Kommentar5. Juli 2021

Neues zu den Kinder-Masken!

Seit wenigen Tagen liegt eine erste experimentelle Studie zur Kinder-Masken-Frage vor. Klärt sie "alles"? Nein, aber ein Stück schon. Und das hat es in sich - in vielerlei Hinsicht.
Aktueller Hinweis, am 7.7.2021: Ich bitte den nun folgenden Bericht mit einem Vorbehalt zu lesen. Nach Veröffentlichung der Studie von Walach et. al. in JAMA Peditrics wurden von Physikern schwer wiegende Bedenken angemeldet, ob die gemachten Messungen überhaupt verlässlich sind. Die Studie wird deshalb derzeit durch die Herausgeber der Zeitschrift überprüft. Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass es sich um Fehlmessungen handelt. Sobald hier Näheres bekannt ist, werde ich kommentieren (am Ende des Beitrags).

Der Titel der Studie lautet „Experimental Assessment of Carbon Dioxide Content in Inhaled Air With or Without Face Masks in Healthy Children – A Randomized Clinical Trial“, veröffentlicht wurde sie in der Fachzeitschrift JAMA Pediatrics.

Die Autoren führten an 45 Kindern zwischen 6 und 17 Jahren Messungen der Kohlendioxidkonzentration bei der Einatmung und der Ausatmung durch – und zwar zuerst ohne Maske, und dann mit diversen FFP2 bzw. OP-Masken. Dazu wurde ein Messsgerät an der Oberlippe unter der Nase angebracht und damit der CO2-Gehalt der Atemluft gemessen.

Die Ergebnisse

Als Ergebnis zeigte sich, dass sich beim Maskentragen der Kohlendioxidgehalt der Luft beim Einatmen deutlich erhöhte – und zwar um durchschnittlich das 6-fache von dem, was das Umweltbundesamt als zulässigen Grenzwert für den Arbeitsplatz einstuft (dieser Grenzwert liegt bei 0,2 Vol%). Unter der Mund-Nasenbedeckung stiegen die Werte auf durchschnittlich 1,31 Vol% (OP-Maske) bzw. 1,39 Vol% (FFP2-Maske) an. Die CO2-Messwerte in der eingeatmeten Luft schwankten dabei zwischen den Kindern deutlich, und zwar zwischen 0,6 und 2,5 Vol%.

Die Autoren folgern, dass Kinder durch das Maskentragen tatsächlich Umweltbedingungen ausgesetzt sind, die für Erwachsene am Arbeitsplatz als möglicherweise gesundheitsschädlich angesehen werden.

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Wie ist das zu interpretieren, was bedeutet das für die Gesundheit?

Eltern werden sich nun fragen, ob diese Ergebnisse belegen, dass die Kinder durch das Maskentragen geschädigt werden. Diese Frage kann auch diese Studie nicht beantworten, weil sie nicht für die Beantwortung dieser Frage konzipiert wurde und zudem einige Fragen offen lässt.

In dem kurzfristigen Rahmen, in dem die Messungen vorgenommen wurden, scheinen die Kinder die erhöhten Kolendioxidwerte „wegregulieren“ zu können. Jedenfalls war der Kohlendioxidgehalt in der ausgeatmeten Luft bei den Kindern mit Masken nicht erhöht (er lag mit 3,8% genau dort, wo er auch bei der normalen Atmung ohne Maske liegt). Allerdings: der Messzeitraum von 3 Minuten ist zu gering um ausschließen zu können, dass es im Lauf der Zeit nicht doch zu erhöhten Kohlendioxid-Werten im Blut kommt. Experimente an Ewachsenen mit auf 1% bzw. 2% mit Kohlendioxid angereichterter Luft lassen letzteres durchaus plausibel erscheinen (bei den Kindern lag die durchschnittliche CO2-Konzentration unter den Masken bei der Einatmung bei etwa 1,4%).

Auch muss angenommen werden, dass die Kinder für dieses „Wegregulieren“ entweder ihre Atemzugstiefe oder/und ihre Atemfrequenz steigern müssen – also zu einer stärkeren Atemarbeit gezwungen sind. Letzteres kann über viele Stunden durchaus zu Beeinträchtigungen führen.

Ein kleiner Beitrag zur Durchlässigkeit der Masken

Nicht wenige „Experten“ äußerten die Meinung, die Maske sei für das ausgeatmete CO2 komplett durchlässig, schliesslich sei das CO2-Molekül ja so winzig klein, dass es durch alle Maschen schlüpfe. Nach den Messungen dieser Studie scheint dies nicht zu stimmen, die eingeatmete Kohlendioxidkonzentration unter der Maske läge sonst ja nicht bei 1,3%.

Dringender Handlungsbedarf

Insgesamt sind die Messergebnisse schon deshalb bedenklich, weil sie die für Erwachsene am Arbeitsplatz festgelegten Grenzwerte deutlich übersteigen. Die wurden vom Bundesumweltamt sicherlich nicht aus Jux und Tollerei festgelegt, sondern weil damit möglicherweise ein langfristiges Risiko für die Befindlichkeit, Arbeitsfähigkeit oder Gesundheit verbunden ist. Wenn die Arbeitsfähigkeit bei Erwachsenen als nicht gewährleistet angesehen wird, dürfte auch die Lernfähigkeit der Kinder in Frage stehen.

