Kommentar8. November 2018

Elternschule – wer hat die Filmrollen vertauscht?

Drei Wochen nach den ersten spontanen Protesten gegen den Film Elternschule hat die Staatsanwaltschaft Essen im Zusammenhang mit dem Film „Elternschule“ Ermittlungen wegen des Verdachts der Misshandlung Schutzbefohlener aufgenommen. Die Anzeige wurde von einem der führenden Kinder- und Jugendpsychiater Deutschlands gestellt. Eine Woche zuvor hatte sich bereits der Deutsche Kinderschutzbund in einer Stellungnahme zu dem Film positioniert und auf möglicherweise das Kindswohl gefährdende Szenen hingewiesen, für die er eine unabhängige richterliche Überprüfung fordert. Inzwischen hat auch die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP)  zu dem Film und den darin gezeigten Behandlundlungsmethoden kritisch Stellung bezogen:

  • sie wertet die in dem Film dargestellten Therapiemethoden zum Üben von Trennungssituationen und zur Schlafanbahnung als „klinisch und ethisch bedenklich“. Sie seien wissenschaftlich nicht evaluiert und damit „nicht vertretbar“
  • sie weist darauf hin, dass „gewaltsame Fütterungen und Fixierungen, wie auch in dem Film dargestellt“ auf keinen Fall zu den empfohlenen Behandlungsmethoden gehören
  • sie stellt fest, dass die Zwangsernährung von Kindern per Sonde „nur zur Gefahrenabwehr“ durchgeführt werden darf, nicht aber “ Bestandteile einer Therapie“ sein darf
  • sie erklärt, dass manche der in dem Film gezeigten Kinder, nämlich die, deren Symptome ein gestörtes Sozialverhalten anzeigen, „weitaus differenzierterer Therapien“ bedürfen.

Andere Fachgesellschaften, wie etwa die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, haben sich in ähnlich klaren Worten von den in dem Film gezeigten Praktiken, Haltungen und Erziehungsmaximen distanziert. Sie weisen ebenso wie die DGKJP darauf hin, dass das in dem Film vorherrschende Kinder- und Beziehungsbild keine geeignete Grundlage für die Therapie der gezeigten Störungsbilder ist.

Eindeutige, professionelle Kritik

Die DGKJ stellt mit ihrer Stellungnahme also die Frage in den Raum, ob man nicht besser hinter das Sofa schauen sollte, das in dem Film von vorne gezeigt wird. Sie sieht Hinweise, dass die Klinik, die den deutschen Eltern helfen will,  ihre Erziehungprobleme zu lösen, zuerst ihre eigenen Probleme lösen muss – ethische, wissenschaftliche und medizinische Probleme. Die Klärung obliege „nun den zuständigen Kontrollgremien“ – gemeint sind die Ärztekammern und wohl auch die Krankenkassen bzw. deren medizinische Dienste. Die Kritik an diesem Film ist also breit, sie wird von anerkannten Experten vorgetragen und ist tief in der professionellen Landschaft der Kinder- und Jungendpsychiatrie und Psychosomatik verankert.

Welcher Film eigentlich?

Und genau hier stoßen wir auf ein unerklärliches Phänomen. Es scheint nämlich von dem Film „Elternschule“ mehrere Versionen zu geben.

Zur Erinnerung: als der Film in den Kinos anlief, waren sich die großen deutschen Printmedien mit den öffentlich-rechtlichen Radiosendern von BR über MDR bis Deutschlandfunk einig, dass hier ein wertvoller Film gezeigt werde, von dem die deutschen Eltern viel lernen können (ich beschreibe die ersten Reaktionen auf diesen Film hier). Die größte deutsche Wochenzeitschrift lässt ihre Leser sogar wissen, in dem Film absolvierten Kinder mit ihren Eltern eine Art „Zivilisations-Crashkurs“.

Und tatsächlich – mir ist aus diesen Anfangswochen der „Elternschule“ keine einzige Rezension bekannt, in der das Thema Gewalt gegen Kinder problematisiert worden wäre. Keine einzige, die den gezeigten Methoden widersprach. Keine einzige, die die Frage stellte: Darf man das? Ja, schon krass, hieß es manchmal – aber wohl notwendig. Therapie eben.

Und selbst dazu gab es keine Fragen: Was  ist das denn für eine Therapie? Ist sie etabliert – oder vielleicht eine Außenseitermethode? Gibt es dazu vielleicht bessere Alternativen? Welche? Und was sind das für Therapeuten, worin besteht ihre Expertise, wo haben sie sie erworben? Ein Diplom-Psychologe tritt als der Top-Experte einer von ihm selbst entwickelten „Multimodalen 3-Phasen-Therapie“ auf – klingt gut, aber hat er Belege für seine Behauptungen?

Nein, keine dieser Fragen wurde gestellt. Statt Fragen gläubiges Nicken. Die zuerst gezeigte Version des Films muss wirklich sehr überzeugend gewesen sein.

Austausch der Filmrollen

Dann muss irgend jemand den Film ausgetauscht haben. Und einen krassen Trailer von der neuen Version ins Netz gestellt haben.

Denn auf einmal sind ganz andere Stimmen zu hören, sie kommen zuerst aus dem Off der sozialen Medien: Geht gar nicht! Ja, die Kritik ist manchmal überzogen, manchmal überspitzt – aber eben eindeutig in der Bewertung: SO GEHT MAN NICHT MIT KINDERN UM! Auch nicht in einer Klinik. Auch nicht, wenn man sich Experte nennt.

Eine neue Sichtweise, eine neue Interpretation.

Und jetzt auf einmal werden auch diejenigen richtig wach, die zuvor KEINE FRAGEN hatten.  Jetzt auf einmal beginnt man mit den Recherchen. Nicht zu dem Film, versteht sich – man hat ja eine ganz andere Version im Kopf – sondern zu dessen KritikerInnen: Was sind das für seltsame Leute, die diesen Film schlecht finden? Was ist überhaupt deren Expertise? Von wem werden sie aufgewiegelt?  Sind es nicht Sonderlinge, ja,  vielleicht sogar AnhängerInnen einer US-amerikanischen Sekte?  (wie das sowohl die Süddeutsche Zeitung als auch die ZEIT vermuteten, letztere stellte sogar extra eine Journalistin ab, um in dem besonders verdächtigen  Milieu des „Attachment Parenting“ zu recherchieren). Man habe es, so das resignierte Resumee der Recherche, bei den Kritikerinnen leider mit Müttern zu tun, „deren Leben darum kreist, sich liebevoll nach ihrem Kind zu richten“  – und sie seien nicht bereit, sich auf andere Sichtweisen einzulassen. „Nicht für einen Moment“.

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Wie kommen wir weiter?

Zwei Versionen, zwei Wahrnehmungen. Zwei Interpretationen desselben Films.

Und dahinter: das alte Lied.

Denn natürlich gibt es in der Realität keine zwei Filme. Aber in den KÖPFEN gibt es zwei „Filme“, zwei unterschiedliche Arten, auf Kinder zu blicken. Im einen Film sieht man die Kinder so, im andern so. Im einen sieht man sie als gut gerüstet für das Leben, im anderen als lenkungs- und begrenzungsbedürftig. Im einen Film erscheinen sie von Natur aus als ungenügend, rebellisch und egoistisch – im anderen als kooperativ und gutmütig. Im einen Film blickt man auf ihre Mängel, im anderen auf ihre Fähigkeiten. Im einen misstraut man ihren Forderungen, im anderen begrüßt man ihre Bedürfnisse. Im einen Film müssen die Kinder korrigiert, angeleitet und angetrieben werden, im anderen begleitet und verstanden werden. Im einen geht es um ihre Einhegung – im anderen um ihre Ermächtigung. Im einen Film wird Verbundenheit und Gemeinsamkeit betont, im anderen  Kontrolle und Distanz. Im einen soll das Kind Gehorsam und Regelmäßigkeit entwicklen, im anderen Sicherheit und Vertrauen. Im einen betonen wir Kontrolle, Macht und Führung, im anderen Beziehung und Vertrauen… Im einen … im anderen…

Das alte Lied. Wir singen es, seit es uns als Menschen in die große, weite Welt verschlagen hat. Es heisst: Menschenbild, Weltbild, Kinderbild.

Es dreht sich darum, wie wir miteinander umgehen wollen. Und wie wir insbesondere diejenigen behandeln, die von uns abhängig sind. Und mit der „Elternschule“, die nicht zufällig so heisst, verhandeln wir die alten Themen neu. So wie wir sie verhandelt haben als Bernhard Bueb sein „Lob der Disziplin“ sang. Oder als Michael Winterhoff erklärte, warum unsere Kinder Tyrannen werden. Jetzt die therapeutische Fassung: wie korrigieren wir die, die ihr Soll nicht schaffen?

