Kommentar13. Oktober 2021

Jetzt die Kinder impfen? (Teil 3)

Jetzt die Kinder impfen? Diese Frage habe ich zum ersten Mal vor über drei Monaten auf diesem Blog gestellt. Ich habe aufgrund der damaligen Datenlage festgestellt, dass die Impfung von Kindern nicht damit begründet werden kann, dass dadurch die Pandemie, also die weitere Ausbreitung von SARS-CoV-2, nennenswert beeinflusst werden kann oder gar eine „Herdenimmunität“ erreicht werden kann. Die Frage, ob Kinder individuell - also für sich selber - von einer Impfung profitieren habe ich offen gelassen.

Und es ist inzwischen noch spannender geworden. Wieder stehen wir vor einem Winter, in dem die Schulfrage ungelöst ist: Wie soll es da weiter gehen? Sowohl die Gesellschaft als auch die Elternschaft sind hier gespalten. Die einen sagen: Lasset die Kindlein in die Schule gehen und wehret ihnen nicht. Also: Lasst uns zurück zu einer möglichst normalen Schule gehen, ohne Masken, ohne Abstand…

Vielleicht aber mit ein bisschen Lüften? Vielleicht auch mit einem Testprogramm, das infizierte Kinder erkennt? Nur, was tut man bei einem Infektionsfall mit den anderen Kindern? Die ganze Klasse nach Hause schicken? Nur die Sitznachbarn? Und wenn ja, wie lange…? Wieder andere sagen: die Masken müssen bleiben, die verhindern nun mal Infektionen. Und: alle LehrerInnen und ErzieherInnen müssen geimpft sein – schließlich schützt auch das mein Kind… Eine Impfpflicht für ErzieherInnen und LehrerInnen? Willkommen in einer heißen Diskussion.

Einige Hoffnungen haben sich zerschlagen

Immerhin sind inzwischen ein paar Eckpunkte klar, und sie enthalten  leider nicht nur frohe Botschaften:

  • SARS-CoV-2 wird sich weiter ausbreiten, dieses Virus wird auch durch ein noch so engagiertes Impfprogramm nicht zu stoppen sein. Die schöne Erzählung von der „Herdenimmunität“ ist von der Realität überschrieben worden: SARS-CoV-2 wird endemisch werden (in welcher genetischen Verfassung auch immer) und in (saisonalen?) Wellen weiter zirkulieren. Innerhalb von (ganz?) wenigen Jahren werden also die allermeisten in diesem Land mit SARS-CoV-2 Bekanntschaft machen (es sei denn, man verbrächte sie unter eine Glasglocke)
  • Dass das so ist, liegt auch daran, dass sich eine der zwei auf die Impfungen gesetzten Hoffnungen zerschlagen haben. Ja, die Impfung schützt den Geimpften zumindest eine Zeitlang sehr effektiv davor, bei eine eventuellen Ansteckung schwer zu erkranken oder gar zu sterben. Darüber können wir und sollten wir jubeln, denn wenn die bisherigen Erfahrungen mit SARS-CoV-2 eines gezeigt haben, dann das: mit diesem Virus ist nicht zu spaßen. Und: Dieses Virus kann Dir dein Leben zur Hölle machen, selbst wenn Du die akute Infektion gut überstehst. Die zweite in die Impfung gesetzte Hoffnung allerdings ist bisher nicht aufgegangen, denn die Impfung kann eine Ansteckung und eine weitere Übertragung auf andere Menschen leider nicht effektiv verhindern – sie kann das allenfalls ein bisschen, und das auch nur wenige Monate nach der Impfung. Auch Geimpfte sind also weiter für Infektionen empfänglich, und das erklärt wahrscheinlich auch, warum die Ausbreitung von SARS-CoV-2 in den unterschiedlichen Ländern so schlecht mit den Impfquoten korreliert.  Jedenfalls ist es schon putzig, wenn angenommen wird, durch die 2G Regel liessen sich Übertragungen effektiv verhindern (Epidemiologen gehen im Gegenteil davon aus, dass wir auch weiter mit nicht-pharmakologischen Maßnahmen leben müssen, wenn ein Anstieg der Infektionszahlen verhindert werden soll).

Und genau das erklärt, warum die jetzige Diskussion um die beste Strategie für unsere Kinder so schwierig ist. Ich persönlich verstehe jede(n), der hier den Kopf schüttelt. Ich will aber auch dazu sagen, dass es manchmal Situationen gibt, über die du den Kopf schüttelst und dir trotzdem nichts besseres einfällt als denen über die du den Kopf schüttelst.

Mehrere Grundfragen

Nochmal: Das Grundproblem  bei der Diskussion um die beste Strategie für die Schulen und Kitas ist, dass die vormals als wichtigste Waffe zur Kontrolle von Ausbreitungen geltenden Impfungen nicht wirklich effektiv sind. Das heisst, auch wenn die LehrerInnen alle geimpft sind, wird das den Eintrag von SARS-CoV-2 in die Schulen und Kitas allenfalls ein wenig bremsen, aber nicht verhindern.

Zudem haben wir es bei der Delta-Variante mit einem Virus zu tun, dessen Übertragung von Mensch zu Mensch sich viel schwerer verhindern lässt. Ja, Masken haben schon eine Wirkung, aber die ist im echten Leben nicht sehr groß. Und selbst wenn durch eine Maskenverordnung 10 bis 30% der Infektionen verhinderbar sind, so bedeutet das derzeit eigentlich nur, dass der Durchmarsch des Virus durch die Kinder-Population gebremst wird, verhindert wird er nicht.

Denn das ist die dritte Gemeinheit (siehe oben): Es muss davon ausgegangen werden, dass dieses Virus früher oder später alle Kinder erreichen wird, denn eine „Herdenimmunität“ im klassischen Sinn (wie etwa bei den Masern) wird sich NICHT einstellen, da sind sich die Experten ausnahmsweise einmal einig: SARS-CoV-2 wird weiter zirkulieren und zwar auch unter den Geimpften (die dann vielleicht immer wieder daran ihren Immunschutz auffrischen, immerhin mal eine positive Überlegung).

Mehrere Zielfragen

Das lässt also viele Fragen zu, was die richtige Strategie für die Schulen sein könnte:

  • Könnten Masken vielleicht verhindern, dass die Infektionswelle unter den Kindern sich sehr rasch aufbaut und dann mit dem erwartbar sehr hohen sonstigen Infektionsgeschehen in diesem Winter zusammenfällt? Schon jetzt sind die Kinderkliniken ja voll, weil die Kinder jetzt die ganzen regulären Infekte nachholen, die sie in der Pandemie „verpasst“ haben (von RSV über Parainfluenza bis zu Noroviren). Denn das muss allen klar sein: Diese Wintermonate werden für die Kinder (und Familien) wieder nicht normal sein, und die Schulen und Kitas aus den „regulären“ Gründen (kranke Kinder bleiben zuhause) oft halb leer sein: Über viele Wochen dürfte es nun einmal wenige Kinder geben, die NICHT husten, schniefen und Durchfall haben, und SARS-CoV-2 ist da ja nur EINE Welle in diesem Meer. Wenn es dieses Jahr eine gesalzene Grippe-Welle gibt, dann können wir wirklich nur beten oder auf ein dickes „Elternfell“ vertrauen (es sollte jetzt in etwa so wachsen wie bei den Tieren dort draussen, wirklich)… Und weil all das eigentlich voraussehbar war, fragt man sich schon, warum wir mit den Hygienekonzepten an den Schulen nicht wirklich weiter gekommen sind, zumindest wenn diese nicht ausgerechnet „Maske“ oder „Abstand“ heißen, sondern zum Beispiel „Raus mit euch!“ (ach so ja, das Wetter, das war auch wirklich gnadenlos in den letzten Wochen während die Infektionszahlen unter den Kindern angestiegen sind).
  • Wird ein Impfzwang für das Kita- und Schulpersonal etwas bringen? Nach allem, was wir über die Übertragung von Delta wissen, heisst die Antwort: Nein. (Sie heisst für mich auch aus anderen Gründen nein, aber hier soll es um die Effektivitätsfrage gehen). Eine Impfung – noch einmal, weil es wichtig ist – schützt die geimpfte Person vor schweren Verläufen, und das recht effektiv (und auch eine ganze Weile, vielleicht sogar ein ganzes Jahr). Aber sie schützt nicht sehr effektiv – und dann auch nur für eine kurze Zeit – vor einer Infektion, und sie schützt damit eben auch nicht vor einer möglichen Ansteckung anderer (etwa der anderen LehrerInnen und der SchülerInnen). Also: auch geimpfte LehrerInnen und ErzieherInnen können die Kinder anstecken (und auch geimpfte Jugendliche können einander anstecken). Hier sollten wir uns reinen Wein einschenken und nicht so tun als ob. Und auch die gerne gestellte Schuldfrage einmal einfach sein lassen.
  • Sollen wir auf Zeit spielen und deshalb noch eine Weile eher strenge Begrenzungsmaßnahmen weiterführen (ob dort draußen oder in der Schule)? Tatsächlich wird das alte „flatten the curve“ aus mehreren Gründen weiter diskutiert, und könnte durchaus wieder Auswirkungen auf die Schul- und Kita-Strategien haben. Zum einen könnte es im Winter tatsächlich zu einer drohenden Überlastung der Intensivstationen kommen, schließlich wird sich das Virus unter den Ungeimpften noch das eine oder andere Opfer abgreifen, und eine gesalzene Influenza-Welle könnte das ihre tun. Zum zweiten wird argumentiert, dass durch ein Hinauszögern des Infektionsgeschehens vielleicht Zeit gewonnen würde für neue Strategien und technische Neuerungen (z.B. Einführung von Impfstoffen, die auch eine weitere Ansteckung verhindern, oder von Impfstoffen mit besserer Akzeptanz in der Bevölkerung). Dass sich Zuwarten lohnen kann, zeigt die bald anstehende Einführung des Antikörpers Molnupivir, durch dessen Einnahme zuhause innerhalb der ersten fünf Tage nach Ansteckung schwere Verläufe recht effektiv verhindert werden könnten (wenn der Preis auch bestimmt gesalzen sein wird und letzte Fragen der Verträglichkeit noch nicht geklärt sind). Auch die „Auf-Zeit-Spielen“-Frage zeigt: alles hängt mit allem zusammen, aber wenn es schlecht läuft, werden die Schulen auch hier in den Fokus geraten, weil sie nun einmal de facto auch Stellschrauben sind, mit denen sich die Geschwindigkeit der pandemischen Ausbreitung beeinflussen lässt. Hier bin ich (ohne jeden vorauseilenden Vorwurf) gespannt, wie die Politik reagieren wird, wenn es Spitz auf Knopf kommt, und etwa tatsächlich die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung in Gefahr geriete.
  • Oder alles einfach laufen lassen und SARS-CoV-2 wie jede andere Infektion behandeln? Wenn man in Rechnung stellt, dass SARS-CoV-2 sowieso seinen Durchmarsch machen wird, und früher oder später alle Kinder betreffen wird, dann würde man bei dieser Strategie das Augenmerk am Besten darauf richten, dass bei diesem Durchmarsch möglichst wenig Schaden passiert. Dann müssten vor allem zwei Parameter beachtet werden: Erstens: dass die Kinderkliniken nicht überlastet werden (eine reale Gefahr – übrigens nicht nur, weil dann zu viele Kinder gleichzeitig schwer krank sind, sondern weil in Deutschland trotz seiner hohen Zahl an Klinikbetten für Kinder die Plätze fehlen – und zwar wegen einem Mangel an Kinderkrankenschwestern. Dafür hat die (damalige) Regierung schon vor ein paar Jahren die Weichen gestellt – als sie nämlich beschloss, den eigenständigen Ausbildungsweg zur Kinderkrankenschwester/pfleger abzuschaffen). Zweitens müsste dann versucht werden den Schaden dadurch zu begrenzen, dass möglichst viele Kinder ihre Infektion ohne Komplikationen und vor allem ohne Langzeitschäden „wegstecken“ können.