Fazit: Die Messungen müssen deshalb dringend und rasch verifiziert und ergänzt werden. Hierzu unterhält Deutschland etwa ein eigenes Bundesamt mit Hunderten von Mitarbeitern – das Umweltbundesamt. Dieser vom Steuerzahler finanzierte Beitrag zur Pandemie wäre spätestens jetzt zu leisten. Bis entsprechende Ergebnisse vorliegen, muss die Maskenpflicht für Kinder zumindest neu geregelt werden: Dauerhaftes Maskentragen von Kindern ist bis auf weiteres nicht mit dem Gesundheitsschutz vereinbar.

Und die Autoren sind…

Stört es mich, dass diese Studie von Leuten durchgeführt wurde, die den „Querdenkern“ nahestehen und zu Prof. Bhakdi´s Verein „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ gehören? (Der Verein verkündet derzeit einen „Tag der Freude“, weil angeblich „alle Menschen  bereits die so gewünschte Herdenimmunität haben – ohne, dass man impfen muss“)

Ja, das stört mich, und zwar in doppelter Hinsicht:

Wenn sich Leute auf wissenschaftliche Ergebnisse beziehen, die aber ansonsten von der Wissenschaft widerlegten Unsinn verbreiten, da kommen mir schon Fragen. Einer der Autoren, der Arzt und „Quantenheiler“ Andreas Diemer, empfiehlt gegen Coronaviren das Desinfektionsmittel Chlordioxid (gerne auch gespritzt) und kolloidales Silber und bezeichnet Impfungen als „strafbare Körperverletzungen“. Ein anderer, der Impfgegner und Frauenarzt Ronald Weikl, hat sich durch das mutmaßliche massenhafte Ausstellen von Gefälligkeits-Maskenattesten einen Namen gemacht. Für andere, wie Dr. Hockerts und Dr. Walach, ist SARS-CoV-2 nicht gefährlicher als die Grippe. Im Gegenteil: „SARS-CoV-2 gehört nicht zu den tödlichen Viren“, so Prof. Hockerts.

Wie bitte? Also ich kann es einfach nicht fassen. Manche der Autoren rufen die Bevölkerung mit Fehl- und Falschinformationen und dem Schüren von Panik um Verzicht auf die SARS-CoV-2 Impfungen auf (inklusive der Behauptung, ein Teil des Impfstoffes werde beim Geschlechtverkehr auf den Partner übertragen). Dieser von Ärzten vorgebrachte Rat, auf die Impfung gegen SARS-CoV-2 zu verzichten, kann nach wissenschaftlichem Kenntnisstand zu vielen Todesfällen, schweren Krankheiten und bleibenden Schäden führen. Und diese Gruppe bemüht jetzt das klärende Wort der Wissenschaft?

Ist einfach schwer zu verstehen für mich.

Aber vielleicht auch nicht schwerer als andere Seltsamkeiten in dieser Pandemie.

Und zu der gehört eben auch diese Frage: Warum ist eine Untersuchung der Kindermasken nicht schon längst von denen in Auftrag gegeben worden, die die Maskenpflicht für Kinder zu verantworten haben? Insbesondere dem Bundes-Gesundheitsministerium bzw. den Sozialministerien der Länder? Warum lässt das Bundesgesundheitsministerium nicht eine entsprechende Studie durchführen? Für mich gehört dies zur Schutzpflicht, die wir den Kindern gegenüber haben.

Ist die Maskenpflicht für Kinder aufrechtzuerhalten?

Also, als Zusammenfassung: Die Maskenfrage bei Kindern zeigt weiterhin, wie groß unsere Misere in dieser Pandemie ist.  Ist das Tragen von Masken in der Schule überhaupt zu rechtfertigen, wenn auch die Nachteile des Maskentragens in Rechnung gestellt werden – von geringerem Lernerfolg bis zu schlechterem Wohlbefinden? Die Befürworter beziehen sich auf einen Präventionsnotstand: ohne Masken können die Kinder sich anstecken (und ihre Eltern vielleicht auch). Allerdings verkennt dieses Argument, dass die von Kindern getragenen Masken nur einen vergleichsweise kleinen Teil zur Infektionskontrolle beitragen (Lüftungskonzepte zum Beispiel dürften doppelt so stark zu Buche schlagen). Durch die inzwischen zur Verfügung stehenden Maßnahmen wie etwa Spuck-Pooltests auf PCR-Basis stehen weitere effektive Präventionsmittel zur Verfügung. Zudem zeigt sich nach eineinhalb Jahren Pandemie auch, dass die Politik auch deshalb auf das Tragen von Masken in den Schulen setzt, weil andere Präventionskonzepte zu lasch verfolgt werden (von Draußenunterricht bis Lüftungskonzepten).

Dennoch ist die Maskenfrage an den Schulen nicht ganz so einfach. Klar kann man sagen: Masken sind schlecht für die Kinder, weil … (siehe oben). Nur: Masken dürften in der gegebenen schulischen Realität, die sich bestimmt nicht von heute auf morgen ändern wird, eben doch die eine oder andere Infektion bei Kindern verhindern, zumal der Infektionsdruck mit der Delta-Variante ja deutlich angestiegen ist. Und ja, diese Infektionen verlaufen zwar in aller Regel mild, aber hinterlassen doch in nicht ganz so seltenen Fällen ein längerfristig schwer beeinträchtigtes Kind (in der methodisch bisher besten Studie zu diesem Thema, der Schweizer Ciao Corona Studie, waren immerhin 2% der seropositiven Kinder von Long Covid betroffen – und das ist aus meiner Sicht eine schwer wiegende Diagnose).

