Kommentar4. Juni 2020

Corona-Mythen: Braucht es Plexiglas-Boxen?

Das Corona-Thema scheint derzeit fast wie abgehakt: Alles läuft nach Plan, wir werden bald wieder "normal"! Dabei wird allzu leicht vergessen, dass es nach wie vor darum geht, diesen Plan immer wieder neu zu entwickeln, anzupassen und zu verbessern. Denn darauf müssen wir noch eine ganze Weile setzen: Dass wir möglichst viel über dieses Virus lernen, dass wir die bisherigen Erfahrungen analysieren und dabei auch aus gemachten Fehlern lernen. Wir machen vieles ja tatsächlich zum ersten Mal.

Heute würde ich deshalb gerne auf den „Übertragungs-Mythos“ eingehen, der so manche Blüte getrieben hat und teils zu bizarren Maßnahmen geführt hat. Etwa: Parkbänke abschrauben. Oder gleich die Parks und Freiflächen in den Städten schließen…

Eine Freundin berichtet aus Spanien, sie dürfe jetzt zwar mit ihren Kindern eine Stunde am Tag nach draußen. Dort aber müsse man immer in Bewegung sein. Wer sich einfach hinstellt wird von der Polizei verwarnt: bewege Dich! Wohl weil das Virus sonst leichter landen kann? In manchen Altersheimen dürfen Angehörige ihre Verwandten jetzt nur in Plexiglas-Containern besuchen, darin eine Trennscheibe mit Gegensprechanlage. Das suggeriert, dass dieses Virus regelrecht springen kann. Dass Mundschutz und ein bisschen Abstand eben nicht ausreichen.

Schauen wir uns deshalb an, was die Wissenschaft zur Ansteckungsfrage sagt

Zum Grundwissen über das neue Virus gehört das: Wer sich mit SARS-CoV-2 infiziert, steckt im Durchschnitt ohne Schutzmaßnahmen zwei bis drei weitere Personen an. Ein statistischer Durchschnittswert, mit dem nicht viel gesagt ist, weil SARS-CoV-2 sich anders als die Grippe nicht „demokratisch“ – also unter Mitwirkung aller – ausbreitet, sondern „oligarchisch“: Die meisten Menschen treten nie als Überträger auf, dafür können einzelne super spreader dann auch gerne gleich einmal 100 oder 200 Menschen anstecken.

Aber wie sieht die Verbreitung im echten Leben dann aus?

Eine erste Orientierung ergibt sich aus dem Vergleich mit anderen Viren. SARS-CoV-2 ist im Vergleich zu den beiden Grippeviren Influenza A und B von seinem durchschnittlichen Übertragungspotenzial her etwa doppelt so ansteckend. Im Vergleich zu den Windpocken oder den Masern ist SARS-CoV-2 dagegen ein Leichtgewicht, nämlich vielleicht 4 oder 5 mal weniger ansteckend. Bekannt ist auch, dass Ansteckungen vor allem in den 1-2 Tagen vor Ausbruch der Krankheit sowie in den ersten Krankheitstagen passieren. Und dass schwer Erkrankte stärker anstecken können. Und dass Husten die Ansteckungsgefahr steigert. Und dass Erwachsene womöglich mehr Ansteckungspower haben als Kinder.

Auf die Umstände kommt es an

Bekannt ist zudem, dass die Ansteckungsfähigkeit in der freien Wildbahn von den Umständen abhängt. Drinnen, wo viele Leute eng an eng zusammenkommen, wie etwa in der U-Bahn, können mehr Ansteckungen pro Zeiteinheit passieren als wenn man im Restaurant mit etwas Abstand sitzt. Und draußen findet das Virus deutlich schwerer seinen Weg von Mensch zu Mensch (in einer kürzlich erschienenen Studie war das Risiko einer Ansteckung in Innenräumen 19 mal höher als draußen).