Und da wären wir bei der Frage der Impfungen: können die dazu beitragen? Sollen wir jetzt die Kinder impfen? Und weil diese Frage sehr komplex ist, will ich sie separat behandeln. Auf demnächst in diesem Pandemie-Theater!

56 Kommentare

Antworten Antworten abbrechen

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass bestimmte Kommentare erst manuell freigeschaltet werden müssen (z. B. wenn Sie einen Link teilen).

  • Ana

    Herr Renz-Polster, was sagen Sie denn zu den Geimpften und an C Verstorbenen? Unser betagter Nachbar, seit wir ihn kennen fit, seit Jahren keine Erkältung gehabt, jetzt nach der Impfung geschlagen, müde, mit Husten der ihn seit Wochen nicht schlafen lässt und den er nur mit sehr starken Medikamenten ein wenig lindern kann…
    Nur ein Beispiel…
    Deshalb; kann es sein, dass Sie solche Beispiele bei Ihrer Lobeshymne auf die Impfung bewusst ausblenden?

    Tatsache ist m.M. nach, die Impfung KANN zwar ohne Probleme stattfinden, IST aber einfach ein Faktor mehr mit C in Kontakt zu kommen – Sie schreiben das oben ja auch…
    Zusammengefasst..

    ………………………………………… Geimpfte Ungeimpfte
    Können an C erkranken……. ja …………….ja
    Können C verbreiten………… ja …………….ja
    Können an C sterben………. ja …………….ja
    Können an C Impfung sterben……. ja ……………nein
    = Ist klar ein nein, rep. eine Gefahr wenige,r bei den nicht Geimpften…
    Weshalb also immer noch die Lobeshymne??

    Ich schätze Ihre Inputs sonst sehr, aber hier muss ich passen…

    Freundlich
    Ana

    • Lenina

      Wieso ist denn die Impfung „ein Faktor mehr mit C in Kontakt zu kommen“ ? Die Aussage verstehe ich nicht.
      Fakt ist: Wer trotz Imfpung schwer an Corona erkrankt, wäre ohne Imfpung vermutlich schon tot.

      • Silke

        Viele geimpfte Menschen sind leider zu leichtsinnig geworden. Die Maske wird seltener getragen und gerade viele ältere Menschen denken, wenn sie 2x geimpft sind, bekommen sie keine Corona Erkrankung. Dann kann es somit auch leichter zu einem Impfdurchbruch kommen.

        • Lenina

          Diese Leichtsinnigkeit sehe ich aber auch bin Menschen, die nicht geimpft sind. Und ich, schon seit Mai vollständig, halte mich penibel an Abstand, Maske und kontaktbegrenzung. Es ist also nicht unbedingt eine Sache von geimpft/ungeimpft sondern der eigenen Einstellung.

    • ama

      „Tatsache ist m.M. nach, die Impfung KANN ohne Probleme stattfinden, IST aber einfach ein Faktor mehr mit C in Kontakt zu kommen“

      Wie bitte!? Wieso sollte die Impfung zu einer Infektion betrigragen? Das ist himmelschreiender Schwachsinn. Wer hat Ihnen den erzählt? Jemand aus der Schiffmann-Wodarg-Bhakdi-Szene?
      Schauen Sie mal hier, welchen Irrsinn Bhakdi von sich gibt:

      [*quote*]
      Es ist allen Wissenden klar, daß mit der formalen Zulassung des der Impfstoffe der erste Meilenstein der Agenda erreicht ist,
      und das Rennen um’s Erreichen des Endziels eröffnet wird.
      Dieses Endziel ist: Erschaffen der neuen Realität – und beinhaltet nichts anderes als den zweiten Holocaust: die Abschaffung der Menschheit in der jetzigen Ausprägung.
      [*/quote*]

      Das ist wörtliches Zitat aus dem Transkript dessen, was Bhakdi in Kiel am 24.9.2021 öffentlich gesagt hat. Den ganzen Text kann man hier lesen
      „Die irre Welt des Sucharit Bhakdi“
      http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=12227.0

      Die Impfung rettet Leben! Rund 1/10 der Patienten mit Covid-19 in den Intensivstation ist geimpft, meist noch viel weniger. Die anderen, 90 Prozent bis 100 Prozent im jeweiligen Krankenhaus sind UNGEIMPFTE.
      Wer geimpft ist, ist vor schweren Erkrankung geschützt und mit großer Wahrscheinlichkeit vor dem Tod geschützt.
      Wer geimpft ist, verbreitet weniger Viren, ist also für die Umgebung weniger gefährlich als ein Ungeimpfter.
      Die Idee der Herdenimmunität hat einen Webfehler: eine 100-prozentige Immunität gegen Masern gibt es nicht, weil es
      a) Impfversager gibt und
      b) Menschen gibt, die nicht geimpft werden dürfen aufgrund einer Erkrankung oder eines Immun-Defekts. Es wird also IMMER nur eine gewisse Dämpfung der Ausbreitung geben.
      Bei Masern ist diese Dämpfung sehr gut. Bei Covid-19 ist sie aus mehreren Gründen nicht so gut. Die Herdenimmunität ist keine Konstante, sondern eine Funktion!

      Die Herdenimmunität ist IMMER vorhanden, die Frage ist aber, wie stark sie ist. Bei Covid-19 ist sie eben NICHT stark. Das liegt aber nicht nur an den nicht dauerhaft wirkenden Impfstoffen und an deren nicht 100-prozentiger Schutzwirkung, sondern vor allem daran, daß es immer noch fast 40 Prozent der Bevölkerung gibt, die nicht begreifen will, daß ihre Genußsucht und ihre Lahmarschigkeit Menschen ermordet (auch sie selbst).
      Masken ständig zu tragen ist ein Muß. Auch und gerade für Kinder!
      Lüftung ist ein Muß.
      Abstand halten ist ein Muß.

      Das Virus verursacht bleibende Hirnschäden, auch wenn die Infizierten keine Symptome zeigen. Diese Schäden können mit den heutigen Geräten (CT, MRT) nicht erkannt werden, weil sie großflächig auftreten und das in geringer Konzentration. Die Bildgebung kann das noch nicht erfassen.
      Was man aber erfassen kann: eine starke Beeinträchtigung der geisten Fähiogeiten, ein Absinken der Intelligenz um mehrere IQ-Punkt, teilweise um mehr als 7 oder 8 Punkte. Das ist ERHEBLICH!
      Wir erleben eine MASSIVE VERBLÖDUNG der gesamten Bevölkerung. Bei Kindern, deren Gehirn noch wachsen muß, schlägt dies besonders hart zu.
      Wer will ein blödes Kind? Aber bitte, ja doch, gerne: einfach die Impfung verweigern, Masken verweigern und das Kind ungeschützt in Massenveranstaltungen schicken. Spielen mit den Nachbarskindern reicht auch, dauert aber etwas länger.

      Noch Fragen?