Also: noch so ein Dilemma? Ich glaube schon, und will in genau dieser Offenheit hier enden.

 

[Ergänzung, am 15.7.2021. Tatsächlich steht inzwischen fest, dass diese Studie wissenschaftlich nicht haltbar ist. Ich kommentiere hier.]

Zu diesem Beitrag will ich gerne auf mein Buch „Gesundheit für Kinder" hinweisen: "Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln". Es hat sich im deutschsprachigen Raum als DAS umfassende Nachschlagewerk zur Kindergesundheit etabliert.
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34 Kommentare

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  • ama

    Hier liegt ein Denkfehler vor:

    „Nicht wenige „Experten“ äußerten die Meinung, die Maske sei für das ausgeatmete CO2 komplett durchlässig, schliesslich sei das CO2-Molekül ja so winzig klein, dass es durch alle Maschen schlüpfe. Nach den Messungen dieser Studie scheint dies nicht zu stimmen, die eingeatmete Kohlendioxidkonzentration unter der Maske läge sonst ja nicht bei 1,3%.“

    Ich kann hier leider keine Zeichnung machen. Also versuche ich, die Sache mit Worten zu beschreiben.

    Ein Zylinder hat innen einen Kolben, wie eine Fahrradpumpe. Der Kolben drückt die Luft GANZ aus dem Kolben raus. Dann ist das Ding leer.
    Fährt der Kolben zurück, zieht er frischt Luft herein.

    In der Maske (verbunden mit Nasen/Rachenraum) ist aber noch ein Restvolumen!

    Jetzt wird es interessant: Die Lunge preßt die Luft raus – und die geht durch die Maske. Dann ist im letzten Moment die letzte Luft aus der Lunge und bleibt da.
    Beim Einsaugen wird frische Luft eingesaugt und kommt in die Lunge. Das Volumen, das vorhin noch in der Maske plus Nase/Rachenraum war, wird in die Lunge eingesogen, und danach die frische Luft. Wieviel frische Luft in díe Lunge kommt, hängt also davon ab, wie tief eingesogen wird.

    Jetzt die kritische Frage: WANN wird die Konzentration gemessen? Tatsächlich ist sie ja nicht konstant, sondern – je nachdem, ob der Luftstrom rein oder raus geht – geht rauf und runter. Ich bezweifle, daß die „Forscher“ das überhaupt richtig gemessen haben.

    Übrigens soll es Kinder geben, die unter der Bettdecke mit der Taschenlampe lesen. Da ist noch viel weniger Gasaustausch! Und dann gibt es noch Kinder, die mit dem Kopf unter der Bettdecke sogar schlafen.
    Zu beidem habe ich noch nie Kritik wegen des CO2 gehört.

    Daß das CO2 durch die Maske kann, ist selbstverständlich. Die Atome haben keinerlei Probleme, durch die Luftkanäle zwischen den Fasern durchzusausen.

    • Irene K

      Gute Erklärung, ABER: Ich habe als Kind und Jugendliche sehr viel unter der Bettdecke gelesen. Und ich muss sagen, dass es IMMER eine Tortur war, weil die Luft viel zu schnell viel zu stickig wurde. Meine Eltern haben das auch nicht in dem Sinne toleriert, sondern schlicht und einfach nicht mitbekommen. Deshalb hat man sich ja diesen Strapazen ausgesetzt. Nur weil manche Kinder unter einer Bettdecke lesen heißt das noch lange nicht, dass es unbedenklich ist und ein Masken tragen rechtfertigt.

    • Herbert Renz-Polster

      Laut supplementary data zur Studie wurde im Abstand von jeweils 1 Sekunde gemessen. HRP

    • Herbert Renz-Polster

      Danke. Die Studie wird derzeit durch die Herausgeber überprüft. Ich habe die Frage nach dem Messzeitpunkt während der Inhalationshase auch an den Hauptautor der Studie, Prof. Walach, gerichtet.
      In der Tat sind Einzelmessungen während der Inspiration kein Abbild der während der gesamten Inhalationsphase vorliegenden CO2-Konzentration.
      HRP

  • KerstinD

    Es wundert mich nicht, dass die Bundesregierung keine entsprechende Studie in Auftrag gegeben hat. Kinder sind keine Wähler und deswegen „ziemlich egal“.

    Seit Beginn der Pandemie vermisse ich eine Politik, die die Kinder im Auge behält und sie nicht nur als potentielle Virenverteiler hinstellt, bzw Kinder wenigstens nicht schlechter stellt als Arbeitnehmer.

    Ich hoffe, dass es nach der Bundestagswahl kein „weiter so“ geben wurd, und wir eine Bundesregierung bekommen, die auch die Belange der nachfolgenden Generationen im Blick hat.

  • A. O.

    Vorneweg: ich bin Laie. Aber wenn ich lese, dass diese Wissenschaftler aus einer bekannten Corona-Leugner oder zumindest Verharmloser-Ecke kommen, so stellt sich mir schon die Frage, ob diese Studie nicht ein wenig voreingenommen durchgeführt worden ist, was ja bekanntlich zu Verzerrungen führen kann. Wurde diese Studie bereits in der übrigen Fachwelt diskutiert? Und andererseits bin ich auch dafür, dass es solche Studien gibt – aber bitte von Institutionen, denen man vertrauen kann.

  • Katharina Teufel-Lieli

    Ich habe die ÖGKJ um Studien diesbezüglich gebeten. Ich habe eine Petition initiiert, mit der Bitte um eine Prüfung der Unbedenklichkeit.

