Kommentar14. April 2016

Kinder und Sonne

Kleine Kinder sind ja nicht mehr so oft draußen. Aber wenn sie mal draußen sind, dann tragen sie eine ziemlich auffällige Spezialausrüstung: Schirmmützen mit Ohrenklappen und Nackenschutz sind Standard, das langärmelige T-Shirt sowieso, und was vom Gesicht noch rausschaut, ist weiß bemalt: Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor fünfhundert. Mindestens. Wie kleine Feuerwehrmänner. Oder kleine Imker. Die Kinder schützen sich aber nicht vor Bienen, und auch nicht vor Flammen – sondern vor der Sonne. Denn die ist gefährlich: Mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko für Hautkrebs!

Nun will ich nicht den Hautkrebs kleinreden. Und dennoch würde ich die Kleinen gerne von ihren Schutzanzügen befreien. Vielleicht macht das den Weg nach draußen dann auch ein bisschen leichter? Denn: Kinder und Sonne – das gehört eigentlich zusammen. Kein Kinderbild ohne Sonne! ALLE Kinder sehen die Sonne als etwas Freundliches, Vitales, Heiteres! Für mich jedenfalls ist klar: Dass Millionen von Kindern das einschlägige Süßgetränk von Capri schlürfen, liegt nur daran, dass es einen unwiderstehlichen Namen hat: Capri-Sonne!

Also, was ist schlecht an der Sonne? Ihre Strahlung eben. Aber genau das stimmt eben NICHT. Die Sonne ist eigentlich ein Gesundheitsspender (ich habe das ausführlich in meinem Buch „Wie Kinder heute wachsen – Natur als Entwicklungsraum“ beschrieben): Wissenschaftler, die deren Wirkungen auf uns Menschen erforschen, kommen regelrecht ins Schwärmen. Sonnenlicht sorgt nämlich nicht nur dafür, dass Vitamin D in unserer Haut gebildet wird – und gerade Kinder brauchen dieses Vitamin für den Aufbau starker Knochen. Sonnenlicht bringt zudem alle möglichen Botenstoffe im Körper auf Trab. Und die wiederum stärken das Immunsystem – so lässt sich etwa zeigen, dass Atemwegsinfektionen im Winter bei Menschen mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln deutlich häufiger vorkommen. Aber das Sonnenvitamin kann noch mehr: es wirkt auch im Gehirn und sorgt dort regelrecht für Stimmung. So lässt sich nachweisen, dass durch das Licht draußen der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet wird – ein für Glücks- und Belohnungsgefühle zuständiger Botenstoff! Kein Wunder, dass der sonnenarme Winter für viele Menschen auch ein Stimmungstief mit sich bringt: ohne den Schwung der Sonne neigt das Gehirn zur Klebrigkeit. Neuerdings wird sogar die Vitamin D-Versorgung der Mutter in der Schwangerschaft mit einer besseren geistigen Entwicklung des Kindes in Zusammenhang gebracht.

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Nun ist vor wenigen Wochen eine Studie erschienen, die Eltern gerade deshalb interessieren sollte, weil sie ihre Kinder ja vor Risiken schützen wollen. Sie legt eines nahe: wir sollten uns das mit den Schutzanzügen vielleicht doch noch mal überlegen. Denn, was diese Studie aussagt, ist das: Zu wenig Sonne ist für die Gesundheit ebenso riskant wie ausgerechnet das, was besorgte Eltern vielleicht noch mehr fürchten als die Sonne: das Zigarettenrauchen. Tatsächlich hatten in dieser Studie Nichtraucher, die die Sonne meiden, die gleiche Lebenserwartung wie Raucher, die häufig an der Sonne sind. Und insgesamt hatten die der Sonne Ausgesetzten nicht nur eine längere Lebenserwartung, sondern erkrankten auch seltener an Herz-/Kreislauferkrankungen und Immunkrankheiten.

Nun kann man solche Beobachtungsstudien sicherlich nicht überbewerten, aber die hier relativ sauber erhobenen Befunde passen gut zum Stand der Wissenschaft, die den Sonnenstrahlen eben BEIDES zuweist: ein Schutz- und ein Risikopotential. Und ersteres, das ist der Punkt dieser Studie, wird notorisch unterschätzt.