      • Herbert Renz-Polster

        Also natürlich ist die Impfung eine Möglichkeit mit C „in Kontakt“ zu kommen, insofern als die Impfung dem Körper sozusagen eine „wilde“ Begegnung mit C simuliert. Gemach, gemach, man muss da ja nicht gleich den Bhakdi an die Wand malen (wollte er nicht nach Thailand auswandern?). Wir werden noch irre an diesem Virus, scheint mir.

        • ama

          „insofern als die Impfung dem Körper sozusagen eine „wilde“ Begegnung mit C simuliert.“

          Aber eben nicht mit einem reproduktionsfähigen Virus. Aber genau das wird von ana impliziert. Ich habe schon einigen Irrsinn gehört, auch den, daß die Impfung das Virus verbreitet. Ein Teil der Impfgegnerszene behauptet knallhart, daß die Impfung die Krankheit verbreitet hat und die Menschen nach der Impfung erkranken und die Zahlen bei den Tests das beweisen.
          Man hat das Gefühl, diese Leute, die diesen Unsinn erzählen, haben die Hirnschäden durch Covid-19 schon gehabt, bevor es Covid-19 überhaupt gab.

      • Tanja

        Genau, nicht mit einem reproduktionsfähigen Virus.
        Und der Hinweis auf die Langzeitschäden ist absolut berechtigt. Ich kenne auch bis dato gesundheitlich fitte, vergleichsweise junge Leute, die wegen Long Covid jetzt berufsunfähig sind.

        • Uli

          Wurde inzwischen denn wirklich festgestellt, dass die Impfung Long-Covid verhindert?

      • Pet Baumi

        Sie gehören auch zu der Gruppe der Panikmachern. Es ist furchtbar. Man könnte meinen, es gibt nur noch eine Krankheit. Ja, die hat auch mit Verblödung zu tun. Ständige Angstmache, ständige Warnbereitschaft unserer Körper führt zu Blockaden, insbesondere des Denkapperates.
        Etwas mehr Wertschätzung für die Menschen, die aufgrund ihrer Ausbildung, Erfahrungen zu einer anderen Einschätzung kommen, wäre inzwischen angebracht. Die letzten 19 Monate haben gezeigt, welche Eigendynamik sich hier entwickelt hat. Das beruht zumeist nicht auf Wahrhei oder Wissen, geschweige denn Fakten.
        Da sich die Inzidenz gegenüber dem Vorjahr massiv erhöht hat, kann dies m. M. keinesfalls einer Effektivität von Impfung oder anderer Maßnahmen zugeschrieben werden. Im Gegenteil, es wurde alles unternommen, dass Immunsystem unserer Kinder massiv zu schwächen. Ob durch Masken, Isolation oder psychisch. Es ist aus meiner Sicht bewiesen, dass alle Menschen, die mit Kindern arbeiten (bis März 2020) das best ausgebildete Immunsystem überhaupt haben. Genauso wie Zugbegleiter. Wer das immer noch abstreitet, ist naiv. Aber die Rechnung kommt. Das bahnt sich ja gerade an. Und ein großer Teil geht eben doch auf das Konto der Masken- (und Lockdown)befürworter. Dazu gibt es mehr als 130 Veröffentlichungen, die natürlich alle ausgeblendet werden, da es nicht in die politische Landschaft passt. Damit kenne ich mich aus, da ich seit 27 Jahren in solch einem Haus arbeite und eigentlich bislang die fachlichen Vorgabrn bzw. Empfehlungen an Politik gegeben habe. Seit fast 40 Jahren habe ich mich fachlich mit vielen der derzeit aktuellen Themen befasst. Es ist für mich unfassbar, welche Ignoranz, Inkompetenz, Intoleranz, Machtgier, Narzismuss, Unverhältnismäßigkeir sich über die Jahre entwickelt hat und leider auch ausgelebt wird.. Nach 25 Jahren DDR Erfahrungen ist das hier nicht mehr zu toppen. Auch das macht die Seele krank. Und wenn die Seele krank ist, bricht auch das Immunsystem vieler Menschen zusammen. Das ist ein Fakt! Alles was die Regierung hier bezüglich C. unternommen hat beruht auf Annahmen, Hochrechnungen, Vermutungen. Viele Beweise z.B. durch Evaluation (wie es eigentlich bislang Standard war) stehen seit Monaten aus. Für mich als denkender Mensch unglaublich.

        • Lenina

          Ja, mein Immunsystem ist in der Tat wirlklich gut. Aber leider haben diese dauerhaften Infekte (zum Teil verschleppt, weil man ja einfach nicht dauernd fehlen „kann) dazu geführt, dass ich Asthma entwickelt habe und mich nun damit rumschlage. Und diese Infekte sind ein gewichtiger Grund für mich, nach der Elternzeit nicht mehr in diesen Beruf zurück zu kehren. ich genieße es grad mit zwei kleinen Kindern nicht mehr von Oktober bis März dauerkrank zu sein.

    • Herbert Renz-Polster

      Danke. Ich habe hier (in meinen Augen) keine „Lobeshymne auf die Impfung“ gesungen, und die Unterstellung, dass ich „bewusst“ irgendetwas unterschlage finde ich gemein.
      In Wirklichkeit habe ich die Frage nach den möglichen Nebenwirkungen der Impfung gegen SARS-CoV-2 doch gar nicht angesprochen. Ich bezweifle doch gar nicht, dass es auch bei dieser Impfung Nebenwirkungen geben kann, ich selbst kenne solche Fälle auch, leider. Sie sind Teil eines sehr komplizierten Bildes, das es zu bewerten gilt. Ich wollte eine solche Bewertung in einem nächsten Beitrag versuchen, aber wenn es jetzt schon Gift und Galle gibt, dann gute Nacht. Ich bin inzwischen einfach nur noch fassungslos, tut mir leid.

      • Katlo

        Bitte nicht aufgeben, ich (und sicher sehr viele Eltern und Menschen mehr) schätzen Ihren und genau Ihren fachlichen Rat und Einschätzung des C-Wirrwarrs, verehrter Herr Renz-Polster! Einmal mehr, wenn Unsinn als Sinn zu verkaufen versucht wird! Ich bitte Sie, machen Sie weiter! Es gibt nicht so viele Experten, von einigen habe ich mich unerwarteter Weise schon abgewandt, da ich deren C-Interpretationen teils sonderbar, teils abstrus empfinde. Schon krass, wie sehr dieses Virus die Gesellschaft spaltet. Ich brauche Lichter zur Orientierung, Lichter wie Ihrige Meinung! Besonders als besorgte Mutter, aber genauso als verantwortungsvolle Pädagogin und für meine eigene Gesundheit allzumal.
        Danke für Ihre umfassenden Bemühungen hier!

        • Daniela

          Genau! Diesen Kommentar unterschreibe ich zu 100%. Ich warte wirklich schon seit Wochen auf genau diesen Beitrag – und die hoffentlich noch folgenden – und die damit einhergehende Einschätzung durch Herrn Renz-Polster zur Impffrage und C-Situation in diesem Winter. Er ist ein Licht zur Orientierung – das trifft es einfach. Ich habe weder Zeit noch Lust noch das medizinische Verständnis mich selbst durch alle Informationen durchzuwühlen. Und diesem Blog und Herrn Renz-Polsters Sachverstand vertraue ich einfach.

      • Tanja

        Ihr Beitrag ist m.E. differenziert und gut.Sie beschäftigen sich mit dem Thema „Pandemie und Kinder“ seit Langem intensiv. In der Tat ging es in diesem Beitrag doch gar nicht um das komplexe Thema „Nebenwirkungen von Impfungen“.

        • Herbert Renz-Polster

          … das kommt aber noch 😉

      • Richard

        Lieber Herr Renz-Polster,

        wie die meisten anderen auch sage ich: Bitte nicht aufgeben.

        Sie sind einer der wenigen die eine ausgeglichene, differenzierte und verständliche Diskussion mit Beleuchtung der Argumente von verschiedenen Seiten machen und nicht nur schwarz-weiss Positionen pro / kontra irgendetwas in den Ring werfen.

        Auf das Thema „sollen wir Kinder impfen“ freue ich mich schon und ich bin sicher, Sie werden es sich nicht einfach machen und die Antwort wird nicht ja oder nein lauten 🙂

      • Maike

        Lieber Herr Renz-Polster,
        ich möchte mich auch anschließen. Bitte machen Sie weiter. Man findet kaum differenzierte, gut recherchierte Beiträge wie Ihre zu dem Thema. Die Beiträge sind eine wichtige Quelle zur Orientierung in Pandemie-Zeiten für meine Familie und mich geworden. Dankeschön dafür!

    • Herbert Renz-Polster

      Vielleicht noch ein Kommentar zu Ihrer Tabelle. Es geht hier nicht um ein ja / nein. Natürlich stimmt es, dass auch Geimpfte an C. bei einer Durchbruchinfektion erkranken oder sterben können. Allerdings ist dieses Risiko doch deutlich geringer als ohne Impfung. Das gibt Ihre Tabelle nicht wieder.

      • Nicole

        Was mir vor allem an der Auflistung fehlt (sowie an allen anderen) sind die Genesenen. Flächendeckende Antikörper-Testungen und Re-Infektionen sowie ihre Verläufe sind wesentlich interessanter, aber eben nicht so lukrativ 😉 Über die Tatsache, dass Big Pharma die Politik steuert, die Politik die Medien und die Angst den Menschen, muss man denke ich nicht diskutieren.