    Nichts. Kein Interesse. „Masken schaden nicht und Punkt.“

    75% der Eltern sind gegen die Maskenpflicht an Schulen. Warum wohl? Weil sie hysterisch sind? Oder weil sie die Probleme ihrer Kinder sehen? Die Erschöpfung? Die Müdigkeit?

    Es ist eine bodenlose Schande, dass Ö und D nicht in der Lage waren und sind, ihre Kinder vor dem Staat zu schützen. Schweden schaffte es ohne und dort sind weder LehrerInnen noch Kinder reihenweise erkrankt oder gestorben.

    Also bitte hören Sie auf damit, dass Corona auch für Kinder so gefährlich ist und man weiß Gott was mit diesen dämlichen Masken verhindert hat. Das ist schlicht falsch. Corona war zumindest in Ö deutlich weniger gefährlich als die Influenza mit um 60% weniger Hospitalisierungen und 0 Todesfällen. Das ist Fakt und es wird langsam mal Zeit, sich diesen Fakten zu stellen. Bedingungslos.

    • Sarah Hartmann

      Es würden sich hier sicher alle freuen, wenn sie vertrauenswürdige Quellen für Ihre „Fakten“ anführen. Vielen Dank.

      • Yvonne K.

        Sorry, aber googeln Sie doch einfach mal die offiziellen Seiten und schauen sich die Statistiken an. Ist ganz einfach….. die Dame hat Recht.

        • Ökodemokrat

          Die Frau hat z.B. mit den 75% nicht recht.

          Habe wegen Ihrem Post gegoogelt und z.B. sofort das gefunden:

          An der Umfrage konnte jeder teilnehmen – der davon wusste
          Auch das Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium in Kamenz distanziert sich auf seiner Internetseite vom offenen Brief. Dieser sei nicht repräsentativ, da „uns zumindest eine derartige Umfrage nicht bekannt gewesen ist“. Fakt ist: Teilnehmen konnte jeder, der von der Umfrage wusste. Unabhängig von Wohnort oder persönlicher Betroffenheit.

          So wurde die Umfrage in diversen Telegram-Gruppen der Corona-kritischen Initiative von „Eltern stehen auf“ beworben. Geteilt hat diese auch „Master Fuggi“. Nach Recherchen von MDR exakt steht hinter diesem Pseudonym Marcus Fuchs, der die „Querdenken“-Demo in Dresden angemeldet hat. „Das widerspricht natürlich auch dem Grundsatz, dass man da möglichst neutral rangehen sollte und repräsentativ alle Eltern mit ins Boot holen sollte“, sagt Elternsprecher Terres. Zum Zustandekommen der Umfrage und der Präsentation der Ergebnisse möchte Marcus Fuchs gegenüber MDR exakt keine Stellung beziehen.

          Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/eltern-gegen-maske-kinder-querdenken-100~amp.html

          Nun googeln Sie doch bitte einmal nach den Todesfällen in Österreich. Wetten, dass Die 0 auch nicht stimmt?

    • Herbert Renz-Polster

      @Katharina Teufel-Lieli
      Was Sie schreiben trifft auf den Akutverlauf von COVID-19 zu. Was die durch SARS-CoV-2 ausgelösten längerfristigen Folgen angeht, ist noch vieles unklar. Aber wenn tatsächlich mit Long Covid bei auch nur einem von 100 infizierten Kindern zu rechnen wäre (das könnte nach der Ciao Coron Studie so sein), dann ist das eine ernste Sache. PASC gehört zur Gruppe der Krankheiten, die keinem Kind zu wünschen ist.

  • K

    Ich kann nur sagen, dass ich beruflich bedingt oft mehrere Stunden am Stück mit Maske doch sehr intensive Gespräche führe. Und zumindest mit FFP2 Maske komme ich nach ca. 1,5 Stunden an meine Grenzen. Ich sehe Pünktchen und meine Konzentration sinkt rapide. Daher trage ich seit ich vollständig geimpft bin nur noch OP- Masken. Und auch da bin ich froh, wenn ich im Einzelbüro mit offenem Fenster nach einer Weile Pause von der Maske habe. Daher kann ich Maskenpflicht auf dem Schulhof, draußen auch nicht verstehen… mich würden seriöse Studien zum Thema echt mal interessieren. Noch sind meine beiden Kinder in der Grundschule, da herrscht Maskenpflicht nur auf den Gängen. Doch ab nächstem Schuljahr ist mein Sohn in der 5. Klasse. Und was mich auch wundert, bei Auftreten eines Falles schickt das örtliche Gesundheitsamt die gesamte Klasse in Quarantäne in der Grundschule auch gerne ganze Jahrgänge. Die scheinen dem Schutz der Masken nicht wirklich zu vertrauen… merkwürdig, warum denn dann die Maskenpflicht?

