Kommentar21. März 2020

Corona  – wie geht die Epidemie weiter?

Heute starben in Italien mehr als 800 Tote durch Sars-CoV-2. Über 60 Prozent davon in der Lombardei. Würden in allen italienischen Regionen so viele Infizierte leben wie in der Lombardei, so wären heute in Italien 5600 Tote durch dieses Virus zu beklagen. An einem Tag. Das Problem: Es ist zu befürchten, dass auch die anderen Regionen in wenigen Wochen so stark betroffen sein werden wie die Lombardei. Wird es dort bei 800 Toten pro Tag bleiben? Gestern waren es "nur" 650.

Nicht schlimmer als die Grippe? Ja, macht euch nur weiter lächerlich. Wohin die Reise geht, das haben zumindest in Italien inzwischen die meisten begriffen, hängt davon ab, wie gut die Maßnahmen greifen, die sich das Land zur Abbremsung der Epidemie verordnet hat.

Maßnahmen, die viele in Deutschland für übertrieben halten – davon war in meinem letzten Beitrag die Rede. Um das Grundsätzliche noch einmal zusammenzufassen:  Wir haben es mit einem Virus mit zwei Gesichtern zu tun:

  • Unter optimalen Bedingungen ist das neue Coronavirus nur mäßig gefährlich – weitaus weniger gefährlich als die verwandten Viren SARS oder MERS vor 18 bzw. 8 Jahren. Das gilt aber eben nur dann, wenn die Menschen, die sich angesteckt haben, eine gute medizinische Versorgung bekommen, weil COVID 19 in etwa 10% zu Komplikationen führen kann, die gerade alte und kranke Menschen besonders belasten.
  • Sind die medizinischen Bedingungen schlecht – etwa weil ein Gesundheitssystem an seine Belastungsgrenze kommt – so steigen die Komplikationsraten, und damit auch die Sterblichkeit, steil an.

Das ist der Grund, weshalb praktisch alle zivilisierten Länder derzeit versuchen, den Verlauf der Erkrankungswelle so auszustrecken, dass  sie zu keinem Zeitpunkt die Belastungsgrenze des Gesundheitswesens überschreitet.

Wenn es gut läuft, werden wir dann in wenigen Jahren auf eine Infektionswelle zurückblicken, die so gelaufen ist:

Das aber nur als Hintergrund. Heute geht es mir um etwas viel Positiveres.

Es gibt nämlich inzwischen eine Simulations-Software, mit der jede(r) selbst nachvollziehen kann, auf was es ankommen wird, um das in dieser schönen Kurve dargestellte Ziel zu erreichen!

Entwickelt hat sie der US-amerikanische Mathematiker Gabriel Goh, der sich brennend für Wahrscheinlichkeitsrechnung interessiert. Er hat bis heute Morgen an einem Simulator programmiert, er nennt ihn „Epidemic Calculator“. Ihn kann jede(r)benutzen, um sich die in einem bestimmten Land zu erwartende COVID-Krankheitswelle bildlich vorzustellen!

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Man muss dazu an dem Simulator nur bestimmte Parameter einstellen. Etwa: welcher Prozentsatz der Bevölkerung sich vielleicht infiziert (Infektionsrate), welcher Prozentsatz der Infizierten dann vielleicht auch krank wird (Erkrankungsrate), welcher Prozentsatz der Erkrankten dann vielleicht ins Krankenhaus muss. Und welcher Prozentsatz vielleicht schliesslich stirbt.

Variable Annahmen

Nun sind manche dieser Parameter ja noch nicht sicher bekannt und deshalb umstritten – das ist ja unser großes Dilemma! Und bei manchen Parametern machen Optimisten andere Annahmen als Pessimisten. Auch ändern sich manche Parameter je nach Land und Situation – die anzunehmende Sterblichkeit etwa ist bei einem funktionierenden Gesundheitssystem eine ganz andere als bei einem zusammengebrochenen – wie gesagt.

Das wirklich Geniale an diesem Tool ist aber das: All das spielt bei diesem Simulator keine Rolle. Denn für jede Eingabe gibt es einen Schieber – und mit diesen Schiebern kann man eine ganze Bandbreite an Annahmen ruckzuck durchspielen. Man kann also einmal den Optimisten spielen und dann sehen, wie sich die Epidemie in Deutschland unter optimistischen Annahmen entwickeln wird. Oder man spielt den Pessimisten und kann staunen, was dann passiert.