        • Herbert Renz-Polster

          Doch, da ist schon drüber zu diskutieren, denn es gibt zu Ihrem Narrativ auch Fragen und Einwände 😉
          z.B. finde ich, dass Big Pharma (ja, mit Unterstützung der Politik) eine unglaubliche Leistung gezeigt hat, die rasche und effektive Impfstoffentwicklung. Immerhin, jedenfalls bin ich dafür dankbar – und trotzdem kritisch gegenüber „Big Pharma“, aber man muss vielleicht solche Nebeneinanderstellungen in einer komplexen Welt aushalten?
          Das die Politik die Medien steuert – ich kenne nicht „die Medien“ – anders als in anderen Ländern gibt es derer sehr viele und sehr unterschiedliche. Das finde ich ganz ganz toll!

      • Robert

        Bei der Tabelle konnte ich auch kaum mit dem Augenrollen aufhören. Ist die typisch rechte, binäre Denke, die penetrante Weigerung, in komplexen Zusammenhängen die Realität mit all ihren Grautöne zu erfassen… Stattdessen lieber mit manipulativem Geschwurbel mittels solcher hanebüchenen Vereinfachungen, beklopptem Schwarz-/ Weiß“denken“ völligen Unsinn rauszuhauen.
        Genau wie die unlogischen Schlussfolgerungen ausgehend von Einzelbeispielen in einem Kontext von Abermillionen, so a la: Wenn Impfungen Millionen Menschen das Leben retten, aber einem es danach mies geht – wobei natürlich gleich mal beim Einzelfall Kausalität unterstellt wird, bei den Millionen aber geleugnet – sind sie trotzdem scheiße.
        Eigentlich steht dahinter: Ich finde sie scheiße, weil mir das in den Kram passt, meine Denkfaulheit stützt, ich weiter in geistiger Trägheit verharren kann etc. Sorry, aber ich finde diese üble, massenhaft auch in anderen Bereichen Leid und Tod bringende Art, die Realitäten zu verleugnen einfach nur maximalst zum Kotzen!

        • Caroline Keeling

          “ Eigentlich steht dahinter: Ich finde sie scheiße, weil mir das in den Kram passt, meine Denkfaulheit stützt, ich weiter in geistiger Trägheit verharren kann etc“

          Ich glaube nicht, dass Sie damit Recht haben. Überhaupt dieses gegenseitige betiteln mit „Denkfaulheit“ oder „Dummheit“…dann steht euch halt gegenüber und findet euch gegenseitig dumm, dann müsst ihr schon den anderen nicht mehr versuchen zu verstehen.

    • Vanessa de la V.

      Hallo Ana, ich verstehe deine Tabelle und was du meinst. Ja, Impfungen haben Nebenwirkungen und das muss bedacht werden, da hast du natürlich absolut Recht.

      Dafür brauchen wir aber die Rechnung etwas anders aufstellen, man kann nicht Faktoren:ja/nein vergleichen sondern man musste für jeden Faktor in deiner Tabelle die entsprechende Wahrscheinlichkeit aufführen. Zum Beispiel (die genaue Zahlen habe jetzt nicht zur Hand, man kann aber sie ins Internet finden, die Größenordnung ist aber wahrscheinlich einigermaßen korrekt)

      Sterben an Covid: Geimpften (0.02%), Ungeimpfte (2%)
      Haben Langzeitfolgen von Covid wie long covid oder z.B. Folgen von benötigte Intubation: Geimpften (1%), Ungeimpfte (10%)
      Langzeitfolgen von Impfung: Geimpften (X%), Ungeimpfte (0%)

      Es gibt durchaus Abschätzungen für den Wert von X, aber gehen wir davon aus, X ist unbekannt, weil noch nicht alle mögliche Nebenwirkungen untersucht wurden.
      Wenn wir also die Zeilen summieren, dann haben Geimpften eine 1.02% Wahrscheinlichkeit, Folgen von covid zu erleiden und X % von der Impfung. Das heißt, insgesamt wäre der Risiko, ein Geimpfte Schaden zu bekommen, durch Covid oder Impfung, 1,02+X%.

      Die Wahrscheinlichkeit für ein Ungeimpfte Schaden an Covid zu erleiden wäre aber 12%. Das heißt, auch wenn X 10% WÄRE (was sehr unwahrscheinlich ist, sondern würde jeder von uns mehrere Menschen persönlich kennen, die Impfschaden haben), wäre die Wahrscheinlichkeit für ein Geimpften, von Covid oder Impfung Schaden zu bekommen, noch niedriger als von Covid allein ohne Impfung.

      Ich finde, es ist richtig, kritisch gegenüber eine neue Impfung zu sein! Man kann nicht verleugnen, dass Impfungen auch Risiken haben, es ist halt so. Aber wir sollen Wahrscheinlichkeiten nicht aus den Auge verlieren, ich sehe viele inkorrekte Rechnungen von beide Seiten (pro und gegen Impfung) und dadurch gewinnen wir keine Klarheit und wollte deswegen das hier ansprechen.

      (PS. Ich finde, Dr. Renz-Polster stellt sich in dieser Diskussion durchaus Neutral – wie er sagt, die Impfungen kann die Herdeimmunität nicht erreichen und 2G bringt auch nicht viel. Das lese ich als kritische Auseinandersetzung mit dem Thema, würde er absichtlich Infos weg lassen, würde er diese Aspekte auch nicht erwähnen, denke ich!). Viele Grüße!

    • Friedo Pagel

      Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher emotionalen Vehemenz diese Diskussion geführt wird.

      Fakt ist. Ich kann mich nicht erinnern, in meinem mittlerweile 70-jährigen Leben jemals eine so große öffentliche Transparenz erlebt zu haben, wie in dieser Pandemie … und gleichzeitig so viel Unterstellung von bösen Absichten („finsterer Mächte“) und Demagogie („der Medien, der Wissenschaft, der Politik“).
      Es schaut so aus, als ob es just diese Offenheit ist, welche die Tür für die abenteuerlichsten Verschwörungsmythen öffnet, weil viele sich von den viel zu vielen Fakten und deren unterschiedlichen Beurteilungen hoffnungslos überfordert fühlen.

      Ja, es gibt Impfnebenwirkungen. Und ja, es gibt auch einige Menschen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit an den Folgen der Impfung verstorben sind. Das Paul Ehrlich Institut sammelt diese Daten und veröffentlicht sie auch nach gewissenhafter Prüfung. Der letzte dieser Berichte stammt vom 19.08.2021 und jeder kann ihn sich hier herunterladen und einsehen:
      https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-31-07-21.pdf?__blob=publicationFile

      Und niemand bestreitet, dass der an großen Durchschnitten messbare Gewinn durch die Impfung auch Einzelfälle enthält, bei denen es leider umgekehrt ist. Und natürlich ist auch das für die Betroffenen und Angehörigen genauso tragisch, wie ein Schaden oder der Tod durch die Krankheit.

      Ich möchte es mit einem Bild versuchen: Russisch Roulette mit einer Kugel in einer Trommel für 100 Kugeln. Wer würde das nicht eintauschen gegen ein Russisch Roulette mit einer Kugel in einer Trommel mit 1000 Plätzen? Und dennoch kann es just bei dem Tausender jemanden treffen, den es beim Hunderter nicht getroffen hätte. Sich besser ganz dem Russisch Roulette verweigern? Klar wäre das die eleganteste Lösung. Blöd nur, dass diese Lösung allein in der Phantasie funktioniert („mein tolles Immunsystem“ oder „harmlos wie Schnupfen“, für manche ja – inkl. ich selbst, ich hatte es sehr mild -, aber nicht für jeden). Uns so artet die Flucht vor dieser Realität nicht selten gedanklich, oder sogar praktisch, abenteuerlich aus: https://www.youtube.com/watch?v=_Vp03ebHqqw

      • Herbert Renz-Polster

        Da kann ich nur Danke sagen.

      • Caroline Keeling

        Hallo Herr Pagel!
        Ich fand das einen interessanten Gedankengang von Ihnen, mit dem scheinbaren kausale Zusammenhang zwischen öffentlicher Transparenz und dem Ozean an Mythen. Aber, könnte es nicht sein, dass jene gesteigerte Transparenz doch eher eine Reaktion, einen mühsame Versuch darstellt, auf diesen unbändigen und dynamischen Ozean der Mythen zu reagieren?

        Strukturwandel der Öffentlichkeit: von der Mediendemokratie zur Internetdemokratie?

        —–

        https://m.bpb.de/politik/wirtschaft/lobbyismus/286817/strukturwandel-der-oeffentlichkeit-von-der-mediendemokratie-zur-internetdemokratie

        ——
        Doch die Journalisten, die in der klassischen Medienwelt als „Gatekeeper“ noch weitgehend konkurrenzlos darüber entschieden, welche Themen und Meinungen überhaupt in die öffentliche Arena kamen, sind heute oft nur noch „Gatewatcher“ und Kuratoren eines unendlichen Stroms an Informationen, Daten, Berichten und Diskussionen im World Wide Web. Für Lobbyisten und Öffentlichkeitsarbeiter ist es daher zunehmend wichtig, direkt mit den Zielgruppen ihrer Botschaften zu kommunizieren. Dialog, Interaktion, Vernetzung und Transparenz sind wichtige Werte geworden. Das macht die Sache freilich nicht einfacher, sondern eher komplexer.

        ——–

        Internetdemokratie?