  • Jan-Peter Brodersen

    Ich möchte hier auf folgende Publikation des Umweltbundesamtes verweisen
    https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/pdfs/kohlendioxid_2008.pdf

    Hier folgt ein Auszug:
    Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 2008 · 51:1358–1369
    DOI 10.1007/s00103-008-0707-2
    © Sprin ger Me di zin Ver lag 2008
    Bekanntmachung des Umweltbundesamtes
    Gesundheitliche Bewertung von Kohlendioxid in der Innenraumluft.
    Mitteilungen der Ad-hoc-Arbeitsgruppe Innenraumrichtwerte der
    Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes und
    der Obersten Landesgesundheitsbehörden
    Zu sam men fas sung
    Seit 150 Jahren gilt die Konzentration von
    Kohlendioxid in der Raumluft als Indikator
    für die Luftqualität in Aufenthaltsräumen
    des Menschen. Im Gegensatz zu mecha-
    nisch belüfteten Gebäuden, für die mit der
    DIN EN 13779 vier gestufte Wertebereiche
    eingeführt wurden, liegt seit dem 1858
    von Pettenkofer vorgeschlagenen Richt-
    wert von 1000 ppm Kohlendioxid keine
    neuere Bewertung für natürlich belüftete
    Innenräume vor. Die Ad-hoc-Arbeits-
    gruppe Innenraumrichtwerte des Umwelt-
    bundesamtes und der Obersten Landes-
    gesundheitsbehörden leitet aus der
    Bewertung aktueller Interventionsstudien
    gesundheitlich-hygienisch begründete
    Leitwerte für Kohlendioxid in der Raumluft
    ab. Danach gelten Konzentrationen unter
    1000 ppm Kohlendioxid in der Raumluft
    als unbedenklich, Konzentrationen zwi-
    schen 1000 und 2000 ppm als auffällig und
    Konzentrationen über 2000 ppm als in-
    akzeptabel. Damit stellt die Ad-hoc-Ar-
    beitsgruppe nach den TVOC-Werten eine
    weitere übergreifende Hilfe zur Bewertung
    der Luftqualität in Innenräumen zur Ver-
    fügung.

    Jedwede Person, Organisation, Behörde, die letztendlich diese Maskenvorschriften erlässt gehört es um die Ohren geschlagen. Wenn Menschen insbesondere Kinder unter diese Masken gezwungen werden nützt lüften nun einmal gar nichts. Dieser Wert von 2000ppm wird um das 6 1/2 fache überschritten.

  • Joseph Kuhn

    Ob, wo und wie lange Kinder Masken tragen sollen, kann man sicher kontrovers diskutieren. Aber was die Studie von Walach et al. angeht, lohnt es sich, die comments auf der Verlagsseite zu lesen.

      • Joseph Kuhn

        … aus dem comment von Eve Bloomgarden: „Their trial protocol included in supplement 2 outlines that they would also collect blood oxygenation, heart rate and breathing frequency. Yet none of this data was included in this letter.“

      • Caroline Keeling

        Hier eine deutsche Übersetzung eines Auszugs aus dem Kommentar von Eve Bloomgardenzu dem Paper von Waalach et al.:

        Unsere Kinder verdienen eine bessere Wissenschaft

        Eve Bloomgarden, MD | Northwestern University Chicago IL; Mitbegründerin und COO von IMPACT (www.impact4hc.com)
        Autoren:
        Eve Bloomgarden,MD (Northwestern University, Mitbegründerin IMPACT4hc), Elisabeth Marnik PhD (Husson University, Autorin von Science Whiz Liz),
        Alison Bernstein PhD (Michigan State University, Mitbegründerin SciMoms und MommyPhD), Rebecca J. Heick, PhD (Augustana College, Autorin von Your Friendly Neighborhood Epidemiologist)

        JAMA ist ein hoch angesehenes Peer-Review-Journal. Dieser Forschungsbrief hat umfangreiche Fehler und Folgewirkungen, die zu sehr realen Schäden für Kinder führen könnten. Es ist enttäuschend zu sehen, dass dieser Forschungsbrief in dieser Zeitschrift veröffentlicht wurde.

        Erstens wird er von Personen verfasst, die bekanntermaßen voreingenommen gegen Masken und andere nicht-pharmazeutische Interventionen gegen COVID sowie gegen Impfungen sind. Der Hauptautor ist ein Psychologe, der keine Ausbildung in diesem Forschungsbereich hat.

        Zweitens gibt es umfangreiche methodische Probleme. Sie verwendeten einen G100 CO2-Inkubator-Analysator, der für die Messung des CO2-Gehalts in Inkubatoren bestimmt ist. Es gibt keine Daten, die die Verwendung des G100 als gültiges und genaues Instrument für die Art der Messung, die in dieser Studie verwendet wurde, unterstützen. Sie gingen auch nicht auf die Menge an Totraum innerhalb der Maske ein, die ihre Messungen weiter inkonsistent oder unzuverlässig machen könnte. Es ist auch unklar, wie sie mit den beschriebenen Methoden zuverlässig zwischen eingeatmeter und ausgeatmeter Luft unterscheiden konnten.

        Drittens sind die präsentierten Ergebnisse unvollständig und schwer zu interpretieren, wie viele Kommentatoren bereits angemerkt haben. Ihr Studienprotokoll, das in Beilage 2 enthalten ist, beschreibt, dass sie auch die Sauerstoffsättigung des Blutes, die Herzfrequenz und die Atemfrequenz erfassen würden. Doch keine dieser Daten war in diesem Brief enthalten. Ihre Ergebnisse zeigen auch fast die gleichen CO2-Werte für chirurgische Masken und Beatmungsmasken FFP2. Wenn ihre Ergebnisse korrekt wären, würde man angesichts der unterschiedlichen Filterfähigkeiten einen Unterschied erwarten. Es ist auch unklar, warum ihre Messung des CO2 in der Basislinie der eingeatmeten Luft anders ist als in der Umgebungsluft.