Und während man so an den Knöpfen dreht, kann man an der entstehenden Kurve ablesen, wie die Epidemie verlaufen wird. Von Tag zu Tag, Woche zu Woche: Wie viele Menschen unter den eingegebenen Annahmen zu einem bestimmten Zeitpunkt infiziert sein werden, wie viele zu einem bestimmten Zeitpunkt erkrankt sein werden, und wie viele im Krankenhaus oder vielleicht schon tot sein werden. Und das auf eine Sicht von bis zu 200 Tagen (ich habe Gabriel um einen Zuschlag gebeten, denn bei manchen Annahmen reichen die 200 Tage tatsächlich nicht aus).

Gesundheitsminister spielen

Das Genialste aber ist das:  Man kann an dem Simulator noch zwei weitere Schieber bewegen, und die haben den wohl entscheidensten Einfluss darauf, wie die COVID 19 Epidemie verlaufen wird. Diese zwei Schieber füttern nämlich das in die Gleichung ein, was die Gesellschaft unternimmt, um die Infektionswelle zu bremsen (das wären also die Schieber der Gesundheitminister bzw. von Frau Merkel – bzw. eigentlich der Gesellschaft!):

  • der erste Schieber ist der: „Beginn des Eingriffs“ – daran wird eingestellt, am wievielten Tag nach der ersten im Land bekannt gewordenen Infektion mit dem Bremsmanöver begonnen wird
  • der zweite heisst: „Bremsung der Übertragung um xy Prozent“. Mit diesem Schieber stellt man ein, welche Wirksamkeit man dem Bremsmanöver zutraut – ob man zum Beispiel annimmt, dass durch die ergriffenen Maßnahmen die Ausbreitung der Infektion um 10% verringert wird oder zum Beispiel um 90 %.

Bildlich verstehen, auf was es ankommt

Ich bin überzeugt, dass dieser Simulator wirklich hilfreich sein kann, um zu verstehen, warum wir

  • rasch und
  • konsequent

handeln müssen.

Ich empfehle deshalb jedem, der oder die sich mit der Covid-19-Epidemie beschäftigt, einmal an diesen Simulator zu gehen, um insbesondere den Einfluss des raschen Handelns (Schieber links oben) und des konsequenten Handelns (Schieber rechts oben) zu verstehen (eine Übersetzung der auf der Seite gebrauchten englischen Fachbegriffe in der Anmerkung, wenn ich es heute nicht mehr schaffe, schiebe ich die morgen nach).

Vor allem aber will ich bitten, einmal den Schieber „Sterblichkeit“ zu betätigen. Nein, das heisst nicht: Gott zu spielen, sondern im Grunde heisst es: „Leistung des Gesundheitswesens“ simulieren. Denn – wie oben ausgeführt: Ob die Sterblichkeit in Deutschland in ein paar Wochen im Bereich der „optimalen“ – wenn man so will: „natürlichen“ – Sterblichkeit an Covid 19 liegen wird, oder ob sie in einem hohen, oder sogar „italienischen“ Bereich liegen wird – DAS hat einen ganz gewaltigen Einfluss darauf, wie viele Menschen aus dieser Epidemie nicht mehr gesund herauskommen.

 

Ergänzung am 22.4.2020: Inzwischen habe ich die wichtigsten Fakten zu "Corona" in einem kompakten eBook zusammengefasst. Es geht darin um die praktischen Fragen:

– Was ist überhaupt bisher über diese Erkrankung bekannt?
– Was kann ich tun, damit ich nicht krank werde?
– Wie kann ich dafür sorgen, dass ich die Erkrankung möglichst gesund überstehe?
– Wie kann ich meinem Kind helfen, dass es gesund bleibt?

Hier kannst Du reinschauen :

Der Autor: Dr. med. Herbert Renz-Polster, geb. 1960, beschäftigt sich als Kinderarzt und Wissenschaftler seit langem mit der kindlichen Entwicklung und Gesundheit. Forschungstätigkeit im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung zunächst in den USA, dann am Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg. Herausgeber und Autor diverser studentischer und ärztlicher Lehr- und Fachbücher. Einem breiten Publikum bekannt durch mehrere Sachbücher, u.a. das Standardwerk „Gesundheit für Kinder" und „Kinder verstehen - born to be wild!". Er hat 4 Kinder und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Ravensburg.