        Auf der gesellschaftlichen Makroebene stellt sich die Frage, ob die „Mediendemokratie“ mit dem linearen Fernsehen als Leitmedium nun von einer „Internetdemokratie“ abgelöst wird, in der Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern und direkte Interaktion mit Politikerinnen und Politikern und anderen öffentlichen Akteuren die zentrale Rolle spielen. Entsprechend euphorische Vorstellungen aus der Anfangszeit des Internets über ein neues goldenes Zeitalter der Demokratie sind inzwischen vielerorts ernüchtert worden. Eher prägen Politikverdrossenheit und Misstrauen gegenüber Eliten die Debatten im Netz, überdies häufig in einem wenig zivilisierten Ton; auch scheint es, dass der Informationsüberfluss und die Allgegenwart medialer Inhalte weniger zu Informiertheit als eher zu Desorientierung führen.

      • Pet Baumi

        Hallo Her Pagel, doch das kann ich:
        Fehlinformationen, Falschinformationen, irrationale nicht nachvollziehbare Schutzmaßnahmen, die mittlerweile ganze Seiten füllen. Z.b. Krankenhausschließungen versus Krankenhsusüberlastung oder Kurzarbeit in diesen Bereichen, Willkür, Druck, Entmündigung von Bürgern im Sinne nur der Staat weiß, was gut für mich ist, Moralisierung, Verunglimpfung, Ausgrenzung, Diskriminierung Verleumdung ehemals sehr hoch angesehener und ausgebildeter Menschen, Hetze, unverhältnismäßig Propagandamaßnahmen, Lobbyismus, Korruption, Betrugskandale in Politik, plötzliche Unterstellung, Zweifel an ärztlichen Atteste, Aussagen, Kompetenz von Medizinern, Ungleichbehandlung verschiedener Branchen, alles zu Lasten der Schwachen, Armen, Kindern und Alten, weitere Klaffung zwischen Arm und Reich, schnelle Gesetzesänderungen mit massiven Grundrechtseinschränkungen wie Unantastbarkeit der privaten Wohnung , Gleichschaltung aller Bereiche/Medien, Aufforderung nichts zu hinterfragen, fehlender breiter Diskurs, politische Förderung einer neuen Apartheid etc.
        Und die ewig lautende Frage: Wen nützt das ganze, wer profitiert davon?
        Die Menschen werden immer kranker, der Lebensunterhalt immer teurer…
        Also bitte, da darf man schon mal das ein oder andere hinterfragen und such skeptisch sein, was hier mit uns gemacht wird. Allerdings „mit uns“ ist falsch, es wird über uns entschieden. Selbstdenkende Menschen haben damit wirklich ein Problem, kommen damit aber durchaus klar und können durchaus die eine Seite wie auch die andere Seite gut einordnen. Da aber unser Bildungssystem über die Jahre massiv nachgelassen hat bzw. das Nivau stetig gesunken ist und die Altmedien in den letzten 25 Jahren ganze Arbeit geleistet haben, gebe ich zu, das letzteres ein echtes Problem geworden ist. Die Masse versteht es nicht, will es nicht versehen, ist naiv oder im Verdrängen der Realität super. Im Zeitalter von so viel Reizüberflutung durch digitale Medien auch kein Wunder…

        • Caroline Keeling

          Aber Herr Baumi, wer profitiert denn nun davon Ihrer Meinung nach (vielleicht erscheint die Frage naiv)? Die „Eliten“ nehme ich an…?

        • Friedo Pagel

          Herr Baum,
          man darf nicht nur hinterfragen, man muss sogar hinterfragen.
          Allerdings verstehe ich da wohl etwas anderes drunter als Sie.
          In dieser Pandemie gibt es Punkte, die ganz am Anfang von Fühlen und Denken stehen und in einer solchen Situation schnell unvereinbar werden können.
          Punkt 1:
          „Gibt es „geistige Kräfte“ außerhalb unserer physisch erfahrbaren und messbaren Welt, die aktiv auf diese Welt Einfluss nehmen?“
          Die erste Hälfte der Aussage ist Glaubenssache, Religion, eine von der Verfassung geschützte Privatangelegenheit. Der zweite Teil, die aktive Einflussnahme, da geht es um mehr als Glauben, das müsste dann nicht nur persönlich „erfahrbar“ sondern auch wissenschaftlich nachweisbar sein. (Wer hier bei Corona von einem Kampf zwischen Engeln und Dämonen ausgeht, und gemäß der anthroposophischen Lehre von Rudolf Steiner meint, mit Impfungen würde den Menschen die Spiritualität ausgetrieben, mit denen werden wir Ihren Beobachtungskatalog nicht abarbeiten können.
          Punkt 2:
          Nun gut, Sie sind jetzt kein Esoteriker, aber z.B. Jurist. Da gibt es einen schönen alten Witz über zwei Bundestagsabgeordnete, der eine Physiker, der andere Jurist. Physiker: „Das ist ein Naturgesetz.“ Jurist: „kein Problem, Gesetze kann man ändern.“
          Die fehlende Unterscheidung zwischen unbeeinflussbarer Natur und beeinflussbarem menschlichen Handeln, können wir täglich in Talkshows bewundern. Konkret: Für die Virenausbreitung gibt es genauso ein Naturgesetz wie für den freien Fall. Dieses Gesetz heißt „natürliches Wachstum“ und die mathematische Formel dazu ist eine Exponentialfunktion. Woher wissen wir das? SARS-CoV-2 ist in dieser Eigenschaft ein Virus wie jeder andere. Die Gesetze sind gleich, Parameter und Kennziffern unterschiedlich.
          Für die Ausbreitung wichtig ist der R-Wert. Und jetzt wird es interessant. Natur der Deltavariante ist nur das R0, d.h. „Wie viele andere steckt ein Infektiöser durchschnittlich an, wenn das Leben einfach normal weiter läuft?“ Bei Delta sind das 6.
          Jetzt breitet sich das Virus aber nun mal nach diesem Wachstumsgesetz aus, d.h. wenn das tatsächliche, Menschen und politisch beeinflussbare R>1 ist, haben wir irgendwann einen explosionsartigen Anstieg der Neuinfektionen. Ist dieses R<1 werden es immer weniger bis es nahezu verschwindet.
          D.h. in Sachen Ausbreitung des Virus müssen wir und die Politik die Frage beantworten: Wie können wir es schaffen, dass ein Infektiöser durchschnittlich weniger als einen weiteren Menschen ansteckt?
          Möglichkeiten:
          – Beschränkung der Kontakte zwischen jeweils 2 Personen auf 1/6 (und zwar landesweit von allen Menschen zusammen, der Einzelne ist da bloß das Kleinvieh das auch Mist macht). Z.B. Irland ließ Schulen offen, Deutschland die Betriebe, und bei einem Konzert in einer Halle verhindere ich tausende Kontakte.
          – Impfung, denn wer Immunität hat, gehört nicht zu denen, die ein Infizierter noch anstecken kann. Bei einem 100%-Schutz wäre das wieder das 1/6, um die Delta 6 aufzuheben. Also bräuchten wir eine Impfquote von 83,3%. Aber wir haben keine sterile Immunität. Wo sich ohne Impfung sonst 100 angesteckt haben, stecken sich bei 80% Schutz von den Geimpften immer noch 20 an. Da aber auch Erkrankungen eine Immunität erzeugen, vermutlich sogar etwas länger als die Impfung, gleicht das die nur 80% Schutzwirkung gegen Infektion in etwa wieder aus.
          – Und dann gibt es noch die Soft-Maßnahmen, Maske Abstand, wenn's geht Außen, Sommer, …
          Welchen Mix wir aus diesen Zutaten bereiten, das obliegt ganz uns, unserem ganz persönlichem Verhalten und der Politik, die gewisse Verhaltensweisen belohnt oder sanktioniert. Aber R<1 das ist eine notwendige Bedingung der Natur. Über das WAS können wir nicht verfügen, nur über das WIE.
          Und das WIE hat Kosten, riesige Kosten, nicht nur finanzielle und gesundheitliche, sondern auch menschliche. Und diese Kosten müssen auf den Tisch und möglichst demokratisch darüber entschieden werden. Nur passen leider die üblichen politischen Prozesse dafür wieder nicht auf die Natur des Virus. Hier greifen wieder Naturgesetze, die wir so nicht gewohnt sind.
          DAS EINE IST DIE ZEIT. Eine Exponentialkurve mit R nur knapp über 1 verläuft sehr lange sehr unauffällig, fast linear, um dann plötzlich scheinbar aus dem Nichts ungezügelt in die Höhe zu schießen. Schon kurz bevor der Bereich erreicht ist, wo die Zahlen in die Höhe schnellen, ist RECHTZEITIGKEIT wichtiger als GENAU RICHTIG. Jeder Tag des Zögerns kostet da viele Menschenleben. In dem unauffälligen Anlaufbereich hat man Zeit, aber man zögert, das RICHTIGE zu tun, denn man möchte die Kosten dafür einsparen.
          DAS ZWEITE IST DIE IFR, d.h. der Anteil derer, die nach einer Infektion versterben. Zwar kann man diese Kenngröße erst nach der Pandemie zu 100% genau bestimmen. Momentan kristallisiert sich bei uns ein Wert von 0,8% heraus. Das klingt nicht nur wenig, das ist zum Glück auch wenig. Von 125 SARS-CoV-2 Infizierten stirbt 1, d.h. in einem 500 Seelen Dorf gäbe es, wenn sich jeder Dorfbewohner anstecken würde, 4 Tote, wahrscheinlich 3 sehr alte Menschen und ein ohnehin recht kranker.
          Aber … die gleiche Rechnung nicht mit einem 500 Einwohner Dorf, sondern mit unserem ganzen Land angestellt, bedeutet
          0,8% von 84.500.000 sind knapp 700.000
          Und ohne eine Lockdown-ähnliche, die Ausbreitung bremsende Maßnahme, und Ohne Impfung, würde sich das Ganze bei Delta innerhalb von 2 Monaten abspielen.
          Das wären über zwei Monate hindurch durchschnittlich 10.000 Tote am Tag. Und die liegen nicht einen Tag lang im Krankenhaus, sondern 2-3 Wochen. Wer sollte das bewältigen?
          Und nein, das ist nicht Panikmache, das ist Naturgesetz. Und wer Naturgesetze als für sich nicht gültig betrachtet, mit dem kann man nicht sinnvoll über die Pandemie reden.
          Und es ist ja auch nicht so, dass die Querdenker und auch nicht die von der Corona-populistischen FDP, bisher konstruktive Beiträge zur Absenkung des R unter 1 beigetragen hätten. Die sind ja immer gegen alles, was letztlich eine Form von Sabotage ist. Und in der besonderen Situation der Impfverweigerung könnte man sogar sagen: "Sie bekämpfen die just Maßnahmen, die nur wegen ihres Verhaltens (Impfverweigerung) noch einmal auspacken mussten." Leider konterkariert das auch das auch in meinen Augen viel bessere Konzept der Eigenverantwortung statt unzähliger unverständlicher Vorschriften durch den Staat. Aber bei so wenig Einsichtsfähigkeit …
          Selbstverständlich sind auch all die Lockdown und andere Maßnahmen entstehenden Kosten nicht unerheblich. Aber gerade durch die beharrliche Ignorierung der Naturgesetze und ihrer Folgen ist genau diese eigentlich absolut notwendige gesellschaftliche Diskussion verhindert worden. Einfach weil man von den Kosten des Nichtstuns nie etwas hören wollte, und das stets als "reine Panikmache, um das Volk gefügig zu machen" verunglimpft hat.
          Wer vor Corona in eine eigene alternative Realität geflüchtet ist, der muss erst einmal wieder auf den Boden der Realität zurückkehren.
          Ferner wären auch ein paar zusätzliche Mathekenntnisse nicht schlecht (i.B. auch im psychologischen Zusammenhang, wie Darstellung von Zahlen und Wahrscheinlichkeiten Gefühle auslösen, und so zu manipulieren versuchen – machen beide Seiten).
          Und … um den Bogen zu den ersten Sätzen zu spannen, wissenschaftliche Methodik, grob "Falsifizierbar – Reproduzierbar – Peer Reviewed". Da gibt es in der Pandemie tatsächlich Schwächen, die aber nicht am fehlenden liegen, sondern an dem Zeitdruck, unter den uns das Virus setzt.