        Viertens: Es gab auch keine Diskussion darüber, ob diese Ergebnisse klinisch sinnvoll sind. Sie verwenden fehlerhafte Messungen, die mit einem Gerät gewonnen wurden, das nicht für diesen Zweck entwickelt wurde, und behaupten, dass dies einen Schaden demonstriert. Es wurden keine tatsächlichen Gesundheitsmetriken wie pO2 oder pCO2 angegeben und es gab keine Diskussion über die tatsächlichen Daten, die zur Bestätigung der klinischen Bedeutung erforderlich sind. Diese wären zuverlässigere Indikatoren für mögliche schädliche Auswirkungen auf Kinder.

        Insgesamt werden in dieser Arbeit unangemessen erhobene Daten falsch interpretiert, was zu falschen, verzerrten und gefährlichen Schlussfolgerungen führt.
        ….

  • Monika Kindler

    Ein Vater hat mich neulich darauf hingewiesen, dass die Masken NICHT gegen Viren filtern, sondern nur gegen „Staub, Rauch und giftige, krebserregende und radioaktive Partikel“. Das steht tatsächlich auf der Packung von FFP2-Masken: „Partikel-filternde Halbmaske“. Kein Wort von Viren!
    Da fühlt man sich etwas ‚vergackeiert‘.

    • Joseph Kuhn

      @ Monika Kindler:

      Die Maske filtert Tröpfchen und Aeorosole, das sind die „Partikel“, in denen die Viren durch die Luft reisen.

  • Michael Kurz

    Wenn man höhere CO2 Konzentrationen einatmet aber die gleiche Konzentration ausatmet, dann verbleibt mehr im Körper. (Bei gleicher Tätigkeit und gleicher Atemfrequenz)

    Oder anders formuliert: Die CO2 Entsorgungsfunktion pro Atemvolumen ist reduziert.

    Wie kann das ein Zeichen einer korrekten Gegenregulation sein?

    Dann muss die PH Wert Regulierung über andere Mechanismen (Puffer?) erfolgen, weil die Atmung das nach den Messungen nicht leisten kann. Oder die Atemfrequenz müsste sich erhöht haben um die Gleiche Menge CO2 pro Zeit abatmen zu können.

    • Herbert Renz-Polster

      @Michael Kurz
      Die Regulation der CO2-Ausscheidung erfolgt über das Atemminutenvolumen, also: Erhöhung von Atemzugvolumen („Atemtiefe“) und Atemfrequenz.

  • Katharina Öhrlein

    Sehr geehrter Herr Dr. Renz-Polster,
    hilfreich wäre es, wenn Sie die Argumente gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen, die Prof. Bhakdi in seinem zweiten Buch „Corona unmasked“ erläutert, widerlegen würden. Dann könnte ich verstehen, weshalb sich dieser Professor so irrt und dafür sogar bereit ist sämtliche Ehrentitel und Positionen zu opfern und diffamiert zu werden. Sie hätten die notwendige fachliche Kompetenz!
    Herzlichen Dank,
    Katharina Öhrlein

  • Johanna Moritz

    Mich würde sehr Ihre Meinung zu dem Film interessieren, den ich hier teile und der sich sehr kritisch mit dem auseinandersetzt, was Kindern in dieser Pandemie zugemutet wird. Er geht der Frage nach, ob der Nutzen der Maßnahmen, dem Risiko für und dem Schaden an einer ganzen Generation in vertretbarem Verhältnis steht. Es kommen viele Ärzte und Experten zu Wort. Welchem „Lager“ diese zuzuordnen sind, weiß ich nicht. Ich glaube jedoch es ist allerhöchste Zeit unseren Fokus sachlich auf die Inhalte zu richten, statt Inhalte danach zu bewerten wer diese ausspricht und ob er anderer Stelle vielleicht irrt.
    Es würde mich wirklich freuen, hierzu von Ihnen zu lesen, da ich Ihre sachliche und abwägende Haltung und Expertise sehr schätze und es für einen wichtigen Beitrag halte für Ihre Leserschaft, denen ja bedürfnisorientiertes Leben mit Kindern so wichtig ist. Ich frage mich schon von Anfang an, welchen Stellenwert denn nun in dieser neuen Normalität die Bedürfnisse unserer Kinder haben (werden) und ob wir letztlich nicht die schwächste Gruppe unserer Gesellschaft – die Kinder- „opfern“ um eine andere zu schützen.
    Wie viel höher sind denn aktuell Suizide, psychische schwerwiegende Einschränkungen bei Kindern und Jugendlichen? Werden diese Zahlen gegenüber gestellt, zu der These dass evtl 1-2% der erkrankten Kinder möglicherweise Longcovid Verläufe haben?
    Mit fehlen auch immer wieder Zahlen und Statistiken, die diese Relationen herstellen und komme zu dem Schluss, dass doch sehr einseitig und nicht vollständig berichtet wird. Denn welchen Schaden beispielsweise mein 8jahriges Kind nimmt, weil es täglich bis zu 8(!!!) Stunden Maske tragen muss, wird nirgends erläutert, noch durch Studien erforscht. Hingegen wird mir tagtäglich in den Medien und durch „Experten“ beigebracht, dass nun auch Kinder immer gefährdeter sind durch covid und neue Varianten. Alles scheint ausschließlich um die Gefahr dieses einen Virus zu handeln, während andere (durch die Maßnahmen verursachten) Gefährdungen bagatellisiert, tabuisiert oder tot geschwiegen werden. Unfassbar, dass wir nun seit Wochen endlich testen können, Masken und Abstand aber weiter zugemutet werden. Wie können ernsthaft Eltern, Ärzte und Lehrer diesen Zustand als zumutbar für Kinder definieren und ihnen dies als solidarische Pflicht aufoktroyieren? Ohne dabei den Schaden und die Folgen ansehen und evaluieren zu wollen?