12 Kommentare

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  • Silke

    Was nun noch interessant wäre: was sagt dieser Rechner zu der zu erwartenden Dauer dieser Welle, wenn wir die Maßnahmen so umsetzen, dass das Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Das ist ja die Variable, die vielen Leuten Existenzängste bereitet… es finanziell nicht so lange überbrücken zu können.

    • Herbert Renz-Polster

      Ja, das ist ja das Problem, dass der Rechner dazu tausend Antworten gibt – je nach den dazu gemachten Annahmen. Vielleicht die beste, grundlegende Diskussion dazu ist dieser Beitrag:

      https://medium.com/@tomaspueyo/coronavirus-the-hammer-and-the-dance-be9337092b56
      (am Ende gibt es auch einen Link auf eine Version in Deutsch).

      Auch hier: es hängt alles davon ab, wie wir jetzt handeln. Aber die Zahlen für Deutschland sehen gerade recht positiv aus, ich finde auch, wir machen das mit gutem Maß.

  • Susanne

    Lieber Herr Renz-Polster,
    Es ist gut, dass Sie versuchen, uns allen deutlich zu machen, wie gefährlich das Virus ist, und dass bei einem überforderten Gesundheitssystem sehr viele Menschen sterben müssen. Möglicherweise auch unsere eigenen Angehörigen.
    Aber mir ist die Debatte zu schwarz-weiß: die einen verharmlosen, während die anderen die Rettung möglichst aller Corona-Kranken absolut setzt, egal, was es kostet (und damit meine ich nicht in erster Linie wirtschaftlich). Zumindest kommen die Ratschläge der Mediziner doch grob so rüber: Nur soziale Distanz kann die Welle der Infektionen so begrenzen, dass alle, die es brauchen, auch medizinisch versorgt werden können, z.b. ein Beatmungsgerät bekommen und dadurch ueberleben. Und darum müssen wir die momentan geltenden Massnahmen so lange durchhalten, bis 60% infiziert sind oder ein Impfstoff gefunden wird, also ca. 1-3 Jahre.

    Aber ich finde schon, dass wir als Gesellschaft diskutieren müssen, ob wir das mit allen Kosten (nicht in erster Linie wirtschaftliche) wollen bzw. ob wir das ethisch überhaupt für vertretbar halten.

    Denn auch als Folge dieser Massnahmen wird es Tote geben: Selbstmorde aufgrund von sozialer Isolation oder wirtschaftlicher Not, mehr Gewalt innerhalb der Familien, der man nun ausgeliefert ist, kranke, die ohne Besuch der Lebensmut verlässt, sodass sie nicht wieder gesund werden.
    Nur sind all diese Toten nicht so sichtbar wie die Corona-Opfer. Aber sind diese Leben deshalb egal?

    Oder insgesamt die Frage: Welches Mass an sozialer Distanz bist o.k.? Was macht es mit eh schon einsamen Menschen? Was mit den einsamen alten Menschen? Isolationshaft ist nicht ohne Grund Folter.

    Was macht es mit Kindern, wenn sie ein Jahr lang nicht mit anderen Kindern spielen dürfen, weil sonst die Oma krank wird und stirbt?

    Und was mir am meisten Angst macht: Was macht es mit uns als Menschen, wenn wir soziale Distanz über lange Zeit einüben? Ich fürchte, wir werden dieses Verhalten habitualisieren und danach nicht mehr los. Ich habe Angst vor einer Gesellschaft, in der wir uns den menschlichen Impuls abtrainiert haben, die Nachbarin in den Arm zu nehmen, wenn sie vor Erschöpfung heulend ihr Baby spazieren trägt.

    Deshalb sollten wir meiner Meinung nach die Zeit nutzen: um medizinisch aufzuruesten, aber eben auch um eine Antwort zu finden auf die Frage: Wie kann ein Mittelweg oder eine Alternative aussehen? Mit wahrscheinlich mehr Corona-Opfern, dafür aber für uns als gesamte Gesellschaft akzeptableren Folgen?