Kommentare zum eigenen Film

Kein Wunder landet noch jeder Rezensent und jede Rezensentin dieses Films gleich bei dem Film im eigenen  Kopf. Es geht gar nicht um die auffälligen Kinder, um ihre Geschichte, ihr Leid, ihr Innenleben. Es geht gar nicht um die belasteten Familien, um deren Geschichte, deren Leid, deren Innenleben. Ja, es geht in dem Film eigentlich gar nicht  um  die Gelsenkirchener Klinik. Es geht um das tiefere Thema: wie lässt sich die durcheinander geratene Ordnung wieder herstellen? Kurz, es geht um das Thema Autorität.

„(…) denn das ist das Thema der Elternschule – hier lernen die Erwachsenen Autorität.“ – Süddeutsche Zeitung 

„Von einer »Erziehungsmisere« in unserer Gesellschaft ist immer wieder die Rede. Lehrer klagen über unaufmerksame, respektlose Schüler. Eltern sind verunsichert: Autoritär wollen sie nicht erziehen – aber wie dann? Für diese Orientierungslosigkeit finden die Regisseure ein schönes Bild – einen Irrgarten: Aus der Vogelperspektive wäre der richtige Weg leicht zu erkennen, steckt man jedoch mittendrin, rennt man womöglich immer wieder in Sackgassen.“ – epd film

  So präzise und aufschlussreich sind seine Erkenntnisse über Macht- und Manipulationsdynamiken [der Kinder, Einfügung d. Autors], dass auch Kinderlose etwas lernen können.“ – Hamburger Abendblatt  

„Ein Film, der wichtiger nicht sein könnte, zeigt er doch sowohl die Notwendigkeit, Eltern wieder in den pädagogischen Diskurs mit einzubeziehen, als auch, wie gefährlich die (pädagogischen) Freiheiten unserer Gesellschaft im Grunde sind.“ – artechock  

Und weil jeder in Sachen Erziehung in seinem Film sitzt, wurde der Film von Anfang an als eine Art Erziehungsfibel gesehen, DESHALB wurde er den Eltern als eine Art Offenbarung ans Herz gelegt, DESHALB wurde gleich vom „Geheimnis guter Erziehung“ geraunt, und DESHALB fiebert bis heute so manche schreibende Fachkraft mit den Helden mit, die endlich Ordnung schaffen. Der Film zeigt einen Weg, wie das funktionieren könnte. Er zeigt den Weg von oben nach unten.

Manchen leuchtet er ein. Anderen treibt er den Schauer über den Rücken. Wieder andere schwanken hin und her.

Wie kann es von hier aus weiter gehen?

Schwierig. Denn die Geschichten, die wir in den Köpfen haben, sind im Grunde unvereinbar. Nur wenige finden beide Geschichten wirklich gut. Andererseits: Unser Leben dreht sich darum, den für uns passenden Film zu finden… uns in diesen immer gleichen Koordinaten von oben und unten, innen und außen zurechtzufinden…  Spätestens wenn wir Kinder bekommen, machen wir uns auf die Suche und wollen unbedingt in der für uns „richtigen“ Vorführung landen…  Insofern ist dieser Film tatsächlich wieder eine Reibefläche, an der wir unsere persönliche Geschichte entwickeln. Eine Chance also.

Die können wir umso besser nutzen je klarer der Blick auf den Film ist. Wir brauchen jetzt keine Nebelkerzen, keinen Weichzeichner und keine begleitenden Märchenstunden. Jeder, der diesen Film sieht, soll zumindest die Fakten kennen.

… Der Versuch der Gelsenkirchener Klinik, die Kritik auf die (natürlich „irren“ und irrenden) sozialen Netzwerke abzuwälzen („Nach der Kampagne in den sozialen Netzwerken war die Anzeige absehbar“) ist verständlich, aber geht an den Fakten vorbei. Die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wurde von Prof. Michael Schulte-Markwort gestellt, und ja, der kann bestimmt auch Facebook, aber er ist zunächst einmal ein ganz seriöser, nachdenklicher und erfahrener Kinder- und Jugendpsychiater, der diese Anzeige aus menschlicher Betroffenheit und professioneller Erschütterung  heraus gestellt hat. Ich bewundere ihn dafür.

… Der Hinweis der Gelsenkirchener Klinikleitung: wir machen das doch wie alle anderen auch – der stimmt nicht. Das im Film gezeigte Bindungs-Trennungs-Training nach Stemmann/Langer hat keine in der Fachliteratur der Kinder- und Jugendpsychiatrie verankerte wissenschaftliche oder konzeptionelle Grundlage. Dasselbe gilt auch für weite Teile des gezeigten „Esstrainings“. Kurz, der Eindruck, in der psychosomatischen Abteilung  der Gelsenkirchener Klinik würde das gemacht, was man  in der Klinikbehandlung von schwer gestörten Kindern eben so tut, STIMMT NICHT. .

.. auch die Behauptung, man behandle ja nur diejenigen, die „im Gesundheitssystem meist durch alle Maschen“fallen  – und das auch nur „nachdem zuvor alle therapeutischen und medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden“ ist für mich nichts als eine Schutzbehauptung. Fakt ist, dass der mit der Klinik eng verbundene Selbsthilfeverein AUK („Unsere Geschäftsstelle ist in der Kinder- und Jugendklinik auf der KJ 2 zu finden“ auch per Handzettel direkt bei den Eltern für den „dreiwöchigen stationären Aufenthalt für Kind und Begleitperson“ wirbt. Auch leiten die beiden Chefs des Gelsenkirchener Programms inzwischen auch die Gelsenkirchener Schreiambulanz (sie wird eigentlich unter dem Dach des sozialpädiatrischen Zentrums betrieben). Schon deshalb dürfte es der Klinik auch in Zukunft nicht an Patienten mangeln (genau: wer stellt in dieser Schreiambulanz eigentlich die Diagnosen und wer macht die Therapieempfehlungen? Noch so eine Frage…)

… auch der immer wieder zu hörende Hinweis, man habe mit dieser Behandlung ja große Erfolge, gehört auf den Prüfstand. Denn zum einen ist diese Behauptung bisher mangels geeigneter Publikationen der wissenschaftlichen Diskussion gar nicht zugänglich, das war Thema. Ja, natürlich gibt es positive Patientenberichte („es gibt ein vor und ein nach Gelsenkirchen“…) – aber die glühenden Erfolgsbeschwörungen, die gibt es auch für Methoden, die man ansonsten lieber nicht erwähnt.

Vor allem aber kann der Hinweis auf den „Erfolg“ doch eine Diskussion über die Wege zum Erfolg nicht ersetzen. Wir landen sonst bei einem Prinzip, das uns noch nie weiter gebracht hat: der Zweck heiligt die Mittel. Genau so wurde ja lange Zeit der Umgang mit „schwer erziehbaren“ Kindern gerechtfertigt: alles andere funktioniert doch nicht. Es hat der Pädagogik gut getan, dass sie sich von diesem Pessimismus frei gemacht hat. Und genau das ist auch in dieser Diskussion zu fordern:  Auch das kranke Kind hat die vollen Rechte auf Menschenwürde, auf schmerzfreie ärztliche Behandlung und auf Unterstützung seiner familiären Bindungen.

Im Weichspül-Programm

Und deshalb sehe ich mit Unbehagen, wie sich die Diskussion jetzt immer mehr zu einem Test entwickelt, wie viel Weichspüler die Waschmaschine verträgt.

… jetzt auf einmal steht der Film angeblich nur für einen kleinen Teil des Gelsenkirchener Programms. Ach so. Er zeige ja nur „Ausschnitte“ des Materials (und für den zweistündigen Film hat man von den 200 Stunden Filmmaterial ganz gewiss nur die allerhärtesten Szenen ausgewählt 😉 Und die 200 Stunden Filmmaterial? Die sind dann auch nur Ausschnitte. Leute, warum steht ihr nicht dazu: dieser Film wurde gewiss nicht als Teaser geplant, sondern als DOKUMENTATION. Wenn die Filmemacher professionell gearbeitet haben, dann sehen wir in diesem Dokumentationsfilm Kern, Intention und Begründung der Gelsenkirchener Behandlungsphilosophie (nennen wir sie mal so). Wir brauchen jetzt kein Zurückrudern.