    http://corona-kinder-film.de/

    • Herbert Renz-Polster

      Danke, für mich wäre ein guter Dokumentarfilm einer, in dem Kontroversen ausgeleuchtet werden. Dies ist hier nicht der Fall. Auch halte ich es nicht für sinnvoll zu einem so komplexen Thema auf Interviewpartner mit dezidierter Fundamentalmeinungen zu setzen. Welche Antwort werde ich bekommen, wenn ich einen Impfgegner frage, ob Impfungen vielleicht eine gute Sache gegen SARS-CoV-2 sind? Das ist wie bei einem Zigarettenautomat, ich werfe meine Münze ein und bekomme Zigaretten, was denn sonst?
      Auch stört mich diese extreme, dürstere Sicht auf die Kinder. Hier entsteht eine traumatisierte Generation, die ihre Traumata dann an die nächste Generation weitergibt? Das glaube ich nicht. Wenn ich dem Film folge, sind unsere Kinder rettungslos verloren, an Leib und Seele unheilbar vergiftet. Auch das glaube ich nicht, ich glaube, dass die allermeisten Kinder besser mit der Pandemie klar kommen als von diesen Experten angenommen. Glücklicherweise. Wir sollten mit solchen Angstgemälden vorsichtig sein.
      Noch einmal: Warum in diesem Film kein einziger Experte zu Wort kommt, der oder die etwas anderes vorzubringen hat als Fundamentalkritik gegen a) Masken, b) die Pandemiemaßnahmen c) Impfungen – das verstehe ich nicht. Ich wünsche mir, dass Eltern andere Informationsquellen finden.

      • Johanna Moritz

        Ja dem kann ich gut folgen und sehe dass hier die Kontroverse fehlt. Allerdings ist dies genau das, was auf der anderen Seite (also unter den Befürwortern der harten Maßnahmen bei Kindern) in meiner Wahrnehmung auch passiert und Eltern sehr einseitig informiert werden, so wird uns zB seit einem Jahr beteuert, es gäbe KEINERLEI Bedenken hinsichtlich der Masken für 8 Stunden am Tag. Ohne, dass Studien dies evident belegen können. Es ist schon erstaunlich, warum diese nicht einfach durchgeführt werden. 8 Stunden Maske ist wohl kein Vergleich zu 3 Minuten und es müsste doch ein leichtes sein, diese Tests durchzuführen, nicht erst nach einem Jahr.
        Kontroverse, Kritik, Hinterfragen von Masken und Abstand an Schulen ist aber offenbar in vielen Medizinerkreisen und bei Politikern unerwünscht.
        So bilden sich immer weiter zwei Lager, die sich gegenseitig als extremistisch, blind oder gar menschenverachtend wahrnehmen. Ich glaube fest daran, dass das Mehr der Experten für das Gute einstehen wollen, aber den Sachverhalt unterschiedlich bewerten.

        Bis zum Beginn der Pandemie dachte ich, dass Meinungspluralismus der Weg ist, zu der bestmöglichen Lösung zu kommen. Schade, dass wir uns davon leider verabschiedet haben und jeder nur nach dem sucht, was die eigene Meinung bestärkt.

      • H. Schmitt

        Zu dem Dokumentarfilm kann ich leider nichts sagen, da ich ihn nicht kenne.

        Doch was denken Sie, Herr Renz-Polster über die Ansichten von Gerald Hüther, wie sich die Maßnahmen auf die Kinder auswirken? Ich habe hier schon das Gefühl, dass er ganz gut und nachvollziehbar beschreibt, welche Verknüpfungen im Gehirn durch die Maßnahmen entstehen oder eben nicht entstehen können.

        Meine Befürchtung ist die, dass auch die Kriegsgeneration und Nachkriegsgeneration vermeintlich gut mit den Umständen zurecht gekommen sind, doch mit den Auswirkungen der seelischen Traumata leben wir noch heute und Generation von Generation werden diese weitergegeben. Auch die Pandemie wird meiner Meinung nach gravierender Spuren hinterlassen.

        Je größer die Angst in der Gesellschaft, umso größer die Einschränkung des logischen Denkens, so erscheint es mir leider häufig. Denn wie erklärt man sich sonst die vielen Menschen, die allein unterwegs sind oder im Auto sitzen und Maske tragen, während weit und breit kein Mensch ist, der sie oder den sie anstecken könnte. Ich denke, ein pauschales Urteilen ist hier schwierig, denn keiner weiß, wie groß die Angst in manchen Familien ist oder war und wie sich dies auf die Entwciklung der Kinder ausgewirkt hat oder noch auswirken wird.

  • H. Schmitt

    Ich glaube, so kommen wir nicht weiter. Tatsächlich wäre es nun meiner Meinung nach an der Zeit, dass sich sämtliche Experten und auch Privatpersonen, die die Notwendigkeit einer Studie sehen, sich direkt an die Institutionen und/oder politischen Vertreter wenden, anstatt darauf zu warten, dass eine gute Studie vom Himmel fällt.

    Nur so könnte erreicht werden, dass auch auf dieser Seite erkannt wird, warum dieser Bedarf besteht. Das ist tatsächlich in einer Demokratie so, dass unsere Abgeordneten unsere Vertreter sind und wenn sie die Sorgen in der Bevölkerung und persönliche Erfahrungen hier noch mehr wahrnehmen, kann etwas in Bewegung gesetzt werden.