  • Friedo Pagel

    Heute Nachmittag habe ich wieder eine Nachbarin mit Enkelkind auf dem Arm und Tochter daneben vorbeilaufen sehen. Vorgestern hatte ich sie gefragt: „Wohnt Ihre Tochter jetzt bei Ihnen?“ Antwort: „Nein, aber wir passen ja auf, kein Problem.“ Mag ja sein, dass das statistische Risiko hier im Ort heute gerade noch tragbar ist. Aber in einer Woche wird es 10x so viel Infizierte geben, in 2 Wochen vielleicht 100x. Da kann dann so etwas auch in nicht Hotspot-Städten schnell zu einem Russisch Roulette werden.

    Die alten Leute in Italien haben sich doch nicht bei unverantwortlichen Jugendlichen auf einer Corona-Party angesteckt, sondern an ihren eigenen Kindern und Enkelkindern, die zum Zeitpunkt der Ansteckung ihrer betagten Familienmitglieder nichts von ihrer eigenen Infektion geahnt haben. Müssen wir das wirklich unbedingt nachmachen?

    Wir sollten endlich lernen, dass unsere Entscheidungen bzgl. Corona nicht auf den Stand heute abzielen dürfen, sondern auf den, den wir in 2 Wochen haben werden. Übrigens ohne dass wir jetzt noch etwas daran ändern könnten.

    Wie kann man den Stand in 2 Wochen kennen? Ganz einfach, der Blick auf Italien. Aber … Todesrate bei uns doch viel kleiner, unser Gesundheitssystem so viel besser, und überhaupt die Italiener.

    Was für ein grandioser Selbstbetrug? Wir haben einfach nur das Skifahrer-Glück. Bei uns ist Corona zwei Wochen später gestartet und noch nicht wirklich bei den alten Menschen angekommen. Und wir könnten dieses sogar noch verhindern!

    Auch wenn es verdammt schwer fällt: Bitte Leute, keinen einzigen nicht absolut notwendigen Kontakt mehr zu Personen außerhalb Eures HAUSHALTES (auch nicht innerhalb der Familie)!

    Versucht einfach alle mal für ein paar Wochen nach dieser Faustregel zu leben:
    „Ich verhalten mich jetzt grundsätzlich so, als sei ich selbst infiziert, und jeder andere Mensch, dem ich physisch begegne, wäre mein eigenes Kind oder meine eigene Mutter.“
    Niemand würde gegenüber seinen Kindern oder seiner Mutter, die Pflege einstellen. – D.h. gerade jetzt ist gemeinschaftliche Unterstützung angesagt und keine Ego-Shooter Abschottung – Und dennoch würde jeder gleichzeitig alles in seiner Macht stehende tun, dass die eigene Infektion nicht auf sein Kind oder seine Mutter überspringen kann.

    Social Distancing ist, mehr noch als es Selbstschutz ist, ein Akt der Nächstenliebe.

    • Susanne

      Auf kurze Sicht gebe ich Ihnen Recht, da ist jetzt soziale Distanz sinnvoll.
      Aber langfristig? Stellen Sie sich vor, die Oma wird noch ca. ein Jahr leben und dann an Herzversagen sterben. Darf man sie dieses eine Jahr isolieren, um sie vor Corona zu schützen? In dieser Zeit darf sie ihre Enkelkinder nicht sehen, ihre Kinder nicht, ihre Freunde nicht. Wird sie das noch als lebenswertes Leben empfinden?
      Heißt Nächstenliebe wirklich immer, das physische Leben zu verlängern – oder geht es nicht auch um die Qualität des Lebens?

      • Friedo Pagel

        Stimmt. Das ist genau das Problem. Absolut.

        Im Moment haben wir gerade die Notbremse gezogen. Und die erhoffte Wirkung für das, was in zwei Wochen ist, ist ja nicht etwa, dass das Fahrzeug dann steht, ja nicht einmal, dass es dann langsamer geworden ist, sondern nur, dass es nicht weiter beschleunigt. Und um überhaupt auf die Geschwindigkeit des heutigen Tages zurückzukommen, wird es weitere ein bis zwei Wochen „Social Distancing“ bedürfen.

        Und wir können und wollen das Fahrzeug ja auch gar nicht zum Stehen bringen. Denn der Preis dafür wäre die völlige Zerstörung unserer materiellen Lebensgrundlage.

        In der weiteren Bewältigung der Corona Krise werden sich dann zahlreiche (zu einem großen Teil auch persönliche) Optimierungsaufgaben stellen. Ganz so, wie Sie es beschreiben.