Dabei ist es doch gar nicht so schwer die Balance zu halten:

Kinder brauchen Auslauf, viel und regelmäßig. Von ganz klein auf. Es gibt keine effektivere (und gemeinere) Art, um schon aus Säuglingen unzufriedene, quengelnde Wesen zu machen, als sie den ganzen Tag drinnen zu halten. Für die Größeren gilt das Gleiche.

Also raus, an die Strahlen, und statt Schutzpanzer bitte mit einer Portion Vernunft.

Ziel ist nicht die Vermeidung der Sonne, sondern die Vermeidung des SonnenBRANDES.

Der lässt sich nicht nur durch Sonnencreme, sondern auch durch Gewöhnung verhindern: Sind Kinder das ganze Jahr über viel im Freien, gewöhnt sich ihre Haut schonend an das Sonnenlicht: sie wird robuster und dunkler.

Bei den meisten Kindern, zumal in den Übergangsjahreszeiten, kann man auf diesen „Hautschutz durch Gewöhnung“ vertrauen (die extremen „Kelten“ unter uns bilden da eine Ausnahme, die Eltern wissen das oder kriegen das schnell raus).

Wenn die Sonne dann richtig sticht, also in der prallen Mittagshitze, sind die Kinder im Schatten oder drinnen besser aufgehoben.

Eincremen: diesen Schutz brauchen Kinder vor allem im Gebirge, am Strand, oder wenn sie sonstwie lange baden gehen. Oder wenn die erste Märzsonne vom Himmel brezelt. Aber an normalen Tagen, muss nicht gleich die Supercreme ausgepackt werden (schon ein Lichtschutzfaktor von acht reduziert die Vitamin-D-Bildung um 97 Prozent).

Und noch einmal: der beste Sonnenschutz ist die Sonne selbst – wer bei Wind und Wetter draußen sein darf und dann auch noch ein paar Regeln der Vernunft beachtet, braucht sich vor den Risiken der Sonne nicht zu fürchten. Er darf sie richtig genießen. Ohne Angst.

Dieser Beitrag beruht auf dem Buch des Kinderarztes und Wissenschaftlers Dr. Herbert Renz-Polster: „Wie Kinder heute wachsen. Natur als Entwicklungsraum - ein neuer Blick auf das kindliche Lernen, Denken und Fühlen" (zusammen mit Prof. Gerald Hüther). Es beschreibt, wie und warum die Natur die Kinder in ihrer Entwicklung fördert und unterstützt.
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27 Kommentare

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  • W. Bönisch

    Danke für die klare und ausgewogene Darstellung, die übrigens auch Erzieher zur Kenntnis nehmen sollten.

    • Ivi

      Leider haben Erzieherin die Aufgabe dem Kindeswohl nachzukommen (ist gesetzlich verankert) und daher wird uns in jedem Erste-Hilfe-Kurs geprädigt die Kinder zu schützen wo wir die „Gefahren“ (in diesem Falle die Verbrennung der Haut) absehen können denn wenn wir es nicht tun würden, hätten die Eltern das Recht uns anzuprangern, dass wir unsere Aufsichtspflicht und dem Kindeswohl nicht nachgekommen sind und sie hätten Recht! So sieht es leider aus.

      • Sandra

        Man kann das Thema aber auf einem Elternabend gemeinsam besprechen 🙂

        • A.Ferri

          Bei unserer Einrichtungen ist dies geregelt.. Die Eltern sind verpflichtet im Sommer das Kind mit Sonnencreme einzucremenvorab Zuhause. Alles geregelt. Da haben die Eltern nicht mitzureden. Wir könnten es nur mit dem Träger ansprechen. Das diese Chemiebomben Sonnencreme den Kindern schadet, wird nicht weiter verfolgt. Hautärzte wissen darum. Krippenkinder aber auch Kindergartenkinder soll man garnicht eincremen. Die Chemie dringt durch die Haut, und richtet längerfristig Schäden an.

    • Franziska

      Ich würde sehr gerne die Quellenangabe zu der Aussage bekommen, dass schon ein LSF 8 die Vitamin D Bildung um 97% reduziert. Lieben Dank!