Auch das Verhalten spielt eine Rolle – wo Menschen gleichzeitig tief durchatmen (ob beim Feiern, beim Zumba-Tanzen oder beim Gottesdienst) passieren mehr Ansteckungen. Und das, wie gesagt, besonders in Innenräumen, weil dort eine infizierte Person eine Vielzahl von empfänglichen Menschen sehr effektiv erreichen kann. In Innenräumen wirkt nämlich nicht nur die Übertragung per Tröpfcheninfektion ganz gut, sondern auch die Übertragung durch Aerosole, also über die in der Luft sowieso enthaltenen feinsten Schwebeteilchen, an die sich dann ausgeatmete Viren wunderbar anlagern und durch den Raum segeln können. Dadurch kann ein Infizierter, wenn es blöd läuft, auch einmal 100 oder mehr andere Menschen anstecken. Und weil solche beladenen Aerosole besonders dort entstehen, wo viel geatmet, gekeucht, gerufen, gesungen und geschrien wird, funktioniert die Übertragung eher beim gemeinsamen Tanzen als beim gemeinsamen Yoga, eher beim Chorsingen als beim Meditieren.

Aber zurück zu den Plexiglas-Boxen

Die Einrichtung von solchen Zellen vor den Altersheimen suggeriert, dass das Virus übertragen wird, sobald jemand einem Infizierten auf mehr als 1,5 Meter nahe kommt. Wie die Windpocken.

Schauen wir uns die Wahrscheinlichkeit einmal an. Rückverfolgungen von Ansteckungsfällen zeigen, dass sich an einer infizierten Person im statistischen Durchschnitt etwa zwischen einem und sechs Prozent derer anstecken, die mit ihr ohne besondere Schutzmaßnahmen außerhalb der Wohnung engen Kontakt hatten („enger Kontakt“ bedeutet entweder direkten körperlichen Kontakt oder Kontakt über mehr als 15 Minuten mit weniger als einem Meter Abstand). Also: wer in diesen Tage eine Nachricht bekommt, er oder sie sei eine Kontaktperson eines mit SARS-CoV-2 Infizierten, kann im Durchschnitt in 94 bis 99 Prozent damit rechnen nicht infiziert worden zu sein (bei den Windpocken wäre man als Ungeimpfter dagegen mit großer Wahrscheinlichkeit von einer Infektion betroffen).

Und wie sieht das aus, wenn man mit einer infizierten Person ohne besondere Schutzmaßnahmen in derselben Wohnung lebt? Viele nehmen an, da sei eine Ansteckung wohl garantiert. Die Auswertung der bisherigen Kontaktketten in Haushalten zeigt aber das: In diesem Fall stecken sich etwa 17 Prozent der Kontaktpersonen an – wenn es sich um Erwachsene handelt. Für Kinder schwanken die Angaben zwischen 4 Prozent und 16 Prozent.

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Erwischt es jede(n), der mit einer SARS-CoV-2 positiven Person das Bett teilt?

Und wie ist das bei Ehepaaren, die ja wirklich eng im Haushalt (und möglicherweise im Bett) miteinander verkehren – zumindest bis eine COVID-19 Erkrankung dann diagnostiziert wird? Ich persönlich war mit dieser Frage konfrontiert als mein Zwillingsbruder seine mit SARS-CoV-2 infizierte Ehefrau pflegte (ohne besondere Schutzmaßnahmen). Ist da dann eine Ansteckung garantiert?

Die Literatur sagt dazu folgendes: Wenn ein bisher nicht infizierter Ehepartner ohne besondere Schutzmaßnahmen im Haushalt mit einem infizierten Ehepartner verkehrt bis bei diesem schließlich die Erkrankung diagnostiziert wird, beträgt das Ansteckungsrisiko etwa 28 %. Mein Zwillingsbruder war also keine Ausnahme: trotz tagelanger hingebungsvoller Pflege ist er weder krank geworden noch hat er Antikörper entwickelt.

Auch ansteckend, wenn man Schutzmaßnahmen ergreift?