        Wie man praktikablen Lösungen dafür näher kommen könnte, das haben uns China und Korea vorgemacht. Man kann es auch ganz hart formulieren: „Einschränkung mancher Persönlichkeitsrechte“ vs. „Lebensrisiko vieler alter Menschen“. Wir werden weder zu ersterem, vor allem dem Tracking, ein kategorisches „nein“ sagen können, noch zur zweiten Alternative ein „lassen wir sie doch sterben“. Das ganze wird noch sehr schwer, oder wie Söder es nennt, ein „Charaktertest“.

        Ich möchte in diesen Zeiten kein Entscheidungsträger sein.

      • Martin Andreas-Bergmann

        KEIN „lebenswertes Leben“ mehr ? Was haben Sie für Ansprüche und Vorstellungen ? Oder anders gefragt: Wollen sie die Oma der Gefahr der Ansteckung und des möglichen höherwahrscheinlichen Tod aussetzen nur wegen diesem nicht erlaubten sozialen Kontakt an dem niemand stirbt ? Ist da nicht die Sichtweise sehr durcheinandergeraten ? Es gibt auch in Deutschland viele einsame Menschen – mit und ohne Zwang – aber das ist bestimmt nicht so lebensgefährlich. # Und die Frage die ich mir stelle: Warum haben diese Menschen nichts zu tun ?? – und selbst wenn es nur das Nachdenken ist. # Als getrennt lebender Vater habe ich meine Kinder übrigends seit 15 Monaten nicht mehr gesehen, weil das Jobcenter die Kosten für den Umgang verweigert, indem sie meinen Antrag bis heute noch nicht bearbeitet hat und damit einen Kontakt verhindert. Welche nicht wiedergutzumachenden Folgen wird / kann dies haben – und dieser Staat produziert diese selbst ! 🙁

    • Susanne

      Nachtrag zum Thema social distancing ist Nächstenliebe:
      Meine Freundin berichtete mir heute aus dem Altenpflegeheim: Die Bewohner fühlen sich wegen des Besuchs Verbots völlig isoliert und weinen die ganze Zeit, selbst die Pfleger es sprechen nur durch Plexiglasscheiben mit ihnen.
      Ein Kollege darf seine Frau, die auf Intensivstation liegt und von der nicht klar ist, ob sie es schafft, nicht besuchen, sich nicht verabschieden.
      Diese Form von „Nächstenliebe“ werden wohl auf Dauer mehr Menschen erleiden als wir dadurch vor Corona retten.
      Die Menschenwürde ist unantastbar?

  • Christine

    Danke für Ihre klaren Worte – wie immer.
    Viel Gesundheit und herzliche Grüße Christine

  • Heidi

    In diesem Artikel schreiben Sie von 800 Toten durch Sars-CoV2. In einem anderen Artikel schreiben Sie von nebst den täglichen ca. 1600 Toten, dass ZUSÄTZLICH weitere Tausend an Sars-CoV2 sterben (insg. 2600). Selbst das RKI bemängelt, dass es von Italien keine offiziellen Zahlen erhält. Woher also stammen Ihre Zahlen? Aus den Medien? Und haben Sie dabei berücksichtigt, dass diese Zahlen deshalb so hoch sind, weil alle Verstorbenen da mit rein gerechnet werden? Danke für Ihre Quellen! Mfg

  • Patrizia

    Was soll man glauben? Was kann man glauben? Oder besser wem glaubt man mehr?

    Diese Sache ist konfus, mich übervordert es. Ja, ich hab dem „Schwindel“ zugehört…. und warum? Weil man einerseits die Masken auskochen soll aber anders seite einfache Seife den Virus tötet?
    Weil man jetzt die Masken braucht? Vorher sie aber noch belächelt hat?

    Es verwirrt mich, was ist richtig?

    Daher, ich bin froh nicht Entscheidungsträger zu sein.

    Und ja, ich finde es sehr sehr gemein es alles zu verniedlichen was in anderen Ländern passiert.
    Aber denoch glaube ich das wir hier in Deutschland nicht ganz so schlecht aufgestellt sind wie unsere Politik uns vormachen möchte.

    Irgendwie ist es ein Ping Pong zwischen Wirtschaft und sozial und zwischen Gesellschaft und Gesundheit.

    Wir werden hier niemals schaffen gleichstand zu erreichen. Irgendeiner wird irgendwie verlieren müssen.

    Denk Ich

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