  • Jessica

    An und für sich steh ich hinter dem Artikel. Aber was ist mit Mittelohrentzündungen durch den Wind? davor soll die Mütze auch schützen. Außerdem hab ich den Eindruck, dass die Strahlung im Vergleich zu früher zugenommen hat (Ozonloch).
    Mein Sohn hat nur sehr wenig, hellblondes Haar und bekommt sobald die Sonne etwas stärker scheint einen Sonnenbrand unter den Augen TROTZ Creme. Da mag ich ihn ohne Schutz echt ungern rausgehen lassen.

    • Prema

      Sonnenhüte verdecken in der Regel nicht die Ohren. Abgesehen davon spricht ja nix gegen einen Sonnenhut.
      Das Ozonloch wird inzwischen wieder kleiner, nicht größer.

      • Nadine Körner

        Es gibt gute Hüte, die natürlich die Ohren verdecken!

    • Hallo

      Genau!
      Habe selbst ein rothaariges hellhäutiges Kind. Nach 20-30 Min. in der Sonne bekommt er Sonnenbrand. Finde es ganz fahrlässig hier wieder alle über einen Kamm zu scheren und zu sagen auf Sonnenschutz muss verzichtet werden.
      Typisch, dass sich Menschen mit dunklerem Hauttyp da nicht reinversetzen können und sowas vorschlagen, weil das jfnseits ihres Erfahrungshorizontes liegt, dass man zB auch im Scgatten noch Sonnenbrand bekommt und wirklich nach 20 Min. aus der Sonne muss. Hellhäutige Kinder ungeschützt der Sonne für längere Zeit auszusetzen ist Körperverletzung. Nicht alle Menschen sind gleich und das darf bitte nicht vergessen werden.

      • Herbert Renz-Polster

        Ich darf mich zur Antwort selbst zitieren:

        „Ziel ist nicht die Vermeidung der Sonne, sondern die Vermeidung des SonnenBRANDES.“

        „Bei den meisten Kindern, zumal in den Übergangsjahreszeiten, kann man auf diesen „Hautschutz durch Gewöhnung“ vertrauen (die extremen „Kelten“ unter uns bilden da eine Ausnahme, die Eltern wissen das oder kriegen das schnell raus).“

        Ehrlich gesagt, ich verstehe nicht, warum Sie sich angegriffen fühlen.

        Lg, HRP

    • Regina

      Seh ich ähnlich.
      Viele erwachsene tragen auch Mützen. Weniger wegen Mittelohrentzündung aber einfach um keinen Sonnenstich zu kriegen.
      Ich sag ja nichts wenn man mal kurz draußen ist. Aber wenn ich den ganzen nachmittag in der sonne verbringe mit meinem Sohn dann gibts Mütze und wird sonnencreme benutzt

    • Mammut

      Mittelohrentzündung entsteht nicht durch Wind…sie entsteht durch Bakterien, die sich im feuchten und warmen Umfeld leicht veremehren…also zum Beispiel hinter schwitzend heißen verdeckten Ohren, die nicht gut durchlüften können. LG

    • Marie

      Mittelohrentzündungen werden durch Bakterien verursacht. NICHT durch Wind.

  • Da Hatze

    Kinder und Natur gehören untrennbar zusammen. Und an alle Erzieherinnen unter euch – das sollte teil eures Profil sein, den Eltern durch ein gutes unkompliziertes Vorbild die überzogene Angst vor den Gefahren zu nehmen.

  • Christin

    Aber gilt das auch für Babys? Hier hört man doch immer, dass nicht ein einziger Sonnenstrahl die zarte Babyhaut treffen darf…

    • Antonia

      Auch bei Babys gilt in meinen Augen das Gleiche. Sonne ist toll, nur eine Überdosis muss vermieden werden. Ich habe meinen Sohn (blond, helle Haut) von Geburt an wie im Artikel gefordert draußen spielen lassen. Er hatte nie auch nur den Hauch eines Sonnenbrandes, sondern schon im späten Frühjahr Farbe im Gesicht und auf den Armen.

