Maske extrem unterschiedlich (und möglicherweise ein nicht unbedingt von der Filtrationsleistung der Maske abhängiger Faktor), weshalb ich Eltern auch immer rate, mit ihren Kindern auch zu experimentieren. Ein solcher Forschungszweig wäre überfällig. Danke! HRP

  • Leyla

    Maskenverweigerer, Corona-Leugner, Leerdenker, Querdenker, Verschwörungsanhänger, Impfgegner…dabei spielt es keine Rolle, ob man an „Echsenmenschen“ glaubt und generell alles in Frage stellt oder ob man einfach seinen gesunden Menschenverstand NUTZT und manche Maßnahmen HINTERFRAGT!
    Nur weil ich die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen hinterfrage, bedeutet es nicht das ich den Virus verleugne und alle Maßnahmen kritisiere!
    Aber wehe man hinterfragt, dann gehört man gleich zu den „Anderen“, wird böse angegangen und diskriminiert! Und das die Medien (und leider sogar solche Menschen der Öffentlichkeit wie Sie) mit diesem Vokabular genau das fördern…die Spaltung der Bevölkerung, mittlerweile eine richtige Hasswelle gegeneinander! Genau das soll zum Ziele führen? Was genau ist denn dann das Ziel? Versteh ich nicht? Und mit dieser Hetzkampagne gegen so viele verschiedene Gruppen (Rechtsradikale, völlig in Verschwörungstheorien gefangene Menschen, Menschen die das Vertrauen in die Regierung verloren haben, Menschen die sich einfach um ihre Existenz sorgen, um ihre Kinder sorgen usw.) hat nur einen Effekt –> der Graben zwischen den „Seiten“ wird nur tiefer!

  • Rosa

    Ich halte Hasskommentare – von Eltern, Pädagogen, usw. gefährlicher, als alles andere. Und ich denke, jeder, der auch nur ein Fünkchen Vernunft in sich trägt, der kann abwägen, welches Risiko für sein Kind größer ist. Kein vernünftiger Lehrer oder Elternteil wird sein Kind zum Maskentragen zwingen, wenn es Angst hat oder keine Luft mehr bekommt. Dann trägt das Kind schlichtweg die falsche Maske oder kann aus medizinischen Gründen keine tragen. Aber diese permanten Drohungen aus allen Richtungen und egal auf welchen Plattformen zeigen das wahre Gesicht von so manchem.

    Auf einmal tun (fast) alle so, als würden Ihnen die Kinder leid tun – an welcher Stelle das Kindeswohl kommt, sieht man ja, wenn Kinder für ihre Rechte demonstrieren wollen. Aber wenn den Eltern was nicht passt, werden die Kinder vorgeschoben. So sieht es doch aus, so, und nicht anders! Wer hält sich denn nicht an die Hygieneregeln – die Erwachsenen oder die Kinder???

    Meiner Meinung nach gehört allen Ärzten, Pädagogen, Altenpflegern usw, die Corona leugnen, verharmlosen oder das Maskentragen generell verdonnern, die Arbeitserlaubnis entzogen. Sie wissen nicht, welchen verantwortungsvollen Beruf sie gewählt haben und schaden der Gesellschaft auf Höchste.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Rosa

    • H. Schmitt

      Woher kommt eigentlich dieses Mißtrauen, dass alle sich nur „angeblich“ für das Wohl der Kinder interessieren? Wenn ich mit einem Wort Ihren Kommentar beschreiben müßte, würde Hasskommentar eigentlich wirklich gut passen. Nun werfen Sie dies ja gerade den anderen vor. Ist es nicht schade, dass hier zweierlei Maß genommen wird und das wir uns nicht mehr vernünftig austauschen können, ohne aufeiander loszugehen? Kinder, die derzeit aus gesundheitlichen Gründen tatsächlich keine Maske tragen können, erleben einen Spießrutenlauf und ich befürchte, dass liegt oft an solchen Menschen, die einfach blind vor Wut sind, weil sie andere Sichtweisen und Einschätzungen nicht ertragen können. Kritisches Hinterfragen ist jedoch genau aus dem Grund, den sie beschreiben bei Kindern ganz besonders wichtig, denn sie bedürfen des Schutzes von uns Erwachsenen. Wenn bestimmte Risiken nicht genaustens untersucht werden, kann niemand sagen, ob der Nutzen den möglichen Schaden überwiegt. Und das, so denke ich, sollte jedem, der ein Herz für Kinder hat, wichtig sein – hier Erkenntnisse durch Studien zu gewinnen.

      • Rosa

        Weil ich es ständig im Umfeld erlebe, daher das Misstrauen. Immer heißt es: „Die Kinder sind unsere Zukunft“, aber für deren Zukunft wird nicht viel getan. Kinder müssen aber oft für die Belange der Erwachsenen hinhalten. Sind es nicht Eltern (nicht alle), die sich an den Masken stören, sind es nicht viele Erwachsene, die sich an Regeln und Hygienemaßnahmen stören und sich nicht daran halten wollen? (Maske unterm Kinn, usw) Dann wird auch noch z.B. gesagt: „Mein Kind will unbedingt in den Urlaub!“
        Das kann ja wirklich und wahrhaftig sein – aber es geht halt aus verschiedenen Gründen nicht. Das ist schade und traurig, aber im Moment nicht zu ändern.

        Man erklärt es Kindern, und sie verstehen es meistens. Warum ist es aber bei erfahrenen Erwachsenen so schwer und warum wird sich untereinder so angefeindet, mit Morddrohungen sogar, wenn jemand z.B. Masken für Kinder empfielt? Meine Besorgnis kann ich auch anders kundtun. Und nicht mit Morddrohungen.

        Meinen Kommentar schreibe ich ja auch anders, auch wenn man mir die Wut und vielleicht den Hass ansieht. Ist ja auch kein Wunder, nach einem Jahr Pandemie und wir kriegen die einfachsten Dinge nicht geregelt. Und nur, weil ein Großteil der Bevölkerung sich weigert – nicht hinterfragt, sondern sich strikt weigert.

        Natürlich soll man hinterfragen. Und ich schrieb ja auch, dass nicht jedes Kind eine Maske tragen kann oder Angst oder medizinischen Gründen.Dann geht es nicht, das ist okay. Wenn das Umfeld darauf hasserfüllt reagiert, ist das genauso falsch, als wenn ein Kind eine Maske trägt und alle auf dieses Kind losgehen. Man kann für alles Lösungen finden, wenn man will, oder eine Notlösung. Aber sollte nicht auch alles getan werden, um die Kinder vor Coronainfektionen zu schützen? Und wenn dann eine Maske nur ein bisschen hilft – warum nicht? Vielleicht wird es aber auch in Zukunft bessere medizinische Masken für Kinder geben – für Kinder, die die Masken auch trägen können.

        Mit freundlichen Grüßen
        Rosa

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