… auch was die einzelnen Therapiebausteine angeht, brauchen wir jetzt kein weiches Gegenlicht im Kino. Das „Esstraining“ ist für die Kinder jetzt auf einmal Freiheit pur? Dem kleinen Patienten, so heißt es jetzt, werde  ein „Erfahrungsraum“ eröffnet, „in dem es selbst handeln“ und sich frei entscheiden könne.  Dass dieses „selbst handeln“ dann so anstrengend ist, dass man nach dem „Kampf“ mit dem Kind zuerst „45 Minuten sitzen“ muss, berichtet der Film. Und dass dann auch mal eine Magensonde gelegt werden muss, weil die Kinder sich auch per Hunger-Zwang wohl nicht immer für das leckere Klinikessen („gemüsebasierte Vollwertkost“, jammmmiii) entscheiden können. Für einen solchen Fall ist dann in dem Film das zu hören:  „Wir haben zu zweit sondiert, weil alleine war’s nicht machbar“. Aussagen, die nun glücklicherweise die Staatsanwaltschaft beschäftigen (eine Magensonde ohne Sedierung gelegt zu bekommen ist bei einem uneinsichtigen, unkooperativen Kind durchaus mit waterboarding zu vergleichen).

… auch die Schlafverhaltenstherapie erscheint nun auf einmal als eine wunderbare Sache. Was die Zuschauer in dem FILM sehen, ist ein Kind, das in einem Klinikbett mit extrahohen Gittern in einen videoüberwachten Raum geschoben wird, Licht aus. Dann ist die Nachtschwester zuständig, man sieht die Taschenlampe an der Tür und ihren Bildschirm im Stationszimmer. Was in der Nacht passiert? Hieß  es zunächst, wir kümmern um die „akuten Bedürfnisse“ des Kindes  („wenn sich das Kind im Bettzeug verheddert hat, wird ihm natürlich geholfen“), so stand im nächsten Interview schon: „wenn das Kind sich nachts meldet, trösten wir es natürlich“. Also gut, „wir“ „trösten“ das Kind…: „wir“, das ist eine dem Baby oder Kleinkind fremde Nachtschwester (schon einmal zugeschaut, wie gut sich kleine Kinder von Fremden „trösten“ lassen – wer so ein kleines Menschlein aktuell besitzt, kann es einmal ausprobieren. Gerne nachts). Ja, und „trösten“ kann man auch indem man das Erbrochene wegwischt.

… Und das Trennungstraining? Auch dazu kursieren inzwischen sehr menschenfreundliche Ergänzungen: die Trennung sei ja in Wirklichkeit gar nicht so schlimm, weil man das ja „sorgsam vorbereitet“ – nämlich durch Beziehungsaufbau zum Kind: „Die Idee ist, dass wir, die Ärzte, Therapeuten und Krankenschwestern, zu Bezugspersonen für die Kinder werden“. Ja, mehr noch: „Wahrscheinlich sind wir die einzige Klinik, die täglich für jedes Kind und die Bezugsperson Bindungssicherheit und Bindungsqualität überprüft.“ Was man in dem Film allerdings sieht, ist die „Mäuseburg“ mit jämmerlich weinenden Babys und Kleinkindern und einer teilnahmslos auf dem Boden sitzenden Fachkraft. Ob sie nun als „Bezugsperson“ gilt oder nicht, sie verhält sich jedenfalls nicht so, wie eine solche das tun würde, und dies ist auch als Teil der Therapie so intendiert. Zudem zeigen die Szenen des Films sehr viele Interaktionen von Personal mit den kleinen Patienten, bei denen gewiss alles mögliche entstehen kann, aber eben keine „Bindung“ im Sinn von Schutz, Vertrauen und Sicherheit. Man denke nur an die furchtbaren Quäl-Szenen im Untersuchungszimmer.

Also ja, wir brauchen jetzt keine dritte Filmfassung für die zarten Seelen.

Welches Kinderbild?

Wären wir also kurz aus dem goldenen Gegenlicht aufgetaucht (sorry, dass es etwas unappetitlich geworden ist). Aber nur so kommen wir zum eigentlichen Thema. Und das ist für mich – wieder – das alte Lied: das Menschenbild, das Kinderbild. Herr Langer zeichnet das Bild vom Kind als „dem größten Egoisten auf dem Planeten – ER will überleben, wie es MIR geht, ist ihm scheißegal“. In seinem Werkzeugkasten:weinen, schreien, kratzen, hauen, beißen – damit testet es Regeln aus, Strategien, Führung, Sicherheit (das Erbrechen hat er übrigens glaube ich vergessen).

Und genau dieses Bild ist für mich der eigentliche Boden, auf dem das ganze Programm steht: Kinder sind unberechenbar, sie sind egoistisch und wir Erwachsenen begegnen ihnen deshalb am besten mit konsequenter Unterwerfung. Liebevoll natürlich (das ist der neue Trick, der sicher so manches Herz gewinnt, als hätten wir jemals die Behandlung des Kindes anders begründet). Grundlage ist der unbedingte Führungsanspruch.

Was das bedeutet? In einem Büchlein, das zum „näheren Kennenlernen“ des liebevoll-konsequenten Erziehungsansatzes vom AUK (dem mit der Klinik eng verbundenen Selbsthilfeverein) empfohlen wird, ist das zu lesen:

„Die Rangordnung innerhalb der Familie ist von großer Bedeutung. Das älteste Kind hat mehr Rechte, Vorteile und Verantwortung als die jüngeren. Bei Tisch bekommt nach den Erwachsenen zuerst das älteste Kind etwas. Das Jüngste bekommt immer zum Schluss. Gehen wir durch die Tür, gehen die Erwachsenen zuerst – und dann die Kinder.“

Woher das kommt? Nein, nicht aus der Hundeschule (obwohl das auch dort gelehrt wird: zuerst werden die Familienmitglieder begrüßt, dann der Hund). In Wirklichkeit kommt der Rat aus dem Buch „Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis: Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“ von Professor Stemmann, dessen prägende Rolle im Gelsenkirchener Programm ich schon beschrieben habe. Dort heisst es auf Seite 139:

Kehrt ein Elternteil abends heim, so begrüßt er zuerst den Partner und erst danach das Kind.

Bringt ein Elternteil Geschenke nach Hause, so wird zuerst der Lebenspartner beschenkt und danach das Kind beglückt.

Vater und Mutter gehen voran, betreten z. B. zuerst die Wohnung und das Kind folgt nach.

Vater und Mutter sitzen nebeneinander, das Kind neben einem der Elternteile.

Und die anderen Zutaten? Die anderen in der „Elternschule“ zu sehenden Therapien, Begründungen und Behauptungen? Die stehen dort auch. Das Schlaftraining, das „Esstraining nach Langer“, das Trennungstraining, das autogene Training – alles beschrieben, alles begründet.

Sogar diese seltsame Sache mit der Fortbewegung. In dem Film sehen wir eine Szene, in der ein Kleinkind im Klinikflur weinend am Boden kauert. Es weiß offensichtlich weder aus noch ein, keine Mutter weit und breit. Minutenlang steht nun eine Mitarbeiterin neben dem Kind, das ganz offensichtlich nach einem Engel ruft, der es von hier fortträgt. Nein, es soll laufen. Die Mitarbeiterin richtet es auf, das Kind sackt wie ein Kartoffelsack zusammen, wieder und wieder. Dann bricht die Szene ab. Ich habe mich lange gefragt, wie sie wohl weitergegangen wäre, und bin nun froh, zumindest einen Hinweis gefunden zu haben. Prof. Stemmann beschreibt in seinem Buch nämlich eine analoge Szene, aus der sich der Verhalten der Klinikmitarbeiterin erst verstehen lässt:

„Erinnere: Erlangt der Betroffene Beachtung oder gar Vorteile infolge seines Leidens, wird seine Krankheit verstärkt. (…) Beispiel Treppensteigen: Am Fuß der Treppe reckt das Kind seine Arme in die Höhe und wird dann prompt von seiner Kontaktperson die Treppe hoch „geschleppt“ (…). Die Verhaltensänderung sieht nun so aus, dass unabhängig vom Hautbefund die Kontaktperson zuerst die Treppen emporschreitet, dann verharrt und das neurodermitiskranke Kind ermutigt, es nachzutun. (…) Trotz Schreien, Toben und Kratzen muss die Kontaktperson in Ruhe auf ihrer Forderung beharren, dass das Kind die Treppen selbst hinaufsteigt. Es kann Stunden dauern, ehe der Stress abgeklungen ist und das Kind sich bequemt, die Treppe zu erklimmen. Die Kontaktperson lobt jetzt ihr Kind und schaut es anerkennend an (positiver Verstärker).“ (S. 190)

So weit, so Hund. Nur, dann kommt das:

„Die Kontaktperson muss wissen, dass ihr krankes Kind keinen Seelenschaden erleidet, weil es eine Treppe selbst hinaufgehen soll. Durch ihre innere Ruhe demonstreiert die Kontaktperson über ihre Körpersprache, dass sie ihr Kind nicht verlassen möchte, dass sie ihrem Kind gut gesonnen ist, dass sie aber auf ihrer Forderung beharrt. Da das neurodermitiskranke Kind die Körpersprache versteht, kann es keinen Seelenschaden erleiden.“ (S. 190)

Es wird kein Zufall sein, dass manche(r) jetzt an das Gerede in dem Film von der Körpersprache denken muss und an die Erklärung, dass es für ein kleines Kind keinen Grund gebe sich vor einer Nudel auf dem Löffel zu fürchten, mir jedenfalls sind genau diese Szenen ins Gedächtnis gefallen.