  • Malwina Balicki

    Lieber Herr Renz-Pilster,
    Vielen Dank für diesen wichtigen Artikel. Nachdem ich ihn vor einiger Zeit auf meiner FB-Seite geteilt habe, habe ich sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Ich leite Eltern-Kind-Spelgruppen, und eine meiner Mutter hat mir zurückgemeldet, dass sie, nachdem sie den Artikel gelesen hatte, aufgehört hat ihren Neueodermitiskranken Sohn mit Sonnencreme einzureiben. Ihr Kinderarzt hatte eine schlimme Sonnenallergie und Lebensmittelunverträglichkeiten diagnostiziert. Doch nachdem sie die Sonnencreme weg gelassen hat und das Kind öfter „ungeschützt“ in die Sonne durfte, verschwand seine Hautkrankheit vollständig.
    Viele Grüße aus Erkrath

  • Trientje

    Toll ! Danke dafür ! Endlich kann ich einen Artikel zeigen wenn ich wieder als Rabenmutter bezeichnet werde weil mein Kind ohne Mütze und Sonnencreme draußen rumtollt 😉

  • Dorothea

    Find ich gut, versuchen wir meist so. Schwierig finde ich, dass die Kinder im Kindergarten noch morgens von den Eltern ggf eingecremt werden sollen – d.h. spätestens um neun – um dann bis mittags draußen zu sein und da ggf in der prallen Sonne. Da hänge ich dann immer etwas…

  • Elli

    Keine Haut wird durch draußen sein sonnenrobuster. Die Bräune ist ein minimaler Sonnenschutz, und lange bevor der Sonnenbrand Auftritt, werden bereits UV Schäden gesetzt. Sonnenschutz ist in erster Linie vernünftiger Umgang mit der Sonne, je nach Jahres- und Tageszeit gehört da der textile Sonnenschutz auf jeden Fall dazu. Ihr Artikel ruft leider zum unvernünftigen Umgang mit der Sonne auf, für Kinder u.U. fatal. Ich operiere täglich ältere Menschen mit Hautkrebs, von denen die Mehrzahl als Kind und Jugendlicher ungeschützt viel der Sonne ausgesetzt waren.

  • Johanna

    Stimmt beinahe,Elli. Sonnenrobustheit kenne ich so auch nicht.Aber Gewöhnung.
    Wenn kein Sonnenbrand auftritt,keine Quaddeln,kein garnichts,gibt es auch keinen Schaden.Ich habe meine Kinder immer mit KLeidung geschützt und Sonnencreme ,wenn Mittagshitze im Fahrradsitz,Schwimmbad u.dgl. drohte. Aber vor allem: Mit langsamen Sonnenkontakt. Die Kinder waren immer viel draussen und wenn die Jacken ausgezogen wurden und die Ärmel hochgekrempelt,so eben in den ersten Tagen nicht gleich stundenlang,sondern vernünftig und angemessen.
    Dafür hatten sie wirklich viel freies Spiel draussen und das halte ich für extrem wichtig.
    Herzlich,Jo

  • Elisabeth

    Herr Renz-Pilster,

    Ich stimme Eli absolut zu, auch ist meine Mutter Hautärztin. Ihr Artikel verharmlost den Umgang mit der Sonne in einer unverhältnismäßiger Weise und kann nur von schlecht informierten Menschen wirklich ernst genommen werden.

    Die Sonnenstrahlung, die die Kinder brauchen, können sie auch an den Nachmittagen in der Nachmittagssonne bekommen – da habe ich auch noch nie Sonnenschutz-ausgerüstete Kinder gesehen. Die sog. „gesunde“ Bräune, die Sie erwähnen, ist aber die Schutzreaktion einer gestressten Haut und sollte bereits vermieden werden.
    Schon an einem bewölkten Tag kommt 90% der UV Strahlung an: Sogar dann ist ein Sonnenbrand möglich! Die Hautschäden aber finden lange vorher statt, der Brand selbst ist „nur“ der Abschluss.
    Ein Kind von fünf Jahren kann also ohne Sonnenkreme bereits nach fünf Minuten einen schlimmen Sonnenbrand haben, so schnell können die meisten Erzieher nicht schauen! Zumal der Sonnenbrand sich dann Stunden später noch „entwickelt“.

    Weil aber auch Sonnenkreme nicht gerade gesund ist, gibt es Die Schutzkleidung: Besser für Haut und Umwelt.