Natürlich heisst das nicht, dass Schutzmaßnahmen nicht sinnvoll sind. Wer oft genug das kleine Risiko einer Übertragung auf sich nimmt kommt irgendwann mit Sicherheit auf 100% … Und aus den Kliniken oder Altersheimen ist gut bekannt, wie leicht das Virus dort „durchschlüpft“, wo es an Schutzausrüstung fehlt. Und das ist nur mehr als verständlich: ÄrztInnen und PflegerInnen versorgen dort ja den ganzen Tag infektiöse Patienten in nächster Nähe (und das meist auch noch in der Zeit, in der diese am ansteckendsten sind, nämlich 1 bis 2 Tage vor und wenige Tage nach Beginn ihrer Symptome).

Betrachtet man allerdings den normalen Alltag, so scheinen einfache Mittel sehr wirksam zu sein. Schauen wir uns einmal die Ergebnisse der häuslichen Quarantäne in Mehrpersonenhaushalten an (hierbei wird ein Infizierter nicht etwa in eine Plexiglasbox gesteckt, vielmehr achtet er darauf, zu den anderen Haushaltsmitgliedern mindestens 2 Meter Abstand zu halten, keine gemeinsamen Gegenstände zu benutzen, Hände regelmäßig zu waschen und bei Husten Mundschutz zu tragen). Hier liegt die Ansteckungsquote: bei 0 Prozent.

Simple Methoden reichen aus

Ein guter Teil der am Anfang der Pandemie in manchen Ländern hektisch ergriffenen Vorbeugungsmaßmahmen ist damit vor allem eines: Esoterik. Falsch verstandene Konsequenz. Manchmal war es auch ein Einfallstor für Willkür der Verwaltungen. Im Nachhinein stellt sich heraus: Es geht auch einfacher – und oft auch menschlicher. Darf man alte Menschen nur in Plexiglasboxen besuchen? Nein. Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen reicht aus.

Tatsächlich können die wissenschaftlichen Ergebnisse der letzten Wochen als eine große Hoffnung gelesen werden: Man kann sich im Alltag vor diesem Virus effektiv mit recht einfachen Mitteln schützen. Innenräume gut lüften, Aktivitäten nach draußen verlagern. Große Menschenansammlungen in stehender Luft vermeiden. Und natürlich Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen.

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12 Kommentare

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  • Realist

    Guter Artikel, doch leider falsche Schlüsse.
    Denn er hat eins vergessen.
    Es gibt genug Erwachsene, die
    A) im Moment der Begegnung alles vergessen und ihre Angehörigen in den Arm nehmen würden, und
    B) bei zwei Meter Abstand so laut sprechen würden, das überdurchschnittlich viele Aresole freigesetzt werden würden.

    Wenn in Altersheimen angeblich „einfache“ Maßnahmen wie 2 Meter Abstand halten zu den Besuchern und Räume gut Lüften, nicht hausweit gewährleistet werden können, halte ich es für eine großartige Leistung per Plexiglasboxen dafür zu sorgen, das Besuche und Gespräche möglich sind.
    100 x besser als ein Kontaktverbot.

    Und 100 x besser als Dementen alten Menschen und ihren Angehörigen die Verantwortung zu übergeben, 100e von Risikogruppen-Angehörige angemessen zu schutzen…

    • Herbert Renz-Polster

      Ja, aber… also wir waren vor ein paar Tagen bei meiner 93-jährigen Mutter, und es war emotional auch weil meine Tante beerdigt wurde. Und wir waren vielleicht 20 Menschen. Und ja, ich gebe Ihnen recht, es ist schwer unter Freunden Abstand zu halten. Aber meiner Mutter gegenüber haben alle den Abstand intuitiv gewahrt. Vielleicht weil man da doch ein großes Verantwortungsgefühl hat. Ich weiss nicht, wie ich an den Tag zurückdenken würde, wenn meine Mutter jetzt in einer Box unter uns gesessen hätte.
      Aber ja, besser Plexiglas Boxen als Besuchsverbot!!!
      Danke

  • Michael Kurz

    All diese Ansteckungswahrscheinlichkeiten errechnen sich über Mittelung vieler Menschen.