Und auch bei anderen Empfehlungen in dem Buch des Begründers des Gelsenkirchener Programms kommen mir nicht nur die Tränen, sondern auch die menschliche Distanzierung in der „Mäuseburg“ in den Sinn. Schreit ein Säugling „aus unerklärlichem Grund“, so wird u.a. das empfohlen:

„… die Kontaktperson nimmt den Säugling vom Schoß und setzt ihn auf die Erde, legt ihn auf ein Tuch. Erst wenn der Säugling sich beruhigt hat, darf er wieder auf den Schoß der Kontaktperson. Schreit er dann erneut unmotiviert, wird er wieder abgesetzt. Das Verhalten der Kontaktperson muss ruhig und bestimmt geschehen. So leitet sie den Kranken an, dass er keinen unnötigen Stress erzeugt.“

Solange wir nur ruhig bleiben, ist alles gut?

Und noch ein Film !

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns hier nun mit einem weiteren Film befassen. Denn der jetzt gezeigte Film „Elternschule“ ist eigentlich eine ziemlich genaue Wiederholung eines bereits zuvor an der Gelsenkirchener Klinik gedrehten Dokumentarfilms. Schaut man ihn an (ich hoffe, dass sich die Qualitätspresse dafür einsetzt, ihn öffentlich zugänglich zu machen, das wäre doch eine nun wirklich lohnende Aufgabe – ich sehe schon eine Reportage mit dem Thema: „Deja vu? – Die Eltern der Elternschule“). Wenn man diesen Film sieht, ärgert man sich zuerst über das für die Kinokarte zur „Elternschule“ umsonst ausgegebene Geld. Dieselbe Abteilung, Dieselbe Philosophie. Derselbe Elternunterricht. An derselben Tafel (sie sieht wenigstes so aus). Die bekannten, mit Kreide hingezeichneten Grafiken. Dieselben Behauptungen. Fast das gleiche Personal. Herr Langer etwas jünger, und das was er heute selbst erklärt, erklärt in dem Film der damalige Leiter der Abteilung, Prof. E.A. Stemmann.

Und der Anspruch des Films? Genau derselbe: auch hier geht es im Grunde um die Vermittlung einer Erziehungshaltung, auch hier geht es um die Beschreibung und Rechtfertigung eines bestimmten Kinderbildes. Nein, der Titel hieß damals nicht „Elternschule“. Er hiess:  „Hilfe! Mein Kind macht mich fertig! – Erziehungskurse für verzweifelte Eltern.“

Traumatherapie als Universalschlüssel?

Und damit sind wir bei einem ziemlichen Rätsel. Die in dem Buch von Herrn Stemmann und die in dem älteren Film beschriebenen Bausteine – vom Schlaf- über das Trennungs- über die Entspannungstechniken bis hin zum Esstraining –  sind dort als Verfahren zur „Selbstheilung“ der Neurodermitis beschrieben. Für dieses Krankheitsbild sind diese Module entwickelt worden. Mit deren angeblicher Entstehungsgeschichte (für Prof. Stemmann und Herrn Langer ist die Neurodermitis Ausdruck eines „Trennungstraumas“) werden sie begründet.

Jetzt kommt dieser Werkzeugkoffer auch zur Heilung von dem zur Anwendung, was in Gelsenkirchen als „Regulationsstörung“ bezeichnet wird. Das ist seltsam und begründungsbedürftig. Denn im Grunde gibt es dafür nur zwei Erklärungen: Irgend jemand muss Forschungen angestellt haben und dabei herausgefunden haben, dass die damals für die Behandlung der Neurodermitis in den therapeutischen Werkzeugkoffer gelegten Methoden (wie etwa das Trennungstraining) zufällig auch bei offensichtlich ganz anderen Störungsbildern funktionieren. Bisher sind diese Arbeiten nicht zugänglich. Oder aber: diese anderen Störungsbilder wurden einfach umklassifiziert, damit ihre Behandkung zu dem zur Verfügung stehenden Koffer passt. Tatsächlich werden in dem Film „Elternschule“ nun auch die „Regulationsstörungen“ als Folgen von traumatischen Erfahrungen beschrieben (die übrige Fachwelt sieht die frühkindlichen Regulationsstörungen als Abbild gestörten Beziehungen). Für einen Hammer sieht alles wie ein Nagel aus?

Diese Ausweitung des Gelsenkirchener Behandlungsspektrums ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Klinik behauptet, sie mache mit ihrer psychosomatischen Abteilung Verluste (Dietmar langer: „Der Patient „lohnt“ sich betriebswirtschaftlich nicht, weil es zeit- und personalintensiv ist, was wir da machen“). Muss man wirklich dann auch noch das Angebot erweitern, wenn man das jetzige Angebot schon nur als Dienst an der Menschheit unterhält?

Zum Schluss: wie wollen wir mit Kindern leben?

Ja, vielleicht kommen wir in der „Elternschule“ nur weiter, wenn wir tiefer bohren. Wenn wir insbesondere das Bild vom Kind betrachten, das hier gezeichnet wird. Denn vor lauter Diskussion um die therapeutischen „Leitlinien“, um den „Erfolg“ der Behandlung, und um das, was Eltern angeblich in der Erziehung falsch machen, steht für mich eines fest: Mit diesem Film machen wir einen Schritt zurück zu einem Erziehungsbild, das uns nur vordergründig weiter bringt. Ja, die Kinder lernen zu funktionieren. Und ja, das mag die Eltern im Hier und Jetzt entlasten. Und damit mag auch das wieder hergestellt sein, was Prof. Stemmann als „die alten evolutionären Strukturen“ bezeichnet. Die Ordnung also die „das neurodermitiskranke Kind auf den Überlebenskampf vorbereitet“. Und natürlich spricht dieses Versprechen dem in den beiden Gelsenkirchener Filmen dokumentierten Prinzip der absoluten Konsequenz das Wort (und ja, man kann diese Konsequenz vielleicht auch „liebevoll“ nennen, weil sie auf „Anschreien, Drohungen, Schläge oder endlose Diskussionen“ verzichtet – nur was ist das dann, die Liebe?)

„Eine liebevolle, konsequente Erziehung basiert auf der Theorie der logischen Konsequenz. Der Kranke ist für sein Verhalten voll verantwortlich und eine logische Konsequenz ist das Resultat für sein Fehlverhalten. (…) Der Kranke bekommt keine Beachtung seines Verhaltens (z.B. wenn er kratzt) und er erhält auch keine Erlaubnis das zu tun, was er vorhatte (z.B. mit einem Freund spielen, Fernsehen, usw.). Widersprüche seitens des Kranken werden nicht akzeptiert. Bitten und Versprechungen sich zu bessern, werden nicht angenommen. Es gibt keine Diskussion (nicht ein einziges Wort) und keine zweite Chance.“ [E.A. und S. Stemmann: Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis: Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren, Seite 184]

Nur, anders als bei den anderen Lebewesen, ist die Sache bei der menschlichen Entwicklung etwas komplizierter: das Menschenkind stärkt sich für seine Zukunft nicht durch Unterordnung. Anders als beim Hund liegt seine Zukunft darin, dass es seinen eigenen Weg finden kann, und dass es sich für diesen Weg mit Mut, Herz und seelischer Kraft versorgt. Dazu braucht das Kind menschliche, verlässliche Beziehungen, und viel Schutz und Beistand in der Not. Das Menschenkind wird und muss über seine „Führer“ hinauswachsen. Für den Hund wäre das ein Rezept für seinen Untergang. Für das Menschenkind aber ist Hörigkeit eine schwere Last.


Und mit diesem Text werde ich mich nun von der „Elternschule“ verabschieden, weil ich sonst mit meinen anderen Dinge am Wegrand liegen bleibe. Hinweise von ehemaligen Gelsenkirchener Patienten, die mich immer wieder erreichen, werde ich an das ärztliche Rechercheteam weiterleiten, das sich rund um die „Schule“ gebildet hat (nein, ich gehöre nicht dazu, halte aber Kontakt). Von dieser Gruppe wird in nächster Zeit auch einiges Material der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, einen Teil habe ich selbst für diesen Beitrag verwendet. Ich danke dafür, denn ich weiß, wie viel Arbeit das macht (fast kann ich die Presse verstehen, dass sie das dann doch lieber bleiben lässt – aber wie gesagt: nur fast, denn wenn ich ehrlich bin, enttäuscht es mich gewaltig). Und da es den Anschein hat, dass aus der Gelsenkirchener Klinik sowieso etwa alle 10 Jahre ein neuer Film erscheint, bin ich gespannt, wie dann der nächste aussieht, welche Krankheiten dann dort behandelt werden, und so weiter. Weil sowohl Herr Langer als auch ich dann im Ruhestand sein werden, werden wir uns vielleicht dann im Lehnstuhl irgendwann einmal über Kinderbilder unterhalten.