    Deshalb finde ich ihren Artikel zwar sehr romantisch formuliert, aber doch an der Realität vorbei und somit auch gefährlich. Die Studie mit den Rauchern impliziert zudem viele Faktoren nicht und ist ungenau, sehen sie sich diese besser an – die Hautkrebszahlen steigen jährlich, die Folgeschäden der Sonnenverletzungen in den jungen Jahren sind besonders fatal. Die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken steigt mit jedem Sonnenbrand. Wer auf Rohmilchprodukte in der Schwangerschaft verzichtet, dann aber sein Kind ungeschützt der Sonne überlässt, weil es ja „dazu“ gehört, setzt sich mit den falschen Wahrscheinlichkeiten auseinander. So wie Sie mit ungeeigneten Statistiken argumentieren.
    MFG Elisabeth

  • Elter

    Dankeschön! Mir tun die armen schwitzenden kinder unter lsf 50 und v.a. Plastemützen u ganzkörperanzügen immer sehr leid, weil sie nur vor sich dehydrieren, blass bleiben und auch generell jedes „wetterphänomen“ als ein anderes übel kommuniziert bekommen..
    langsames gewöhnen im frühling – vllt zusätzlich mit Möhrensaft bei blassen typen, Mittagspause und Sonnenschutz aus creme ODER baumwolle ODER Leinen bei extremer Belastung. dann hat man gesund aussehende kinder, die sogar schadlos davon kommen wenn die sonne doch mal stärker sticht als erwartet..!

  • Familie “DD Newman” Neumann

    Guten Tag Herr Dr. Renz-Polster,

    ich möchte zu Ihrem gut geschriebenen und verständlichen Artikel noch eine Frage aufwerfen.

    Kürzlich wurde mir beim Erste-Hilfe Kurs für Kinder gesagt, dass Kleinkinder und Babys (jetzt mal abgesehen vom Sonnenbrand) draußen zumindest dünne Mützen tragen sollten, da gerade in der Mittagszeit die UV Strahlung zur Schädigung des Gehirns (wegen der Öffnung am Schädel-Fontanelle) führen kann.

    Was sagen Sie zu diesem Punkt?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    MfG Diana

  • Victoria

    Bravo, Bravo, Bravo, Herr Renz-Polster für diesen Artikel!!!
    Und man sollte das Gesagte noch ausdehnen, nicht nur für die Kinder – für die ganz besonders – aber auch für die Erwachsenen. Es ist nachgewiesen, dass fast jeder Mensch in unseren Breiten Vitamin D-Mangel hat, weil wir eben nicht so viel Sonne bekommen, wie wir bräuchten. Und das Bisschen von dem lebensspendenden Licht, das da ist, machen wir uns zum Feind und müssen uns fürchterlich davor schützen. Das ist eine verdrehte Sicht der Dinge. Ja, besinnen wir uns doch wieder auf Natürlichkeit und Vernunft!
    Selbstverständlich ist es wichtig, Neugeborene mit einem leichten Baumwollmützchen zu schützen und es nicht der prallen Sonne auszusetzen. Auch Kleinkinder sollten an sehr heißen Tagen einen leichten Sonnenhut mit einem Rand tragen, das ist aber etwas anderes als eine „Feuerwehr-Ausrüstung“! Denkt nach, Leute, was tut Ihr Euren Kindern an! Sie werden wie Kellerpflanzen, denen das Licht fehlt.

    In diesem Sinne, sonnige Grüße!

    Victoria Trudel
    Heilpraktikerin

  • V.

    Vielen Dank für diesen tollen Kommentar! Ich habe lange zu diesem Thema im Internet recherchiert, doch leider wird sehr einseitig berichtet, die Sonnenstrahlung wird verteufelt und sowohl der Nutzen der Sonnenwirkung als auch die mit der Sonnencreme einhergehenden Risiken (bzw. Schädigungen) werden außer acht gelassen, da wirtschaftliche Interessen offensichtlich über dem Kindeswohl stehen. Ihr Kommentar bestärkt mich darin auch weiterhin mit verstand aber ohne Sonnencreme durch den Sommer zu gehen, vielen skeptischen Blicken zum Trotz. Super!

  • Meike

    Ach, wie schön. Ich habe schon seit der Geburt meiner Tochter darauf gewartet, dass ich für ihr häufiges Ohne-Mütze-Sein kritisiert werde. Hat mich etwas nervös gemacht. Nur: das Kind hatte von Anfang an eine grandiose Haarpracht. Da fand ich es unsinnig, eine Mütze draufzupacken, „weil Babys eine Mütze brauchen“. Die war ja „serienmäßig“ vorhanden.

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