    Meines Erachtens ist es aber unwahrscheinlich,
    dass diese über alle gleich verteilt ist.

    Viel eher scheint mir wahrscheinlich, dass manche Menschen sich fast nie anstecken und andere eher leicht.
    Das finde ich lehrt die Erfahrung, manche werden selten krank, andere nehmen an jeder Erkältung Teil.

    Daraus könnte man Folgern, dass die Risikowerte für den einzelnen nicht viel nutzen, gleiches gilt dann für das kumulierte Risiko.

  • Romed Bucher

    Es wirkt wohltuend zwischendurch mal eine Stimme der Vernunft zu hören.

    Die Hysterie lenkt von den wirklichen Problemen ab: unzulängliche, finaziell ausgeblutete öffentliche Gesundheitssysteme, die unter der geringsten Mehrbelastung zusammenbrechen.

  • Marie

    Ich finde es ganz allgemein Wahnsinn was da abläuft. Und wir lassen tatsächlich alles mit uns machen… Wer Angst hat dem sollte finanziell ermöglicht werden Zuhause zu bleiben. Und der darf sich auch gerne impfen lassen. Wer das nicht möchte, der darf auch nicht gezwungen werden. Hier hat jeder ein Recht auf freie Entscheidung. Mit allen Konsequenzen!

  • Susanne

    Das Nervige ist, dass man nun auch dann aufgefordert wird, sich an die Regeln zu halten, wenn es offensichtlich sinnfrei ist.
    Ich bin heute eine halbe Stunde Regionalzug gefahren mit meiner 4jaehrigen Tochter und meinem 5 Monate alten Baby.
    Der Zugbegleiter hat mich intensiv ermahnt, dass ich gefälligst die Maske aufsetzen soll. Dass das nichts bringt, wenn mir das Baby im Gesicht rumfummelt und die Maske spätestens nach 2 Minuten abgepflueckt und angesabbert hat, war irrelevant.

  • Dshamila

    Durch die Gesichtsmaske wird ein großer Teil der Mimik verdeckt. Für viele Menschen ist es wichtig, das Gesicht zu sehen. Da man bei den Plexiglasboxen keine Maske tragen muss, finde ich es eine sinnvolle Sache.

    • Realist

      Ja, und man kann sich bis auf 5 Millimeter näher kommen. Fast die Hand geben.

      Und in die Sprechanlage flüstern…

    • Herbert Renz-Polster

      Guter Punkt, Danke.

  • Bettina

    Als ich von den Besuchsboxen vor manchen Altersheimen gehört habe, fand ich das ehrlich gesagt klasse. Die Alterantive war nämlich komplettes Besuchsverbot. Und da ist so ein „Kasten“ mit Gegensprechanlage viel besser. Wenn ein großer Garten da ist, und das Wetter passt, könnte man auch Treffen dort organisieren. Aber umarmen sollte man sich dann auch nicht. In der Box kann man die Hände von beiden Seiten an die Scheibe legen, und sich so fast berühren. Und mit Schwerhörigen kann man in der Box laut reden, ohne dass das entstehende mehr an Aerosol zum Gesprächspartner kommt.
    Ja, das Risiko ist sicher deutlich kleiner, als man vermutet. Aber man sollte auch berücksichtigen, was eine Infektion für den, der infiziert wird, bedeuten würde, und für sein Umfeld. Für Altersheimbewohner ist das Risiko, schwer zu erkranken oder gar zu versterben, viel größer als für ihre Kinder. Und ein Infizierter Altersheimbewohner könnte dazu führen, dass sich das Virus im ganzen Heim ausbreitet und viele Opfer fordert. Daher kann ich nachvollziehen, dass ein Infektionsrisiko von wenigen Prozent bei einem Altersheimbewohner entschiedener vermieden werden muss als zum Beispiel bei den Enkeln, die demnächst wieder in die Kita oder Schule gehen dürfen.
    Momentan erlebe ich viele Bereiche so, dass man ein wenig lockert und beobachtet, was geschieht. Die anfangs groben Maßnahmen werden immer feiner justiert. Vieles ist denkbar, und an verschiedenen Stellen gibt es verschiedene Lösungen. Ein Altersheim arbeitet vielleicht mit Besuchsregelungen, dass nur jeweils eine Person zu einem festgelegten Termin kommen darf, und richtet Besuchsräume ein, die ausreichend gelüftet werden können. In einem Heim gibt es Eingangskontrollen mit Fiebermessung, in einem anderen Treffen im Garten. Und in einem Heim Treffen in der Box. Vielleicht auch nicht für alle, aber für besonders schwer vorerkrankte Bewohner. Oder für die, die den nötigen Abstand zum Beispiel aufgrund einer Demenz nicht einhalten könnten.
    Diese Kästen sind für mich eine gute Sache, und im optimalen Fall ein Baustein einer gesamten Strategie, wie man möglichst viele Besuche mit möglichst großer Sicherheit verknüpfen kann.