Danken will ich ausdrücklich den vielen Menschen und Stimmen, die mir per Post, Mail, Facebook oder auf diesem Blog den Rücken gestärkt haben, und danken will ich denen, die mitdiskutiert haben, auch wenn sie anderer Meinung waren.

Danken will ich auch meinem Verlag Kösel/RandomHouse, der mir juristischen Beistand gewährt hat, ohne den mich bestimmt der Stress vollends verschlungen hätte.

Und dann geht es auf diesem Blog wie gewohnt mit den wirklich wichtigen Dingen weiter: wie Kinder sich entwickeln, wie sie essen, wie sie schlafen, wie sie pullern, wie sie spielen, und wie sie trotz der Unsicherheit ihrer Erwachsenen dann doch groß werden.

Der Autor: Dr. Herbert Renz-Polster, geb. 1960, beschäftigt sich als Kinderarzt und Wissenschaftler seit langem mit der kindlichen Entwicklung. Forschungstätigkeit im Bereich Kinderheilkunde, Prävention und Gesundheitsförderung zunächst in den USA, dann am Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg. Bekannt durch mehrere Sachbücher, u.a. „Kinder verstehen - born to be wild!" und „Wie Kinder heute wachsen". Er hat 4 Kinder und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Ravensburg.

66 Kommentare

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  • Conny Richter

    Im Namen aller Kinder Ihnen ganz herzlichen Dank für Ihr arbeitsintensives Engagement und Ihre differenzierte Darstellung des Kernproblems! Zugunsten Ihrer Gesundheit und Ihrer Produktivität zu anderen Themen begrüße ich es sehr, dass Sie das Thema Elternschule ab sofort anderen überlassen. Ihr eindeutiger Anstoß wird hoffentlich, nein, – sicherlich postitv nachwirken. Mögen Sie Ihr Wissen, Schreiben und Handeln noch lange so sympathisch in die Welt bringen können wie bisher! Hochachtungsvoll, Conny Richter

  • Stefanie

    Ein langer Artikel, von dem sich jedes Wort lohnt. Ich danke Ihnen. Für ihre Unermüdlichkeit, für Ihren Einsatz, für Ihre Arbeit und vor allem dafür, dass Sie die Sicht auf Kinder immer wieder anschaulich aus der defizitären Ecke holen. Ganz ehrlich: Vielen Dank!

  • Barbara

    Lieber Herr Renz-Polster, selten konnte ich einem solch umfangreichen Artikel so gut folgen, selten habe ich eine so umfassende Argumentation und Recherche gelesen! Selten habe ich zu einem Thema soviele Bezüge zu unserer Gesellschaft finden können.
    Dieser Artikel ist nicht nur fundiert, aussagekräftig und kritisch , sondern eine echte Rückenstärkung für sämtliche Beziehungs-und Bindungsthemen meiner Arbeit (Pädagogin, Teamberatung, Elternbegleitung) und für mich als Mutter (Bezug Kita: „nein, mein Kind bekommt nichts auf den Teller , was er dort nicht haben will!-> manchmal denkt man, man lebt in den 50ern!!) . Von tiefstem Herzen Dank für Ihre Mühe und Ihre Kraft!!! Sie geben eine so wertvolle Stimme!!!!

  • Patrycja

    Einfach Danke!

  • JuliP

    Von Herzen Danke für Ihren unermüdlichen Einsatz!

  • Wibke Dihrberg

    Danke!!

  • Ramona

    Ich habe wieder Tränen in den Augen… und hoffe, dass dieser Film Konsequenzen mit sich bringt und zum Nachdenken anregt.

    Vielen Dank Herr Dr. Renz-polster für Ihre klaren Worte und Ihren Einsatz.

  • Monika Salmen

    Ich möchte Ihnen von Herzen danken!

  • Claudia

    Wow, wow, wow!! Einfach nur Danke für diesen Artikel und Ihren unermüdlichen Einsatz!!!
    Wo sind die gut ausgebildeten Journalisten, die sich dem Thema endlich in seiner Breite annehmen? Die Erziehung der nachfolgenden Generationen geht uns alle an!
    Alles Gute für Sie und herzliche Grüße

  • Kristin

    Toller artikel!! Danke Danke Danke

  • Heiko L.

    Danke für Ihre völlig gerechtfertigte Kritik an dem Gelsenkirchener „Behandlungsmodell“. Die Herren Langer und Stemmann sind stark beeinflusst von den Theorien des inzwischen verstorbenen Dr. Ryke Geerd Hamer => angefangen von der Idee des „Trennungskonflikts“ als Ursache der Neurodermitis über das an die Tierwelt angelehnte, angebliche Ideal der Familie/Beziehung/Erziehung.
    Hamer selbst war ein schwer in seiner Persönlichkeit gestörter Mensch, der beim näheren Kennenlernen etliche psychiatrische Diagnosen problemlos erfüllte. Auch nahmen seine Thesen im Laufe der Jahre immer krassere Extreme an, wie sich schon an der Titulierung seiner Theorien als „Germanische Neue Medizin“ ablesen lässt.
    Professor Stemmann bekannte sich Anfangs noch zu Dr. Hamer, unterließ dies aber tunlichst im weiteren Verlauf aufgrund heftiger Kritik sowohl aus schulmedizinischen Kreisen als auch von Dr. Hamer selbst. Allerdings lassen sich nur so diese abstrusen Theorien und Praktiken verstehen, die im Gelsenkirchener „Behandlungsmodell“ zur Anwendung kommen!

  • Kathi

    Einfach nur wow…
    vielen vielen Dank für diesen tollen (abschließenden) Artikel 👍

  • Juliette

    Sehr geehrter Herr Dr. Renz-Polster, auch ich möchte Ihnen danken für Ihre differenzierte Darlegung und Analyse, Ihr Engagement, Ihr Familienbild, Ihr Kinderbild!

  • Lena

    DANKE, DANKE, DANKE!

  • AlexandrA

    Sehr geehrter Herr Dr. Renz-Polster,
    bereits Ihre vorherigen Artikel habe ich mit Interesse und großem Respekt gelesen! Gerne sage ich auch hier: DANKE von ganzem Herzen!! Sie sprechen mir aus der Seele, Ihre Recherche ist fundiert und ich bin SEHR froh, dass Sie sich des Themas ein letztes Mal angenommen haben, mehr noch, dass Sie sich von Anfang an nicht haben mundtot machen lassen!!!
    Auch ich wundere mich, wie es sein kann, dass so viele Menschen gar keinen Anstoß nehmen an dem, was in dem Film gezeigt wird. Mir hat er beim Ansehen geradezu körperliche Schmerzen bereitet, so sehr hat mich dieses „Bild vom Kind“, das die Darsteller des Filmes zu haben scheinen, gepeinigt.
    Umso schöner, dass Sie versuchen zu verstehen, eine Brücke zu bauen, und dennoch nicht von Ihrem Verständnis einer Kinderseele abweichen, dass Sie Alternativen aufzeigen, mit Ihren Büchern und Ihren Vorträgen.
    Ehrlich: Ich bin unglaublich froh, dass es SIE gibt!! DANKE für Ihren Einsatz°°

  • Neele

    Danke, Danke Danke!

  • Eva

    DANKE von einer großen Bewunderin Ihrer Arbeit und Verschlingerin Ihrer Bücher. Ich bin einmal mehr zutiefst berührt. Von Herzen alles Gute Ihnen und Ihrer Familie!

  • Franzi

    Ach Herbert *seufz*
    DANKE! Ich kann mich den Vorschreiber*innen nur anschließen und erneut zum Ausdruck bringen, wie dankbar und hoffnungsvoll mich Ihre Beiträge stimmen ❤️
    Danke für Ihr Engagement und Haltung, für unsere Gesellschaft und vor allem für unsere Kinder.