  • ama

    Bitte meinen langen Kommentar freischalten.

  • Biggi

    Lieber Herbert,

    bitte nicht verzweifeln ob des Irrsins in manchen Kommentaren. Ich persönlich konnte keine Lobeshymnen finden, sondern las eine sehr objektive Beschreibung des Ist- Zustandes. Bitte gern unbedingt weiter aufklären. Wenn denn die Kräfte reichen….. Selbstschutz ist auch wichtig, gerade in diesen Zeiten.

  • Andi

    Ich schliesse mich Katlo und Biggi an. Ich schätze Ihre Beiträge sehr! Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Teil. Vielen Dank für Ihre wertvolle Arbeit!

  • Barbara

    Bitte bleiben Sie dran, Herr Renz-Polster! Ihre Beiträge sind überlegt, sachlich und ehrlich. Sie tragen bei zu einem nachdenklichen und ruhigen Ton bei den Debatten über den aktuell Erfolg versprechendsten Umgang mit dem Virus.

  • Inga

    Lieber Herr Renz-Polster,
    Ich kann mich nur den warmen Worten meiner Vorredner*innen anschließen. Bitte bleiben Sie dran, sofern Ihre Kapazitäten dies zulassen. Ihre fachlichen Darlegungen bieten mir und viele meiner Bekannten eine Richtschnur in dieser verworrenen Zeit.
    Ich danke Ihnen von Herzen, dass Sie sich weiter diesem stark emotional geladenen Thema stellen und es STETS schaffen, Ihre eigene Ausgangsfrage aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und zu hinterfragen. Das entspricht auch meinem Naturell und vermutlich auch dem der meisten vernünftig denkenden Menschen. Leider melden sich diese nicht so oft zu Wort, aber vertrauen Sie auf Ihre Erfahrung, dass wir einen großen, wenn auch nicht so lauten Teil der Bevölkerung stellen. Ich wollte an dieser Stelle deshalb einmal das Wort ergreifen und Ihnen ebenfalls Mut zusprechen. Sie sind mir durch Ihre Arbeit, auch abseits der Pandemie, schon so oft eine so große Hilfe gewesen. Sie haben mein pädagogisches Wirken sowie meine mütterliche Kompetenz und dadurch wiederum indirekt das Leben vieler Kinder maßgeblich beeinflusst Danke dafür!

  • Andreas

    Vielen Dank Herr Renz-Polster für Ihre wirklich tollen Bücher und Beiträge. Immer weiter so.

    Bezüglich der Impfung von Kindern ähnelt die Diskussion der FSME-Impfung. Kinder erkranken nicht so schlimm an FSME wie Erwachsene. Ich hab meine Kinder dennoch dagegen impfen lassen. In meinem Bekanntenkreis ist eine Person schwer an FSME erkrankt, deshalb bin ich für die Impfung.

    Gleiches gilt für Covid. Ich kenne Leute die gestorben sind und auch Personen mit Long-Covid-Problemen. Das sind aber jedoch nur Erwachsene.

    Da Covid endemisch wird, kann man es auch schlecht mit FSME vergleichen. Denn wie Sie schon schreiben, wird sich früher oder später jeder damit anstecken.
    Deshalb stellt sich mir die Frage, soll ich meine Kinder ungeimpft oder geimpft Covid durchmachen lassen?
    Welchen Eindruck haben Sie als Kinderarzt von Kindern (unter 12) die Covid durchgemacht haben?

    • Lenina

      Das würde mich auch interessieren.
      Gerade steht die zweite FSME-Impfung für meinen 3-Jährigen an. Der noch NIE in seinem Leben eine Zecke hat, der große Bruder in 6 Jahren 1. Wie wahrscheinlich ist es da, genau die eine Zecke zu erwischen in Zukunft, die FSME in sich trägt, es überträgt, es zu einer Erkrankung kommt und zum schlimmsten Verlauf.
      Im Vergleich dazu halte ich einen schweren Verlauf mit Covid für sehr viel wahrscheinlicher, denn zu einer Infektion wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den nächsten Monaten kommen.

  • Gaby

    Lieber Herr Renz-Polster
    Danke für ihr differenziertes sensibles Bild dieser komplexen Situation. Bitte bleiben Sie unbedingt dran! Es braucht solche Experten wie Sie an denen wir Eltern uns orientieren können.

  • Katharina Teufel-Lieli

    Ich würde mich freuen, wenn Sie zu Folgendem Stellung nehmen könnten.
    Mein Arbeitskollege (50) ist doppelt geimpft. Vor 3 Wochen überprüfte unsere Betriebsärztin die Antikörper, er hatte 800.
    Jetzt hat er mit Symptomen (hohes Fieber,…) Corona.

    Das irritiert mich schon, denn bisher dachte ich, Antikörper haben eine gewisse Aussagekraft und 800 wären schon sehr viele, würden also einen Immunschutz bieten.

    Sollte man nicht doch besser die T Zellenimmunität anschauen? Oder ist auch die nicht aussagekräftig?

    Weiters: dass die Impfung bei jungen Männern Myokarditen verursachen kann, ist mittlerweile erwiesen. Eine leichte Myokarditis gibt es nicht, auch wenn es anders „verkauft“ wird. Abgestorbene Zellen regenerieren nicht. Mein 18 jähriger Sohn hatte eine TGA, es geht ihm gut, der Restbefund ist überschaubar (leichte Verengung, leicht undichte Herzklappe). Er gehört nicht zur Risikogruppe.
    Impfen oder nicht impfen???

    • Herbert Renz-Polster

      Genau das beschreibe ich ja als die nicht erfüllte Hoffnung: es kann (v.a. bei Delta) auch trotz Impfung zu Durchbruchinfektionen kommen. Und das auch bei gut ausgebildeten ANtikörpertitern (wobei die statistische Wahrscheinlichkeit dann geringer ist, aber eben nicht ausgeschlossen – siehe Ihr Nachbar). Der T-Zell-Arm ist schwieriger und teurer zu bestimmen und auch hier schliesst ein „Schutz“ weitere Infektionen nicht aus.
      Myokarditiden – ja, die kommen vor, aber sind glücklicherweise selten: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2109730
      Mit 18 Jahren hat Ihr Sohn tatsächlich ein geringes Akut-Risiko, allerdings ist von etwa 0,5% Long Covid Verläufen auszugehen. Das ist viel, weil Long Covid oft eine schwere Lebensbehinderung unklarer Dauer bedeutet. Das Risko von Langzeitverläufen nach Impfung dürfte etwa die Hälfte betragen. Lg HRP