  • Marie

    Warum ist es so abwegig die Menschen selbst entscheiden zu lassen, was für Maßnahmen sie ergreifen möchten?
    Ich würde weder Masken noch Boxen wollen, sondern eine Umarmung. So wie das übrigens auch viele Mediziner befürworten und wenn diese jetzt öffentlich noch so verunglimpft werden. Es gibt andere Weltanschauungen. Und diese haben offensichtlich auch noch den objektiveren wissenschaftlichen Blick. Die echten Zahlen geben ihnen doch Recht!
    Ich halte mich aber ebenso an die Wünsche der anderen. Wenn jemand Angst hat, dann respektiere ich das u halte Abstand. Ich finde das ganz einfach. Aber Menschen gegen ihren Willen so zu behandeln, Plastikboxen oder Besuchsverbot. Ausgangssperren, Arbeitsverbot. Zwangsimpfung. Wahnsinn!
    Ich finde es auch äußerst interessant, wie sich alle wieder einig sind. Egal ob Irakkrieg, Elternschule oder Corona. Nur sehr vereinzelt findet man mal eine kritische Stimme in den öffentlichen Medien.

  • Steffi

    Ich arbeite in der Jugendhilfe und hier konkret in einer heilpädagogischen Wohngruppe. Wir hatten im September eine K1 Person unter uns. Wohl gemerkt handelte es sich dabei um einen jungen Menschen von nur 14 Jahren. Diese K1 Person musste laut Vorschriften der Gesundheitsbehörde für die zwei Wochen Quarantäne in ihrem Zimmer bleiben. Sie wurde also vom Rest der Gruppe und somit vor jedem menschlichen Kontakt isoliert. Es musste eine eigene Toilette für diese Person geben, das Essen durfte nur vor die Türe gestellt werden und die leeren Teller vor der Tür wieder abgeholt werden. Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr wir um das psychische Wohl dieser K1 gebangt haben.
    Ja informieren sich denn unsere Behörden nicht über die aktuellsten Erkenntnisse, die es über dieses Virus gibt? Da hätte es doch jetzt mittlerweile eine humanere Lösung geben können. Zumindest nach dem, was ich oben gelesen habe und wie ich es interpretiere. Wahrscheinlich gilt auch in dieser überaus gefährlichen und angespannten Lage, dass sich die Mühlen der Ämter langsam bewegen. Dummerweise geht es da aktuell aber oft nicht nur um die körperliche Gesundheit und Unversehrtheit, sondern auch um die psychische Gesundheit. Ich hoffe inständig, dass es unseren Ärzten, Wissenschaftlern und Politikern gelingt, erfolgreich Hand-in-Hand zu arbeiten, um in dieser Pandemie viele Situationen durch vermehrte wissenschaftliche Erkenntnisse zum Guten zu wenden.

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