    Danke 🙏🏻

  • Milena

    Ich bin einfach nur dankbar, dass es so engagierte Menschen wie Sie gibt, die gute Recherche, gesunden Menschenverstsnd und ganz viel Herzblut in die Sache der Kinder stecken. Danke, dass Sie uns Eltern dabei unterstützen! Danke, dass sie sich nicht den Mut nehmen haben lassen!
    Ich würde mir wünschen, dass endlich auch die Berichterstattung in den Medien sich da ein gutes Beispiel nimmt! Die unprofessionelle und oberflächliche Arbeit der Journalisten schockiert mich fast noch mehr als der Film… (wenn das möglich ist…)

  • Aline Riebe

    Herzlichen Dank, für diesen Text!
    Herzlichen Dank für all die Zeit die sie investiert haben.
    Herzlichen Dank!!!
    Es treibt mir immer noch Tränen in die Augen wenn ich lese was den Kindern angetan wird/ wurde . Ich kann es nicht begreifen wie man so skrupellos sein kann. Es ist nicht einfach mit Kinder den richtigen Weg zu finden, aber es ist so aufregend. Es darf nicht sein das ich meine MachtPosition als Erwachsene gegenüber einem Kind ausnutze, wie arm ist das eigentlich? Ich/Wir bemühen uns unsere Kind Bedürfnis orientiert in das Leben zu begleiten und natürlich gibt es auch Verbote um sie vor Gefahren zu schützen bzw Dinge die gemacht werden müssten. Aber selbst da ohne Zwang.

    Nochmals danke und ich freue mich sehr auf neue Texte/ Bücher mit erfreulicheren Themen!!
    Aline Riebe

  • Jennifer

    Vielen Dank für Ihren Einsatz und Mut!!!!

    Mich hat dieser eine Artikel aus „DIE ZEIT“ wirklich schockiert. Herr Langer hat schon mal etwas von Attachment Parenting gehört hätte aber nicht gedacht, dass das auch in Deutschland so viele Anhänger hat? In welchem Jahr lebt dieser Mann? Ich bin ehrlich erschüttert und werde nicht aufhören zu diskutieren. Auch wenn ich manchmal vor Wut und Verzweiflung heulen könnte.

    Vielen, vielen Dank für Ihre Worte!

  • M.A.

    Seit ich den Film selbst gesehen habe und nicht wusste, was schwerer zu ertragen war: die schrecklichen Bilder oder das kichernde Publikum um mich herum – seit diesem Tag gehen mir genau die gleichen Gedanken durch den Kopf und ich schreibe mir die Finger mit Leserbriefen an besagte Medien wund. Wie kann es sein, dass ich hier nur gequälte junge Menschen und unerträgliches Leid sehe und viele andere finden’s völlig ok? DANKE, dass Sie die Antwort so gut auf den Punkt bringen. DANKE, dass Sie so viel Zeit und Energie in Ihre Recherche und Texte gesteckt haben. DANKE, dass Sie die Stimme erhoben haben für die kleinen Menschen, die nicht gehört werden.

  • Bella

    Sehr geehrter Herr Dr. Renz-Polster,
    vielen lieben Dank für Ihr Engagement! Es wird wirklich Zeit, dass die Menschheit ihre Kinder endlich mit dem Herzen sieht! Wie kann man nur glauben, dass in so einem kleinen, unschuldigen Kind „Das böse“ / „Der Tyrann“ etc lauert!?
    Ihre Bücher / Artikel / Texte sind unglaublich toll und ich hoffe sehr, dass sie noch viele Eltern zum Umdenken bewegen werden! Schade, dass dies überhaupt nötig ist, aber aus diesem Grund ist es um so wichtiger die Leute „aufzuklären „!
    Danke, Danke und nochmals vielen Dank!

  • Bernd Bäurich

    Vielen Dank für Ihr Engagement.

  • S. K.

    Ich halte es kurz; Ganz herzlichen Dank für die Mühen und jedes einzelne Wort. Die Kinder brauchen diesen Einsatz und wir alle profitieren als Gesellschaft davon! Dankeschön!

  • barbara

    und dann macht das lesen ihrer artikel auch einfach noch spass trotz des ernsten themas. geistreich und mit untergründigem (Galgen-) humor geschrieben kann man/frau auch noch kichern beim lesen!
    danke auch vor allem für die journalistenschelte, das ist für mich auch das schlimmste, wie anscheinend gebildete, ausgebildete, intelligente leute, die meisten selbst eltern, so unkritisch , schlecht recherchiert und empathielos den film besprachen.
    journalisten müßten etwas weniger anfällig für die Rhetorik des herrn langer sein als menschen , die nicht das wort als beruf gewählt haben , oder als eltern in totaler not oder als jobabhängige klinikmitarbeiter

  • K.M.

    Vielen Dank für diesen weiteren gut recherchierten Artikel zu diesem Thema. Sie schaffen es, für jeden logisch nachvollziehbar das Kernproblem darzustellen und dabei auch sachlich zu bleiben. Ich finde es zudem super, dass Sie es geschafft haben, sinnvoll zusammenzufassen, was in der Diskussion um den Film eigentlich passiert ist und gerade passiert. Das wirkt nicht nur für mich, sondern vielleicht auch für Andere noch einmal augenöffnend für die Widersprüche, die sich im Zusammenhang mit der Gelsenkirchener Klinik ergeben.

  • Anja

    Danke, dass Sie sich die Mühe gemacht, das so genau zu erklären und beschreiben. Ein toller Artikel

  • Christina

    Ich schließe mich mit Tränen in den Augen an: vielen Dank für jedes Ihrer klären und deutlichen Worte und für den Blick für das wirklich Wichtige -die Bedürfnisse der Kinder. ❤️

  • Phine

    Lieber Herr Renz-Polster, ih verschlinge Ihre Blogartikel zu diesem Thema. Ich war selbst mit meiner Freundin in Duisburg im Kino und habe folgemdes erlebt: Eine Diskussion wurde nicht ermöglicht. Vonseiten des Kinos wurde nach meiner (der ersten) kritischen Äußerung alles andere direkt abgeblockt. So blieb es die einzige… Vor mir saß eine Mutter, die in GE in der Klinik war und die lautstark schon vor Beginn des Films erklärte, dass sie ja von allen bewundert wird, weil sie ihre Kinder so toll händelt. Diese Mutter trat mir einer Arroganz auf, die mich fassungslos machte. Sie lachte über Eltern, die Schreikinder haben, schließlich seien die doch selbst daran schuld. Und als ich sagte, dass ich mit diesen Methoden aufwuchs und bis heute an Selbstzweifeln und Depressionen leide, kam der sarkastische Kommentar ihrer Freundin: „Ooooh willste jetz hier deine Kindheit aufarbeiten?“ Naja.. dann lief der Film und bei mir und meiner Freundin viele Tränen. Anschließend meldeten sich dann vor und nach meinem Wirtbeitrag hauptsächlich ältere Damen zu Wort. Eine sagte: „Hätte ich gewisst, dass so was in Deutschland erlaubt ist, hätte ich das mit meiner Tochter auch gemacht, die hätte ich nämlich als Sirene vermieten können.“ Das war auch so der Grundtenor. Die Leiterin des AUK und Gabriele Grün waren zur Diskussion gekommen und sls ich sie mit meinen kritischen Fragen, u.a. nach Langzeitfolgen dieser „Therapie“, dieser unterdrückenden, alles einnehmenden Autorität fragte, sagte sie, dass die Klinik die einzige in Deutschland sei, die sich dieses Themas ganzheitlich annehme und dass das ja alles Kinder seien, die akut lebensgefährded seien. Zudem sei der Umgang alles andere als autoritär, er sei liebevoll-konsequent und das wurde auch immer wieder angebracht. Außerdem würden, wenn es so traumatisierend wäre, sich ja nicht dieselben Eltern und Kinder immer wieder an sie wenden und auch darauf bestehen, nur zu ihnen zu wollen. Und maximal 4 Familien pro Jahr würden die Behandlung abbrechen, das würde auch zeigen, wie sehr dort Familien geholfen würde. Die AUK-Dame sprach dann von der Wunderheilung ihres Sohnes von Neurodermitis und davon, dass sie noch einmal mit ihrem Sohn da war, weil er „drohte, ins Asthma zu fallen, aber das ist jetzt alles Geschichte“, erklärte sie stolz. Meine Freundin und ich sind fassungslos aus dem Kino gegangen und haben auf dem Heimweg zum Seelenheil ganz viel Gerhard Schöne gehört.