    Hier, mit Verlaub, drehen wir uns nur im Kreis und schützen die Kinder nicht.

    Wir müssen für unsere Kinder einstehen und fordern, dass Studien in Auftrag gegeben werden. Renommierte Experten haben hier in der Natur der Sache zumeist ein stärkeres Gewicht. Für die Kinder wünsche ich mir ein beherztes und direktes Einfordern bei den Verantwortlichen.

  • Joseph Kuhn

    JAMA Pediatrics prüft noch einmal:

    “July 6, 2021
    Editor’s Response
    Dimitri Christakis, MD, MPH | Editor, JAMA Pediatrics
    We are reviewing and evaluating the many comments and concerns about this study and are asking the authors to respond and provide additional information.”

    • Johanna

      Die Frage für mich ist: Gibt es eine Studie, die belegt, dass über 6-8 Stunden Masken zu tragen für Kinder komplett ungefährlich ist.
      Aus der Reihe der Befürworter scheint es da wenig bis kein Interesse zu geben.
      Ich finde das skandalös, weil wir hier nicht von Wochen sprechen sondern evtl Jahren, und nicht von ein paar Minuten sondern über Stunden hinweg. Kinder tragen, wenn es so weiter geht mehr Stunden am Tag Makse, als keine. Hierfür hätte ich dann schon gerne entsprechende Belege, dass das ganze ungefährlich ist.

  • ama

    In diesem Artikel von „“Wochenblick“, einer rechtslastigen österreichischen Zeitung, ist ein Video, in dem einer der Beteiligten, Traindl, ein angeblicher Experte, vorführt, wie so eine Messung abgelaufen ist:

    https://www.wochenblick.at/sachverstaendiger-beweist-live-co2-werte-unter-masken-gesundheitsschaedlich/

    Erst in den Supplements gibt es eine Bezeichnung des Geräts, aber keine genaue. Was Traindl in dem Video bei der Zeitung vorführt, ist nicht das, was ich gefunden habe. Es scheint mit der Typenbezeichnung mehrere verschiedene Geräte zu geben. Ich habe 2 gefunden, aber seins ist noch anders.

    In dem Video sieht man den Schlauch. Der hat ein ERHEBLICHES Volumen! Das spielt eine wesentliche Rolle, weil dieses Volumen erst einmal gefüllt werden muß. Wieviel Kubikzentimeter sind da drin, und wieviel in dem Hohlraum unter der Maske?

    Der absolute Höhepunkt des Totalversagens: Das Gerät braucht rund 20 Sekunden für EINEN Meßwert. In der Zeit hat der Mensch aber schon mehrere Male ein- und ausgeatmet. Das Gerät müßte wegen der Geschwindigkeit des Ein- und Ausatments mindestens alle 1/10 Sekunde einen Meßwert samplen. Tut es aber nicht. Es ist um den Zeitfaktor 200 daneben, was die Betrüger sich da leisten.

    So, wie die Pumpe sich anhört, saugt das Meßgerät eine erhebliche Menge Luft aus der Maske. Damit wird das Ergebnis sowieso stark verfälscht.

    Will Walach oder der „Experte“ etwa ernsthaft behaupten, daß ein so lahmes Gerät die Gaswerte auch nur zu einem einzigen Zeitpunkt richtig messen kann, wenn jemand mit der Maske atmet?

    Wir suchen noch Funktionskurven für das Atmen. Damit kann man die Vorgänge und die Änderungen im Gasgemisch besser erklären.

    Was Walach und Co. sich da leisten, ist so ungeheuerlich, so dreist, so niederträchtig, daß man nur staunen kann. Man sollte dem Traindl die Bezeichnung aberkennen und Walach sämtliche Titel. Menschen, vor allem Kinder, mit so einem Betrug in Lebensgefahr zu bringen ist ein Fall für die Justiz.

    Wenn Walach so gottserbärmlich dumm ist, daß er die Fehler nicht sieht, darf man getrost ALLE seine Veröffentlichungen in den Müll werfen. Das hat weitreichende Folgen, weil Walach intensivst Reklame für Homöopathie gemacht hat. Seine Auftraggeber, die ihn mit Stiftungsprofessuren entlohnten, haben jetzt ein riesiges Problem: ihr Hauptreklamemacher mit akademischem Titel ist ein so granatenmäßiger Totalversager, daß sein Fall sie mit runterreißt. In dem Zusammenhang sollte man ALLE seiner Veröffentlichungen und „Studien“ a) unter die Lupe nehmen und b) in den Reißwolf werfen. Harald Walach ist erledigt.

    • ama

      Nach der Universität in Poznan, die die Zusammenarbeit mit ihm auf der Stelle beendet hat, hat die Universität Witten/Herdecke seine Gast-Professur in Witten/Herdecke bis zur Klärung der Angelegenheit eingefroren
      .
      In dem Zusammenhang ist es merkwürdig, daß Harald Walach angegeben hat, in Poznan eine Professur zu haben (im Gegensatz zur Gast-Professur in Witten/Herdecke, die er als Gast-Professur bezeichnet). Allem Anschein nach hatte er auch in Poznan nur eine Gast-Professur. Damit ist seine akademische Tätigkeit wohl nur teilzeitlich (laut Angabe zu einem seiner Artikel) und kurz gewesen. Man darf auf weitere Enthüllungen gespannt sein.
      (Bitte vorigen Beitrag freischalten, danke.)

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