      • Pet Baumi

        Lieber Herr Renz-Polster,
        Mir fehlt bei Ihnen die Einordnung, der Bezug, ins Verhältnissetzen mit anderen Krankheiten. Man hat derzeit den Eindruck, dass es nur noch die Krankheit C. gibt. ALLES ANDERE WIRD AUSGEBLENDET. Habe neulich einen Bericht eines anderen Mediziners gehört, dass teilweise Krankheiten mit Syntomen wie bei C. nicht ordentlich diagnostiziert werden. Z. B. Blindarmentzündung. Tragisch.
        Ich persönlich kenne zwar Menschen, die C, hatten, jedoch eher mit den Auswirkungen einer mittleren Erkältung oder sie haben es gar nicht gemerkt. Was ja auch die Gutenberg Studie herausgefunden hat. 40 % haben unbemerkt ein C Infektion durchgemacht.
        Zwei Personen meines Bekanntenkreises haben längerfristig damit zu tun, eine davon ist in der Klinik tätig und hatte nachweislich ungenügende, falsch zertifizierte Schutzmasken…
        Allerdings kenne ich auch Menschen, die in den letzten 20 Jahren einen Infekt hatten mit der Folge einer Herzbeutelentzündung mit einer Krankheitsdauer von 10 Monaten. Eine hat ihren Geschmacks- und Geruchssinn verloren. Das ist schon 10 bis 15 Jahre her! Alles nichts Neues. Auch kenne ich Menschen mit einer verschleppten Atemwegserkrankung, welche dann chronisch Asthmabronchiale entwickelt haben.
        Ich möchte C. nicht runterspielen. Jedoch für meine Begriffe wird hier im Vergleich zu „Vorcorona“ erheblich vergessen, was es schon immer gab. Ich kenne leider viel mehr Menschen, die während der letzten 20 Monate depressiv geworden sind, die Disgnose Krebs erhalten haben, ihre Firma aufgeben mussten, die an Mobilität verloren haben, da gerade ältere Menschen auf Bewegungskurse gesundheitlich angewiesen sind, die Freunde Kontakte verloren haben, die weiter an Übergewicht zugenommen haben, die gesundheitliche Präventionsmaßnahmen wie Schwimmen, Sauna, Fitness nicht mehr wahrnehmen können, die ihren Vereins- oder Leistungsport nicht mehr wahrnehmen konnten, da der Testaufwand gerade für Familien einfach zu hoch ist, insbesondere wenn man nicht gerade in einer Großstadt wohnt. All dies gehört mit in die Betrachtung hinein. Und wird einfach ausgeblendet. Es gibt viel mehr Leid außerhalb von C. Misshandlung von Kinder, Frauen, wie viele Kindet bekommen seit 20 Monaten keine warme Mahlzeit mehr, da es kein Schulessen mehr gibt. Wie viele Kinder haben zwei Schuljahre kein vernünftigen Schulunterricht mehr…
        Diese enge Sichtweise, das Nichtinverhältnissetzen empfinde ich als schlimm. Maßlos unsolidarisch den Schwächsten gegenüber.

        • Lenina

          Ich gebe diesem Kommentar in vieler Hinsich Recht. Was man aber auch nicht vergessen darf: Wie viel Infizierte haben wir selbst in unserem gut aufgestelltem Land? Wie viele Tote? Wie viele mit Langzeitfolgen? Und dass mit (im Vergleich zumindest) gut funktionierenden Krankenhäusern, vielen Ärzten, einem Gesundheitssystem, das jedem offen steht UND diesen vielen Maßnahmen, die wir in den letzten Monaten durchgehalten haben UND einer wahnsinnigen Forscherleistung, was die Impfung betrifft. Was wäre wohl passiert, hätte man nichts unternommen? Hätte keine Masken, keine Maßnahmen, keine Impfung? Wie sehr hätte das VIrus gewütet? Würden wir uns auch um Sauerstoffgeräte schlagen wie zurzeit in Rumänien? Wie viele wären mehr gestorben?
          Ja, man darf den Rest nicht vergessen, man muss da dran bleiben, aufarbeiten, Hilfen anbieten; vieles hätte man besser machen können.
          Doch der Tod eines Elternteils, eigene schwere Erkrankung usw sind viel dramatischer und traumatischer als z.B. verpasster Schulstoff.

  • Monika Kindler

    Danke immer an die Forschungen und vorsichtig ausgedrückten Analysen von Renz-Polster!!
    Als Kinderfrau habe ich von Anfang an die Rolle der Kinder verfolgt, nie sind sie schwer erkrankt, fast nie musste ein Kind ins Krankenhaus. Kinder haben anscheinend eine gewisse Immunität gegen Corona, jedenfalls ein anderes Immunsystem als Erwachsene.
    Die Erwachsenen wollen sich nicht impfen lassen – das ist ein Hohn.
    Dass schon soo lange und immer noch die Maßnahmen auf dem Rücken der Kinder zu ihren eigenen Lasten ausgetragen werden, ist ein Skandal der leidigen Politik.
    Die Schulen und KiTas sollten offen bleiben, raus mit den Kindern an die frische Luft, schaukeln, rennen, klettern, toben – Bewegung stärkt das Immunsystem bei Kindern und Erwachsenen. Viel trinken usw.
    Der Politik, besonders hier in Bayern, sage ich auch „Gute Nacht!“

  • Maria

    Also sachlicher und neutraler mit der großen Portion Sympathie, die Herrn Dr. Renz-Polster ausmacht, hätte man so ein „heißes“ Thema doch gar nicht erklären können!

    Ich bin total dankbar für diesen Beitrag, er ordnet viele meine Gedanken und hilft mir eine informierte Entscheidung zu treffen.

    Ich bin jetzt schon gespannt auf den nächsten Beitrag. 🙂

  • Welli

    Vielen Dank.

    Ich kann nur aus der Beobachtung unseres Umfeldes (und das ist groß) sagen: Wir kennen mittlerweile von Weitem einen Fall, in dem Corona fatal verlief. Die Person war gelinde gesagt äußerst umfangreich und ist leider mit Corona verstorben.

    Dagegen wimmelt es mittlerweile von Extrem-Reaktionen auf die Impfung – auch im unmittelbaren Umkreis. Asthmatiker sind entstanden, zwei ältere Menschen ein paar Wochen nach Impfung gestorben, leider.

    Die subjektive Wahrnehmung im Umfeld bleibt: Schäden durch Impfung höher als durch Corona.

    Das ist aber nur rein exemplarisch, wie es sich bei uns auf dem Land zeigt und erhebt keinen Anspruch auf Verallgemeinerung..

    • Maria

      Das spiegelt auch mein Umfeld wieder. Eine ältere Dame mit austheraphiertem COPD ist gestorben und eine Freundin 34 und fit hat seit exakt einem Jahr keinen Geruchssinn/Geschmackssinns mehr was vielleicht im ersten Moment harmlos klingt aber für sie einen massiven Einschnitt an Lebensqualität bedeutet. Dagegen stehen nun schon eine Hand voll Impfnebenwirkungen. 3 Fälle von abgesunkenen oder verrückt spielendem Blutdruck. Ein Freund mit Migräne (die es vorher nicht gab) . Eine Freundin die seit 5 Monaten keine Periode mehr bekommt aber dauernd Schmierblutungen. (Fies bei Kinderwunsch) einer anderen Freundin Zuckt das Auge…. Und das eigentliche Problem ist dass nur ein einziger Fall in einer Apotheke tatsächlich gemeldet wurde. Bei allen anderen haben die Hausärzte gesagt das ginge vorbei oder es käme gar nicht davon. Und wenn ich das höre muss die Frage erlaubt sein wie realistisch die Statistik an Nebenwirkungen/ Reaktionen/ Schäden – wie auch immer man es jetzt nennen mag sein kann. Ich hoffe seit Beginn der Pandemie auf ein Wundermittel wenn’s einen hart trifft. Vielleicht passiert in diese Richtung ja mal was

  • Andy

    Vielen Dank für Ihre Einschätzung, die ich überwiegend teile. Allerdings finde ich eine Impfung für Menschen, die mit vulnerablen Gruppen Umgang haben und dort große Verantwortung tragen so ungemein wichtig, dass ich sie auch verpflichtend machen würde,
    Besten Gruß

  • Alexandra Köbele

    Danke von Herz und Hirn!!
    Was ich derzeit so perfide finde und auch wiederum die Kinder gewissermaßen ignorierend, ist, dass offenbar nicht nur einige Geimpfte sich nun sicher wähnen, und denken, sie könnten auch anderen nichts mehr weitergeben, sondern auch die Politik: Dass es jetzt keine kostenlosen Schnelltests mehr gibt, weil ja alle ein Impfangebot erhalten haben, ignoriert ja, dass der Übertragungsschutz nach wenigen Monaten endet, und es gibt eben nicht nur Ungeimpfte, die eben „keine Lust“ hatten/haben, sondern alle Kinder!

    Übrigens finde ich, dass Scharlatane in Thailand oder egal wo gleich gefährlich sind wie in Deutschland…

    • Herbert Renz-Polster

      Genau, es ist immer das Gleiche: die „Geschichten“ sollen nach außen stimmen („Impfen schützt alle, und wenn alle brav sind, wird alles wieder gut“). Nur: die Realität ist komplexer. Und nicht in einfache Geschichten zu packen. Blöd aber auch.

  • Christine

    Ich habe in den letzten Monaten viel Zeit am PC verbracht mit dem Vergleich der Risiken der Impfung vs. der Risiken der Infektion. (Einen dritten Weg sehe ich für meine Kinder nicht bei einem endemisch werdenden Virus – irgendwann werden sie entweder geimpft oder infiziert sein, deshalb interessieren mich bei der Risikoabwägung zur Myokarditis z.B. auch keine Vergleiche von „geimpfte Kinder vs. noch nie mit Sars-CoV-2 in Berührung gekommene Kinder“, sondern einzig und allein die Abwägung „Myokarditisrisiko für Kinder nach Impfung vs. Myokarditisrisiko für Kinder nach durchgemachter Infektion“ – und das fällt für mich ganz klar PRO Impfung aus.