    PS: Wenn Hundeschulen solche Rangordnungskacke verbreiten, sind sie definitib nicht auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Die Rangordnungstheorie gibt es nur deshalb, weil Wölfe immer in Gehegehaltung studiert wurden und diese Tiere, die nicht demselbem Rudel angehörten, dann eine entsprechende Rangordnung erkämpfen. Wolfsrudel in der freien Natur sind reine Familienverbände und sie begegnen sich tatsächlich eher auf Augenhöhe und sind gleichrangig. Es gibt keine Leitwölfe. Die Elterntiere haben mehr Erfahrung in der Jagd, z.B., was ihnen im Rudel einer formale Dominanz verschafft, da es dem Rudel Vorteile bringt, auf die elterlichen Erfahrungen zu bauen. Aber es gibt keine Rangordnung. Wir Hundetrainer erleben die „Elternschule“ im kleinen Rahmen ebenfalls häufig auf dem Platz. Es gibt leider immer noch zu viele Hundeplätze, auf denen Hunde gebrochen werden, statt dafür zu sorgen, Vertrauen und Bindung in ihre Besitzer zu stärken und durch gemeinsame Aktivitäten und Trainings mit Spaß und Ziel die Kooperation und Kommunikation zu verbessern. Das nur mal so nebenbei 🙂

    • Johanna Weber- Gröf

      Danke für diesen Zusatz. Weder unser Kind noch unsere 2 Hunde sollen durch so einen Weg gebrochen werden. Nicht nur in Hundeschulen steckt dieser Blödsinn tief in den Köpfen. Lebewesen brechen egal in welcher Form sollte verboten sein. Hundeschulen die heimlich prügeln oder Lügen verbreiten machen für mich da keinen Unterschied.
      In Gelsenkirchen kann man nur auf einen Staatsanwalt hoffen der durchgreift und diese Klinik sehr genau bewertet.
      Hoffentlich sind da viele ehemalige „Patienten“ die bereit sind zusprechen.
      Bin immer noch wie benebelt von dieser grausamen Sicht auf so junge Menschen.

      • Marie

        Das kam mir beim lesen auch in den Sinn, die Wolfsforschung etc, u ich kenne viele Hunde mit unterschiedlicher „Erziehung“ u die Ergebnisse sind sehr menschenähnlich. Von einem Rettungsteam habe ich mal gehört, die guten Rettungshunde müssen volles Vertrauen zum Hundeführer haben und auch selbständig agieren, also ebenfalls Beziehung statt Erziehung. Die stürzen sich ja aus Helikoptern in reissende Fluten um Menschen zu retten usw, da ist kein Platz für gebrochene Wesen.

    • Franci

      Der Vergleich zur Hunde“erziehung“ drängte sich mir auch gleich auf. Mein erster Gedanke war: Oh Gott, Cesar Millan für Kinder…
      Und wenn mich derartiges bei Hunden schon zutiefst erschüttert, kann man sich denken, was ich davon halte so mit Kindern umzugehen.

      Und ich habe Neurodermitis, weil ich ein Trennungstrauma habe? Oh achso… werde ich die Plage los, indem ich mich irgendwo einsperren lasse und weine bis ich resigniere? Klingt toll!

      Mal davon ab erinnert mich dieses ganze Therapiekonstrukt an ABA für Autisten. Auch dort zählt nur das Ergebnis – ein funktionierendes Kind. Der Zweck heiligt die Mittel. Furchtbar.

  • Anne

    Danke! Auch wenn es albern ist, aber: DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE!

  • Dany

    Herzlichen Dank! Mögen die Herzen der Menschen offen werden für die Antwort auf alle Fragen: Liebe ❤

  • Kristin

    Vielen Dank für diesen letzten äußerst differenzierten und informativen Beitrag. Ich schätze ihr persönliches Engagement bei diesem Thema sehr und finde es toll dass wir viel von Ihnen zu lesen bekommen. Ihre Meinung bedeutet viel und kommt in der Öffentlichkeit an, vielen Dank dafür! Ich freue mich schon auf weitere thematisch anders geartete Beiträge, denn jeder einzelne wird sicher wieder sehr wertvoll sein. Vielen Dank für ihre tolle Arbeit!!

  • Nicole

    Tausend Dank für Ihren unermüdlichen und leidenschaftlichen Einsatz! Ihre Mühen Lohen sich. Wir brauchen mutige und aufrichtige Meschen wie Sie! DANKE!

  • Katharina

    Und wieder habe ich gänsehaut beim lesen. Es ist so unglaublich schön zu wissen, dass es menschen wie sie gibt, die überzeugt sind dass kinder auch menschen sind, dass menschen von natur aus gut sind und alles tun um anderen davon zu erzählen. Ich glaube fest daran, dass sich diese (ihre) mühe und arbeit lohnt. Wir werden immer mehr und eines tages ist es für menschen normal, kinder gleichwertig und bedürfnisorientiert zu behandeln. Und vielleicht wird es sich ausweiten, auf den umgang unter uns erwachsene. Das ist ein schöner gedanke.
    Ich danke ihnen von ganzen herzen, für ihre arbeit und die probleme, die sie dafür auf sich genommen haben. So sehr dass worte nicht reichen ❤️.

  • Tobias

    Von mir auch ein Danke.
    Ich wurde 1980 im Ruhrgebiet geboren und mit einem Jahr brach bei mir die Neorodermitis durch. Noch heute ist der Drang zu kratzen immer mal wieder da aber ich hab das ganze jetzt relativ gut im Griff. Im Notfall auch mit einer Niedrig dosierten Cortison Creme die dann auch wirklich hilft.
    In meiner Kindheit wurde auch an mir viel rumprobiert z. B. Mit einer Teer-Creme.
    Irgendwann kam auch das Thema Gelsenkirchener Kinderklinik auf den Tisch. Meine Mutter kaufte sich auch das Buch „Neurodermitis ist heilbar“. In der Gelsenkirchener Kinderklinik war ich aber zum Glück nie.
    Ich weiß nicht was bei meiner Mutter aus dem Buch hängengeblieben ist. Sie fand es wohl auf alle Fälle nicht praktikabel.
    Da habe ich wohl wirklich Glück gehabt.

  • Anja Rudat

    So viel liebe sehr geehrter Herr Renz Polster! Als Mutter und Erzieherin kann ich an diesem Freitag Nachmittag nach einer aufreibenden Woche nicht dankbarer sein für ihre Worte. Ihre Kompetenz und proffesionallität! ♡

  • Melanie Babst

    Her Renz-Polster, ich möchte ihnen aus tiefstem Herzen für ihre Arbeit und die Texte zur Elternschule danken! Danke, dass sie diese Mühen auf sich genommen haben! Ich wünsche ihnen alles Gute!
    Herzliche Grüße Melanie Babst

  • Mary

    Vielen Dank im Namen aller Kinderseelen.

  • Marie

    Vielen Dank übrigens auch für die gesunde Dosis an schwarzem Humor im Artikel, das war an dieser Stelle durchaus erfrischend. Mit besten Wünschen!

  • Judith

    Und ich schließe mich auch an… Danke, ein großes von Herzen kommendes Dankeschön, dass Sie in diesen Tagen unter anderem all denjenigen von uns mit ihren Worten eine Stimme geben, die sich tagein, tagaus bemühen, dass Thema Bindung und Bedürfnisorientierung in die Familien zu tragen, die aus den verschiedensten Gründen auf professionelle Hilfen angewiesen sind.
    Vor vier Jahren hat mich ihr „Kinder verstehen“ in mancher Situation als Frischlingsmutter gerettet und mir Mut gemacht, heute und in den letzten Wochen haben ihre Texte hier mich dazu inspiriert mich ein klein wenig mit zu engagieren und mir mein Vertrauen in meine eigene Wahrnehmung zurück gegeben. Ja, es sind unsere eigenen Filme, die da weiterspielen, den Hintergrund färben und die Handlung weiterspinnen lassen, und es lohnt sich, auch wenn’s vielleicht schmerzhaft wird, diese Filme mal genauer zu erforschen. Danke!

    • Judith

      Ach, ja, und weil ich gerade darüber gestolpert bin, viele Grüsse, Judith mit Aaron (schöne Namenswahl übrigens, bei allen Vieren 😉)

  • Tamara

    Danke!
    Der Abschluss bringt es auf den Punkt.

  • M. Faraggi

    Ich konnte den Film bisher nicht anschauen, da ich im Ausland lebe, doch der Trailer und die in Ihren Artikeln beschriebenen Szenen lassen mir bereits das Blut in den Adern gefrieren. Ich glaube ich kann den Film gar nicht anschauen!

    Selten habe ich einen so langen Artikel so aufgesogen und noch seltener kamen mir beim Lesen die Tränen.

    Vielen Dank für Ihre fundierten Analysen und Ihr unermüdliches Engagement im Namen aller Kinder und für Ihre (manchmal fast zu) anschaulichen Artikel.

    Herzliche Grüße,
    M. Faraggi

  • Christina

    Von Herzen Danke! Ich wünsche Ihnen Kraft und Gottes Segen für Ihre Arbeit und Mühe. Danke für Ihren unbeugsamen Einsatz.

  • Ulrike Légé

    Eine ganz tolle, ausführliche, fundierte Reaktion. Danke! Hoffentlich gibt es keine Filme mehr aus DER Klinik in Gelsenkirchen und schon gar keine Eltern, die ihre Kinder solchen Praktiken aussetzen. Als Mutter UND Hundebesitzerin muss ich aber kurz anmerken, dass selbst in der Hunde-Erziehung strikte Unterordnung, dauerndes Sich-als-Alpha-Tier etablieren, Willen brechen, stets Vorgehen, etc. längst überholte Praktiken sind, Gott sei Dank. Der Ansatz mit Herz und Hirn für Hunde-Erzieher heisst heute „trainieren statt dominieren“. Insofern bitte niemals Praktiken, die für Kinder schädlich und grausam wären, als „für Hunde werden sie unterrichtet und mögen für die ja ok und wirksam sein“ einordnen. Sind sie auch für Hunde oder andere Tiere nicht und sollten längst nicht mehr unterrichtet werden. Kinder und Hunde haben ein Herz und wollen kooperieren … Aber nochmals Danke fürs Gegenwind nach Gelsenkirchen bereiten!

  • Dorothea

    Danke dafür, dass Sie in dieser ungeheuerlichen Geschichte der unerschütterliche Fels in der Brandung waren!
    Meine Hochachtung!

  • Dunja

    danke danke danke danke!!!!
    nicht nur im namen aller kinder und „irren“ eltern, sondern auch danke, dass die zukunft doch noch eine chance hat selbstbestimmte menschen hat

  • Sabrina

    Ich ziehe meinen Hut vor Ihrer unermüdlichen Aufklärungsarbeit. Meine Gefühle schwankten über Fassungslosigkeit, Enttäuschung bis hin zu ein wenig Wut, weil dieser Film von Presse gelobt wurde und ich mich immer wieder fragen musste: Hinterfragt wirklich niemand? Dank Ihnen weiß ich, dass ich ganz gewiss nicht nur eine hysterische Mutter bin, sondern eben – meine Fassung des Filmes sehe – von der Mutter aus, die das Kind nicht als ein Untertan sieht und die Fähigkeiten ihrer Kinder zu schätzen weiß.

    • Christel Spitz-Güdden

      Lieber Herbert Renz-Polster,

      Wouw!! Ich bewundere dein Engagement für Kinder und deinen Mut als einer der ersten in die öffentliche Diskussion zu gehen. Mit deinem Statement hast Du mit dazu beigetragen, dass es zur Anzeige gekommen ist! Wie ich finde „Richtig so!“ Ich dachte wir hätten die Zeiten des absoluten Gehorsams hinter uns gebracht, haben wir doch alle im letzten Jahrhundert gesehen, wo das endete.
      Kinderseelen auf diese Weise zu brechen und das als Therapie zu verkaufen, ist für mich unfassbar. Gerade die Bindungsforschung der letzten 20 Jahren hat doch wissenschaftlich erwiesen, dass zwanghafte Trennungsversuche schadhaft sind. Wie sollen wir bitte schön in den Kitas erklären, dass das „Berliner Eingewöhnungsmodell“ eine sichere Basis bedeutet. Für mich stellt sich die Frage, ob die Menschen, die nach dieser Methode arbeiten selbst so wenig Empathie erfahren haben. In der Erziehung geht es doch nicht um Macht, im Gegenteil, sie sollte von der Liebe geprägt sein!
      Pestalozzi sagte „Erziehung ist Liebe und Vorbild und sonst nichts!“

  • Frank

    Herzlichen Dank für Ihre wichtigen und richtigen Beiträge zu diesem Film!!!

  • Eva

    Lieber Dr. Herbert Renz-Polster, vielen Dank für Ihre differenzierten Beiträge zum Film Elternschule.
    Mich haben die Rezensionen der Kollegen (Journalisten) ohne große Hintergrundrecherche traurig gemacht. Dennoch kenne ich die Zwänge und den Druck der Branche, wobei das, vor allem bei diesem Thema, keine Entschuldigung sein darf.
    Ich habe mich auch gefragt, wie es sein kann, dass manche Menschen den Film gutfinden. Da liegt ein Großteil in der eigenen Erziehung und Persönlichkeitsstruktur, ist meine laienhafte Vermutung. Und ich stimme Ihnen vollkommen zu, dass es bei dieser Diskussion auch darum geht, wie Menschen (in Zukunft) miteinander umgehen. Denn die Kinder von heute, sind die Erwachsenen bzw. Eltern von morgen und geben Erlebtes (unbewusst) weiter. Ich persönlich lebe lieber in einer Welt von Liebe, Respekt und Achtung gegenüber den Mitgeschöpfen, als in einer von Funktionieren, Gehorsam und Unterwerfung. Ersteres ist nicht immer einfach umzusetzen, doch wir üben.
    Hoffentlich finden immer mehr Eltern zu diesem Weg der „Erziehung“, auch wenn er manchmal anstrengender ist. Hoffentlich tun immer weniger diesen Weg als Spinnerei und Sektentum bzw. Selbstaufgabe ab. Hoffentlich lassen sich die alten Erziehungsmethoden bald überwinden. Hoffentlich gehört dieser Film zu einem letzten Aufbäumen dieser Methoden. Hoffentlich lernen immer mehr Pädagogen auch mit Kindern umzugehen, die vermeintlich aus der Reihe tanzen.
    Danke nochmal für Ihr großes Engagement in Sachen Beziehung, Umgang und Erziehung!

  • Nana

    Danke für den dritten tollen Artikel über diesen Film.
    Und danke, dass Sie so schreiben, dass man zwischendrin auch zweimal lachen kann. Das macht das Ganze etwas verdaulicher… Mögen Stimmen wie Ihre lauter und lauter werden als die der Tyrannenbändiger.

  • elke

    danke für die zusätzliche recherche zu diesem film
    ich weiß, wieviel zeit und arbeit dies braucht …

    frage mich dann nur, wer für den film wen „bezahlt“???das er es auch noch in kinos schafft? grübel…
    lg elke

  • Dr. Philipp Bornschlegl

    Sehr spannend.
    Da verweise ich hier in Tanzania immer auf unser so gut reguliertes und ausschließlich evidence-based handelndes Gesundheitssystem mit der guten Ausbildung, der vielen Erfahrungen und der hohen Patientenorientierung (Achtung! im Verlgeich zu Tansania!), und dann dringt die unermüdliche Recherche des Kollegen Renz-Polster, dem nun immerhin ein ganzes Team zur Verfügung zu stehen scheint, in mediznische und gesellschaftliche Untiefen vor, fast schon Geheimbund-artige Parallelwelten, in den unter dem Deckmantel der Schulmedizin Handlungsweisen orientiert an der Germanischen Medizin und mystisch wirkenden Theorien (Stichwort Neurodermitis) umgesetzt werden.

    Das ist zutiefst erschreckend und kann weitreichende Vertrauensverlust gegenüber Kinderärzten zur Folge haben. Umso wichtiger ist es nun, fachlich klar darzustellen, wofür moderne Kinder- und Jugendmedizin und Kinder- und JugendmedizinerInnen stehen! Ein Abgrenzen von derartigen kruden Theorien, eine rückhaltlose Aufklärung der Geschehnisse und Arbeitsweisen und, bitte, Konsequenzen!

  • Marcus Wagenknecht

    Vier Filme? Ich muss erstmal den ersten Film sehen.
    Vielen Dank für den besonnenen Text. Ich habe sofort Lust bekommen, mich in Fachliteratur zu versenken…
    Wie ich mich kenne, wird es aber auf „mit den Enkeln auf dem Fußboden rumkriechen“ hinauslaufen!

  • Sendra

    Lange habe ich gebraucht, den ganzen Artikel zu lesen, weil tatsächlich die Bedürfnisse meiner Tochter (vier Monate) an erster Stelle kommen, dann noch die Tiere und zum Schluss mein Mann (der sich als einziger selber Essen machen kann 😉 ). Vielen Dank für den Artikel. Diese Methoden zur „Behandlung“ einer Neurodermitis anzuwenden finde ich fast noch grausamer als bei einem eigentlich gesunden Kind. Wer krank ist, will nur Aufmerksamkeit und darum muss diese bei Krankheitsäußerungen versagt werden? Da muss ich unweigerlich an meine kleine Schwester denken, als Kind von Neurodermitis betroffen, der genau wie mir liebevolles Umsorgtwerden bei Krankheit (und auch sonst) versagt blieb. O-Ton: „Du willst ja nur nicht in die Schule.“ Natürlich haben wir irgendwann nichts mehr gesagt. Eltern stolz: „Die Kinder hatten nie Fehltage.“ Na ja, ich habe dann eben im Klassenzimmer gekotzt. Das so gelernte Verhalten hat durchaus zu gesundheitlichen Problemen im Erwachsenenalter geführt, weil der Gang zum Arzt nicht als legitimes Mittel beim Umgang mit Krankheit galt. Mich würden darum brennend Meinungen von denjenigen interessieren, die dort als Kinder „Patienten“ waren und jetzt noch Erinnerungen an damals haben. Was sie zu sagen haben ist doch relevanter als irgendwelche vermeintlichen Erfolgsgeschichten aus Sicht von Eltern. Kinder, die ihre Bedürfnisse nicht mehr äußern, sind ja so „pflegeleicht“. Aber so krank an Seele und (früher oder später) Körper.

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