    Zudem WEISS ich dann genau, wann mein Kind die zweite Impfung hatte, und kann es danach großzügig 10-14 Tage auf überanstrengenden Sport verzichten lassen – bei einer Erkrankung kann ich das nicht, weil die auch asymptomatisch verlaufen kann (auf die Sicherheit der nach drei Minuten entsorgten [die Control-Linie ist ja schon zu sehen – also negativ!] Schnelltests an den Schulen gebe ich sehr wenig.)

    Angesichts der Tatsache, dass der von Covid oft beeinträchtigte Riechnerv ein Teil des Gehirns ist und mittlerweile auch Hirnschäden bei Long-Covid-Kindern mit bildgebenden Verfahren nachgewiesen konnten [ https://link.springer.com/article/10.1007/s00259-021-05528-4 ], die bei gesunden Kindern der Altersgruppe nicht bestehen (also KEINE Lockdownschäden) möchte ich das Risiko, dass Sars-CoV-2 eventuell persistiert und wir in Jahren bis Jahrzehnten ein ganz böses Erwachen haben werden, nicht mehr eingehen. Es gibt persistierende Coronaviren bei Tieren (die z.B. das Kälbchen infizieren und dann die erwachsene Kuh später krank machen) und auch bei MS wird schon länger ein Coronavirus als Mitursache diskutiert.

    Schon bei Nierenschäden, Herzschäden etc. nach Coronainfektion bei Kindern war ich alarmiert, aber bei ggf. anhaltenden Schäden des ZNS hört bei mir der Spaß auf und ich mag nicht mehr Corona-Bingo (oder besser „Russisches Roulette“ mit Spät- und Langzeitschäden) bei meinen Kindern spielen angesichts der politisch gewollten Kinderdurchseuchung an den Schulen.

    Ich wünsche mir als Pendant zur Wahlfreiheit bei den Impfungen ebensolche Wahlfreiheit bezüglich der Infektion. Ich möchte keine Impfpflicht, aber auch keine Infektionspflicht. Da die Präsenzpflicht seit September nicht mehr ausgesetzt ist und die Inzidenz für 5-14jährige in meinem Landkreis seit Wochen über 300 liegt, sehe ich mich mit einem vorerkrankten Kind von 11,5 Jahren völlig schutzlos gesellschaftlicher Rücksichtslosigkeit und Willkür ausgesetzt. So kurz vor der EMA-Zulassung und angesichts bereits 300.000 offlabel geimpfter Kinder U12 weltweit und der erfolgreich abgeschlossenen Impfstudie von BiNTech/Pfizer, bei denen keine Auffälligkeiten zutage traten habe ich das Gefühl, man stellt uns als Familie kurz vor Ende eines erfolgreich gelaufenen Marathons jetzt absichtlich ein Bein.

    Über 6 Monate waren meine Kinder aufgrund von drei Risikopersonen im Haushalt (davon ein Kind U12) während der zweiten und dritten Welle komplett isoliert zuhause, haben trotz aller Herausforderungen erfolgreich gelernt und gute bis sehr gute Schulleistungen gebracht, Freundschaften über Skype und outdoor-Spielkontakte (inzidenzabhängig sogar mit Maske) aufrecht erhalten – und jetzt sagt man uns quasi: „Tja, Pech gehabt, JETZT zählt das alles aber nicht, wir haben politisch Präsenzpflicht beschlossen, die Maßnahmen an den Schulen heben wir vor der Impfzulassung auf – seht doch zu, wo Ihr bleibt!“

    Meine Kinder tragen als einzige in ihren Schulen FFP2-Maske und machen bei den lustigen „jetzt setzen wir mal alle gleichzeitig indoor die Masken ab“-Maskenpausen nicht mit, essen konsequent im Freien ihre Schulbrote – aber kein Kind kann sowas perfekt Tag für Tag durchziehen und bei der ansteckenden Delta-Variante wird es nur eine Frage der Zeit sein, wann es sie dann doch noch „erwischt“.

    Aufgrund der angespannten gesellschaftlichen Situation (um mal angesichts von Todesdrohungen an Impfärzte und tätliche Angriffe auf mobile Impfteams und Impfzentren einen lächerlichen Euphemismus zu bemühen) ist es gefühlt leichter an harte Drogen zu kommen als an die Adresse eines Arztes, der Kinder U12 offlabel impft, obwohl offlabel-Einsatz von Medikamenten etc. in der Pädiatrie sonst verbreitet ist – aber da muss ich halt nicht mit Querdenker-Aufmärschen in der Arztpraxis rechnen, sonder wäge einfach im Einzelfall ab und lasse dem jungen Patienten die Hilfe zukommen, die er oder sie braucht.

    Und wenn ich noch einmal hören oder in Zeitungsarktikel und Interviews hören muss, viele der schwer erkrankten, auf Intensivstationen behandelten oder an Covid verstorbenen Kinder „hätten halt auch Vorerkrankungen gehabt“, schreie ich. Was für ein Scheiß-Zynismus ist denn in der Gesellschaft ausgebrochen, wenn ein vorerkranktes Kind, das problemlos mehrere Jahrzehnte Lebens vor sich gehabt und vielleicht eine Familie hätte gründen können, das geliebt wurde und jetzt betrauert wird, anscheinend nicht wirklich zählt in der Abwägung, ob eine Erkrankung schlimm ist und verhindert gehört hätte?

    Meine Entscheidung steht jedenfalls fest: meine Kinder werden geimpft, sobald ich die Hände an einen offlabel-Impfarzt bekomme oder die EMA-Zulassung da ist.

    • Lenina

      Ich wünsche dir viel Kraft für die kommenden Monate und dass ihr es schnell zur Impfung schafft. Ich stimme dir absolut zu. Auch wenn mein Kind nicht vorerkankt ist, möchte ich soweit es in meiner Macht steht, eine Infektion verhindern aus den von dir genannten Gründen. Und ja, genauso fühlt es sich an: Die Ziellinie (Zulassung) sieht man schon und dann kommen immer wieder neu erzeugte Hindernisse. Keine Masken mehr im Unterricht, keine BEfreiung, wenn notwendig (wir würden schicken, weil wir die soziale Entwicklung in der 1. Klasse gegen das Risiko eines schweren Verlaufs dahingeghend abgewogen haben, aber ab morgen gibt es die FFP2), die meisten wiegen sich in Sicherheit, Kindergeburtstage finden wieder drinnen statt – wer will sein Kind da immer isolieren. Die Zahlen steigen bei uns rasant und es wären doch noch wenige Wochen, bis jeder, der möchte, sein 5-12Jähriges Kind impfen könnte. Wo bleibt da die ewig geforderte Solidarität. Von den Kleinkindern, die vermutlich gar keine Chance mehr auf Wahl haben werden, sei hier gar nicht gesprochen.

      Ich kann nur hoffen, dass wir keine Spätfolgen wie z.B. bei Masern erleben werden. Das wäre ein wirklich böses und bitteres Erwachen.

  • Moritz

    Kleine Korrektur: Molnupiravir ist kein Antikörper und heißt auch nicht Molnupivir.

  • ama

    Eine neue Studie – es sieht verdammt übel für die Hirnleistung aus…

    https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2785388
    „Research Letter Neurology
    October 22, 2021
    Assessment of Cognitive Function in Patients After COVID-19 Infection
    Jacqueline H. Becker, PhD1; Jenny J. Lin, MD, MPH1; Molly Doernberg, MPH1; et alKimberly Stone, MPH1; Allison Navis, MD2; Joanne R. Festa, PhD2; Juan P. Wisnivesky, MD, DrPH1,3
    Author Affiliations Article Information
    JAMA Netw Open. 2021;4(10):e2130645. doi:10.1001/jamanetworkopen.2021.30645“

  • Gregor

    Sehr geehrter Herr Renz-Polster, bitte sehen Sie es mir nach, dass ich vor dem Verfassen dieses Kommentars nicht die gesamte Vorkorrespondenz gelesen habe (in der Sie meine Frage eventuell schon beantwortet haben) sondern lediglich ihren Artikel. Ich habe mich über Ihre Aussage, dass eine Impfung gegen eine Ansteckung „allenfalls ein bisschen“ hilft sehr gewundert. Die von Ihnen zitierte Studie scheint mir dafür nichts her zu geben. Aber da ich nun kein Mediziner und die Dinge ggf. missverstehe wäre ich für eine kurze weitere Erläuterung sehr dankbar. Wir hatten nämlich gerade darüber gesprochen, ob einer gemeinsamen Freundin (die sich nicht impfen lässt) und im Altenpflegeheim arbeitet, ein Vorwurf zu machen sei. Wenn ihre Aussage richtig wäre, es also quasi keinen Unterschied macht ob sie selbst geimpft ist oder nicht (da sie sich in beiden Fällen mit ungefähr gleicher Wahrscheinlichkeit die Infektion einfängt und weitergibt), wäre dies der „Freispruch“ von jeder potentiellen Schuld. Auch tue ich mich schwer, ihre Aussage mit dem Begriff des „Impfdurchbruchs“ in Einklang zu bringen. Diesen hatte ich bisher so verstanden, dass er sich auf Fälle bezieht, in denen der Impfschutz durchbrochen wird, was wiederum impliziert, dass es einen solchen Schutz eben gibt. Wenn die Impfung gegen Ansteckung freilich gar nicht hilft (oder „ allenfalls ein bisschen und nur für wenige Monate“) scheint jedenfalls die Terminologie hier neben der Sache zu liegen. Für Ihren Input wäre ich sehr dankbar. Herzlichen Gruß, Gregor

Kommentar verfassen